Der Euro lebt, die Wirtschaftsexperten verzagen

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Wähler
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Re: Der Euro lebt, die Wirtschaftsexperten verzagen

Beitragvon Wähler » Sa 11. Feb 2017, 08:59

Wähler hat geschrieben:Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?(07 Feb 2017, 06:21)
https://www.nzz.ch/finanzen/mario-dragh ... -ld.142461
NZZ 29. Januar 2017 Teurer Abschied vom Euro
Bei diesen Salden handelt es sich um Zentralbankgeld. Target 2 spiegelt wider, wie die sogenannte Geldmenge 0 der EZB über die Banken der Euro-Zone verteilt ist. Wichtiger ist aber der ESM, weil er für den Ausfall von ESM-Staatsanleihen der einzelnen Euro-Länder bürgt. Scheidet ein Land, zum Beispiel Frankreich, aus, müssen die anderen Länder den Bürgschaftsanteil des ausgeschiedenen Landes übernehmen, vor allem auch gegenüber den Gläubigern außerhalb des Euro. Dabei handelt es sich um Geldwerte aus dem Giralgeldkreislauf zwischen Banken und Nichtbanken. Während Zentralbanken bei genügend Devisenreserven auch mit negativem Eigenkapital operieren können, könnte es bei den ESM-Staatsanleihen womöglich zu einem Schuldenschnitt, zum Beispiel bei Griechenland, kommen. Deutschland muss theoreitsch in den ESM bis zu einer Höhe von 190 Milliarden Euro Eigenkapital nachschießen. Der ESM darf nicht mit negativem Eigenkapital operieren.

siehe auch:
https://www.godmode-trader.de/artikel/k ... en,4691836
siehe auch:
http://www.dw.com/de/esm-eine-tarnfirma ... a-37173290
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garfield336
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Re: Der Euro lebt, die Wirtschaftsexperten verzagen

Beitragvon garfield336 » Mi 15. Feb 2017, 09:42

Der Euro lebt, aber der dauerhafte Krisenmodus zerrt an den nerven aller Beteiligten und Bürger.

Ständig hört man mman mus dies und das tun um den Euro und/oder die EU zu retten. Das sorgt nicht gerade für Vertrauen.
Ich wünsche mir sichere und stabile Verhältnisse und kein ständiges Hickhack.

Irgendwann haben es die Menschen satt.
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Re: Der Euro lebt, die Wirtschaftsexperten verzagen

Beitragvon Wähler » Mi 15. Feb 2017, 13:26


garfield336 hat geschrieben:(15 Feb 2017, 09:42)
Der Euro lebt, aber der dauerhafte Krisenmodus zerrt an den nerven aller Beteiligten und Bürger.
Ständig hört man mman mus dies und das tun um den Euro und/oder die EU zu retten. Das sorgt nicht gerade für Vertrauen.
Ich wünsche mir sichere und stabile Verhältnisse und kein ständiges Hickhack.
Irgendwann haben es die Menschen satt.

Die Risiken bleiben bestehen. Wir müssen mit ihnen leben, da die Euro-Länder eine Grundsatzentscheidung für den ESM-Mechanismus und damit für den Wunsch nach Erhalt des Euros getroffen haben.
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Re: Der Euro lebt, die Wirtschaftsexperten verzagen

Beitragvon Dampflok94 » Mi 15. Feb 2017, 15:30

garfield336 hat geschrieben:(15 Feb 2017, 09:42)

Der Euro lebt, aber der dauerhafte Krisenmodus zerrt an den nerven aller Beteiligten und Bürger.

Ständig hört man mman mus dies und das tun um den Euro und/oder die EU zu retten. Das sorgt nicht gerade für Vertrauen.
Ich wünsche mir sichere und stabile Verhältnisse und kein ständiges Hickhack.

Irgendwann haben es die Menschen satt.

Die sicheren und stabilen Verhältnisse wünschen sichlich ein Großteil der Menschen. Auch Politiker und Zentralbanker. Aber das Leben ist eben kein Wunschkonzert.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Der Euro lebt, die Wirtschaftsexperten verzagen

Beitragvon garfield336 » Mi 15. Feb 2017, 15:32

Dampflok94 hat geschrieben:(15 Feb 2017, 15:30)

Die sicheren und stabilen Verhältnisse wünschen sichlich ein Großteil der Menschen. Auch Politiker und Zentralbanker. Aber das Leben ist eben kein Wunschkonzert.


Nun das ist richitg, aber bei Fiatgeld ist "Vertrauen" der einzige Wert und wenn das verloren geht, hat man ein erst ein Problem.
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Re: Der Euro lebt, die Wirtschaftsexperten verzagen

Beitragvon Wähler » Fr 17. Feb 2017, 17:41

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/e ... -1.3381762
SZ 17. Februar 2016 Die Existenz des Euro ist bedroht
Gegenwärtig weisen sechs Euro-Länder eine verfestigte abnehmende Kreditfähigkeit auf. Besonders gefährlich ist das in Italien, einem der Pfeiler der EU: Dort nimmt die Kreditfähigkeit seit 2010 ununterbrochen ab. Grund hierfür ist seit 2013 eine Erosion des Kapitalstocks. Sie ist auf die ungelösten wirtschaftlichen Probleme, die hohe öffentliche Verschuldung und die politische Unsicherheit zurückzuführen.

http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/ ... 7262020000
Grafik Entwicklung der Kreditfähigkeit im 1. Halbjahr 2016
siehe auch: Nettoanlageinvestitionen EU
http://www.haushaltssteuerung.de/weblog ... leich.html
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Re: Der Euro lebt, die Wirtschaftsexperten verzagen

Beitragvon Dampflok94 » Sa 18. Feb 2017, 10:10

Wähler hat geschrieben:(17 Feb 2017, 17:41)

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/e ... -1.3381762
SZ 17. Februar 2016 Die Existenz des Euro ist bedroht

http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/ ... 7262020000
Grafik Entwicklung der Kreditfähigkeit im 1. Halbjahr 2016
siehe auch: Nettoanlageinvestitionen EU
http://www.haushaltssteuerung.de/weblog ... leich.html

Und was folgt daraus?
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Re: Der Euro lebt, die Wirtschaftsexperten verzagen

Beitragvon Wähler » Sa 18. Feb 2017, 12:31

Wähler hat geschrieben:(17 Feb 2017, 17:41)
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/e ... -1.3381762
SZ 17. Februar 2016 Die Existenz des Euro ist bedroht
http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/ ... 7262020000
Grafik Entwicklung der Kreditfähigkeit im 1. Halbjahr 2016
siehe auch: Nettoanlageinvestitionen EU
http://www.haushaltssteuerung.de/weblog ... leich.html

Dampflok94 hat geschrieben:(18 Feb 2017, 10:10)
Und was folgt daraus?

Vergrößerung der wirtschaftlichen Ungleichgewichte innerhalb des Euroraumes, Kapitalflucht, zunehmende Auswanderung und, wenn es politisch schlecht läuft, Exit-Referenden.
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Re: Der Euro lebt, die Wirtschaftsexperten verzagen

Beitragvon Dampflok94 » Mo 20. Feb 2017, 09:03

Ach je, der Söder mal wieder:

Söder verlangt Pfand für weitere Hilfszahlungen

Populismus kann nicht nur die AfD, oder was will er damit beweisen?
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Re: Der Euro lebt, die Wirtschaftsexperten verzagen

Beitragvon Wähler » Mo 20. Feb 2017, 09:30

http://www.haushaltssteuerung.de/weblog ... -2015.html
23. April 2016 EU-Vergleich zu Primärsaldo und Zinsausgaben 2015
Demgegenüber finden sich in zehn EU-Mitgliedern negative Primärsalden. Am höchsten fallen die Primärdefizite in Griechenland (-3,4 Prozent des nominalen BIP), im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland (-2,1 Prozent des nominalen BIP) und in Spanien (-2,0 Prozent des nominalen BIP) aus.

http://www.boerse-online.de/nachrichten ... 01198373/2
13. Mai 2016 Stunde der Wahrheit
Und in der Tat, bei der griechisch-unorthodoxen Berechnung des Primärüberschusses werden nicht nur die Zinszahlungen auf die Schulden, sondern auch die staatlichen Einmalausgaben in Abzug gebracht...Und siehe da, mit dieser kreativen Buchführung hat Griechenland 2015 aus einem Primärdefizit einen -überschuss von 0,7 Prozent erwirtschaftet.

Wenn die finanziellen Daten nichts Positives hergeben, sollten die wirtschaftspolitischen Gründe für eine Beibehaltung des eingeschlagenen Weges umso überzeugender sein.
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