Zerreißt unsere Gesellschaft?

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Salz
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Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon Salz » Di 19. Sep 2017, 08:26

Hallo,

Ich war schon immer politisch aktiv und interessiert. Das ist in meiner Familie quasi Tradition. Zur Zeit glaube ich aber einen Riss erkannt zu haben , der quer durch die Gesellschaft und oft auch quer durch Familien verläuft. Verursacht wird dies , denke ich , durch ein wieder erwachen des politischen Interesses in der breiten Bevölkerung. Gefördert durch unsere Demokratie nehmen die Menschen sich wieder das Recht auf die eigene Meinung. Doch dieses , für eine gute Demokratie unverzichtbare Verhalten wird immer dann zum Problem, wenn Meinungen auch Sitte, Moral und Anstand für sich allein beanspruchen. Das geht dann zu Lasten der Konsenzfähigkeit. Wenn unsere Bevölkerung aber aus Individuen besteht und bestehen soll, dann muss doch auch klar und gewollt sein, dass es wohl kaum 2 Meinungen gibt die sich zu 100 % gleichen. Somit würde die Konsenzfähigkeit zur Kernkompetenz unserer Gesellschaft gehören müssen.
Braucht es dafür dann nicht eine breite Wertediskussion? Müssen wir dann nicht als Gesellschaft festlegen, was genau denn unsere grundlegenden und unveräusserlichen Werte sein sollen? Ist es wirklich klug diese Festlegung und vor allem aber auch die Definition dieser Werte , an Parteien und Organisationen abzutreten die entweder ideologisch oder wirtschaftlich festgelegt sind?

Ich freue mich auf interessante Meinungen
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relativ
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon relativ » Di 19. Sep 2017, 09:09

Hallo und Willkommen,

diese Gedanken mache ich mir auch schon seit geraumer Zeit. Konsens gehört zur Demokratie und der Gemeinschaft wie das Salz in der Suppe, dies sollte einfach jedem Bürger klar sein.
Warum sich unsere Gesellschaft sichtbar und spürbar spaltet hat m.M. mehrere Gründe, die aber alle miteinander verknüpft sind.
Nehmen wir die Geburtsstunde der BRD mal als Ausgangspunkt. Nach dem Aufbau kam das Wirtschaftswunder, welches nur möglich war, weil unter anderen uns etliche Reparationszahlungen erspart blieben. Hier können wir der USA und dem "kalten Krieg" noch auf Knien danken. Ergebnis des Wirtschaftswunders war Vollbeschäftigung und Babyboom. Fast ein jeder konnte seine gesellschaftliche Teilhabe leben, auch wenn es natürlich, wie immer, auch gesellschaftliche Unterschiede gab. Aber das Gefühl der Teilhabe war eben da. Dies ging ziemlich lange gut, bis sich allmählich, im Zuge des Fortschritts, die Globalisierung und int. Großkonzerne zunehmende Bedeutung bekamen. Dadurch haben sich gerade auch in den Industrieländern das gesellschaftliche Gefüge geändert. Die Zahl derer die mit dem gesellschaftlichen Wandel nicht Schritt halten konnten und somit auch die wichtige gesellschaftliche Teilhabe nicht mehr erreichen konnten nahm Schritt für Schritt zu.
Was macht dies mit Gesellschaften, die darauf keine sozialen und gesellschaftspolitischen Antworten haben. Wir sehen die Auswirkungen m.M. heute unterschiedlich stark ausgeprägt in den Industrieländern. Die Gesellschaften spalten sich und werden dies auch weiterhin tun, wenn es auf die sich ändernden wirtschaftlichen Verhältnisse keine politische Antworten gibt.
Eine Worthülse wie "Beschäftigung ist Sozial" reicht da m.M. nicht aus, weil wir ja mittlerweile wissen, daß eine Beschäftigung nicht unbedingt auch gesellschaftliche Teilhabe heisst, aber genau dies muss es.
Jeder Bürger ist dafür verantwortlich, daß er sich seine Arbeit sucht und gegebenenfalls auch weitere Wege ect. in kauf nehmen muss, aber es muss sicher gestellt werden, daß er mit einem Job seine gesellschaftliche Teilhabe, auch ohne staatliche Zuschüsse, bewerkstelligen kann. Die Bezugsgröße der gesellschaftlichen Teilhabe muss sich an der Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung richten, denn die gibt das Tempo vor, mit der sich diese auch verändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon yogi61 » Di 19. Sep 2017, 09:12

Der sogenannte Konsens hat in den letzten dreissig Jahren zu einer Entpolitisierung der Gesellschaft geführt.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon Ammianus » Di 19. Sep 2017, 10:08

Die Spaltung der Gesellschaft ist nichts Neues. In den letzten Jahrzehnten ist sie nur in Deutschland nicht mehr so deutlich gewesen. Man sieht es daran, wie eine SPD sich heute bemüht, deutlicher Abstand von der CDU zu bekommen.
In den Endsechzigern setzte sich die SPD mit ihrer „Neuen Ostpolitik“ konsequent von der konservativen Haltung der CDU/CSU ab. Aussöhnung mit den Opfern der Nazi-Raubzüge, solide Verträge mit der DDR statt markigen Auftritten und versteckten Gebietsrückgabeforderungen standen auf dem Programm. Der „Wandel durch Annäherung“ war so auf längere Sicht das Erfolgsmodell. Im Kreis der Konservativen und Vertriebenenverbände sah man das als Verrat an.
Spaltungen bei anderen Nationen sind oder waren schon immer fast die Regel. Man nehme die USA mit Republikanern und Demokraten, lange Zeit Frankreich mit einer 50 zu 50 Position zwischen Links und Rechts, Israel aber auch den Iran oder die Türkei.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon pikant » Di 19. Sep 2017, 10:26

yogi61 hat geschrieben:(19 Sep 2017, 10:12)

Der sogenannte Konsens hat in den letzten dreissig Jahren zu einer Entpolitisierung der Gesellschaft geführt.


ich sehe diesen Konsens in den letzten 30 Jahren nicht.
gerade das Aufkommen von neuen Parteien widerlegt diese These
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon yogi61 » Di 19. Sep 2017, 10:32

pikant hat geschrieben:(19 Sep 2017, 11:26)

ich sehe diesen Konsens in den letzten 30 Jahren nicht.
gerade das Aufkommen von neuen Parteien widerlegt diese These


Das ist nicht korrekt- Wir haben politisch mindestens 30 Jahre Konsenssuppe hinter uns, deswegen auch die oft schwachen Wahlbeteiligungen. Dazu kommt, dass Teile von Generationen durch das Privatfernsehen systematisch verblödet wurden.
Zuletzt geändert von yogi61 am Di 19. Sep 2017, 10:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon Praia61 » Di 19. Sep 2017, 10:34

Achtet das Grundgesetz und lebt nach der Bibel und alles ist gut.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon pikant » Di 19. Sep 2017, 10:37

Praia61 hat geschrieben:(19 Sep 2017, 11:34)

Achtet das Grundgesetz und lebt nach der Bibel und alles ist gut.


ich bezweifel mal, dass Bibel und oder Religionen fuer unere Gesellschaft gut sind.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon Praia61 » Di 19. Sep 2017, 10:38

Was gefällt dir an den 10 Geboten nicht u d weshalb nicht ?
Artikulieren deine Zweifel.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon pikant » Di 19. Sep 2017, 10:39

yogi61 hat geschrieben:(19 Sep 2017, 11:32)

Das ist nicht korrekt- Wir haben politisch mindestens 30 Jahre Konsenssuppe hinter uns, deswegen auch doe oft schwachen Wahlbeteiligungen. Dazu kommt, dass Teile von Generationen durch das Privatfernsehen systematisch verblödet wurden.


ich kann keine Konsenssuppe sehen, denn mit MLPD, Linkspartei, NPD und AfD haben wir Alternativen, die jeder waehlen kann und da ist von Konsens nichts zu spueren.
Frueher konnte man sogar noch DKP waehlen um dem Konsens zu entgehen :D

Wahr ist aber, dass der Deutsche eher Parteien waehlt, die keine radikalen Positionen en masse im Programm stehen haben.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon yogi61 » Di 19. Sep 2017, 10:40

pikant hat geschrieben:(19 Sep 2017, 11:39)

ich kann keine Konsenssuppe sehen, denn mit MLPD, Linkspartei, NPD und AfD haben wir Alternativen, die jeder waehlen kann und da ist von Konsens nichts zu spueren.
Frueher konnte man sogar noch DKP waehlen um dem Konsens zu entgehen :D

Wahr ist aber, dass der Deutsche eher Parteien waehlt, die keine radikalen Positionen en masse im Programm stehen haben.


Es geht um die Regierungsarbeit und die die Großen Koalitionen. Gift für jede Demokratie.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon pikant » Di 19. Sep 2017, 10:43

yogi61 hat geschrieben:(19 Sep 2017, 11:40)

Es geht um die Regierungsarbeit und die die Großen Koalitionen. Gift für jede Demokratie.


deshlab werde ich dieses Mal weder CDU noch SPD waehlen damit keine grosse Koalition mehr installiert werden kann, jedenfalls nicht mit der Stimme von Pikant.
eine starke neue Regierung braucht eine starke Opposition.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon yogi61 » Di 19. Sep 2017, 10:46

pikant hat geschrieben:(19 Sep 2017, 11:43)

deshlab werde ich dieses Mal weder CDU noch SPD waehlen damit keine grosse Koalition mehr installiert werden kann, jedenfalls nicht mit der Stimme von Pikant.
eine starke neue Regierung braucht eine starke Opposition.


Das predige ich seit Jahren. Inzwischen scheinen Teile der entpolitisierten Hammelherde das auch begriffen zu haben.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon Ein Terraner » Di 19. Sep 2017, 11:03

Praia61 hat geschrieben:(19 Sep 2017, 11:38)

Was gefällt dir an den 10 Geboten nicht u d weshalb nicht ?
Artikulieren deine Zweifel.


Die ersten 2 Sind fürn Arsch, da steht nur Allahu Akbar.
3 Pausen sind heilig
4. Sei nett zu deinen Eltern
5. Du sollst nicht morden. (Was ist mit verletzen ?)
6. Nicht Ehe brechen (toller Ratschlag im 21. Jh)
7. Nicht stehlen (Ok, kann man stehen lassen)
8. Nicht lügen (Geht auch, manchmal)
9. Sei nicht neidisch auf Menschen mit Wohneigentum. (Na ja, bringt einen auch nicht weiter)
10. Sexistische und rassistische Scheiße (Ehefrau, Sklaven und Sklavinnen gleichgestellt mit Vieh und Gegenständen als Eigentum)

Alles in allem würde ich sagen das uns diese Regel in der heutigen Zeit nicht weiterbringen.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon Salz » Di 19. Sep 2017, 11:41

Oh, viele Wortmeldungen. Sehr schön, vielen dank dafür zunächst.
Ich würde doch aber gerne zu meinem Thema zurückkehren.

relativ, ich finde Deine Ausführungen sehr richtig, jedoch denke ich, dass man sehr viel weiter in die Geschichte zurückschauen muss. Deutschland hatte schon immer ..." so eine Art Demokratie". Während in anderen Ländern noch die absolute Monarchie herrschte, gab es in Deutschland die sogenannte Wahlmonarchie. Wir sind also ein Volk, dass es gewohnt ist die Wahl zu haben. Gut, das hat uns nicht immer weiter gebracht. Aber grosse geschichtliche Umbrüche kamen in Deutschland immer zeitverzögert an, wir konnten also auch immer "abgucken".
Nun sind wir aber zu einer entscheidenden Grösse im Weltgeschehen herangewachsen und wollen und müssen Verantwortung in der Welt, speziell aber auch in Europa übernehmen. Damit tun wir uns schwer, weil uns oftmals die Geduld fehlt, die grosse Veränderungen immer bedingen.

yogie 61, wie muss ich das denn verstehen? Fändest Du es besser, wenn sich alle mit aller Kraft streiten bis nur noch der übrig ist, der am lautesten oder am stärksten war? Unabhängig davon ob dieser nun im Recht war oder nicht? Konsens ist unspektakulär, ja. Aber Konsens ist auch Gewaltfrei, was nicht heisst dass Konsens immer Gewalt vermeidet. Aber wenn auf politischer Ebene nur gepoltert, gefordert und sanktioniert wird, dann wissen wir alle was die letztliche Folge sein muss.

Praia61, gutes Argument. Religion ist ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft. Für den einen mehr, für den anderen weniger. Speziell der christliche Glaube aber fordert doch Gelassenheit nach dem Motto: setzt Dich hin, schau in die Wolken, halte die andere Wange hin, sei ein guter Mensch und den Rest regelt der Herr. Ich aber sage: Wer nichts ändert verändert nichts. Und Veränderung beginnt zu aller erst im Denken eines jeden selbst. Wenn ich mich aber so in der Welt umsehe, hat sie Veränderung ganz sicher nötig.

Und generell geht es, denke ich, nicht um Regierungen oder darum was oder wen man wählt. Soweit es mich betrifft hat jeder das Recht zu wählen was er für richtig hält. Wer jedoch nicht wählt hat auch kein Recht zu jammern. Doch je nachdem mit wem man redet, ist der jeweils andere schlimmer als der Teufel, könnte man glauben. Wer bestimmt denn was richtig und was falsch ist? Die Mehrheit? Das hieße dann doch die Mehrheit hat immer recht, nicht weil sie recht hat sondern weil sie die Mehrheit ist. Das kann es doch nicht sein. Es muss doch Orientierungspunkte geben, von denen sich ableiten lässt was, zumindest hier und jetzt richtig oder falsch ist.

Tun wir das nicht, werden wir uns doch vieler Chancen selbst berauben. Beispiel: Das linke Steuerkonzept finde ich sehr gut. Die Forderung nach Austritt aus der Nato halte ich für Blödsinn. Wenn ich also die Linke als blöd abstempelte, weil mir der Verbleib in der Nato wichtiger wäre, würde mir ein tolles Steuerkonzept entgehen. Hier sehe ich das Dilemma. Man kann wohl in jeder Partei den einen oder anderen Punkt finden, der gar nicht so blöd ist. Man soll sich aber für eine entscheiden. Das funktioniert auch, solange ich mich für meine Entscheidung nicht rechtfertigen oder gar an den Pranger stellen lassen muss und solange alle oder eben genug mitmachen. Aber viel wollen einfach nicht mehr, weil sie, wenn sie sich eine politische Meinung bilden wollen würden, sich wohl oder übel mit irgendwem streiten müssten. Darum hört man auf Geburtstagen oder anderen Familienfeiern oder oft auch in der Kneipe immer öfter den Satz: " Fang bloß nich mit de Politik an man. Wir wollen feiern, nich streiten."

Meine Frage ist nun, kann man dem entgegenwirken und wie?
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon Praia61 » Di 19. Sep 2017, 12:24

Ein Terraner hat geschrieben:(19 Sep 2017, 12:03)

Die ersten 2 Sind fürn Arsch, da steht nur Allahu Akbar.
3 Pausen sind heilig
4. Sei nett zu deinen Eltern
5. Du sollst nicht morden. (Was ist mit verletzen ?)
6. Nicht Ehe brechen (toller Ratschlag im 21. Jh)
7. Nicht stehlen (Ok, kann man stehen lassen)
8. Nicht lügen (Geht auch, manchmal)
9. Sei nicht neidisch auf Menschen mit Wohneigentum. (Na ja, bringt einen auch nicht weiter)
10. Sexistische und rassistische Scheiße (Ehefrau, Sklaven und Sklavinnen gleichgestellt mit Vieh und Gegenständen als Eigentum)

Alles in allem würde ich sagen das uns diese Regel in der heutigen Zeit nicht weiterbringen.

Verkommenheit gut beschrieben.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon Ein Terraner » Di 19. Sep 2017, 12:44

Praia61 hat geschrieben:(19 Sep 2017, 13:24)

Verkommenheit gut beschrieben.


Ja, das kann passieren wenn man Jahrtausende alten Regeln mit moderner Ethik konfrontiert.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon relativ » Di 19. Sep 2017, 14:41

yogi61 hat geschrieben:(19 Sep 2017, 10:12)

Der sogenannte Konsens hat in den letzten dreissig Jahren zu einer Entpolitisierung der Gesellschaft geführt.

Nein, nicht der Konsens, sondern die falschen Schwerpunkte in der Politik. Die war in den letzten Dekaden eher darauf ausgerichtet die Wirtschaft bei Laune zu halten , als sich um den Zusammenhalt der eigenen Bevölkerung zu kümmern.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon Praia61 » Di 19. Sep 2017, 15:45

Ein Terraner hat geschrieben:(19 Sep 2017, 13:44)

Ja, das kann passieren wenn man Jahrtausende alten Regeln mit moderner Ethik konfrontiert.

Diese Regeln sind zeitlos auch wenn Hurerei etc. überhand genommen hat.
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Re: Zerreißt unsere Gesellschaft?

Beitragvon Ein Terraner » Di 19. Sep 2017, 15:48

Praia61 hat geschrieben:(19 Sep 2017, 16:45)

Diese Regeln sind zeitlos

rofl, vielleicht für komplett rückständige. Lies die lieber nochmal durch, der Teil mit den Sklaven könnte evtl doch veraltet sein.
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