Höchstlohn

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Ist ein Höchstlohn sinnvoll?

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Adam Smith
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Adam Smith » So 3. Feb 2013, 00:39



Ein Beitrag ist nutzungsunabhängig, sonst wäre es eine Gebühr. Es wird nur eine Leistung angeboten, die man Nutzen kann. Eine Steuer ist unabhängig von einer konkret angebotenen Leistung.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon MoOderSo » So 3. Feb 2013, 00:45

GG146 » So 3. Feb 2013, 00:14 hat geschrieben:Eine Einkommensdeckelung bei 0,5 Mio bedeutet, dass die wirklich Stinkreichen - die Milliardäre - von ihren zwei- und dreistelligen jährlichen Millioneneinkommen den wichtigsten Leistungsträgern in ihren (oft ererbten) Unternehmen nicht einmal dann einstellige Millioneneinkommen zahlen dürfen, wenn sie das wollen.

Sorry, aber die meisten Unternehmen besitzen sicher genug Leistungsträger, bei denen man sein Geld loswerden kann, wenn man es denn wollte.
Die jüngere Geschichte Deutschlands erweckt aber nicht den Eindruck als hätte es jemand nötig sein Geld an Leistungsträger zu "verschwenden".
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon GG146 » So 3. Feb 2013, 00:50

Adam Smith » So 3. Feb 2013, 01:39 hat geschrieben:
Ein Beitrag ist nutzungsunabhängig, sonst wäre es eine Gebühr. Es wird nur eine Leistung angeboten, die man Nutzen kann. Eine Steuer ist unabhängig von einer konkret angebotenen Leistung.


Wenn die Begründung ausreichen würde, den Gleichbehandlungsgrundsatz und das Sozialstaatsprinzip zu umgehen, könnte man den größten Teil der Steuern in irgendwelche nutzungsunabhängigen "Beiträge" umtaufen und müsste dazu nur dem Steuerbescheid eine Liste mit den Verwendungen des Geldes anhängen (x Euro für Theatersubventionen usw., ob man nun ins Theater geht oder nicht).

Vergiss es. Das Thema ist den Verfassungsrichtern nicht wichtig genug für eine Rechtsbeugung aus politischer Gefälligkeit. Diese kaschierte Kopfsteuer werden sie knicken.
Zuletzt geändert von GG146 am So 3. Feb 2013, 00:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon GG146 » So 3. Feb 2013, 00:52

MoOderSo » So 3. Feb 2013, 01:45 hat geschrieben:Sorry, aber die meisten Unternehmen besitzen sicher genug Leistungsträger, bei denen man sein Geld loswerden kann, wenn man es denn wollte.
Die jüngere Geschichte Deutschlands erweckt aber nicht den Eindruck als hätte es jemand nötig sein Geld an Leistungsträger zu "verschwenden".


Dann sei doch froh, dass die reichen Erben sich wenigstens hinsichtlich der Top - Manager einbilden, hohe Gehälter zahlen zu müssen. Wenn der Staat ihnen zwangsweise beibringt, dass das Blödsinn ist, werden sie keinen einzigen eingesparten Cent beim Fußvolk abliefern. Das fließt dann alles auf die ganz großen Haufen.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Adam Smith » So 3. Feb 2013, 00:55

Das hier wäre eine Kopfpauschale.

Das Modell sieht vor, dass die Versicherten einkommensunabhängig einen pauschalen Beitrag an ihre Krankenkasse entrichten. Egal ob Manager oder Angestellter: Jeder zahlt das gleiche. Festgelegt würden die Beiträge autonom durch die Krankenkassen. Diese könnten kalkulieren, welche Beiträge nötig sind, um die laufenden Ausgaben zu decken. Hinzu kämen Gelder aus einer zentralen Verwaltungsstelle, in die Arbeitgeber ebenfalls unabhängig vom Einkommen pro Versicherten einzahlen sowie Finanzen aus Steuermitteln. Als Vorbild kann die private Krankenversicherung mit ihrer einkommensunabhängigen Prämien angenommen werden. Doch anders als dort soll es keine freie Leistungsauswahl in der GKV geben.


http://www.1a.net/versicherung/gesetzli ... fpauschale

Wobei hier die Belastung so groß wäre, dass es nicht richtig wäre.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon GG146 » So 3. Feb 2013, 00:57

Adam Smith » So 3. Feb 2013, 01:55 hat geschrieben:Das hier wäre eine Kopfpauschale.



http://www.1a.net/versicherung/gesetzli ... fpauschale

Wobei hier die Belastung so groß wäre, dass es nicht richtig wäre.


Ich sehe da keinen Unterschied zur Rundfunk"beitrag" - Kopfpauschale.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Adam Smith » So 3. Feb 2013, 00:58

GG146 » So 3. Feb 2013, 00:50 hat geschrieben:Wenn die Begründung ausreichen würde, den Gleichbehandlungsgrundsatz und das Sozialstaatsprinzip zu umgehen, könnte man den größten Teil der Steuern in irgendwelche nutzungsunabhängigen "Beiträge" umtaufen und müsste dazu nur dem Steuerbescheid eine Liste mit den Verwendungen des Geldes anhängen (x Euro für Theatersubventionen usw., ob man nun ins Theater geht oder nicht).


Das Geld darf dann nur ausschließlich für Theater verwendet werden.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Adam Smith » So 3. Feb 2013, 01:00

GG146 » So 3. Feb 2013, 00:57 hat geschrieben:
Ich sehe da keinen Unterschied zur Rundfunk"beitrag" - Kopfpauschale.


Einmal Wohnung einmal Person.

Und dann natürlich noch die wirtschaftliche Belastung, die hier doch extrem ist. Eine Kopfpauschale lehne ich aus diesem Grund ab.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon GG146 » So 3. Feb 2013, 01:01

Adam Smith » So 3. Feb 2013, 01:58 hat geschrieben:
Das Geld darf dann nur ausschließlich für Theater verwendet werden.


Ja sicher - das unter Punkt x in der dem Beitragsbescheid, der den Steuerbescheid ersetzt, aufgeführten Liste von Verwendungen.

So muss dann jeder Haushalt denselben Betrag für die Staatsfinanzierung abliefern, weil es ja jetzt "Beiträge" und nicht mehr "Steuern" heißt.

Das ist Blödsinn.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Adam Smith » So 3. Feb 2013, 01:01

GG146 » So 3. Feb 2013, 01:01 hat geschrieben:
Ja sicher - das unter Punkt x in der dem Beitragsbescheid, der den Steuerbescheid ersetzt, aufgeführten Liste von Verwendungen.


Nein. :rolleyes:
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Re: Höchstlohn

Beitragvon GG146 » So 3. Feb 2013, 01:06

Adam Smith » So 3. Feb 2013, 02:00 hat geschrieben:
Einmal Wohnung einmal Person.

Und dann natürlich noch die wirtschaftliche Belastung, die hier doch extrem ist. Eine Kopfpauschale lehne ich aus diesem Grund ab.


Wohnung ist genauso eine Umgehung des Gleichbehandlungsgrundsatzes wie Person.

Und was die moderate Höhe des Rundfunkbeitrags betrifft: Das läppert sich irgendwann mit anderen Verfassungsrechtsumgehungen dieser Art zu erheblichen Beträgen zusammen.

Außerdem ist das eine Frage des Prinzips, ein Diebstahl bzw. dessen Legalisierung durch den Staat würde auch dann die Eigentumsgarantie aus Art. 14 GG verletzen, wenn die Legalisierung nur Werte unter 20 Euro je einzelner Tat umfasste.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon GG146 » So 3. Feb 2013, 01:09



doch :cool:
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Adam Smith » So 3. Feb 2013, 01:10

GG146 » So 3. Feb 2013, 01:06 hat geschrieben:Und was die moderate Höhe des Rundfunkbeitrags betrifft: Das läppert sich irgendwann mit anderen Verfassungsrechtsumgehungen dieser Art zu erheblichen Beträgen zusammen.


Warum darf denn der deutsche Staat keine Beiträge erheben? Beitrag ist die Bereitstellung einer Leistung und der Beitrag darf nur dafür verwendet werden. Gebühr ist eine konkrete Leistung, die jetzt erbracht wird. Mit der Gebühr wird diese Leistung bezahlt.
Zuletzt geändert von Adam Smith am So 3. Feb 2013, 01:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Adam Smith » So 3. Feb 2013, 01:12

GG146 » So 3. Feb 2013, 01:09 hat geschrieben:
doch :cool:


Der Beitrag darf nur für die Leistung verwendet werden, für die er verlangt wird. Eine Liste wofür die Steuer verwendet wird, ist zwar wünschenswert, aber erfüllt dieses Kriterium nicht.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon MoOderSo » So 3. Feb 2013, 01:19

GG146 » So 3. Feb 2013, 00:52 hat geschrieben:
Dann sei doch froh, dass die reichen Erben sich wenigstens hinsichtlich der Top - Manager einbilden, hohe Gehälter zahlen zu müssen. Wenn der Staat ihnen zwangsweise beibringt, dass das Blödsinn ist, werden sie keinen einzigen eingesparten Cent beim Fußvolk abliefern. Das fließt dann alles auf die ganz großen Haufen.

Hab ich kein Problem damit.
Entropie kann man nicht unbegrenzt exportieren.
Das System wird schon Grenzen setzen.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon GG146 » So 3. Feb 2013, 01:19

Adam Smith » So 3. Feb 2013, 02:12 hat geschrieben:
Der Beitrag darf nur für die Leistung verwendet werden, für die er verlangt wird. Eine Liste wofür die Steuer verwendet wird, ist zwar wünschenswert, aber erfüllt dieses Kriterium nicht.


Wenn die Liste die (angebliche) Zuordnung der Beträge zu den Verwendungen enthält, könnten die Verfassungsrechtsumgeher jedenfalls behaupten, dass das Kriterium erfüllt sein.

Auf mehr als dummdreisten Behauptungen beruht ja das, was die verantwortlichen Politiker und Rundfunkgewaltigen zur Verfassungskonformität der Rundfunkabgabe vorzutragen haben, auch nicht.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon GG146 » So 3. Feb 2013, 01:27

MoOderSo » So 3. Feb 2013, 02:19 hat geschrieben:Hab ich kein Problem damit.
Entropie kann man nicht unbegrenzt exportieren.
Das System wird schon Grenzen setzen.


Die Grenzen der Vermögensverdichtung sind schon erreicht. Die Realwirtschaft kann die für den Erhalt der riesigen Vermögen nötigen Zinsen und Mieten nicht mehr aufbringen, deshalb müssen die Vermögensbesitzer (und insbesondere die hauptberuflichen Vermögensverwalter) gegeneinander zocken. Die Verlierer sind wegen "Systemrelevanz" jetzt noch einmal von den Industriestaaten aufgefangen worden, das wird aber nicht noch einmal politisch durchsetzbar sein.

Also ist ein Linker, der eine die weitere Vermögensverdichtung beschleunigende obere Einkommensgrenze für die Angestellten der Besitzer der großen Vermögen verlangt, entweder dumm wie Brot oder äußerst raffiniert. Das ist nämlich der sicherste Weg zum Systemcrash.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Adam Smith » So 3. Feb 2013, 01:28

bezahle ich der Person, die mir bis spätestens 30.03.2013 einen rechtsgültigen
” Friedensvertrag für Deutschland “
vorlegt !


Einen Friedensvertrag gibt es nicht. Aber Deutschland hat jetzt auch mit Friedensvertrag den 2. Weltkrieg angefangen.

Was es gibt ist der 2+4 Vertrag. Des Weiteren gibt es natürlich die EU-Mitgliedschaft und die NATO-Mitgliedschaft usw.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Adam Smith » So 3. Feb 2013, 01:31

GG146 » So 3. Feb 2013, 01:19 hat geschrieben:
Wenn die Liste die (angebliche) Zuordnung der Beträge zu den Verwendungen enthält, könnten die Verfassungsrechtsumgeher jedenfalls behaupten, dass das Kriterium erfüllt sein.


Ein Beitrag darf ausschließlich nur für die Leistung verwendet werden, für die er erhoben wird.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon GG146 » So 3. Feb 2013, 01:33

Adam Smith » So 3. Feb 2013, 02:31 hat geschrieben:
Ein Beitrag darf ausschließlich nur für die Leistung verwendet werden, für die er erhoben wird.


Die Behauptung, nach der Liste zu verfahren, wird Verfassungsrechtsumgehern nicht schwer fallen, auch wenn das glatt gelogen ist.

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