Greenpeace färbt Straßen gelb

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jack000
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Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon jack000 » Di 26. Jun 2018, 17:29

„Saudumm“ und „gefährlich“ - Greenpeace färbt Straßen gelb

Gelb und rutschig – so waren die Straßen rund um die Berliner Siegessäule am Dienstag. Greenpeace-Aktivisten hatten auf dem wichtigen Verkehrknotenpunkt Tausende Liter Farbe verteilt. Die Aktion sorgte für Empörung.

er mehrspurige Kreisverkehr rund um die Berliner Siegessäule mit mehreren Ausfahrten ist für viele Autofahrer ohnehin schon eine Herausforderung. Am Dienstagmorgen machten Umweltschützer von Greenpeace es ihnen und anderen Betroffenen noch schwerer. Die Aktivisten verteilten etwa 3500 Liter Farbe auf dem Verkehrsknotenpunkt und den umliegenden Straßen, so dass das Ganze aus der Luft so aussah wie eine Sonne. Die Fahrbahnmarkierungen waren plötzlich nicht mehr zu sehen und Autos wurden beschmutzt.

Die Umweltschützer wollten ein „strahlendes Symbol für die Energiewende“ schaffen. Jetzt ermittelt die Polizei gegen sie. Auf Unverständnis und Empörung stieß die Aktion bei Nutzern von sozialen Medien und Politikern.

Anlass ist das erste Treffen der Kohlekommission der Bundesregierung am Dienstag. „Der verschleppte Kohleausstieg ruiniert Deutschlands Klimabilanz und bremst die Modernisierung unseres Energiesystems hin zu Solar und Windkraft“, sagte Greenpeace-Sprecher Christoph von Lieven. Bei der Farbe handelt es sich laut Greenpeace um ein ökologisch unbedenkliches, selbst angerührtes Gemisch aus Zellulose und dem Mineral Spinell.

Die Polizei hält das Ganze für weniger unbedenklich. Sie nahm vor Ort die Personalien von etwa 15 Aktivisten auf und ermittelt nun wegen des Verdachts verschiedener Straftaten. Es gehe um den gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und den Verstoß gegen das Versammlungsgesetz, sagte ein Sprecher. Die Aktion war nicht angemeldet. Einen Bericht, wonach eine Radfahrerin gestürzt war, konnte die Polizei nicht bestätigen.

Bei Facebook erntete Greenpeace neben zustimmenden Likes und Lachern auch negative Kommentare. So sprechen Nutzer von einer „saudummen, weil lebensgefährlichen“ Aktion, fragen, an wen sie die Reinigungsrechnung fürs Auto schicken können, oder ob die Reinigung zahlreicher Autos auch umweltfreundlich ist. „Diesmal seid ihr zu weit gegangen“, schrieb ein Autofahrer, der nach eigenen Angaben Anzeige erstattet hat.

„Meine Vespa ist von unten gelb. Schuhe sind gelb. Hose ist gelb. Unfallgefahr war hoch für Zweiräder. Wer zahlt den Schaden bei einem Sturz? Die Klamotten, die Reparatur? Die Arztrechnung?“, fragt eine andere Nutzerin, die Greenpeace zwar möge, aber die Aktion „unter dem Strich dann doch nicht cool ...“ findet.

Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Berlin, Oliver Friederici, sprach von einer „unglaublichen Schweinerei“. Greenpeace müsse für die Reinigung sowie für alle weiteren Konsequenzen der „irren Farbschmiererei“ aufkommen und sich bei den Berlinern entschuldigen, forderte er.

Putzen musste die Berliner Stadtreinigung (BSR). Sie war stundenlang im Einsatz – zunächst mit drei Spülwagen und fünf Kehrmaschinen. Im Laufe des Tages wurde die Zahl der Kehrmaschinen auf acht aufgestockt. Die Mitarbeiter fuhren laut einem Sprecher mehrere Durchgänge, um die Farbe zu entfernen.

Die Polizei hatte die BSR angefordert. Die Kosten für die Reinigung müsse der Verursacher tragen, so ein BSR-Sprecher. Eine Summe konnte er noch nicht nennen. Die hänge von der Dauer der Reinigung ab. Er schätzte, dass die Mitarbeiter noch bis zum Nachmittag damit beschäftigt sein würden.

https://www.welt.de/vermischtes/article ... e-aus.html

Gerade Zweirräder sind dadurch gefährdet worden. Was die hier gemacht haben, hat nichts mehr mit einer "Aktion" zu tun, sondern war schlichtweg eine organisierte kriminelle Handlung!
Was sind das denn für Idioten? Die halten sich wohl für über den Dingen stehend und meinen sich alles erlauben zu können? Wo sind da noch die Grenzen gesetzt?
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon watisdatdenn? » Di 26. Jun 2018, 17:45

Das tat der Umwelt sicher auch nicht gut >(
Ressourcenverschwendung
Wasser die Farbe biologisch abbaubar und gesundheitlich unbedenklich?! Wohl eher nicht.

Usw..

Ich finde die Energiewende ja auch gut, weil ich den Arabern und auch russen kein deutsches Geld gönne, aber so eine Aktion ist einfach für'n Arsch..
Das Geld wäre besser in Photovoltaik investiert gewesen!

Aber OK.. Es kommt nicht überraschend wenn man auf den Ort schaut:
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 26. Jun 2018, 18:22

Sieht irgendwie cool aus.
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon Alexyessin » Mi 27. Jun 2018, 11:50

jack000 hat geschrieben:(26 Jun 2018, 18:29)
sondern war schlichtweg eine organisierte kriminelle Handlung!


Eine WAS?`Mach dich nicht lächerlich. Weißt du, was organisierte Kriminalität ist?
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon Cat with a whip » Mi 27. Jun 2018, 12:17

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(26 Jun 2018, 19:22)

Sieht irgendwie cool aus.


Recht effektvoll. Komm jetzt nur nicht drauf warum ausgerechnet gelb.
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon relativ » Mi 27. Jun 2018, 12:41

jack000 hat geschrieben:(26 Jun 2018, 18:29)

https://www.welt.de/vermischtes/article ... e-aus.html

Gerade Zweirräder sind dadurch gefährdet worden. Was die hier gemacht haben, hat nichts mehr mit einer "Aktion" zu tun, sondern war schlichtweg eine organisierte kriminelle Handlung!
Was sind das denn für Idioten? Die halten sich wohl für über den Dingen stehend und meinen sich alles erlauben zu können? Wo sind da noch die Grenzen gesetzt?

Mal wieder typisch wie du wieder übertreiben muss um diese Tat zu überhöhen.
Es sollte für diese Schweinerrei natürlich ne Strafe geben und sollte da jemand zu schaden gekommen sein, sollten diese Schmierfinken dafür auch gerade stehen. Auch Protest hat seine Grenzen und die wurden hier m.M. auch klar überschritten, vor allem weil man dies hier ohne Absprache gemacht hat und sich noch zu Fein war die Sauerrei wieder wegzumachen.
Nur gehe ich nicht so weit die Leute in einen Sack mit organisierten Schwerstverbrechen zu packen.
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 27. Jun 2018, 13:04

Alexyessin hat geschrieben:(27 Jun 2018, 12:50)

Weißt du, was organisierte Kriminalität ist?

Erkennst du den Unterschied zwischen "organisierte kriminelle Handlung" und "organisierte Kriminalität"?
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon Alexyessin » Mi 27. Jun 2018, 13:07

Tom Bombadil hat geschrieben:(27 Jun 2018, 14:04)

Erkennst du den Unterschied zwischen "organisierte kriminelle Handlung" und "organisierte Kriminalität"?


Es scheint nicht nur mir diese Übertreibung aufgefallen zu sein. Wenn du sowas für okay befindest, bitte.
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon relativ » Mi 27. Jun 2018, 13:13

Tom Bombadil hat geschrieben:(27 Jun 2018, 14:04)

Erkennst du den Unterschied zwischen "organisierte kriminelle Handlung" und "organisierte Kriminalität"?


Unterschied zwischen einer Straftat und einer Ordnungswidrigkeit?

Die moderne Gesetzgebung ist der Auffassung, dass bei leichten Straftaten das Verhängen eines Bußgelds sinnvoller ist, als die Anwendung des Strafrechts, da der Unrechts- und Schuldgehalt weniger schwerwiegend ist als bei erheblichen Straftaten.
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 27. Jun 2018, 16:20

Cat with a whip hat geschrieben:(27 Jun 2018, 13:17)

Recht effektvoll. Komm jetzt nur nicht drauf warum ausgerechnet gelb.


Es soll von oben wie eine Sonne aussehen, quasi als Symbol für regenerative Energien.
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon Cat with a whip » Mi 27. Jun 2018, 20:51

Danke, gibt Sinn mit der Sonnenstrahlenform des Kreisels. Eventuell hätte man das auch mit der Radler-Sternfahrt mit gelben Trikots hinbekommen. Klar, dann wärs nur temporär ohne Nervfaktor.
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon Dark Angel » Do 28. Jun 2018, 12:19

Alexyessin hat geschrieben:(27 Jun 2018, 12:50)

Eine WAS?`Mach dich nicht lächerlich. Weißt du, was organisierte Kriminalität ist?

Was Green Peace da fabriziert hat, kann man durchaus "organisierte kriminelle Handlung" nennen.
Das Ausbringen gelber Farbe auf der Fahrbahn stellt einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr dar und erfüllt somit einen Straftatsbestand. Was ist eine Straftat anderes als eine kriminelle Handlung?
Die Straftat ist ja nicht spontan durchgeführt worden, sondern geplant und oganisiert - ergo eine "organisierte kriminelle Handlung".
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon Cat with a whip » Do 28. Jun 2018, 12:41

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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon relativ » Do 28. Jun 2018, 13:21

Dark Angel hat geschrieben:(28 Jun 2018, 13:19)

Was Green Peace da fabriziert hat, kann man durchaus "organisierte kriminelle Handlung" nennen.
Das Ausbringen gelber Farbe auf der Fahrbahn stellt einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr dar und erfüllt somit einen Straftatsbestand. Was ist eine Straftat anderes als eine kriminelle Handlung?
Die Straftat ist ja nicht spontan durchgeführt worden, sondern geplant und oganisiert - ergo eine "organisierte kriminelle Handlung".


Die moderne Gesetzgebung ist der Auffassung, dass bei leichten Straftaten das Verhängen eines Bußgelds sinnvoller ist, als die Anwendung des Strafrechts, da der Unrechts- und Schuldgehalt weniger schwerwiegend ist als bei erheblichen Straftaten.
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon Dark Angel » Do 28. Jun 2018, 13:58

relativ hat geschrieben:(28 Jun 2018, 14:21)

Die moderne Gesetzgebung ist der Auffassung, dass bei leichten Straftaten das Verhängen eines Bußgelds sinnvoller ist, als die Anwendung des Strafrechts, da der Unrechts- und Schuldgehalt weniger schwerwiegend ist als bei erheblichen Straftaten.

Nochmal: was Green Peace da veranstaltet hat, nennt sich gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und das ist KEINE leichte Straftat, die mit einem "dududu" und einem Bußgeld geahndet wird.
Ein Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr IST eine erhebliche Straftat - zählt zu den gemeingefährlichen Straftaten!

§ 315b StGB
Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr

(1) Wer die Sicherheit des Straßenverkehrs dadurch beeinträchtigt, daß er
1. Anlagen oder Fahrzeuge zerstört, beschädigt oder beseitigt,
2. Hindernisse bereitet oder
3. einen ähnlichen, ebenso gefährlichen Eingriff vornimmt,

und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.


(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Handelt der Täter unter den Voraussetzungen des § 315 Abs. 3, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.


Und genau DAS (gefettet und unterstrichen) trifft hier zu!

Unfälle, Verletzungen, Unfälle mit Todesfolge wurden bei der Aktion billigend in Kauf genommen und noch etwas kommt erschwerend hinzu - das nennt sich Vorsatz.

Die haben nicht nur fahrlässig gehandelt, sondern vorsätzlich!
Wenn unser Rechtsstaat noch funktioniert, atmen die für mindestens ein Jahr "gesiebte Luft".
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon relativ » Do 28. Jun 2018, 14:05

Dark Angel hat geschrieben:(28 Jun 2018, 14:58)

Nochmal: was Green Peace da veranstaltet hat, nennt sich gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und das ist KEINE leichte Straftat, die mit einem "dududu" und einem Bußgeld geahndet wird.

Nun bisher sagt dies "nur" die Polizei und sicherlich ist dies ein Eingriff in den Strassenverkehr. Ob dieser jetzt Gemeingefährlich war oder sogar als organisierte Kriminalität durchgeht d.h. strafrechtlich relevant ist, ist noch mal eine ganz andere Geschichte. Dies entscheiden dann wohl Richter, ob die Akteure von Greenpeace für organisierte Kriminalität verurteilt werden. Wenn ich wetten könnte, wette ich dagegen.

Btw. Bei Kriminalität spricht man automatisch von Strafrechtlich relevanten Handlungen und organisiert ist noch mal ne Schippe schlimmer. Aber mit Kanonen auf Spatzen schießen, darin sind hier einige user absolute Spitze.
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon Dark Angel » Do 28. Jun 2018, 14:50

relativ hat geschrieben:(28 Jun 2018, 15:05)

Nun bisher sagt dies "nur" die Polizei und sicherlich ist dies ein Eingriff in den Strassenverkehr.

Achsooo das sagt nur die Polizei. Na dann muss man das ja nicht so "verbissen sehen" - gelle.
Es ist ja nur die Polizei, die die Sicherheit des Straßenverkehrs und die innere Sicherheit gewährleisten muss.
Und es war eben KEIN (einfacher) Eingriff in den Straßenverkehr, sondern ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.
Siehe zitierten Paragraphen des StGB:
"Wer die Sicherheit des Straßenverkehrs dadurch beeinträchtigt, daß er
1. Anlagen oder Fahrzeuge zerstört, beschädigt oder beseitigt,
2. Hindernisse bereitet oder
3. einen ähnlichen, ebenso gefährlichen Eingriff vornimmt, ..."


Objektiver Tatbestand
Der objektive Tatbestand des § 315b StGB setzt sich aus mehreren Akten zusammen: einer Tathandlung und einem zweigeteilten Gefährdungserfolg. Der Tatbestand erfordert nicht, dass der Täter einen anderen schädigt; es genügt, wenn er die konkrete Gefahr eines Schadens verursacht. Somit normiert § 315b StGB ein konkretes Gefährdungsdelikt. Dieses stellt anders als einige andere Verkehrsdelikte kein eigenhändiges Delikt dar, sodass es im Gegensatz zu § 315c StGB in Mittäterschaft oder mittelbarer Täterschaft begangen werden kann"
Quelle


relativ hat geschrieben:(28 Jun 2018, 15:05) Ob dieser jetzt Gemeingefährlich war oder sogar als organisierte Kriminalität durchgeht d.h. strafrechtlich relevant ist, ist noch mal eine ganz andere Geschichte. Dies entscheiden dann wohl Richter, ob die Akteure von Greenpeace für organisierte Kriminalität verurteilt werden. Wenn ich wetten könnte, wette ich dagegen.


Ein gefählicher Eingriff in den Straßenverkehr IST eine Straftat, IST strafrechtlich relevant und IST eine gemeingefährliche Straftat. Das ist eben KEINE andere Geschichte, sondern eindeutig.

Gemeingefährliche Straftaten sind in Deutschland Handlungen durch die Leben, Gesundheit oder Eigentum einer unbestimmten Anzahl von (auch unbeteiligten) Menschen gefährdet wird. Genau DAS ist bei dieser Farbaktion gegeben!
Richter entscheiden nicht darüber, ob es sich um eine Straftat handelt, denn die ist zweifelsfrei gegeben, sie entscheiden über das Strafmaß.
Von organisierter Kriminalität war nirgends die Rede, sondern von einer organisierten kriminellen Handlung. - Ein himmelweiter Unterschied!
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon jack000 » Do 28. Jun 2018, 15:28

Dark Angel hat geschrieben:(28 Jun 2018, 13:19)

Was Green Peace da fabriziert hat, kann man durchaus "organisierte kriminelle Handlung" nennen.
Das Ausbringen gelber Farbe auf der Fahrbahn stellt einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr dar und erfüllt somit einen Straftatsbestand. Was ist eine Straftat anderes als eine kriminelle Handlung?
Die Straftat ist ja nicht spontan durchgeführt worden, sondern geplant und oganisiert - ergo eine "organisierte kriminelle Handlung".

Das ist auch meine Logik!
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon relativ » Do 28. Jun 2018, 15:33

Dark Angel hat geschrieben:(28 Jun 2018, 15:50)

Achsooo das sagt nur die Polizei. Na dann muss man das ja nicht so "verbissen sehen" - gelle.
Es ist ja nur die Polizei, die die Sicherheit des Straßenverkehrs und die innere Sicherheit gewährleisten muss.
Und es war eben KEIN (einfacher) Eingriff in den Straßenverkehr, sondern ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.
Siehe zitierten Paragraphen des StGB:
"Wer die Sicherheit des Straßenverkehrs dadurch beeinträchtigt, daß er
1. Anlagen oder Fahrzeuge zerstört, beschädigt oder beseitigt,
2. Hindernisse bereitet oder
3. einen ähnlichen, ebenso gefährlichen Eingriff vornimmt, ..."


Objektiver Tatbestand
Der objektive Tatbestand des § 315b StGB setzt sich aus mehreren Akten zusammen: einer Tathandlung und einem zweigeteilten Gefährdungserfolg. Der Tatbestand erfordert nicht, dass der Täter einen anderen schädigt; es genügt, wenn er die konkrete Gefahr eines Schadens verursacht. Somit normiert § 315b StGB ein konkretes Gefährdungsdelikt. Dieses stellt anders als einige andere Verkehrsdelikte kein eigenhändiges Delikt dar, sodass es im Gegensatz zu § 315c StGB in Mittäterschaft oder mittelbarer Täterschaft begangen werden kann"
Quelle




Ein gefählicher Eingriff in den Straßenverkehr IST eine Straftat, IST strafrechtlich relevant und IST eine gemeingefährliche Straftat. Das ist eben KEINE andere Geschichte, sondern eindeutig.

Gemeingefährliche Straftaten sind in Deutschland Handlungen durch die Leben, Gesundheit oder Eigentum einer unbestimmten Anzahl von (auch unbeteiligten) Menschen gefährdet wird. Genau DAS ist bei dieser Farbaktion gegeben!
Richter entscheiden nicht darüber, ob es sich um eine Straftat handelt, denn die ist zweifelsfrei gegeben, sie entscheiden über das Strafmaß.
Von organisierter Kriminalität war nirgends die Rede, sondern von einer organisierten kriminellen Handlung. - Ein himmelweiter Unterschied!
Die Aktion von Green Peace war organisiert!


Wisch dir doch einfach den Schaum vom Mund. Das "nur" war schon in Gänsefüsschen gestellt, aber die zählen wohl nur wenn du es tust, gelle? :D
Wie diese Tat zu bewerten ist, ob als Straftat oder Ordnungswidrigkeit, daß kannst du dann den Richtern überlassen. Deine Sichweise kennen wir ja jetzt.
Ob dies wirklich als organisierte kriminellen Straftat bewertet wird , ist m.M. eher unwahrscheinlich,selbst wenn du und Jack euch dies wohl anders wünscht.
Gott sei Dank ist unser Rechtssystem kein Wunschkonzert für extrem verwirrte Geister.

Ich Tippe auf eine saftige Geldstrafe, sowie der verursachten Kosten/Schäden. Da kein Strassenteilnehmer z.B. verletzt wurde, ist für euch leider nicht mehr drin. :cool:
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Re: Greenpeace färbt Straßen gelb

Beitragvon jack000 » Do 28. Jun 2018, 15:35

relativ hat geschrieben:(27 Jun 2018, 13:41)

Mal wieder typisch wie du wieder übertreiben muss um diese Tat zu überhöhen.
Es sollte für diese Schweinerrei natürlich ne Strafe geben und sollte da jemand zu schaden gekommen sein,

3 Unfälle mit PKWs und 1 Mit einem Fahrradfahrer soll stattgefunden haben. Rechts und Links des Kreisels sind Fußwege, es bestand auch das Risiko, dass jemand von der Strasse abkommt und z.B. ein Kind tot fährt.

sollten diese Schmierfinken dafür auch gerade stehen. Auch Protest hat seine Grenzen und die wurden hier m.M. auch klar überschritten, vor allem weil man dies hier ohne Absprache gemacht hat und sich noch zu Fein war die Sauerrei wieder wegzumachen.

Oder gar sich bei denen die Schaden genommen haben sich zu entschuldigen. Die halten sich moralisch für völlig überlegen und sind somit der Meinung sich alles erlauben zu können. Daher gibt es logischerweise aus deren Sicht keinen Grund sich zu entschuldigen.
=> Da sieht man was das für Charakter sind!
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