Waffenverbot in Wiesbaden

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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Kritikaster » Sa 12. Jan 2019, 08:40

McKnee hat geschrieben:(12 Jan 2019, 08:32)

Nein, es gibt eine öffentliche Verfügung oder Hinweisschilder...der zeitliche Rahmen ist sogar eher ein Merkmal für die Konformität der Verfügung. Eine Verfügung, die den ganzen Tag abdecken würde, wäre angreifbar. So beschräönkt man sich auf das Zeitfenster, in dem belegbar ist, dass das Verbot zur Abwehr von Gefahren verhältnismäßig, also geeignet und erforderlich ist.

Okay, wieder etwas dazu gelernt.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Senexx » Sa 12. Jan 2019, 08:45

Kritikaster hat geschrieben:(12 Jan 2019, 07:07)

Ja, natürlich, der jeweils als Waffe identifizierte Gegenstand wird zunächst eingezogen.

Zum von Dir angesprochenen Vorgehen gibt es nach meiner Erfahrung unterschiedliche Varianten. Mir selbst ist korrekter Weise einmal ein Taschenmesser bei der Eingangskontrolle zu einem Eishockeyspiel abgenommen worden, welches so "groß" war, dass ich es am Schlüsselbund in meiner Hosentasche trug. Formal hatten die Kontrolleure natürlich recht. Dieser Vorgang endete nach dem Spiel mit der Rückgabe des Mini-Messers an mich.

Wer ein Messer zu einer Großveranstaltung mitnimmt, sollte meiner Meinung nach dauerhaftes Hausverbot bekommen.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon nietoperz » Sa 12. Jan 2019, 08:54

Kritikaster hat geschrieben:Zum von Dir angesprochenen Vorgehen gibt es nach meiner Erfahrung unterschiedliche Varianten. Mir selbst ist korrekter Weise einmal ein Taschenmesser bei der Eingangskontrolle zu einem Eishockeyspiel abgenommen worden, welches so "groß" war, dass ich es am Schlüsselbund in meiner Hosentasche trug. Formal hatten die Kontrolleure natürlich recht. Dieser Vorgang endete nach dem Spiel mit der Rückgabe des Mini-Messers an mich.

Vermutlich hast du keine Quittung bekommen und es war bestimmt nicht einfach, den Kontrolleur nach dem Spiel wieder zu finden.

Ich glaube behalten dürfen sie es nur (also die Polizei, nicht irgendein schäbiger Sicherheitsdienst), wenn konkrete Straftaten damit verübt wurden. Ein Freund von mir hat mal ein abgemeldetes Schrottauto aufgebrochen, weil er den Vergaser haben wollte. Die Polizei hat ihn dabei erwischt und sein Werkzeug abgenommen. Etwas später wurde das Verfahren eingestellt und er bekam das Werkzeug wieder zurück.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Kritikaster » Sa 12. Jan 2019, 09:00

McKnee hat geschrieben:(12 Jan 2019, 08:32)

Nein, es gibt eine öffentliche Verfügung oder Hinweisschilder...der zeitliche Rahmen ist sogar eher ein Merkmal für die Konformität der Verfügung. Eine Verfügung, die den ganzen Tag abdecken würde, wäre angreifbar. So beschräönkt man sich auf das Zeitfenster, in dem belegbar ist, dass das Verbot zur Abwehr von Gefahren verhältnismäßig, also geeignet und erforderlich ist.

:?:

Bei genauerer Betrachtung muss ich dann allerdings doch noch einmal nachfragen, McKnee.

Die Wegnahme als Waffen geeigneter Gegenstände im dafür genannten Zeitraum halte ich für ebenso gerechtfertigt wie die Verhängung eines Bußgeldes. So weit, so klar.

Wenn es aber nicht verhältnismäßig sein sollte, eine solche Verfügung auf den ganzen Tag auszudehnen, könnte man doch auf den Gedanken kommen, dass den Eigentümern dieser Gegenstände, sofern ihnen im Zusammenhang mit deren Besitz kein Rechtsbruch nachgewiesen werden kann, ein allgemeines Nutzungs- und Verfügungsrecht zusteht. Sollte der Ansatz zutreffen, müsste das dann zur Rückgabe der konfiszierten Gegenstände führen. Einen Einfluss auf die Erhebung des Bußgeldes hätte das nicht.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Kritikaster » Sa 12. Jan 2019, 09:03

nietoperz hat geschrieben:(12 Jan 2019, 08:54)

Vermutlich hast du keine Quittung bekommen und es war bestimmt nicht einfach, den Kontrolleur nach dem Spiel wieder zu finden.

Ich glaube behalten dürfen sie es nur (also die Polizei, nicht irgendein schäbiger Sicherheitsdienst), wenn konkrete Straftaten damit verübt wurden. Ein Freund von mir hat mal ein abgemeldetes Schrottauto aufgebrochen, weil er den Vergaser haben wollte. Die Polizei hat ihn dabei erwischt und sein Werkzeug abgenommen. Etwas später wurde das Verfahren eingestellt und er bekam das Werkzeug wieder zurück.

Im Gegenteil, ich hatte eine Quittung erhalten und bekam das Messer anschließend tatsächlich zurück. Es war vorher natürlich auch abgesprochen, wo die Rückgabe stattfinden sollte.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon McKnee » Sa 12. Jan 2019, 09:04

Kritikaster hat geschrieben:(12 Jan 2019, 09:00)

Wenn es aber nicht verhältnismäßig sein sollte, eine solche Verfügung auf den ganzen Tag auszudehnen, könnte man doch auf den Gedanken kommen, dass den Eigentümern dieser Gegenstände, sofern ihnen im Zusammenhang mit deren Besitz kein Rechtsbruch nachgewiesen werden kann, ein allgemeines Nutzungs- und Verfügungsrecht zusteht. Sollte der Ansatz zutreffen, müsste das dann zur Rückgabe der konfiszierten Gegenstände führen. Einen Einfluss auf die Erhebung des Bußgeldes hätte das nicht.


Die Einziehung könnte dann aufgrund des Bußgeldes erfolgen. Bei wiederholten Verstößen und einer strafrechtlichen Vita wäre es durchaus möglich, ein "Waffentrageverbot" zu verfügen. Dann dürfte der Betroffene an keinem öffentlichen Ort eine Waffe, auch nicht erlaubnisfreie, wie ein Messer, führen.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon nietoperz » Sa 12. Jan 2019, 09:15

Das Waffenrecht in DE ist ohnhin immer schärfer geworden. Springmesser und Taschenlampen mit integriertem Elektroschocker sind z.B. nicht erlaubt. Wer damit erwischt wird, bekommt eine Strafe und das Zeug ist weg (wird angeblich vernichtet).

Andererseits gibt es tödliche Luftgewehre, die Pfeile mit 280m/s, 77 Joule verschießen und die gelten als Spielzeug! Man muß nicht einmal 18 sein, um damit rumzuschießen. https://www.crossbowadventure.de/FX-Verminator-Arrow
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon McKnee » Sa 12. Jan 2019, 09:20

nietoperz hat geschrieben:(12 Jan 2019, 09:15)

Das Waffenrecht in DE ist ohnhin immer schärfer geworden. Springmesser und Taschenlampen mit integriertem Elektroschocker sind z.B. nicht erlaubt. Wer damit erwischt wird, bekommt eine Strafe und das Zeug ist weg (wird angeblich vernichtet).

Andererseits gibt es tödliche Luftgewehre, die Pfeile mit 280m/s, 77 Joule verschießen und die gelten als Spielzeug! Man muß nicht einmal 18 sein, um damit rumzuschießen. https://www.crossbowadventure.de/FX-Verminator-Arrow


Hier zum Nachlesen

https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads ... treme.html
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon nietoperz » Sa 12. Jan 2019, 09:29



Schussversuche wurden nicht unternommen, es ist aber anzunehmen, dass die Energie der Pfeile deutlich über 7,5 Joule liegen dürfte.

Tolles Gutachten, BKA :D
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 12. Jan 2019, 10:24

nietoperz hat geschrieben:(12 Jan 2019, 09:15)

Andererseits gibt es tödliche Luftgewehre, die Pfeile mit 280m/s, 77 Joule verschießen und die gelten als Spielzeug! Man muß nicht einmal 18 sein, um damit rumzuschießen. https://www.crossbowadventure.de/FX-Verminator-Arrow

Darf man solche Dinger in der Öffentlichkeit mit sich führen? :eek:
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon nietoperz » Sa 12. Jan 2019, 10:31

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jan 2019, 10:24)

Darf man solche Dinger in der Öffentlichkeit mit sich führen? :eek:


Ich nehme an ja. Laut Waffengesetz ist das keine Waffe, mehr sowas wie eine Wasserpistole. Dass der Pfeil eine Autotür durchschlagen kann, interessiert keinen.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon McKnee » Sa 12. Jan 2019, 10:34

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jan 2019, 10:24)

Darf man solche Dinger in der Öffentlichkeit mit sich führen? :eek:


So lange sie echten Waffen oder gar Kriegswaffen nicht zum Verwechseln ähnlich sind.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Skeptiker » Sa 12. Jan 2019, 11:04

Ich finde es super wie hier die Wiesbadener für mehr Sicherheit sorgen. Wie ich ja schon in anderen Strängen geschrieben habe, sehe ich als Ursache für Waffengewalt hauptsächlich die Verbreitung von Waffen in der Gesellschaft, dann wo Waffen sind, da sind sie im Konfliktfall eben auch greifbar.

Sicher kann man darüber nachdenken was als Waffe gelten sollte. Dabei sollte man aber immer im Auge haben was jemand mit bösem Willen damit anstellen würde. Insofern sehe ich die Regelung nicht als übertrieben an. Niemand muss ohne besonderen Grund abends in der Fussgängerzone mit einem Hammer in der Tasche durch die Gegend laufen (und nein, ich habe nicht Hammer in der Hose geschrieben!).

Wichtig ist nur, dass das Verbot auch durchgesetzt wird, denn ansonsten entwaffnen sich die Guten und die Bösen haben den Vorteil!
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 12. Jan 2019, 11:11

Skeptiker hat geschrieben:(12 Jan 2019, 11:04)

Ich finde es super wie hier die Wiesbadener für mehr Sicherheit sorgen. Wie ich ja schon in anderen Strängen geschrieben habe, sehe ich als Ursache für Waffengewalt hauptsächlich die Verbreitung von Waffen in der Gesellschaft, dann wo Waffen sind, da sind sie im Konfliktfall eben auch greifbar.

Das größte Problem - auch in den USA - sind illegale Waffen. "Richtige" Verbrecher haben sowieso kein Problem an Waffen zu kommen, die holen sich die Knarren dann eben aus dem Ausland. Prinzipiell meine ich, dass sich Otto Normalbürger nicht bewaffnen muss und soll, das Problem ist allerdings, dass die Polizeipräsenz mMn. schon zu stark heruntergefahren wurde, da haben die bösen Buben dann leichtes Spiel. Also entweder fährt der Staat die Polizeipräsenz wieder hoch oder er sorgt dafür, dass sich die Bürger selber verteidigen dürfen. Ersteres wäre mir deutlich lieber.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon McKnee » Sa 12. Jan 2019, 11:23

Manchmal glaube ich, der Kriegsfall wird erklärt.

Nein, es gibt kein Problem, sich illegal Waffen zu besorgen. Das ist kein Argument, um die Gesetze aufzuweichen.

Doch, es gibt auch in den USA ein massives Problem mit legalen Waffen, deren Umgang/Einsatz und vieler Unfälle.

Viele illegale Waffen werden in Milieu-Konflikten und Problemvierteln eingesetzt. Wenn Otto-Normal sich bewaffnet, hat das wenig Einfluß auf diese Problematik.

Ja, die Polizeipräsenz und die Kontrollmaßnahmen müssen intensiviert werden.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Skeptiker » Sa 12. Jan 2019, 11:24

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jan 2019, 11:11)
Das größte Problem - auch in den USA - sind illegale Waffen. "Richtige" Verbrecher haben sowieso kein Problem an Waffen zu kommen, die holen sich die Knarren dann eben aus dem Ausland. Prinzipiell meine ich, dass sich Otto Normalbürger nicht bewaffnen muss und soll, das Problem ist allerdings, dass die Polizeipräsenz mMn. schon zu stark heruntergefahren wurde, da haben die bösen Buben dann leichtes Spiel. Also entweder fährt der Staat die Polizeipräsenz wieder hoch oder er sorgt dafür, dass sich die Bürger selber verteidigen dürfen. Ersteres wäre mir deutlich lieber.

Das ist eben genau der Punkt. Der Staat muss die Waffenlosigkeit konsequent durchsetzen, nur dann macht sie Sinn. Sonst haben eben die Verbrecher den Vorteil. Da sehe ich uns leider in Deutschland sehr nahe dran. Zwar haben wir alle den Vorteil davon dass es eine geringe Verbreitung von Waffen insgesamt gibt. Wer aber in böser Absicht sich bewaffnet, der kann diesen Vorteil maximal effektiv einsetzen - bis er eben damit geschnappt wird.

Ich denke nicht, dass illegale Waffen das größte Problem sind in den USA. Es ist eher die Ursache für diese illegale Waffen, die das Problem ist. Nämlich die Mentalität, dass jeder im Rahmen seiner Freiheitsrechte bewaffnet sein darf. Dadurch tun sie das natürlich auch, ob legal oder illegal.
Wenn in den USA konsequent gegen illegale Waffen vorgegangen würde, dann würde es eben einen Schwenk zu legalen Waffen geben - das Problem bliebe. In den USA würde nur eine Verfassungsänderung diesen Kreislauf durchbrechen, aber das wird es dort aufgrund der Mentalität nicht geben.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon nietoperz » Sa 12. Jan 2019, 11:34

Skeptiker hat geschrieben:(12 Jan 2019, 11:24)

Das ist eben genau der Punkt. Der Staat muss die Waffenlosigkeit konsequent durchsetzen, nur dann macht sie Sinn. Sonst haben eben die Verbrecher den Vorteil. Da sehe ich uns leider in Deutschland sehr nahe dran. Zwar haben wir alle den Vorteil davon dass es eine geringe Verbreitung von Waffen insgesamt gibt. Wer aber in böser Absicht sich bewaffnet, der kann diesen Vorteil maximal effektiv einsetzen - bis er eben damit geschnappt wird.

Ich denke nicht, dass illegale Waffen das größte Problem sind in den USA. Es ist eher die Ursache für diese illegale Waffen, die das Problem ist. Nämlich die Mentalität, dass jeder im Rahmen seiner Freiheitsrechte bewaffnet sein darf. Dadurch tun sie das natürlich auch, ob legal oder illegal.
Wenn in den USA konsequent gegen illegale Waffen vorgegangen würde, dann würde es eben einen Schwenk zu legalen Waffen geben - das Problem bliebe. In den USA würde nur eine Verfassungsänderung diesen Kreislauf durchbrechen, aber das wird es dort aufgrund der Mentalität nicht geben.


In USA wird das sehr unterschiedlich gehandhabt. In manchen Gegenden darf man mit einem geladenen Sturmgewehr durch die Straßen spazieren, während anderswo überhaupt keine scharfen Waffen erlaubt sind.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 12. Jan 2019, 11:35

Skeptiker hat geschrieben:(12 Jan 2019, 11:24)

Ich denke nicht, dass illegale Waffen das größte Problem sind in den USA.

In Sachen Kriminalität mit Waffen schon: https://www.politifact.com/new-york/sta ... me-rep-fa/
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon nietoperz » Sa 12. Jan 2019, 11:51

Walmart in Huntsville (Texas) schmeißt bewaffneten Kunden raus. :D

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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon nietoperz » Sa 12. Jan 2019, 11:55

Skeptiker hat geschrieben:Ich denke nicht, dass illegale Waffen das größte Problem sind in den USA.


Aber sicher. Schusswaffen, mit denen schon Verbrechen begangen worden sind, bekommt man schon für ca. 1/10 des Preises, den sie im Laden kosten.

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