Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon Jekyll » Mo 24. Sep 2018, 10:15

yogi61 hat geschrieben:(21 Sep 2018, 10:54)

Da ist leider was dran.
Ich fürchte, damals hat es auch so angefangen.
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yogi61
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon yogi61 » Mo 24. Sep 2018, 10:19

Jekyll hat geschrieben:(24 Sep 2018, 11:15)

Ich fürchte, damals hat es auch so angefangen.


Mit kriminellen Clans? :?:
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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relativ
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon relativ » Mo 24. Sep 2018, 10:19

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(24 Sep 2018, 11:02)

Die deutsche Demokratie hat einen langen Atem. Relativ kleine Grundgesamtheiten, daraus eine Hand voll Intensivtäter - schon hast du eine Schlagzeile. Werden die dann älter, erreichen eine andere Lebenssituation oder kommen durch Umzug oder Verurteilung aus der Handlungssituation, ist schnell alles normalisiert. Man darf Zahlen nie ohne Kontext werten.

Richtig, aber ein Kontext ist eben auch, daß hier auch die Behörden anderes gehandelt haben. Dazu kommt natürlich auch dein Argument, aber das es wohl auch weniger Nachzügler gibt, zeigt mir auch, daß diese Veränderung in der Szene angekommen ist.
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon ThorsHamar » Mo 24. Sep 2018, 11:01

Jekyll hat geschrieben:(24 Sep 2018, 10:51)

Gott bewahre uns vor Schlimmerem. Wenn auf solche Kräfte zurückgegriffen werden muss, um auf aktuelle Probleme hinweisen zu können, dann stimmt mit dieser Gesellschaft was grundsätzlich nicht.


Ja, so ist es tatsächlich!
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon ThorsHamar » Mo 24. Sep 2018, 11:03

Jekyll hat geschrieben:(24 Sep 2018, 11:15)

Ich fürchte, damals hat es auch so angefangen.


Moment mal .... Du meinst jetzt nicht ca. 1930 in Deutschland, oder?
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon Wähler » Fr 28. Sep 2018, 09:26

SZ 27. September 2018 Die Macht der Migranten-Clans
https://www.sueddeutsche.de/panorama/au ... -1.4147228
Bald nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges 1975 in Libanon erschienen die ersten Flüchtlinge in Berlin; sie kamen über Ostberlin illegal nach Westberlin, nicht kontrolliert von den Alliierten. Sie sollten die erste bedeutende Gruppe von Flüchtlingen aus der Dritten Welt in Deutschland bilden, zugleich waren sie die ersten Bürgerkriegsflüchtlinge...Die abgelehnten Asylbewerber konnten jedoch nicht ausgewiesen werden, weil nach der Genfer Flüchtlingskonvention die Abschiebung in Länder verboten ist, in denen das Leben der Flüchtlinge gefährdet ist. Das gilt auch für Bürgerkriegsländer. Die Abschiebungen wurden ausgesetzt, die Flüchtlinge bekamen eine Duldung und blieben im Land...Die Politik reagierte darauf mit einer Verschärfung der Aufenthaltsbedingungen und der Asylgesetze, um den Aufenthalt unattraktiv zu gestalten. Die Flüchtlinge gingen trotzdem nicht weg, sie wurden aber an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Dort konnten sie ungestört ihre mitgebrachten sozialen Strukturen wiederherstellen und ihre kulturellen Werte leben. Eine Integration fand nicht statt, im Gegenteil: Man signalisierte ihnen, sie seien unerwünscht.

"Muslime, die sich als einfache Bürger betrachten, haben sich längst in die Mehrheitsgesellschaft integriert und fallen nirgendwo auf. In islamischen Großfamilien dagegen wird die islamische Identität gepflegt, sie fühlen sich zuerst der islamischen Gemeinschaft zugehörig und bilden die Grundlage für Parallelgesellschaften...So erleben wir zurzeit eine Integration der Flüchtlinge in die islamische Parallelgesellschaft. Der Staat versucht dagegenzusteuern, indem er bei den Integrationskursen die Wertevermittlung eingebaut hat. Viel geholfen hat das bislang nicht."
Ohne Integrationsbemühungen der deutschen Gesellschaft für nicht abschiebbare Flüchtlinge wird der Zulauf zu den ethnischen im rechtlichen Graufeld lebenden Clans allerdings noch zunehmen.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon jack000 » Fr 28. Sep 2018, 11:54

Wähler hat geschrieben:(28 Sep 2018, 10:26)

SZ 27. September 2018 Die Macht der Migranten-Clans
https://www.sueddeutsche.de/panorama/au ... -1.4147228

"Muslime, die sich als einfache Bürger betrachten, haben sich längst in die Mehrheitsgesellschaft integriert und fallen nirgendwo auf. In islamischen Großfamilien dagegen wird die islamische Identität gepflegt, sie fühlen sich zuerst der islamischen Gemeinschaft zugehörig und bilden die Grundlage für Parallelgesellschaften...So erleben wir zurzeit eine Integration der Flüchtlinge in die islamische Parallelgesellschaft. Der Staat versucht dagegenzusteuern, indem er bei den Integrationskursen die Wertevermittlung eingebaut hat. Viel geholfen hat das bislang nicht."
Ohne Integrationsbemühungen der deutschen Gesellschaft für nicht abschiebbare Flüchtlinge wird der Zulauf zu den ethnischen im rechtlichen Graufeld lebenden Clans allerdings noch zunehmen.

Man sollte Kriminelle sofort wegsperren, dann lösen sich die Probleme von alleine.
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon Bolero » Fr 28. Sep 2018, 12:07

jack000 hat geschrieben:(28 Sep 2018, 12:54)

Man sollte Kriminelle sofort wegsperren, dann lösen sich die Probleme von alleine.

Naja, sooooooo ganz einfach ist das auch wieder nicht!!!!

Da werden Staatsanwälte, Justizbeamte, Richter, Polizisten und Zeugen massiv bedroht.
Die wissen deren Adresse, wo Frau(Mann) arbeitet, die Kinder zur Schule gehen.
Da zieht dann schon manch einer (sprichwörtlich gesagt) den Schwanz ein.
„Ein System, das leicht missbraucht werden kann, wird leicht missbraucht.“ (Münch)
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon McKnee » Fr 28. Sep 2018, 12:52

jack000 hat geschrieben:(28 Sep 2018, 12:54)

Man sollte Kriminelle sofort wegsperren, dann lösen sich die Probleme von alleine.


Auf jeden Fall...nach einem rechtstaatlichen Urteil
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon jack000 » Di 13. Nov 2018, 19:36

"Hart aber fair"Warum wir kriminelle Clans zu Straftaten einladen

Bei den Flüchtlingen aus dem Libanon vor drei Jahrzehnten ist ziemlich viel ziemlich schiefgegangen. Das lässt Böses für die Zukunft befürchten. Der Staat tut sich schwer, sich zur Wehr zu setzen. Wenn Großfamilien auffallend oft kriminell werden, darf man dann eigentlich von kriminellen Familien sprechen? Die Praktiker sind sich da ziemlich sicher. Fast kullern die Tränen, wenn ein Grünen-Politiker dagegen argumentiert.

Natürlich sind die Medien schuld. Und der Staat ist schuld. Und die schlechte Welt, die ist auch schuld. Eigentlich können die Mitglieder krimineller Großfamilien nichts dafür, dass so viele ihrer Familienmitglieder großkriminell sind. Denn wahrscheinlich würden die eigentlich lieber für den Mindestlohn in der Altenpflege arbeiten. Statt sich schon wieder einen neuen Luxusschlitten beim Autohändler bestellen zu müssen, weil ja das doofe Geld vom Straßenstrich oder aus dem Drogenhandel schon wieder einmal untergebracht werden muss. Arme reiche Kriminelle.

Plasbergs Montagsrederei wird zur bizarren Diskussion
Es ist eine ziemlich bizarre Diskussion, die Frank Plasbergs Montagsrederei „Hart aber fair“ lostritt. „Das kriminelle Netz der Clans“, ist das Motto, „sind Justiz und Polizei machtlos?“ Eine lange Liste von spektakulären Straftaten hat Plasbergs Redaktion da vorbereitet. Sparkassen-Überfall in Berlin: Beute neun Millionen, Bargeld und Goldbarren. Minuten-Angriff aufs „Kaufhaus des Westens“: 800.000 Euro mitgenommen. Der Diebstahl der 100-Kilogramm-Goldmünze aus dem Bode-Museum. Die Spuren führen stets, so stellt das „Hart aber fair“ dar, zu kriminellen Großfamilien, die eben nicht Müller heißen oder Schmidt.

Da greift der Grünen-Politiker Ahmad Omeirat ganz schnell zur Rassismus-Keule. „Kann man“, barmt er, „mit einem Namen Omeirat in Zukunft noch in Deutschland leben?“ Drehen wir den Satz um: Kann man in Zukunft noch in Deutschland leben, wenn es schon unanständig sein soll, dass Polizei und Staatsanwaltschaft Täter gezielt in Familien suchen, die auffallend oft eben Täterfamilien sind und auffallend oft Familien-DNA an Tatorten hinterlassen?

Warum Verbrecher Verbrecher werden müssen
Moderator Frank Plasberg ist an diesem Abend nicht hart, sondern überaus fair. In einer „Spurensuche“ erinnert er an die Flüchtlinge aus dem Libanon, die vor 30 Jahren nach Deutschland kamen und hier aber nur geduldet wurden. Die Erwachsenen durften nicht arbeiten, die Kinder hatten keine Schulpflicht. Die Wurzel für eine Parallelwelt ist behördlich gelegt. Omeirat hat fast Tränen in den Augen, wenn er von der Ankunft seiner Familie in Deutschland erzählt. Die muss ihn offensichtlich nachhaltig geprägt haben, so nachhaltig, dass der damals Zweijährige seine Erinnerungen beeindruckend dramatisch wachrufen kann. Später hat er nach eigener Aussage 200 Bewerbungen geschrieben. Einen Ausbildungsplatz wollte ihm – oder, wie er glaubt, einem Menschen mit seinem Namen – niemand geben. Trotzdem hat er es in den Einzelhandel gebracht. Er musste nicht Zuhälter werden oder Drogendealer. Womit er sich selbst eigentlich fast schon widerlegt, weil der grüne Omeirat eigentlich lieber die Kausalität erzählt, warum der Kriminelle nicht anders kann, als kriminell zu werden. Vom libanesischen Bürgerkrieg in den deutschen Papierkrieg: Da muss man halt zu Schlagring, Messer, Pistole greifen. Und überhaupt: „Straftaten dürfen nicht ,ver-ethnisiert’ werden“.

„Die Regierung hat damals richtig Müll gebaut“
Was also tun gegen kriminelle Mitglieder von Großfamilien, in denen auffallend viele Mitglieder großkriminell sind? „Die Regierung hat damals richtig Müll gebaut“, berlinert Sicherheitsunternehmer Michael Kuhr. Er hat in einem Prozess gegen das kriminelle Mitglied einer Großfamilie ausgesagt. Und er sieht nur eine Konsequenz: „Abschiebung schreckt ab. Davor haben die Angst.“ Herbert Reul, CDU-Innenminister von Nordrhein-Westfalen, plädiert für die Politik der vielen kleinen Nadelstiche. Er lässt zahlreiche Razzien durchführen. Das löst das Problem nicht. Aber es schafft Unruhe bei den Kriminellen. Kriminelle aus kriminellen Clans mit einschlägig bekannten Namen? „Die Namen sind mir wurst“, sagt der Innenminister, „aber die Fakten sind so.“

Wenn die Fakten so sind. Wenn alle die Fakten, die so sind, auch so kennen. Dann ist es höchste Zeit, die Fakten auch beim Namen zu nennen. Auch wenn der nicht Müller lautet oder Schmidt.

https://www.focus.de/kultur/kino_tv/foc ... 93962.html
Da hat der Michael Nur sicherlich Recht. Wenn die nur die Abschiebung fürchten, dann muss auch die Abschiebung die logische Konsequenz sein! Wenn Abschiebungen generell möglich sind von denen, dann auch diejenigen die konsequent von Sozialleistungen leben!
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon McKnee » Di 13. Nov 2018, 20:08

jack000 hat geschrieben:(13 Nov 2018, 19:36)

https://www.focus.de/kultur/kino_tv/foc ... 93962.html
Da hat der Michael Nur sicherlich Recht. Wenn die nur die Abschiebung fürchten, dann muss auch die Abschiebung die logische Konsequenz sein! Wenn Abschiebungen generell möglich sind von denen, dann auch diejenigen die konsequent von Sozialleistungen leben!


Ich hab reingeschaut und mit Rücksicht auf meinen Fernseher dann doch darauf verzichtet. Leider kann und darf man (immer noch nicht) offen reden in diesen Runden. Natürlich hat Arafat eine weiße Weste, sonst wäre auch nicht so ein Guter. Seinen Kontrahenten hat man kürzlich bei einer bundesweiten Aktion weggesperrt. Der, Ahmat, war aber wirklich nicht so pfiffig. Wie das in Familien aber so ist, der Älteste, und sei es auch der Dümmste, gibt den Ton an.

und natürlich muss man sich seine Gedanken machen, wenn Anwälte unter den Trauergästen des Who is Who der deutschen Clankriminellen anzutreffen sind. Gilt auch, wenn sie Trauzeugen oder Taufpaten werden.
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon Bielefeld09 » Di 13. Nov 2018, 21:35

Schon die Überschrift suggestiert hier einfache Rechtsstaatverleugnung.
Der Rechtsstaat greift aufgrund einer individuellen Schuld ein.
Hatten sie weitergehenden Gedanken?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon McKnee » Di 13. Nov 2018, 21:42

Bielefeld09 hat geschrieben:(13 Nov 2018, 21:35)

Schon die Überschrift suggestiert hier einfache Rechtsstaatverleugnung.
Der Rechtsstaat greift aufgrund einer individuellen Schuld ein.
Hatten sie weitergehenden Gedanken?


Der Rechtstaat greift auch gegen inkriminierte Strukturen durch. Die "individuelle Schuld" ergibt sich dabei auch aus der Zugehörigkeit. => § 129 StGB
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon imp » Mi 14. Nov 2018, 09:38

Bielefeld09 hat geschrieben:(13 Nov 2018, 21:35)

Schon die Überschrift suggestiert hier einfache Rechtsstaatverleugnung.
Der Rechtsstaat greift aufgrund einer individuellen Schuld ein.
Hatten sie weitergehenden Gedanken?

Richtig. Es gibt keine Sippenhaft bei uns, keine Strafe qua Verwandtschaft. Außer bei Scheidungsangelegenheiten/Unterhalt.
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon MäckIntaier » Mi 14. Nov 2018, 09:46

imp hat geschrieben:(14 Nov 2018, 09:38)

Richtig. Es gibt keine Sippenhaft bei uns, keine Strafe qua Verwandtschaft. Außer bei Scheidungsangelegenheiten/Unterhalt.


Eine Familienmitgliedschaft verhindert keine Anklage nach § 129 BGB. Der gilt unbeschadet der verwandschaftlichen Beziehungen der Mitglieder einer Vereinigung.
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon McKnee » Mi 14. Nov 2018, 09:48

imp hat geschrieben:(14 Nov 2018, 09:38)

Es gibt keine Sippenhaft bei uns, keine Strafe qua Verwandtschaft.


Stimmt, darum hat auch niemand davon gesprochen.

Aber der Rechtstaat hat auch die Verpflichtung vorzubeugen und gehört es auch dazu, sich einen Überblick über die aktuellen Lagen zu verschaffen. Manchmal hilft es auch Eskalationen, von denen wir immer wieder aus den Medien erfahren, zu verhindern oder einzudämmen.

Ich weiß gar nicht, warum immer von Strafe die Rede ist, wenn es um die Kriminalitätsbekämpfung geht?! Es gibt da sehr viel mehr, aber sehr aufwendige Maßnahmen, die man grob unter Szenekunde zusammenfassen kann.
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon imp » Mi 14. Nov 2018, 09:50

MäckIntaier hat geschrieben:(14 Nov 2018, 09:46)

Eine Familienmitgliedschaft verhindert keine Anklage nach § 129 BGB. Der gilt unbeschadet der verwandschaftlichen Beziehungen der Mitglieder einer Vereinigung.

Die Überschrift lautet Clan. Das ist kein Wahlzusammenhang, dem man beitreten oder entsagen könnte. Folglich auch kein Schuldzusammenhang. Anders als bei der Beteiligung an einem Verein, einer Bande, Partei, Kameradschaft etc. Die Überschrift suggeriert hier eine Deckungsgleichheit, ganz im Sinne der ewigen Abschiebehetze. Sie sollte anders lauten.
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon imp » Mi 14. Nov 2018, 09:52

McKnee hat geschrieben:(14 Nov 2018, 09:48)

Stimmt, darum hat auch niemand davon gesprochen.

Wie eben ausgeführt, ist die Vermengung eines Verwandtschaftsbegriffs mit dem Bandenwesen sehr unglücklich und scheinbar mancher Agenda gerade recht.
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon MäckIntaier » Mi 14. Nov 2018, 09:58

imp hat geschrieben:(14 Nov 2018, 09:50)

Die Überschrift lautet Clan. Das ist kein Wahlzusammenhang, dem man beitreten oder entsagen könnte. Folglich auch kein Schuldzusammenhang. Anders als bei der Beteiligung an einem Verein, einer Bande, Partei, Kameradschaft etc. Die Überschrift suggeriert hier eine Deckungsgleichheit, ganz im Sinne der ewigen Abschiebehetze. Sie sollte anders lauten.


Wie "sollte" denn der Begriff lauten und von wem darf er bestimmt werden? Der englische Begriff bezeichnet eigentlich eine soziale Gruppe, und in diesem Sinne passt er sehr genau auf das, was hier zu beobachten ist.
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Re: Kriminelle Clans können nun abgeschoben werden?

Beitragvon McKnee » Mi 14. Nov 2018, 10:02

imp hat geschrieben:(14 Nov 2018, 09:50)

Die Überschrift lautet Clan. Das ist kein Wahlzusammenhang, dem man beitreten oder entsagen könnte. Folglich auch kein Schuldzusammenhang. Anders als bei der Beteiligung an einem Verein, einer Bande, Partei, Kameradschaft etc. Die Überschrift suggeriert hier eine Deckungsgleichheit, ganz im Sinne der ewigen Abschiebehetze. Sie sollte anders lauten.


Das ist so nicht ganz richtig. Grundsätzlich wird es unmöglich sein, die Kausalität beweissicher nachzuvollziehen. Trotzdem gibt es dort die Grenzbereiche, bei denen auch ein nicht Mensch als Mitglied einer inkriminierten Gruppierung identifiziert werden kann, auch wenn er nicht aktiv an den Ausführungen der Taten der Gruppierung beteiligt ist.

Hinzu kommt, dass diese Clans mit Ausnahme ihres Kerns eine fragile Angelegenheit waren und zunehmend sind, weil sie eher zu Banden mit einer familiär geprägten Führung konvertiert sind.
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