Waffenverbot in Wiesbaden

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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Skeptiker » Sa 12. Jan 2019, 12:04

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jan 2019, 11:35)
In Sachen Kriminalität mit Waffen schon: https://www.politifact.com/new-york/sta ... me-rep-fa/

Du missverstehst, was ich sagen wollte. Es mag durchaus sein, dass die meisten Straftaten von denen verübt werden, die illegal Waffen besitzen. Dennoch ist das Problem, welches dem Ganzen zugrunde liegt, die viel größere Verbreitung von Waffen, ob legal oder illegal.
Da können die Gesetze so sein wie sie wollen, aber solange sich jeder durch die Verfassung im Recht FÜHLT, solange nehmen die dieses gefühlte Recht auch wahr.

Warum geht denn die Polizei nicht konsequent hin und entfaffnet die illegal bewaffneten Leute? Weil es schlicht zuviele sind und weil eine starke Lobby dagegen steht. Zudem würde sich an dem Problem nichts ändern, weil sich dann eben jeder über legale Wege wiederbewaffnen würde. Das Grundproblem ist die Mentalität die erheblich durch deren Verfassung hervorgerufen wurde (ist eher eine Wechselwirkung)

Mit der Argumentation gehst Du übrigens eher der Waffenlobby dort auf den Leim, denn das was Du dort aufzeigst, entstammt deren Argumentationsmaschinerie. Es sind die gleichen Leute, die auch illegale Waffen nicht konsequent einsammeln lassen. Es ist also eher vorgeschoben um aufzuzeigen: Waffengesetze sind nutzlos, denn es trifft nur die gesetzestreuen.

DAS ist aber der Trugschluss. Es muss sich alles drei ändern: Die Verfassung und dadurch die Gesetze, die Mentalität der Leute und auch die Durchsetzung des Verbotes auf der Straße. Fehlt eines, ist alles zum Scheitern verurteilt.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Echt » Sa 12. Jan 2019, 12:16

Wenn die Verfassung den Bürgern das Recht gibt Waffen zu tragen, dann ist das kein gefühltes Recht, sondern tatsächliches Recht.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 12. Jan 2019, 14:05

Skeptiker hat geschrieben:(12 Jan 2019, 12:04)

Es mag durchaus sein, dass die meisten Straftaten von denen verübt werden, die illegal Waffen besitzen. Dennoch ist das Problem, welches dem Ganzen zugrunde liegt, die viel größere Verbreitung von Waffen, ob legal oder illegal.

Wenn mit legalen Waffen nur wenig Verbrechen verübt werden (siehe Schweiz), dann ist die Verbreitung der Waffen auch kein Problem. Sicherlich ist der Anteil der Verbrechen, die in den USA mit legalen Waffen verübt wird, hoch, die Frage wäre aber, ob diese Verbrechen ohne solche Waffen nicht stattgefunden hätten. Zum Beispiel: der Ehemann schießt seine untreue Ehefrau mit seiner Pistole tot. Würde sie ohne Pistole noch leben oder hätte er sie vllt. mit einem Messer oder Baseballschläger ermordet?

Warum geht denn die Polizei nicht konsequent hin und entfaffnet die illegal bewaffneten Leute?

Wie soll das denn funktionieren?

Zudem würde sich an dem Problem nichts ändern, weil sich dann eben jeder über legale Wege wiederbewaffnen würde.

Mit einer legalen Waffe ein Verbrechen zu begehen, halte ich nicht für sonderlich schlau.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon nietoperz » Sa 12. Jan 2019, 14:12

Tom Bombadil hat geschrieben:Mit einer legalen Waffe ein Verbrechen zu begehen, halte ich nicht für sonderlich schlau.


Bevorzugt werden von Verbrechern Waffen benutzt, die irgendwem gestohlen wurden, oder die noch auf keine Person registriert sind. Allerdings sind solche Waffen auch entsprechend teuer.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon McKnee » Sa 12. Jan 2019, 14:39

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jan 2019, 14:05)

Wenn mit legalen Waffen nur wenig Verbrechen verübt werden (siehe Schweiz), dann ist die Verbreitung der Waffen auch kein Problem. Sicherlich ist der Anteil der Verbrechen, die in den USA mit legalen Waffen verübt wird, hoch, die Frage wäre aber, ob diese Verbrechen ohne solche Waffen nicht stattgefunden hätten. Zum Beispiel: der Ehemann schießt seine untreue Ehefrau mit seiner Pistole tot. Würde sie ohne Pistole noch leben oder hätte er sie vllt. mit einem Messer oder Baseballschläger ermordet?


Ich lasse diese hinkenden Vergleich mal sacken.

Dieses unbändige Bedürfnis nach Bewaffnung und Aufrüstung geht mir zu oft mit Unwissenheit einher.

Es werden dabei u.a. die Aspekte außerhalb der BEgehung von Verbrechen verdrängt. Es hat nachvollziehbare Gründe, dass der Anteil der legalen Waffen bei der Begehung von Straftaten niedriger ist. Aber dies allein kann doch nicht ernsthaft ein Argument für eine legale Aufrüstung sein. Wohin soll das führen? Den Schüssen auf flüchtende Täter wegen falsch verstandenem Notwehrrecht? Einer Vielzahl von tödlichen Unfällen?

Polizeikontrollen nach amerkanischem Vorbild? Der Ottonormale neigt zum Widerspruch und Rechthaberei. Ich würde diese Eigenschaft gepaart mit einem mehr an legalen Waffen - die dann ja auch geführt werden wollen, weil sie sonst in der Verteidigung keinen Sinn machen - meine Kontrollen anpassen. Absoluter Stillstand und jede kleinste Bewegung hätte die sofortige Zwangsanwendung zur Folge. Ist es das was wir wollen? Um dann in der Streßsituation trotz Waffe oder gearde wegen der Waffe zum Opfer zu werden?

Mehr legale Waffen der falsche Weg.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 12. Jan 2019, 14:56

McKnee hat geschrieben:(12 Jan 2019, 14:39)

Ich lasse diese hinkenden Vergleich mal sacken. [..]

Dieses unbändige Bedürfnis nach Bewaffnung und Aufrüstung geht mir zu oft mit Unwissenheit einher. [..]

Aber dies allein kann doch nicht ernsthaft ein Argument für eine legale Aufrüstung sein. [..]


Immer diese debilen Unterstellungen. Weder habe habe ich einen Vergleich angestellt (sondern eine Frage gestellt) noch habe ich irgendein Bedürfnis nach Bewaffnung und Aufrüstung, schon gar kein "unbändiges", zum Ausdruck gebracht noch führe ich hier Argumente für eine legale Aufrüstung an.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon McKnee » Sa 12. Jan 2019, 15:05

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jan 2019, 14:56)

Immer diese debilen Unterstellungen.


Dann hab ich dich falsch verstanden oder du dich falsch ausgedrückt.

Fühl dich nicht angesprochen, inhaltlich bleibt meine Aussage und die ist aus meiner Sicht zutreffend.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 12. Jan 2019, 15:09

Dann zitiere mich nicht, wenn du dich nicht auf mein posting beziehst. Ich würde mir wünschen, dass die Polizei in deutschen Straßen wieder mehr Präsenz zeigt und zwar nicht im Auto, sondern per pedes. Solche Waffenverbotszonen sind sicherlich auch eine Möglichkeit, aber auch da müssen dann Polizisten vor Ort sein, die das entweder kontrollieren oder bei offensichtlichem Verstoß direkt eingreifen können, sonst bleibt das Verbot ein reiner Papiertiger.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon McKnee » Sa 12. Jan 2019, 15:15

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jan 2019, 15:09)

Dann zitiere mich nicht, wenn du dich nicht auf mein posting beziehst. Ich würde mir wünschen, dass die Polizei in deutschen Straßen wieder mehr Präsenz zeigt und zwar nicht im Auto, sondern per pedes. Solche Waffenverbotszonen sind sicherlich auch eine Möglichkeit, aber auch da müssen dann Polizisten vor Ort sein, die das entweder kontrollieren oder bei offensichtlichem Verstoß direkt eingreifen können, sonst bleibt das Verbot ein reiner Papiertiger.


Es bezog sich auf deine Aussagen.

Hinsichtlich einer ansprechbaren, höheren Polizeipräsenz bin ich uneingeschränkt deiner Meinung.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 12. Jan 2019, 15:48

McKnee hat geschrieben:(12 Jan 2019, 15:15)

Es bezog sich auf deine Aussagen.

Also doch Unterstellungen :rolleyes: Dass die Leute hier nicht einfach sachlich diskutieren können, furchtbar.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon McKnee » Sa 12. Jan 2019, 16:02

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jan 2019, 15:48)

Also doch Unterstellungen :rolleyes: Dass die Leute hier nicht einfach sachlich diskutieren können, furchtbar.


Nein, dazu neige ich nicht. Ich habe deine Worte hergenommen und mich auf die Aspekte bezogen, die du angeführt hast.

Vielleicht hab ich dich falsch verstanden oder du dich mißverständlich ausgedrückt. Das haben wir ja hiermit geklärt.

Dann lass uns mal zur sachlichen Diskussion zurückkehren.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 12. Jan 2019, 16:13

McKnee hat geschrieben:(12 Jan 2019, 16:02)

...mich auf die Aspekte bezogen, die du angeführt hast.

Also nochmal: weder habe habe ich einen Vergleich angestellt (sondern eine Frage gestellt) noch habe ich irgendein Bedürfnis nach Bewaffnung und Aufrüstung, schon gar kein "unbändiges", zum Ausdruck gebracht noch führe ich hier Argumente für eine legale Aufrüstung an. Ich frage mich, woher du diese "Aspekte" genommen hast, aber gut, hast du mich wohl falsch verstanden, das nächste Mal kannst du dann nachfragen.

So eine Waffenverbotszone muss mMn. strikt überwacht werden, präventive Kontrollen müssen imho nicht sein, aber die "Polizeidichte" muss groß genug sein, dass zumindest ein Beamter schnell eingreifen kann, wenn ein Verbrecher ein Messer oder eine andere Waffe zückt. Kann das nicht gewährleistet werden, kann man sich so eine Zone auch sparen, die meisten Waffen sind ja eh verboten.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon McKnee » Sa 12. Jan 2019, 16:25

Die berechtigten Forderungen nach mehr Polizeipräsenz korrespondieren mit anderen Themen. Ich bezieh mich an diesem Punkt mal in diesem Strang drauf.

Die Polizei muss von unnötigem Verwaltungsaufwand befreit und in bestimmten Aufgabenbereichen entlastet werden. Ersteres ist der Rechtsprechung geschuldet und einer Kultur der Konfliktverteidigung, die die Rechtsfindung gezielt auslagern.

In der tagtäglichen Aufgabenbewältigung und in der Justiz bedarf es dringender Reformen.

Was es in Deutschland nicht bedarf, ist der legale Zugang zu Schußwaffen ohne Bedürfnis und damit meine ich nicht das subjektive Sicherheitsgefühl.

Legale Waffen in den Händen ungeschulter und untrainierter Menschen sind ein Fluch, der einen irgendwann einholt. Die Folgen unüberschaubar. Hierzu Beispiele aus anderen Ländern heranzuziehen bedarf allerdings auch einer Betrachtung wesentlicher gesellschaftlicher und rechtlicher Unterschiede.

Mehr Waffen bedeuten auch mehr Unfälle, mehr Opfer durch Überreaktionen, ein härteres (und damit meine ich nicht konsequenteres) Einschreiten der Polizei, ein Anstieg des Einsatzes von Schußwaffen bei der Begehung von Straftaten.

Schußwaffen in den Händen von Jedermann führen zum Hochrüsten und weniger Sicherheit.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Echt » Sa 12. Jan 2019, 16:28

Hat in diesem Strang jemand für den legalen Zugang von Schusswaffen für jedermann plädiert? Habe ich jedenfalls nichts von mitbekommen.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon nietoperz » Sa 12. Jan 2019, 16:37

McKnee hat geschrieben:
Schußwaffen in den Händen von Jedermann führen zum Hochrüsten und weniger Sicherheit.


Ist ja nicht so, daß in USA jeder Feuerwaffen haben darf. Wer z.B. schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt kam, bekommt eher keine und ein Waffenkäufer muss sich vom FBI überprüfen lassen.
https://www.fbi.gov/services/cjis/nics
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Skeptiker » Sa 12. Jan 2019, 16:39

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jan 2019, 14:05)
Wenn mit legalen Waffen nur wenig Verbrechen verübt werden (siehe Schweiz), dann ist die Verbreitung der Waffen auch kein Problem. Sicherlich ist der Anteil der Verbrechen, die in den USA mit legalen Waffen verübt wird, hoch, die Frage wäre aber, ob diese Verbrechen ohne solche Waffen nicht stattgefunden hätten. Zum Beispiel: der Ehemann schießt seine untreue Ehefrau mit seiner Pistole tot. Würde sie ohne Pistole noch leben oder hätte er sie vllt. mit einem Messer oder Baseballschläger ermordet?

Die Schweiz hat nicht deutlich mehr Schusswaffen pro 100 Personen als Deutschland. Die USA umso mehr. Ich kann Dir die Seite gunpolicy.org sehr ans Herz legen. Eine hervorragende Seite um Daten zu Schusswaffen zu finden:
https://www.gunpolicy.org/firearms/comp ... ion/69,194

Schauen wir mal auf den Effekt auf die Tötungsrate:
https://www.gunpolicy.org/firearms/comp ... ple/69,178

Lt. gunpolicy.org ist das tragen von Waffen in der Schweiz erlaubt. Könnte das einen Einfluss auf die Tötungsrate haben? Das ist es eben was ich meine: Dort wo die Waffen greifbar sind, da werden sie auch gebraucht.

Das Argument, dass gewisse Verbrechen "sowieso" stattgefunden hätten, ist für mich nicht stichhaltig und blendet die menschliche Natur aus. Es gehört sehr viel mehr Überwindung dazu einem Menschen ein Brotmesser in den Leib zu rammen, als ihn aus 5m auf ihn zu zeigen und abzudrücken. Das wird immer wieder unterschätzt. Ich kenne selber jemanden der in den USA so zum Mörder wurde. Da wird aus einem menschlichen Absturz schnell mal ein Tötungsdrama.
Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jan 2019, 14:05)
Wie soll das denn funktionieren?

Wie man illegale Waffen aus der Bevölkerung entfernt? Das könnte McKnee uns erzählen - ich hoffe es ;)
Ich mache mir dabei keine Illusionen. Vorher hatte ich schon genannt, dass das unter den Bedingungen in den USA äußerst schwierig ist. Dennoch halte ich es für den richtigen Weg.
Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jan 2019, 14:05)
Mit einer legalen Waffe ein Verbrechen zu begehen, halte ich nicht für sonderlich schlau.

Ist es schlau mit einer illegalen Waffe ein Verbrechen zu begehen? Das hat doch alles nichts mit Cleverness zu tun. Sehr viele Verbrechen passieren wohl auch ungeplant, sämtliche Affekthandlungen wären das z.B..
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon McKnee » Sa 12. Jan 2019, 16:51

nietoperz hat geschrieben:(12 Jan 2019, 16:37)

Ist ja nicht so, daß in USA jeder Feuerwaffen haben darf. Wer z.B. schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt kam, bekommt eher keine und ein Waffenkäufer muss sich vom FBI überprüfen lassen.
https://www.fbi.gov/services/cjis/nics


Ja, aber die Aussage bleibt.

Schußwaffen in den Händen unbescholtener Jedermänner führen zum Hochrüsten und weniger Sicherheit.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Vongole » Sa 12. Jan 2019, 16:52

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jan 2019, 16:13)

(..)

So eine Waffenverbotszone muss mMn. strikt überwacht werden, präventive Kontrollen müssen imho nicht sein, aber die "Polizeidichte" muss groß genug sein, dass zumindest ein Beamter schnell eingreifen kann, wenn ein Verbrecher ein Messer oder eine andere Waffe zückt. Kann das nicht gewährleistet werden, kann man sich so eine Zone auch sparen, die meisten Waffen sind ja eh verboten.


Ich halte diese Verbotszone für reine Augenwischerei, die den Bürgern, und vor allem den auswärtigen Besuchern, ein subjektives Gefühl von Sicherheit vermitteln soll.
Man könnte den Bereich auch ohne Verbot kontrollieren, wenn sich Verdachtsmomente ergeben, ansonsten bündelt man so Polizeikräfte, die in anderen Vierteln der Stadt besser eingesetzt würden,
z.B. im nördlichen Teil der Innenstadt.
Also nicht in Verbotsschilder, sondern in die Polizei investieren.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon nietoperz » Sa 12. Jan 2019, 17:28

McKnee hat geschrieben:(12 Jan 2019, 16:51)
Ja, aber die Aussage bleibt.
Schußwaffen in den Händen unbescholtener Jedermänner führen zum Hochrüsten und weniger Sicherheit.


Schwieriges Thema. Manche sind deiner Meinung, andere wiederum nicht.

Die Anzahl der legal besessenen Schusswaffen spielt in der Kriminalstatistik eine so geringe Rolle, dass sogar die Gewerkschaft der Polizei sagt, dass von diesen Waffen keine realistische Gefahr ausgeht. Schweiz und Österreich haben z.B. ein liberaleres Waffengesetz als wir, aber dort finden auch nicht täglich Schießereien statt.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon McKnee » Sa 12. Jan 2019, 17:32

nietoperz hat geschrieben:(12 Jan 2019, 17:28)

Schwieriges Thema. Manche sind deiner Meinung, andere wiederum nicht.


ja, das ist in der Regel so

Die Anzahl der legal besessenen Schusswaffen spielt in der Kriminalstatistik eine so geringe Rolle, dass sogar die Gewerkschaft der Polizei sagt, dass von diesen Waffen keine realistische Gefahr ausgeht. Schweiz und Österreich haben z.B. ein liberaleres Waffengesetz als wir, aber dort finden auch nicht täglich Schießereien statt.


Der Waffenbesitz in der Schweiz ist ganz anders gewachsen.

Es geht nicht um tägliche Schißereien, es geht um zusätzliches Gefahren potential und die Frage, ob das notwendig ist, die Frage, ob Waffen in den Händen von Jedermann Straftaten verhindern. Die Frage, ob Jedermann tatsächlich in der Lage ist das Notwehrrecht mit der Waffe konform in Anspruch zu nehmen.

Ich glaube nicht. Ich würde eine allgemeine Verschärfung der Lage erwarten und keine Entspannung.
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