Handelskrieg

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Realist2014
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Re: Handelskrieg

Beitragvon Realist2014 » Fr 22. Jun 2018, 06:00

odiug hat geschrieben:(21 Jun 2018, 21:59)

Nochmals ... die Leistungsbilanz ist relativ ausgeglichen zwischen der EU und der USA ... nicht alles, was an Leistung erbracht wird, wird in der Handelsbilanz aufgeführt.
Aber lies dich ein wenig ein in diesen Strang, dann lernst du noch was ;)



Die kurze Diskussion zwischen uns beiden betrifft aber eben die Handelsbilanz- denn es ging um Produkte...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Handelskrieg

Beitragvon odiug » Fr 22. Jun 2018, 06:45

Realist2014 hat geschrieben:(22 Jun 2018, 07:00)

Die kurze Diskussion zwischen uns beiden betrifft aber eben die Handelsbilanz- denn es ging um Produkte...

Dienstleistungen, Lizensen und Finanzen sind auch Produkte ... doch ... ehrlich ... glaub mir das, weil du musst auch dafür Geld auf den Tisch legen.
Sie werden halt nicht in der Handelsbilanz aufgelistet.
Warum nicht :?:
Weil es bisher dem Amerikanern ganz gut in ihren Kram passte, dass ihre dominante Serviceindustrie von jeglichen Zöllen und dem Regelwerk der WTO nicht erfasst wurde :p
Aber Trump ändert das jetzt, ob er will oder nicht :thumbup:
Und das finde ich nicht schlecht, weil die Handelsbilanz eben nicht das ganze Bild darstellt, sondern nur einen Teil ... noch dazu einen Teil, der zumindest im Handel zwischen den Industrienationen immer unwichtiger wird.
Wenn wir über fairen Handel sprechen wollen, dann leg bitte alles auf den Tisch und argumentiere nicht selektiv.
Ich habe ein wenig die Schnauze voll davon, dass die Narative von Trump, die USA seien das Opfer von unfairen Handel tatsächlich ernsthaft diskutiert wird.
Sie sind es nicht!
Die USA waren und sind dominant im Welthandel und sie bestimmen die Regeln.
Nur weil Trump glaubt, alle außer ihm sind blöd und er weiß alles besser, muß man diesem Geplapper nicht nachgeben.
Mal nebenbei: wenn man glaubt, alle anderen sind blöd und nur man selbst sei schlau, dann ist es meist genau anders herum.
Das ist wie mit dem Witz über den Geisterfahrer auf der Autobahn. :p
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Re: Handelskrieg

Beitragvon zollagent » Fr 22. Jun 2018, 07:04

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Jun 2018, 20:54)

Wie der Kollege schon sagte, warum sollten nicht einfach beide Seiten 10 % oder 0 % nehmen. Warum muss denn eine Seite drauf legen?
Betrachtest du es als "Subvention", wenn dir beim Einkaufen nicht alles geschenkt wird ? ;)

Bitte stell dich nicht dumm. Du argumentierst aufgrund von Teilwissen und Pauschalitäten. Wo die Subventionen, von denen hier die Rede ist, zu finden sind, habe ich dir schon erläutert. US-Armeeangehörige, und das sind nicht nur Soldaten, sondern auch alle Zivilangestellten, oder auch die Familienangehörigen von Soldaten und Zivilangestellten, erhalten Waren, auch Autos, bis zu 40 % subventioniert, wenn sie im Ausland Dienst tun.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon zollagent » Fr 22. Jun 2018, 07:06

Dampflok94 hat geschrieben:(21 Jun 2018, 20:54)

Das klingt auf den ersten Blick sehr solide. Aber es lohnt sich ein zweiter. Die Zölle sind nicht vom Himmel zu fallen. Da gab es vor zig Jahren mal Vereinbarungen zwischen den USA und Europa. Und beide Seiten hatten da unterschiedliche Schwerpunkte. Letztlich war es ein Gesamtpaket. Daher jetzt nur ein einziges Produkt zu betrachten wäre sehr einseitig. Man findet nämlich selbstredend auch Dinge, bei denen die USA höhere Zölle erhebt.

Textilien z.B. :thumbup:
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 22. Jun 2018, 07:22

zollagent hat geschrieben:(22 Jun 2018, 08:04)

Bitte stell dich nicht dumm. Du argumentierst aufgrund von Teilwissen und Pauschalitäten. Wo die Subventionen, von denen hier die Rede ist, zu finden sind, habe ich dir schon erläutert. US-Armeeangehörige, und das sind nicht nur Soldaten, sondern auch alle Zivilangestellten, oder auch die Familienangehörigen von Soldaten und Zivilangestellten, erhalten Waren, auch Autos, bis zu 40 % subventioniert, wenn sie im Ausland Dienst tun.

Das ist doch was anderes, Soldaten und Angehörige erhalten Vergünstigungen, das ist klar.
Es gibt auch Wissenschaftler auf irgendwelchen Eisinseln ganz im Norden Europas, deren Lebensmittel mit Hubschrauber eingeflogen werden müssen - und die bekommen ihre Tomaten kostenlos, weil sie ansonsten unbezahlbar wären.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon odiug » Fr 22. Jun 2018, 07:29

DarkLightbringer hat geschrieben:(22 Jun 2018, 08:22)

Das ist doch was anderes, Soldaten und Angehörige erhalten Vergünstigungen, das ist klar.
Es gibt auch Wissenschaftler auf irgendwelchen Eisinseln ganz im Norden Europas, deren Lebensmittel mit Hubschrauber eingeflogen werden müssen - und die bekommen ihre Tomaten kostenlos, weil sie ansonsten unbezahlbar wären.

Die paar Wissenschaftler am Polarkreis verkaufen aber ihre Tomaten nicht an Pinguine ... und wenn doch, dann untergräbt das nicht das Steuersystem ganzer Volkswirtschaften.
Also hör auf mit diesem Mist.
Mal abgesehen davon, dass es auch für die USA zu teuer ist, wenn jeder oder zumindest eine stattliche Anzahl von Service Members massenhaft hoch subventionierte Konsumgüter auf den Flohmärkten der Welt verscherbeln :p
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 22. Jun 2018, 07:39

odiug hat geschrieben:(22 Jun 2018, 08:29)

Die paar Wissenschaftler am Polarkreis verkaufen aber ihre Tomaten nicht an Pinguine ... und wenn doch, dann untergräbt das nicht das Steuersystem ganzer Volkswirtschaften.
Also hör auf mit diesem Mist.
Mal abgesehen davon, dass es auch für die USA zu teuer ist, wenn jeder oder zumindest eine stattliche Anzahl von Service Members massenhaft hoch subventionierte Konsumgüter auf den Flohmärkten der Welt verscherbeln :p

Und unsere Soldaten in Afghanistan haben teilweise Play Station - das hat der durchschnittliche afghanische Bauer nicht. Meine Güte.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon Everythingchanges » Fr 22. Jun 2018, 08:15

http://www.dw.com/de/china-energy-sagt- ... a-44326912
In West Virginia wollte die China Energy Investment Corp bis zu 83,7 Milliarden Dollar investieren. Doch nun hat der Konzern eine Reise seines Chefs platzen lassen, der die Riesen-Investition vorbereiten wollte.
...
Die geplante Investition ist das größte einer Reihe von Geschäften, die während eines Besuchs von US-Präsident Donald Trump im November in Peking unterzeichnet wurden. Insgesamt könnten die Deals einen Wert von bis zu 250 Milliarden Dollar erreichen...
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Re: Handelskrieg

Beitragvon Orbiter1 » Fr 22. Jun 2018, 08:47

odiug hat geschrieben:(22 Jun 2018, 07:45)

Dienstleistungen, Lizensen und Finanzen sind auch Produkte ... doch ... ehrlich ... glaub mir das, weil du musst auch dafür Geld auf den Tisch legen.
Sie werden halt nicht in der Handelsbilanz aufgelistet.
Warum nicht :?:
Weil es bisher dem Amerikanern ganz gut in ihren Kram passte, dass ihre dominante Serviceindustrie von jeglichen Zöllen und dem Regelwerk der WTO nicht erfasst wurde :p
Aber Trump ändert das jetzt, ob er will oder nicht :thumbup:
Und das finde ich nicht schlecht, weil die Handelsbilanz eben nicht das ganze Bild darstellt, sondern nur einen Teil ... noch dazu einen Teil, der zumindest im Handel zwischen den Industrienationen immer unwichtiger wird.
Wenn wir über fairen Handel sprechen wollen, dann leg bitte alles auf den Tisch und argumentiere nicht selektiv.
Ich habe ein wenig die Schnauze voll davon, dass die Narative von Trump, die USA seien das Opfer von unfairen Handel tatsächlich ernsthaft diskutiert wird.
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Die USA waren und sind dominant im Welthandel und sie bestimmen die Regeln.
Nur weil Trump glaubt, alle außer ihm sind blöd und er weiß alles besser, muß man diesem Geplapper nicht nachgeben.
Mal nebenbei: wenn man glaubt, alle anderen sind blöd und nur man selbst sei schlau, dann ist es meist genau anders herum.
Das ist wie mit dem Witz über den Geisterfahrer auf der Autobahn. :p
"Ifo: Die USA haben in ihrer Leistungsbilanz mit der EU nach einer Analyse des Ifo-Instituts in den ersten drei Monaten 2018 einen Überschuss in Höhe von $2,4 Mrd erzielt." Quelle: Guidants News http://news.guidants.com Das weiß mit Sicherheit auch Trump, ist ihm aber egal. Er will beim Handel mit Waren einen Ausgleich mit der EU damit seine Wähler aus den US-Industrieregionen auch bei der nächsten Wahl ihr Kreuzchen an der richtigen Stelle machen.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon odiug » Fr 22. Jun 2018, 09:29

Orbiter1 hat geschrieben:(22 Jun 2018, 09:47)

"Ifo: Die USA haben in ihrer Leistungsbilanz mit der EU nach einer Analyse des Ifo-Instituts in den ersten drei Monaten 2018 einen Überschuss in Höhe von $2,4 Mrd erzielt." Quelle: Guidants News http://news.guidants.com Das weiß mit Sicherheit auch Trump, ist ihm aber egal. Er will beim Handel mit Waren einen Ausgleich mit der EU damit seine Wähler aus den US-Industrieregionen auch bei der nächsten Wahl ihr Kreuzchen an der richtigen Stelle machen.

Ja eben: Das Problem der Arbeiter im Rust Belt ist nicht der unfaire Handel, auch wenn Trump das in die Welt trompetet und die Wähler das gerne glauben, weil es so einfach ist.
Das Problem in den USA ist die ungerechte Verteilung der Gewinne aus dem Handel.
Das ist ganz ähnlich bei uns, nur ist das Thema ein anderes.
Das Problem ist nicht die Anzahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen.
Das Problem ist, dass Deutschland sich bisher mit Dublin III oder IV einen schlanken Fuß machte und die Lasten auf die Süd Länder abwälzte.
Das rächt sich jetzt, weil Deutschland völlig unvorbereitet ist, auf eine Entwicklung zu reagieren, die sich aber schon lange abzeichnete.
Und genau diese Unfähigkeit, komplexe Probleme den Bürgern zu vermitteln, befördert die "Trumpets" dieser Welt ... egal ob BREXIT, Flüchtlinge oder Handelskrieg.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 22. Jun 2018, 09:52

Orbiter1 hat geschrieben:(22 Jun 2018, 09:47)

"Ifo: Die USA haben in ihrer Leistungsbilanz mit der EU nach einer Analyse des Ifo-Instituts in den ersten drei Monaten 2018 einen Überschuss in Höhe von $2,4 Mrd erzielt." Quelle: Guidants News http://news.guidants.com Das weiß mit Sicherheit auch Trump, ist ihm aber egal. Er will beim Handel mit Waren einen Ausgleich mit der EU damit seine Wähler aus den US-Industrieregionen auch bei der nächsten Wahl ihr Kreuzchen an der richtigen Stelle machen.

Jede Seite betont andere Zahlen, was jeweils nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig ist. So ist halt Politik.

Europa und die USA kämpfen mit Halbwahrheiten
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top- ... li=BBqfP3q
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Re: Handelskrieg

Beitragvon zollagent » Fr 22. Jun 2018, 10:07

DarkLightbringer hat geschrieben:(22 Jun 2018, 08:22)

Das ist doch was anderes, Soldaten und Angehörige erhalten Vergünstigungen, das ist klar.
Es gibt auch Wissenschaftler auf irgendwelchen Eisinseln ganz im Norden Europas, deren Lebensmittel mit Hubschrauber eingeflogen werden müssen - und die bekommen ihre Tomaten kostenlos, weil sie ansonsten unbezahlbar wären.

Wissenschaftler im Polarkreis sind hier keine Zielgruppe. Und es sind auch viel weniger Personen als die Stationierungsstreitkräfte und die Angehörigen. Bitte such dir sachdienlichere Vergleiche als solchen Humbug. Die USA haben bei ihrem Zollwunsch keinen Vergleich mit Polarforschern angeführt, sondern die Geschäfte ihrer GI's, mit denen das Handelsverbot mit subventionierten Waren umgangen wurde.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon zollagent » Fr 22. Jun 2018, 10:16

DarkLightbringer hat geschrieben:(22 Jun 2018, 08:39)

Und unsere Soldaten in Afghanistan haben teilweise Play Station - das hat der durchschnittliche afghanische Bauer nicht. Meine Güte.

Großer, ich habe selbst die Zollanmeldungen für viele solcher Umgehungsgeschäfte gemacht. ICH weiß, worüber ich hier rede, du offenbar nicht, wenn du mit solch hanebüchenen Vergleichen kommst. Nur mal zum Vergleich, ein gut ausgestatteter Ford Mustang, der im Handel bei 46.000 € beginnt, kostet einen US-Soldaten in Europa gerade mal (in gleicher Konfiguration, mittlere Ausstattung GT, Automatik, Ledersitze mit Memory, 5 l-V8-Maschine) 32.000 € (Angebot Pentagon Car Sales, Kaiserslautern), und die Bindung zum Verkaufsverbot gilt für 1 Jahr, und ist bei einem Unfallschaden ganz außer Kraft gesetzt. Und dazu bedarf es in der Regel gerade mal einer Werkstattkostenschätzung, nicht mal eines Gutachtens. Meinst du nicht, daß die Kaufkraft in Deutschland für den Erwerb eines solchen Autos größer ist als in Afghanistan?
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 22. Jun 2018, 11:09

zollagent hat geschrieben:(22 Jun 2018, 11:16)

Großer, ich habe selbst die Zollanmeldungen für viele solcher Umgehungsgeschäfte gemacht. ICH weiß, worüber ich hier rede, du offenbar nicht, wenn du mit solch hanebüchenen Vergleichen kommst. Nur mal zum Vergleich, ein gut ausgestatteter Ford Mustang, der im Handel bei 46.000 € beginnt, kostet einen US-Soldaten in Europa gerade mal (in gleicher Konfiguration, mittlere Ausstattung GT, Automatik, Ledersitze mit Memory, 5 l-V8-Maschine) 32.000 € (Angebot Pentagon Car Sales, Kaiserslautern), und die Bindung zum Verkaufsverbot gilt für 1 Jahr, und ist bei einem Unfallschaden ganz außer Kraft gesetzt. Und dazu bedarf es in der Regel gerade mal einer Werkstattkostenschätzung, nicht mal eines Gutachtens. Meinst du nicht, daß die Kaufkraft in Deutschland für den Erwerb eines solchen Autos größer ist als in Afghanistan?

Diese Produkte können steuerfrei erworben werden, aufgrund eines Zusatzabkommens zum NATO-Truppenstatut, nicht ?
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Re: Handelskrieg

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 22. Jun 2018, 15:28

odiug hat geschrieben:(21 Jun 2018, 21:21)

Schau dir doch die Entwicklungen der letzten 30 Jahre an.
Woher kommt das Inter Net :?:
Woher kommt der PC :?:
Woher kommen die sozialen Netzwerke :?:
Woher kommt der Onlinehandel :?:
Woher kommt das Smart Phone :?:
Na :?:
Und wer baut "gute" Diesel ... eine Erfindung, die über 100 Jahre zurück liegt :?:


Man darf sich nicht auf den Leuchtturm "silicon valley" beschränken. Zumal du dich da sogar nur auf den consumer Bereich konzentrierst. Du ahnst ja nicht wie viele deutsche Mittelständler Weltmarktführer in ihrer Nische sind. Da ist Innovation die man in großen Teilen Amerikas nicht findet. Wenn es anders wäre dann wäre der teure deutsche Standort längst weg vom Fenster. In der Realität aber hat der amerikanische Standort wesentlich größere Probleme.

Beispiel:
Es ist nun mal so dass im Ruhrpott nur noch Spezial-Stähle eine Zukunft haben. Die kann man nur in innovativen neuen Werken produzieren. In Amerika dagegen wird schon seit Jimmy Carter versucht die veralteten Strukturen der Stahlindustrie zu retten. Niedergang statt Innovation und Strukturwandel.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Handelskrieg

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 22. Jun 2018, 15:31

odiug hat geschrieben:(21 Jun 2018, 21:59)

Nochmals ... die Leistungsbilanz ist relativ ausgeglichen zwischen der EU und der USA ... nicht alles, was an Leistung erbracht wird, wird in der Handelsbilanz aufgeführt.
Aber lies dich ein wenig ein in diesen Strang, dann lernst du noch was ;)


Das ist unlogisch. Im Prinzip widerlegst du dich hier selber.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon zollagent » Fr 22. Jun 2018, 16:48

DarkLightbringer hat geschrieben:(22 Jun 2018, 12:09)

Diese Produkte können steuerfrei erworben werden, aufgrund eines Zusatzabkommens zum NATO-Truppenstatut, nicht ?

Nein, können sie nicht. Was immer du von einem Angehörigen der Stationierungsstreitkräfte kaufen willst, das unterliegt den generellen Zollsätzen für diese Warenart und der Einfuhrumsatzsteuer. Was du mit "steuerfrei" meinst, ist, daß diese Streitkräfteangehörigen selbst nicht der Besteuerung durch den deutschen Fiskus unterliegen. So lange sie die Güter selbst nutzen, brauchen sie weder Zoll noch Umsatzsteuer zu entrichten. Das ändert sich dann, wenn sie pensioniert werden und ihren Lebensmittelpunkt in Europa haben. Dann müssen sie alle Artikel, die die sie z.B. in der PX kaufen, nachversteuern. Kannst du auf jedem Zollamt sehen, daß da Leute sitzen, die ihre Kaufbelege mit haben, die mit der sog. "Pink-Card" anmelden und die darauf entfallende Umsatzsteuer entrichten.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon odiug » Fr 22. Jun 2018, 19:53

Alter Stubentiger hat geschrieben:(22 Jun 2018, 16:31)

Das ist unlogisch. Im Prinzip widerlegst du dich hier selber.

Unlogisch ist es, einen Strang nicht zu lesen ... zumindest die aktuelle Diskussion ... aber unbedingt mitreden zu wollen.
Aber ich bin ja lieb und verlinke gerne alles nochmal : https://www.lai.fu-berlin.de/e-learning ... index.html
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Re: Handelskrieg

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 22. Jun 2018, 19:58

odiug hat geschrieben:(22 Jun 2018, 20:53)

Unlogisch ist es, einen Strang nicht zu lesen ... zumindest die aktuelle Diskussion ... aber unbedingt mitreden zu wollen.
Aber ich bin ja lieb und verlinke gerne alles nochmal : https://www.lai.fu-berlin.de/e-learning ... index.html
Und in der Leistungsbilanz stehen die USA bei weitem nicht so schlecht da, wie uns die Trumpeten weiß machen wollen.


Tut mir leid. Ich habe den Eindruck dass dich das Thema ziemlich überfordert. Ich kann dir in keinerlei Hinsicht zustimmen und deine Antworten machen auch keinen Sinn für mich.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon odiug » Fr 22. Jun 2018, 20:03

Alter Stubentiger hat geschrieben:(22 Jun 2018, 16:28)

Man darf sich nicht auf den Leuchtturm "silicon valley" beschränken. Zumal du dich da sogar nur auf den consumer Bereich konzentrierst. Du ahnst ja nicht wie viele deutsche Mittelständler Weltmarktführer in ihrer Nische sind. Da ist Innovation die man in großen Teilen Amerikas nicht findet. Wenn es anders wäre dann wäre der teure deutsche Standort längst weg vom Fenster. In der Realität aber hat der amerikanische Standort wesentlich größere Probleme.

Beispiel:
Es ist nun mal so dass im Ruhrpott nur noch Spezial-Stähle eine Zukunft haben. Die kann man nur in innovativen neuen Werken produzieren. In Amerika dagegen wird schon seit Jimmy Carter versucht die veralteten Strukturen der Stahlindustrie zu retten. Niedergang statt Innovation und Strukturwandel.

Genau mein Punkt ... die Deutsche Industrie ist verdammt gut darin, Produkte und Verfahren zu perfektionieren ... sie ist nicht gut darin, neue Produkte und neue Verfahren zu entwickeln.
Die Amis nannten das :Germans, good at metal bending .
Und die meinten das nicht als Kompliment, sondern als Kritik an der mangelnden Innovation in Deutschland.
Es ist eine Sache, ein existierendes Produkt oder Verfahren zu perfektionieren, es ist ein ganz anderes Ding, ein völlig neues Produkt und Verfahren zu erfinden und neue Märkte zu erschaffen.
Da hinkt die deutsche Industrie meilenweit hinter den Amis her.
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