Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

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Sanity
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon Sanity » Do 19. Apr 2018, 14:48

...zurück zur Ausgangsfrage des Threads. Dass die eingesetzte Technik der Cryptowährungen, die "Blockchain" eine Zukunft im Bankenwesen hat, steht außer Frage. Ob es sich auch als Zahlungsmittel außerhalb krimineller Sphären durchsetzt, hängt von der Akzeptanz ab. Da staatliche Kontrolle umgangen werden soll, denn diese Währung soll "unabhängig" sein, ist dies zumindest sehr zweifelhaft. Wer hier ständig unreflektiert eine Lanze für Crypto-Währungen bricht, dem unterstelle ich, dass er keine Ahnung vom Börsenhandel oder Bankwesen hat. Wer nicht weiß, mit welch ständigem hohen Aufwand Betrügereien an den Börsen und in Banken bekämpft werden müssen, für den sieht die unabhängige Crypto-Money-Zukunft natürlich rosig aus. ;) Wie sollen denn all diese Betrügereien in der Crypto-Money-Welt ohne Kontrolle verhindert werden???? Man muss sich doch nur die bereits bekanntgewordenen Multi-Millionen-Dollar Betrügereien in der noch kurzen Geschichte der Crypto-Währungen anschauen. Angefangen bei Mt. Gox, wo Bitcoins im Wert von 500 Mio. verschwunden sind oder wo es nachweislich zu massiven Kursmanipulationen kam. Wer will auch verhindern, dass unkontrollierte Börsen ihre Kurse selbst machen?! Oder ich denke da an eine der vielen Coins, bei denen reichlich Coins vor Herausgebe in die eigene Tasche der Herausgeber geschürft wurden.... Wie will man die vielen möglichen Betrügereien verhindern ohne staatliche Kontrolle?! Währungen ohne staatliche Kontrolle haben meiner Ansicht nach keine Zukunft als Zahlungsmittel im "zivilen" Bereich. Vielleicht noch als dubiose Renditeanlage für Schneeballsysteme.
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon Sanity » Do 19. Apr 2018, 14:51

Merkel_Unser hat geschrieben:(19 Apr 2018, 15:37)

Strategisch angelegter Hype von einer "Crypto-Mafia"? Wer so einen Stuss schreibt, kann von der Materie auch nicht besonders viel Ahnung haben. Ich glaub auch nicht, dass du weißt was ein Schneeballsystem ist, solltest du nochmal recherchieren.


dann lies das und denk nach, bevor du dich weiter als reichlich naiv entlarvst:

https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 07602.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Mt.Gox
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon franktoast » Do 19. Apr 2018, 14:52

Sanity hat geschrieben:(19 Apr 2018, 15:11)

es geht nicht um "deine" Kosten, sondern um die durchschnittlichen Transaktionskosten. Quelle: https://coin-hero.de/wie-sich-die-hoehe ... -bestimmt/

Was willst du mit dem alten Link? Im Schnitt zahlt man aktuell 23Cent für eine Transaktion. Allerdings sind da auch Transaktionen mit 2 und mehr Ausgängen dabei und wenn es um Transaktionen mit hohem Volumen geht, werden eh deutlich höhere Gebühren bezahlt, damit die Transaktion schneller bestätigt wird.
Eine einfache Transaktion hat etwa 250byte. Im Schnitt zahlt man aktuell etwa 11 Satoshi pro byte. Das wären bei einem Kurs von 8000$ 0,02$

0,02$ sind ne andere Liga als 3$. Faktor 150.
https://bitcoinfees.info/

du solltest erstmal richtig lesen, bevor du das "Wunderwerk der Softwaretechnik" reflexartig verteidigst! Ich bin übrigens selbst Softwareentwickler ;) Ich hatte NICHT den Nutzen des Bitcoins oder anderer Crypto-Währungen in Frage gestellt, sondern dessen aktuellen Kurswert und seine zukünftige Kursentwicklung.

Ist ja schön, wenn du Softwareentwickler bist. Deswegen könntest du aber auch wissen, dass an der Börse nicht der jetzige Nutzen, sondern der Zukünftige gehandelt wird. Welche Rolle spielt es für den Teslakurs, wie viele Autos die heute verkaufen, wenn sie in 5 Jahren 1Mio. Autos pro Monat verkaufen? genau. Keine! Und welche Rolle spielt es, welchen Nutzen Bitcoin heute hat, wenn es in 5 Jahren jeder nutzt? Keine. Wobei das bei Tesla schon schwer ist, aber bei Bitcoin um ein Vielfaches schwerer. Genau deswegen schwankt Tesla viel, aber Bitcoin der Logik folgend deutlich mehr.

PS: Kryptomafia?
PSS: Bin auch Softwareentwickler, allerdings mit ökonomischem Verstand höhö
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon Sanity » Do 19. Apr 2018, 14:57

franktoast hat geschrieben:(19 Apr 2018, 15:52)

Was willst du mit dem alten Link? Im Schnitt zahlt man aktuell 23Cent für eine Transaktion. Allerdings sind da auch Transaktionen mit 2 und mehr Ausgängen dabei und wenn es um Transaktionen mit hohem Volumen geht, werden eh deutlich höhere Gebühren bezahlt, damit die Transaktion schneller bestätigt wird.
Eine einfache Transaktion hat etwa 250byte. Im Schnitt zahlt man aktuell etwa 11 Satoshi pro byte. Das wären bei einem Kurs von 8000$ 0,02$

0,02$ sind ne andere Liga als 3$. Faktor 150.
https://bitcoinfees.info/



du hast recht, der Link ist schon 2 Monate alt. Sorry, ich war nicht mehr auf dem Laufenden ;) ...das ist tatsächlich eine andere Liga. Genauso wie 6 Monate zuvor, als die Kosten noch bei über $50 lagen. ;) Es wird spannend sein zu sehen, wie hoch die Kosten in 6 Monaten sind :D
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon Sanity » Do 19. Apr 2018, 15:06

franktoast hat geschrieben:(19 Apr 2018, 15:52)

Ist ja schön, wenn du Softwareentwickler bist. Deswegen könntest du aber auch wissen, dass an der Börse nicht der jetzige Nutzen, sondern der Zukünftige gehandelt wird. Welche Rolle spielt es für den Teslakurs, wie viele Autos die heute verkaufen, wenn sie in 5 Jahren 1Mio. Autos pro Monat verkaufen? genau. Keine! Und welche Rolle spielt es, welchen Nutzen Bitcoin heute hat, wenn es in 5 Jahren jeder nutzt? Keine. Wobei das bei Tesla schon schwer ist, aber bei Bitcoin um ein Vielfaches schwerer. Genau deswegen schwankt Tesla viel, aber Bitcoin der Logik folgend deutlich mehr.


ja natürlich, wie hoch der spekulative Anteil des Kurswertes in die zukünftige Entwicklung ist, hängt von der Größe der Blase ab. Und die ist/war beim Bitcoin recht groß. Nichts anderes habe ich doch gesagt ;)
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon franktoast » Do 19. Apr 2018, 15:06

Sanity hat geschrieben:(19 Apr 2018, 15:48)

...zurück zur Ausgangsfrage des Threads. Dass die eingesetzte Technik der Cryptowährungen, die "Blockchain" eine Zukunft im Bankenwesen hat, steht außer Frage. Ob es sich auch als Zahlungsmittel außerhalb krimineller Sphären durchsetzt, hängt von der Akzeptanz ab. Da staatliche Kontrolle umgangen werden soll, denn diese Währung soll "unabhängig" sein, ist dies zumindest sehr zweifelhaft. Wer hier ständig unreflektiert eine Lanze für Crypto-Währungen bricht, dem unterstelle ich, dass er keine Ahnung vom Börsenhandel oder Bankwesen hat. Wer nicht weiß, mit welch ständigem hohen Aufwand Betrügereien an den Börsen und in Banken bekämpft werden müssen, für den sieht die Crypto-Money-Zukunft natürlich rosig aus. ;) Wie sollen denn all diese Betrügereien in der Crypto-Money-Welt ohne Kontrolle verhindert werden???? Man muss sich doch nur die bereits bekanntgewordenen Multi-Millionen-Dollar Betrügereien in der noch kurzen Geschichte der Crypto-Währungen anschauen. Angefangen bei Mt. Gox, wo Bitcoins im Wert von 500 Mio. verschwunden sind oder wo es nachweislich zu massiven Kursmanipulationen kam. Wer will auch verhindern, dass unkontrollierte Börsen ihre Kurse selbst machen?! Oder ich denke da an eine der vielen Coins, bei denen reichlich Coins vor Herausgebe in die eigene Tasche der Herausgeber geschürft wurden.... Wie will man die vielen möglichen Betrügereien verhindern ohne staatliche Kontrolle?! Währungen ohne staatliche Kontrolle haben meiner Ansicht nach keine Zukunft als Zahlungsmittel im "zivilen" Bereich. Vielleicht noch als dubiose Renditeanlage für Schneeballsysteme.


Kryptowährungen sind einfach ein Mittel, sich (teilweise) anonym, P2P ohne Mittelsmann, mit wenig Aufwand, fälschungssicher Werte auszutauchen.
Ich kann dich beruhigen. Nachwievor eignet sich das staatliche Bargeld weit besser, um kriminell zu agieren und auch völlig ohne Geld wird es immer Kriminelle geben. Aus deinen Zeilen lese ich heraus, dass dir der totale Überwachungsstaat gelegen käme, denn gibt es irgendwo schwarze Schafe, ist das ganze Produkt schlecht.
Internet ermöglicht Kriminalität (und zwar um den Faktor 1000 mehr als Bitcoin es je schaffen würde), also Internet schlecht. Internet kann man ja auch kaum kontrollieren.

Was hältst du von TOR bzw. dem TOR-Netzwerk. Damit kann man anonym im Netz surfen und sogar die Herkunft von Internetseiten (konkret Drogenonlineshops) verschleiern. Die Technologie wird aber auch von normalen Bürger genutzt, die sich vor dem Staat schützen wollen va. in repressiven Ländern.
Sollte der Staat den Download der TOR-Software verbieten? Diese ermöglich ganz klar Kriminalität.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon Sanity » Do 19. Apr 2018, 15:11

franktoast hat geschrieben:(19 Apr 2018, 16:06)

Kryptowährungen sind einfach ein Mittel, sich (teilweise) anonym, P2P ohne Mittelsmann, mit wenig Aufwand, fälschungssicher Werte auszutauchen.
Ich kann dich beruhigen. Nachwievor eignet sich das staatliche Bargeld weit besser, um kriminell zu agieren und auch völlig ohne Geld wird es immer Kriminelle geben. Aus deinen Zeilen lese ich heraus, dass dir der totale Überwachungsstaat gelegen käme, denn gibt es irgendwo schwarze Schafe, ist das ganze Produkt schlecht.
Internet ermöglicht Kriminalität (und zwar um den Faktor 1000 mehr als Bitcoin es je schaffen würde), also Internet schlecht. Internet kann man ja auch kaum kontrollieren.

Was hältst du von TOR bzw. dem TOR-Netzwerk. Damit kann man anonym im Netz surfen und sogar die Herkunft von Internetseiten (konkret Drogenonlineshops) verschleiern. Die Technologie wird aber auch von normalen Bürger genutzt, die sich vor dem Staat schützen wollen va. in repressiven Ländern.
Sollte der Staat den Download der TOR-Software verbieten? Diese ermöglich ganz klar Kriminalität.


jetzt bleib mal sachlich und unterstelle mir keine unsinnigen Dinge. Ich bin weder für totalen Überwachungsstaat, noch gegen Tor oder sonst irgendeine Anonymisierungssoftware
Zuletzt geändert von Sanity am Do 19. Apr 2018, 15:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon franktoast » Do 19. Apr 2018, 15:11

Sanity hat geschrieben:(19 Apr 2018, 15:57)

du hast recht, der Link ist schon 2 Monate alt. Sorry, ich war nicht mehr auf dem Laufenden ;) ...das ist tatsächlich eine andere Liga. Genauso wie 6 Monate zuvor, als die Kosten noch bei über $50 lagen. ;) Es wird spannend sein zu sehen, wie hoch die Kosten in 6 Monaten sind :D

Ja teilweise waren sie sehr hoch, auch wenn es bei einer normalen Transaktion in der Spitze im Schnitt 1,80$ war. Preis per Byte ist die bessere Angabe. (und da sind noch die großen Transaktionen dabei, die deutlich mehr pro Byte bezahlen, weil die Gebühr da weniger eien Rolle spielt und mehr die Geschwindigkeit).

ja natürlich, wie hoch der spekulative Anteil des Kurswertes in die zukünftige Entwicklung ist, hängt von der Größe der Blase ab. Und die ist/war beim Bitcoin recht groß. Nichts anderes habe ich doch gesagt ;)

nein, du hast gesagt, dass Bitcoin ausschließlich ein Spekulationsobjkekt sei und am Ende bleiben nur ein paar Nerds übrig, die sich ärgern, nicht bei deutlich höheren Kursen ausgecashed zu haben. Teilweise stimmt das. Weißt du, wie ich mich geärgert hab, als ich damals 2013 bei 1200$ nicht verkauft hab? (leider hab ich sie 2014 tatsächlich alle verkauft^^)
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon franktoast » Do 19. Apr 2018, 15:17

Sanity hat geschrieben:(19 Apr 2018, 16:11)

jetzt bleib mal sachlich und unterstelle mir keine unsinnigen Dinge. Ich bin weder für totalen Überwachungsstaat, noch gegen Tor oder sonst irgendeine Anonymisierungssoftware

In deinem Beitrag beurteilst du Bitcoin und dessen Erfolg. Du machst dies nur von staatlicher Kontrolle und kriminellen Machenschaften abhängig. Ja, Bitcoin will staatlich unabhängig sein. Der/die Macher brachten als Motivation auch die Unzufriedenheit mit dem staatlichen Geld. Anstatt einfach alle 4 Jahre ein Kreuz zu machen, warum nicht mal selbst was tun. Allerdings bietet eine Blockchain und P2P auch andere Vorteile.

Das TOR-Netzwerk ist ausschließlich davor da, sich der staatlichen Kontrolle zu entziehen. Es gibt keine andere Motivation, keinen anderen Nutzen. Und wo vielleicht Bitcoin zu einem kleinen Bruchteil kriminell genutzt wird (das Meiste dürfte Spekulation an staatlich anerkannten Börsen sein, wo jeder Nutzer mit viel Geld dem Staat bekannt ist), wird TOR zu bestimmt 90% von Kriminellen genutzt (Stichwort Silk Road).

Sollte der Staat also den Download von TOR-Software verbieten? falls nein, warum nicht?
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon Sanity » Do 19. Apr 2018, 15:19

franktoast hat geschrieben:(19 Apr 2018, 16:11)
nein, du hast gesagt, dass Bitcoin ausschließlich ein Spekulationsobjkekt sei und am Ende bleiben nur ein paar Nerds übrig, die sich ärgern, nicht bei deutlich höheren Kursen ausgecashed zu haben. Teilweise stimmt das. Weißt du, wie ich mich geärgert hab, als ich damals 2013 bei 1200$ nicht verkauft hab? (leider hab ich sie 2014 tatsächlich alle verkauft^^)


genau genommen schrieb ich: "...beziehen sie ihren derzeitigen Wert hauptsächlich aus der hochspekulativen Geldanlage..."

... und das klingt nciht nach "ausschließlich" ;)

franktoast hat geschrieben:(19 Apr 2018, 16:11)
und am Ende bleiben nur ein paar Nerds übrig, die sich ärgern


wenn eine stattliche Kontrolle der Börsen nicht möglich ist, ist die Währung nicht sicher und damit der Nutzen und der Einsatzzweck heute schon begrenzt. Wenn dann der Hype verflogen ist, verschwinden auch die Spekulanten, die viel Geld in das System gepumpt haben, da andere Anlagen wegen der niedrigen Zinsen unrentabel waren. Wenn dieser Punkt erreicht ist, können wir uns gerne nochmal über deine Erfahrungen unterhalten ;)
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon franktoast » Do 19. Apr 2018, 15:25

Sanity hat geschrieben:(19 Apr 2018, 16:19)

genau genommen schrieb ich: "...beziehen sie ihren derzeitigen Wert hauptsächlich aus der hochspekulativen Geldanlage..."

... und das klingt nciht nach "ausschließlich" ;)



wenn eine stattliche Kontrolle der Börsen nicht möglich ist, ist die Währung nicht sicher und damit der Nutzen und der Einsatzzweck heute schon begrenzt. Wenn dann der Hype verflogen ist, verschwinden auch die Spekulanten, die viel Geld in das System gepumpt haben, da andere Anlagen wegen der niedrigen Zinsen unrentabel waren. Wenn dieser Punkt erreicht ist, können wir uns gerne nochmal über deine Erfahrungen unterhalten ;)


Frage: Sind wir denn aktuell noch in einem Hype? Der Kurs hat etwa 2/3 seit dem Hoch verloren. Als der Kurs 2013 auf 1200 stieg, war das auch ein Hype der wahre Wert? Wenn jetzt kein Hype wäre, wie hoch wäre der Kurs dann? Also ungefährt? 1000, 100,10,1,0.1?

Ich würe sagen, ja, Bitcoin ist eine spekulative Anlage. Aber Aussagen nach unten sind genauso spekulativ. Ich persönlich würde immer sagen, dass der aktuelle Kurs der wahre und faire Wert ist. Sollte der Kurs mal auf 1Mio. steigen, wäre der jetzige Kurs spott günstig. Sollte er auf 10Cent steigen, wäre er total überbewerte und totale Blase und so :)
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon Sanity » Do 19. Apr 2018, 15:37

franktoast hat geschrieben:(19 Apr 2018, 16:17)

In deinem Beitrag beurteilst du Bitcoin und dessen Erfolg. Du machst dies nur von staatlicher Kontrolle und kriminellen Machenschaften abhängig. Ja, Bitcoin will staatlich unabhängig sein. Der/die Macher brachten als Motivation auch die Unzufriedenheit mit dem staatlichen Geld. Anstatt einfach alle 4 Jahre ein Kreuz zu machen, warum nicht mal selbst was tun. Allerdings bietet eine Blockchain und P2P auch andere Vorteile.

Das TOR-Netzwerk ist ausschließlich davor da, sich der staatlichen Kontrolle zu entziehen. Es gibt keine andere Motivation, keinen anderen Nutzen. Und wo vielleicht Bitcoin zu einem kleinen Bruchteil kriminell genutzt wird (das Meiste dürfte Spekulation an staatlich anerkannten Börsen sein, wo jeder Nutzer mit viel Geld dem Staat bekannt ist), wird TOR zu bestimmt 90% von Kriminellen genutzt (Stichwort Silk Road).

Sollte der Staat also den Download von TOR-Software verbieten? falls nein, warum nicht?


mir ist nicht bewusst, dass ich mich in meiner kurzen Zeit hier im Forum als Gegner freier Meinungen und freier Währungen geäußert hätte. Es ging hier um die Zukunft einer "freien Währung" und hier widersprechen sich schon diese beiden Begriffe, denn eine Währung kann nicht frei sein, sondern muss eine feste Bezugsgröße außerhalb der Crypto-Sphäre haben und muss wertstabil und damit geschützt sein. Da man eine Crypto-Währung nicht essen oder sie als Werkzeug o.ä. benutzen kann, kann sie ihren Nutzen nur bei einem Tauschgeschäft gegen andere Währungen oder Güter stiften. Spätestens hier muss ein Wert (eine feste Bezugsgröße) festgelegt sein und bei dieser Festlegung kann es zu massiven Betrügereien kommen (siehe unkontrollierte Bitcoinbörsen).
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon Merkel_Unser » Do 19. Apr 2018, 15:52

Sanity hat geschrieben:(19 Apr 2018, 15:51)

dann lies das und denk nach, bevor du dich weiter als reichlich naiv entlarvst:

https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 07602.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Mt.Gox


Was hatte Mt.Gox mit einer "Krypto-Mafia" zu tun? Ja die Bitcoins sind unter dubiosen Umständen von der Börse verschwunden, nur was hat das mit dem Bitcoin selber zu tun? Es wird jedem Nutzer empfohlen, die Coins auf einem eigenen Seed zu lagern. Wer Börsen vertraut, muss auch mit dem Verlust leben. Ist halt ähnlich wie mit Banken, nur MUSS ich der Bank vertrauen.
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon franktoast » Do 19. Apr 2018, 15:58

Sanity hat geschrieben:(19 Apr 2018, 16:37)

mir ist nicht bewusst, dass ich mich in meiner kurzen Zeit hier im Forum als Gegner freier Meinungen und freier Währungen geäußert hätte. Es ging hier um die Zukunft einer "freien Währung" und hier widersprechen sich schon diese beiden Begriffe, denn eine Währung kann nicht frei sein, sondern muss eine feste Bezugsgröße außerhalb der Crypto-Sphäre haben und muss wertstabil und damit geschützt sein. Da man eine Crypto-Währung nicht essen oder sie als Werkzeug o.ä. benutzen kann, kann sie ihren Nutzen nur bei einem Tauschgeschäft gegen andere Währungen oder Güter stiften. Spätestens hier muss ein Wert (eine feste Bezugsgröße) festgelegt sein und bei dieser Festlegung kann es zu massiven Betrügereien kommen (siehe unkontrollierte Bitcoinbörsen).

Ich kann ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen, worauf du hinaus willst. Zu welchen massiven Betrügerein kommt es denn an Börsen? Etwa zu solchen, zu denen es auch bei super staatlich kontrollierten Banken kommt? Ja, ist so. Kryptobörsen sind nicht frei von Kriminalität. So wie jedes andere Produkt oder Unternehmen auch. Das ist also kein Nachteil. Einen Euro kann man auch nicht essen oder als Werkzeug benutzen, die Blockchain ansich hat jedoch abgesehen der Geldfunktion noch Funktionen. Vorteil Bitcoin.
Und wenn es für einen Tausch eine feste Bezugsgröße bräuchte, wäre das kein Hindernis. Kurse sind flexibel.

Nehmen wir mal an, du reist nach Argentinien und kaufst dir ein tolles Steak für 30 Pesos. Natürlich bezahlst du mit deiner Kreditkarte, also genaugenommen mit Euro. Nun schwank der Kurs von ARP und EUR aber täglich. Kannst du trotzdem mit Euro bezahlen? Was wäre, wenn das Steak an einem Tag 5€ kostet, aber der Pesos gegenüber dem Euro am nächsten tag um 5% aufwertet?

Was ist zB. mit Gold. Deren Wert schwankt auch und relativ zum Kurs ist der Nutzen sehr beschränkt. Ist der Goldpreis deswegen ne Blase?
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon Adam Smith » Do 19. Apr 2018, 16:54

franktoast hat geschrieben:(19 Apr 2018, 16:58)

Was ist zB. mit Gold. Deren Wert schwankt auch und relativ zum Kurs ist der Nutzen sehr beschränkt. Ist der Goldpreis deswegen ne Blase?


Hier etwas zu den Transaktionsgebühren.

In 2010 hat Satoshi Nakamoto die Blockgröße („Blocksize“) für das Bitcoin Netzwerk auf 1 Megabyte festgelegt. Dies ist der Speicherplatz für eine maximale, unbestimmte Anzahl von Transaktionen, die durch die Miner verifiziert und durch diese darin gespeichert werden.

In der nachfolgenden Grafik haben wir die durchschnittlichen Transaktionskosten von Bitcoin, der Gesamtanzahl von Transaktionen gegenübergestellt.

Trotz der erheblichen Schwankungen ist ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Gesamtanzahl von Transaktionen und der durchschnittlichen Gebühr einer Transaktion festzustellen. Immer wenn die Anzahl von Transaktionen im Bitcoin Netzwerk steigt, geht dies auch mit einer Erhöhung der Transaktionskosten einher. Betrachtet man jetzt noch die Entwicklung des Mempools im selben Zeitraum, dann wird deutlich, warum die Gebühren steigen.


https://coin-hero.de/wie-sich-die-hoehe ... -bestimmt/

Die Gebühren sind deutlich gesunken. Was sagt uns das? Es finden kaum noch Transaktionen statt. Und wenn der Bitcoin stark genutzt wird, dann steigen die Gebühren sehr stark.

Kurz vor Weihnachten musste man noch über 1000 Satoshi pro Byte bieten, damit die Transaktion sicher im nächsten Block berücksichtigt wurde, was durch die gleichzeitige Kursexplosion kosten von bis zu 150 US-Dollar pro Kilobyte verursachte.


Und der Bitcoin eignet sich nicht mehr als Währung.

https://coin-hero.de/wie-sich-die-hoehe ... -bestimmt/
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon Adam Smith » Do 19. Apr 2018, 17:00

Der Bitcoin ist also als Währung komplett ungeeignet. Das Problem mit den Gebühren lässt sich verringern.

Bitcoin Cash wird die Blockgröße von derzeit 8 MB auf 32 MB erhöhen. Dies soll mittels eines Hard Forks Mitte Mai passieren, um den Ansprüchen der Community gerecht zu werden und die Vision von Satoshi Nakamoti weiter in die Tat umzusetzen.


https://coin-hero.de/bitcoin-cash-plant ... -erhoehen/
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Re: Bitcoins - Die freie Währung der Zukunft

Beitragvon franktoast » Fr 20. Apr 2018, 09:32

Adam Smith hat geschrieben:(19 Apr 2018, 17:54)
Hier etwas zu den Transaktionsgebühren.



https://coin-hero.de/wie-sich-die-hoehe ... -bestimmt/

Die Gebühren sind deutlich gesunken. Was sagt uns das? Es finden kaum noch Transaktionen statt. Und wenn der Bitcoin stark genutzt wird, dann steigen die Gebühren sehr stark.



Und der Bitcoin eignet sich nicht mehr als Währung.

https://coin-hero.de/wie-sich-die-hoehe ... -bestimmt/

So einfach ist es nicht. Auch wenn ich ein Fan von Bitcoin-Cash bin und die 1MB Blockgröße als zu klein halte, bietet Bitcoin das Lightning Network. Es geht also um Off-Chain-Transaktionen. Anders als die normalen Transaktionen lässt sich nicht so einfach sagen, wie viele Transaktionen da stattfinden, da diese privat sind. Genauso sind die Gebühren dort weitaus geringer bzw. 0. Ist etwas günstiger, wird es entsprechend öfter genutzt. Grob könnte man sich das so als Beispiel vorstellen: Man läd 1 btc bei Amazon hoch (normale Transaktion) -> man hat mit Amazon einen Channel. Dann kann man davon öfter für 0,01btc was kaufen. 0 Gebühren und keiner kriegt das mit. Und ist das Geld ausgebraucht oder schon vorher, macht man nochmal ne Transaktion und teilt der Blockchain mit, wie viel noch dir gehören udn wie viel Amazon.
Trotzdem sollte die Nachfrage nach Transaktionen heute geringer sein als zum Hochpunkt des Hypes, das macht Sinn.

Falls BitcoinCore sich mal entscheiden sollte, trotzdem die Blocksize auf zB. 32mb zu erhöhen, wäre BitcoinCash quasi eh obsolet. Und eine feste Blocksize von 1MB zu haben, hat eben auch seine Vorteile was die Verteilung der blockchain angeht (144mb pro Tag dazu vs. 4,6Gb pro Tag dazu)
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