Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

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JJazzGold
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon JJazzGold » Mo 19. Nov 2018, 11:53

Skull hat geschrieben:(19 Nov 2018, 09:12)

Erstens ist mein Auto (auch weiterhin) nicht wertlos.

Wenn es aber so wäre, wäre das wofür jetzt ein Argument ?

Das deutsche Gerichte keine Urteile fällen dürfen ?
Das man in Deutschland nicht gegen den Staat klagen sollte dürfen ?
Das Gesetze und Regeln nicht einer gerichtlichen Überprüfung unterliegen sollten ?
Das man grundsätzlich niccht gegen Unternehmen und Staat klagen dürfte ?
Da Sammelklagen nicht zulässig sein sollten ?

Oder geht es nur um freie Fahrt freie Bürger ? :p

mfg


Man darf sich aber doch die Frage stellen, wem nützt es, wenn ein oder mehrere Teilstücke einer Autobahn, wenn ich das richtig verstanden habe, einer Hauptverkehrsader, gesperrt werden?
Was macht der gemeine Autofahrer?
Er sucht sich einen Umweg, den möglichst kürzesten.
Ist dort im Umfeld nur Brachland zu finden, oder fährt man durch Ortschaften?
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon odiug » Mo 19. Nov 2018, 11:56

MäckIntaier hat geschrieben:(19 Nov 2018, 11:06)

Und der deutsche Autofahrer wusste das alles gar nicht?

Diese ganze Affäre ist ein schönes Beispiel dafür, wie weit Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen. Jeder kauft sich ein Auto und stützt sein Gewissen auf die schönen niedrigen Verbrauchsangaben der Hersteller, steigt dann ein, fährt, tankt und denkt sich nichts weiter dabei. Wenn's dann an die Wahrheit geht, die man an der Tankstelle eigentlich schon immer vor Augen hatte (zumindest für den einen Dreck), dann sind die anderen die Bösen, denn jetzt geht es ja nicht mehr um die Umwelt, sondern ums Geld.

Ich begrüße das aber, dass der Schaden an der Umwelt und die Gesundheit anderer sich endlich auch mal direkt in Geld für den Verbraucher ausdrückt.
Das ist auch der Fehler, bei der EEG Umlage.
Es sollten vielmehr die Schadstoffe und Umweltschäden bei der Produktion von Strom besteuert werden, denn pauschal den Verbrauch zu besteuern.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 19. Nov 2018, 11:58

Nein, nein die "Autoindustrie" - besonders einfach erkennbar an der "nichtdeutschen" hat nicht betrogen. Alles ging vollkommen rechts- und gesetzeskonform von statten. Wer es fertigbringt, den Gesetzgeber - seine Behörde - das KBA - die komplette EU der übrigen 27 von den Typenprüfungen die nun einmal die einzige rechtliche Grundlage für alles was unter den Schadstoffklassen Euro 5 bis Euro 6x herumfährt, so wie gehabt beizubiegen ist doch eigentlich genial, UND schlicht und ergreifend dabei noch völlig legal.

Die kleine "Zugabe" mit nichthomologierter "Abschalteinrichtung" etwas nachzuhelfen, ist tatsächlich schon illegal - sonst aber nix !

Moral - die letzte Rettung des Fähnleins der Unentwegten - ist leider nunmal nicht einklagbar :(

So einfach, es nun dem Letzten in dieser Kette - dem Käufer der komplett legalen Fahrzeuge - den schwarzen Peter anzuhängen, ist das nun mal nicht. Unserer Welt ist voll schwammiger "Zusagen" deren "juristische Unbedenklichkeit" ganze Heerscharen von Rechtsanwälten vor der Publizierung für den Anbieter prüfen. Da genügen kleinste Veränderungen im Text um ihn hoffnungslos "nicht einklagbar" zu stellen. Dummheit (falls die vorliegen sollte) ist nicht justiziabel - das ist einfach wie "zu dick" - "zu dünn" - "zu groß" - schlicht man wird das einfach nicht mehr los :eek:

Also ich sehe diesen genialen, durch und durch technologisch - juristisch gebildeten Kunden - leider nicht. Man kauft und ist meist schon glücklich, wenn (bei einem Fahrzeug) das Ding regelmäßig "anspringt" und auch fährt. An der Tankstelle - kommt drauf an, wann man da auftaucht - ist man über den Preis schockiert - die Zahl derer, welche dann noch berechnen was sie bei IHRER Fahrweise in ihrer Umgebung so verbraten haben, dürfte vergleichsweise gering sein. Man geht im "richtigen Leben" schon lange nicht mehr davon aus irgendwo nicht irgendwie "über den Tisch gezogen" zu werden. Wir leben im 21. Jahrhundert mit wenige verlässlichen Grundlagen. Mit dem "weisesten Weiß" und was sonst noch für ein Scheiß über uns als Dauerberieselung herniedergeht :mad:

Ganz davon abgesehen - mein Diesel zeigt mir über das "Bordinstrument" an, was die Kiste pro 100 km frisst - das ist in nunmehr 7jähriger permanenter Messung statt der angezeigten 7,2 Liter/100 km "nur" 6,85849 l/100 km. Ich wurde also "positiv" betrogen :?:

Mit dieser Differenz umfahre ich alle "Umweltzonen" in meiner Umgebung - alles ist gut.,... :s
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Senexx » Mo 19. Nov 2018, 12:00

odiug hat geschrieben:(19 Nov 2018, 11:56)

Ich begrüße das aber, dass der Schaden an der Umwelt und die Gesundheit anderer sich endlich auch mal direkt in Geld für den Verbraucher ausdrückt.
Das ist auch der Fehler, bei der EEG Umlage.
Es sollten vielmehr die Schadstoffe und Umweltschäden bei der Produktion von Strom besteuert werden, denn pauschal den Verbrauch zu besteuern.


SInd Sie dann analog zu den Fahrverboten auch dafür, dass man absolute Rauchverbote in der Nähe von Nichtrauchern erlässt?
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Skull » Mo 19. Nov 2018, 12:05

JJazzGold hat geschrieben:(19 Nov 2018, 11:53)

Man darf sich aber doch die Frage stellen, wem nützt es,
wenn ein oder mehrere Teilstücke einer Autobahn,
wenn ich das richtig verstanden habe, einer Hauptverkehrsader, gesperrt werden?

Falsche Diskussion...und falscher Ansprechpartner.

In diesem Strang geht es darum, das ein User den Kläger als Abmahnverein bezeichnet.

ICh weise dagegen auf die Gerichtsurteile hin.

Ich wollte auch gar nicht über den Sinn und Unsinn von Fahrverboten diskutieren.
DAS ist ja nicht das Thema des Threads. ;)

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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon JJazzGold » Mo 19. Nov 2018, 12:08

Skull hat geschrieben:(19 Nov 2018, 12:05)

Falsche Diskussion...und falscher Ansprechpartner.

In diesem Strang geht es darum, das ein User den Kläger als Abmahnverein bezeichnet.

ICh weise dagegen auf die Gerichtsurteile hin.

Ich wollte auch gar nicht über den Sinn und Unsinn von Fahrverboten diskutieren.
DAS ist ja nicht das Thema des Threads. ;)

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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 19. Nov 2018, 12:17

Senexx hat geschrieben:SInd Sie dann analog zu den Fahrverboten auch dafür, dass man absolute Rauchverbote in der Nähe von Nichtrauchern erlässt?
Da hast Du etwas falsch verstanden - odiug will nichts verbieten - nur eben eine Steuer, die den angerichteten Schaden schlicht teuer macht :thumbup:

In diesem Sinn müsste Deine Forderung in eine geldwerte Besteuerung gewandelt werden - ich würde das abhängig von der Entfernung unter dem Begriff "Belästigungssteuer" erheben - je näher dran - desto teurer wird es.

Noch besser - man kann alles besser machen - wäre eine sinngleiche Abgabe also eine "Belästigungsabgabe"- damit ginge diese nicht im großen Topf der Steuern unter und man könnte dann Ventilatoren davon anschaffen. Verdünnen der Emissionen verringert auch hier die Dosis - alles wird gut ;)
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Senexx » Mo 19. Nov 2018, 12:26

Skull hat geschrieben:(19 Nov 2018, 12:05)

Falsche Diskussion...und falscher Ansprechpartner.

In diesem Strang geht es darum, das ein User den Kläger als Abmahnverein bezeichnet.

ICh weise dagegen auf die Gerichtsurteile hin.

Ich wollte auch gar nicht über den Sinn und Unsinn von Fahrverboten diskutieren.
DAS ist ja nicht das Thema des Threads. ;)

mfg


Das lässt sich nicht trennen.

Der Verein muss damit leben, dass man seine Handlungen kritisch hinterfragt. Mit seinem Sieg erreicht er, dass das Problem verlagert wird. In der Konsequenz käme es dann überall zu Fahrverboten und damit zum wirtschaftlichen Stillstand.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon odiug » Mo 19. Nov 2018, 12:51

Senexx hat geschrieben:(19 Nov 2018, 12:00)

SInd Sie dann analog zu den Fahrverboten auch dafür, dass man absolute Rauchverbote in der Nähe von Nichtrauchern erlässt?

Was für ein bescheuerter Vergleich.
Aber wenn du schon fragst ... ja ich bin für Rauchverbote in Wirtschaften und öffentlichen Gebäuden.
Was mich an der ganzen Diskussion um die neuen Umweltklassen stört, ist, dass man den tatsächlichen Schadstoffausstoß, unabhängig von Gewichtsklassen bewerten muss.
Ich sehe zB nicht ganz ein, warum ein kleiner Diesel mit E4 ein Fahrverbot erhält, während ein großes, neues SUV mit E6, das ein vielfaches wiegt, und damit weit mehr Dreck raus pustet, kein Fahrverbot aufgebrummt wird.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon odiug » Mo 19. Nov 2018, 13:05

Senexx hat geschrieben:(19 Nov 2018, 12:26)

Das lässt sich nicht trennen.

Der Verein muss damit leben, dass man seine Handlungen kritisch hinterfragt. Mit seinem Sieg erreicht er, dass das Problem verlagert wird. In der Konsequenz käme es dann überall zu Fahrverboten und damit zum wirtschaftlichen Stillstand.

Die Klagen erzeugen aber politischen Druck und der ist bitter nötig angesichts von Autolobby und deren hörigen CSU Verkehrsministern.
Und die Gerichte, welche nach geltendem Recht handeln, erzeugen den politischen Druck, der dringen nötig ist, angesichts von inkompetenten CSU Verkehrsministern und Kommunalpolitikern, die geltendes Recht ignorieren.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Skull » Mo 19. Nov 2018, 15:15

Senexx hat geschrieben:(19 Nov 2018, 12:26)

Das lässt sich nicht trennen.

Der Verein muss damit leben, dass man seine Handlungen kritisch hinterfragt.

Mit seinem Sieg erreicht er, dass das Problem verlagert wird.
In der Konsequenz käme es dann überall zu Fahrverboten und damit zum wirtschaftlichen Stillstand.

Nö.

Mit den nun so existierenden Gerichtsentscheidungen ensteht nun endlich Druck auf die Politik.
Zu handeln...und nicht weiter auszusitzen oder abzuwarten.

Und auch wenn es regionale DIESEL-Fahrverbote geben sollte,
kommt es noch lange nicht zu einem wirtschaftlichen Stillstand. :D


Mit einer "Niederlage" würde dann das Problem einfach verschwinden ? :p

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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon imp » Di 20. Nov 2018, 08:17

jack000 hat geschrieben:(18 Nov 2018, 21:50)

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wie-die- ... 20314.html

Ebenso:

https://www.bundestag.de/presse/hib/2018_05/-/556626

Auch noch:

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -1.3617866

Ein kleiner Verband mit nicht mal 300 Mitgliedern hält die Automobilindustrie in der Zange. Mit fragwürdigen Messungen und den Interpretationen daraus werden Millionen Diesel-Fahrer quasi enteignet.
=> Werden die ihre Machenschaften weiterhin betreiben können oder wird denen bald der Gar ausgemacht?

Die Anzahl der Vereinsmitglieder ist für den Erfolg der Klage weit weniger relevant als die Abgaswerte und die große Zahl an Mogeleien durch bestimmte Hersteller. Wenn die Messungen zweifelhaft sind, kann der Verteidiger das vor Gericht darlegen.

Wer in den letzten zwei Jahren einen Diesel neu kaufte, konnte ahnen, dass er potentiell Probleme bekommen könnte, weil andere bereits vorher betroffen waren. Das war in der Kaufentscheidung schon mit drin. Wer einen älteren Diesel hatte, musste ebenfalls damit rechnen, dass er irgendwann durch Umweltauflagen nicht überall einfahren kann, denn das gibt es sbon seit vielen Jahren. Überraschend ist höchstens der Zeitpunkt. Jährlich wird eine höhere fünfstellige Zahl von Autobesitzern unerwartet und unschuldig durch Unfallschäden enteignet.

Mich wundert, dass jene, die seit Jahren das Forum mit Klagen über den überbordenden Autoverkehr um Stuttgart vollschreiben, offenbar auch wieder unzufrieden sind, wenn nicht jedes Auto überall hin fahren darf.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon imp » Di 20. Nov 2018, 08:28

odiug hat geschrieben:(19 Nov 2018, 12:51)

Was für ein bescheuerter Vergleich.
Aber wenn du schon fragst ... ja ich bin für Rauchverbote in Wirtschaften und öffentlichen Gebäuden.
Was mich an der ganzen Diskussion um die neuen Umweltklassen stört, ist, dass man den tatsächlichen Schadstoffausstoß, unabhängig von Gewichtsklassen bewerten muss.
Ich sehe zB nicht ganz ein, warum ein kleiner Diesel mit E4 ein Fahrverbot erhält, während ein großes, neues SUV mit E6, das ein vielfaches wiegt, und damit weit mehr Dreck raus pustet, kein Fahrverbot aufgebrummt wird.
Deutsche Autolobby und inkompetente Verkehrsminister sei dank :dead:

Ein vielfaches? Beim PKW ist bei 3,5 t Gesamtmasse Schluss. Ein durchschnittlicher PKW wiegt heute zwischen 1 t und 1,8 t. Ein gehobener Wagen, etwa ein BMW X5, kann auch mal 2,3 t wiegen. Ein Audi Q7 auch liegt etwa in diesem Bereich. Das ist groß und schwer, im Extremfall doppelt, aber nicht vielfach. Jedoch sind die Motoren oft größer dimensioniert als das Gewichtsverhältnis zum Kleinwagen vermuten lässt. Diese "Leistungsreserven" erfordern einen schwereren Motor, einen höheren Grundverbrauch und werden zur Beschleunigung, etwa im Stadtverkehr, auch immer wieder punktuell abgerufen. Das kostet Sprit und macht auch extra Abgase, wie sauber auch immer sie sind. Außerdem tragen Klima, Heizung, Computersysteme, leistungsstarke Musikanlage etc über den Stromverbrauch zum Kraftstoffverbrauch / durchschnittlichen Schadstoffausstoß bei, was durch die Sparmaßnahmen der Fahrcomputer nicht ausreichend kompensiert wird.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 20. Nov 2018, 13:42

Was eine bescheuerte Form der Rechtsbetrachtung - wird ein Gesetz nicht eingehalten ist es völlig gleichgültig, wie vielen das "auffällt". Lediglich zur "Betroffenheit" - ob nun von dieser "Regelwidrigkeit" die ein Gesetz festlegt und in Ausführungsbestimmungen konkretisiert - gibt es lediglich zwei Unterscheidungsmerkmale.

Ist das Opfer - der / die von der Rechteverletzung Betroffenen "objektiv" oder "subjektiv" betroffen ? Jeder dessen Rechte direkt und wie auch immer verletzt werden, ist "objektiv" Betroffener. Meist also nur eine kleine Anzahl, die "räumlich" mit dem Rechtsverstoß in Beziehung stehen müssen.

Subjektive - also nur indirekte Betroffenheit - kann nur für alle gelten, die eben nicht direkt von Rechtsverstößen betroffen sind. Im Zweifelsfall kann das die gesamte Bevölkerung eines Staatsgebiets sein - oder wie im Fall der EU, auch und in begrenztem Maß jeder der im Territorium der EU lebt - sich aufhält usw.

Wer einer Gefahrenlage die objektiv existiert, auch objektiv ausgeliefert ist, kann direkt vor den zuständigen Gerichten Klage erheben. Alle anderen, die objektiv nicht Betroffene sind, können diesen Weg nicht beschreiten. Das würde allerdings bedeuten, eine durchaus bedrohte Gruppe, müsste abwarten bis der "Erfolg" eintritt und der Rechtsbruch sie objektiv betrifft. Ein Rechtszustand, den niemand auf Dauer hinnehmen kann.

Ergo hat man um eine Flut von Einzelklagen von vornherein zu vermeiden (diese würden jedes Rechtssystem dauerhaft blockieren), die sog. "Verbandsklage" zugelassen. Verbände - also eine unbestimmte Zahl von nicht objektiv Betroffenen - können nun in Vertretung von subjektiv Betroffenen - vor den jeweils zuständigen Gerichten klagen. Dabei wurde gesetzlich geregelt, welcher "Verband" in welchem Bereich klageberechtigt ist. Dabei spielen für die Zulassung lediglich die dafür geschaffenen gesetzlichen Regeln die entscheidende Rolle. Werden diese Bedingungen erfüllt, entscheidet nicht personelle Größe eines klagenden Verbands - sondern das zuständige Gericht ausschließlich über die in der Klage vorgebrachten Gegenstände.

Wo kämen wir hin, wenn die Zahl der Kläger und nicht das verletzte Recht einer ebenfalls nicht zahlenmäßig festgelegten subjektiv Betroffenen entscheidend wäre ? Wenn gar die Beklagte, rechtlich relevant, darüber bestimmen könnte, ob ein Urteil dem "gefühlten Rechtsempfinden" Rechnung trägt ?

Entweder wurde ein gültiges Gesetz - also hier ein darin definierter "Grenzwert" überschritten - oder eben nicht. Wer da für wen klagt, kann keinerlei Einfluss auf das spätere Urteil haben. Entweder besteht die Klage zu recht oder das zuständige Gericht kann die Klage (selbstverständlich begründet) abweisen.

Subjektivität - Unterworfenheit - einem Zustand unterworfen sein - hier einer gesetzlich verbotenen Überschreitung durch Schadstoffemissionen - bedeutet, jeder kann zum Opfer solcher illegalen Zustände werden. Dabei ist weder der Zeitpunkt, die schiere Wahrscheinlichkeit das dies eintreten könnte, noch die Zahl der möglichen Betroffenen von Relevanz. Auch nicht, wenn einzelne oder Gruppen diesen rechtswidrigen Zustand bereit sind, für ihre Person hinzunehmen.

Jeder der sich jemals in einer solchen Zone aufhält, wird bei einer Überschreitung der gesetzlichen Bestimmungen auch objektiv betroffen. Allein (im Wortsinn) nun sein objektives Klagerecht mit Aussicht auf Erfolg auszuüben, ist nahezu unmöglich. Einige Bewohner solcher Bereiche haben dennoch objektiv betroffen, ebenfalls Klage erhoben.

Ein Staat, der über all diese "Werkzeuge" verfügt, ist verpflichtet seine eigenen, demokratisch legitimierten Gesetze einzuhalten. Er ist darüber hinaus verpflichtet absehbare Entwicklungen vorauszusehen und auf alle Betroffenen so einzuwirken, das derartige Rechtsverletzungen erst garnicht entstehen können. Zwischen der eine Tatsache, Fahrzeuge die nicht nur auf Grund ihrer massenhaften Konzentration in Städten, sondern realistisch größere, als die gesetzlich zulässigen Emissionen emittieren, besteht ein objektiver und nachweisbarer Zusammenhang.

Nicht die berechtigte Klage gegen einen unrechtmäßigen Zustand ist der kausale Grund, warum nun hier praktisch die gesamte deutsche Automobilindustrie, aber auch die zahlreichen ausländischen Firmen sich in (teilweise) selbstverschuldeten Schwierigkeiten befinden, sondern die kausale Ursache, das der Gesetzgeber - die Exekutive - Prüfmethoden die in jeder Hinsicht untauglich waren, als Rechtsgrundlage zugelassen hat.

Völliger Unsinn, ist es allerdings die klagenden Verbände (hier ist nur immer ein Verband zur Klageerhebung in der objektiv selben Sache zugelassen) nun für die Rechtsfolgen verantwortlich machen zu wollen. Das ist wohl genauso "sinnvoll", wie das Argument eines Mörders, der sich damit verteidigen möchte - wenn ich den X nicht umgebracht hätte, wäre mein schöner und erfolgreicher Drogenhandel aufgeflogen - ergo habe ich im Geschäftssinn völlig richtig gehandelt :mad2:
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon jack000 » Di 20. Nov 2018, 17:44

Kampf gegen den Diesel

Die erfundenen Toten

Jedes Jahr 6000 vorzeitige Tote durch Stickoxid - damit erschreckte das Umweltbundesamt die Deutschen. Was nach Wissenschaft klingt, ist in Wahrheit eine politische Zahl einer durch und durch politisierten Behörde.

Mir ist in der letzten Kolumne ein Fehler unterlaufen. Ich habe "MAK" und "AIR" verwechselt. Ich hatte geschrieben, dass in Büros 950 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter erlaubt seien, also 24 mal so viel wie am Straßenrand. Doch das trifft nur für Handwerksbetriebe und das verarbeitende Gewerbe zu, wo die Verordnung zur "Maximalen Arbeitsplatz-Konzentration" gilt. In Büros sind die niedrigeren Werte des "Ausschusses für Innenraumrichtwerte" ausschlaggebend. So leicht kann man sich verlaufen, wenn man über deutsche Vorschriften zur Sicherheit am Arbeitsplatz schreibt.

Ich wurde mit Aufforderungen bestürmt, den Fehler zu korrigieren. Überhaupt sei die Kolumne zum Diesel eine Frechheit, meinte eine Reihe von Lesern. Ich würde "gefährliches Halbwissen" verbreiten, schrieb der beim Naturschutzbund Deutschland für Verkehrspolitik zuständige Mann. "Selten einen schrägeren Artikel gelesen", twitterte die ehemalige grüne Parteichefin Simone Peter. 6000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr seien mir offenbar egal, hieß es immer wieder.

Mich hat die Sache verständlicherweise nicht ruhen lassen. Wenn 6000 Menschen früher ihr Leben aushauchen, weil Leute wie ich partout mit dem Diesel in die Stadt fahren wollen, bleibt man auch als Kolumnist nicht ungerührt. Die Zahl der Verkehrstoten lag 2016 mit 3200 nur halb so hoch. Zwar sind keine Babys und Kleinkinder darunter, weil man länger gelebt haben muss, um an einer Stickoxidbelastung zu sterben. Aber das ist nur ein schwacher Trost.

Auf die Zahl mit den 6000 vorzeitigen Toten stößt man sofort, wenn man die Folgen von Stickoxiden googelt. Sobald man nach der Quelle sucht, landet man beim Umweltbundesamt. Anfang des Monats hat die Behörde eine Studie veröffentlicht, in der die Zahl auftauchte. Seitdem kommt kaum ein Artikel, der die Gefahr des Diesels für die Volksgesundheit beschreibt, ohne Hinweis auf die vorzeitigen Todesfälle aus. Kein Wunder: Umweltbundesamt! Das ist besser als Greenpeace und Amnesty zusammen.

Ich bin ein neugieriger Mensch. Wie stellt man fest, dass 6000 Menschen in Deutschland noch leben könnten, wenn es den Dieselmotor nicht gäbe, habe ich mich gefragt. Anders als bei einer Vergiftung mit Zyankali tritt der Tod bei Stickoxiden nicht sofort ein. Wenn überhaupt, kommt er schleichend. In der Liste des statistischen Bundesamtes zu Todesursachen fehlen Stickoxid-Tote. Man findet dort nahezu jede Todesart. Es gibt "Hitzeerschöpfung durch Wasserverlust" oder umgekehrt "Ertrinken und Untergehen in der Badewanne: Zu Hause". Aber Tod durch Dieselbegasung? Nichts. Nicht mal eine klitzekleine Fußnote.

Wie will man also erkennen, dass Menschen an den Folgen von Stickoxid verendet sind, und nicht, weil sie an einer Erbkrankheit oder Übergewicht litten? Das können selbst die Experten beim Umweltbundesamt beim besten Willen nicht sagen. Deshalb rechnen sie einfach die vermuteten Folgen auf die Bevölkerung hoch und sprechen von "vorzeitigen Todesfällen", womit gemeint ist, dass eine bestimmte Anzahl von Menschen nicht so lange gelebt hat, wie sie theoretisch hätten leben können.

Genauso gut könnte man den lebensverkürzenden Effekt beim übermäßigen Genuss von Eiern aus Legebatterien zu beziffern versuchen. Aber 6000 vorzeitige Tote klingen schön schaurig, deshalb werden sie überall zitiert.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 98225.html

Irgendwie müssen die ja auch ihre Berechtigungen haben, dann werden halt irgendwelche Zahlen in der Raum geworfen, die so nicht nachweisbar sind.
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 21. Nov 2018, 12:43

Aktuell wird auf Betreiben des Abmahnvereins auch über ein Fahrverbot in Darmstadt geurteilt...
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Alexyessin » Mi 21. Nov 2018, 12:59

firlefanz11 hat geschrieben:(21 Nov 2018, 12:43)

Aktuell wird auf Betreiben des Abmahnvereins auch über ein Fahrverbot in Darmstadt geurteilt...


Wo kann ich das mit dem Abmahnverein seriös nachlesen?
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Raul71 » Mi 21. Nov 2018, 13:15

Alexyessin hat geschrieben:(21 Nov 2018, 12:59)

Wo kann ich das mit dem Abmahnverein seriös nachlesen?

Ich helfe gerne aus. https://www.epochtimes.de/politik/deuts ... 12559.html
„Die Gemeinnützigkeit dieses Lobby- und Abmahnvereins gehört schon länger überprüft“, betonte der FDP-Politiker.

http://www.abendpost.net/gesellschaft/d ... thilfe.php
Auch Teile der CDU nennen diesen Verein genauso. Natürlich erhielt dieser Winzverein unter Rot/GRÜN das Recht zur Verbandsklage. ;)
Zuletzt geändert von Raul71 am Mi 21. Nov 2018, 13:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Alexyessin » Mi 21. Nov 2018, 13:16

Raul71 hat geschrieben:(21 Nov 2018, 13:15)

Ich helfe gerne aus. https://www.epochtimes.de/politik/deuts ... 12559.html

Auch Teile der CDU nennen diesen Verein genauso.


Bitte nicht Epochtimes. Seriös hab ich defintiv angemerkt.
Vielleicht kommst noch mit Springers-Heißem-Blatt oder sonstigen "Jouranalien"..
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Raul71
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Raul71 » Mi 21. Nov 2018, 13:24

Alexyessin hat geschrieben:(21 Nov 2018, 13:16)

Bitte nicht Epochtimes. Seriös hab ich defintiv angemerkt.
Vielleicht kommst noch mit Springers-Heißem-Blatt oder sonstigen "Jouranalien"..
Sie kennen die Regel. Nicht das Blatt ist entscheidend , sondern das tatsächlich Gesagte. Es wird nicht deshalb unwahr, nur weil ihnen die Zeitung nicht gefällt. Auch ihre Lektüre wird nicht von jedem getragen. ;)

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