Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

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Kibuka
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon Kibuka » Fr 9. Sep 2011, 16:28

gallerie hat geschrieben:...stimmt! Der deutsche Arbeitsmarkt sucht Fachkräfte die 25 Jahre alt sind und 30 Jahre Erfahrung vorweisen können. Anders sieht es in der skandinavischen Ländern aus, hier werden sogar Pensionäre wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert.
Mit Erfolg, diese sind sehr flexibel und sehr motiviert.


Das ist leider in vielen Branchen tatsächlich der Fall. Früher fühlten sich Unternehmen den Mitarbeitern noch mehr verpflichtet, man steckte Zeit und Geld in die Aus- und Fortbildung. Heute wird bereits bei den Bewerbungen aussortiert und man versucht sich die eierlegende Wollmilchsau zu angeln.
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon palulu » Mi 14. Sep 2011, 16:55

ToughDaddy » Mi 7. Sep 2011, 15:27 hat geschrieben:
Mindestens 2? Wow. Ganz große Helden, wo es doch nur zwei Staatsexamen gibt. Und nochmal für Dich: Darum sollte auch zwischen den Unis unterschieden werden. Hier sind vor dem 1. Staatsexamen etliche nach Hamburg, weil man dort leichter bessere Noten bekommt. Mithin reine verarsche.


Hallöle. :)

Wenn Du glaubst, dass zwischen den Universitäten nicht unterschieden wird, irrst Du dich gewaltig. Gerade die Hamburger Universität hat einen sehr schlechten Ruf.

P.S.: Darunter leidet zu einem geringen Teil auch die BLS.
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon ToughDaddy » Mi 14. Sep 2011, 17:27

palulu » Mi 14. Sep 2011, 17:55 hat geschrieben:
Hallöle. :)

Wenn Du glaubst, dass zwischen den Universitäten nicht unterschieden wird, irrst Du dich gewaltig. Gerade die Hamburger Universität hat einen sehr schlechten Ruf.

P.S.: Darunter leidet zu einem geringen Teil auch die BLS.


Im öffentlichen Dienst geht es nur nach Noten und bei manchen Unternehmen usw. auch.
Mithin braucht man sich über manche Entscheidungen also nicht wundern. :D
Zuletzt geändert von ToughDaddy am Mi 14. Sep 2011, 17:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon palulu » Mi 14. Sep 2011, 17:36

ToughDaddy » Mi 14. Sep 2011, 18:27 hat geschrieben:
Im öffentlichen Dienst geht es nur nach Noten und bei manchen Unternehmen usw. auch.
Mithin braucht man sich über manche Entscheidungen also nicht wundern. :D

:)

Ich meinte nicht die Juristen, die sich in öffentliche Abhängigkeit begeben wollen, sondern diejenigen, die - wie es jetzt heißt - bei Law-Firmen einsteigen.
Zuletzt geändert von palulu am Mi 14. Sep 2011, 20:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon Shakazulu » Mi 14. Sep 2011, 20:23

Fachkräfte fehlen vorallem im Handwerk und Technik.

Juristen, Staatsbeamte usw. haben wir mehr als wir tragen können....
WIR BRAUCHEN DIESE ERDE - ABER DIESE ERDE BRAUCHT UNS NICHT!!!!

Ein Volk das solche Boxer, Fußballer, Tennisspieler, Politiker und Rennfahrer hat kann auf seine Uniwersitäten ruhig verzichten.
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon jack000 » Mi 14. Sep 2011, 20:37

Der Fachkräftemangel bei Ingenieuren sieht so aus, dass tatsächlich viele gebraucht werden aber auch die Anforderungen sehr genau erfüllt werden müssen.

=> Der AG sucht nicht zwischen mehreren Bewerbern aus, sondern prüft die einzeln eingehenden Bewerber und wenn es nicht passt dann wartet man bis der nächste kommt.

Die Neigung Ings einzustellen wo ggf. wegen den Anforderungen abweichende Profile noch etwas Schulungs-/Einarbeitungsbedarf besteht, ist eher nicht vorhanden.
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon pikant » Do 15. Sep 2011, 13:43

Shakazulu » Mi 14. Sep 2011, 20:23 hat geschrieben:Fachkräfte fehlen vorallem im Handwerk und Technik.

Juristen, Staatsbeamte usw. haben wir mehr als wir tragen können....


das hemmt unser Wachstum!

Handwerk hat immer goldenen Boden :)
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon ToughDaddy » Do 15. Sep 2011, 15:46

pikant » Do 15. Sep 2011, 14:43 hat geschrieben:
das hemmt unser Wachstum!

Handwerk hat immer goldenen Boden :)


Du solltest mal mit Handwerkern reden. :|
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon pikant » Do 15. Sep 2011, 15:51

ToughDaddy » Do 15. Sep 2011, 15:46 hat geschrieben:
Du solltest mal mit Handwerkern reden. :|


macht pikant seit Jahren :thumbup:
immer nah am Handwerk dran
Zuletzt geändert von pikant am Do 15. Sep 2011, 15:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon ToughDaddy » Do 15. Sep 2011, 16:04

pikant » Do 15. Sep 2011, 16:51 hat geschrieben:
macht pikant seit Jahren :thumbup:
immer nah am Handwerk dran


Offensichtlich nicht, sonst würdest nicht vom goldenen Boden quatschen.
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon Amun Ra » Fr 16. Sep 2011, 13:19

ToughDaddy » Do 15. Sep 2011, 16:46 hat geschrieben:Du solltest mal mit Handwerkern reden. :|

Das Gelalle vom goldenen Boden ist natürlich Quatsch. Die Baubranche ist ein verdammt schweres Pflaster. Aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen das die Baubranche hauptsächlich im Bereich der Klein- und mittelständischen Unternehmen mit dem Konjunkturpaket II ziemlich gut durch die Krise gerettet wurde. Und dieses Jahr wurde die Baubranche dank dem hervorragenden Bauwetter auch nochmals belohnt. Von vielen Handwerkern habe ich dieses Jahr schon gehört: "Wer des Johr koine schwarze Zahla schreibt, der koh sein Lada glei dichtmacha."

Also ich kann aus meiner Firma heraus sagen das wir in der Wirtschaftskrise ca. 10% weniger Umsatz gemacht haben als davor (betroffen war vor allem der Wohnbau) und wir dieses Jahr alleine bis Ende August den Jahresumsatz von 2010 erreicht haben.

Was aber - um auch gleich wieder zum Thema zurückzukommen - stimmt ist das in der Baubranche wie ich es schon angeschrieben habe schlichtweg Fachkräfte fehlen. Und das wird - so meien Prognose - auch auf geraume Zeit nicht besser werden, eher im Gegenteil.
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon ToughDaddy » Fr 16. Sep 2011, 13:40

@amun ra

Diesbezüglich sage ich auch nix, mir gings nur um die sinnfreie Aussage. ;)
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon riverpirate » Fr 16. Sep 2011, 15:02

pikant » Do 15. Sep 2011, 15:51 hat geschrieben:
macht pikant seit Jahren :thumbup:
immer nah am Handwerk dran

keine Partei erschwert den Ausbau der Wirtschaft mehr als die Grünen.
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon frems » Mo 1. Mai 2017, 21:57

Naja, die Zahlen zur Beschäftigung sind ja noch recht anständig, aber vom propagierten "Ingenieurmangel", wenn man von exotischen Nischenfächern absieht, kann man auch nicht viel sehen.

Droht auch Ingenieuren ein Schweinezyklus?
Erst war von einer „Ingenieurslücke“ die Rede, dann begannen immer mehr junge Menschen ein Ingenieursstudium. Droht jetzt der Schweinezyklus und haben wir bald zu viele Absolventen dieser Fachrichtung?

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance ... 80453.html
Labskaus!

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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon Teeernte » Mo 1. Mai 2017, 22:28

jack000 hat geschrieben:(14 Sep 2011, 21:37)

Der Fachkräftemangel bei Ingenieuren sieht so aus, dass tatsächlich viele gebraucht werden aber auch die Anforderungen sehr genau erfüllt werden müssen.

=> Der AG sucht nicht zwischen mehreren Bewerbern aus, sondern prüft die einzeln eingehenden Bewerber und wenn es nicht passt dann wartet man bis der nächste kommt.

Die Neigung Ings einzustellen wo ggf. wegen den Anforderungen abweichende Profile noch etwas Schulungs-/Einarbeitungsbedarf besteht, ist eher nicht vorhanden.


Richtig - der Ing hat sich ran zu arbeiten.....
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon Kibuka » Mi 10. Mai 2017, 07:30

frems hat geschrieben:(01 May 2017, 22:57)

Naja, die Zahlen zur Beschäftigung sind ja noch recht anständig, aber vom propagierten "Ingenieurmangel", wenn man von exotischen Nischenfächern absieht, kann man auch nicht viel sehen.

Droht auch Ingenieuren ein Schweinezyklus?
Erst war von einer „Ingenieurslücke“ die Rede, dann begannen immer mehr junge Menschen ein Ingenieursstudium. Droht jetzt der Schweinezyklus und haben wir bald zu viele Absolventen dieser Fachrichtung?

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance ... 80453.html


Das sind halt Märchengeschichten. Gerade in den Ingenieursberufen wird nun auch durch Massenabitur und Massenstudenten der Markt geflutet. Was das für die Löhne bedeutet, kann man sich leicht ausmalen.

In Deutschland sind die Ingenieursgehälter international ohnehin niedrig. So verdient ein IT-Experte in den USA mehr als das Doppelte.
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon odiug » Mi 10. Mai 2017, 08:59

Teeernte hat geschrieben:(01 May 2017, 23:28)

Richtig - der Ing hat sich ran zu arbeiten.....

Verzeihung ... aber warum bilden Unternehmer nicht gemaess ihren Anforderungen aus ?
Du kannst doch nicht von Hochschulen und Universitaeten erwarten, dass sie fuer die Firma Renk, zB, ein spezifisches Lehrprogramm entwickeln nur damit diese sich die Schulung ihrer Mitarbeiter spart.
Erst recht nicht, kannst du das von einem Bewerber um einen Posten in einem Unternehmen erwarten, dass er sich auf seine Kosten fuer eine bestimmte Position weiterbildet, auf das "Versprechen" hin, dass er dann angestellt wuerde, oder eben nicht, wenn es sich halt nicht ergibt.

Ich halte es auch bildungspolitisch fuer einen eklatanten Fehler, die schulische und universitaere Ausbildung auf den Arbeitsmarkt zu optimieren.
Das verfestigt Strukturen und foerdert den Stillstand.
Wuerden Automobilingenieure auf die Anforderungen von VW hin trainiert, kannst du die E-Mobilitaet vergessen.
Die Universitaeten sind nicht dazu da, Fachidioten fuer die Wirtschaft zu produzieren.
Das heisst nicht, dass Universitaeten nicht auf Entwicklungen in der Wirtschaft reagieren sollen ... es heisst nur, dass diese nicht auf spezifische Wuensche von Unternehmen eingehen koennen und auch nicht sollen.
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon Teeernte » Do 11. Mai 2017, 08:26

odiug hat geschrieben:(10 May 2017, 09:59)

Verzeihung ... aber warum bilden Unternehmer nicht gemaess ihren Anforderungen aus ?
Du kannst doch nicht von Hochschulen und Universitaeten erwarten, dass sie fuer die Firma Renk, zB, ein spezifisches Lehrprogramm entwickeln nur damit diese sich die Schulung ihrer Mitarbeiter spart.
Erst recht nicht, kannst du das von einem Bewerber um einen Posten in einem Unternehmen erwarten, dass er sich auf seine Kosten fuer eine bestimmte Position weiterbildet, auf das "Versprechen" hin, dass er dann angestellt wuerde, oder eben nicht, wenn es sich halt nicht ergibt.

Ich halte es auch bildungspolitisch fuer einen eklatanten Fehler, die schulische und universitaere Ausbildung auf den Arbeitsmarkt zu optimieren.
Das verfestigt Strukturen und foerdert den Stillstand.
Wuerden Automobilingenieure auf die Anforderungen von VW hin trainiert, kannst du die E-Mobilitaet vergessen.
Die Universitaeten sind nicht dazu da, Fachidioten fuer die Wirtschaft zu produzieren.
Das heisst nicht, dass Universitaeten nicht auf Entwicklungen in der Wirtschaft reagieren sollen ... es heisst nur, dass diese nicht auf spezifische Wuensche von Unternehmen eingehen koennen und auch nicht sollen.


Der "NUTZEN" (over all) von Windkraft und Solar wird auch nicht gelehrt - nur der Hype weiter geschürt.

Man merkt das dann eben erst bei der Verwirklichung - dass zB beim E-Auto die Ladestationen mit 110 kW nicht in Jede Hütte kommen kann....

Noch wird in Euro bezahlt.... aber grade Hartzer FREUEN sich ja auf den DOPPELTEN Preis.
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon H2O » Mo 15. Mai 2017, 20:57

Kibuka hat geschrieben:(10 May 2017, 08:30)

Das sind halt Märchengeschichten. Gerade in den Ingenieursberufen wird nun auch durch Massenabitur und Massenstudenten der Markt geflutet. Was das für die Löhne bedeutet, kann man sich leicht ausmalen.

In Deutschland sind die Ingenieursgehälter international ohnehin niedrig. So verdient ein IT-Experte in den USA mehr als das Doppelte.


Meine Schlußfolgerung daraus wäre, daß in den USA der Fachkräftemangel, im Beispiel also IT-Experten, noch größer ist als in Deutschland. Als ungebundener IT-Experte würde ich sofort einen Antrag auf Einwanderung in die USA stellen.
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Re: Die Wahrheit um den Fachkräftemangel

Beitragvon Boracay » Mo 15. Mai 2017, 21:18

Kibuka hat geschrieben:(10 May 2017, 08:30)
Das sind halt Märchengeschichten.


Kennst du einen arbeitslosen Ingenieur? Sowas gibt es heute noch nicht mal mehr Gerüchteweise und das obwohl jemand direkt von der Uni quasi überhaupt gar nix kann....

Gerade in den Ingenieursberufen wird nun auch durch Massenabitur und Massenstudenten der Markt geflutet. Was das für die Löhne bedeutet, kann man sich leicht ausmalen.


Durchschnittliches Gehalt eines Ingenieurs in Deutschland: 77.000€ im Jahr. Und da sind die kleinen Konstruktionsbüros schon mit dabei. Bei großen Firmen geht es eher Richtung 100k€, ganz ohne Führungsverantwortung.

In Deutschland sind die Ingenieursgehälter international ohnehin niedrig.


Im Vergleich zu Ländern mit amerikanischem Arbeitsrecht wie CH oder USA vielleicht. Allerdings gibt es da auch nur sehr wenig Urlaub, lange Wochenarbeitszeit. keinen Kündigungssschutz, keinen Betriebsrat,.... Könnte man in Deutschland ohne die starren Tarifverträge, ohne Betriebsräte die bei den Löhnen meist nach unten mitbestimmen und ohne Kündigungsschutz auch haben. Nur würde jeder Linke da wild heulend im Dreick springen.

So verdient ein IT-Experte in den USA mehr als das Doppelte.


Eine spezielle Nische und das nur in Metropolenregionen (die es so in Deutschland gar nicht gibt).

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