Sachsen und Rechtsextremismus

Moderator: Moderatoren Forum 2

Benutzeravatar
Alexyessin
Vorstand
Beiträge: 71010
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Blutgrätsche
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Alexyessin » Di 4. Sep 2018, 14:19

omegaunion hat geschrieben:(04 Sep 2018, 14:55)

Und das ist Ihre Meinung nach dafür zu sorgen dass es rechts der Mitte nichts mehr geben darf? Da wünsche ich Ihnen viel Glück auf der Suche nach der Mehrheit dafür?


Der Unterschied zwischen Rechts der Mitte und Rechtsextrem dürfte sogar dir geläufig sein.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 7123
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Senexx » Di 4. Sep 2018, 14:21

Tom Bombadil hat geschrieben:(04 Sep 2018, 15:12)

Es geht nicht um die slowenische Band Laibach, sondern um die deutsche Band K.I.Z. die Mord und Totschlag u.a. gegen die CDU sowie gegen Richter und Polizisten propagiert und den Linksterroristen Andreas Baader glorifiziert. Das ist einfach nur menschenverachtender Scheißdreck, der auch nicht dadurch besser wird, weil er von linksaußen kommt.

Die sind dort aufgetreten?

Darf man denn deren Texte hier zum Aufrütteln posten?
Benutzeravatar
becksham
Beiträge: 3982
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 09:58
Benutzertitel: Hoolady Tintling

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon becksham » Di 4. Sep 2018, 14:41

Tom Bombadil hat geschrieben:(04 Sep 2018, 15:12)

Es geht nicht um die slowenische Band Laibach, sondern um die deutsche Band K.I.Z. die Mord und Totschlag u.a. gegen die CDU sowie gegen Richter und Polizisten propagiert und den Linksterroristen Andreas Baader glorifiziert. Das ist einfach nur menschenverachtender Scheißdreck, der auch nicht dadurch besser wird, weil er von linksaußen kommt.

Ohne was von denen zu kennen aber wenn man sich nur auf Wikipedia informiert, kann man das hier lesen.

Markenzeichen der Gruppierung sind sexistische, provokante Texte in Verbindung mit schwarzem Humor, Ironie, Sarkasmus und Zynismus sowie selbstironische Bezeichnungen und Darstellungen. Typisch sind auch starke Übertreibungen, etwa in Form von Parodien gegenüber anderen Rappern, Personen oder dem Hip-Hop-Genre selbst. K.I.Z äußern auf satirische Art und Weise Kritik an der heutigen Gesellschaft, an Politik und Phänomenen wie Starallüren (Wir werden jetzt Stars) oder auch dem Leben im Prekariat (Frei sein RMX). Nico bezeichnet seinen Stil als Pop, Tarek sieht K.I.Z als „sowas wie die Onkelz der Reggae-Szene“.[1]


oder auch das hier:

Im Februar 2010 riefen K.I.Z mit einem YouTube-Video zur Teilnahme an der antifaschistischen Demonstration Dresden Nazifrei auf.[23] Am 8. März 2011 wurde bekanntgegeben, dass Maxim und Nico als Spitzenkandidaten für Die PARTEI im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg für die Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2011 im September kandidieren.[24] 2016 waren sie Spitzenkandidaten für Die PARTEI für die Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2016. Sie kandidierten auch wieder in Friedrichshain-Kreuzberg.

https://de.wikipedia.org/wiki/K.I.Z

Und dann könnte man sich denken, dass ihre Texte vermutlich nicht so überaus ernst gemeint sind.
Benutzeravatar
Keoma
Beiträge: 12142
Registriert: Mi 25. Jun 2008, 12:27
Benutzertitel: Drum Legend
Wohnort: Österreich

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Keoma » Di 4. Sep 2018, 14:42

Auch so ein blöder Beitrag:

https://www.ndr.de/info/sendungen/komme ... tz168.html

Da wird doch glatt Vernunft eingefordert.
Moralische Entrüstung ist Eifersucht mit einem Heiligenschein.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 24113
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon relativ » Di 4. Sep 2018, 14:44

omegaunion hat geschrieben:(04 Sep 2018, 14:51)

Mit DEM Argument können Sie auch die Erde zu einer Scheibe machen. Da fehlt ja völlig die Begründung. Doof ist immer alles was andere sagen. :)

Hast du denn eine gegeben ausser deine Behauptung Ungarn/obwohl es Orbans Regierung war, hätte alles richtig gemacht? Nur war deine Behauptung eben eine völlig Falsche, es sei denn man hat eben nicht hinschauen wollen. Ist doch eine gute Begründung für deine offensichtliche optische Fehlstellung.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 34159
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Tom Bombadil » Di 4. Sep 2018, 14:45

schokoschendrezki hat geschrieben:(04 Sep 2018, 15:35)

Weiter nix ...

Ja, Ablenkung, weiter nix.

Wenn du...

Welchen Text ich meine, hatte ich verlinkt. Deine Weigerung, über diesen Text zu diskutieren, sondern immer wieder auf irgendetwas anderes abzulenken, ist bemerkenswert.

Werden die 65.000 auf dem Konzert jetzt eigentlich auch in Sippenhaft genommen und als Linksextreme verunglimpft?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Stuttgarter

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Stuttgarter » Di 4. Sep 2018, 14:46

Ob es wirklich so intelligent ist die Sachsen mit dem Rechtsextremismus-Stigma zu belegen, stelle ich in Frage. Selbst wenn Umfragewerte der AfD in Sachsen 25% bescheinigen, heißt das im Umkehrschluss, dass 75% - also Dreiviertel - der Sachsen alles andere als rechts wählen.

Man könnte sich natürlich auf die 75%ige Mehrheit konzentrieren, man kann aber auch den Besserwessi raushängen und dem Ossi auch noch nach 30 Jahren attestieren, dass er eigentlich ein bisschen doof ist.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 24113
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon relativ » Di 4. Sep 2018, 14:48

omegaunion hat geschrieben:(04 Sep 2018, 15:07)

Die Menschen und ihre Bedürfnisse werden doch stets nur von Wissenschaftlern, Journalisten und Akademikern erklärt.
Dabei nehmen sie als Bewertungsgrundlage ihre eigene Ideologie.
Man klammert sich nach wie vor an die "heilge Kuh" Angst. Angst kann man ja bekämpfen und dann macht man aus rechten Menschen wieder normale.

Man sollte sich endlich abfinden dass viele dieder Menschen weder Angst haben noch aus Sorge um ihre Sicherheit so denken. Sie lehnen etwas grundsätzlich ab und das ist ihr gutes Recht. Das muss man nicht weg therapieren.

In der Tat muss man nicht und hat wohl auch wenig Sinn, aber natürlich sollte man versuchen zu verhindern , daß diese Menschen andere für ihre undemokratische Einstellung zu überzeugen und dies mit Mitteln die einem demokratischen Diskurs nicht würdig sind.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 34159
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Tom Bombadil » Di 4. Sep 2018, 15:00

schokoschendrezki hat geschrieben:(04 Sep 2018, 15:56)

Denk mal darüber nach!

"Auf dem Promoalbum zu Urlaub fürs Gehirn befand bereits ein ähnlicher Track, nämlich die Selbstparodie von Abteilungsleiter der Liebe"

Wenn eine Faschoband was von Selbstparodie schreibt und in ihrem Liedtext Flüchtlingsheime brennen lässt und den letzten RAFler erhängt, wäre das für dich okay?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 19305
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 14:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon think twice » Di 4. Sep 2018, 15:01

Stuttgarter hat geschrieben:(04 Sep 2018, 15:46)

Ob es wirklich so intelligent ist die Sachsen mit dem Rechtsextremismus-Stigma zu belegen, stelle ich in Frage. Selbst wenn Umfragewerte der AfD in Sachsen 25% bescheinigen, heißt das im Umkehrschluss, dass 75% - also Dreiviertel - der Sachsen alles andere als rechts wählen.

Man könnte sich natürlich auf die 75%ige Mehrheit konzentrieren, man kann aber auch den Besserwessi raushängen und dem Ossi auch noch nach 30 Jahren attestieren, dass er eigentlich ein bisschen doof ist.

Die 25% Rechtswaehler waeren ja klaglos zu ertragen, wenn sie sich nicht einbilden würden, sich in der Mitte der Gesellschaft zu bewegen, für das Volk zu sprechen und sich für die Einzigen mit politischem Sachverstand hielten.
Und fremdenfeindlich sind mehr als 25% der Sachsen, auch wenn sie nicht die AfD waehlen.
Polibu
Beiträge: 5628
Registriert: Mo 11. Dez 2017, 02:04

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Polibu » Di 4. Sep 2018, 15:02

Stuttgarter hat geschrieben:(04 Sep 2018, 15:46)

Ob es wirklich so intelligent ist die Sachsen mit dem Rechtsextremismus-Stigma zu belegen, stelle ich in Frage. Selbst wenn Umfragewerte der AfD in Sachsen 25% bescheinigen, heißt das im Umkehrschluss, dass 75% - also Dreiviertel - der Sachsen alles andere als rechts wählen.

Man könnte sich natürlich auf die 75%ige Mehrheit konzentrieren, man kann aber auch den Besserwessi raushängen und dem Ossi auch noch nach 30 Jahren attestieren, dass er eigentlich ein bisschen doof ist.


Es sind auch die wenigsten von den 25%, die die AfD wählen, rechtsextrem.
Stuttgarter

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Stuttgarter » Di 4. Sep 2018, 15:04

think twice hat geschrieben:(04 Sep 2018, 16:01)

Und fremdenfeindlich sind mehr als 25% der Sachsen, auch wenn sie nicht die AfD waehlen.


Was wählen dann die, die fremdenfeindlich sind und nicht AfD wählen?
Eulenwoelfchen
Beiträge: 471
Registriert: Do 8. Feb 2018, 23:16

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Eulenwoelfchen » Di 4. Sep 2018, 15:05

ThorsHamar hat geschrieben:(04 Sep 2018, 11:29)

Nein, wie kommen Sie denn darauf?



Wenn Sie schon nicht in der Lage sind, einen einfachen Relativsatz korrekt lesen zu können und dann, vom korrekten Lesen ausgehend, Schlussfolgerungen zu ziehen, kann mit Ihnen keine Diskussion stattfinden, klar?
Der Satz lautet ( und ich helfe Ihnen mal, die Relationen erkennen zu können, indem ich die relevanten Parts fett darstelle ) :

Dieser Verbrecher hat sich, wie tausende anderer solcher Gestalten, "beworben", von uns Asyl zu bekommen.

Die "tausend anderen Gestalten" bezieht sich unmissverständlich auf die Gestalten, die sich in unserem Land darum bewerben, als irgendwie verfolgt zu gelten, aber, nach Prüfung, abgelehnt wurden.


Sie meinen wohl, Sie haben einen Dummen vor sich. Auch für die "anderen, solchen tausenden Gestalten, die sich beworben hatten", deren Asylantrag aber abgelehnt wurde, gilt der gleiche, von Ihnen mit dem Messerstecher von Chemnitz bewusst in Zusammenhang gestellte Generalverdacht. Mit dem sie suggestiv, pauschal und sippenhaftend feststellen, sie seien alle Verbrecher und Mörder. Und das wird dann von ihnen auch noch mit "absurder Politik" begründet. Wobei Sie sich in ihrem schäumenden
Rechtswirbel dabei selbst widersprechen: Denn der Rechtsstaat und seine Politik können hinsichtlich des Asylrechts gar nicht so absurd sein, wenn diese "tausende solcher anderer Gestalten" eben kein Asyl erhalten.

Bezüglich der Gewährung von Asyl bzw. dem Recht, ein solches zu beantragen, kann man diskutieren. Auch darüber, ob sich Deutschland seinen diesbezüglichen internationalen Verpflichtungen wie der Genfer
Flüchtlingskonvention und auch den Bekenntnis zu den allgemeinen und universalen Menschenrechten entziehen sollte. Damit ein paar - zwar materiell - gar nicht so schlecht gestellte Leute hierzulande
ihren offensichtlich Drang und Unzufriedenheitswunsch nach noch mehr und immer noch höherer, staatlicher Alimentierung ihrer Lebens- und Existenzgrundlagen "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" hinterherbrüllen und -marschieren können.

Also jammern auf besonders hohem rechtslastigen (und auch links gespeisten), auf jedem Fall aber, egoistischen und antisozialem Niveau. Innerhalb eines sozialen und rechtssicheren Netzes eines Rechtsstaates, das jeden hier Deutschland lebenden Menschen in ziemlich einzigartiger Weise (weltweit gesehen),
sowohl Unversehrtheit an Leib und Leben garantiert und ebenso, nicht im nächsten Graben verenden zu müssen oder sofern der Überlebenswille noch da ist, seine grundlegende Selbsterhaltung auf Müllkippen zu suchen.

Die ganz andere Frage innerhalb der juristischen, auch internationalen Zusammenhänge und Beziehungen Deutschlands - sowohl gegenüber der EU als auch Drittländern ausserhalb dieses besonderen politischen Raums - bezüglich
der sog. Ausweisung und den oftmals nicht so einfachen Möglichkeiten der unverzüglichen Abschiebung von abgelehnten Aslybewerberin/-innen wurde auch schon sattsam thematisiert und diskutiert.

Daran wird auch politisch gearbeitet. An diesem Pferdefuß der Humanität=Gewährung von Asyl. Kein Land in der EU will gerne Menschen in Not helfen. Es ist überall das Gleiche wie schon vorstehend für D beschrieben.
Überall will man nur Zäune und Mauern und sich der allgemeinen Menschlichkeit verweigern und lieber in christlicher Tradition dem hilfesuchendem Paar "der schwangeren Maria und ihrem Josef" kalt und
unbarmherzig die Tür vor der Nase zuknallen. Sollen Sie doch in den Stall zu den Eseln gehen oder besser auf eine Müllkippe irgendwo ausserhalb Deutschlands.

Uns Deutschen geht es ja sooo schlecht, nicht wahr. Ausländer sind einfach sch….e. Zumindest solange sie dort bleiben und sich unser Zeug andrehen lassen.

Also, wenn Sie als Oberschlaumeier hier die Lösung dafür haben, dann schwingen Sie sich auf. Wie und wohin man abgelehnte Asylbewerber schnellstens und kostengünstig loswerden kann. Die leider solange geduldeten Aufenthalt haben, bis entweder geklärt ist,
woher sie wirklich kommen und das entsprechende Herkunftsland auch bereit ist, sie zurückzunehmen, statt die Aufnahme zu verweigern. Mit allerlei juristischen oder behördlichen
Tricks oder Nichtstun, dann machen Sie mal. Statt rechtsknallend pauschale Sippenhaftung auszuschütten über Leute, die vielleicht nur wirtschaftlich ihr Glück in D über den Asylweg suchten,
aber damit nicht durchkamen (=Rechtsstaat D @work, you know. Und zwar durchaus tough). Verbrecher oder gar messerstechende Mordgesellen sind diese "tausende, anderer solcher Gestalten" (© by ThorsHamar) deswegen noch lange nicht.

Es ist bisher noch nicht verboten, sein Glück irgendwo anders zu suchen, für eine halbwegs humane und unbedrohte, rechtssichere Lebensgrundlage und Existenz.
Wieweit man diesen "qua Geburt" benachteiligten Menschen dann eine faire Chance geben will oder sie lieber im Mittelmeer oder in der Wüste verrecken lassen will, kann man zwar in epischer und rassistischer Breite diskutieren oder sich national-egoistisch echauffieren...

Damit eine Minderheit hierzulande nicht ständig und falsch behauptend brüllen muss, wg. Asylsuchenden würde ihre Existenz gefährdet oder ihre Lebensgrundlage
so sehr auf "unter Null" zurückgefahren, es ihnen heute und besonders morgen wg. der Asylsuchenden oder ein paar tatsächlichen Wirtschaftsflüchtlingen, die es geschafft haben, irgendwie hier bleiben zu dürfen, dadurch schlechter gehen werde. Was natürlich alles fake ist.
Niemand hierzulande hat wg. der Flüchtlingssituation einen Cent weniger staatliche Unterstützung oder eine Beschneidung seiner Ansprüche. Auch nicht,
was Renten oder sonstige Sozialleistungen unseres - ziemlich vorbildlichen und sozialen Rechtsstaates angeht, wegen einem Mindestmaß an Hilfe für Menschen in Not
zu befürchten oder gar erlitten. Es ist halt einfach, immer ganz besonders auf Minderheiten einzudreschen, sie als Feindbild für die eigene, antisoziale, egoistische und rassistische
Haltung zu benutzen und zu instrumentalisieren, um sich als besorgter Wutbürger oder zu kurz gekommener Wohlstandsverlierer darzustellen.

Als jemand, der Besseres verdient, weil er zufällig in Deutschland geboren wurde. Zwar nichts dafür kann, in sicheren sozialen und rechtlichen Verhältnissen aufzuwachsen und zu leben.
Für diese Nichtleistung und diesen Glücksfall des Geburtsschicksals darf man sich schon auf die Höchststufe moralischer und politisch brüllender Gierhaltung stellen, sich als "wir sind das Volk"
aufmandeln. Statt froh zu sein, dass man in diesem Land geboren wurde und nicht in einem politisch desolaten und korrupten Land mit Gewalt, Bürgerkrieg und Terror. In dem eine
menschwürdige Existenz und die Gefahr, sein Leben oder das seiner Familie nicht zu verlieren, so klein ist wie die Chance auf einen Lottogewinn.

Mehr kann man zu ihrer verdeckten Ausländer- bzw. Asylrechtshetze nicht mehr sagen.
Und diskutieren schon gar nicht.
Benutzeravatar
holymoly
Beiträge: 3130
Registriert: Mo 27. Okt 2014, 15:35
Wohnort: NRW

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon holymoly » Di 4. Sep 2018, 15:08

think twice hat geschrieben:(04 Sep 2018, 16:01)

Die 25% Rechtswaehler waeren ja klaglos zu ertragen, wenn sie sich nicht einbilden würden, sich in der Mitte der Gesellschaft zu bewegen, für das Volk zu sprechen und sich für die Einzigen mit politischem Sachverstand hielten.
Und fremdenfeindlich sind mehr als 25% der Sachsen, auch wenn sie nicht die AfD waehlen.

Nicht nur in Sachsen...überall in Europa.
Ich finde das super!
Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen

Voltaire
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 19305
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 14:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon think twice » Di 4. Sep 2018, 15:12

Stuttgarter hat geschrieben:(04 Sep 2018, 16:04)

Was wählen dann die, die fremdenfeindlich sind und nicht AfD wählen?

Die meisten von denen waehlen garnicht und maulen auf ihrer Couch, wie ungerecht und Scheisse doch alles ist.
Stuttgarter

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Stuttgarter » Di 4. Sep 2018, 15:18

think twice hat geschrieben:(04 Sep 2018, 16:12)

Die meisten von denen waehlen garnicht und maulen auf ihrer Couch, wie ungerecht und Scheisse doch alles ist.


Ok, gebe mich geschlagen. Ich kenne nur wenige Sachsen und war bei den wenigsten zuhause auf deren Couch. Das kann ich also unmöglich beurteilen. Ich wage aber zu behaupten, dass ein echter Rechter am Wahlsonntag auf jeden Fall sein Kreuz machen wird, schließlich will er kein "Weiter so", sondern grundlegend etwas ändern. Ein Nichtwähler ist zwar auch kein echter Demokrat, aber das "Falsche" wählt er sicher nicht.
Stuttgarter

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Stuttgarter » Mi 5. Sep 2018, 06:13

Tomaner hat geschrieben:(05 Sep 2018, 05:32)

tauchte plötzlich der Slogan „#wirsindmehr“ auf dem riesigen Bühnen-Bildschirm auf. Die Menge applaudierte und jubelte.


Das sollte man aber auch nicht naiv überbewerten. Man kann sich in einer Gruppe oder Masse auch darin suhlen zu den "Anständigen" zu gehören - einer Dynamik zu folgen. Wie man wirklich denkt, sieht ja keiner. Wichtig ist nur, wie einen andere wahrnehmen. Wahlen sind ja geheim.
Stuttgarter

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Stuttgarter » Mi 5. Sep 2018, 06:50

Julian hat geschrieben:(04 Sep 2018, 23:40)

Beim Konzert wird der Tod des Opfers mit Opfern rechter Gewalt in Zusammenhang gebracht, so, als seien es nicht Flüchtlinge gewesen, die ihn getötet haben. .


Und trotzdem gehört die Trauer der Familie und den Freunden des Opfers. Daniel H. wird ja nicht nur von denen vereinnahmt und instrumentalisiert, die sich gegen die aktuelle Migrationspolitik stellen, sondern auch von genau den anderen. Es ist so oder so pietätlos. Die spärlichen Informationen, die ich habe, besagen, dass Daniel H. deutsche und kubanische Wurzeln hatte, dass er eher links, als rechts eingestellt war. Der Augenblick des Angriffs war für ihn aber sicher sehr persönlich und völlig unpolitisch, insbesondere als er sich klar wurde, dass er diese Situation wohl nicht überleben würde.

Ähnlich erging es mir schon ein paar Mal, wenn von Morden an jungen Mädchen berichtet wurde, die ich zwar nicht aufzählen und namentlich benennen könnte, aber die mir vage in Erinnerung sind. Diese Mädchen hatten Beziehungen zu ihren späteren Tätern oder bewegten sich in Flüchtlingsunterkünften, suchten also die Nähe zu diesen Menschen. Politisch gehörten diese Opfer (und ihre Familien?) also sicher nicht dem rechten Spektrum an, trotzdem wurden und werden sie von diesem instrumentalisiert.

Auch unsere männliche Selbstwahrnehmung ist etwas rückständig und falsch. Unsere Mädchen und Frauen sind emanzipiert, selbstbewusst und selbstbestimmt. Trotzdem stellen wir uns ungefragt schützend vor sie, glauben, wir müssten sie vor Kopftüchern, Burkas und einem rückständigen Frauenbild der Zugewanderten beschützen. Männer protestieren also im Namen der Frauen. Aber genau diese Frauen kämpfen gar nicht dagegen an. Man schaue sich nur mal in der Politik um, welche Frauen sich für die Migration aus Syrien, Afghanistan,Iran, Irak, Afrika... einsetzen. Die Frauen der Grünen zeigen es uns überdeutlich.

Vielleicht wurden wir deutschen Männer auch von den Frauen in der Vergangenheit vielfach als schwache Weicheier wahrgenommen. Und nun kommen richtige Kerle, die einmal zeigen wo genau der Frosch die Locken hat. Um es überspitzt darzustellen, es ist Sache der Frauen, wenn sie und ihre Töchter in (ferner?) Zukunft den Bikini gegen einen Burkini tauschen müssen, nur noch in männlicher Begleitung das Haus verlassen dürfen und ihren Weg zurück an den Herd gezeigt bekommen.

Frauen haben ja Gott sei Dank ein Wahlrecht. Es steht ihnen völlig frei eine Claudia Roth oder eine Alice Weidel zu wählen. Oder eine Angela Merkel, Andrea Nahles.... Aus diesem Grund müssen wir Männer uns gar nicht aufplustern.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 20908
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon H2O » Mi 5. Sep 2018, 06:53

Billie Holiday hat geschrieben:(05 Sep 2018, 07:29)

Schön, dass nicht ein einziger der Anständigen auch nur ein Wort darüber verloren hat, dass es nicht nett ist, andere abzustechen.
Was für eine achselzuckende Gleichgültigkeit und was für ein schwarz-weiß-Denken. :dead:


Die Veranstaltung hatte doch mit einer gemeinsamen Schweigeminute begonnen... so meine Nachrichtenlage. Insofern verstehe ich Ihre verärgerte Wortmeldung nicht. Man kann doch nicht zu jeder Zeit alles sagen.
Benutzeravatar
MäckIntaier
Beiträge: 811
Registriert: Mi 8. Aug 2018, 10:21
Wohnort: Auch

Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon MäckIntaier » Mi 5. Sep 2018, 07:02

Tomaner hat geschrieben:(05 Sep 2018, 05:32)


Ähnlich äußerte sich der Frontmann der irischen Rockband U2. Sänger Bono rief am Freitagabend mehr als 14.000 Fans in der Berliner Mercedes Benz Arena zu: „Solche Leute gehören nicht zu Europa und diesem Land“, erklärte der 58 Jahre alte Sänger beim Konzert der Band. Während der Show der vier Musiker tauchte plötzlich der Slogan „#wirsindmehr“ auf dem riesigen Bühnen-Bildschirm auf. Die Menge applaudierte und jubelte.


Ein irischer Sänger und überführter Steuervermeider als Referenz für ein argumentum ad verecundiam, also eine Autorität, die einem deutschen Publikum erklärt, wer zu diesem Land gehört und wer nicht. Ein weiterer Kulminationspunkt eines halben Jahrhunderts diskursiven Notstands in einem Lande, das dem Rest Europas und der halben Welt die Welt in guter germanischer Tradition erklären möchte. Da darf der Leser schon am frühen morgen seinen Tag als gerettet einstufen.
If voting made any difference they wouldn't let us do it. (Mark Twain)

Zurück zu „21. Innere Sicherheit“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 3 Gäste