Waffenverbot in Wiesbaden

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Tom Bombadil
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Tom Bombadil » Do 10. Jan 2019, 14:38

Kritikaster hat geschrieben:(10 Jan 2019, 14:25)

Ich würde mal grundsätzlich vermuten, dass in so einem Fall dieselben Verfahren zum Tragen kommen, wie bei anderen Erwachsenen, die Bußgelder nicht bezahlen können.

Also Ersatzfreiheitsstrafe. Ob das so sinnvoll ist...
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Echt » Do 10. Jan 2019, 14:42

PeterK hat geschrieben:(10 Jan 2019, 14:38)

Und was hilft gegen eine Pfefferspray-Attacke (z.B. durch einen bösen Buben)? Mehr Pfefferspray? Pfefferspray für alle?


Weiß ich nicht. Das ist aber auch keine Begrümdung dafür den potenziellen Opfern den Schutz komplett zu versagen.
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Bolero
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Bolero » Do 10. Jan 2019, 14:46

Die einzigen die sich über diese Verordnung "freuen", sind die eh schon überlasteten Ordnungsbeamten.
Das ganze wird im Papierkram versinken.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon imp » Do 10. Jan 2019, 14:47

Echt hat geschrieben:(10 Jan 2019, 14:34)
Mit Pfefferspray in der Tasche haben Frauen die Möglichkeit sich gegen eine Vergewaltigung zu wehren. Diesen Möglichkeit nimmt man den Frauen mit so einem Gesetz.


Das ist so allgemein gesprochen beides falsch. Die Glasflasche, der Schlüsselbund oder das Deo können im Einzelfall auch das Mittel sein, sich zu helfen - und in den meisten Fällen keinen Unterschied machen, in einzelnen Fällen schafft man sich eher ein vergrößertes Problem. Ein Tierabwehrspray in der Tasche kann ebenfalls zu einer Abwehr einer Vergewaltigung in einigen Fällen beitragen, in vielen Fällen jedoch nicht. Der Versuch, sich zu wehren kann erfolgreich sein, in vielen Fällen jedoch nicht.

Die öffentliche Sicherheit ergibt sich nicht aus privaten Messern.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Alexyessin » Do 10. Jan 2019, 14:53

Echt hat geschrieben:(10 Jan 2019, 14:34)

Erst mal muss man die Leute erwischen. Ein Messer wird in der Regel versteckt mitgeführt. So leicht erwischt man da niemanden.

Und ich denke schon, dass Pfefferspray auch bei einer Messerattacke helfen kann. Kommt auf den Fall an. Ein Gefühl von Sicherheit gibt das Pfefferspray aber auf jeden Fall.


Wie denn? Ein Typ kommt hinten mit dem Messer auf dich zu. So schnell reagieren das Pfefferspray aus der Handtasche zu holen kann kein unausgebildeter.
Und das wäre dann das falsche Gefühl einer Sicherheit ( zugegeben zu einer übrtriebenen Angst )
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Echt » Do 10. Jan 2019, 14:53

imp hat geschrieben:(10 Jan 2019, 14:47)

Das ist so allgemein gesprochen beides falsch. Die Glasflasche, der Schlüsselbund oder das Deo können im Einzelfall auch das Mittel sein, sich zu helfen - und in den meisten Fällen keinen Unterschied machen, in einzelnen Fällen schafft man sich eher ein vergrößertes Problem. Ein Tierabwehrspray in der Tasche kann ebenfalls zu einer Abwehr einer Vergewaltigung in einigen Fällen beitragen, in vielen Fällen jedoch nicht. Der Versuch, sich zu wehren kann erfolgreich sein, in vielen Fällen jedoch nicht.

Die öffentliche Sicherheit ergibt sich nicht aus privaten Messern.


Die öffentliche Sicherheit ergibt sich auch nicht aus einem Verbot, welches von Tätern sowieso ignoriert wird.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon imp » Do 10. Jan 2019, 14:55

Echt hat geschrieben:(10 Jan 2019, 14:53)

Die öffentliche Sicherheit ergibt sich auch nicht aus einem Verbot, welches von Tätern sowieso ignoriert wird.

Sehe ich anders. Das Verbot, Leute umzubringen, wird auch ganz ganz überwiegend durch nachträgliche Bestrafung und nicht durch besondere Abwehrbemühungen erfolgreich durchgesetzt. Die Zahl der Morde ist in Deutschland erfreulich niedrig.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Echt » Do 10. Jan 2019, 14:56

Alexyessin hat geschrieben:(10 Jan 2019, 14:53)

Wie denn? Ein Typ kommt hinten mit dem Messer auf dich zu. So schnell reagieren das Pfefferspray aus der Handtasche zu holen kann kein unausgebildeter.
Und das wäre dann das falsche Gefühl einer Sicherheit ( zugegeben zu einer übrtriebenen Angst )


Das hängt vom Einzelfall ab. Weglaufen ist sowieso die beste Verteidigung. Nichtsdestotrotz sehe ich keinen Sinn darin Opfer zu entwaffnen. Täter ignorieren das Gesetz sowieso. Und in einigen Gegenden Deutschlands ist die Angst alles andere als übertrieben.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon PeterK » Do 10. Jan 2019, 14:57

Echt hat geschrieben:(10 Jan 2019, 14:56)
Nichtsdestotrotz sehe ich keinen Sinn darin Opfer zu entwaffnen. Täter ignorieren das Gesetz sowieso.

Also Schusswaffen für alle?
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Echt » Do 10. Jan 2019, 15:00

PeterK hat geschrieben:(10 Jan 2019, 14:57)

Also Schusswaffen für alle?


Welches Ziel verfolgst du mit deinen Übertreibungen?
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Kritikaster » Do 10. Jan 2019, 15:00

Echt hat geschrieben:(10 Jan 2019, 14:53)

Die öffentliche Sicherheit ergibt sich auch nicht aus einem Verbot, welches von Tätern sowieso ignoriert wird.

Die Forderung "Öffentliche Sicherheit schaffen mit immer mehr Waffen" ist gewiss keine Lösung des Problems.

Was allerdings helfen könnte, sind die in Wiesbaden geplanten polizeilichen Kontrollen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, die von Dir angesprochenen potentiellen Täter zu erwischen. Wer sich an das Waffenverbot hält, hat schließlich nichts zu befürchten.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Tom Bombadil » Do 10. Jan 2019, 15:04

Ich kenne Wiesbaden, eine reiche Stadt, die werden sicher keine Probleme haben, die Polizeipräsenz zu erhöhen.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon imp » Do 10. Jan 2019, 15:11

Kritikaster hat geschrieben:(10 Jan 2019, 15:00)

Die Forderung "Öffentliche Sicherheit schaffen mit immer mehr Waffen" ist gewiss keine Lösung des Problems.

Was allerdings helfen könnte, sind die in Wiesbaden geplanten polizeilichen Kontrollen

Der Effekt der Zeitungsmeldungen nach den ersten paar erfolgreichen "Fängen" dürfte sogar noch größer sein.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon PeterK » Do 10. Jan 2019, 15:19

Echt hat geschrieben:(10 Jan 2019, 15:00)
Welches Ziel verfolgst du ...?

Zu erfragen, wo Du die Grenze ziehst. Du schreibst ja, Täter ignorierten Regeln "sowieso"; deshalb solle man potentielle Opfer nicht "entwaffnen".
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon nietoperz » Do 10. Jan 2019, 15:24

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Jan 2019, 14:20)

Und wenn er nicht zahlen kann, weil er ein 18jähriger Schüler ist?


Dann gibt es Sozialstunden oder Jugendarrest.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Kritikaster » Fr 11. Jan 2019, 14:09

imp hat geschrieben:(10 Jan 2019, 15:11)

Der Effekt der Zeitungsmeldungen nach den ersten paar erfolgreichen "Fängen" dürfte sogar noch größer sein.

Wäre wünschenswert, bedingt aber die vorausgehenden Kontrollen, mit denen sich manche offenbar nicht so recht anfreunden können.

Mir kommt gerade eine andere Frage in den Sinn: Wenn dies
Wer hier zwischen 21 und 5 Uhr mit Messer erwischt wird, der bekommt ein Bußgeld aufgebrummt

genau so zutrifft, bekommen die Sünder dann zwischen 5 Uhr und 21 Uhr ihr Eigentum wieder ausgehändigt, um es nach Hause bringen zu können? Schließlich ist der Besitz von Messern u.ä. ja nicht grundsätzlich verboten.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon imp » Fr 11. Jan 2019, 15:08

Kritikaster hat geschrieben:(11 Jan 2019, 14:09)

Wäre wünschenswert, bedingt aber die vorausgehenden Kontrollen, mit denen sich manche offenbar nicht so recht anfreunden können.

Mir kommt gerade eine andere Frage in den Sinn: Wenn dies

genau so zutrifft, bekommen die Sünder dann zwischen 5 Uhr und 21 Uhr ihr Eigentum wieder ausgehändigt, um es nach Hause bringen zu können? Schließlich ist der Besitz von Messern u.ä. ja nicht grundsätzlich verboten.

Das wird so laufen wie bei anderen mitgeführten Gegenständen, etwa bei öffentlichen Veranstaltungen, angemeldeten Demonstrationen mit Auflagen usw. Auch da darf man manches nicht haben, das sonst kein Problem ist.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Kritikaster » Sa 12. Jan 2019, 07:07

imp hat geschrieben:(11 Jan 2019, 15:08)

Das wird so laufen wie bei anderen mitgeführten Gegenständen, etwa bei öffentlichen Veranstaltungen, angemeldeten Demonstrationen mit Auflagen usw. Auch da darf man manches nicht haben, das sonst kein Problem ist.

Ja, natürlich, der jeweils als Waffe identifizierte Gegenstand wird zunächst eingezogen.

Zum von Dir angesprochenen Vorgehen gibt es nach meiner Erfahrung unterschiedliche Varianten. Mir selbst ist korrekter Weise einmal ein Taschenmesser bei der Eingangskontrolle zu einem Eishockeyspiel abgenommen worden, welches so "groß" war, dass ich es am Schlüsselbund in meiner Hosentasche trug. Formal hatten die Kontrolleure natürlich recht. Dieser Vorgang endete nach dem Spiel mit der Rückgabe des Mini-Messers an mich.

Diese persönlich gemachte Erfahrung lässt mich annehmen, dass ein dauerhafter Einzug persönlichen Eigentums dann ein juristisches Problem darstellen kann, wenn das Mitführverbot nur für einen festgesetzten zeitlichen Rahmen gilt, wie das dem Artikel zufolge in Wiesbaden der Fall ist.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon McKnee » Sa 12. Jan 2019, 08:32

Kritikaster hat geschrieben:(12 Jan 2019, 07:07)
Diese persönlich gemachte Erfahrung lässt mich annehmen, dass ein dauerhafter Einzug persönlichen Eigentums dann ein juristisches Problem darstellen kann, wenn das Mitführverbot nur für einen festgesetzten zeitlichen Rahmen gilt, wie das dem Artikel zufolge in Wiesbaden der Fall ist.


Nein, es gibt eine öffentliche Verfügung oder Hinweisschilder...der zeitliche Rahmen ist sogar eher ein Merkmal für die Konformität der Verfügung. Eine Verfügung, die den ganzen Tag abdecken würde, wäre angreifbar. So beschräönkt man sich auf das Zeitfenster, in dem belegbar ist, dass das Verbot zur Abwehr von Gefahren verhältnismäßig, also geeignet und erforderlich ist.
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Re: Waffenverbot in Wiesbaden

Beitragvon Senexx » Sa 12. Jan 2019, 08:38

Liegestuhl hat geschrieben:(09 Jan 2019, 15:42)

Wenn alle Menschen Pfefferspray, Taschenmesser und Schraubenzieher mit sich tragen würden, hätten Attentäter keine Chance mehr.

Ich halte diese Art Waffen nicht für sehr effektiv.

Wir sollten Maschinenpistolen und Handgranaten tragen. Damit könnten wir jeden Attentäter sofort erledigen. Und aggressive Fahrradfahrer. Gerade in Städten heutzutage das größte Sicherheitsrisiko.
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