Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

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ThorsHamar
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon ThorsHamar » Di 24. Okt 2017, 15:01

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(24 Oct 2017, 15:38)

Biowildlachs auf Holzofenbrot :D



:p so isset ...
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon Merkel_Unser » Di 24. Okt 2017, 15:04

Keoma hat geschrieben:(24 Oct 2017, 16:01)

Und genau der Käse mit der moralischen Überlegenheit ist so typisch.
Aber in Zeiten wie diesen kommt man ohne moralische Überlegenheit ja nicht mehr aus.
Ganz egal, bei welchem Thema, die größte Sorge ist die, bin eh' genug moralisch überlegen oder müsste ich noch ein wenig drauflegen?
Und dann das ganze ein wenig halbwissenschaftlich untermauern, dass nix sein kann.


Ja - wer Tierquälerei ablehnt und genau das passiert in der Massentierhaltung, der ist für mich moralisch überlegen. Insbesondere gegenüber Personen, deren einzige Argumente dann aus "Aaaber er fährt ja einen dicken SUV" oder "Er wurde ja schonmal vor einem Burgerladen erwischt" bestehen. Da kannst du dir deine Analogie zur Flüchtlingspolitik sparen, denn die gibt es hier schlicht nicht.
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon Keoma » Di 24. Okt 2017, 15:06

Merkel_Unser hat geschrieben:(24 Oct 2017, 16:04)

Ja - wer Tierquälerei ablehnt und genau das passiert in der Massentierhaltung, der ist für mich moralisch überlegen. Insbesondere gegenüber Personen, deren einzige Argumente dann aus "Aaaber er fährt ja einen dicken SUV" oder "Er wurde ja schonmal vor einem Burgerladen erwischt" bestehen. Da kannst du dir deine Analogie zur Flüchtlingspolitik sparen, denn die gibt es hier schlicht nicht.


Woher willst du wissen, ob ich Tierquälerei ablehne?
Siehst du.
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 24. Okt 2017, 15:07

Merkel_Unser hat geschrieben:(24 Oct 2017, 15:55)

Dann kennst du aber nur seltsame Veganer, denn ich kenne kaum einen Veganer/Vegetarier, der andere ständig über seine Essgewohnheiten aufklären muss. Wie gesagt, viel häufiger müssen viele ihren Fleischkonsum mit wilden Argumenten aggressiv verteidigen, obwohl sie allein moralisch schon klar unterlegen sind. Klar ist, dass auch Veganer sich ungesund ernähren können, aber tendenziell ist es halt eher andersrum. Obst und Gemüse sind i.d.R. eben gesünder als Fleisch und Zuckerjoghurt. Das sage ich, obwohl ich auch selbst ab und an Fleisch esse, einfach weil es eben gut schmeckt. Das gleiche gilt ja auch für Süßigkeiten.

Ich kenne keinen Nicht-Veganer der kein Gemüse oder Obst isst. Das ist also ein ziemliches Nonsens Argument. Und die moralische Überlegenheit der Veganer beruht in meinen Augen auf purer Überheblichkeit. Fleisch zu verzehren ist absolut artgerecht für uns.
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon Merkel_Unser » Di 24. Okt 2017, 15:13

Alter Stubentiger hat geschrieben:(24 Oct 2017, 16:07)

Ich kenne keinen Nicht-Veganer der kein Gemüse oder Obst isst. Das ist also ein ziemliches Nonsens Argument. Und die moralische Überlegenheit der Veganer beruht in meinen Augen auf purer Überheblichkeit. Fleisch zu verzehren ist absolut artgerecht für uns.


Ähm es geht ja drum was man überwiegend zu sich nimmt, und da wird beim Veganer i.d.R. mehr Gemüse und Obst auf dem Speiseplan stehen als beim typischen Fleischjunkie. Es geht auch nicht darum, ob Fleisch artgerechte Ernährung ist oder nicht, sondern wie dieses Fleisch produziert wird.
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon Merkel_Unser » Di 24. Okt 2017, 15:16

Keoma hat geschrieben:(24 Oct 2017, 16:06)

Woher willst du wissen, ob ich Tierquälerei ablehne?
Siehst du.


Ja die Leute kenne ich zuhauf die Tierquälerei "ablehnen" aber im Supermarkt nach den günstigten (Hack)fleisch-Angeboten suchen :D
Vielleicht gehörts du da nicht dazu, aber viele eben schon.
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 24. Okt 2017, 15:22

Merkel_Unser hat geschrieben:(24 Oct 2017, 16:13)

Ähm es geht ja drum was man überwiegend zu sich nimmt, und da wird beim Veganer i.d.R. mehr Gemüse und Obst auf dem Speiseplan stehen als beim typischen Fleischjunkie. Es geht auch nicht darum, ob Fleisch artgerechte Ernährung ist oder nicht, sondern wie dieses Fleisch produziert wird.

Der typische Fleischjunkie.........du arbeitest mit Extremen. Finde ich nicht gut. Ich esse keine Fleischberge. Mitunter gar kein Fleisch oder nur ein paar Speckwürfel in den Kartoffelauflauf mit Gemüse, Sauce Béchamel und Käse.

Und du bringst wieder die Behauptung mit dem vielen gesunden Obast und Gemüse wo ich gerade erst geschrieben habe wieviele vegane Fertigprodukte im Supermarkt liegen. Und das ist nicht gesund. Um aus Soja ein veganes Schnitzel zu bauen ist viel chemisches Wissen erforderlich. Und Zutaten wie Glutamat, reichlich Salz, Glucose-fructose, Fette und was weiß ich noch.
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon Keoma » Di 24. Okt 2017, 15:26

Alter Stubentiger hat geschrieben:(24 Oct 2017, 16:22)

Der typische Fleischjunkie.........du arbeitest mit Extremen. Finde ich nicht gut. Ich esse keine Fleischberge. Mitunter gar kein Fleisch oder nur ein paar Speckwürfel in den Kartoffelauflauf mit Gemüse, Sauce Béchamel und Käse.

Und du bringst wieder die Behauptung mit dem vielen gesunden Obast und Gemüse wo ich gerade erst geschrieben habe wieviele vegane Fertigprodukte im Supermarkt liegen. Und das ist nicht gesund. Um aus Soja ein veganes Schnitzel zu bauen ist viel chemisches Wissen erforderlich. Und Zutaten wie Glutamat, reichlich Salz, Glucose-fructose, Fette und was weiß ich noch.


Auch so eine Sache.
Ich wollte noch nie, dass ein Schnitzel wie ein Salat aussieht.
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon Merkel_Unser » Di 24. Okt 2017, 15:27

Alter Stubentiger hat geschrieben:(24 Oct 2017, 16:22)

Der typische Fleischjunkie.........du arbeitest mit Extremen. Finde ich nicht gut. Ich esse keine Fleischberge. Mitunter gar kein Fleisch oder nur ein paar Speckwürfel in den Kartoffelauflauf mit Gemüse, Sauce Béchamel und Käse.

Und du bringst wieder die Behauptung mit dem vielen gesunden Obast und Gemüse wo ich gerade erst geschrieben habe wieviele vegane Fertigprodukte im Supermarkt liegen. Und das ist nicht gesund. Um aus Soja ein veganes Schnitzel zu bauen ist viel chemisches Wissen erforderlich. Und Zutaten wie Glutamat, reichlich Salz, Glucose-fructose, Fette und was weiß ich noch.


Ja du hast recht mit den veganen Fertigprodukten und insbes. den "Fleischnachbauten", nur kann ich aber auch nciht abschätzen wieviele von den Veganern wirklich auf diese Produkte zurückgreifen. Diese Produkte kann man getrost wegwerfen. Gibt ja auch viele, die einfach nur dem Veggie-Hype hinterherlaufen ohne sich mit der Ernährung selber zu beschäftigen.
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon Keoma » Di 24. Okt 2017, 15:32

Merkel_Unser hat geschrieben:(24 Oct 2017, 16:27)

Ja du hast recht mit den veganen Fertigprodukten und insbes. den "Fleischnachbauten", nur kann ich aber auch nciht abschätzen wieviele von den Veganern wirklich auf diese Produkte zurückgreifen. Diese Produkte kann man getrost wegwerfen. Gibt ja auch viele, die einfach nur dem Veggie-Hype hinterherlaufen ohne sich mit der Ernährung selber zu beschäftigen.


Du benennst es genau richtig: Veggie-Hype.
Und die Nahrungsmittelindustrie fördert das natürlich, weil ansonsten unverkäuflicher Mist durch den Zusatz "vegan" plötzlich eine enorme Gewinnspanne verspricht.
Vegan ist eben das neue Bio.
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 24. Okt 2017, 15:34

Weil diese "Glaubenskrieg" eigentlich ziemlich idiotisch ist, an den echte Problemen total vorbeigeht - im Prinzip The Last Stand : "Futtertrog" vs. "Teller" - nochmal der Hinweis was wir "Homo sapiens" mit z.B. Ratten und Schweinen gemeinsam haben - wir, die Herren der Welt sind Allesfresser oder lat. was irgendwie nicht so despektierlich klingt "Omnivoren".

Einschränkungen gibt nur aus "sozio-kulturelle Gründen" - eigentlich in der Hauptsache religiöser Natur. Gern auch "Allergien" - Unverträglichkeiten, wirklich alles zu fressen was es an fressbarem so gibt. Auch der sonst weitverbreitete Kannibalismus ist für Homo sapiens tabu.

Ich persönlich schließe mich da keineswegs aus. Wobei ich mich zu den sog. "Nahessern" (Locavores) zähle, nicht was so mancher denkt - der "bewusst regionale Lebensmittel verzehrt (der "Umweltbewusste" aus "ecological concerns") eher schon weil ich Einkaufen für etwas allgemein unerfreuliches ansehe und gern auffresse, was sich mir möglichst ohne große Fisimatenten so anbietet. :cool:

Das es auf Dauer eher NICHT gut gehen kann, wenn Fleisch - von wem auch immer - bei allen Homo sapiens - auf der Speisekarte steht, ist eigentlich ein eher mathematisches Problem. Zum Glück fressen nur Menschen aus eher "begüterten" Ländern so viel Fleisch. Dieses zweifelhafte Glück scheint nicht anzuhalten. Gerade sind Chinesen - also ordentlich viele Homo sapiens - dabei ihre "Woks" zu verwestlichen. Das wird endgültig "den Deckel aus dem Fass raus hauen" :dead:

Also entweder entschließen wir uns doch noch zum Kannibalismus :? - oder wenden uns (ebenfalls) den Insekten zu (das würde helfen, allerdings - jetzt wo die Krabbeltiere in D rar werden, auch nicht ganz soo einfach) Immerhin landen weltweit bereits 1.900 Insektenspezies auf "unseren" Tellern - nicht mitgerechnet, der Anteil Insekten der trotz feinster Lebensmittelindustrie schon jetzt zuerst in unseren Lebensmitteln und dann in unseren "unwissenden Mägen" landet.

Anderswo ist man da bewusster :"Während in Afrika bevorzugt Raupen auf dem Teller landen – im Kongo etwa verzehrt jede Familie im Schnitt 300 Gramm wöchentlich – gelten in Südostasien der Sagowurm und die Eier der Weberameise als Delikatessen. Also gebratene Ameisen und die Sprungbeine von großen Heuschrecken hab ich schon mal gefuttert. Nun sind wir hier bei anderen recht seltsam aussehenden Meerestieren auch nicht so pingelig. Eine gute Gehirnwäsche vorausgesetzt und schon wird der Vegetarier (mit den vollen Anlagen eines Allesfressers von der Natur höchst zielführend ausgestattet) auch seine Freude an einigen der 1.900 Insektenspezies entdecken - vermutlich um ein vielfaches weniger ekelig als das Zeug was sie mühsam zu "Fleisch" umarbeiten von einer Industrie, welche uns auch sonst reichlich Chemikalien in Futter mischt.

Wem das alles nicht schmeckt - da wäre noch : Quelle : Deutschlandfunk (31.01.2017)"Künstliches Fleisch | Stammzell-Burger statt Massentierhaltung" Zugegeben noch recht teuer - doch mit "Potential"

Also wer, wie es bei der Liebe so schön heißt "habe sie / ihm / es zum fressen gern", könnte hier endlich eine recht schmerzfreie Lösung finden - sicher irgendwie auch ein wenig kannibalisch - aber mit einer Stammzelle kann so auch diese Freude endlich bedenkenlos genossen werden. Schön im sauberen Labor reift da ohne irgendwelche chemischen Zusätze etwas vor sich hin, um dann ohne Reue - mit echten natürliche Gewürzen - liebevoll angerichtet - auf feinem Porzellan zu landen.

Ganz anders, als igit, solche "Verggieburger" aus fein zubereitetem Kompost - lieblos mit allerlei "Geschmacksverstärkern" zu Pseudofleisch unfrisiert...

Guten Appetit ..... :p
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon JJazzGold » Di 24. Okt 2017, 15:49

Merkel_Unser hat geschrieben:(24 Oct 2017, 08:59)

Von der Grundaggressivität eines orientalischen Kollegen jetzt auf die Allgemeinheit der Veganer zu schliessen zeigt nur wieder die niedrige Qualität deiner Beiträge. Zumal "vegan" keine Ideologie ist, sondern eine eigentlich notwendige Einstellung von möglichst vielen. Würde jeder auf der Welt soviel Fleisch wie die Europäer fressen, bräuchten wir einen zweiten Planeten. Empörtheit und aggressives Verhalten stelle ich meist eher bei den Fleischfans fest, da sie ja im Grunde wissen auf welch moralisch und ethisch dünnem Eis sie sich mit ihrem Konsum befinden.


Das war eine Frage -> “?“
Soviel zur Qualität Ihrer Lesefähigkeit.

Allein schon die Bezeichnung “fressen“ bestätigt meine bisherige Erfahrung, dass Menschen, die sich als Omnivoren artgerecht ernähren in eine negative Abseitsposition gestellt werden sollen.

Meinetwegen kann jeder essen, was er will. Missionierungsversuche von Vegetariern oder Veganern, egal ob freundlich, aufdringlich oder aggressiv lehne ich ab. Wenn ich mich überhaupt bereit erkläre, in Hühnerfiletform gepresste Pflanzenmasse zu probieren, dann muss der Produzent friedlich damit leben, wenn ich ihm erkläre, dass es mir nicht schmeckt.

Anmerkung zu dem durchgeknallten Vegankoch, Gert von Paczensky hätte so einen Laden gar nicht erst betreten.

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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon JJazzGold » Di 24. Okt 2017, 15:55

immernoch_ratlos hat geschrieben:(24 Oct 2017, 16:34)

Weil diese "Glaubenskrieg" eigentlich ziemlich idiotisch ist, an den echte Problemen total vorbeigeht - im Prinzip The Last Stand : "Futtertrog" vs. "Teller" - nochmal der Hinweis was wir "Homo sapiens" mit z.B. Ratten und Schweinen gemeinsam haben - wir, die Herren der Welt sind Allesfresser oder lat. was irgendwie nicht so despektierlich klingt "Omnivoren".

Einschränkungen gibt nur aus "sozio-kulturelle Gründen" - eigentlich in der Hauptsache religiöser Natur. Gern auch "Allergien" - Unverträglichkeiten, wirklich alles zu fressen was es an fressbarem so gibt. Auch der sonst weitverbreitete Kannibalismus ist für Homo sapiens tabu.

Ich persönlich schließe mich da keineswegs aus. Wobei ich mich zu den sog. "Nahessern" (Locavores) zähle, nicht was so mancher denkt - der "bewusst regionale Lebensmittel verzehrt (der "Umweltbewusste" aus "ecological concerns") eher schon weil ich Einkaufen für etwas allgemein unerfreuliches ansehe und gern auffresse, was sich mir möglichst ohne große Fisimatenten so anbietet. :cool:

Das es auf Dauer eher NICHT gut gehen kann, wenn Fleisch - von wem auch immer - bei allen Homo sapiens - auf der Speisekarte steht, ist eigentlich ein eher mathematisches Problem. Zum Glück fressen nur Menschen aus eher "begüterten" Ländern so viel Fleisch. Dieses zweifelhafte Glück scheint nicht anzuhalten. Gerade sind Chinesen - also ordentlich viele Homo sapiens - dabei ihre "Woks" zu verwestlichen. Das wird endgültig "den Deckel aus dem Fass raus hauen" :dead:

Also entweder entschließen wir uns doch noch zum Kannibalismus :? - oder wenden uns (ebenfalls) den Insekten zu (das würde helfen, allerdings - jetzt wo die Krabbeltiere in D rar werden, auch nicht ganz soo einfach) Immerhin landen weltweit bereits 1.900 Insektenspezies auf "unseren" Tellern - nicht mitgerechnet, der Anteil Insekten der trotz feinster Lebensmittelindustrie schon jetzt zuerst in unseren Lebensmitteln und dann in unseren "unwissenden Mägen" landet.

Anderswo ist man da bewusster :"Während in Afrika bevorzugt Raupen auf dem Teller landen – im Kongo etwa verzehrt jede Familie im Schnitt 300 Gramm wöchentlich – gelten in Südostasien der Sagowurm und die Eier der Weberameise als Delikatessen. Also gebratene Ameisen und die Sprungbeine von großen Heuschrecken hab ich schon mal gefuttert. Nun sind wir hier bei anderen recht seltsam aussehenden Meerestieren auch nicht so pingelig. Eine gute Gehirnwäsche vorausgesetzt und schon wird der Vegetarier (mit den vollen Anlagen eines Allesfressers von der Natur höchst zielführend ausgestattet) auch seine Freude an einigen der 1.900 Insektenspezies entdecken - vermutlich um ein vielfaches weniger ekelig als das Zeug was sie mühsam zu "Fleisch" umarbeiten von einer Industrie, welche uns auch sonst reichlich Chemikalien in Futter mischt.

Wem das alles nicht schmeckt - da wäre noch : Quelle : Deutschlandfunk (31.01.2017)"Künstliches Fleisch | Stammzell-Burger statt Massentierhaltung" Zugegeben noch recht teuer - doch mit "Potential"

Also wer, wie es bei der Liebe so schön heißt "habe sie / ihm / es zum fressen gern", könnte hier endlich eine recht schmerzfreie Lösung finden - sicher irgendwie auch ein wenig kannibalisch - aber mit einer Stammzelle kann so auch diese Freude endlich bedenkenlos genossen werden. Schön im sauberen Labor reift da ohne irgendwelche chemischen Zusätze etwas vor sich hin, um dann ohne Reue - mit echten natürliche Gewürzen - liebevoll angerichtet - auf feinem Porzellan zu landen.

Ganz anders, als igit, solche "Verggieburger" aus fein zubereitetem Kompost - lieblos mit allerlei "Geschmacksverstärkern" zu Pseudofleisch unfrisiert...

Guten Appetit ..... :p


Da ich nach wie vor die Wahl zwischen einem g'scheiden Gamsbraten und Insekten oder Soylent Green habe, entscheide ich mich für ersteres. Schön langsam mit Wurzelgemüse, Schalotten, Gewürzen, Lebkuchen und Rotwein geschmort. ;)
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon Merkel_Unser » Di 24. Okt 2017, 15:56

JJazzGold hat geschrieben:(24 Oct 2017, 16:49)

Das war eine Frage -> “?“
Soviel zur Qualität Ihrer Lesefähigkeit.

Allein schon die Bezeichnung “fressen“ bestätigt meine bisherige Erfahrung, dass Menschen, die sich als Omnivoren artgerecht ernähren in eine negative Abseitsposition gestellt werden sollen.

Meinetwegen kann jeder essen, was er will. Missionierungsversuche von Vegetariern oder Veganern, egal ob freundlich, aufdringlich oder aggressiv lehne ich ab. Wenn ich mich überhaupt bereit erkläre, in Hühnerfiletform gepresste Pflanzenmasse zu probieren, dann muss der Produzent friedlich damit leben, wenn ich ihm erkläre, dass es mir nicht schmeckt.

Anmerkung zu dem durchgeknallten Vegankoch, Gert von Paczensky hätte so einen Laden gar nicht erst betreten.



Deine "Frage" ist mehr eine Suggestivfrage und damit eher in die Kategorie rhetorische Tricks einzuordnen

Davon ab bist du der/die nächste, der mit dieser artgerechten Ernährung kommt :rolleyes: Wer bezweifelt das überhaupt? Primär geht es um die Art und Weise WIE das Fleische heutzutage hergestellt wird - und da ist überwiegend >95% Massentierhaltung angesagt. Das nächste Klischee ist ja anscheinend, dass jeder Veganer/Vegetarier diesen Fleischersatzprodukten hinterherjagt, wie ein Junkie der unbedingt nochmal eine letzte Dosis braucht. Dass man auch ohne Fleisch oder deren Fakes auskommt, ist anscheinend unmöglich
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 24. Okt 2017, 16:07

JJazzGold hat geschrieben:Da ich nach wie vor die Wahl zwischen einem g'scheiden Gamsbraten und Insekten oder Soylent Green habe, entscheide ich mich für ersteres. Schön langsam mit Wurzelgemüse, Schalotten, Gewürzen, Lebkuchen und Rotwein geschmort. ;)
Hört sich lecker an - wenn ich mal in der Gegend bin... :thumbup:
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon JJazzGold » Di 24. Okt 2017, 16:10

Merkel_Unser hat geschrieben:(24 Oct 2017, 16:56)

Deine "Frage" ist mehr eine Suggestivfrage und damit eher in die Kategorie rhetorische Tricks einzuordnen

Davon ab bist du der/die nächste, der mit dieser artgerechten Ernährung kommt :rolleyes: Wer bezweifelt das überhaupt? Primär geht es um die Art und Weise WIE das Fleische heutzutage hergestellt wird - und da ist überwiegend >95% Massentierhaltung angesagt. Das nächste Klischee ist ja anscheinend, dass jeder Veganer/Vegetarier diesen Fleischersatzprodukten hinterherjagt, wie ein Junkie der unbedingt nochmal eine letzte Dosis braucht. Dass man auch ohne Fleisch oder deren Fakes auskommt, ist anscheinend unmöglich


Mein Gamsbraten ist vor kurzem noch durchs Gebirge geklettert. Aber auch wenn ich einen Rinderbraten will, habe ich kein Problem damit beim Bauern/Metzger meines Vertrauens dafür einen angemessenen Preis dafür zu zahlen.
Wie die Veganer ihren Bedarf decken ist mir egal, ob mit oder ohne Zusatzstoffe. Alles was ich verlange ist, dass sie sich mit ihren anteilig regelrecht aggressiven, diffamierenden Missionierungsversuchen fern von mir halten.
Zuletzt geändert von JJazzGold am Di 24. Okt 2017, 16:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon JJazzGold » Di 24. Okt 2017, 16:13

immernoch_ratlos hat geschrieben:(24 Oct 2017, 17:07)

Hört sich lecker an - wenn ich mal in der Gegend bin... :thumbup:


Gerne :)
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon Merkel_Unser » Mi 25. Okt 2017, 07:11

JJazzGold hat geschrieben:(24 Oct 2017, 17:10)

Mein Gamsbraten ist vor kurzem noch durchs Gebirge geklettert. Aber auch wenn ich einen Rinderbraten will, habe ich kein Problem damit beim Bauern/Metzger meines Vertrauens dafür einen angemessenen Preis dafür zu zahlen.
Wie die Veganer ihren Bedarf decken ist mir egal, ob mit oder ohne Zusatzstoffe. Alles was ich verlange ist, dass sie sich mit ihren anteilig regelrecht aggressiven, diffamierenden Missionierungsversuchen fern von mir halten.


Blöd nur, dass der 0815-Metzger um die Ecke sein Fleisch auch nicht aus dem eigenen Betrieb bezieht, sondern ebenfalls aus der Massentierhaltung :p Dafür kann man als Verbraucher zwar nichts, aber ohne Verzicht wird es eben nie ein Umdenken geben.
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon JJazzGold » Mi 25. Okt 2017, 07:33

Merkel_Unser hat geschrieben:(25 Oct 2017, 08:11)

Blöd nur, dass der 0815-Metzger um die Ecke sein Fleisch auch nicht aus dem eigenen Betrieb bezieht, sondern ebenfalls aus der Massentierhaltung :p Dafür kann man als Verbraucher zwar nichts, aber ohne Verzicht wird es eben nie ein Umdenken geben.


Verzicht kann sich in reduziertem Fleischkonsum ausdrücken, statt im Extrem Vegan. Bei uns steht auch nicht täglich der Braten auf dem Tisch. Wenn, dann wird er mit Genuß verspeist und nicht als Fastfood verschlungen. Jedem Versuch uns mittels Diffamierung als Tiermörder und Fleischfresser diffamierend zur veganen Ideologie zu “bekehren“ begegnen wir mit dem freundlichen Hinweis auf den Ausgang, den der Maurer eingebaut hat.
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Re: Oh Überraschung!: Veganes Schnitzel u. Ä. ungesund

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 25. Okt 2017, 11:02

Merkel_Unser hat geschrieben:(24 Oct 2017, 16:27)

Ja du hast recht mit den veganen Fertigprodukten und insbes. den "Fleischnachbauten", nur kann ich aber auch nciht abschätzen wieviele von den Veganern wirklich auf diese Produkte zurückgreifen. Diese Produkte kann man getrost wegwerfen. Gibt ja auch viele, die einfach nur dem Veggie-Hype hinterherlaufen ohne sich mit der Ernährung selber zu beschäftigen.


Da haben wir es wieder. Spricht man einen Veganer darauf an kauft der natürlich niemals fragwürdige Dinge wie Analog-Käse. Ich denke da sind viele Veganer einfach nicht ehrlich. Vegan gut und so zu kochen das man Fleisch nicht vermisst ist nämlich ziemlich aufwendig. Man muß es können. Nur.......wer kann heute wirklich kochen? Wer hat Lust dazu? Wer die Zeit?
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