„indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

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jack000
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„indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon jack000 » Fr 25. Aug 2017, 18:04

„Müssen jetzt mit Racheakten rechnen“: Warum das „indymedia“-Verbot so gefährlich ist

Um 10.02 Uhr setzte die Internetplattform „linksunten.indymedia.org“ ihre letzte Botschaft ab, danach war die linksextremistische Website nicht mehr aufrufbar.
Das Bundesinnenministerium hat die Plattform, die strafbare Inhalte verbreiten soll, verboten – und im Zuge dessen die Räumlichkeiten der Seiten-Betreiber durchsucht.
Messer, Schlagstöcke, Rohre und Zwillen

Gefunden wurden dabei zahlreiche Waffen wie Messer, Schlagstöcke, Rohre und Zwillen. Das teilte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag in Berlin mit.
Zudem erklärte er, dass der Weiterbetrieb der Seite ab sofort eine Straftat sei. „Das von mir angeordnete Verbot dient der Zerschlagung der Vereinsstruktur und der Beschlagnahmung des Vermögens“, so de Maizière.

Der Hamburger Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Jan Reinecke, bezweifelt indes den Sinn des Verbots. Die Plattform sei für Ermittler auch polizeitaktisch wichtig gewesen, "um die Szene, ihre Pläne und Bekennerschreiben zu beobachten".
Anfang 2009 wurde „linksunten. indymedia.org“ gegründet und galt zuletzt als einflussreichstes Medium der linksextremen Szene in Deutschland. Gerade deshalb ist es laut Extremismus-Experte Dustin Hoffmann von der Forschungsgruppe „Extremismus und Militanz“ besonders schwierig, die Plattform dauerhaft abzuschalten.

Im Gespräch mit FOCUS Online erklärt er: „Auch wenn das Verbot sehr zu begrüßen ist, wird es vermutlich kaum Konsequenzen nach sich ziehen. Mit Servern in Brasilien bleibt nur abzuwarten, bis die Website wieder im Internet auftaucht.“ Vergleichbar sei das mit Domains wie „Kino.to“. Die Internetseite, auf der Nutzer Kinofilme illegal online streamen können, wurde 2011 nach einer Razzia abgestellt. Doch mit Servern im Ausland gelang den Betreibern die Wiederbelebung der Seite.

Hoffmann vermutet daher, dass „solange eine der vielen anderen Subdomains von ‚indymedia‘ die Arbeit übernimmt.“ In Deutschland war das linksradikale Netzwerk, das global agiert, bislang durch „linksunten.indymedia.org“ vertreten.

Linksradikale Szene könnte sich „weiter radikalisieren“

Ein weiteres Problem sieht der Extremismus-Experte beim „harten Kern“ der linksextremistischen Szene in der Bundesrepublik. „Er könnte sich durch ein Abschalten der einflussreichen Plattform weiter radikalisieren.“ Linksradikale würden sich, so Hoffmann, darin bestätigt sehen, die Einmischung durch den Staat noch entschiedener zu bekämpfen.

Das könne sich dem Experten zufolge in zunehmender Gewalt äußern: „In nächster Zeit müssen wir mit Racheakten aus der linksautonomen Szene rechnen. Das können schwere Sachbeschädigungen sein oder Steinewerfer, die auf der Straße Krawall machen“, sagt Hoffmann. Auch Angriffe auf Polizeibeamte seien nicht auszuschließen.


Einen positiven psychologischen Effekt könnte das bundesweite „indymedia“-Verbot dennoch haben. Und zwar beim „Rand der Szene“, wie Hoffmann erklärt: „Menschen, die mit der Idee der Plattform sympathisiert haben und es reizvoll fanden, ihrer Wut gegen die Staatsgewalt freien Lauf zu lassen, könnten durch das Verbot wachgerüttelt werden.“

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 15767.html

Wie man die Jungs und Mädels kennt setzen die grundsätzlich Gewalt ein wenn irgendwas nicht so läuft wie die das wollen, eine andere Sprache kennen die ja nicht.

Ebenso wird auch die Schließung der Seite kritisiert, da nun deren Aktionen nicht mehr dokumentiert werden und folgende Aktionen nun nicht mehr voraussehbar sind.

Andersrum wird es wohl wieder eine Seite geben, die die geschlossene ersetzen wird, denn die Jungs und Mädels sind ja i.d.R. noch nicht im Knast.

=> Werden Racheakte folgen? Wenn ja, wen werden sie treffen?
=> Besteht sogar die Gefahr einer Radikalisierung im Untergrund die in eine terroristische Vereinigung münden?
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon Quatschki » Fr 25. Aug 2017, 18:27

Vielleicht versuchen sie, das Innenministerium zu stürmen?
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon yogi61 » Fr 25. Aug 2017, 19:21

Es ist eben Wahlkampf und der Innenminister setzt sich mal kurz in Szene. Mir ist nicht klar, was das Verbot bewirken soll. Es dient höchstens zur Beruhigung der Hammelherde.
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon jack000 » Fr 25. Aug 2017, 20:00

yogi61 hat geschrieben:(25 Aug 2017, 20:21)

Es ist eben Wahlkampf und der Innenminister setzt sich mal kurz in Szene. Mir ist nicht klar, was das Verbot bewirken soll. Es dient höchstens zur Beruhigung der Hammelherde.

Die einen werden beruhigt und die anderen eher radikaler ...
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon yogi61 » Fr 25. Aug 2017, 20:02

jack000 hat geschrieben:(25 Aug 2017, 21:00)

Die einen werden beruhigt und die anderen eher radikaler ...


Ich bezweifel auch,ob das taktisch klug war.
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon watisdatdenn? » Fr 25. Aug 2017, 20:04

Die sollten eher ein Forum bei indymedia aufbauen und diskutieren.
Ich finde Verbote von Meinungen Unsinn.

Genauso wie sie das thiazi-nazi Forum geschlossen haben. Macht keinen Sinn wenn man mich fragt..
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jack000
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon jack000 » Fr 25. Aug 2017, 20:06

yogi61 hat geschrieben:(25 Aug 2017, 21:02)

Ich bezweifel auch,ob das taktisch klug war.

Taktisch klug sowieso nicht, die Frage stellt sich welche Alternative es gibt ... Ähnlich wie bei den Rechtsradikalen da irgendwas zuzulassen so nach dem Motto:"Na Hauptsache wir wissen wer die sind und was die so vorhaben"?
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon jack000 » Fr 25. Aug 2017, 20:08

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 Aug 2017, 21:04)Ich finde Verbote von Meinungen Unsinn.

Meinungen sind in Deutschland nicht verboten, aber Aufrufe zur Gewalt sowie Hetze ...
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon CaptainJack » Fr 25. Aug 2017, 20:27

War das der Auftakt zu mehr?
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon Ger9374 » Fr 25. Aug 2017, 20:32

Wenn es denn aus dem Ausland mit Servern weitergeht ist kaum ein Sinn hinter dieser Aktion
erkennbar. Wahlkampf auf Kosten des Steuerzahlers!
Der Bundesinnenminister wird doch wohl nicht
das Allgemeinwohl aus dem Auge verloren haben!?
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon Cat with a whip » Fr 25. Aug 2017, 20:33

yogi61 hat geschrieben:(25 Aug 2017, 20:21)

Es ist eben Wahlkampf und der Innenminister setzt sich mal kurz in Szene. Mir ist nicht klar, was das Verbot bewirken soll. Es dient höchstens zur Beruhigung der Hammelherde.


War denn die Hammelherde beeunruhigt? Die Webseite geht doch den Leuten am Arsch vorbei. Es geht halt darum nochmal symbolische Position zu ziehen und den rechts denkenden Wähler anzuprechen. Dass die Seiten weiter erreichbar sein werden ist doch wurst.

Das war nur der Beginn in der nun heissen Phase des Wahlkampfs. Die Union wird noch ganz andere Karten ziehen um das rechte Lager anzugraben, wie immer.
Zuletzt geändert von Cat with a whip am Fr 25. Aug 2017, 20:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 25. Aug 2017, 20:34

NDR Panorama 3 hat erst jüngst die Darstellung der Ausschreitungen zum G20-Gipfel analysiert und Experten kommentieren lassen.
"Macht man die Falschen zum Sündenbock?" "Die Haftbegründungen eines in Untersuchungshaft sitzenden G20 Demonstranten sind mehr als fragwürdig. Ein widersprüchliches Polizeivideo wirft Fragen auf." "Doch inzwischen gibt es konkrete Anhaltspunkte, dass der Demonstrationszug am Rondenbarg nicht so gefährlich gewesen ist, wie Polizei, Staatsanwaltschaft und Haftrichter behaupten. Ein von der Polizei selbst aufgenommenes Video zeigt das Aufeinandertreffen von Beamten und Demonstranten um 6.27 Uhr morgens. Panorama 3 liegt das Video vor. "Schwerste Ausschreitungen" und "massiven Bewurf" mit Gegenständen, wie von den Strafverfolgern behauptet, sieht man darin nicht." "Professor Rafael Behr, ein Soziologe, der früher selbst als Polizist gearbeitet hat und an einer Polizeiakademie lehrt, findet darin nichts Überraschendes, "weder auf Polizei- noch auf Demonstrantenseite". "Ich möchte jetzt nicht zu sehr relativieren oder entschuldigen. Aber tatsächlich erlebt man dieses Ausmaß der Gewaltintensität bei jedem Zweitliga-Fußballspiel", sagt er. "Schwerste Ausschreitungen" oder gar "bürgerkriegsähnliche Zustände" erkenne man in dem Video "eindeutig nicht". ... usw. usf.
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/G20-Macht-man-die-Falschen-zum-Suendenbock,gzwanzig280.html
Es geht nicht darum, die Gewalttaten, die es tatsächlich gab zu entschuldigen. Verantwortung kann man bei Wirrköpfen nicht voraussetzen, Es geht um die Frage, was diejenigen, die tatsächlich Verantwortung tragen (Polizei, Staatsanwaltschaft usw.) bewog, Hysterie zu schüren, wo Besonnenheit erforderlich wäre.

Dass jedenfalls die Rechnung (Hysterie zu schüren) aufging, kann man an den Kommentaren zur Panorama-Sendung ablesen: Man fühlt sich dabei an die historischen Berichte über den Schah-Besuch Ende der 60er erinnert.

Das ging mir unwillkürlich durch den Kopf, als ich von dem Indymedia-Verbot las.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Fr 25. Aug 2017, 20:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon jorikke » Fr 25. Aug 2017, 20:35

jack000 hat geschrieben:(25 Aug 2017, 21:08)

Meinungen sind in Deutschland nicht verboten, aber Aufrufe zur Gewalt sowie Hetze ...


So ist es.
Wer in einer solchen Weise handelt, sich damit strafbar macht, der gehört verboten.
Taktische Überlegungen wie "dann haben wir sie aber nicht mehr unter Kontrolle" oder " mein Gott, wenn die jetzt böse werden" sind doch schlicht dummes Zeug, zumindest letzteres.
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon JJazzGold » Fr 25. Aug 2017, 20:45

Cat with a whip hat geschrieben:(25 Aug 2017, 21:33)

War denn die Hammelherde beeunruhigt? Die Webseite geht doch den Leuten am Arsch vorbei.


Wenn den Dreck keiner gelesen hat, dann wird ihn jetzt auch keiner vermissen.
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon Quatschki » Fr 25. Aug 2017, 21:06

JJazzGold hat geschrieben:(25 Aug 2017, 21:45)

Wenn den Dreck keiner gelesen hat, dann wird ihn jetzt auch keiner vermissen.

Ich glaub die Seite war auch nicht für Leute wie dich gedacht
Oder wäre es für dich wichtig zu wissen, welchen rassistischen, weil an AfD vermietenden Gastwirten du die Fenster einschmeißen sollst? Oder wo welche Autos stehen, deren Abfackelung empfohlen wird?
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 25. Aug 2017, 21:10

jorikke hat geschrieben:(25 Aug 2017, 21:35)

So ist es.
Wer in einer solchen Weise handelt, sich damit strafbar macht, der gehört verboten.

Ob sich die Betreiber der Seite im juristischen Sinne strafbar gemacht haben, kann erst ein juristisches Verfahren ermitteln. Anders als beim Verbot der rechtsextremen seite "altermedia", bei dem einige der Betreiber zu Geld- bzw. Haftstrafen verurteilt wurden, läuft gegen die Indymedia-Betriber (momentan) noch kein Ermittlungsverfahren.
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon JJazzGold » Fr 25. Aug 2017, 21:14

Quatschki hat geschrieben:(25 Aug 2017, 22:06)

Ich glaub die Seite war auch nicht für Leute wie dich gedacht
Oder wäre es für dich wichtig zu wissen, welchen rassistischen, weil an AfD vermietenden Gastwirten du die Fenster einschmeißen sollst? Oder wo welche Autos stehen, deren Abfackelung empfohlen wird?


Das ist richtig, ich habe die Seite nie besucht und werde sie daher auch nicht vermissen. Die AfD “bekämpfe“ ich mit der schärfsten aller Waffen, mit Worten, sprich Argumenten, Autos fackel ich nicht ab und eine Anleitung zum Brandsatzbau benötige ich auch nicht. Den Grill bekomme ich auch so angeworfen.
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon Kritikaster » Fr 25. Aug 2017, 21:16

yogi61 hat geschrieben:(25 Aug 2017, 21:02)

Ich bezweifel auch,ob das taktisch klug war.

Egal, es war richtig.

Und man sollte dankbar dafür sein, dass auch in Wahlkampfzeiten taktische Fragen offenbar keine Rolle spielen, wenn es um die Bekämpfung der Gegner unserer FDGO geht.
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon Cat with a whip » Fr 25. Aug 2017, 21:20

JJazzGold hat geschrieben:(25 Aug 2017, 21:45)

Wenn den Dreck keiner gelesen hat, dann wird ihn jetzt auch keiner vermissen.


Keine Angst, sie können die Seiten ja weiter lesen und sich ärgern. Wichtig war ja nur dass der Innenminister symbolisch zeigt wo er steht.

Wichtig ist ja dass die Seiten weiter existieren und so gibt es ja öffentlich noch den einen oder anderen Hinweis und Gedanken den die unprofessionellen Nazi-Bafög-Stellen der Landesämter für "Verfassungsschutz" (höhö) in ihren Unterlagen bereits gelöscht haben. Sollten doch dankbar sein dass es ehrenamtliche Schützer unserer Verfassung gibt.
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Re: „indymedia“-Verbot => Was werden die Folgen sein?

Beitragvon Brainiac » Fr 25. Aug 2017, 21:33

JJazzGold hat geschrieben:(25 Aug 2017, 21:45)

Wenn den Dreck keiner gelesen hat, dann wird ihn jetzt auch keiner vermissen.

Der Dreck, wie zB dutzende explizite Gewaltaufrufe incl Veröffentlichung von Klarnamen, Anschrift, Arbeitswegen etc. von "Zielen", war hier im Forum schon immer wieder mal zu lesen, jedoch nie lange. ;) Für das Forum ändert sich also nichts.
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