Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

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KarlRanseier
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon KarlRanseier » So 24. Sep 2017, 15:40

Alter Stubentiger hat geschrieben:(24 Sep 2017, 16:13)

Nein. Es ist schlicht nicht in barer Form existent. Buchgeld eben.
Zum Spekulieren im großen Stil wird ein anderes Rad geschlagen. Dazu haben die Banken das Privileg der Geldschöpfung. Darüber kann man durchaus diskutieren. Das sollte ziemlich beschnitten werden. Auf jeden Fall wenn es als Hebel für große Finanzmarktspekulationen missbraucht wird. Und das wird es im großen Stil.



Und Du nennst Dich Sozialdemokrat? Nur die Linke, insbesondere Herr Lafontaine, war für eine Finanzmarktregulierung. Dafür wurde er von allen Seiten kritisiert, das eine oder andere Käseblatt bezeichnete ihn dafür gar als "gefährlichsten Mann Europas". Es war Euer GerHartz, der nicht nur die Rente abwrackte und das Prekariat etablierte, sondern mit Steuervergünstigungen die "Heuschrecken" ins Land holte und gegen Alle stänkerte, die dem neoliberalen Geist, zu dem auch die völlige Freiheit der Banken, ungedeckte Kredite zu vergeben, gehörte, widersprachen.

Die SPD ist die neoliberalste Partei überhaupt. Ich finde, man sollte sich, wenn man soetwas ablehnt, nicht "Sozialdemokrat" nennen.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Skull » So 24. Sep 2017, 16:41

Loki hat geschrieben:(24 Sep 2017, 15:01)

Cool, wer hat die wann und wo geschöpft ?

Ist egal. Haben die Zinszahler aus Ihrem Einkommen bezahlt.

Wer die einzelnen Arbeitgeber dieser 723 sind, brauchen wir jetzt aber nicht aufschreiben. :D

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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » So 24. Sep 2017, 17:01

Skull hat geschrieben:(24 Sep 2017, 17:41)

Ist egal. Haben die Zinszahler aus Ihrem Einkommen bezahlt.

Na in dem Fall (Kreditabschreibung) wurde der Betrag geschöpft, als der später abgeschriebene Kredit geschöpft wurde.
Bank "buchte" den Betrag dann aus, im Gesamtsystem verblieb er und die anderen konnten das (Giral-)Geld nutzen.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » So 24. Sep 2017, 17:11

KarlRanseier hat geschrieben:(24 Sep 2017, 16:40)

Und Du nennst Dich Sozialdemokrat? Nur die Linke, insbesondere Herr Lafontaine, war für eine Finanzmarktregulierung. Dafür wurde er von allen Seiten kritisiert, das eine oder andere Käseblatt bezeichnete ihn dafür gar als "gefährlichsten Mann Europas". Es war Euer GerHartz, der nicht nur die Rente abwrackte und das Prekariat etablierte, sondern mit Steuervergünstigungen die "Heuschrecken" ins Land holte und gegen Alle stänkerte, die dem neoliberalen Geist, zu dem auch die völlige Freiheit der Banken, ungedeckte Kredite zu vergeben, gehörte, widersprachen.

Die SPD ist die neoliberalste Partei überhaupt. Ich finde, man sollte sich, wenn man soetwas ablehnt, nicht "Sozialdemokrat" nennen.


Das war eine andere Zeit. Die USA und GB erlebten dank neoliberaler Politik eine Scheinblüte. Das schien so einfach. Alle Wirtschaftswissenschaftler drängten die Politik in Europa und Deutschland all die Beschränkungen des Kapitalmarktes aufzuheben. Keine Partei damals konnte diesem Druck standhalten. Denn auch der Bürger dachte Finanzdienstleistungen und Börsengeschäfte wäre der Weg zu Vermögen für viele. Darum machten ja auch so viele mit beim großen Spekulieren am neuen Markt. Bis die Seifenblase platzte. Den Preis bezahlen wir bis heute.

Die SPD bedauert dies heute mit dem Wissen von heute. Nachher ist man eben immer schlauer. Aber was nutzt es? Strengere Regeln sind in der EU und im globalisiertem Kapitalverkehr einfach nicht durchsetzbar. Es gibt immer noch zu viele Profiteure.

Und die Agenda2010 war unvermeidbar. Die Franzosen haben ja an all den sozialen Wohltaten von einst festgehalten und eigene Reformen am Arbeitsmarkt und bei den Sozialsystemen verhindert. Das Ergebnis ist allerdings verheerend. Man kann es nicht allen recht machen. Und wer dann auf ewig am Alten festhält steht am Ende mit leeren Händen da. Die Franzosen haben heute eine doppelt so hohe Arbeitslosigkeit. Bei den Jugendlichen ist es noch schlimmer. Was bringt denen der Kündigungsschutz, Frührente für alle und die 35 Stundenwoche? Nichts! Da fehlt jede Perspektive. Und darum muß Macron sich unbeliebt machen. Zum Wohle Frankreichs. Da hat Merkel es einfacher. Sie zehrt immer noch von der Agenda 2010 und braucht selber nix zu tun. Sie ist ja alternativlos. Für immer?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Skull » So 24. Sep 2017, 17:36

Loki hat geschrieben:(24 Sep 2017, 18:01)

Na in dem Fall (Kreditabschreibung) wurde der Betrag geschöpft,
als der später abgeschriebene Kredit geschöpft wurde.

Und ? Das ist doch Geschichte.

Wie sprachen von den Zinsen. ---> THREADTHEMA.

DEIN Einstieg bei diesem Teilthema waren die HOHEN Zinsen für Überziehungskredite. Bleibe einfach beim Themen-Pfad.

Und wiederhole nicht immer die anderen gleichen Schleifen.

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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Dampflok94 » So 24. Sep 2017, 18:00

Alter Stubentiger hat geschrieben:(24 Sep 2017, 16:14)

Wer dämlich ist bezahlt Überziehungszinsen.

Das ist nun arg platt und so schlicht falsch.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » So 24. Sep 2017, 18:49

Dampflok94 hat geschrieben:(24 Sep 2017, 19:00)

Das ist nun arg platt und so schlicht falsch.

Ganz ehrlich. Den Dispo kann man nutzen um kurzfristige Engpässe zu überwinden. Wer den so in Anspruch nimmt das ernsthafte Zinskosten entstehen hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Dampflok94 » So 24. Sep 2017, 19:19

Alter Stubentiger hat geschrieben:(24 Sep 2017, 19:49)

Ganz ehrlich. Den Dispo kann man nutzen um kurzfristige Engpässe zu überwinden.

Eben. Genau das. Den Dispo also in Bausch und Bogen zu verdmmen ist also nicht angesagt.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Mo 25. Sep 2017, 11:55

Skull hat geschrieben:(24 Sep 2017, 18:36)

Und ? Das ist doch Geschichte.

Wie sprachen von den Zinsen. ---> THREADTHEMA.

Easy. Bad Banks,
insbesondere die, die wenige Jährchen vor dem Bad-werden erschaffen wurden,
erfüllen die Funktion, mittels Kreditabsschreibungen die sog. fehlende, letzte Zinsrate, den Geldbetrag hierfür, irgendwie doch in den Wirtschaftskreislauf zu bringen.

Müßte 3. Semester sein, falls die Professoren entsprechend gesprächig diesbezüglich sind.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mo 25. Sep 2017, 12:13

Loki hat geschrieben:(25 Sep 2017, 12:55)

Easy. Bad Banks,
insbesondere die, die wenige Jährchen vor dem Bad-werden erschaffen wurden,
erfüllen die Funktion, mittels Kreditabsschreibungen die sog. fehlende, letzte Zinsrate, den Geldbetrag hierfür, irgendwie doch in den Wirtschaftskreislauf zu bringen.

d.


es gibt keine "fehlende Zinsrate"

genau so wenig wie "fehlende Miete" oder "fehlende Pacht" in Bezug auf irgendeine "Geldmenge"
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 25. Sep 2017, 12:14

Dampflok94 hat geschrieben:(24 Sep 2017, 20:19)

Eben. Genau das. Den Dispo also in Bausch und Bogen zu verdmmen ist also nicht angesagt.


Das Dispovolumen in D lag 2012 bei etwa 40Mrd. €. Wird heute wohl nicht viel anders sein. Das sind statistisch 500 € pro Einwohner (vom Kleinkind bis zum Greis).
Wobei die Quote der Bankkunden, die ihr Girokonto überziehen bei etwa 20% liegt. Bei den Meisten dürfte es tatsächlich Dummheit sein, bzw. mangelndes ökonomisches Verständnis im Umgang mit Geld.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Mo 25. Sep 2017, 12:15

Realist2014 hat geschrieben:(25 Sep 2017, 13:13)

es gibt keine "fehlende Zinsrate"

Nicht wenn das Zinsgeld generell gleich bei der Kreditvergabe mitgeschöpft werden würde, da hast Du recht.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mo 25. Sep 2017, 12:19

Loki hat geschrieben:(25 Sep 2017, 13:15)

Nicht wenn das Zinsgeld generell gleich bei der Kreditvergabe mitgeschöpft werden würde, da hast Du recht.




es wird nicht "mitgeschöpft", weil es NICHt nötig ist

genau so wenig wie MIETE oder PACHT

WAS soll dieser nicht endend wollende UNSINN von deiner Seite bezüglich der Zinsen?

Weder führen die zu "exponentiellem Reichtum", noch "fehlen" die in der Geldmenge
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Mo 25. Sep 2017, 12:34

Realist2014 hat geschrieben:(25 Sep 2017, 13:19)
genau so wenig wie MIETE oder PACHT

Mein Vermieter schöpft Geld ?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mo 25. Sep 2017, 12:46

Loki hat geschrieben:(25 Sep 2017, 13:34)

Mein Vermieter schöpft Geld ?


was haben die Zinsen mit der "Geldschöpfung" zu tun?

richtig

NICHTS

die müssen mit schon VORHANDENEM Geld bezahlt werden

ganz ehrlich, so ganz "normal" ist das bei dir nicht mit deiner seltsamen "Zinsphobie"
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Mo 25. Sep 2017, 12:52

Realist2014 hat geschrieben:(25 Sep 2017, 13:46)
die müssen mit schon VORHANDENEM Geld bezahlt werden

Da ist dann weder durch Kredit geschaffen noch durch Aufkauf von Aktiva irgendwo in einer Schatzkiste in der Karibik verbuddelt; und somit vorhanden... schon klar.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mo 25. Sep 2017, 13:00

Loki hat geschrieben:(25 Sep 2017, 13:52)



Da ist dann weder durch Kredit geschaffen n ar.


VORHER

wie alles andere Geld auch

WAS ist daran für dich so schwer zu kapieren?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Mo 25. Sep 2017, 13:17

Realist2014 hat geschrieben:(25 Sep 2017, 14:00)

VORHER

wie alles andere Geld auch

WAS ist daran für dich so schwer zu kapieren?

Die Banken (Kreditinstitute in Deutschland) haben 2016 ca. 90 Mrd. Euro (Zinsertrag) abgeschöpft;
wann vorher soll dieses Geld wie entstanden sein ?

Ben hatte einen Hubschrauberflug über das Bundesgebiet gemacht ??
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mo 25. Sep 2017, 13:24

Loki hat geschrieben:(25 Sep 2017, 14:17)

Die Banken (Kreditinstitute in Deutschland) haben 2016 ca. 90 Mrd. Euro (Zinsertrag) abgeschöpft;
wann vorher soll dieses Geld wie entstanden sein ?

B ?


ehrlich

stellst du dich blöde - oder hältst du die anderen Foristen für blöde?

WOHER sind denn die anderen Billionen Euro her, mit denen 2016 Bezahlvorgänge durchgeführt wurden?



DEIN Problem ist doch nichts anderes , als das Banken für "geschöpftes Geld" , welches sie als Kredite vergeben, tatsächlich ein Nutzungsentgelt verlangen KÖNNEN und DÜRFEN

WO ist da dein Problem?


Gründe doch SELBER eine Bank

dann kannst du selber "Zinsen schöpfen"... :D
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Mo 25. Sep 2017, 13:30

Realist2014 hat geschrieben:(25 Sep 2017, 14:24)
WOHER sind denn die anderen Billionen Euro her, [...]

Nicht aus Geldschöpfungen extra und definitiv zur Bezahlung des Geldzinses.

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