Anschlag Münster

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JFK
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon JFK » Mo 9. Apr 2018, 09:42

Mahmoud hat geschrieben:(09 Apr 2018, 10:19)

Das verlogene Scheißspiel unserer Medien dürfte jetzt auch dem naivsten Gutmenschen klar werden: Wenn radikale Moslems, Zuwanderer oder sonstige "Fremdlinge" eine Straftat oder gar einen Terroranschlag begehen, dann wird "aus angeblich gutem Grund", dessen Nationalität oder gar Religion nicht genannt. Es verträgt sich nicht mit dem Pressekodex und trägt sowieso zum Verständnis der Sache Nichts bei. Komischerweise gilt das bei dem Anschlag von Münster nicht!
Hier wurde sehr schnell von unseren "objektiven" Medien bekannt gegeben, daß es sich um einen Deutschen handelt.

Wenn es nicht so taktlos und so zynisch wäre, könnte man sagen: Endlich ein Deutscher! Das ist doch mal ein schöner Erfolg für unsere Presse und unsere Bundesregierung....
Hier wird klar, was PEGIDA mit "Lügenpresse" meint: Es sind nicht direkt Lügen, die aufgetischt werden. Aber es wird manipuliert, was das Zeug hält!


Die Storch hat ja schon vorzeitig ejakuliert, und trotz Bekanntmachung des Täters, hat nicht nur Storch, auch dir hier üblichen immernoch die nerven, an einer VT zu Basteln.

Im Grunde ist es Egal, auser aus dem Dunstkreis der AfD, die wirklich alles ausschlachten würden, interessiert sich kaum einer um solche Oberflächlichkeiten, und wenn dann so ein Kasperl mit seiner VT anrückt "Endlich ein Deutscher" dem kann man natürlich auch erklären, das es so nicht richtig ist, und nicht vor allzu langer zeit die German- Wings Tragödie die selben muster aufzeigen, wäre aber Perlen vor die Säue, die Realitätsblase in der diese Menschen leben, ist nicht von dieser Welt.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon JFK » Mo 9. Apr 2018, 09:48

PeterK hat geschrieben:(09 Apr 2018, 10:31)

Bezog sich das jetzt auf Jens R. oder auf Beatrix von S. und Konsorten?


Nach gründlichen Untersuchungen kann es sein, das sich bei Jens R. Eine Schuldunfähigkeit herausstellt, aber da sich der Täter selber gerichtet hat, ist es nicht mehr opportun, weil es nur Relevant für das Strafmaß ist, nach den Informationen zu urteilen, denke ich das wir alle hier davon ausgehen können, das dieser mann nicht ganz gesund war.

Die Storch ist voll zurechnungsfähig, nur dumm wie Brot.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon Marmelada » Mo 9. Apr 2018, 09:49

Provokateur hat geschrieben:(09 Apr 2018, 10:41)

Täter "passt":
"Muslime, Muslime!!11elf!"

Täter "passt nicht":
"Lügenpresse, Lügenpresse!!!11elf!"

Ich habe ein Muster gefunden.
Toll ist auch die Suggestion, ein islamistischer Täter wäre bis zum Schluss nicht bekanntgegeben worden, oder gar nie !!111elf!!! Jedem, der die letzten Jahre Vorfälle dieser Größenordnung verfolgt hat, sollte doch aufgefallen sein, dass die Medien fünfminütlich updaten, ob der Hintergrund der Tat schon bekannt ist oder nicht.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon Polibu » Mo 9. Apr 2018, 09:51

JFK hat geschrieben:(09 Apr 2018, 10:17)

Die Schuldunfähigkeit:


Ob der Mann Schuldunfähig ist, ist ja gar nicht bewiesen. Nur weil er mal Suizidgedanken hatte heisst das noch lange nicht, dass er schuldunfähig ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass er einfach nur ein schlechter Mensch mit miesem Charakter war, ist wesentlich größer.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon JFK » Mo 9. Apr 2018, 10:07

Polibu hat geschrieben:(09 Apr 2018, 10:51)

Ob der Mann Schuldunfähig ist, ist ja gar nicht bewiesen. Nur weil er mal Suizidgedanken hatte heisst das noch lange nicht, dass er schuldunfähig ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass er einfach nur ein schlechter Mensch mit miesem Charakter war, ist wesentlich größer.


Ist deine Meinung, ist legitim.

Aber ich bezog mich hierauf:

Polibu hat geschrieben:(09 Apr 2018, 10:08)

Diese Tat ist als vorsätzlicher Mord einzustufen. Ob aus politischem Kalkül oder nicht spielt keine Rolle. Für Mord gibt es keine Entschuldigung. Weder bei einem psychisch Kranken noch bei psychisch gesunden Menschen.


Und das ist juristisch nicht korrekt.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon Polibu » Mo 9. Apr 2018, 10:10

JFK hat geschrieben:(09 Apr 2018, 11:07)

Ist deine Meinung, ist legitim.

Aber ich bezog mich hierauf:



Und das ist juristisch nicht korrekt.


Auch ein psychisch Kranker ist nicht automatisch schuldunfähig.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 9. Apr 2018, 10:24

Skeptiker hat geschrieben:(09 Apr 2018, 09:16)

Ich verstehe nicht welchen aktiven Beitrag Frau von Storch am zustandekommen dieses oder anderer Amokläufe hat.

Man muss sie ja nicht mögen, aber ihr hier subtil Verantwortung für einen Amoklauf zuzuschieben, halte ich doch für arg konstruiert.

Frau von Storch ist auch nicht für das schlechte Wetter zuständig (obwohl es im Augenblick ja besser wird - war das vielleicht doch SIE :eek: )


Die Storch Tussi hat per Twitter erstmal Merkel fuer den Amoklauf verantwortlich gemacht. Das bevor bekannt wurde das es sich nicht um einen boesen Moslem Imigranten sondern um einen deutschen Verrueckten handelte. Ich kann ja die Rechtsaussen verstehen das sie "pissed off" sind das es nicht Isis war. Dann hat diese Faschistin nachgehakt nachdem in Berlin mutmassliche Attentasplaner festgenommen wurden und wieder munter getwittert. Wir schaffen das mit Teufel Emojii. Ehrlich was ist los in Deutschland das solche low lifes im Parlament sitzen. Ist diese Storch Tuss nicht die Nichte von dem Nazi Finanzministers von Adolf? Der Apfel faellt nicht weit vom Stamm.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon Provokateur » Mo 9. Apr 2018, 10:56

Definitiv: Täter kein Kurde.

War wohl nix mit den "Nachrichtendienstquellen".
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 9. Apr 2018, 10:58

Da Du offensichtlich darauf bestehst werter Polibu - was ist eigentlich an einem Mörder normal :?:

Gibt es irgendwelche sachliche Gründe warum jemand mordet ? Wer einen Mord plant - tut das laut §211 (StGB) aus folgenden Gründen : "Mörder ist" wer "aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen"

Um nach dt. Recht (das "seit einer großen Reform durch die Nationalsozialisten im Jahr 1941 vom Gesetzgeber nicht mehr grundlegend verändert wurde) also Mordmerkmale zu "erfüllen", außerdem "heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet."

Das Dir solche "Feinheiten" die einen Rechtsstaat ausmachen - jedenfalls nachdem wie Du Dich hier mehrfach schon geäußert hast - womöglich "am Arsch vorbeigehen", wird wohl inzwischen jeder hier begriffen haben, der nicht Deine krude Rechtsauffassung teilt.

Die Rechtsprechung in D ist inzwischen nicht mehr dazu da, um primitive Rachegefühle von "Dritten" zu befriedigen. Wenn jemand der direkt betroffen ist, solche Gefühle hegt, erscheint mir das durchaus verständlich. Das "Dritte" wie Du derart emotional reagieren, befördert diese gefährlich nahe an den Punkt, wo sie selbst ganz ähnliche Motive wie die eines gemeiner Mörder zeigen. Nicht das Du hier derartiges direkt geäußert hast, aber wer ohne Not und direkte Beteiligung, derart aggressive Äußerungen tätigt, ist womöglich bereit auch einen Schritt weiterzugehen.
Polibu hat geschrieben:Diese Tat ist als vorsätzlicher Mord einzustufen. Ob aus politischem Kalkül oder nicht spielt keine Rolle. Für Mord gibt es keine Entschuldigung. Weder bei einem psychisch Kranken noch bei psychisch gesunden Menschen.
Deine Rechtsauffassung ist mindestens so befremdlich wie der eines psychisch Kranken. Dessen Hauptproblem besteht darin, auf die ihn umgebende Welt nicht mehr "normal" - also sachlich und rational zu reagieren. Da das aktuelle dt. Recht sehr genau prüfen muss, welchen Grad von Schuld jemand tatsächlich jemandem rechtlich einwandfrei zuweisbar ist, ob er überhaupt "voll straffähig" ist, nach derzeitiger Rechtslage für seine Taten volle Verantwortung trägt, weil er "volljährig", "voll geschäftsfähig" zur Tatzeit war, spielt in jeder juristischen Betrachtung eine unabweisbare Rolle. Das "Stammtische" das durchaus anders sehen, hat glücklicherweise keinerlei rechtliche Relevanz.

(eigentlich) Einfach zu verstehen - nach einer Tat muss dem oder den Tätern zunächst die Beteiligung an einer Tat nach allen Regeln eines Rechtsstaates nachgewiesen werden. Ist das der Fall, reichen also Indizien und andere Mittel dies nachzuweisen aus, wird der Grad der Beteiligung, Motive und eben die "Strafmündigkeit" geprüft. Das bedeutet, dass jemand nur dann für seine Tat nach dem dt. Strafrecht bestraft werden kann, wenn man beweiskräftig davon ausgehen kann, dass der Täter (der ja in zwischen als Person unzweifelhaft feststeht) zur Tatzeit voll für seine Taten verantwortlich war. Handelt es sich z.B. um ein Kind unter 14 Jahren, ist die Strafmündigkeit nach dt. Recht nicht gegeben und das Strafrecht DARF in einem solchen Fall nicht angewandt werden.
Die Fähigkeit eine Strafe zu bekommen (rechtliche Strafe)
bis 6 Jahre Deliktunfähig
Ab 14 Jahre beginnt die Straffähigkeit
14-18 Jahre muss nach Jugendstrafrecht bewertet werden
18-21 Jahre kann das Jugendstrfrecht angewendet werden.
Ab 21 Jahren gilt normales Strafrecht


Jeder der in der Lage ist diese Zusammenhänge zu begreifen, wird - wenn er / sie nicht selbst betroffen sich in einer Ausnahmesituation befindet - warum Recht keinesfalls eine so simple Angelegenheit sein kann, wie Du das mit Deinen wiederholten Sprüchen darstellen möchtest.

Gewiss war die Tat vorsätzlich - selbstverständlich würden z.B. "politisch - religiöse Motive" sich wohl eher strafverschärfend, denn mildernd auswirken - selbstverständlich ändert eine psychische Erkrankung nichts am juristischen Erfolg - ABER ist eine solche nachgewiesen, kommt das Strafrecht wegen fehlenden Verantwortlichkeit nicht mehr zur Anwendung :
dejure.org hat geschrieben:
§ 20 Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen


Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewußtseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.


dejure.org hat geschrieben:
§ 63
Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus


Hat jemand eine rechtswidrige Tat im Zustand der Schuldunfähigkeit (§ 20) oder der verminderten Schuldfähigkeit (§ 21) begangen, so ordnet das Gericht die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an, wenn die Gesamtwürdigung des Täters und seiner Tat ergibt, daß von ihm infolge seines Zustandes erhebliche rechtswidrige Taten, durch welche die Opfer seelisch oder körperlich erheblich geschädigt oder erheblich gefährdet werden oder schwerer wirtschaftlicher Schaden angerichtet wird, zu erwarten sind und er deshalb für die Allgemeinheit gefährlich ist.

Handelt es sich bei der begangenen rechtswidrigen Tat nicht um eine im Sinne von Satz 1 erhebliche Tat, so trifft das Gericht eine solche Anordnung nur, wenn besondere Umstände die Erwartung rechtfertigen, dass der Täter infolge seines Zustandes derartige erhebliche rechtswidrige Taten begehen wird.
Diese kleine Auszug aus dem dt. Strafgesetzbuch sollte zeigen, solche "Stammtischäußerungen" können unmöglich Ersatz für rationales Denken und Handeln sein. Da auch "Notwehr (§ 32) auch "Nothilfe", wenn sie nachgewiesen ist, zur Straffreiheit, aber nicht die Schuld selbst "entschuldigt" und zum gleichen Rechtskomplex gehört, sollte eigentlich jeder, der im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten ist davon absehen, sich selbst zum Trottel zu machen. Dazu ist gewiss kein Jurastudium notwendig - eine breitere Allgemeinbildung kann durchaus hilfreich sein...

Hätte "der Täter" - nach allem was bislang bekannt wurde - seine Tat nicht mit seiner Selbsttötung beendet, wäre bei einem Strafprozess (der gegen Tote nicht geführt werden kann) mit recht großer Wahrscheinlichkeit der §20 "Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen" bzw. §21 "Verminderte Schuldfähigkeit" beim Urteil zur Anwendung gekommen. In Folge wäre wohl nach § 63 die dauerhafte "Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus" bzw. "Anstalt" angeordnet worden. Das muss nun nicht wirklich jeder verstehen oder billigen, entspricht aber den Verhältnissen in einem Rechtsstaat. Bei allen emotional bedingten Gefühlslagen, bin ich weiterhin froh in einem Rechtsstaat zu leben und bereit meine bescheidenen "Beihilfe" zu leisten, dass dies auch so bleibt.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon Polibu » Mo 9. Apr 2018, 11:00

Die zwei weggelaufenen Männer, die von mehreren Zeugen gesehen wurden, sind ja noch nicht vom Tisch. Mit Sicherheit wird noch in diese Richtung ermittelt. Wenn das geklärt ist, dann können wir uns ein einigermaßen komplettes Bild machen.
Zuletzt geändert von Polibu am Mo 9. Apr 2018, 11:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon Polibu » Mo 9. Apr 2018, 11:01

immernoch_ratlos hat geschrieben:(09 Apr 2018, 11:58)

Da Du offensichtlich darauf bestehst werter Polibu - was ist eigentlich an einem Mörder normal :?:

Gibt es irgendwelche sachliche Gründe warum jemand mordet ? Wer einen Mord plant - tut das laut §211 (StGB) aus folgenden Gründen : "Mörder ist" wer "aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen"

Um nach dt. Recht (das "seit einer großen Reform durch die Nationalsozialisten im Jahr 1941 vom Gesetzgeber nicht mehr grundlegend verändert wurde) also Mordmerkmale zu "erfüllen", außerdem "heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet."

Das Dir solche "Feinheiten" die einen Rechtsstaat ausmachen - jedenfalls nachdem wie Du Dich hier mehrfach schon geäußert hast - womöglich "am Arsch vorbeigehen", wird wohl inzwischen jeder hier begriffen haben, der nicht Deine krude Rechtsauffassung teilt.

Die Rechtsprechung in D ist inzwischen nicht mehr dazu da, um primitive Rachegefühle von "Dritten" zu befriedigen. Wenn jemand der direkt betroffen ist, solche Gefühle hegt, erscheint mir das durchaus verständlich. Das "Dritte" wie Du derart emotional reagieren, befördert diese gefährlich nahe an den Punkt, wo sie selbst ganz ähnliche Motive wie die eines gemeiner Mörder zeigen. Nicht das Du hier derartiges direkt geäußert hast, aber wer ohne Not und direkte Beteiligung, derart aggressive Äußerungen tätigt, ist womöglich bereit auch einen Schritt weiterzugehen.Deine Rechtsauffassung ist mindestens so befremdlich wie der eines psychisch Kranken. Dessen Hauptproblem besteht darin, auf die ihn umgebende Welt nicht mehr "normal" - also sachlich und rational zu reagieren. Da das aktuelle dt. Recht sehr genau prüfen muss, welchen Grad von Schuld jemand tatsächlich jemandem rechtlich einwandfrei zuweisbar ist, ob er überhaupt "voll straffähig" ist, nach derzeitiger Rechtslage für seine Taten volle Verantwortung trägt, weil er "volljährig", "voll geschäftsfähig" zur Tatzeit war, spielt in jeder juristischen Betrachtung eine unabweisbare Rolle. Das "Stammtische" das durchaus anders sehen, hat glücklicherweise keinerlei rechtliche Relevanz.

(eigentlich) Einfach zu verstehen - nach einer Tat muss dem oder den Tätern zunächst die Beteiligung an einer Tat nach allen Regeln eines Rechtsstaates nachgewiesen werden. Ist das der Fall, reichen also Indizien und andere Mittel dies nachzuweisen aus, wird der Grad der Beteiligung, Motive und eben die "Strafmündigkeit" geprüft. Das bedeutet, dass jemand nur dann für seine Tat nach dem dt. Strafrecht bestraft werden kann, wenn man beweiskräftig davon ausgehen kann, dass der Täter (der ja in zwischen als Person unzweifelhaft feststeht) zur Tatzeit voll für seine Taten verantwortlich war. Handelt es sich z.B. um ein Kind unter 14 Jahren, ist die Strafmündigkeit nach dt. Recht nicht gegeben und das Strafrecht DARF in einem solchen Fall nicht angewandt werden.

Jeder der in der Lage ist diese Zusammenhänge zu begreifen, wird - wenn er / sie nicht selbst betroffen sich in einer Ausnahmesituation befindet - warum Recht keinesfalls eine so simple Angelegenheit sein kann, wie Du das mit Deinen wiederholten Sprüchen darstellen möchtest.

Gewiss war die Tat vorsätzlich - selbstverständlich würden z.B. "politisch - religiöse Motive" sich wohl eher strafverschärfend, denn mildernd auswirken - selbstverständlich ändert eine psychische Erkrankung nichts am juristischen Erfolg - ABER ist eine solche nachgewiesen, kommt das Strafrecht wegen fehlenden Verantwortlichkeit nicht mehr zur Anwendung :

Diese kleine Auszug aus dem dt. Strafgesetzbuch sollte zeigen, solche "Stammtischäußerungen" können unmöglich Ersatz für rationales Denken und Handeln sein. Da auch "Notwehr (§ 32) auch "Nothilfe", wenn sie nachgewiesen ist, zur Straffreiheit, aber nicht die Schuld selbst "entschuldigt" und zum gleichen Rechtskomplex gehört, sollte eigentlich jeder, der im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten ist davon absehen, sich selbst zum Trottel zu machen. Dazu ist gewiss kein Jurastudium notwendig - eine breitere Allgemeinbildung kann durchaus hilfreich sein...

Hätte "der Täter" - nach allem was bislang bekannt wurde - seine Tat nicht mit seiner Selbsttötung beendet, wäre bei einem Strafprozess (der gegen Tote nicht geführt werden kann) mit recht großer Wahrscheinlichkeit der §20 "Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen" bzw. §21 "Verminderte Schuldfähigkeit" beim Urteil zur Anwendung gekommen. In Folge wäre wohl nach § 63 die dauerhafte "Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus" bzw. "Anstalt" angeordnet worden. Das muss nun nicht wirklich jeder verstehen oder billigen, entspricht aber den Verhältnissen in einem Rechtsstaat. Bei allen emotional bedingten Gefühlslagen, bin ich weiterhin froh in einem Rechtsstaat zu leben und bereit meine bescheidenen "Beihilfe" zu leisten, dass dies auch so bleibt.


Was du mir unterstellst ist völliger Unfug.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon Provokateur » Mo 9. Apr 2018, 11:03

Polibu hat geschrieben:(09 Apr 2018, 12:00)

Die zwei weggelaufenen Männer, die von mehreren Zeugen gesehen wurden, sind ja noch nicht vom Tisch. Mit Sicherheit wird noch in diese Richtung ermittelt. Wenn das geklärt ist, dann können wir uns ein einigermaßen komplettes Bild machen.


Doch, die sind vom Tisch. Solche Aussagen gibt es nach jedem Anschlag; die gab es auch nach Amri. Häufig werden Leute, die vor dem Ereignis fliehen, als solche wahrgenommen, die aus dem Auto steigen. Das Hirn ist unter Stress und versucht, sich einen Reim auf die Ereignisse zu machen.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 9. Apr 2018, 11:05

think twice hat geschrieben:(09 Apr 2018, 00:37)

Es geht doch nicht ums Wegsperren, sondern um Unterstützung, Prävention und Hilfestellungen.

Wenn das aber alles nichts hilft, dann hilft nur noch wegsperren.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon Polibu » Mo 9. Apr 2018, 11:05

Provokateur hat geschrieben:(09 Apr 2018, 12:03)

Doch, die sind vom Tisch. Solche Aussagen gibt es nach jedem Anschlag; die gab es auch nach Amri. Häufig werden Leute, die vor dem Ereignis fliehen, als solche wahrgenommen, die aus dem Auto steigen. Das Hirn ist unter Stress und versucht, sich einen Reim auf die Ereignisse zu machen.


Nein, die sind nicht vom Tisch. Das wäre äusserst fahrlässig von der Polizei diesen Hinweisen nicht mehr nachzugehen. Diese Männern wurden von mehreren Zeugen gesehen. Und das muss ernst genommen werden.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon Provokateur » Mo 9. Apr 2018, 11:07

Polibu hat geschrieben:(09 Apr 2018, 12:05)

Nein, die sind nicht vom Tisch. Das wäre äusserst fahrlässig von der Polizei diesen Hinweisen nicht mehr nachzugehen. Diese Männern wurden von mehreren Zeugen gesehen. Und das muss ernst genommen werden.


Es gibt im Bereich mehrere Webcams und Sicherheitskameras; bessere Zeugen gibt es nicht.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon Bleibtreu » Mo 9. Apr 2018, 11:08

Polibu hat geschrieben:(09 Apr 2018, 12:05)

Nein, die sind nicht vom Tisch. Das wäre äusserst fahrlässig von der Polizei diesen Hinweisen nicht mehr nachzugehen. Diese Männern wurden von mehreren Zeugen gesehen. Und das muss ernst genommen werden.

Doch, das ist vom Tisch:

Bleibtreu hat geschrieben:(08 Apr 2018, 22:50)

Es gibt keinen vernuenftigen Grund die offiziellen Verlautbarungen in Zweifel zu ziehen. Dass es kurz nach Anschlaegen verwirrende und sich widersprechende Aussagen gibt ist normal. Siehe Anschlaege Berlin, Paris, London etc - diese Anschlaege waren definitiv von TerrorKroeten und da war es genauso. Voellig normal, wenn auch unschoen, weil von den Medien & soz. NetzWerken jeder Fitzel den sie erhaschen weiter gegeben wird, ohne Gewissheit darueber zu haben, ob diese korrekt sind + bestaetigt wurden. Wobei serioese Medien dies immer mit anmerken. Deswegen: Immer erst abwarten und sich nie auf die ersten Meldungen verlassen und trotz Klarstellung daran klammern. Da stimmen in der Regel nicht mal die Zahl der Taeter.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon Polibu » Mo 9. Apr 2018, 11:09

Bleibtreu hat geschrieben:(09 Apr 2018, 12:08)

Doch, das ist vom Tisch:


Absolut miese Polizeiarbeit nenne ich das.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon Provokateur » Mo 9. Apr 2018, 11:10

Polibu hat geschrieben:(09 Apr 2018, 12:09)

Absolut miese Polizeiarbeit nenne ich das.


Bist ja auch Polizist.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon Polibu » Mo 9. Apr 2018, 11:13

Provokateur hat geschrieben:(09 Apr 2018, 12:10)

Bist ja auch Polizist.


Inwiefern muss man da Polizist für sein? Wenn nicht jeder Spur nachgegangen wird, dann ist das miese Polizeiarbeit.
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Re: Anschlag Münster

Beitragvon Bleibtreu » Mo 9. Apr 2018, 11:14

Polibu hat geschrieben:(09 Apr 2018, 12:09)

Absolut miese Polizeiarbeit nenne ich das.

Das hat nichts mit schlechter PolizeiArbeit zu tun, wenn aus allen Ecken FakeMeldungen an die Oeffentlichkeit dringen. :cool:
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