Indexlohn

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Realist2014
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Re: Indexlohn

Beitragvon Realist2014 » Di 24. Feb 2015, 22:00

garfield336 » Di 24. Feb 2015, 21:44 hat geschrieben:
Dies ist in den USA ein ziemlich neues phànomen, Es haben die letzten 2,3 Jahre eine Reihe Staaten solche System eingeführt.

Indexierte Mindestlöhne sorgen dafür, dass alle Menschen im Niedriglohnsektor davon profitieren.

Hohe Gehälter sind auch in Luxemburg, (ausser bei Staatsangestellten) nicht betroffen.



so lange bis sie ihren Job verlieren- weil sich die notwendigen Preis-Erhöhungen nicht am MArkt durchsetzen lassen..
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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garfield336
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Re: Indexlohn

Beitragvon garfield336 » Di 24. Feb 2015, 22:52

Realist2014 » Di 24. Feb 2015, 22:00 hat geschrieben:

so lange bis sie ihren Job verlieren- weil sich die notwendigen Preis-Erhöhungen nicht am MArkt durchsetzen lassen..



Das ist ein generelles Problem von Mindestlöhnen.
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garfield336
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Re: Indexlohn

Beitragvon garfield336 » Di 24. Feb 2015, 23:03

Realist2014 » Di 24. Feb 2015, 21:59 hat geschrieben:

was genau wird denn in Luxemburg so produziert?

Autos?
Maschinenbau?
Züge?

oder was genau?


Du willst wissen was in Luxemburg produziert wird ?

Wir sind vorallem in der Eisen und Stahlproduktion aktiv, sowie beim Bau von Hochöfen und Metallverarbeitungsmaschinen.
In diesem Sektor arbeiten nach wie vor sehr viele Menschen, auch wenn diese Sektor heute weniger wichtig ist als villeicht in den 70iger Jahren.
Aber auch Firmen wie Dupont oder Goodyear haben Fabriken in Luxemburg.
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Quatschki
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Re: Indexlohn

Beitragvon Quatschki » Mi 25. Feb 2015, 00:02

Die ganzen Holdings sitzen sicher nur wegen des Fleisses und der Produktivität der luxemburgischen Arbeiter und Angestellten in Luxemburg
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Frank_Stein
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Re: Indexlohn

Beitragvon Frank_Stein » Mi 25. Feb 2015, 00:45

garfield335 » Do 13. Okt 2011, 14:15 hat geschrieben:Hallo Forum.

In Luxemburg herrscht der sogenannte Indexlohn. Der Index ist hier ein Wert der vom statistischen Amt anhand der aktuellen Preisentwicklung berechnet wird.
Er beinhaltet einen Warenkorb und spiegelt die Preisentwicklung dieses Warenkorbs wieder.

In Luxemburg werden die meisten Gehälter an diesen Index gekoppelt. Die indexanpassung erfolgt in Schritten von 2,5%.
Die Gehälter die an den Index gekoppelt sind erfahren also eine automatische Anpassung an die Inflation und diese Gehälter spiegeln daher den Reallohn wieder.

Warum kann ein solches System in andern Ländern nicht funktionnieren? oder weshalb funktionniert es in Luxemburg?

Der Indexlohn ist jetzt wieder stark in der Kritik, da durch die anhaltende hohe Inflation, der Gehaltsunterschied zu den nachbarländern zu gross wird. Da die Gehälter in einem System ohne Indexlohn viel langsamer an die Inflation angepasst wird.


Es kann in anderen Ländern funktionieren - und aktuell wünschte ich mir, dass die Deutsche Bahn einen solchen Lohn ein für allemal einführt und die Tarifverhandlungen damit abgeschafft werden - keine Streiks mehr! :mad:
Wer die Rente für die Zukunft sicherer machen will, investiert heute mehr in Kindergärten und Schulen.
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Frank_Stein
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Re: Indexlohn

Beitragvon Frank_Stein » Mi 25. Feb 2015, 00:46

garfield336 » Di 24. Feb 2015, 23:52 hat geschrieben:

Das ist ein generelles Problem von Mindestlöhnen.


Mindestlöhne sind eine Ursache für die hohe Jugendarbeitslosigkeit in einigen Südländern.
Wer die Rente für die Zukunft sicherer machen will, investiert heute mehr in Kindergärten und Schulen.
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Re: Indexlohn

Beitragvon Karl Ranseier » Mi 25. Feb 2015, 00:55

theo » Mi 25. Feb 2015, 00:46 hat geschrieben:
Mindestlöhne sind eine Ursache für die hohe Jugendarbeitslosigkeit in einigen Südländern.



Wenn man sagt, dass "Arbeit" auch denen dienen soll, die sie verrichten, dann gibt es absolut nichts, was gegen den Mindestlohn spricht. 2,50-Euro-Jobs haben unter dieser Prämisse keinen Wert.
Aus der Sicht der Profitmaximierer sieht es allerdings anders aus. Von der Arbeitskraft profitieren, die Kosten für diese allerdings der Allgemeinheit aufzubürden, ist natürlich eine tolle Sache. Sklavenhalter hatten es deutlich schwerer.
Ist in den vergangenen 2000 Jahren die Produktivität wirklich so stark zurückgegangen, oder stieg nur die Gier der Profitmaximierer schneller? Diese Frage drängt sich doch auf.
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Re: Indexlohn

Beitragvon garfield336 » Mi 25. Feb 2015, 07:40

Hallo,

ich glaube Oregon ist der erste US-Bundesstaat der einen indexierten Lohn eingeführt hat.
Quelle Wikipedia, http://en.wikipedia.org/wiki/Oregon_Ballot_Measure_25_(2002)

Das war zum 1Januar 2003 ich weiss aber nicht ob die wirklich die ersten waren in den Staaten.

Es gibt dies jedenfalls nicht nur in Luxemburg.


Edit: fehlerhafter Link korrigiert.
Zuletzt geändert von garfield336 am Mi 25. Feb 2015, 07:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Indexlohn

Beitragvon Tantris » Mi 25. Feb 2015, 07:43

garfield336 » Mi 25. Feb 2015, 08:40 hat geschrieben:Hallo,

ich glaube Oregon ist der erste US-Bundesstaat der einen indexierten Lohn eingeführt hat.
Quelle Wikipedia, http://en.wikipedia.org/wiki/Oregon_Bal%20...%20e_25_(2002)

Das war zum 1Januar 2003 ich weiss aber nicht ob die wirklich die ersten waren in den Staaten.

Es gibt dies jedenfalls nicht nur in Luxemburg.


Gibt es ihn denn wirklich noch in luxembourg?

Mit welchen argumenten arbeiten denn die gegner des indexlohnes?
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garfield336
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Re: Indexlohn

Beitragvon garfield336 » Mi 25. Feb 2015, 07:45

theo » Mi 25. Feb 2015, 00:46 hat geschrieben:
Mindestlöhne sind eine Ursache für die hohe Jugendarbeitslosigkeit in einigen Südländern.


Das mag richtig sein, die Situation wurde durch die Deflation verstärkt.

Deshalb meine Frage, könnte in diesem Falle ein indexierte Mindestlohn nicht helfen? Das würde nämlich automatisch zu Anpassungen führen, In einer Deflation würden die Gehälter automatisch sinken.
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Re: Indexlohn

Beitragvon garfield336 » Mi 25. Feb 2015, 07:52

Tantris » Mi 25. Feb 2015, 07:43 hat geschrieben:
Gibt es ihn denn wirklich noch in luxembourg?

Mit welchen argumenten arbeiten denn die gegner des indexlohnes?


Die Gegner glauben, dass wir zunehmend unsere Wettbewerbsfähigkeit verlieren, wenn bei uns die Gehälter steigen, aber in den angrenzenden Nachbarländern stagnieren. Mit anderen Worten: Luxemburg ist zu klein um dieses System aufrechtzuerhalten, weil man dann einfach Handwerker aus Deutschland bestellt.

Es gibt den indexlohn nach wie vor, die letzte Anpassung erfolge im Oktober 2013, der Punktwert stand damals bei 825, mittlerweile ist er bei 812, die nächste Anpassung käme bei einem Punktwert von 845.... oder 805..... ich bin mir sicher, dass es dieses Jahr keine Gehaltsanpassung geben wird, und auch im nächsten Jahr wahrscheinlich nicht.
(Die Anpassung passiert in 2,5% Schritten, nach oben oder nach unten) (nach unten gab es aber noch nie :) )
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Re: Indexlohn

Beitragvon Tantris » Mi 25. Feb 2015, 08:27

garfield336 » Mi 25. Feb 2015, 08:52 hat geschrieben:
Die Gegner glauben, dass wir zunehmend unsere Wettbewerbsfähigkeit verlieren, wenn bei uns die Gehälter steigen, aber in den angrenzenden Nachbarländern stagnieren. Mit anderen Worten: Luxemburg ist zu klein um dieses System aufrechtzuerhalten, weil man dann einfach Handwerker aus Deutschland bestellt.

Ja, man sollte sich immer das schlechtest von der aussenwelt zum vorbild machen, dann bleibt man wettbewerbsfähig, oder welchen gott man grade anbetet oder auch nur anzubeten vorgibt.


Es gibt den indexlohn nach wie vor, die letzte Anpassung erfolge im Oktober 2013, der Punktwert stand damals bei 825, mittlerweile ist er bei 812, die nächste Anpassung käme bei einem Punktwert von 845.... oder 805..... ich bin mir sicher, dass es dieses Jahr keine Gehaltsanpassung geben wird, und auch im nächsten Jahr wahrscheinlich nicht.
(Die Anpassung passiert in 2,5% Schritten, nach oben oder nach unten) (nach unten gab es aber noch nie :) )


Also... auch in lux gibt es noch einen gewissen unterschied zwischen index und realität. Aber... immerhin!
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Re: Indexlohn

Beitragvon garfield336 » Mi 25. Feb 2015, 10:09

Tantris » Mi 25. Feb 2015, 08:27 hat geschrieben:




Also... auch in lux gibt es noch einen gewissen unterschied zwischen index und realität. Aber... immerhin!



Es ist halt so, dass die Gehaltsanpassung immer hinterher passiert. Man tut es wenn es Inflation von 2,5% gemessen wurde.
Aber bei der minus Inflation die im Moment herrscht, dauert es wohl etwas länger bis es Gehaltserhöhungen gibt.

http://www.statistiques.public.lu/stat/ ... RFPath=109

Da sieht man den berechneten Punktwert, Er ist zu Ende des Jahres eingebrochen, wahrscheinlich wegen den Ölpreisen.
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Re: Indexlohn

Beitragvon Frank_Stein » Mi 25. Feb 2015, 20:22

Karl Ranseier » Mi 25. Feb 2015, 01:55 hat geschrieben:

Wenn man sagt, dass "Arbeit" auch denen dienen soll, die sie verrichten, dann gibt es absolut nichts, was gegen den Mindestlohn spricht. 2,50-Euro-Jobs haben unter dieser Prämisse keinen Wert.
Aus der Sicht der Profitmaximierer sieht es allerdings anders aus. Von der Arbeitskraft profitieren, die Kosten für diese allerdings der Allgemeinheit aufzubürden, ist natürlich eine tolle Sache. Sklavenhalter hatten es deutlich schwerer.
Ist in den vergangenen 2000 Jahren die Produktivität wirklich so stark zurückgegangen, oder stieg nur die Gier der Profitmaximierer schneller? Diese Frage drängt sich doch auf.



nun ja - es gibt Jobs, da ist der Broterwerb nicht das erste Ziel - da ist das Lernen und die Ausbildung wichtiger
Wenn ein Arbeitnehmer einem Arbeitgeber keinen Gewinn bringt, dann bekommt er den Job nicht - hat demnach
keine Möglichkeit Berufserfahrung zu sammeln und wird demnach auch in Zukunft kein Einkommen haben

und natürlich kann man auch von einem 2,5 Euro-Job leben - nämlich in jenen Ländern, wo 2,5 Euro
der übliche Lohn ist - da sind dann auch die Preise für alle möglichen Dienstleistungen geringer,
denn der niedrige Lohn führt dann zu entsprechen niedrigen Preisen
Wer die Rente für die Zukunft sicherer machen will, investiert heute mehr in Kindergärten und Schulen.
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Re: Indexlohn

Beitragvon Karl Ranseier » Mi 25. Feb 2015, 21:23

theo » Mi 25. Feb 2015, 20:22 hat geschrieben:

nun ja - es gibt Jobs, da ist der Broterwerb nicht das erste Ziel - da ist das Lernen und die Ausbildung wichtiger
Wenn ein Arbeitnehmer einem Arbeitgeber keinen Gewinn bringt, dann bekommt er den Job nicht - hat demnach
keine Möglichkeit Berufserfahrung zu sammeln und wird demnach auch in Zukunft kein Einkommen haben

und natürlich kann man auch von einem 2,5 Euro-Job leben - nämlich in jenen Ländern, wo 2,5 Euro
der übliche Lohn ist - da sind dann auch die Preise für alle möglichen Dienstleistungen geringer,
denn der niedrige Lohn führt dann zu entsprechen niedrigen Preisen



Wenn ich mir ein Auto kaufe, macht mir das auch keinen Spaß. Ich muss eine Menge Geld hinblättern, und das steht in keinem guten Verhältnis zu meinem Gewinn. Auf lange Sicht allerdings, und hier sprechen wir von einigen Jahren, lohnt es sich aber doch.
Genauso ist es mit den handwerklichen Ausbildungsberufen. Auch wenn der Lehrling heute und morgen vielleicht dem Arbeitgeber noch keinen satten Gewinn beschert, so kann doch der Arbeitgeber die berechtigte Hoffnung haben, nach einigen Jahren von der Arbeitskraft des heutigen Lehrlings ordentlich profitieren zu können.
Meine Aussage mit den 2,50 Euro/Stunde bezog sich auf Deutschland. Hier kann niemand davon leben, und deshalb ist eine Arbeit, die so vergütet wird, in meinen Augen wertlos. Das gilt natürlich nicht für die Ausbeuter, die die Gewinne kassieren und die Rechnung für die Kosten an die Steuerzahler senden.
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Re: Indexlohn

Beitragvon Frank_Stein » Mi 25. Feb 2015, 22:01

Karl Ranseier » Mi 25. Feb 2015, 22:23 hat geschrieben:

Wenn ich mir ein Auto kaufe, macht mir das auch keinen Spaß. Ich muss eine Menge Geld hinblättern, und das steht in keinem guten Verhältnis zu meinem Gewinn. Auf lange Sicht allerdings, und hier sprechen wir von einigen Jahren, lohnt es sich aber doch.
Genauso ist es mit den handwerklichen Ausbildungsberufen. Auch wenn der Lehrling heute und morgen vielleicht dem Arbeitgeber noch keinen satten Gewinn beschert, so kann doch der Arbeitgeber die berechtigte Hoffnung haben, nach einigen Jahren von der Arbeitskraft des heutigen Lehrlings ordentlich profitieren zu können.
Meine Aussage mit den 2,50 Euro/Stunde bezog sich auf Deutschland. Hier kann niemand davon leben, und deshalb ist eine Arbeit, die so vergütet wird, in meinen Augen wertlos. Das gilt natürlich nicht für die Ausbeuter, die die Gewinne kassieren und die Rechnung für die Kosten an die Steuerzahler senden.



Der Arbeitgeber beschäftigt lieber einen Headhunter, der die besten Talente von anderen Firmen abwirbt. Wenn die Unternehmen für ihre Auszubildenden den hohen Mindestlohn zahlen müssten, dann würden sie weniger ausbilden, sondern sich vom Arbeitsmarkt bedienen - aber wenn dann keiner mehr ausbildet, ist auch keinem geholfen.
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Re: Indexlohn

Beitragvon Star-bird » Do 26. Feb 2015, 10:54

theo » Mi 25. Feb 2015, 00:46 hat geschrieben:Mindestlöhne sind eine Ursache für die hohe Jugendarbeitslosigkeit in einigen Südländern.


Neoliberales geschwätz! Sinkende Kaufkraft sorgt für hohe Jugendarbeitslosigkeit (allgemeine Arbeitslosigkeit). Völlig, egal wie dereguliert ein Arbeitsmarkt auch ist, in einer Wirtschaftskrise trifft es die Jungen immer zuerst und am härtesten.
Zuletzt geändert von Star-bird am Do 26. Feb 2015, 10:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Indexlohn

Beitragvon pikant » Do 26. Feb 2015, 10:54

Karl Ranseier » Mi 25. Feb 2015, 21:23 hat geschrieben:

Wenn ich mir ein Auto kaufe, macht mir das auch keinen Spaß. Ich muss eine Menge Geld hinblättern, und das steht in keinem guten Verhältnis zu meinem Gewinn. Auf lange Sicht allerdings, und hier sprechen wir von einigen Jahren, lohnt es sich aber doch.
Genauso ist es mit den handwerklichen Ausbildungsberufen. Auch wenn der Lehrling heute und morgen vielleicht dem Arbeitgeber noch keinen satten Gewinn beschert, so kann doch der Arbeitgeber die berechtigte Hoffnung haben, nach einigen Jahren von der Arbeitskraft des heutigen Lehrlings ordentlich profitieren zu können.
Meine Aussage mit den 2,50 Euro/Stunde bezog sich auf Deutschland. Hier kann niemand davon leben, und deshalb ist eine Arbeit, die so vergütet wird, in meinen Augen wertlos. Das gilt natürlich nicht für die Ausbeuter, die die Gewinne kassieren und die Rechnung für die Kosten an die Steuerzahler senden.


am besen ist es in einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung einen sehr starken Mindestlohn zu haben, der Ausbeutung schwieriger macht :)
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Re: Indexlohn

Beitragvon pikant » Do 26. Feb 2015, 10:58

Quatschki » Mi 25. Feb 2015, 00:02 hat geschrieben:Die ganzen Holdings sitzen sicher nur wegen des Fleisses und der Produktivität der luxemburgischen Arbeiter und Angestellten in Luxemburg


ist ein Standortvorteil gute qualifizierte Arbeiter und Angestellten im Land zu haben
Zudem natuerlich noch die Besteueerung mti individuellen Tax-Roulings.
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Re: Indexlohn

Beitragvon Star-bird » Do 26. Feb 2015, 11:02

theo » Mi 25. Feb 2015, 22:01 hat geschrieben:Wenn die Unternehmen für ihre Auszubildenden den hohen Mindestlohn zahlen müssten, dann würden sie weniger ausbilden, sondern sich vom Arbeitsmarkt bedienen - aber wenn dann keiner mehr ausbildet, ist auch keinem geholfen.


Die Bilden auch ohne Mindestlohn seit Längerem nur unzureichend aus. So What?
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