"Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

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jack000
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"Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon jack000 » Di 3. Feb 2009, 19:01

Manche Sozialarbeiter fordern schon lange massiveres Eingreifen von Polizei und Justiz. "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen", so formuliert es der ehemalige Neuköllner Quartiersmanager Gilles Duhem.

"Früh, konsequent, deliktbezogen verhandeln"

"Mit Samthandschuhen kommen wir nicht weiter", sagt auch Kirsten Heisig. Mit einem Kollegen hat sie das "Neuköllner Modell" entwickelt: Bei bestimmten Delikten soll nicht erst Monate oder Jahre später verhandelt werden, sondern binnen zwei Wochen - "früh, konsequent und deliktbezogen", damit ein Lerneffekt eintritt. Das gelte für jene Jugendlichen, bei denen sich schon früh eine kriminelle Karriere abzeichne, deren "große Brüder schon im Knast sitzen", so die Richterin.


http://www.spiegel.de/schulspiegel/lebe ... 60,00.html

Na endlicht spricht sich das auch bei denen rum, bei denen man es nicht erwartet hätte. Kriminalität senkt man durch : sofort harte Strafen !

Wird dieses Einsehen des Fehlers "Kuscheljustiz" übergreifend und tief sich im System einboren, so das Kriminalität schnell und effektiv gesenkt werden kann ?
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon jack000 » Di 3. Feb 2009, 19:03

Ebenso wichtig bei dem Thema :

Sie will kürzere Dienstwege. Und an die Kids ran, bevor sie strafmündig sind: "Es kann nicht sein, dass ein 14-Jähriger vor mir steht, Käppi verkehrt rum auf'm Kopf, Hände in den Hosentaschen, 60 Straftaten begangen. Und kaugummikauend sagt: Mir kann eh keiner was."


(gleicher Link)

Richtig, die Strafmündigkeit muss erheblich gesenkt werden (=>10 Jahre).
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon Umetarek » Di 3. Feb 2009, 19:06

jack000 hat geschrieben:Ebenso wichtig bei dem Thema :



(gleicher Link)

Richtig, die Strafmündigkeit muss erheblich gesenkt werden (=>10 Jahre).

Hört sich sehr sinnig an, wenn ich so meine Kids anseh, weißu nich jeder is krass kriminell ....
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon Talyessin » Di 3. Feb 2009, 19:10

jack000 hat geschrieben:Ebenso wichtig bei dem Thema :



(gleicher Link)

Richtig, die Strafmündigkeit muss erheblich gesenkt werden (=>10 Jahre).


Auf keinen Fall. 10 Jährige haben noch nicht den Plan vom Leben. 14 Jährige meinen ihn nur zu haben.
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon jack000 » Di 3. Feb 2009, 19:16

Talyessin hat geschrieben:
Auf keinen Fall. 10 Jährige haben noch nicht den Plan vom Leben. 14 Jährige meinen ihn nur zu haben.


Nun, aber das Problem ist doch das es 14-jährige gibt, die bereits ellenlange Straftatenliste haben und nie dafür belangt wurden. Das ging doch nicht mit 14 los, sondern hatte seine Wurzeln bereits früher. Mit 14 ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen.
(Möglicherweise reicht auch erstmal 12 Jahre).
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon ToughDaddy » Di 3. Feb 2009, 20:12

@jack

Niedlich wie Du Dich bei der Justiz beschwerst, aber ist die völlig falsche Adresse. :hat:
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jack000
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon jack000 » Di 3. Feb 2009, 20:26

ToughDaddy hat geschrieben:@jack

Niedlich wie Du Dich bei der Justiz beschwerst, aber ist die völlig falsche Adresse. :hat:


Nun, es ist richtig das das 2te Problem "Zypries" & CO heisst und es ist völlig richtig darauf hinzuweisen. Es ist quasi das eigentliche Thema hier.

Allerdings gibt es auch in der Justiz Spielräume, die nicht selten "Täterfreundlich" ausgelegt wurden.
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon Billie Holiday » Mi 4. Feb 2009, 11:22

Jungmänner und Jungfrauen! 8)

Muß schon alles gerecht zugehen.
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon Aventuricus » Mi 4. Feb 2009, 15:59

jack000 hat geschrieben:Allerdings gibt es auch in der Justiz Spielräume, die nicht selten "Täterfreundlich" ausgelegt wurden.


Ein nicht verurteilter "Täter" ist juristisch kein Täter, sondern Angeklagter, und "Im Zweifel für den Angeklagten" ist eine der Grundlagen des Rechtsstaats.
Ein verurteilter Täter wird Objekt des deutschen Strafvollzugs, dessen hauptsächliche Ziele nicht die Bestrafung, sondern die Resozialisation und der Schutz Dritter sind.
Was landläufig "täterfreundlich" genannt wird, ist im Regelfall ein Beispiel für korrektes Funktionieren der historisch rechtsstaatlichsten und freiheitlichsten Justiz auf deutschem Boden. Perfekt ist sie nicht, und natürlich gibt es große und kleine Fehler, die auch nach Möglichkeit vermieden werden müssen - aber sie ist dennoch summa summarum besser als jede Justiz, die die eingangs genannten Grundprinzipien aufgibt oder nicht befolgt.
Für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Nachhaltigkeit und eine faire Globalisierung.
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon jack000 » Mi 4. Feb 2009, 18:10

Aventuricus hat geschrieben:sondern die Resozialisation und der Schutz Dritter sind.


Es gelten also 2 Prinzipien, oder nur 1 ? Wie wird denn der Schutz Dritter denn umgesetzt wenn der Täter frei rumlaufen darf ?
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon Claud » Do 5. Feb 2009, 11:16

jack000 hat geschrieben:Richtig, die Strafmündigkeit muss erheblich gesenkt werden (=>10 Jahre).


Quatsch!

Man gesteht diesen Kindern nicht mal eine volle Geschäftsfähigkeit zu, für Strafen soll man sie aber zu belang ziehen können? Wo bleibt die Verhältnismäßigkeit?
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon Claud » Do 5. Feb 2009, 11:20

jack000 hat geschrieben:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/lebe ... 60,00.html

Na endlicht spricht sich das auch bei denen rum, bei denen man es nicht erwartet hätte. Kriminalität senkt man durch : sofort harte Strafen !

Wird dieses Einsehen des Fehlers "Kuscheljustiz" übergreifend und tief sich im System einboren, so das Kriminalität schnell und effektiv gesenkt werden kann ?


Die Judikative muss flotter werden.

Gerichtsverfahren mit einer Anlaufzeit von 6 Monaten und mehr haben keine belehrende Wirkung auf Jugendliche, die Strafe wird als solche nicht wahrgenommen, mit der Tat nicht in Verbindung gebracht.
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon official target » Do 5. Feb 2009, 13:19

jack000 hat geschrieben:Na endlicht spricht sich das auch bei denen rum, bei denen man es nicht erwartet hätte. Kriminalität senkt man durch : sofort harte Strafen !
So kennen wir die Liberalen. Da findet kein Denken statt, das sind nur Reflexe: "Harte Strafen! Härtere Strafen!"

In den USA gilt - zumindest in den meisten Bundesstaaten - die Todesstrafe als härteste Strafe. Haben Sie das Gefühl, die us-amerikanischen Städte, wie etwa Detroit, New York oder Philadelphia seien sicher, jack000? Und meinen Sie wirklich, die 366 Morde im Jahr 2003 (Quelle: Crime Report Detroit, FBI Report of Offenses Known to Law Enforcement) seien durch harte - Vielleicht sogar härtere als die Todesstrafe? - Strafen zu vermeiden?

(Glosse: Das erinnert mich vehement an Britney Spears, die im Interview nach ihrer Einstellung zur Todesstrafe gefragt, antwortete "Ich bin für die Todesstrafe. Dann merken die Täter sich das fürs nächste Mal.")

Glauben Sie wirklich, jemand der Sie verprügeln will, überlegt sich "Für 2 Jahre Bewährung mache ich's, für 3 Jahre nicht."?
Zuletzt geändert von official target am Do 5. Feb 2009, 13:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon Kukumatz » Do 5. Feb 2009, 13:50

jack000 hat geschrieben:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/lebe ... 60,00.html

Na endlicht spricht sich das auch bei denen rum, bei denen man es nicht erwartet hätte. Kriminalität senkt man durch : sofort harte Strafen !

Wird dieses Einsehen des Fehlers "Kuscheljustiz" übergreifend und tief sich im System einboren, so das Kriminalität schnell und effektiv gesenkt werden kann ?

In Bremen z.B.
hat der Leitende Oberstaatsanwalt von seinen Staatsanwälten gefordert, keine Verfahrenseinstellungen mehr durchzuwinken, sondern auf einem Urteil zu bestehen.

Das hat mächtig Aufruhr verursacht. Die Richter wehren sich mit Hilfe der Gewerkschaft "ver.di" vehement dagegen.

Der eigentliche Grund, warum es für Richter bequemer ist, eine Einstellungsverfügung zu sprechen als ein Urteil, liegt auf der Hand.
LKein Richter fürchtet mehr auf dieser Welt, als daß sein Urteil von der nächsten Instanz kassiert wird.... und das hassen sie wie die Pest!

Man fragt sich manchmal, wozu eigentlich Schöffen dasind?
Schöffen sollen als juristische Laien dafür sorgen, daß die Damen und Herren vollen Juristen :nails: nicht völlig abheben.

Aber viele Schöffen trauen sich nicht, gegen die Robenträger den Mund aufzumachen... und ein Richter, der ein Urteil abfassen und schreiben muß, wird alles tun, die Schöffen in seinem Sinne zu beeinflussen. Das darf er, aber zu viele Schöffen wagen keinen Einwand und das ist schlimm.

Ich bin kein Schöffe, sondern war ehrenamtlicher Landearbeits- und Sozialrichter und weiß, wovon ich rede.

Die Schöffen sollten sich mehr trauen, dann bekämen wir auch die Kuscheljustiz weg!
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon Kukumatz » Do 5. Feb 2009, 13:54

official target hat geschrieben:So kennen wir die Liberalen. Da findet kein Denken statt, das sind nur Reflexe: "Harte Strafen! Härtere Strafen!"

In den USA gilt - zumindest in den meisten Bundesstaaten - die Todesstrafe als härteste Strafe. Haben Sie das Gefühl, die us-amerikanischen Städte, wie etwa Detroit, New York oder Philadelphia seien sicher, jack000? Und meinen Sie wirklich, die 366 Morde im Jahr 2003 (Quelle: Crime Report Detroit, FBI Report of Offenses Known to Law Enforcement) seien durch harte - Vielleicht sogar härtere als die Todesstrafe? - Strafen zu vermeiden?

(Glosse: Das erinnert mich vehement an Britney Spears, die im Interview nach ihrer Einstellung zur Todesstrafe gefragt, antwortete "Ich bin für die Todesstrafe. Dann merken die Täter sich das fürs nächste Mal.")

Glauben Sie wirklich, jemand der Sie verprügeln will, überlegt sich "Für 2 Jahre Bewährung mache ich's, für 3 Jahre nicht."?


....und?
Was gedenkst du zu tun?
Täter weiterhin mit Wattebäuschchen zu bewerfen?
:comfort:
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon jack000 » Do 5. Feb 2009, 14:00

official target hat geschrieben:So kennen wir die Liberalen. Da findet kein Denken statt, das sind nur Reflexe: "Harte Strafen! Härtere Strafen!"


Ich bin kein Liberaler und im Spiegel-Artikel stehen andere Personen, die härtere Strafen fordern.

In den USA ...


Gähn, wenn ein Satz schon so beginnt ... was interessieren mich die USA ? Die Situation ist nicht vergleichbar.

Glauben Sie wirklich, jemand der Sie verprügeln will, überlegt sich "Für 2 Jahre Bewährung mache ich's, für 3 Jahre nicht."?


Es ist so, dass "Intensivstraftäter" ellenlange Vorstrafenregister (im 3-stelligen Bereich) haben aber noch nie ernsthaft dafür belangt worden sind. Daher verprügelt natürlich ein jemand andere, wenn er die Erfahrung gemacht hat dafür nicht belangt zu werden (=für nochmal 2 Jahre auf Bewährung mache ichs).
Wenn allerdings sofort Knast droht (was der 17-jährige schon weiss, nachdem er 3 Jahre wegen seiner 1. Tat gesessen hat) macht er es nicht nochmal ...
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon Gretel » Do 5. Feb 2009, 14:09

Außerdem ist Mord und Totschlag ein schlechtes Beispiel. - Sagen wir mal: Diebstahl. Würde mir jemand dafür die Hand abhacken, so würde ich gewiß keinen Lippenstift bei Karstadt klauen. Und desto höher die Strafen, desto weniger Falschparker. Das Argument: Höhere Strafen ziehen nicht - zieht nicht, denn woher weiß man, wieviele Straftäter es wohl SONST gäbe?

Zeitnahe und spürbare Strafen (also Bewährung gilt nicht - dann besser Sozialdienst) sowie Konfontation mit dem Opfer ist für jugendliche Täter absolut wichtig. Im Übrigen schreien sie ja geradezu nach Grenzen. Und bei einem vorhandenen Schuldbewußtsein schreien sie auch nach Strafe.
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon Aventuricus » Fr 6. Feb 2009, 12:41

jack000 hat geschrieben:
Es gelten also 2 Prinzipien, oder nur 1 ? Wie wird denn der Schutz Dritter denn umgesetzt wenn der Täter frei rumlaufen darf ?


Die beiden Effekte bauen aufeinander auf: Ein entlassener, resozialisierter Täter stellt keine Gefahr dar, vor der man geschützt werden muss, ein nicht resozialisierter Täter ist meistens kein entlassener Täter. Genau dafür gibt's Sicherheitsverwahrung.
Allerdings kann man bei minderschweren Straftaten natürlich nicht mit dem Argument, der Täter sei noch nicht resozialisiert, eine Haft bis anno dazumal anordnen. Das hat wiederum mit dem nachrangigen, aber natürlich auch vorhandenen Strafcharakter einer Haft zu tun und damit, dass zwischen Schwere der Tat und Schwere der Strafe die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben muss.

gretel hat geschrieben:Das Argument: Höhere Strafen ziehen nicht - zieht nicht, denn woher weiß man, wieviele Straftäter es wohl SONST gäbe?


Man kann vergleichbare Gesellschaften mit unterschiedlich hohen Strafen vergleichen oder den Effekt einer Strafmaßerhöhung bzw. -senkung im Rechtssystem einer Gesellschaft betrachten, und hat das auch gemacht. Dabei ist man zu folgenden Ergebnissen gekommen:
- Gesellschaften mit höheren Strafen sind nicht Gesellschaften mit weniger Kriminalität
- Strafmaßsenkungen führen zu keinem Anstieg der Kriminalität
- Strafmaßerhöhungen führen zu keinem Rückgang der Kriminalität
--> Es besteht keine signifikante Kopplung des Kriminalitätsvorkommens an das Strafmaß.
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon Gretel » Fr 6. Feb 2009, 12:53

Aventuricus hat geschrieben:
Die beiden Effekte bauen aufeinander auf: Ein entlassener, resozialisierter Täter stellt keine Gefahr dar, vor der man geschützt werden muss, ein nicht resozialisierter Täter ist meistens kein entlassener Täter. Genau dafür gibt's Sicherheitsverwahrung.
Allerdings kann man bei minderschweren Straftaten natürlich nicht mit dem Argument, der Täter sei noch nicht resozialisiert, eine Haft bis anno dazumal anordnen. Das hat wiederum mit dem nachrangigen, aber natürlich auch vorhandenen Strafcharakter einer Haft zu tun und damit, dass zwischen Schwere der Tat und Schwere der Strafe die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben muss.



Man kann vergleichbare Gesellschaften mit unterschiedlich hohen Strafen vergleichen oder den Effekt einer Strafmaßerhöhung bzw. -senkung im Rechtssystem einer Gesellschaft betrachten, und hat das auch gemacht. Dabei ist man zu folgenden Ergebnissen gekommen:
- Gesellschaften mit höheren Strafen sind nicht Gesellschaften mit weniger Kriminalität
- Strafmaßsenkungen führen zu keinem Anstieg der Kriminalität
- Strafmaßerhöhungen führen zu keinem Rückgang der Kriminalität
--> Es besteht keine signifikante Kopplung des Kriminalitätsvorkommens an das Strafmaß.


So?

na, da werde ich mal kritisch nachgoogeln.

:twitch:
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Re: "Harte Strafen, die sich unter den Jungmännern herumsprechen

Beitragvon jack000 » Fr 6. Feb 2009, 12:59

Aventuricus hat geschrieben:
Die beiden Effekte bauen aufeinander auf: Ein entlassener, resozialisierter Täter stellt keine Gefahr dar, vor der man geschützt werden muss, ein nicht resozialisierter Täter ist meistens kein entlassener Täter. Genau dafür gibt's Sicherheitsverwahrung.
Allerdings kann man bei minderschweren Straftaten natürlich nicht mit dem Argument, der Täter sei noch nicht resozialisiert, eine Haft bis anno dazumal anordnen. Das hat wiederum mit dem nachrangigen, aber natürlich auch vorhandenen Strafcharakter einer Haft zu tun und damit, dass zwischen Schwere der Tat und Schwere der Strafe die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben muss.


Es geht hier aber nicht um entlassene resozialisierte oder nicht-resozialisierte Strafgefangene, sondern um Täter mit ellenlangen Vorstrafenlisten, die noch nie einen Knast von innen gesehen haben. Somit ist es doch nachvollziehbar, dass wenn keinerlei oder nicht nennenswerten Konsequenzen zu fürchten sind, dass hemmungslos weitergemacht wird.

Um dieses zu unterbinden sollen ja (lt. dem Artikel im Eingangsposting), Strafen sofort erfolgen und es müssen hohe Strafen sein, die sich ....
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