Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

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CaptainJack
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon CaptainJack » Do 8. Feb 2018, 14:58

pikant hat geschrieben:(08 Feb 2018, 13:44)

vollkommener Unsinn

von Januar bis November 2017 sind 85 000 Menschen mit Familiennachzug gekommen - da sind alle Fluechltinge mit verschiedenem Schutz drin - uebrigens ein Rueckgang von 2016 , da waren es noch 115 000.
Visaantraege wurden 105 000 gestellt, auch ein Rueckgang gegenueber von 2016

http://www.zeit.de/politik/2018-01/flue ... e-belegung


2018 dann Millionenstaerke und mehr als 10fache :D - ich fasse es nicht :rolleyes:

Die Auswirkungen des Familiennachzuges werden letztlich mMn eine Anzahl erreichen, die Millionenstärke darstellt. Wir können ja später mal zusammen zählen. :) Danke für die Aufmerksamkeit.
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon pikant » Do 8. Feb 2018, 15:02

CaptainJack hat geschrieben:(08 Feb 2018, 14:58)

Die Auswirkungen des Familiennachzuges werden letztlich mMn eine Anzahl erreichen, die Millionenstärke darstellt. Wir können ja später mal zusammen zählen. :) Danke für die Aufmerksamkeit.


ihre Meinung interessiert mich nicht, sondern nur die Fakten!
die habe ich Ihnen verlinkt, was den Familiennachzug 2016 _und 2017 betrifft.

der Faktor ist uebrigens etwas unter 0.5 und nicht 4-5 wie sie hier geschrieben haben und die Antraege auf Familiennachzug nehmen seit Monaten ab....
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon CaptainJack » Do 8. Feb 2018, 15:15

pikant hat geschrieben:(08 Feb 2018, 15:02)

ihre Meinung interessiert mich nicht, sondern nur die Fakten!
die habe ich Ihnen verlinkt, was den Familiennachzug 2016 _und 2017 betrifft.

der Faktor ist uebrigens etwas unter 0.5 und nicht 4-5 wie sie hier geschrieben haben und die Antraege auf Familiennachzug nehmen seit Monaten ab....
Warum sollte der Faktor letztlich bei 0,5 sein, wenn jetzt der Familiennachzug nichts mehr kostet und man auch ansonsten keine Bedingungen erfüllen muss. Hat also ein solcher Familienclan nur noch eine halbe Person extra? :?: :p
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 8. Feb 2018, 16:07

CaptainJack hat geschrieben:(08 Feb 2018, 13:25)

Ca. 400.000 (inkl. Subsidiäre) haben das Recht...

Und warum nehmen es 2018 nur ca. 45.000 wahr?

...ohne fin. Kosten.[/u] (im Gegensatz zu früher)

Wann wurde das geändert, in welchem Gesetz ist das zu finden?
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 8. Feb 2018, 16:08

Watchful_Eye hat geschrieben:(08 Feb 2018, 14:11)

Nur kurz...

:thumbup: Danke für die Klarstellung!
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon CaptainJack » Do 8. Feb 2018, 17:16

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Feb 2018, 16:07)

Und warum nehmen es 2018 nur ca. 45.000 wahr?


Wann wurde das geändert, in welchem Gesetz ist das zu finden?

1) Weil die Bearbeitung hoffnungslos im Rückstand ist, gleichzeitig die Bearbeitung (vermute mal bewusst) sehr schleppend vorgenommen wird ... aus gutem Grunde. Im Übrigen taucht der Familiennachzug nicht in der Flüchtlingsstatistik auf.
2) Da musst du selbst suchen. Tatsache ist, dass der Familiennachzug jetzt so gehandhabt wird, dass er, im Gegensatz zu früher, nur noch banale Formsache ist. Früher war es nur relativ Gutsituierten möglich, Familienmitglieder nachzuholen.
Und wenn du mir nicht glaubst, dann springe mal über deinen inneren Schweinhund und vertraue der Schweizer Presse (unterstrichen)
https://www.nzz.ch/meinung/die-deutsche ... ld.1354598
Das erklärt die fatale Flüchtlingspolitik der offenen Grenzen. Der Selbsthass in weiten Teilen der Gesellschaft ist so gross, dass bereits als «Rassist» gilt, wer mit Blick auf die massenhafte Zuwanderung aus arabischen und afrikanischen Ländern um die eigene nationale Identität fürchtet. Dass dieses Thema auf der Sorgenliste der Deutschen nach wie vor ganz oben steht, wird vom Establishment in Politik und Medien hartnäckig ignoriert. In den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD wurde ersatzweise um den Familiennachzug einer kleinen Gruppen von Flüchtlingen gestritten. Dass Hunderttausende bereits anerkannte Asylbewerber und geduldete Migranten ihre Angehörigen auch dann ins Land holen dürfen, wenn sie diese nicht selbst versorgen können, spielte in der ganzen Debatte so wenig eine Rolle wie die Frage nach den Kosten.
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 8. Feb 2018, 17:43

CaptainJack hat geschrieben:(08 Feb 2018, 17:16)

Im Übrigen taucht der Familiennachzug nicht in der Flüchtlingsstatistik auf.

Ich hatte auch nicht die Flüchtlingsstatistik zitiert, sondern die Anträge auf Visa. Woher sollen die fehlenden 955.000 Anträge kommen, damit deine Million voll wird?

Da musst du selbst suchen.

Nein, ich werde es nicht suchen, es ist deine Behauptung, die du belegen musst. Ich lese die NZZ gerne, aber auch in dem Zitat wird deine Behauptung nicht belegt. Flüchtlinge, die vor Krieg und pol. Verfolgung flüchten, sollten ihre Familien bedingungslos nach holen dürfen. Stimmst du dem zu oder nicht?
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon CaptainJack » Do 8. Feb 2018, 18:45

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Feb 2018, 17:43)

Ich hatte auch nicht die Flüchtlingsstatistik zitiert, sondern die Anträge auf Visa. Woher sollen die fehlenden 955.000 Anträge kommen, damit deine Million voll wird?


Nein, ich werde es nicht suchen, es ist deine Behauptung, die du belegen musst. Ich lese die NZZ gerne, aber auch in dem Zitat wird deine Behauptung nicht belegt. Flüchtlinge, die vor Krieg und pol. Verfolgung flüchten, sollten ihre Familien bedingungslos nach holen dürfen. Stimmst du dem zu oder nicht?

1) Ich habe es dir erklärt. Du solltest grundsätzlich aufmerksam bleiben.
2.) Ich muss keine Behauptung belegen, die schon belegt und eine Tatsache ist, die gefühlt 90 von hundert politisch Interessierten bekannt ist ... und hier schon mehrfach dargestellt wurde. Nochmals, anerkannte Asylbewerber dürfen ihren Familienclan bedingungslos nachholen.

Genau wie ein Großteil der Bevölkerung bist du anscheinend völlig überrascht. Deshalb wurde ja der Popanz mit den (nur) Subsidiären aufgebaut. Aber deshalb diskutieren wir ja in einem pol. Forum. In einem anderen Fall kann ich sicher mal von dir profitieren, da du evtl. besser informiert bist, in diesem Fall profitierst du eben von mir. Informations- und Meinungsaustausch eben ... so soll es ja in einem Diskussionsforum sein.
Edit
https://infos23.de/index.php/faqs-fluec ... hholen.php
Asylbewerber und auch Menschen mit dem Status einer Duldung haben kein Recht auf Familiennachzug - sondern nur anerkannte Flüchtlinge. Und die müssen, wenn sie ihre Familien nachholen wollen, innerhalb von drei Monaten bei der Ausländerbehörde ihrer jeweiligen Kommune einen Antrag stellen. "Die Möglichkeit besteht"

Wenn Familienangehörige woanders festsitzen, müssen sie bei der jeweiligen deutschen Botschaft ein Visum für den Familiennachzug beantragen. Das kann sehr lange dauern - in der Türkei beispielsweise, wo viele syrische Flüchtlinge sind, bis zu anderthalb Jahre. Und manchmal gebe es auch Komplikationen.

Wie du lesen kannst "das kann sehr lange dauern". Nur Geduld, das dicke Ende kommt noch!
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon hafenwirt » Do 8. Feb 2018, 19:01

Das wird überhaupt nichts bringen. Die Gründe:

1. Die Rechten haben Morgenluft gewittert: Die Mitte (SPD, CDU) hat hier einfach umgesetzt, was seitens rechts gefordert wird, man müsse ja, um die Leute zurückzuholen. Ich glaube nicht daran, dass hier jemand zurückgeholt wird. Vielleicht einzelne, die sich jetzt wieder vertreten fühlen, aber das Gros dieser Leute wird alsbald die Regierung steht die nächsten Forderungen erheben. Die Verantwortlichen ("Linke") müssen ja noch immer in den Knast, Merkel muss noch weg, der Euro abgeschafft, Neger muss wieder gesagt werden dürfen und auch sollte jeder Deutsche zu mehr Patriotismus verpflichtet sein, die Homos sollen nicht mehr heiraten und den Feminismus-Gender-Mensch*_innenX (hahaha!) gehört auch das Handwerk gelegt. Der rechte Drive existiert ja nicht erst seit Herbst 2015, sondern kam schon mit Sarrazin auf. Aus welchem Grund sollten sich Rechte nun zufrieden geben? Nein, es wird weiter polemisiert werden, es gibt noch viel zu tun beim Zurückdrängen von liberalen Werten (die man einfach links nennt, damit man besser gegen sie vorgehen kann).

2. Die Medienkompetenz der Leute: Hier der Verweis auf Facebook, Twitter und andere soziale Kanäle. Die Leute kommen einfach nicht damit klar, psychologisch, meinetwegen auch unterbewusst. Da wohnt man in Rostock, aber hört von einer Straftat in Ingolstadt, sagen wir von einer Person mit einem Spitzbart. Das gleiche in Karlsruhe, Mann, Spitzbart, Verbrechen, auch weit weg. Durch das Internet kommt es einem so vor, als würde es direkt vor der Haustür geschehen. Man ist also in Rostock verängstigt, weil man auch eine Person mit Spitzbart sieht und sich denkt: Was ist, wenn der auch so drauf ist? Plötzlich ist jeder mit Spitzbart verdächtigt und "weil man ja täglich davon im Internet liest" schaffen es selbst hochgebildete Menschen nicht zu differenzieren und bekommen Panik im Lebensumfeld vor dem Mann mit Spitzbart, der ja überall lauert. Das sind zudem manchmal so Kleinigkeiten wie das fehlende Verständnis wie Google und Facebook funktionieren (das sich solche Seiten sich merken, was man anklickt und wo das Interesse liegt). Ich treffe immer wieder Menschen, die überrascht sind, weil ihnen nur noch bestimmte Meldungen angezeigt werden - stattdessen machen sie daraus "es wird immer mehr". Das wissen natürlich auch die Personen aus 1 und nutzen es entsprechend. Geschieht hier ein Terroranschlag oder mehrere Straftaten von einem Flüchtling oder anderen Negern, wird man sagen, die Regierung macht immer noch nicht genug und hat gefälligst eine noch schärfere Linie zu fahren. Bis man halt irgendwann beim Politik-Style der großen Vorbilder in Russland, Ungarn, Polen angekommen ist.

3. Weitere Inkompetenzen. Siehe die Sub-Diskussion in diesem Strang. Was soll man dazu sagen? Es gibt offizielle Zahlen der Regierung, aber entweder wird diesen nicht Glauben geschenkt (klar, sie kommen ja von der Regierung!) oder aber man verharrt in seiner Zukunftsangst und sagt, dass wäre noch längst nicht das Ende sondern nur ein zufälliger vorübergehender Effekt. Die anderen Zahlen werden ja auch unter Verschluss gehalten, stand ja auch bei RussiaToday, und da hat jemand gesprochen, der "Experte" ist. Wie soll man denn solche Leute "zurückgewinnen"?

4. Ostdeutschland. Die Menschen dort sind anders sozialisiert worden als wir Westdeutschen. Mehrere Jahrzehnte DDR machen etwas aus einem Menschen. * Sie haben noch die Stasi-Verbrechen im Kopf und das ganze unterdrückerische System der DDR. Aufgrund dieser starken Sozialisationserfahrung reichen Kleinigkeiten, um die Bundesrepublik für ein sozialistisches Regime zu halten, wie das eigene Heimatland. Man hat das "es ändert sich sowieso nüscht mehr" verinnerlicht und hat auch gar keine Hoffnungen in die AfD. Es geht um reine Provokation, daher auch die Wahl. Jetzt ist die Politik immer noch Scheiße, aber wenigstens hat man Zuhause was zu lachen, wenn man die verhassten Grünen und Linken sieht bei der vermeintlichen Empörung, weil jetzt im Parlament Tabus gebrochen werden. Auch die halte ich für immer verloren.
*Das gilt natürlich nicht für alle Ostdeutsche. Es gibt genug, die ihre Sozialisation reflektiert haben und/oder aus anderen Gründen auch heute noch glücklich ihr Leben leben.
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 8. Feb 2018, 19:08

CaptainJack hat geschrieben:(08 Feb 2018, 18:45)

1) Ich habe es dir erklärt.

Bisher habe ich nur irgendwelche wilden Behauptungen gelesen, dass Syrer massenhaft Familienangehörige in Millionenstärke nachholen würden. Belegt wurde davon bisher nichts, im Gegenteil, die zitierten Zahlen sind viel niedriger als herbeigeunkt.

2.) Ich muss keine Behauptung belegen, die schon belegt und eine Tatsache ist

Dann sollte es ein Leichtes für dich sein, mir diese Tatsache, dass anerkannte Asylbewerber vor Sept. 2017 die Familienzusammenführung selber bezahlen mussten und sie dies nach Sept. 2017 nicht mehr tun müssen, anhand einer belastbaren Quelle zu offenbaren.

Genau wie ein Großteil der Bevölkerung bist du anscheinend völlig überrascht.

Ich bin kein bisschen überrascht, sondern sehe es positiv, wenn anerkannte Asylbewerber ihre Familien vor Krieg oder pol. Verfolgung retten können. War es denn nicht das, was auch du immer so ausdauernd den Flüchtlingen vorgeworfen hast, dass die "jungen Männer" ihre Familien in der Gefahr im Stich ließen? Jetzt dürfen die Familien die Gefahr hinter sich lassen, ist es dir auch wieder nicht recht.

Nur Geduld, das dicke Ende kommt noch!

2018 wird es wohl nicht kommen. Warum ignorierst du die zitierten Zahlen? Verknüpfe doch mal "innerhalb von drei Monaten", "anerkannte Asylbewerber" und "immer mehr Asylbewerber aus Syrien erhalten hierzulande nur eingeschränkten Schutz" und dann versuchst du nochmal zu erklären, wie Syrer, die nicht mehr als Asylbewerber anerkannt werden, trotzdem Familienangehörige in Millionenstärke nach Deutschland holen sollen, auf Antrag binnen max. drei Monaten.
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon CaptainJack » Do 8. Feb 2018, 19:21

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Feb 2018, 19:08)

Bisher habe ich nur irgendwelche wilden Behauptungen gelesen, dass Syrer massenhaft Familienangehörige in Millionenstärke nachholen würden. Belegt wurde davon bisher nichts, im Gegenteil, die zitierten Zahlen sind viel niedriger als herbeigeunkt.


Dann sollte es ein Leichtes für dich sein, mir diese Tatsache, dass anerkannte Asylbewerber vor Sept. 2017 die Familienzusammenführung selber bezahlen mussten und sie dies nach Sept. 2017 nicht mehr tun müssen, anhand einer belastbaren Quelle zu offenbaren.


Ich bin kein bisschen überrascht, sondern sehe es positiv, wenn anerkannte Asylbewerber ihre Familien vor Krieg oder pol. Verfolgung retten können. War es denn nicht das, was auch du immer so ausdauernd den Flüchtlingen vorgeworfen hast, dass die "jungen Männer" ihre Familien in der Gefahr im Stich ließen? Jetzt dürfen die Familien die Gefahr hinter sich lassen, ist es dir auch wieder nicht recht.


2018 wird es wohl nicht kommen. Warum ignorierst du die zitierten Zahlen? Verknüpfe doch mal "innerhalb von drei Monaten", "anerkannte Asylbewerber" und "immer mehr Asylbewerber aus Syrien erhalten hierzulande nur eingeschränkten Schutz" und dann versuchst du nochmal zu erklären, wie Syrer, die seit max. drei Monaten in Deutschland sind, nicht mehr als Asylbewerber anerkannt werden, trotzdem Familienangehörige in Millionenstärke nach Deutschland holen sollen.
Es ist jetzt Ok! ca. 400.000 haben jetzt schon (und teilweise ab 08/18) das Recht auf Familiennachzug. Bemühe einfach deine Kenntnisse im Rahmen des kleinen EinmalEins und lass deine Phantasie walten, was die Größe irak., syrischer usw. Familien hergibt. Wieviele dieser Antragsstellungen derzeit abschließend bearbeitet wurden, ist also so uninteressant wie der berühmte Reisbeutel in China.
Thema für mich erledigt, außer du hast eine neue, konstruktive Frage.
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Moses » Do 8. Feb 2018, 19:25

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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 9. Feb 2018, 10:07

CaptainJack hat geschrieben:(08 Feb 2018, 19:21)

Thema für mich erledigt, außer du hast eine neue, konstruktive Frage.

Du kannst deine Behauptungen also mit NICHTS belegen, auf Fragen gehst du nicht ein, tatsächliche Zahlen interessieren dich nicht. Du betreibst hier nichts weiter als Stimmungsmache, an Diskussion bist du nicht interessiert.
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon CaptainJack » Fr 9. Feb 2018, 10:20

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Feb 2018, 10:07)

Du kannst deine Behauptungen also mit NICHTS belegen, auf Fragen gehst du nicht ein, tatsächliche Zahlen interessieren dich nicht. Du betreibst hier nichts weiter als Stimmungsmache, an Diskussion bist du nicht interessiert.
Sag mal geht´s dir eigentlich noch gut? So langsam reicht´s mir mit dir! Ich habe mit dir bis zum Überdruss diskutiert und habe alles durchdekliniert, sowie mehrere Links eingestellt. Mir scheint du willst Krawall, weil ich dich widerlegt habe? Mit mir aber nicht.
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 9. Feb 2018, 10:24

Du hast rein gar nicht belegt und erst recht hast du nichts widerlegt. Alle Fragen zu deinen Behauptungen sind noch offen, da kannst du hier herumtoben wie Rumpelstilzchen, es ändert nichts.
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 9. Feb 2018, 12:57

Polibu hat geschrieben:(08 Feb 2018, 05:15)

Stichwort Familiennachzug von anerkannten Flüchtlingen. Ein Thema, welches in den Medien nicht groß behandelt wird. Stattdessen will man mit den 1000 Familiennachzüglern von subsidiären Flüchtlingen pro Monat ablenken.

Also nein ich bin nicht zufrieden. Über diesen Familiennachzug werden locker noch mal 500 000 dazu kommen. Eher sogar noch wesentlich mehr.

Außerdem wurde nichts dazu gesagt wie man abgelehnte Flüchtlinge schneller los werden will. Es kann nicht sein, dass die sich durch alle Instanzen klagen und das Justizsystem lahm legen. Da müssen Ausnahmerefelungen her. Und zwar schnell.

Ich bin erst zufrieden, wenn sich die Flüchtlingszahlen auf ein Normalmalß von maximal 65 000 Flüchtlingen pro Jahr normalisiert haben und wenn abgelehnte Asylbewerber zackig abgeschoben werden.


Hat der Nachzug von Flüchtlingen etwas mit den Interessen der deutschen Bürger zu tun ? Was für eine Komik ,dass man dieses Thema zur Hauptsache für einen Koalitionsvertrag hochspielt . Welche Verbesserung der hier lebenden Bürger wird durch den Nachzug erreicht ?
Die Frage ist doch, warum haben Männer ihre Familien allein gelassen , wenn sie doch so daran hängen .
Wäre es nicht normal gewesen erst Frauen und Kinder in Sicherheit zu bringen, als sich selbst . ?
Bei jedem Schiffsunglück gilt Frauen und Kinder zuerst von Bord .
Syrien beruhigt sich .Zeit ,dass die Menschen wieder zurückkehren um ihr Land aufzubauen .
Der Nachzug wäre dann kein Thema mehr . Nicht diejenigen die den unkontrollierten Zuzug von Flüchtlingen kritisch kommentieren
haben die AFD stark gemacht, sondern diejenigen ,die den ungezügelten Zuzug ermöglicht haben bzw. weiter befürworten .
Hinzu kommt ,dass diejenigen die den Flüchtlingszuzug befürworten über steigende Armutsgefährdung lamentieren .
Wer das Eine will, muss das andere zwangsläufig in Kauf nehmen . Alles andere kann man als scheinheilig bezeichnen .
Der Fachkräftemangel ist nur durch gezielte Anwerbung ausl. Arbeitskräfte zu beseitigen .
Die vielen solo eingereisten (jungen ) Männer werden den Mangel an Fachkräften nicht beseitigen .
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Teeernte » Fr 9. Feb 2018, 15:22

Ausgründung :D :D :D

Eine Agentur übernimmt die Grenzsicherung....

Einzelstaaten haben da - ....nun ja - kein Mitspracherecht....

Eine Agentur ist eine eigenständige Einrichtung des europäischen öffentlichen Rechts, die von den Organen der Gemeinschaft (Rat, Parlament, Kommission usw.) unabhängig ist.

Frontex ist keine europäische Grenzpolizei, weil die EU kein Staat ist.


Kömmer nix für...Iss Eu....h
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Wähler » Fr 9. Feb 2018, 18:43

hafenwirt hat geschrieben:(08 Feb 2018, 19:01)
3. Weitere Inkompetenzen. Siehe die Sub-Diskussion in diesem Strang. Was soll man dazu sagen? Es gibt offizielle Zahlen der Regierung, aber entweder wird diesen nicht Glauben geschenkt (klar, sie kommen ja von der Regierung!) oder aber man verharrt in seiner Zukunftsangst und sagt, dass wäre noch längst nicht das Ende sondern nur ein zufälliger vorübergehender Effekt. Die anderen Zahlen werden ja auch unter Verschluss gehalten, stand ja auch bei RussiaToday, und da hat jemand gesprochen, der "Experte" ist. Wie soll man denn solche Leute "zurückgewinnen"?

Zurückgewinnen kann man sie nicht mehr. Mit manchen gesellschaftlichen Spaltungen kann man vielleicht leben lernen. Aber man sollte sich klar abgrenzen von dem unseriösen Umgang dieser Leute mit Fakten. Man sollte sich allerdings auch nicht zu sehr von ihrem Theater beeindrucken lassen. ;)
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Mega Maddin » So 11. Feb 2018, 10:28

Watchful_Eye hat geschrieben:(08 Feb 2018, 01:42)

Provokante Ausgangsthese: Der neue Koalitionsvertrag sollte eigentlich die Kritiker "von rechts", sofern sie das Konzept von Asyl grundsätzlich akzeptieren, zufriedenstellen. Oder?

...


Meine Sicht der Dinge, Nein.

Es gibt eine "Obergrenze" die so nicht heißen darf und auch keine ist, eher ist es ein festes Kontingent das mindestens erfüllt wird, kommen mehr ist es eben so.

Von Abschiebungen in der Größenordnung von mehreren Hunderttausend redet niemand mehr, im Gegenteil, selbst für subsidiär Geschützte wird es Familiennachzug geben, das heißt die Politik hat garkeine Absicht die Menschen je wieder auszuschaffen. Der "reguläre" Familennachzug findet quasi heimlich in unbekannter Größenordnung statt, zumindest berichten die Medien nicht.

Unterm Strich heißt das überspitzt ausgedrückt, statt einer Million Muslime jährlich kommen nur noch 200.000 Muslime jährlich; heim gehen muss niemand, außer ein paar handverlesenen Schwerverbrecher die per Charterflug nach Afghanistan ausgeflogen werden und selbst dagegen wird demonstriert.

Was ist mit Wohnraum, steigender Kriminalität und den gewaltigen finanziellen Kosten? Das Thema Migration wird noch über Jahre die politische Debatte in weiten Teilen Europas bestimmen, 2015 wird so schnell nicht vergessen werden, solange die Nachwirkungen bestehen bleiben und das werden sie.
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Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Wähler » So 11. Feb 2018, 10:34

Mega Maddin hat geschrieben:(11 Feb 2018, 10:28)
Unterm Strich heißt das überspitzt ausgedrückt, statt einer Million Muslime jährlich kommen nur noch 200.000 Muslime jährlich; heim gehen muss niemand, außer ein paar handverlesenen Schwerverbrecher die per Charterflug nach Afghanistan ausgeflogen werden und selbst dagegen wird demonstriert.

Was ist mit Wohnraum, steigender Kriminalität und den gewaltigen finanziellen Kosten? Das Thema Migration wird noch über Jahre die politische Debatte in weiten Teilen Europas bestimmen, 2015 wird so schnell nicht vergessen werden, solange die Nachwirkungen bestehen bleiben und das werden sie.

Deutschland spielt eine Führungsrolle in der EU. Dazu gehört auch, Antworten auf die Bürgerkriege in den arabischen Staaten und auf die failed states in Afrika zu finden. Das vergessen die Flüchtlingspolitikkritker leider oft. Es geht letztlich darum, sich der neuen Wirklichkeit innerhalb und außerhalb Europas zu stellen.
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