Zu fett! Braucht die Bundeswehr mehr Sport?

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imp
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Zu fett! Braucht die Bundeswehr mehr Sport?

Beitragvon imp » Do 19. Jul 2018, 14:05

Immer wieder gibt es bei Polizei und Bundeswehr die Diskussion, dass die jugendlichen Bewerber im Vergleich zu früher fetter, unbeweglicher und untrainierter werden. Die mangelnde Leistungsfähigkeit hat zuletzt auch zu spektakulären Verletzungen und sogar Todesfällen geführt. Andererseits haben Polizei und Bundeswehr erheblichen Druck, Nachwuchs zu rekrutieren. In Zeiten guter Wirtschaft stehen die Idealbewerber nicht Schlange, der Staatsdienst konkurriert mit der Privatwirtschaft. Einzelne Stimmen werden nun laut, die Menschen da abzuholen wo sie stehen. Damit hat die deutsche Staatsmacht Erfahrung, auch historisch. Konkret würde das für die Ausbildung und den Dienst bedeuten, mehr Sportelemente einzuführen, die gewünschte Leistung verstärkt aufzubauen und zu halten statt einfach zu erwarten und abzurufen. Mehr Eigeninitiative wäre schön, jedoch fühlen sich viele Menschen für ihre körperliche Fitness heute nicht mehr selbst verantwortlich, wenn sie vor allem des Berufes wegen hergestellt werden soll.

Das Problem einer alternden Gesellschaft von Sitzberuflern haben auch immer mehr freiwillige Feuerwehren. Dass Fitness für den Dienst nicht dasselbe ist wie Schlankheitswahn, bestätigt der Feuerwehrmann M. Schimmer aus Gottmannshofen. Der junge Mann von 1,78 m Höhe kommt auf rund 100 kg. Die harte Maskenträgerprüfung hat er schon mehrfach bestanden.

Der Allgemeinmediziner Dr. Jakob Berger aus Herbertshofen führt die gesetzlichen Untersuchungen durch und sagt dazu: „Der BMI ist ein schlechter Parameter für die Fitness, ich kenne viele gut gebaute Männer mit einem relativ hohen BMI.“
Er wird seine Beurteilungen nach den gleichen Parametern vornehmen, wie bisher. „Ein fitter Dicker ist besser, als ein schlanker Unsportlicher.“

https://www.feuerwehr-gottmannshofen.de ... hrmann.htm

Zurück zur Bundeswehr. Hier tut sich nun was. Im Heer wird eine Umstellung der Grundausbildung umgestellt, mehr Sport ist nun drin. In Hagenow hat sich das der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer schon mal angeschaugt.

Nicht zum ersten Mal schaut das ganze deutsche Heer, ja die ganze Bundeswehr auf die Panzergrenadiere in Hagenow. Seit sechs Wochen wird dort in der Grundausbildung der Rekruten ein Modellprojekt entwickelt und täglich getestet, das die Soldaten körperlich leistungsfähiger machen soll. Die dem Drei-Sterne-General Jörg Vollmer demonstrierten Ergebnisse sind eindeutig.

„Ich bin total begeistert und werde dieses Programm dem Generalinspekteur vorschlagen, damit es in der ganzen Bundeswehr umgesetzt werden kann“

– Quelle: https://www.svz.de/20473972 ©2018


Die fetten Jahre sind vorbei. Wird der neue Trainingsplan Bewerber eher ansprechen oder abschrecken? Was meint ihr?
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Cat with a whip
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Re: Zu fett! Braucht die Bundeswehr mehr Sport?

Beitragvon Cat with a whip » Do 19. Jul 2018, 15:32

Also ne Drohne als Funker steuern geht auch mit nem BMI 90. Ok, bei den Panzerfahrern wirds eng.
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Re: Zu fett! Braucht die Bundeswehr mehr Sport?

Beitragvon Provokateur » Do 19. Jul 2018, 21:20

Die Bundeswehr kann nur das Personal nehmen, welches die Gesellschaft heranbildet.

Wenn Sport nicht mehr in ist, dann haben wir eben unfitte Soldaten. Das Umstellen der Sportausbildung ist aber dringend nötig.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Zu fett! Braucht die Bundeswehr mehr Sport?

Beitragvon Alpha Centauri » Do 19. Jul 2018, 21:25

Übergewicht ist ein gesellschaftliches globales Problem, Mangelernährung durch zu viel, Fett ,Zucker im Ernährungsstil dazu Bewegungsmangel ( durch Technik, Auto, oder generelle Unlust zur körperlichen Ertüchtigung) , es gibt bereits heute mehr Über - als Untergewichtige Menschen auf der Welt.
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Re: Zu fett! Braucht die Bundeswehr mehr Sport?

Beitragvon Alpha Centauri » Do 19. Jul 2018, 21:32

Ein großes Problem.sind die" Steh - und Sitzberufe" der modernen digitalen Arbeitswelt, der menschliche Körper ist für 8 Stunden sitzen nicht gemacht , das ganze nennt man dann noch um den Humor auf die Spitze zu treiben "Arbeit" gleich wohl.man kaum physisch tätig war,es entfällt der Weg ( also die körperliche Bewegung) schon irgendwo ein Witz die ganze Veranstaltung.
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Re: Zu fett! Braucht die Bundeswehr mehr Sport?

Beitragvon imp » Do 19. Jul 2018, 21:44

Alpha Centauri hat geschrieben:(19 Jul 2018, 22:32)

Ein großes Problem.sind die" Steh - und Sitzberufe" der modernen digitalen Arbeitswelt, der menschliche Körper ist für 8 Stunden sitzen nicht gemacht , das ganze nennt man dann noch um den Humor auf die Spitze zu treiben "Arbeit" gleich wohl.man kaum physisch tätig war,es entfällt der Weg ( also die körperliche Bewegung) schon irgendwo ein Witz die ganze Veranstaltung.

Nun ist im Heer nicht alles ein Sitzberuf.
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Re: Zu fett! Braucht die Bundeswehr mehr Sport?

Beitragvon Moses » Fr 20. Jul 2018, 09:23

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(19 Jul 2018, 22:44)

Nun ist im Heer nicht alles ein Sitzberuf.

Das ist bei der Bundeswehr auch nicht von Belang. Jeder, ob Personaloffizier oder Gebirgsjäger, völlig unabhängig von Truppengattung, Tätigkeit oder Dienstgrad ist in erster Linie Soldat. Eine dauerhafte Sicherstellung der körperlichen fitness ist immer geboten.
Allein das Angebot von Sport in der Dienstzeit scheint auf Dauer nicht ausreichend, Möglichkeiten gibt es heute schon, nur müssen sie umgesetzt werden.
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Zu fett! Braucht die Bundeswehr mehr Sport?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 20. Jul 2018, 09:29

Dieser Strang ist eine Diskriminierung gewichtsbenachteiligter Menschen! Die Anforderungen müssen gesenkt werden! :cool:
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Re: Zu fett! Braucht die Bundeswehr mehr Sport?

Beitragvon Quatschki » Fr 20. Jul 2018, 09:35

Die Kriege der Zukunft werden mit psychobiologischen Waffen geführt.
Das angegriffene Land merkt garnicht mehr, wie sich die Gehirnmaden ausbreiten und den Wirtskörpern die Botenstoffe ins Gehirn pumpen, die den Selbstbehauptungswillen unterdrücken und sie zu Fatalismus und Unterwerfung animieren.
Ob fett oder dürr spielt überhaupt keine Rolle.
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Re: Zu fett! Braucht die Bundeswehr mehr Sport?

Beitragvon imp » Fr 20. Jul 2018, 09:46

Moses hat geschrieben:(20 Jul 2018, 10:23)

Das ist bei der Bundeswehr auch nicht von Belang. Jeder, ob Personaloffizier oder Gebirgsjäger, völlig unabhängig von Truppengattung, Tätigkeit oder Dienstgrad ist in erster Linie Soldat. Eine dauerhafte Sicherstellung der körperlichen fitness ist immer geboten.
Allein das Angebot von Sport in der Dienstzeit scheint auf Dauer nicht ausreichend, Möglichkeiten gibt es heute schon, nur müssen sie umgesetzt werden.

Das stimmt, jedoch ist das Ausmaß der benötigten und tolerablen Fitness in einigen Bereichen ausgeprägter als in anderen. Die Bundeswehr und andere Behörden versuchen derzeit, picklige IT-Nerds und ihre weiblichen Pongdengs für den Dienst an der überwiegend virtuellen Waffe wegzukaschen. Da wird man wohl einen Weg zwischen Erfordernissen im Normal- und Unnormalfall, Attraktivität und Schaffung von Fakten statt Akzeptanz finden müssen.

Die arbeitslosen Wehrsportossis mit abgebrochener Maurohrlähre sind irgendwie nicht mehr vorhanden, nicht mehr gefragt oder sonst wie nicht mehr prägend.
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Re: Zu fett! Braucht die Bundeswehr mehr Sport?

Beitragvon Moses » Fr 20. Jul 2018, 10:09

Quatschki hat geschrieben:(20 Jul 2018, 10:35)

Die Kriege der Zukunft werden mit psychobiologischen Waffen geführt.
Das angegriffene Land merkt garnicht mehr, wie sich die Gehirnmaden ausbreiten und den Wirtskörpern die Botenstoffe ins Gehirn pumpen, die den Selbstbehauptungswillen unterdrücken und sie zu Fatalismus und Unterwerfung animieren.
Ob fett oder dürr spielt überhaupt keine Rolle.

Manche versuchen auch mit VT‘s „Krieg“ zu spielen, nun ja.
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Zu fett! Braucht die Bundeswehr mehr Sport?

Beitragvon Quatschki » Fr 20. Jul 2018, 10:53

Moses hat geschrieben:(20 Jul 2018, 11:09)

Manche versuchen auch mit VT‘s „Krieg“ zu spielen, nun ja.

Ein Hauptsymptom für akuten Madenbefall ist es, diesen zu leugnen.
Das ist ja gerade das Perfide an dieser Art der Kriegsführung.
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Re: Zu fett! Braucht die Bundeswehr mehr Sport?

Beitragvon imp » Fr 20. Jul 2018, 11:31

Quatschki hat geschrieben:(20 Jul 2018, 11:53)

Ein Hauptsymptom für akuten Madenbefall ist es, diesen zu leugnen.
Das ist ja gerade das Perfide an dieser Art der Kriegsführung.

Vom Klamauk abgesehen hat in einem übertragenen Sinne deine Aussage einen großen Erkenntniswert: Krieg wird heute nicht immer so geführt, dass er wie Krieg aussieht. Die Akteure sind oft nicht so muskelbepackt und ihr Handwerkszeug erfordert es auch nicht immer.
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Re: Zu fett! Braucht die Bundeswehr mehr Sport?

Beitragvon unity in diversity » Fr 20. Jul 2018, 13:27

Wie wäre es mit einer deutschen Légion étrangère?
Für ein ordentliches Salär finden sich überall Kämpfer, die fitter als ein Turnschuh sind.
Merkel muß nur die passenden Werbeplakate an den deutschen Botschaften aushängen lassen. Dazu noch ein paar Cheerleader und der Laden läuft.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.

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