Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Moderator: Moderatoren Forum 2

Benutzeravatar
Mega Maddin
Beiträge: 104
Registriert: So 11. Feb 2018, 08:44
Benutzertitel: Schulz!

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Mega Maddin » So 11. Feb 2018, 10:39

Wähler hat geschrieben:(11 Feb 2018, 10:34)

Deutschland spielt eine Führungsrolle in der EU. Dazu gehört auch, Antworten auf die Bürgerkriege in die arabischen Staaten und auf die failed states in Afrika zu finden. Das vergessen die Flüchtlingsgegner leider oft. Es geht letztlich darum, sich der neuen Wirklichkeit innerhalb und außerhalb Europas zu stellen.


Das sehe ich grundsätzlich anders, Frankreich hat zumindest die militärische Führungsrolle innerhalb der EU und teilweise ein koloniales Erbe dort, also wäre Frankreich zuerst in der Pflicht. Wenn wir die Probleme dieser Länder zu unseren machen, braucht man sich über eine gesellschaftliche Spaltung und Destabilisierung der politischen Landschaft nicht zu wundern, die "noble" Gesinnung unsere Länder, was Sicherheit und Wohlstand angeht, für Fremde zu opfern haben eben nicht alle. Leider hat der Westen die Konflikte in der Region mit angeheizt, diesen Schuh müssen wir uns anziehen.
Wähler
Beiträge: 4156
Registriert: Di 25. Dez 2012, 13:04
Wohnort: Bayern

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Wähler » So 11. Feb 2018, 10:46

Wähler hat geschrieben:(11 Feb 2018, 10:34)
Deutschland spielt eine Führungsrolle in der EU. Dazu gehört auch, Antworten auf die Bürgerkriege in den arabischen Staaten und auf die failed states in Afrika zu finden. Das vergessen die Flüchtlingspolitikkritker leider oft. Es geht letztlich darum, sich der neuen Wirklichkeit innerhalb und außerhalb Europas zu stellen.

Mega Maddin hat geschrieben:(11 Feb 2018, 10:39)
Das sehe ich grundsätzlich anders, Frankreich hat zumindest die militärische Führungsrolle innerhalb der EU und teilweise ein koloniales Erbe dort, also wäre Frankreich zuerst in der Pflicht. Wenn wir die Probleme dieser Länder zu unseren machen, braucht man sich über eine gesellschaftliche Spaltung und Destabilisierung der politischen Landschaft nicht zu wundern, die "noble" Gesinnung unsere Länder, was Sicherheit und Wohlstand angeht, für Fremde zu opfern haben eben nicht alle. Leider hat der Westen die Konflikte in der Region mit angeheizt, diesen Schuh müssen wir uns anziehen.

Frankreich allein wird diese Probleme nicht lösen können. Das ist Augenwischerei der EU-Skeptiker. Das europäische Subsidiaritätsprinzip wird uns sanft in bestimmten Politikfeldern dazu schubsen, unser diesbezügliches Inseldenken in Deutschland aufzugeben.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
Woppadaq
Beiträge: 2798
Registriert: So 8. Apr 2012, 10:29

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Woppadaq » So 11. Feb 2018, 10:48

Positiv Denkender hat geschrieben:(09 Feb 2018, 12:57)

Hat der Nachzug von Flüchtlingen etwas mit den Interessen der deutschen Bürger zu tun ?


Dem Echo nach zu urteilen , ja.

Welche Verbesserung der hier lebenden Bürger wird durch den Nachzug erreicht ?


Sind integrierte Flüchtlinge keine hier lebenden Bürger?

Die Frage ist doch, warum haben Männer ihre Familien allein gelassen , wenn sie doch so daran hängen .
Wäre es nicht normal gewesen erst Frauen und Kinder in Sicherheit zu bringen, als sich selbst . ?
Bei jedem Schiffsunglück gilt Frauen und Kinder zuerst von Bord .


Du meinst, Frauen und Kinder hätten die durchaus gewagte Reise nach Deutschland auf sich nehmen und ihre Jungs und Männer tatenlos im türkischen Flücghtlingslager versauern lassen sollen?

Nicht diejenigen die den unkontrollierten Zuzug von Flüchtlingen kritisch kommentieren haben die AFD stark gemacht,
sondern diejenigen ,die den ungezügelten Zuzug ermöglicht haben bzw. weiter befürworten .


Jetzt hör doch mal auf mit diesen Bockmist ! Die AfD haben die stark gemacht, die sie gewählt haben, nicht die, die sie nicht gewählt haben und die mit der Flüchtlingspolitik der Groko soweit auch zufrieden sind, denn das ist immer noch die Mehrheit !! Ich übernehme keinerlei Verantwortung dafür, dass jemand meint, sowas wie die AfD wählen zu müssen !
Benutzeravatar
Julian
Beiträge: 7549
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Julian » So 11. Feb 2018, 10:50

Der GroKo-Kompromiss wird sich ohnehin in Kürze relativieren, da es ja Pläne auf europäischer Ebene gibt, Deutschland noch sehr viel mehr Flüchtlinge aufzubürden.

Und man höre und staune: SPD und Union haben dem auf europäischer Ebene auch zugestimmt, d.h. die Koalitionsvereinbarung dient nur als Feigenblatt für den dummen Bürger, während es in Wahrheit um ganz andere Größenordnungen geht.

Ja, der sogenannte Familienangehörige muss sogar nur behaupten, einen Verwandten in Deutschland zu haben; ein Nachweis ist gar nicht mehr vonnöten. Das macht Sinn, wenn ohnehin ca. zwei Drittel der sogenannten Flüchtlinge ohne oder Papier ankommen und beim Rest noch ein signifikanter Anteil mit gefälschten.

Wenn sogar Medien wie der SPIEGEL darüber berichten, muss es wirklich ernst sein.

Die Bundesregierung fürchtet, dass Deutschland durch neue Asylbestimmungen in Europa künftig deutlich mehr Flüchtlinge aufgebürdet werden könnten. Hintergrund sind nach SPIEGEL-Informationen Änderungen, die das Europäische Parlament an Gesetzesinitiativen der Kommission zur Reform der Dublin-Regeln vornehmen will.

Danach soll nicht mehr automatisch das Land, in dem ein Flüchtling die EU erreicht, für dessen Asylverfahren zuständig sein, sondern unter Umständen das Land, in dem bereits Angehörige des Bewerbers leben. Dadurch "müsste Deutschland erheblich mehr Asylsuchende aufnehmen", heißt es in einem Vermerk des Bundesinnenministeriums. Obergrenzen würden "zunichtegemacht". (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Besondere Sorge bereitet den Innenexperten, dass nach den Parlamentsvorschlägen "faktisch die bloße Behauptung einer Familienverbindung ausreichen" soll: "Im Ergebnis wäre ein Mitgliedstaat, in dem sich bereits zahlreiche 'Ankerpersonen' befinden, für weitreichende Familienverbände zuständig", heißt es in dem Papier, das dem SPIEGEL vorliegt.

Das Europaparlament hat seine Vorschläge zur Reform der Dublin-Verordnung und anderer EU-Asylbestimmungen im November auf den Weg gebracht. Nun muss der Rat zustimmen.

"Ganz andere Größenordnungen"

Die angedachten Regelungen konterkarieren die Bemühungen der Union, im Rahmen der Koalitionssondierung einen Kompromiss mit der SPD zu finden, um den Familiennachzug zu begrenzen. "Wenn jeder der über 1,4 Millionen Menschen, die seit 2015 in Deutschland Asyl beantragt haben, zur Ankerperson für neu in der EU ankommende Schutzsuchende wird, reden wir über ganz andere Größenordnungen als bei der Familienzusammenführung", sagt der parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Ole Schröder (CDU).

Pikanterweise haben auch Politiker von Union und SPD im Europaparlament den Vorschlägen zugestimmt.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 87500.html

Wenn man sich nun der prekären Demografie Deutschlands bewusst ist, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis in Deutschland die autochthonen deutschen Männer in den relevanten jüngeren Altersgruppen, die, wenn es hart auf hart kommt, über das Schicksal eines Landes entscheiden, in der Minderheit sind.
Benutzeravatar
TheManFromDownUnder
Beiträge: 1310
Registriert: Do 8. Feb 2018, 04:54
Wohnort: Queensland Australien

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon TheManFromDownUnder » So 11. Feb 2018, 10:53

Julian hat geschrieben:[url=http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=4127874#p4127874] (1

Wenn man sich nun der prekären Demografie Deutschlands bewusst ist, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis in Deutschland die autochthonen deutschen Männer in den relevanten jüngeren Altersgruppen, die, wenn es hart auf hart kommt, über das Schicksal eines Landes entscheiden, in der Minderheit sind.


Zaehlst du dich dazu?"
Support the Australian Republican Movement
Benutzeravatar
Mega Maddin
Beiträge: 104
Registriert: So 11. Feb 2018, 08:44
Benutzertitel: Schulz!

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Mega Maddin » So 11. Feb 2018, 10:54

Wähler hat geschrieben:(11 Feb 2018, 10:46)

Frankreich allein wird diese Probleme nicht lösen können. Das ist Augenwischerei der EU-Skeptiker. Das europäische Subsidiaritätsprinzip wird uns sanft in bestimmten Politikfeldern dazu schubsen, unser diesbezügliches Inseldenken in Deutschland aufzugeben.


Es ist anmaßend und größenwahnsinnig zu glauben Europa könne und müsse die vielfältigen Probleme Afrikas und der islamischen Welt lösen, Deutschlands Rolle dabei wird völlig überschätzt. Inwiefern löst es außerdem die Probleme vor Ort wenn hier eine Massenmigration geduldet und in Teilen sogar gefördert wird?
Benutzeravatar
Julian
Beiträge: 7549
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Julian » So 11. Feb 2018, 10:58

Wähler hat geschrieben:(11 Feb 2018, 10:34)

Deutschland spielt eine Führungsrolle in der EU. Dazu gehört auch, Antworten auf die Bürgerkriege in den arabischen Staaten und auf die failed states in Afrika zu finden. Das vergessen die Flüchtlingspolitikkritker leider oft. Es geht letztlich darum, sich der neuen Wirklichkeit innerhalb und außerhalb Europas zu stellen.


Hast du denn annähernd eine Vorstellung davon, wie viele Millionen in jenen Regionen nur darauf warten, nach Europa eingelassen zu werden? Es ist absurd zu glauben, wir könnten die Probleme in jenen Ländern lösen, indem wir deren demografischen Jungmännerüberschuss hier aufnehmen. Das ist kompletter Wahnsinn, weil es um zig Millionen, wenn nicht hunderte Millionen geht. Ein Land wie Nigeria wird bald mehr Einwohner haben als die USA, und wenn nur ein Zehntel nach Europa möchte, wären das schon 40 Millionen!

Nein, die Folge wäre nur, dass wir die Probleme von dort nach Deutschland importieren. Das betrifft islamischen Terrorismus, soziale Rückständigkeit, niedrige Produktivität, Armut, Gewalt und interethnischen Hass, wie jetzt schon zwischen Kurden und Türken, oder Sunniten und Jesiden, oder Schiiten und Sunniten sichtbar.

Es gibt keine Pflicht, sein eigenes Land zu zerstören. Was wir brauchen, ist eine Festung Europa, in die nur noch ausgewählte Personen auf kontrollierte Art und Weise eingelassen werden. Wir können hier nicht hunderttausende oder gar Millionen unqualifizierter, orientierungsloser muslimischer Männer, die zu großem Anteil nichts mit unserer westlichen Kultur anfangen können und dies auch gar nicht wollen, ansiedeln und glauben, es bliebe alles so wie es ist oder wie wir es uns wünschen.
Benutzeravatar
Julian
Beiträge: 7549
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Julian » So 11. Feb 2018, 11:01

Mega Maddin hat geschrieben:(11 Feb 2018, 10:54)

Es ist anmaßend und größenwahnsinnig zu glauben Europa könne und müsse die vielfältigen Probleme Afrikas und der islamischen Welt lösen, Deutschlands Rolle dabei wird völlig überschätzt. Inwiefern löst es außerdem die Probleme vor Ort wenn hier eine Massenmigration geduldet und in Teilen sogar gefördert wird?


Allein ein Blick auf die Demografie sollte das deutlich machen: Es gibt immer weniger junge deutsche Männer, die ja bekanntlich diese Probleme lösen sollen, ob das nun deutsche Polizisten hier im Land sind, die die muslimischen Jungmänner unter Kontrolle halten müssen, oder deutsche Soldaten, die in Afrika oder dem Nahen Osten oder Afghanistan für Ruhe und Ordnung sorgen sollen.

Es gibt einfach sehr viel mehr muslimische junge Männer, und es wird in naher Zukunft noch sehr viel mehr davon geben, so dass es verwegen ist zu glauben, ein Land mit wegbrechenden demografischen Ressourcen könnte hier eine relevante Rolle spielen. Es ist nichts anderes als eine Selbstüberschätzung, die zu einer gefährlichen Überdehnung der deutschen Machtprojektion führen könnte.
Benutzeravatar
Julian
Beiträge: 7549
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Julian » So 11. Feb 2018, 11:06

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(11 Feb 2018, 10:53)

Zaehlst du dich dazu?"


Was hat es damit zu tun, ob ich objektiv oder subjektiv dazu zähle? Das ist völlig irrelevant.

Ich wünschte, die Leute würden sich mehr mit historischen, langfristigen Entwicklungen befassen, um zu erkennen, dass Kulturen sich durch Einwanderung verändern, ja, dass sie komplett zerstört werden können. Wenn Letzteres dabei auch noch das erklärte Ziel gewisser heiliger Schriften ist (Stichwort Dār al-Harb), sollte man dies umso ernster nehmen.

Es steht jedem frei, Scholl-Latour, Heinsohn oder Sarrazin zu lesen und darüber nachzudenken.
Wähler
Beiträge: 4156
Registriert: Di 25. Dez 2012, 13:04
Wohnort: Bayern

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Wähler » So 11. Feb 2018, 11:07

Julian hat geschrieben:(11 Feb 2018, 10:58)
Es gibt keine Pflicht, sein eigenes Land zu zerstören. Was wir brauchen, ist eine Festung Europa, in die nur noch ausgewählte Personen auf kontrollierte Art und Weise eingelassen werden. Wir können hier nicht hunderttausende oder gar Millionen unqualifizierter, orientierungsloser muslimischer Männer, die zu großem Anteil nichts mit unserer westlichen Kultur anfangen können und dies auch gar nicht wollen, ansiedeln und glauben, es bliebe alles so wie es ist oder wie wir es uns wünschen.

Das mit der "Festung Europa" soll die AfD dann aber auch mit allen Konsequenzen politisch vertreten und konkrete Gestaltungsvorschläge machen. Ohne Entwicklungshilfe in Afrika und im Nahen Osten wird es aber meiner Meinung nach nicht funktionieren.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
Benutzeravatar
Mega Maddin
Beiträge: 104
Registriert: So 11. Feb 2018, 08:44
Benutzertitel: Schulz!

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Mega Maddin » So 11. Feb 2018, 11:10

Julian hat geschrieben:(11 Feb 2018, 11:01)

Allein ein Blick auf die Demografie sollte das deutlich machen: Es gibt immer weniger junge deutsche Männer, die ja bekanntlich diese Probleme lösen sollen, ob das nun deutsche Polizisten hier im Land sind, die die muslimischen Jungmänner unter Kontrolle halten müssen, oder deutsche Soldaten, die in Afrika oder dem Nahen Osten oder Afghanistan für Ruhe und Ordnung sorgen sollen.

Es gibt einfach sehr viel mehr muslimische junge Männer, und es wird in naher Zukunft noch sehr viel mehr davon geben, so dass es verwegen ist zu glauben, ein Land mit wegbrechenden demografischen Ressourcen könnte hier eine relevante Rolle spielen. Es ist nichts anderes als eine Selbstüberschätzung, die zu einer gefährlichen Überdehnung der deutschen Machtprojektion führen könnte.

Im Ausland scheint sich diese Erkenntnis schneller durchzusetzen, heute in 3 Wochen wählt Italien, dort zeichnet sich der nächste Rechtsruck ab. Am Ende droht der ganzen EU die Spaltung, in Ansätzen ist sie ja schon sichtbar. Naiv finde ich nur wie linke Parteien erwarten ihre Wählerschaft, die ja selbst eher zu den Abgehängten gehört, für diesen Opfergang zu begeistern. Der Hochschullehrer im Rotweingürtel gibt sich da sicher großzügiger als der Malocher, der heute schon in einem Brennpunktviertel lebt; aber spätestens wenn auch der Rotweingürtel zum Brennpunkt wird, wird auch da ein Umdenken stattfinden - es gibt ja regelmäßig Proteste wenn Flüchtlinge in besseren Vierteln untergebracht werden sollen.

Wähler hat geschrieben:(11 Feb 2018, 11:07)

Das mit der "Festung Europa" soll die AfD dann aber auch mit allen Konsequenzen politisch vertreten und konkrete Gestaltungsvorschläge machen. Ohne Entwicklungshilfe in Afrika und im Nahen Osten wird es aber meiner Meinung nach nicht funktionieren.

Ob es eine Festung Europa gibt steht und fällt mit den Staaten in denen die EU-Außengrenzen liegen, darauf hat Deutschland nur geringen Einfluß. Wie gesagt in 3 Wochen wählt Italien. Technisch und militärisch wäre die "Festung Europa" ein Leichtes, nur fehlt (noch) der politische Wille.
Benutzeravatar
Julian
Beiträge: 7549
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Julian » So 11. Feb 2018, 11:16

Wähler hat geschrieben:(11 Feb 2018, 11:07)

Das mit der "Festung Europa" soll die AfD aber dann auch mit allen Konsequenzen politisch vertreten und konkrete Gestaltungsvorschläge machen. Ohne Entwicklungshilfe in Afrika und im Nahen Osten wird es aber meiner Meinung nach nicht funktionieren.


Man sollte nicht kolonialen Denkstilen ("der weiße deutsche Mann muss den armen Schwarzen in Afrika und den Muslimen im Nahen und Mittleren Osten erklären, wie sie leben sollen und sie durchfüttern") verhaftet bleiben. Ein Land wie Deutschland mit prekärer Demografie kann die Probleme jener Weltregionen nicht lösen. Punkt.

Der Glaube daran, die "Fluchtursachen" beheben zu können, ist lächerlich; Deutschland konnte nicht einmal relativ kleine Fluchtursachen in Europa beheben; dazu brauchte es die Amerikaner (Stichwort Kosovo und Bosnien). Um wie viel größer sind die Konflikte in Afrika oder der arabischen Welt! Dazu sind sie noch komplexer und für uns Europäer unverständlicher.

Außerdem interessieren uns die meisten Konflikte gar nicht, oder nur auf selektive Art und Weise. Wer weiß denn, wie viele Menschen im Kongo oder im Sudan getötet werden? Interessiert es jemanden? Sollte man das Leben der wenigen deutschen Männer - in aller Regel einzige Söhne - riskieren, um gegen dortige junge Männer - in der Regel Brüder von zwei, drei weiteren Männern - zu kämpfen?

Man kann gerne Nothilfe leisten, wenn beispielsweise eine Hungersnot droht. Darüber hinaus muss man sich aber ernsthaft fragen, ob man sich wirklich in komplexe Konflikte einmischen möchte und den Atem hat, das über Jahrzehnte durchzuhalten.

Was hat denn der westliche, insbesondere der deutsche Einsatz in Afghanistan gebracht? Sobald die Westler weg sind, wird es dort weitergehen wie zuvor, und das angesichts der ungebremsten Demografie noch für Jahrzehnte. Da sollten wir in Deutschland unsere wenigen jungen Männer besser für Polizei und Grenzschutz verwenden, und natürlich auch für die produktiven Teile unserer Gesellschaft, ob das nun Informationstechnik, Maschinenbau oder Biotechnologie ist.
PeterK
Beiträge: 5223
Registriert: Di 31. Mai 2016, 10:06

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon PeterK » So 11. Feb 2018, 11:28

Julian hat geschrieben:(11 Feb 2018, 11:16)
Da sollten wir in Deutschland unsere wenigen jungen Männer besser für Polizei und Grenzschutz verwenden, und natürlich auch für die produktiven Teile unserer Gesellschaft, ob das nun Informationstechnik, Maschinenbau oder Biotechnologie ist.

"Unsere wenigen jungen Männer verwenden"? Wir "verwenden" keine Menschen.
Benutzeravatar
TheManFromDownUnder
Beiträge: 1310
Registriert: Do 8. Feb 2018, 04:54
Wohnort: Queensland Australien

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon TheManFromDownUnder » So 11. Feb 2018, 11:32

Julian hat geschrieben:(11 Feb 2018, 11:06)

Was hat es damit zu tun, ob ich objektiv oder subjektiv dazu zähle? Das ist völlig irrelevant.

Ich wünschte, die Leute würden sich mehr mit historischen, langfristigen Entwicklungen befassen, um zu erkennen, dass Kulturen sich durch Einwanderung verändern, ja, dass sie komplett zerstört werden können. Wenn Letzteres dabei auch noch das erklärte Ziel gewisser heiliger Schriften ist (Stichwort Dār al-Harb), sollte man dies umso ernster nehmen.

Es steht jedem frei, Scholl-Latour, Heinsohn oder Sarrazin zu lesen und darüber nachzudenken.


Ich denke ich kenne dich von einem anderen Forum :D Nun wie ecken auch hier an :thumbup:

Was du schreibst ist reine Xenophobie. Eine gefestigte, gewachsene und gelebte Kultur absorbiert Einwanderer und nicht umgekehrt. In 2018 leben wir in einem globalem Zeitalter. Das erfordert eine gewisse Anpassung ohne die man hinterherhinkt und in die Bedeutunslosigkeit verschwindet. War schon immer so. Nennt man Evolution.
Support the Australian Republican Movement
Benutzeravatar
TheManFromDownUnder
Beiträge: 1310
Registriert: Do 8. Feb 2018, 04:54
Wohnort: Queensland Australien

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon TheManFromDownUnder » So 11. Feb 2018, 11:32

PeterK hat geschrieben:(11 Feb 2018, 11:28)

"Unsere wenigen jungen Männer verwenden"? Wir "verwenden" keine Menschen.



:thumbup: :thumbup: :thumbup: Top Antwort
Support the Australian Republican Movement
Benutzeravatar
Julian
Beiträge: 7549
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Julian » So 11. Feb 2018, 11:45

PeterK hat geschrieben:(11 Feb 2018, 11:28)

"Unsere wenigen jungen Männer verwenden"? Wir "verwenden" keine Menschen.


Hab ich ein Wort verwendet, das den Gutmenschen aufstößt? Du kannst dann gerne umformulieren, der Inhalt wird der gleiche bleiben.

Es geht darum, sich anzuschauen, wie viele junge Männer es in einer Gesellschaft gibt, und für welche Aufgaben sie gebraucht werden. Du magst das als chauvinistisch oder als sonstwas empfinden, das ändert aber nichts daran, dass junge Männer in bestimmten gesellschaftlichen Bereichen gebraucht werden, um ihren Kopf hinzuhalten (im übrigen auch für deine und Merkels feuchte Träume).

Wer badet denn die Flüchtlingskrise aus? Das sind nicht zuletzt junge deutsche Männer, die sich aggressiven Flüchtlingen entgegenstellen müssen. Und wenn jetzt noch die Probleme in den Herkunftsländern durch Deutschland "gelöst" werden sollen, brauchst du dafür eben auch wiederum hunderttausende junge deutsche Männer, die bereit sind, den Kopf hinzuhalten. Nebenher brauchst du aber auch junge deutsche Männer, die noch kreativ sind als Informatiker oder einen Knochenjob als Chirurg im Krankenhaus mit Nacht- und Wochenendschichten machen.

Irgendwann reicht die Ressource "junge deutsche Männer" eben nicht mehr aus. Sicher kann man teilweise auch junge Frauen dafür heranziehen, aber ihr Anteil wird in manchen Bereichen wohl immer bedeutend geringer als der der Männer bleiben. Des weiteren kann man dazu auch Einwanderer und ihre Nachkommen heranziehen, dazu bräuchte es aber eine hohe Loyalität in dieser Gruppe, die nur teilweise gegeben ist.

Bei den Deutschtürken hat man in letzter Zeit ja gesehen, wo eine Mehrheit dort die Loyalität sieht: Viele sehen - obwohl zu signifikantem Anteil in Deutschland geboren und aufgewachsen - in der Türkei ihre Heimat, ihr Vaterland, für das sie im Zweifelsfall kämpfen, nicht in Deutschland. Beachtenswerte Ausnahmen gibt es, und die haben meine volle Unterstützung. Aber wieviele sind das im Vergleich zu denen, die hier für ihre kurdische, türkische oder syrische Heimat kämpfen?
PeterK
Beiträge: 5223
Registriert: Di 31. Mai 2016, 10:06

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon PeterK » So 11. Feb 2018, 11:57

Julian hat geschrieben:(11 Feb 2018, 11:45)
Hab ich ein Wort verwendet, das den Gutmenschen aufstößt?

Nicht nur ein Wort.

Du kannst dann gerne umformulieren, der Inhalt wird der gleiche bleiben.

So ist es. Der Inhalt wird mutloses, xenophobes Geschwafel bleiben. Daher kann man sich das "Umformulieren" sparen.
Benutzeravatar
Julian
Beiträge: 7549
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Julian » So 11. Feb 2018, 12:15

PeterK hat geschrieben:(11 Feb 2018, 11:57)

Nicht nur ein Wort.


So ist es. Der Inhalt wird mutloses, xenophobes Geschwafel bleiben. Daher kann man sich das "Umformulieren" sparen.



Ich entnehme dem, dass du dich nicht inhaltlich mit meinen Argumenten auseinandersetzen willst. Dann erspare uns doch auch bitte dein Gepöbel! Danke.
PeterK
Beiträge: 5223
Registriert: Di 31. Mai 2016, 10:06

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon PeterK » So 11. Feb 2018, 12:57

Julian hat geschrieben:(11 Feb 2018, 12:15)
Ich entnehme dem, dass du dich nicht inhaltlich mit meinen Argumenten auseinandersetzen willst.

Das habe ich doch :):
PeterK hat geschrieben:(11 Feb 2018, 11:57)
... mutloses, xenophobes Geschwafel ...
Viel mehr kann man dazu IMO nicht sagen.

BTT: Die gesellschaftliche Spaltung, die es ja schon immer gab, wird durch den "Flüchtlingskompromiss" sicherlich nicht überwunden. Die Xenophoben, die Anstandsbefreiten (neudeutsch: politisch Inkorrekten), die Rassisten, die Monokultis etc. werden wohl nie wirklich in unserer modernen, pluralistischen Gesellschaft ankommen.
Benutzeravatar
Mega Maddin
Beiträge: 104
Registriert: So 11. Feb 2018, 08:44
Benutzertitel: Schulz!

Re: Der Flüchtlingskompromiss der GroKo: Kann jetzt die gesellschaftliche Spaltung überwunden werden?

Beitragvon Mega Maddin » So 11. Feb 2018, 14:25

PeterK hat geschrieben:(11 Feb 2018, 12:57)

Das habe ich doch :):
Viel mehr kann man dazu IMO nicht sagen.

BTT: Die gesellschaftliche Spaltung, die es ja schon immer gab, wird durch den "Flüchtlingskompromiss" sicherlich nicht überwunden. Die Xenophoben, die Anstandsbefreiten (neudeutsch: politisch Inkorrekten), die Rassisten, die Monokultis etc. werden wohl nie wirklich in unserer modernen, pluralistischen Gesellschaft ankommen.


Weite Teile des Migrantenmillieus auch nicht; die interessantere Frage dürfte sein, ob Migrationsgesellschaften nicht grundsätzlich gespalten sind. Eine "bunte" oder inhomogene Gesellschaft führt ja auch zwangsläufig zu inhomogenen Gruppen mit grundsätzlich anderen bzw. gegensätzlichen Wertvorstellungen, in solch einer Gesellschaft kann es auch logischerweise keine "Volksparteien" mehr geben, sodass es auch zu einer Zersplitterung der Parlamente kommen muss.

Zurück zu „21. Innere Sicherheit“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste