Muss Schulessen vegan sein?

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Atheist
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Atheist » Do 11. Aug 2016, 20:44

Billie Holiday hat geschrieben:(11 Aug 2016, 21:36)

Im Supermarkt kann man sehen, was Übergewichtige alles in ihrem Einkaufswagen haben.
Erst wird gefressen, dann wird gejammert.
Dass deren Einkaufswagen voller Obst und Gemüse und Mineralwasser ist, habe ich so noch nicht gesehen.
Das wird literweise Cola gekauft, Fastfood, Chips, Schokolade, Haribo....
Von allein kommen die Kilos nicht, auch wenn im Winter immer jemand die Sommersachen im Schrank enger näht.


Für die allermeisten wird Übergewicht wohl kein erstrebenswertes Körperideal sein. Daher kann ich verstehen, wenn man ab und zu witzelt (auch im Bewusstsein sowie womöglich auch aus Angst davor, selbst so zu werden), hin und wieder mache ich das sogar selbst. Aber in solch beleidigender Weise über Übergewichtige herzuziehen, sie herabzuwürdigen und mit Nutz- sowie Raubtieren zu vergleichen, wie es Schnitter tat, sprengt jedes Maß für guten Geschmackt und ist einfach nur widerwärtig.
Zuletzt geändert von Atheist am Do 11. Aug 2016, 20:51, insgesamt 1-mal geändert.
Schnitter
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Schnitter » Do 11. Aug 2016, 20:47

Billie Holiday hat geschrieben:(11 Aug 2016, 21:36)

Im Supermarkt kann man sehen, was Übergewichtige alles in ihrem Einkaufswagen haben.
Erst wird gefressen, dann wird gejammert.
Dass deren Einkaufswagen voller Obst und Gemüse und Mineralwasser ist, habe ich so noch nicht gesehen.
Das wird literweise Cola gekauft, Fastfood, Chips, Schokolade, Haribo....
Von allein kommen die Kilos nicht, auch wenn im Winter immer jemand die Sommersachen im Schrank enger näht.


Wie gesagt auf der Arbeit isst sie kaum außer offensichtlich zu Uhrzeiten wo sie alleine ist daher weiß ich nicht genau was sie sich alles in den Rachen stopft. Es müssen enorme Mengen sein.

Ist mir eh häufig bei extrem fetten aufgefallen, dass sie in der Öffentlichkeit kaum was essen. Vielleicht haben sie Angst dass dann der Fressrausch einsetzt.
Nele28

Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Nele28 » Do 11. Aug 2016, 21:01

In recht seltenen Fällen gibt es medizinische Ursachen für das "Dick sein" .

Dicke begründen das aber sehr häufig. In Wahrheit stimmt die Kalorienbilanz nicht. Zu viel Energiezufuhr und zu wenig Bewegung.
Wenn ich einem dicken Menschen klar zu machen versuche, dass er/sie eine 10 Kilometerstrecke in mindestens 60 Minuten (ist ja nicht allzu schnell) bewältigen muss, um ein Stück Sahnetorte oder eine Tafel Schokolade auszugleichen. die er in 5 Minuten weggeputzthat, dann sackt der/die sofort ein.

Man muss nicht mit Kalorientabellen rumlaufen, um zu begreifen, wie Energiebilanz geht.
Ich sehe ja auch, was da so alles Kalorienreiche im Warenkorb landet. Und wenn man sich dann Mann/Frau ansieht einschließlich ihrer Kinder, dann hat man eine Vorstellung davon, warum das bei diesen Menschen nicht funktionieren kann.
Das Berwußtsein von Lebensqualität ist da völlig abhanden gekommen,was ungern zugegeben wird.
Dicke sind wirklich nicht ästhetisch aus, sie schwitzen bei geringster Anstrengung und meiden jede Form der Bewegung. Viele von denen sind auch noch stolz darauf, aber sie verdrängen ihr Problem.
Da bei gibt es viele Möglichkeiten, abzunehmen.Mir wird immer wieder von vormals Dicken berichtet, die abgenommen haben und was das dann für ein tolles Gefühl und ein Gewinn an Lebensqualität ist.
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Schnitter » Do 11. Aug 2016, 21:11

Atheist hat geschrieben:(11 Aug 2016, 21:44)

Für die allermeisten wird Übergewicht wohl kein erstrebenswertes Körperideal sein. Daher kann ich verstehen, wenn man ab und zu witzelt (auch im Bewusstsein sowie womöglich auch aus Angst davor, selbst so zu werden), hin und wieder mache ich das sogar selbst. Aber in solch beleidigender Weise über Übergewichtige herzuziehen, sie herabzuwürdigen und mit Nutz- sowie Raubtieren zu vergleichen, wie es Schnitter tat, sprengt jedes Maß für guten Geschmackt und ist einfach nur widerwärtig.


Ich bin ein Mann klarer Worte und diese Metaphern dienten eben am ehesten die Optik bzw. das Verhalten dieser Person zu beschreiben.
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Flat » Fr 12. Aug 2016, 08:09

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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Atheist » Fr 12. Aug 2016, 10:22

Flat hat geschrieben:(12 Aug 2016, 09:09)

Moin,

was Du hier so verlinkst. :D


Nun ja, in manchen Dingen sind Theisten durchaus vorbildlich. :p Wenn ich mich recht entsinne, waren die Apostel Vegetarier. Da bin ich jetzt aber auf die Schnelle überfragt und Google liefert Widersprüchliches.
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Fuerst_48 » Fr 12. Aug 2016, 10:23

Nele28 hat geschrieben:(11 Aug 2016, 22:01)

In recht seltenen Fällen gibt es medizinische Ursachen für das "Dick sein" .

Dicke begründen das aber sehr häufig. In Wahrheit stimmt die Kalorienbilanz nicht. Zu viel Energiezufuhr und zu wenig Bewegung.
Wenn ich einem dicken Menschen klar zu machen versuche, dass er/sie eine 10 Kilometerstrecke in mindestens 60 Minuten (ist ja nicht allzu schnell) bewältigen muss, um ein Stück Sahnetorte oder eine Tafel Schokolade auszugleichen. die er in 5 Minuten weggeputzthat, dann sackt der/die sofort ein.

Man muss nicht mit Kalorientabellen rumlaufen, um zu begreifen, wie Energiebilanz geht.
Ich sehe ja auch, was da so alles Kalorienreiche im Warenkorb landet. Und wenn man sich dann Mann/Frau ansieht einschließlich ihrer Kinder, dann hat man eine Vorstellung davon, warum das bei diesen Menschen nicht funktionieren kann.
Das Berwußtsein von Lebensqualität ist da völlig abhanden gekommen,was ungern zugegeben wird.
Dicke sind wirklich nicht ästhetisch aus, sie schwitzen bei geringster Anstrengung und meiden jede Form der Bewegung. Viele von denen sind auch noch stolz darauf, aber sie verdrängen ihr Problem.
Da bei gibt es viele Möglichkeiten, abzunehmen.Mir wird immer wieder von vormals Dicken berichtet, die abgenommen haben und was das dann für ein tolles Gefühl und ein Gewinn an Lebensqualität ist.

Zum Stichwort ABNEHMEN! Viele wollen das erzwingen, vergessen aber, dass sie ihr Übergewicht auch nicht in 3 Tagen aufgepackt haben...nur runter soll es blitzartig gehen. Auch eine dumme Ansicht!
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Keoma » Fr 12. Aug 2016, 10:26

Atheist hat geschrieben:(12 Aug 2016, 11:22)

Nun ja, in manchen Dingen sind Theisten durchaus vorbildlich. :p Wenn ich mich recht entsinne, waren die Apostel Vegetarier. Da bin ich jetzt aber auf die Schnelle überfragt und Google liefert Widersprüchliches.


Nehmt und esst; das ist mein Leib.
Sehr vegetarisch. :D
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Flat » Fr 12. Aug 2016, 10:29

Atheist hat geschrieben:(12 Aug 2016, 11:22)

Wenn ich mich recht entsinne, waren die Apostel Vegetarier.


Moin,

Du entsinnst Dich falsch.

In der Apostelkonferenz wurde eine Speisevorschrift für alle Christen erlassen, die bestimmtes Fleisch verbietet (Enthaltsamkeit von Blut), aber nicht Fleisch allgemein.
(interessanterweise halten sich daran aber auch fundamentale Christen nur selten)

Das sie Vegetarier waren, steht nirgends.
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Atheist » Fr 12. Aug 2016, 10:41

Flat hat geschrieben:(12 Aug 2016, 11:29)

Moin,

Du entsinnst Dich falsch.

In der Apostelkonferenz wurde eine Speisevorschrift für alle Christen erlassen, die bestimmtes Fleisch verbietet (Enthaltsamkeit von Blut), aber nicht Fleisch allgemein.
(interessanterweise halten sich daran aber auch fundamentale Christen nur selten)

Das sie Vegetarier waren, steht nirgends.


Dann war das wohl vegane/vegetarische Propaganda. Allerdings wohl nicht ganz unbegründet, siehe z.B. nachfolgend:

AT hat geschrieben: Gott sprach in der Schöpfungsgeschichte:
"Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen,
die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume
mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise."
(Bibel, Genesis 1,29)

Prophetenworte des Alten Bundes gegen das Töten von Tieren
Gott sprach durch Jesaja:

"Das Land wird euch seine Früchte geben, dass ihr euch satt essen könnt. Wer einen Stier schlachtet, gleicht dem, der einen Mann erschlägt."
(Jesaja 66, 3-4)

"...ich habe keinen Gefallen am Blut der Stiere, der Lämmer und Böcke... Und wenn ihr auch viel betet, höre ich euch doch nicht, denn eure Hände sind voll Blut..."
(Jesaja 1, 11-13, 15-17)

Gott sprach durch Jeremia:

"Ich habe euren Vätern nichts von Schlachtopfern gesagt."
(Jeremia 7,22)

Gott sprach durch Hosea:

"Liebe will ich, nicht Schlachtopfer, Gotteserkenntnis statt Brandopfer."
(Hosea 6,6)

"Ihr Opfer schlachten und Fleisch fressen ist mir ein Gräuel und der Herr hat kein Gefallen daran, sondern wird ihrer Missetaten gedenken und sie für ihre Missetaten heimsuchen."
(Hosea 8,13)


NT hat geschrieben:"Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur."
(Neues Testament, Markus 16, 15)

"Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan."
(Neues Testament, Matth. 25,40b)

"Ich bin gekommen die Opfer aufzulösen, und wenn ihr nicht ablasst zu opfern, so wird auch der Zorn Gottes nicht von euch ablassen."
(Jesuswort, zit. von Epiphanius, Panarion 3,16)

"Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer."
(Neues Testament, Matth. 9,13)

"Wahrlich, Ich sage euch, darum Bin Ich in die Welt gekommen, dass Ich abschaffe alle Blutopfer und das Essen des Fleisches der Tiere und Vögel,
die von Menschen geschlachtet werden."
(Das Evangelium Jesu, Kap. 75, 9 · Rottweil 1986)

"Siehe die Felder, wie sie wachsen und fruchtbar sind, und die fruchttragenden Bäume und die Kräuter!
Was willst du noch mehr als das, was dir die ehrliche Arbeit deiner Hände gibt?
Wehe den Starken, die ihre Stärke missbrauchen! Wehe dem Schlauen, der die Geschöpfe Gottes verwundet! Wehe den Jägern! Denn sie sollen selbst gejagt werden."
(Das Evangelium Jesu, Kap. Kap. 14, 7 ·Rottweil 1986)

Es geschah, dass der Herr aus der Stadt zog und mit Seinen Jüngern über das Gebirge ging. Und da kamen sie an einen Berg mit sehr steilen Wegen. Dort begegneten sie einem Mann mit einem Lasttier. Das Pferd aber war zusammengebrochen, denn es war überlastet. Der Mann schlug es, bis das Blut floss. Und Jesus trat zu ihm hin und sprach: "Du Sohn der Grausamkeit, warum schlägst du dein Tier? Siehst du denn nicht, dass es für seine Last viel zu schwach ist, und weißt du nicht, dass es leidet?«(...) Und der Herr wurde traurig und sprach: »Wehe euch, der Stumpfheit eures Herzens wegen hört ihr nicht, wie es klagt und schreit zu seinem himmlischen Schöpfer um Erbarmen, und dreimal Wehe über den, gegen den es schreit und stöhnt in seiner Qual!"
(Uralte koptische Bibelhandschrift in der Nationalbibliothek zu Paris)


http://www.freiheitfuertiere.de/zeitsch ... index.html
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Flat » Fr 12. Aug 2016, 12:37

Atheist hat geschrieben:(12 Aug 2016, 11:41)

Dann war das wohl vegane/vegetarische Propaganda. Allerdings wohl nicht ganz unbegründet, siehe z.B. nachfolgend:



Moin,

ja, bei den meisten Stellen geht es um Opfergaben, nicht um normales Essen.

Bis zur Sintflut war das Essen von Fleisch verboten, danach wurde es (mit Ausnahmen: kein Blut, nicht vom lebenden Tieren, etc:) zugelassen.
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Atheist » Fr 12. Aug 2016, 13:02

Flat hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:37)

Moin,

ja, bei den meisten Stellen geht es um Opfergaben, nicht um normales Essen.


I.d.R. wurden Tieropfer gegessen, insofern spielt es keine Rolle, ob Schlachtung und Verarbeitung von Tieren als Opfergabe oder als (von mir aus auch feierliche) Nahrungsmittelzubereitung bezeichnet wird, beides sind Rituale.

Bis zur Sintflut war das Essen von Fleisch verboten, danach wurde es (mit Ausnahmen: kein Blut, nicht vom lebenden Tieren, etc:) zugelassen.


Was, wenn Gott sich entschlöße, den Vegetarismus wieder einzuführen? Müsste er dann Jesus V2 auf die Erde schicken oder ließe sich da irgendwas mit der Auslegung machen? :D
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Flat » Fr 12. Aug 2016, 13:17

Atheist hat geschrieben:(12 Aug 2016, 14:02)

I.d.R. wurden Tieropfer gegessen, insofern spielt es keine Rolle, ob Schlachtung und Verarbeitung von Tieren als Opfergabe oder als (von mir aus auch feierliche) Nahrungsmittelzubereitung bezeichnet wird, beides sind Rituale.


Moin,

stimmt, übrigens von den Juden nur bestimmte wenige Teile der Opfertiere. Der Rest (und das war erheblich viel) wurde meines Wissens an die Armen verteilt. Opfer waren eine Armenspeisung.

In den Stellen geht's dennoch nur um Opfer und nicht um den Fleischverzehr allgemein. Der ist explizit erlaubt, wie die vielen Speiseregeln zeigen.


Atheist hat geschrieben:(12 Aug 2016, 14:02)
Was, wenn Gott sich entschlöße, den Vegetarismus wieder einzuführen? Müsste er dann Jesus V2 auf die Erde schicken oder ließe sich da irgendwas mit der Auslegung machen? :D


Nun, ich als Noachide glaube ja nicht mal, dass er Jesus V1 auf die Erde geschickt hat.

Es gibt Gläubige, die das so auslegen. Laut der Geschichte um Noah, die die Grundlage für den Fleischverzehr bildet, ist es verboten, Tieren unnötigen Schmerz zuzufügen. Damit ist zumindest die heutige Massentierhaltung nicht vereinbar. Diese Regel gilt nach jüdischen Glauben übrigens für alle Menschen, nicht nur für Juden.

Der jüdische Glaube hatte schon sehr früh Tierschutzregeln. Sehr viel, was als koscher gilt, nutzt den Tieren.

Aber um Fleischverzehr ganz zu verbieten, dafür findet man dort nichts.

Allerdings schreibt weder das Christentum noch das Judentum Fleischverzehr vor. Vegetarier oder Veganer kann man daher problemlos sein. Man sollte es nur anderen nicht als religiös zwingend aufdrücken wollen. Das ist nämlich theologischer Unsinn.
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Flat » Fr 12. Aug 2016, 13:19

Moin,

um aufs Schulessen zu kommen:

Streng Vegetarisch ist übrigens immer koscher. Eine vegetarische Schulspeisung würden daher gläubige Juden sicherlich begrüßen.
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Atheist » Fr 12. Aug 2016, 14:06

Flat hat geschrieben:(12 Aug 2016, 14:17)

Moin,

stimmt, übrigens von den Juden nur bestimmte wenige Teile der Opfertiere. Der Rest (und das war erheblich viel) wurde meines Wissens an die Armen verteilt. Opfer waren eine Armenspeisung.

In den Stellen geht's dennoch nur um Opfer und nicht um den Fleischverzehr allgemein. Der ist explizit erlaubt, wie die vielen Speiseregeln zeigen.


Diese Möglichkeit hatte ich bisher gar nicht im Sinn. Allerdings ist es durchaus naheliegend, dass viele der Opfergaben sodann von den Tempelpriestern an Bedürftige verteilt wurden. Was machten dann eigentlich die Bedürftigen? Waren sie vom Opfergebot befreit?


Nun, ich als Noachide glaube ja nicht mal, dass er Jesus V1 auf die Erde geschickt hat.

Es gibt Gläubige, die das so auslegen. Laut der Geschichte um Noah, die die Grundlage für den Fleischverzehr bildet, ist es verboten, Tieren unnötigen Schmerz zuzufügen. Damit ist zumindest die heutige Massentierhaltung nicht vereinbar. Diese Regel gilt nach jüdischen Glauben übrigens für alle Menschen, nicht nur für Juden.

Der jüdische Glaube hatte schon sehr früh Tierschutzregeln. Sehr viel, was als koscher gilt, nutzt den Tieren.

Aber um Fleischverzehr ganz zu verbieten, dafür findet man dort nichts.

Allerdings schreibt weder das Christentum noch das Judentum Fleischverzehr vor. Vegetarier oder Veganer kann man daher problemlos sein. Man sollte es nur anderen nicht als religiös zwingend aufdrücken wollen. Das ist nämlich theologischer Unsinn.


Moralsätze, ganz gleich ob göttlich oder weltlich begründet, haben nur dann einen Sinn, wenn sie ihr Soll nicht an der Natur ausrichten. Fleischkonsum ist unter Omnivoren gewöhnlich, insofern besteht keine Notwendigkeit, hier irgendwie verhaltenssteuernd einzugreifen, um den Status quo aufrechtzuerhalten. Vegetarismus, Veganismus oder reiner Fleischkonsum, fast so wie bei den Inuit z.B., ist jedoch ungewöhnlich, weil er in der Natur an der Mehrheit der Omnivoren unter normalen Umweltbedingungen nicht beobachtet werden kann. Folgerichtig müssten moralische Ideale sich beispielsweise am Vegetarismus, Veganismus oder reinem Fleischverzehr ausrichten. Im Hindusismus z.B. (und damit auch Buddhismus) gibt es auffallend viele Vegetarier. Die Brahmanen pflegen eine vegetarische Ernährungsweise (oder versuchen es zumindest :D).

Offenbar dachte auch das ursprüngliche Judentum in ähnliche Richtung, denn Adam und Eva war ausdrücklich nur der Genus von Pflanzen erlaubt und im religiösen Kontext gleicht das Schweigen einem Verbot mit Erlaubnisvorbehalt:

Gen, 1:24 hat geschrieben:Ich gab Euch Kräuter, jegliche Pflanzen und sämtliche Früchte der Bäume; all das soll Euch gehören.


Allerdings wurde es wohl in umständlicher sowie widersprüchlicher Weise verwässert. Denn wortwörtlich in der fraglichen Stelle um Noah heißt es:

1 Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt die Erde. (1. Mose 1.28) 2 Furcht und Schrecken vor euch sei über alle Tiere auf Erden und über alle Vögel unter dem Himmel, über alles, was auf dem Erdboden kriecht, und über alle Fische im Meer; in eure Hände seien sie gegeben. 3 Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich's euch alles gegeben. (1. Mose 1.29) (Kolosser 2.16) 4 Allein eßt das Fleisch nicht, das noch lebt in seinem Blut. (3. Mose 3.17) 5 Auch will ich eures Leibes Blut rächen und will's an allen Tieren rächen und will des Menschen Leben rächen an einem jeglichen Menschen als dem, der sein Bruder ist. (1. Mose 4.11) (2. Mose 21.28-29) 6 Wer Menschenblut vergießt, des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht. (1. Mose 1.27) (2. Mose 21.12) (3. Mose 24.17) (Matthäus 26.52) (Offenbarung 13.10) 7 Seid fruchtbar und mehrt euch und regt euch auf Erden, daß euer viel darauf werden.

8 Und Gott sagte zu Noah und seinen Söhnen mit ihm: 9 Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit eurem Samen nach euch (1. Mose 6.18) 10 und mit allem lebendigen Getier bei euch, an Vögeln, an Vieh und an allen Tieren auf Erden bei euch, von allem, was aus dem Kasten gegangen ist, was für Tiere es sind auf Erden. (Hosea 2.10) 11 Und richte meinen Bund also mit euch auf, daß hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbt werden soll mit dem Wasser der Sintflut große Flut, und soll hinfort keine Sintflut mehr kommen, die die Erde verderbe. (1. Mose 8.21-22) 12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich gemacht habe zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen bei euch hinfort ewiglich: 13 Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. 14 Und wenn es kommt, daß ich Wolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. 15 Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen in allerlei Fleisch, daß nicht mehr hinfort eine Sintflut komme, die alles Fleisch verderbe. 16 Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, daß ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allen lebendigen Seelen in allem Fleisch, das auf Erden ist. 17 Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden.


http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/1_mose/9/

Mit anderen Worten: da hatten einige Machthaber ihre moralische Verkommenheit erkannt und die Gesetze daran ausgerichtet. Damit das aber keine allzu offensichtliche 180° Kehrtwende wurde, hatten sie ab Vers 10 ein paar Widersprüche zu Vers 3 eingebaut. :D Business as usual also...
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Flat » Fr 12. Aug 2016, 14:21

Atheist hat geschrieben:(12 Aug 2016, 15:06)

Diese Möglichkeit hatte ich bisher gar nicht im Sinn. Allerdings ist es durchaus naheliegend, dass viele der Opfergaben sodann von den Tempelpriestern an Bedürftige verteilt wurden. Was machten dann eigentlich die Bedürftigen? Waren sie vom Opfergebot befreit?


Moin,

ja, das waren Nichtjuden. Juden hätten diese Teile ja gar nicht essen dürfen.

Alelrdings wurde es wohl in umständlicher sowie widersprüchlicher Weise verwässert. Denn wortwörtlich in der fraglichen Stelle um Noah heißt es:


Da wurde nichts von Machthabern umgeworfen.

Oder solltest Du inzwischen als Atheist glauben, dass die Geschichte von Noah wörtlich wahr ist und so geschehen?

Falls nicht, wie kommst Du darauf, dass zwischen diesen in engen Zusammenhang stehenden Geschichten ein großer Zeitunterschied in der Niederschrift vorlag?


Noah ist jüdisch-religiös ein Neuanfang. Der 2. Bund Gottes mit den Menschen. Dieser beinhaltete auch die Verantwortung des Menschen über die Welt. Und eben auch die -eingeschränkte- Erlaubnis zum Fleischverzehr.

Nach Noah begann ja auch für die Welt an sich ein Neustart. Auf der Arche fraßen schließlich auch die Raubtiere vegetarisch. (wär ja sonst auch blöd ausgegangen mit den jeweils 2 Stück je Art)



Solltest Du übrigens doch mal zum Christentum konvertieren, lege ich Dir eine extrem strenggläubige freikirchlich-evangelikale Richtung nahe. Deine Bibelauslegung brauchst Du dann nicht mehr groß zu ändern. :D
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Atheist » Fr 12. Aug 2016, 14:42

Flat hat geschrieben:(12 Aug 2016, 15:21)

Da wurde nichts von Machthabern umgeworfen.

Oder solltest Du inzwischen als Atheist glauben, dass die Geschichte von Noah wörtlich wahr ist und so geschehen?

Falls nicht, wie kommst Du darauf, dass zwischen diesen in engen Zusammenhang stehenden Geschichten ein großer Zeitunterschied in der Niederschrift vorlag?


Ich versuche mein Bestes, um die fantasierten Elemente zu überlesen und auf die Metaebene zu abstrahieren. :D Da der geschichtliche Teil der Bibel chronologisch erzählt wird, sehe ich keinen Grund anzunehmen, dass nicht auch der mythische Teil eine gewisse Chronologie aufweist. Immerhin handelt es sich bei vielem lediglich um die Niederschrift mündlich überlieferter Erzählungen.

Noah ist jüdisch-religiös ein Neuanfang. Der 2. Bund Gottes mit den Menschen. Dieser beinhaltete auch die Verantwortung des Menschen über die Welt. Und eben auch die -eingeschränkte- Erlaubnis zum Fleischverzehr.

Nach Noah begann ja auch für die Welt an sich ein Neustart. Auf der Arche fraßen schließlich auch die Raubtiere vegetarisch. (wär ja sonst auch blöd ausgegangen mit den jeweils 2 Stück je Art)


Was jedoch nichts daran ändert, dass es zunächst verboten war. Und auch die eingeschränkte Erlaubnis zum Fleischverzehr ist wörtlich gar nicht mal so eindeutig.

Solltest Du übrigens doch mal zum Christentum konvertieren, lege ich Dir eine extrem strenggläubige freikirchlich-evangelikale Richtung nahe. Deine Bibelauslegung brauchst Du dann nicht mehr groß zu ändern. :D


Nun ja... wenn man annimmt, dass die Bibel irgendetwas mitteilen will, anstatt lediglich als Projektionsfläche für eigene Gedanken zu dienen, dann kommt man nicht umhin, sie auch wörtlich zu nehmen. :D
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Teeernte » Fr 12. Aug 2016, 18:08

Nele28 hat geschrieben:(11 Aug 2016, 22:01)

In recht seltenen Fällen gibt es medizinische Ursachen für das "Dick sein" .

.



Ich kenn das - ....das ist ungefähr so - wie bei einem "Zuckerkranken" .... fühlt sich an wie Energiemangel.

Gehirn >> Wenn jetzt nicht was Energiereiches kommt - schalt ich ab. (und man ist quasi Bewegungsunfähig - und in dem Stadium auch nicht in der LAge Auto zu fahren...)

Da reicht eine Cola und ein Pfannkuchen mit (viel) Zucker und Marmelade.... dann gehts weiter. (Hilft am schnellsten)

Die 160 kg hatte ich mir angefressen - als ich mit dem Rauchen aufgehört hatte....

Nun geht es wieder - bin unter 120 kg (....und rauche ne halbe Schachtel.)

Ihr müsst das ja nicht verstehen - das Gehirn/Nerven fressen die Hälfte des Energiegehalts - (Vorrangig Zucker) - und wenn der NICHT kommt - sitzt man da wie der Durazellhase ohne Akku.

Ärzte ? 3 Ärzte 5 Meinungen.

Die Cola hatte ich später mit Milch (GESUUUUND) ersetzt - es ging nur die 3,8% ....(und Käse ...Quark...Joghurt) 10 L Fr-Mo kein Problem... nach nem halben Jahr - Überversorgung mit irgend so einem Milch - vitamin... das ist noch schlimmer als "fett" von Cola.

Durch einen anderen Job gab es "mehr" Bewegung... - :D :D :D . Durch "Essen" abnehmen halte ich für Propaganda dürrer Leute und Geldschneiderei der ehemals Fetten.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Ebiker » Fr 12. Aug 2016, 18:24

Teeernte hat geschrieben:(12 Aug 2016, 19:08)


Die 160 kg hatte ich mir angefressen - als ich mit dem Rauchen aufgehört hatte....

Nun geht es wieder - bin unter 120 kg (....und rauche ne halbe Schachtel.)

Ihr müsst das ja nicht verstehen - das Gehirn/Nerven fressen die Hälfte des Energiegehalts - (Vorrangig Zucker) - und wenn der NICHT kommt - sitzt man da wie der Durazellhase ohne Akku.

Ärzte ? 3 Ärzte 5 Meinungen.

Die Cola hatte ich später mit Milch (GESUUUUND) ersetzt - es ging nur die 3,8% ....(und Käse ...Quark...Joghurt) 10 L Fr-Mo kein Problem... nach nem halben Jahr - Überversorgung mit irgend so einem Milch - vitamin... das ist noch schlimmer als "fett" von Cola.

Durch einen anderen Job gab es "mehr" Bewegung... - :D :D :D . Durch "Essen" abnehmen halte ich für Propaganda dürrer Leute und Geldschneiderei der ehemals Fetten.


Zunehmen hat nix mit Rauchen oder nicht rauchen zu tun, sondern mit essen oder nicht. Das Gehirn braucht nur ca 25% der Energie, da hast du enormes Einsparpotential. Ob Cola oder Milch ist egal,

entscheident sind nur die Kalorien. Mehr verbrennen als zuführen. Viel Gemüse und Obst sind nützlich weil viel Volumen ( Sättigungsgefühl ) bei wenig Energiegehalt. Vegan muß man aber nicht essen.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
Houari Boumedienne
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Re: Muss Schulessen vegan sein?

Beitragvon Atheist » Fr 12. Aug 2016, 18:49

Teeernte hat geschrieben:(12 Aug 2016, 19:08)

Ich kenn das - ....das ist ungefähr so - wie bei einem "Zuckerkranken" .... fühlt sich an wie Energiemangel.

Gehirn >> Wenn jetzt nicht was Energiereiches kommt - schalt ich ab. (und man ist quasi Bewegungsunfähig - und in dem Stadium auch nicht in der LAge Auto zu fahren...)

[...]

Durch einen anderen Job gab es "mehr" Bewegung... - :D :D :D . Durch "Essen" abnehmen halte ich für Propaganda dürrer Leute und Geldschneiderei der ehemals Fetten.


Ein "großes Geheimnis" lautet: Wasser (oder ein anderes kalorienfreies Getränk) in Stresssituationen. Ein anderes: Fette und Eiweiße. Das Trinkverhalten ist reine Gewöhnungssache (Umlernen ist zwar schwer, aber möglich), und kohlenhydratarme Ernährung sättigt lange und überzeugt bereits schon geschmacklich. Kohlenhydrate führen zu starken Energie- bzw. Blutzuckerschwankungen, das ist nervig und auch der Konzentration nicht zuträglich. Außerdem binden Kohlenhydrate viel Wasser, das schadet der Definition. Und sonst gilt: zu viel Energiezufuhr = Einlagerung. ;)

Die 160 kg hatte ich mir angefressen - als ich mit dem Rauchen aufgehört hatte....

Nun geht es wieder - bin unter 120 kg (....und rauche ne halbe Schachtel.)


Hört sich gut an, viel Erfolg weiterhin (und auch Mut dazu, mit dem Rauchen aufzuhören... das stinkt und ist mitunter die sinnloseste Droge überhaupt)! :thumbup:

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