Höchstlohn

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Ist ein Höchstlohn sinnvoll?

Ja
17
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Nein
18
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Kibuka
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Höchstlohn

Beitragvon Kibuka » Sa 2. Feb 2013, 00:17

Inmitten der Debatte um einen Mindestlohn in Deutschland kommt eine neue Forderung von den Linken, der Höchstlohn. Am 1. Juni 2012 wurde von Frankreichs neuem Präsidenten Francois Hollande beschlossen, einen Höchstlohn für Manager von Staatsbetrieben einzuführen. Danach darf das höchste Gehalt nur zwanzigmal so hoch sein wie das schlechteste Gehalt in diesem Betrieb.

In Deutschland soll nach den Vorstellungen der Linken bei einer halben Million € Schluss sein.

Hohe Gehälter: Linke will 100-Prozent-Steuersatz

Bei einer halben Million Euro Einkommen im Jahr soll Schluss sein: Nach dem Willen der Linkspartei soll der Staat Einkünfte auf 500.000 Euro beschränken, alles darüber komplett einziehen. Die Forderung wird laut einem Zeitungsbericht Teil des Wahlprogramms.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 80874.html


Über den Mindestlohn gibt es viele Studien und empirische Zahlen aus anderen Ländern über die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Die Frage ist, welche Auswirkungen hat ein Höchstlohn auf die Volkswirtschaft und ist der Vorschlag der Linken über die parteiinterne Ideologie hinaus grundsätzlich sinnvoll oder abzulehnen?
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Haitu
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Haitu » Sa 2. Feb 2013, 00:50

Es wird viele Gründe geben was an der Begrenzung des Einkommens gut ist.
Eines wird der Umweltschutz sein. Je weniger Geld jemand hat, je weniger Mist kann er damit bauen.
Hartz IV Empfänger sind bei uns die größten Umweltschützer, zwangsweise zwar aber schon.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon wintermute » Sa 2. Feb 2013, 06:09

[...]

Es geht hier übrigens nicht um einen Höchstlohn, sondern um ein Höchsteinkommen. Die Neosozialisten wollen jeden politisch verfolgen, der mehr als eine halbe Million im Jahr erwirtschaftet.
Zuletzt geändert von Kibuka am So 3. Feb 2013, 19:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Starfix » Sa 2. Feb 2013, 06:37

So lange es hier Menschen gibt die Trotz Arbeit Arm sind halte das für Sinnvoll. Aber viel wichtiger wäre hier eine Kapital Ertragssteuer von über 50% und oder eine Vermögens Abgabe von 5%-10% ab 1 Million Euro. Dazu wäre auch eine Umlaufsicherungsgebühr Notwendig um das Geld weiter im Bewegung zu halten. Die Umlaufsicherungsgebühr entwertet jeden Monat das Gesetzliches Zahlungsmittel in Stufen, Bargeld und Giralgeld kann so Monatlich 1% an wert verlieren, Langfristige Geldanlagen werden von dieser Gebühr verschont. Auch andere Werte werden von der Gebühr verschont. Ziel ist es das gesetzliches Zahlungsmittel in Bewegung zu halten und Vermögen in anderer Forum durch Innovation und Leistung aufzubauen und nicht durch das verleihen von Geld.
Zuletzt geändert von Starfix am Sa 2. Feb 2013, 06:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon freigeist » Sa 2. Feb 2013, 07:50

Kibuka » Sat 2. Feb 2013, 00:17 hat geschrieben:Inmitten der Debatte um einen Mindestlohn in Deutschland kommt eine neue Forderung von den Linken, der Höchstlohn. Am 1. Juni 2012 wurde von Frankreichs neuem Präsidenten Francois Hollande beschlossen, einen Höchstlohn für Manager von Staatsbetrieben einzuführen. Danach darf das höchste Gehalt nur zwanzigmal so hoch sein wie das schlechteste Gehalt in diesem Betrieb.

In Deutschland soll nach den Vorstellungen der Linken bei einer halben Million € Schluss sein.



Über den Mindestlohn gibt es viele Studien und empirische Zahlen aus anderen Ländern über die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Die Frage ist, welche Auswirkungen hat ein Höchstlohn auf die Volkswirtschaft und ist der Vorschlag der Linken über die parteiinterne Ideologie hinaus grundsätzlich sinnvoll oder abzulehnen?


Völliger Unsinn von der Linken. Wo leben wir eigentlich, dass es moralisch verwerflich ist, reich zu sein?
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Re: Höchstlohn

Beitragvon ToughDaddy » Sa 2. Feb 2013, 08:47

@Kibuka

Einen solchen Thread gibts schon im Innenpolitik-Teil. Und natürlich war dies vom Spiegel eine Ente, aber es hilft eben gleich wieder bei der Meinungsmache für die Wahlen.
pudding

Re: Höchstlohn

Beitragvon pudding » Sa 2. Feb 2013, 15:18

freigeist » Sa 2. Feb 2013, 08:50 hat geschrieben:
Völliger Unsinn von der Linken. Wo leben wir eigentlich, dass es moralisch verwerflich ist, reich zu sein?

Kommt darauf an wie man reich wurde.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Antisozialist » Sa 2. Feb 2013, 15:23

pudding » Sa 2. Feb 2013, 16:18 hat geschrieben:Kommt darauf an wie man reich wurde.


Da haben Sie ausnahmsweise recht. Der Villa vom Lafontaine steht keinerlei Lebensleistung gegenüber.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Kibuka » Sa 2. Feb 2013, 18:40

ToughDaddy » Sa 2. Feb 2013, 08:47 hat geschrieben:@Kibuka

Einen solchen Thread gibts schon im Innenpolitik-Teil. Und natürlich war dies vom Spiegel eine Ente, aber es hilft eben gleich wieder bei der Meinungsmache für die Wahlen.


Ob die Forderung nun von den Linken stammt oder nicht, soll in der aktuellen Debatte nur eine untergeordnete Rolle spielen. Wie ich im Eingangsbeitrag erwähnt habe dient dieser Strang primär als Gegenstück zu dem Strang Mindestlohn.

Es geht darum zu evaluieren, ob ein Höchstlohn überhaupt volkswirtschaftlich sinnvoll ist, welche Auswirkungen er hätte und ob das im Einklang mit der Verfassung stünde.

Bischof Huber fordert Höchstlohn

Die Debatte um Managergehälter weitet sich aus. Die Evangelische Kirche, die EU-Kommission und der Sozialverband VdK fordern Obergrenzen. Dagegen lehnen Bundesinnenminister Schäuble und die Wirtschaft gesetzliche Grenzen für Managergehälter ab.
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, forderte eine Obergrenze für Einkommen. „Wenn aus dem Gehalt eines Menschen mehr als 100 Arbeitsplätze finanziert werden könnten und gleichzeitig in demselben Unternehmen aus Kostengründen Arbeitsplätze abgebaut werden, sprengt das jede Vorstellung von Gerechtigkeit“, sagte er.

EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla sagte: „Für mich gibt es sowohl eine moralische Untergrenze als auch eine moralische Obergrenze von Gehältern.“ Wenn ein Manager das Hundertfache eines Arbeiters verdiene, sei die moralische Obergrenze sicherlich überschritten.

„Wo bleibt die soziale Marktwirtschaft?“

Der Präsident des Sozialverbands Vdk, Walter Hirrlinger, sagte: „Wenn ein Manager mehr als das Fünfzigfache eines durchschnittlichen Arbeitnehmers seiner Firma verdient, dann ist das nicht mehr zu rechtfertigen.“ Er kritisierte die sich auseinanderentwickelnden Löhne. „Manager kassieren Millionengehälter, Arbeitnehmer werden klein gehalten, ältere Arbeitslose werden zwangsverrentet und drohen in Altersarmut abzusinken. Wo bleibt hier die soziale Marktwirtschaft?“, sagte er.

IG-Metall-Chef Berthold Huber sagte, seine Gewerkschaft akzeptiere „unverschämte Managergehälter“ nicht. „Die Beschäftigten erarbeiten die Unternehmenswerte. Konsequenz: Sie werden mit Recht ihre Ansprüche vertreten. Die nächsten Tarifrunden kommen ganz bestimmt!“, sagte er.

Schäuble: Höchstlohn nicht regelbar

Schäuble sagte dagegen: „Man kann schon viele Vorbehalte gegen einen Mindestlohn haben, aber ganz sicher kann man einen Höchstlohn nicht gesetzlich regeln. Das wäre völliger Unsinn.“ Zugleich rief er die Wirtschaft auf, „inakzeptabel hohe“ Vergütungen selbst zu unterbinden.

Der Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels, Anton Börner, lehnte jede Begrenzung ab. „Die Frage der Gehälter ist Sache der Eigentümer. Vor einer staatlichen Regelung kann ich nur warnen! Höchstlöhne oder Obergrenzen wären ebenso schlecht wie staatlich verordnete Mindestlöhne“, sagte er. Es gebe weder Defizite in den Strukturen der Unternehmen noch mangelnde Transparenz. Die Arbeitnehmervertreter säßen schließlich in den Aufsichtsräten mit am Tisch.

Schäuble sagte dagegen, nachdenkenswert seien Transparenzregelungen, mit denen Aktienunternehmen vorgeschrieben würde, die tatsächlichen Bezüge ihrer Manager offenzulegen. Firmen, die sich hier verweigerten, müssten gegebenenfalls durch Gesetze dazu gezwungen werden.
Auch der CDU-Arbeitsmarktexperte Ralf Brauksiepe sprach sich für ein Gesetz zur Offenlegung der Bezüge von Managern börsennotierter Unternehmen aus. Es sei gut vorstellbar, dass der Gesetzgeber für mehr Transparenz bei den Managergehältern sorge.

Gehaltsdebatte: Bischof Huber fordert Höchstlohn - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/deutschland ... 28771.html


Wer einen Mindestlohn fordert, muss sich wohl oder übel auch mit einem Höchstlohn auseinandersetzen. Das sind zwei Seiten derselben Medaille, beide umgehen die freie Marktwirtschaft auf staatlicher Ebene.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon nichtkorrekt » Sa 2. Feb 2013, 19:14

Ein Höchstlohn ist im Prinzip dasselbe was hier diskutiert wird:

viewtopic.php?f=5&t=34701

Höchstlohn trifft die Sache aber besser. Ich halte es nicht für zielführend, einen Mindestlohn schon; aber warum einen Höchstlohn, damit wird niemand geschützt sondern nur bevormundet.

Bei Gütern würde ein Höchstspreis in den VWL-Modellen zu einem Angebots-Mangel führen, inwieweit das bei Gehältern in der Realität der Fall wäre weiß ich nicht.

Ein Höchstlohn müsste ja unter den tatsächlich gezahlten Löhnen/Gehältern angesetzt werden, in den VWL-Modellen wären für dieses Gehalt manche nicht bereit zu arbeiten, während die Nachfrage unvermindert bliebe, d.h. im Modell würden Stellen unbesetzt bleiben.
Zuletzt geändert von nichtkorrekt am Sa 2. Feb 2013, 19:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon ToughDaddy » Sa 2. Feb 2013, 19:32

@Kubika

Man muss nicht beides fordern, wenn man zBsp nur den Mindestlohn fordert.
Der Mindestlohn ist doch ein Ergebnis davon, dass durch die Hartz-Reformen der Druck auf die AN gestiegen, ist für jeden Scheißhauslohn zu arbeiten. Schaffe das ab mit den Erweiterungen bzgl. der Zeitarbeit und man braucht keinen Mindestlohn.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Kibuka » Sa 2. Feb 2013, 20:31

nichtkorrekt » Sa 2. Feb 2013, 19:14 hat geschrieben:Höchstlohn trifft die Sache aber besser. Ich halte es nicht für zielführend, einen Mindestlohn schon; aber warum einen Höchstlohn, damit wird niemand geschützt sondern nur bevormundet.

Bei Gütern würde ein Höchstspreis in den VWL-Modellen zu einem Angebots-Mangel führen, inwieweit das bei Gehältern in der Realität der Fall wäre weiß ich nicht.

Ein Höchstlohn müsste ja unter den tatsächlich gezahlten Löhnen/Gehältern angesetzt werden, in den VWL-Modellen wären für dieses Gehalt manche nicht bereit zu arbeiten, während die Nachfrage unvermindert bliebe, d.h. im Modell würden Stellen unbesetzt bleiben.


Genau das soll hier erörtert werden. Zunächst führt ein Höchstlohn dazu, dass ab einem bestimmten Einkommen die Steuerlast bei 100% liegt und somit höhere Entgeltstufen nicht rentabel wären. Im Gegensatz zu Gütern, würde das aber nicht zu einem Angebots-Mangel führen, zumindest nicht, wenn der Höchstlohn entsprechend hoch angesetzt wird.

Sehen wir uns dazu einmal den Arbeitsmarkt an.

Bild

A zeigt das Gleichgewicht. Bei einem Mindestlohn verschiebt sich der Punkt nach B, daraus resultiert natürlich Arbeitslosigkeit, zumindest wenn der Mindestlohn zu hoch ist und keine geschlossene Volkswirtschaft existiert.

Nehmen wir nun den Höchstlohn.

Bild

Die Lohn-Arbeitsmengen-Kombination, die durch C angezeigt wird, würde durch eine Höchstlohnvorschrift zustande kommen. Dann würden nur wenige Haushalte Arbeit anbieten wollen.

Nimmt man aber den durchschnittlichen Brutto-Jahresarbeitslohn je Arbeitnehmer in Deutschland von derzeit 30.000 Euro pro Jahr, so würde es durch die Forderung nach einem Höchstlohn von einer halben Million Euro pro Jahr zu keinem Angebotsrückgang bei den Arbeitskräften kommen.

Insofern ist ein Höchstlohn in dieser Höhe volkswirtschaftlich unbedenklich.

Es ist, als führte man einen Mindestlohn von 0,50 Cent pro Stunde ein. Dieser Mindestlohn hat schlichtweg keine Auswirkungen.
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„Weil das Wohl von einem genauso schwer wiegt, wie das Wohl von vielen.“
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Adam Smith » Sa 2. Feb 2013, 20:37

]

Schon. Aber ein Fußballverein wie Bayern München hätte dann Probleme gute Fußballer zu finden. Zum Beispiel.
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Cerberus
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Cerberus » Sa 2. Feb 2013, 20:58

Adam Smith » Sa 2. Feb 2013, 20:37 hat geschrieben:]

Schon. Aber ein Fußballverein wie Bayern München hätte dann Probleme gute Fußballer zu finden. Zum Beispiel.

Wäre mir wurscht. Ich würde jeden Deutschen gemäß deutschen Rechts besteuern, gleich wo er sich im Ausland herumtreibt. Dann würde ich danach gehen, was er im entsprechendem Ausland verdient und dort für Steuern bezahlt - die Differenz zu der hier fälligen Steuer darf er dann auch hier abdrücken. Dann hat es sich mit der Steuerflucht.
Dirk Müller zum Thema Ukraine/Krim: https://www.youtube.com/watch?v=K_YWdaQhRU4
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Adam Smith
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Adam Smith » Sa 2. Feb 2013, 21:07

Und was ist hiermit?

(1) 1Natürliche Personen, die im Inland einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, sind unbeschränkt einkommensteuerpflichtig. 2Zum Inland im Sinne dieses Gesetzes gehört auch der der Bundesrepublik Deutschland zustehende Anteil am Festlandsockel, soweit dort Naturschätze des Meeresgrundes und des Meeresuntergrundes erforscht oder ausgebeutet werden oder dieser der Energieerzeugung unter Nutzung erneuerbarer Energien dient.

(2) 1Unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind auch deutsche Staatsangehörige, die 1.
im Inland weder einen Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben und
2.
zu einer inländischen juristischen Person des öffentlichen Rechts in einem Dienstverhältnis stehen und dafür Arbeitslohn aus einer inländischen öffentlichen Kasse beziehen,
sowie zu ihrem Haushalt gehörende Angehörige, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder keine Einkünfte oder nur Einkünfte beziehen, die ausschließlich im Inland einkommensteuerpflichtig sind. 2Dies gilt nur für natürliche Personen, die in dem Staat, in dem sie ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, lediglich in einem der beschränkten Einkommensteuerpflicht ähnlichen Umfang zu einer Steuer vom Einkommen herangezogen werden.


http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__1.html

http://dejure.org/gesetze/AO/8.html

Und wenn diese Deutschen auswandern und hier keine Wohnsitz mehr haben, dann sind diese Deutschen hier nicht mehr Einkommensteuerpflichtig.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Mind-X » Sa 2. Feb 2013, 21:11

Cerberus » Sa 2. Feb 2013, 20:58 hat geschrieben:Wäre mir wurscht. Ich würde jeden Deutschen gemäß deutschen Rechts besteuern, gleich wo er sich im Ausland herumtreibt. Dann würde ich danach gehen, was er im entsprechendem Ausland verdient und dort für Steuern bezahlt - die Differenz zu der hier fälligen Steuer darf er dann auch hier abdrücken. Dann hat es sich mit der Steuerflucht.

Sie, Cerberus, schreiben Unfug. :|

Der Großteil der im Ausland arbeitenden Deutschen tut das nicht aus steuerlichen Gründen, sondern ganz einfach, weil sie glauben dort eine Zukunft zu haben. Wieso wollen Sie diesen also nun noch mit einer möglicherweise höheren Besteuerung gleich zu Leibe rücken.

Was ist im Falle, dass die dortigen Steuern höher sind als hier? Wird dann die Differenz ausbezahlt?

Welche Leistungen nimmt der im Ausland arbeitende Deutsche in Anspruch, dass er an den deutschen Fiskus Steuern zahlen müsse?
"und du wirst wahnsinnig werden von dem, was deine Augen sehen müssen." (5. Mose 28,34)

BLINDER SIEH! TAUBER HÖR! NAZI BEDENKE!
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Adam Smith » Sa 2. Feb 2013, 21:16

Außer natürlich der deutsche Auswanderer hat in Deutschland Einkünfte oder hält an einem deutschen Unternehmen eine Beteiligung von über 1%.

Betroffen davon sind sogenannte wesentliche Beteiligungen an einem Unternehmen in Deutschland – und während dies vor längerer Zeit noch mehr als 25 % waren, so liegt heute bereits eine wesentliche Beteiligung an einem Unternehmen ab einem Anteil von einem Prozent vor. Früher sollten damit vor allem Unternehmer “abgestraft” werden, die mit einem Unternehmen in Deutschland Gewinne erzeugen, aber ihr Einkommen günstiger im Ausland versteuern lassen wollten.


http://www.steuerncheck.net/auswandern-steuern-sapren/
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Re: Höchstlohn

Beitragvon nichtkorrekt » Sa 2. Feb 2013, 21:26

Nimmt man aber den durchschnittlichen Brutto-Jahresarbeitslohn je Arbeitnehmer in Deutschland von derzeit 30.000 Euro pro Jahr, so würde es durch die Forderung nach einem Höchstlohn von einer halben Million Euro pro Jahr zu keinem Angebotsrückgang bei den Arbeitskräften kommen.


Von wievielen Leuten sprechen wir hier eigentlich, die ein Jahresgehalt in dieser Höher und höher erhalten in Deutschland? (Ist keine rhetorische Frage)

Ich denke mal der Durchschnitt ist hier nicht sehr hilfreich, vielleicht müsste man hier nach Gehältern für Spitzenkräfte differenzieren und hierfür eine eigene Angebots- und Nachfragekurve erstellen.

Jemand der vorher 700.000 verdient hat würde wohl auch für 500.000 arbeiten, aber jemand der vorher 10 Mio verdient hatte und schon ein immenses Vermögen hat würde für 0,5 Mio eher weniger arbeiten.

Da stellt sich die Frage findet man für dessen Stelle jemanden der diese Arbeit für 500.000 genauso gut macht, falls ja gibt es kein Problem, falls doch, wäre interessant wie gravierend sich das auf die gesamte Volkswirtschaft auswirken würde.

Ich kann diese Frage nicht beantworten.

Im Gegensatz zu Gütern, würde das aber nicht zu einem Angebots-Mangel führen, zumindest nicht, wenn der Höchstlohn entsprechend hoch angesetzt wird.


Sorry wenn ich den Klugscheißer raushängen lasse, aber es sind die Arbeitnehmer die Arbeitskraft anbieten und die Unternehmen die Arbeitskraft nachfragen, insofern würde ein Höchstlohn dazu führen, dass manche ihre Arbeitskraft nicht mehr anbieten, d.h. es kommt zum Nachfrageüberhang = Angebotsmangel; beim Mindestlohn ist es genau umgekehrt, d.h. es entstünde ein Angebotsüberhang = Nachfragemangel = Arbeitslosigkeit wie man es in den Schaubildern sieht.
Zuletzt geändert von nichtkorrekt am Sa 2. Feb 2013, 21:34, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Cerberus » Sa 2. Feb 2013, 21:27

Mind-X » Sa 2. Feb 2013, 21:11 hat geschrieben:Sie, Cerberus, schreiben Unfug. :|
Ach wirklich?

Mind-X » Sa 2. Feb 2013, 21:11 hat geschrieben:Was ist im Falle, dass die dortigen Steuern höher sind als hier? Wird dann die Differenz ausbezahlt?
Warum sollte die Differenz zu höheren Steuern ausbezahlt werden? Natürlich nicht. Wird keiner dazu gezwungen sich in einem fremden Hochsteuerland zu verdingen. Davon ab würde ich die Staatsbürgerschaft davon abhängig machen, ob er hier Steuerpflichtig ist, oder nicht. Der Wohnsitz wäre mir schnurz.

Mind-X » Sa 2. Feb 2013, 21:11 hat geschrieben: Welche Leistungen nimmt der im Ausland arbeitende Deutsche in Anspruch, dass er an den deutschen Fiskus Steuern zahlen müsse?
Er nahm in Anspruch, z.B. in diesem Land zur Schule gegangen zu sein, Ausbildung/Studium nach deutschen Maßstäben z.B. genossen zu haben, insgesamt hier aufgewachsen zu sein und damit von der gesamten Infrastruktur dieses Staates profitiert zu haben. Und hier braucht man dann auch nicht nach Einzelfällen zu gucken, die ggf. Deutsche sind, ohne je diesen Boden betreten zu haben udgl..

Was übrigens die normalen Auswanderer anbelangt; wäre sicher sinnvoll, dieses Steuerrecht so auszulegen, dass es nur für Einkommen > 500.000 € p.a. zum Zuge kommt.

Btw. wie genau halten denn das eigentlich die hochgeschätzten Amis?
Dirk Müller zum Thema Ukraine/Krim: https://www.youtube.com/watch?v=K_YWdaQhRU4
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Re: Höchstlohn

Beitragvon Adam Smith » Sa 2. Feb 2013, 21:28

Welche Auswirkung hätte diese Regelung denn in Bezug auf die Bundesliga?

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