Bundesamt für Verfassungsschutz - Anis Amri

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Eiskalt
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Bundesamt für Verfassungsschutz - Anis Amri

Beitragvon Eiskalt » Do 30. Aug 2018, 10:40

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BvF) wollte die Existenz eines V-Manns im Umfeld von Attentäter Amri verheimlichen.

In einem BvF-Vermerk heißt es: "Ein weiteres Hochkochen der Thematik muss unterbunden werden."
Offenbar gab es ein geheim gehaltenes Treffen zwischen BvF-Präsident Maaßen und der Spitze der Berliner Innenverwaltung

Die Bundesregierung hatte im Januar 2017 auf Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen versichert, dass das BfV „im Umfeld des Amri“ keine V-Leute eingesetzt habe.

Der Staat aber war noch näher dran. Wie WELT im Mai enthüllte, führte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) einen Spitzel, einen sogenannten V-Mann, in der Moschee. Und zwar genau zu jener Zeit, als dort auch Anis Amri anzutreffen war. Der Einsatz des V-Mannes wirft Fragen auf: Bislang hatte das BfV stets behauptet, „keine eigenen Erkenntnisse“ zu Amri besessen zu haben. Und auch „keine eigene Informationsbeschaffung“ zu dem Islamisten betrieben zu haben.

Daran gibt es Zweifel, wie WELT jüngst berichtet hatte. Nun berichten das ARD-Magazins „Kontraste“ und die „Berliner Morgenpost“ von neuen Vorwürfen gegen Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen mit Bezug zum V-Mann in der Berliner Moschee. Offenbar wollte das BfV ein Treffen von Maaßen mit Berlins Innensenator Andreas Geisel und dessen Staatssekretär Torsten Akmann am 24. März 2017 nutzen, um die Landespolitiker zu überzeugen, die Existenz eines V-Mannes im Umfeld des Attentäters Anis Amri geheim zu halten.

Das ergebe sich aus einem behördeninternen Vermerk, den Maaßens Mitarbeiter für ihren Amtschef zur Vorbereitung des Treffens geschrieben hatten, berichten die Medien. Wörtlich heißt es darin: „Ein Öffentlichwerden des Quelleneinsatzes gilt es schon aus Quellenschutzgründen zu vermeiden.“ Außerdem schrieben Maaßens Mitarbeiter: „Ein weiteres Hochkochen der Thematik muss unterbunden werden.“

Das bisher geheim gehaltene Treffen zwischen Maaßen und der Spitze der Berliner Innenverwaltung sowie das behördeninterne Schreiben zur Vorbereitung des Gesprächs könnten Maaßen in Bedrängnis bringen. Der Chef des wichtigsten deutschen Inlandsgeheimdienstes hatte öffentlich stets versichert, das BfV habe zu Amri keine eigenen Erkenntnisse von V-Personen gehabt. Die Bundesregierung wiederum hatte bereits im Januar 2017 auf Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen versichert, dass das BfV „im Umfeld des Amri“ keine V-Leute eingesetzt habe.

In dem Vermerk des BfV, über den „Kontraste“ und „Berliner Morgenpost“ berichten, heißt es hingegen, dass die V-Person „nachrichtendienstliche Aufklärung“ über die dschihadistischen Besucher der Berliner Fussilet-Moschee betreibe. Einer der Besucher war nun einmal Anis Amri.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article181358632/Verfassungsschutz-V-Mann-im-Umfeld-von-Amri-bringt-Maassen-unter-Druck.html

Hat also nur der Chef des BfV gelogen oder auch die Regierung?
Ggf müssen hier mehr Köpfe als nur der des Chefs des BfV rollen.
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Re: Bundesamt für Verfassungsschutz - Anis Amri

Beitragvon Polibu » Do 30. Aug 2018, 10:44

Wenn das stimmt, dann hat sich der deutsche Staat an einen Terroranschlag schuldig gemacht. Ich bezweifle, dass nicht auch höhere Regierungskreise davon informiert wurden.
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Re: Bundesamt für Verfassungsschutz - Anis Amri

Beitragvon zollagent » Do 30. Aug 2018, 11:41

Eiskalt hat geschrieben:(30 Aug 2018, 11:40)

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BvF) wollte die Existenz eines V-Manns im Umfeld von Attentäter Amri verheimlichen.

In einem BvF-Vermerk heißt es: "Ein weiteres Hochkochen der Thematik muss unterbunden werden."
Offenbar gab es ein geheim gehaltenes Treffen zwischen BvF-Präsident Maaßen und der Spitze der Berliner Innenverwaltung

Die Bundesregierung hatte im Januar 2017 auf Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen versichert, dass das BfV „im Umfeld des Amri“ keine V-Leute eingesetzt habe.

Der Staat aber war noch näher dran. Wie WELT im Mai enthüllte, führte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) einen Spitzel, einen sogenannten V-Mann, in der Moschee. Und zwar genau zu jener Zeit, als dort auch Anis Amri anzutreffen war. Der Einsatz des V-Mannes wirft Fragen auf: Bislang hatte das BfV stets behauptet, „keine eigenen Erkenntnisse“ zu Amri besessen zu haben. Und auch „keine eigene Informationsbeschaffung“ zu dem Islamisten betrieben zu haben.

Daran gibt es Zweifel, wie WELT jüngst berichtet hatte. Nun berichten das ARD-Magazins „Kontraste“ und die „Berliner Morgenpost“ von neuen Vorwürfen gegen Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen mit Bezug zum V-Mann in der Berliner Moschee. Offenbar wollte das BfV ein Treffen von Maaßen mit Berlins Innensenator Andreas Geisel und dessen Staatssekretär Torsten Akmann am 24. März 2017 nutzen, um die Landespolitiker zu überzeugen, die Existenz eines V-Mannes im Umfeld des Attentäters Anis Amri geheim zu halten.

Das ergebe sich aus einem behördeninternen Vermerk, den Maaßens Mitarbeiter für ihren Amtschef zur Vorbereitung des Treffens geschrieben hatten, berichten die Medien. Wörtlich heißt es darin: „Ein Öffentlichwerden des Quelleneinsatzes gilt es schon aus Quellenschutzgründen zu vermeiden.“ Außerdem schrieben Maaßens Mitarbeiter: „Ein weiteres Hochkochen der Thematik muss unterbunden werden.“

Das bisher geheim gehaltene Treffen zwischen Maaßen und der Spitze der Berliner Innenverwaltung sowie das behördeninterne Schreiben zur Vorbereitung des Gesprächs könnten Maaßen in Bedrängnis bringen. Der Chef des wichtigsten deutschen Inlandsgeheimdienstes hatte öffentlich stets versichert, das BfV habe zu Amri keine eigenen Erkenntnisse von V-Personen gehabt. Die Bundesregierung wiederum hatte bereits im Januar 2017 auf Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen versichert, dass das BfV „im Umfeld des Amri“ keine V-Leute eingesetzt habe.

In dem Vermerk des BfV, über den „Kontraste“ und „Berliner Morgenpost“ berichten, heißt es hingegen, dass die V-Person „nachrichtendienstliche Aufklärung“ über die dschihadistischen Besucher der Berliner Fussilet-Moschee betreibe. Einer der Besucher war nun einmal Anis Amri.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article181358632/Verfassungsschutz-V-Mann-im-Umfeld-von-Amri-bringt-Maassen-unter-Druck.html

Hat also nur der Chef des BfV gelogen oder auch die Regierung?
Ggf müssen hier mehr Köpfe als nur der des Chefs des BfV rollen.

Mir fehlt der Bezug eines V-Mannes zu Anis Amri. Ist das nur ein zufälliges zeitliches Zusammentreffen? Oder wurde der V-Mann wegen Anis Amri eingeschleust? Hat er Erkenntnisse über diesen Mann gehabt und diese auch weitergegeben?
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Bundesamt für Verfassungsschutz - Anis Amri

Beitragvon Eiskalt » Do 30. Aug 2018, 12:27

zollagent hat geschrieben:(30 Aug 2018, 12:41)

Mir fehlt der Bezug eines V-Mannes zu Anis Amri. Ist das nur ein zufälliges zeitliches Zusammentreffen? Oder wurde der V-Mann wegen Anis Amri eingeschleust? Hat er Erkenntnisse über diesen Mann gehabt und diese auch weitergegeben?


Nun so wie ich das verstanden habe soll der V-Mann in der gleichen Moschee und zur gleichen Zeit wie Anis Amri gewesen sein.
Das heisst natürlich nicht zwangsläufig das dieser auch Inormationen hatte oder diese gemeldet hat, allerdings war ja der Amri nachweislich auf dem Radar der Behörden.
Aber worum es geht ist doch das behauptet wurde man hat keinen V-Mann in dem Bereich gehabt aber das ist offenbar falsch.
Zumal auch der Vermerk:
"Ein weiteres Hochkochen der Thematik muss unterbunden werden."

Ist halt blöd wenn das dann ans Licht kommt!
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Re: Bundesamt für Verfassungsschutz - Anis Amri

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 31. Aug 2018, 11:42

Wieder einmal mogelt der Geheimdienst vor dem Parlament.
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