Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

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Cat with a whip
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon Cat with a whip » Di 10. Jul 2018, 09:41

Merkel_Unser hat geschrieben:(10 Jul 2018, 09:58)

Und Fahrzeuge wie Traktoren oder langsame LKW überholt trotzdem irgendwann jeder (oder versucht es).


Wenn kein Gegenverkehr kommt ist das ja auch möglich und legitim. Rasen bringt ohnehin nichts.

Info: Überholen bei unklarer Verkehrslage, dazu noch Gefährdung bringt 1 Monat Fahrverbot, 250 EUR Geldbuße und 2 Punkte und ist bereits eine Straftat.
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watisdatdenn?
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon watisdatdenn? » Di 10. Jul 2018, 09:42

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Jul 2018, 10:32)
Es gibt heute viele Möglichkeiten, das Profil eines Kfz an den Fahrer anzupassen. Manche Hersteller verknüpfen ein Fahrerprofil mit dem Fahrzeugschlüssel, andere bieten ein Auswahlmenü an. Gängige aktuelle Fahrzeuge bieten auch ein Protokoll von Fahrzeugzustand und letzten Fahrbefehlen vor einem Unfall mit Airbagauslösung. Dazu würde auch das gewählte Fahrprofil zählen.

Jetzt geht es technisch zur Sache ;).

Die persönliche Einstellung auf die Fahrer sind nur auf die Infotainment/Komfort Systeme beschränkt. Es gibt dort keinen Zugriff auf die Motorsteuergeräte (aus nachvollziehbaren Sicherheitsgründen). Diese müsste man aber anpassen, wenn sie Leistung gedrosselt werden soll..
D.h. Man müsste für die Einstellung in eine Werkstatt fahren.

Zukünftig wird es eventuell Systeme mit Over-the-air Updates geben (wie bei Tesla). Aber Stand Heute noch nicht.
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 10. Jul 2018, 09:47

watisdatdenn? hat geschrieben:(10 Jul 2018, 10:42)

Jetzt geht es technisch zur Sache ;).

Nur zu :)

Die persönliche Einstellung auf die Fahrer sind nur auf die Infotainment/Komfort Systeme beschränkt. Es gibt dort keinen Zugriff auf die Motorsteuergeräte (aus nachvollziehbaren Sicherheitsgründen). Diese müsste man aber anpassen, wenn sie Leistung gedrosselt werden soll..
D.h. Man müsste für die Einstellung in eine Werkstatt fahren.


Die entsprechenden Profile müssten entsprechend in der Motorelektronik hinterlegt sein, sodass der Fahrer nur zwischen ihnen wählen kann, ohne sie selbst auszugestalten. Ich kenne mich da nicht so aus. Möglicherweise tun "Fahrerlebnisschalter", "Eco Mode" usw sowas ähnliches bereits.
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Milady de Winter
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon Milady de Winter » Di 10. Jul 2018, 09:50

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Jul 2018, 09:45)

Eine Drosselung der Motorleistung oder der Beschleunigung verlängert Überholmanöver. Das kann dazu erziehen, solche Manöver besser abzuwägen, schafft aber inhärent neue Gelegenheiten für Unfälle. Eine Drosselung der Endgeschwindigkeit ist möglicherweise produktiver. Moderne Computermethoden können dabei vielleicht Faktoren einbauen wie erkannte City- oder Überlandfahrten sowie die Autobahn.


Sehe ich genauso wie Du. Die Beschleunigung ist in meinen Augen nicht das Problem, sondern die zu hohe Geschwindigkeit. Und genau da verschätzen sich die meisten Fahranfänger. Ebenso würden sie sich beim Überholen verschätzen, wenn die Motorleistung gedrosselt würde. Ich persönlich halte das für die größere Gefahr. Bevor man da genau eingeschätzt hat, wann man wie überholen kann, hat's wahrscheinlich schon mal geknallt.
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon watisdatdenn? » Di 10. Jul 2018, 09:58

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Jul 2018, 10:47)
Die entsprechenden Profile müssten entsprechend in der Motorelektronik hinterlegt sein, sodass der Fahrer nur zwischen ihnen wählen kann, ohne sie selbst auszugestalten. Ich kenne mich da nicht so aus. Möglicherweise tun "Fahrerlebnisschalter", "Eco Mode" usw sowas ähnliches bereits.

Das wäre ein interessanter Ansatz. Aber auch die Parameter der Motorsteuergeräte sind vermutlich aktuell von "außen" (Profilsystem) nicht zugreifbar.
Was meinst du warum Daimler in den Werkstätten recht hektisch neue Softwareversionen in das Motorsteuergerät einspielen hat lassen, wenn sich bestimmte Teile des Steuergerätes auch mit dem einfachen Ändern eines Parameters abschalten ließe?
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 10. Jul 2018, 10:40

watisdatdenn? hat geschrieben:(10 Jul 2018, 10:58)

Das wäre ein interessanter Ansatz. Aber auch die Parameter der Motorsteuergeräte sind vermutlich aktuell von "außen" (Profilsystem) nicht zugreifbar.

Beim BMW kann man die Vmax-Begrenzung in den ersten paar Betriebsstunden deaktivieren, danach nur noch mit speziellen Apps oder im Service. Was wohl heißt, dass man schon irgendwie dran kommt.
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 10. Jul 2018, 10:45

Bei Motorrädern hat die Drosselung der Motorleistung für Fahranfänger gut funktioniert, warum sollte das bei Autos anders sein?
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon watisdatdenn? » Di 10. Jul 2018, 10:53

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Jul 2018, 11:40)
Beim BMW kann man die Vmax-Begrenzung in den ersten paar Betriebsstunden deaktivieren, danach nur noch mit speziellen Apps oder im Service. Was wohl heißt, dass man schon irgendwie dran kommt.

Interessant!
Das würde sich lohnen mal genauer draufzuschauen!
Denn das würde tatsächlich bedeuten, dass eine Kommunikation zwischen Motorsteuergerät und Infotainment stattfindet..

Ok es scheint also möglich zu sein.
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon firlefanz11 » Di 10. Jul 2018, 11:29

Bei Unfällen durch Falschfahrer sind Selbige in den meisten Fällen durch Personen über 65 überrepräsentiert. Deshalb bin ich der Meinung man sollte Leute über 65 alle zwei Jahre einer simulierten Fahrprüfung unterziehen, die diverse Situationen simuliert als da wären: Autobahnauffahrten, Beschleunigungsspuren beim Einfahren auf Bundesstraßen, innerstädtische Kreuzungen ohne Ampeln etc. ...

Auf der anderen Seite u. mehr on-topic wäre ich auch dafür bis 30 den Erwerb u. das führen von PkW auf maximal 90 PS zu begrenzen. Gibt zwar auch mehr als genug Testosteronbolzen in den 30ern, 40ern u. 50ern, die der Meinung sind die StVO gelte nur für Andere sowie Frauen, die der Meinung sind sich beweisen zu müssen aber es wär mal ein Anfang...
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon zollagent » Di 10. Jul 2018, 17:56

Cat with a whip hat geschrieben:(10 Jul 2018, 09:17)

Die Unfallstatistiken zeigen klar, dass es junge Männer sind die in der Unfallstatistik als Verursacher deutlich überrepräsentiert sind.
https://www.dvr.de/unfallstatistik/de/junge-erwachsene/

Warum handelt die Regierung nicht endlich und begrenzt die Motorleistung für Fahranfänger, in etwa in der Form eines Stufenführerscheins?
Es wäre auch kein Problem zum Beispiel bei gemeinschaftlich genutzen Fahrzeugen wie etwa Familienkutschen diese drosseln zu lassen, damit sie auch von Fahranfängern genutzt werden können.

Ich denke eine Drosselung auf 60 PS bis 24 Jahre oder für die ersten 5 Jahre nachgewiesener Fahrpraxis würde die Sicherheit in Deutschland verbessern. Was meint das Forum?

Auch mit 60 PS kannst du aus der Kurve fliegen. Ich halte das für Humbug.
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon Realist2014 » Di 10. Jul 2018, 18:04

firlefanz11 hat geschrieben:(10 Jul 2018, 12:29)

Bei Unfällen durch Falschfahrer sind Selbige in den meisten Fällen durch Personen über 65 überrepräsentiert. Deshalb bin ich der Meinung man sollte Leute über 65 alle zwei Jahre einer simulierten Fahrprüfung unterziehen, die diverse Situationen simuliert als da wären: Autobahnauffahrten, Beschleunigungsspuren beim Einfahren auf Bundesstraßen, innerstädtische Kreuzungen ohne Ampeln etc. ...

..


wie verteilt sich denn diese "Überrepräsentierung" ( in Jahresschritten)

hast du da eine Quelle ?
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon Cat with a whip » Mi 11. Jul 2018, 09:13

zollagent hat geschrieben:(10 Jul 2018, 18:56)

Auch mit 60 PS kannst du aus der Kurve fliegen. Ich halte das für Humbug.

Wenn man entsprechend fährt schafft man das auch mit 20 PS und bei 50 km/h, aber die Fälle in denen Unfähigkeit und Unvernunft Schaden verursachen werden in Ausmaß und Häufigkeit reduziert. Wir sind hier im Bereich der Wahrscheinlichkeit und Statistik, nicht mehr des Einzelfalls.

Aber ihr Hinweis ist gut, denn den nehme ich hiermit zum Anlass die zu diskutierende Begrenzung auf eine Kombination aus Leistung und bauartbedinger Höchstgeschwindigkeit zu erweitern. Evtl. Tempo 100 und max. Leistung von 60 PS für Fahranfänger in der Probezeit. Dann bis 24 Jahre max. 130 km/h. Da hat sich dann auch der Hormonspiegel vieler Männchen harmonisiert.

Übrigens: 60 PS sind bereits eine enorme Leistung! Das wird nur nicht mehr erkannt, da die Auto-Hersteller die Maschinen immer weiter hochgezüchtet haben und entsprechende Modelle verkaufen. Normalerweise sind auch 60 PS für alltägliche Fahrten mit dem PKW völlig ausreichend.
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon Milady de Winter » Mi 11. Jul 2018, 09:38

Hier ein interessanter Bericht mit einer weiteren Option, Fahranfänger zu "besseren" Fahrern zu machen:

https://www.zeit.de/mobilitaet/2016-01/ ... tes-fahren

So gelingt der Start hinterm Lenkrad
Den Führerschein mit 17 machen, danach einen neueren Jahreswagen fahren: Wir verraten, warum das eine gute, sichere Kombination für Fahranfänger ist.
Die Faktenlage ist eindeutig: Begleitetes Fahren mit 17 senkt das Unfallrisiko von Fahranfängern deutlich. Studien zeigen, dass junge Fahrer, die am sogenannten BF17 teilnehmen, fast 29 Prozent weniger Unfälle verursachen als Fahranfänger mit 18.


Das halte ich persönlich fürs beste Training, vorausgesetzt die Begleitperson verfügt über ein normales Maß an Verantwortungsbewusstsein.

und weiter:

Der Kauf eines Autos für Fahranfänger ist zwar in erster Linie eine finanzielle Angelegenheit. Doch Fahranfänger in alte Autos zu setzen, das gehe gar nicht, findet DVR-Experte Schulte. "Das erhöht das Unfallrisiko." Er empfiehlt aus Gründen der Sicherheit einen kleinen Neu- oder Jahreswagen. "Die haben Sicherheitsfeatures und das ist sehr wichtig." Es müssen keine ausgefallenen Fahrerassistenzsysteme sein, die Autos sollten aber dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.

Ein Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), Front- und Seitenairbags gehören nach Empfehlungen des ADAC zur Grundausstattung eines Autos für Anfänger. Der Rat des Automobilclubs: Lieber weniger Komfort, dafür mehr Sicherheit. Klein- und Mittelklassewagen sind leicht zu handhaben. Allzu schwache Motorvarianten bergen zwar Risiken beim Überholen. Doch die Faustregel des ADAC zur Motorisierung heißt: nicht über 100 PS!


Es lässt sich ganz sicher ein Mittelweg finden zwischen einem Fahrzeug, das aufgrund seines Gewichtes vs. vorhandener PS eher Risiko als Nutzen ist und einem Rennwagen, bei dem es sich aus den entgegengesetzten Gründen genauso verhält.
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon Cat with a whip » Mi 11. Jul 2018, 11:08

Dass natürlich die Fahrer in Begleitung einer älteren Person mit Führerschein weniger Mist bauen ist plausibel. Entscheidend ist jedoch wie sich die Teilnehmer des begleitenden Fahrens dann später im Vergleich zu den Gleichaltrigen verhalten. Darüber steht da nichts. Jedoch sollen schon früher Studien gezeigt haben, dass sich so die Unfallzahlen senken lassen. Gut so.

Der Erfolg des belgeitenden Fahrens führt aber zwingenderweise zu der Überlegung GRUNDSÄTZLICH auch für junge Menschen das begleitende Fahren im ersten Jahr des Führerscheinbesitzes einzuführen. D.h. dass wenn man für 17-Jährige Erfolge bejubelt, gibts es kaum Gründe dies auch nicht für 18-jährige zu erwarten.

Grundsätzlich sind diese Initiativen Führerscheine bereits auch jüngeren Fahrern auszuhändigen und der Ratschlag der absurden 100 PS-Grenze durchsichtige Propaganda der Autolobby. Mehr als 100 PS braucht generell kein privater PKW und die Einführung des Führerschein mit 17 geht auch auf wirtschaftliche Interessen zurück mehr Kunden zu generieren. Mittlerweile versuchen Lobbyisten die Altersgrenze auf 16 zu senken. Da wäre ich kritisch.
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 11. Jul 2018, 11:46

Realist2014 hat geschrieben:(10 Jul 2018, 19:04)

wie verteilt sich denn diese "Überrepräsentierung" ( in Jahresschritten)

hast du da eine Quelle ?


Bitte sehr (die statista Zahlen zwar nicht in Jahresschritten aber auch so aussagekräfig genug...):

Zum Alter von Geisterfahrern haben die Wissenschaftler Polizei- Informationen zu 356 Fällen ausgewertet. Demnach waren 31 Prozent älter als 65, gefolgt von jüngeren Autofahrern zwischen 18 und 35 Jahren (14 Prozent).

https://www.augsburger-allgemeine.de/wi ... 98261.html

https://de.statista.com/statistik/daten ... erfahrern/
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon Milady de Winter » Mi 11. Jul 2018, 13:24

Cat with a whip hat geschrieben:(11 Jul 2018, 12:08)

Grundsätzlich sind diese Initiativen Führerscheine bereits auch jüngeren Fahrern auszuhändigen und der Ratschlag der absurden 100 PS-Grenze durchsichtige Propaganda der Autolobby. Mehr als 100 PS braucht generell kein privater PKW...

Mehr als 100 qm braucht auch keiner zum Wohnen, man braucht generell keinen Urlaub im Ausland, kein Kino, Theater, Oper, Essen im Restaurant... und im Grunde braucht heutzutage auch kaum noch jemand einen Führerschein, aber hey...

...und die Einführung des Führerschein mit 17 geht auch auf wirtschaftliche Interessen zurück mehr Kunden zu generieren. Mittlerweile versuchen Lobbyisten die Altersgrenze auf 16 zu senken. Da wäre ich kritisch.

Mehr Kunden zu generieren? Wie das? Wer seinen Schein schon mit 17 macht und sich sein Auto holt, der macht ihn mit 18 nicht mehr und holt sich ein Jahr später auch nicht zwangsläufig einen neuen Wagen. Wo ist da genau das Mehr? Von der Altersgrenze her sehe ich da nicht unbedingt das große Problem. Ich würde zwar auch nicht auf 16 gehen, aber möglich wäre es in meinen Augen.
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 11. Jul 2018, 13:28

Milady de Winter hat geschrieben:(11 Jul 2018, 14:24)

Mehr als 100 qm braucht auch keiner zum Wohnen, man braucht generell keinen Urlaub im Ausland, kein Kino, Theater, Oper, Essen im Restaurant... und im Grunde braucht heutzutage auch kaum noch jemand einen Führerschein, aber hey...



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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon Teeernte » Mi 11. Jul 2018, 14:14

Insgesamt gab es das schon mal....die "Alterabhängige" Leistungsbegrenzung....

Man hat für Rennsemmeln einfach keine Versicherung gefunden - die Rennsemmel+jungen Mann versichert.

Warum sollen andere Personengruppen die Schäden einer eng begrenzten anderen - selbstverursachten mitversichern.

Dann kamen die GenderFREE Urteile....und die Versicherungen sind umgeschwenkt. (die Beiträge wurden gesenkt) ... Die Unfälle bleiben.

Nun kassiert man bei Rentnern ab. (Na klar - der Gewinn der Versicherung bleibt).

Ich erwarte in Zukunft eh eine "Fahrerkarte" - die Fahrerlaubniskarte - die mit dem Auto kommuniziert. ....ob auf Arbeit oder Privat - EINE KARTE !

Bei den Berufskraftfahrern lange schon NORMAL.

Damit werden viele Dinge geregelt... Fahrverbote durchgesetzt, - man könnte dauer "Unfallfahrer" / junge Männer .... bestimmte Fahreinschränkungen ( Dunkelheitsfahrten, Fahranfänger....) durchsetzen. Möglich dann auch Auto mit Mopedschein...das Auto könnte dann abgeregelt fahren.

....und man hätte einen Diebstahlschutz.... (Mit einer "Gastmeldung" per Handy vom Eigentümer kurzzeitig auszuschalten // + Versicherungsnachmeldung)

Ich kann mir auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung (Reaktionstest) vorstellen.....

Das Testosteron wird jedoch aus den jungen Männern keine "Verständnisvollen" Verkehrsteilnehmer machen. :D :D :D
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon Cat with a whip » Mi 11. Jul 2018, 16:17

Milady de Winter hat geschrieben:(11 Jul 2018, 14:24)

Mehr als 100 qm braucht auch keiner zum Wohnen, man braucht generell keinen Urlaub im Ausland, kein Kino, Theater, Oper, Essen im Restaurant... und im Grunde braucht heutzutage auch kaum noch jemand einen Führerschein, aber hey...


Mehr Kunden zu generieren? Wie das? Wer seinen Schein schon mit 17 macht und sich sein Auto holt, der macht ihn mit 18 nicht mehr und holt sich ein Jahr später auch nicht zwangsläufig einen neuen Wagen. Wo ist da genau das Mehr? Von der Altersgrenze her sehe ich da nicht unbedingt das große Problem. Ich würde zwar auch nicht auf 16 gehen, aber möglich wäre es in meinen Augen.



Vom Thema auf andere Dinge ablenken hilft ja nicht, es ging um Sicherheit.
Ein Jahr früher fahren erweitert die Zahl der möglichen Autofahrer.

Trotzdem guter Hinweis von Ihnen dass man eingenltich ja auch Führerscheinneulinge begleitet fahren lassen sollte weil das die Unfälle signifikant und nachweislich senkt.

Das gilt ja dann auch für Fahranfänger ab 18! Putzigerweise wird das dann nicht mehr von den Autolobbyisten gefordert.
Zuletzt geändert von Cat with a whip am Mi 11. Jul 2018, 16:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Brauchen wir eine altersabhängige Leistungsbegrenzung bei KFZ?

Beitragvon Milady de Winter » Mi 11. Jul 2018, 16:19

Cat with a whip hat geschrieben:(11 Jul 2018, 17:17)

Vom Thema auf andere Dinge ablenken hilft ja nicht, es ging um Sicherheit.
Ein Jahr früher fahren erweitert die Zahl der möglichen Autofahrer.

Klar. Aussagen wie "mehr als 100 PS braucht kein privater PKW" erhöhen die Sicherheit aber leider auch nicht.
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