Rechtsextremismus bei der Truppe

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Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Alexyessin » Do 4. Mai 2017, 11:44

Um diesen Themenkomplex mal aus der Diskussion mit dem verhafteten Offizier herauszubringen:

Wie groß ist das Problem der Rechtsextremisten bei der Bundeswehr?
Gibt es wirklich antidemokratische Zellen dort?
Welche Aufgaben hat das VM zu machen?

In der anderen Diskussion wurde ja angemahnt, das der Korpsgeist in der BW ja noch von der Wehrmacht sei und dies typisch abzulehen wäre. Den Gedanken finde ich so unkorrekt. Da es sich bei der Bundeswehr um eine Armee handelt müssen gewisse verbindende Maßnahmen gepflegt werden um den Zusammenhalt innerhalb einer Wehrgemeinschaft zu festigen. Ich selbst war zum Glück nie in einer Gefechtssituation, aber jene, die ich kenne und im Kosovo bzw. in Afghanistan stationiert waren haben immer auch das Vertrauen in den Nebenmann vorne rangestellt.
Das so was aber natürlich nicht bedeutet irgendwelche Nazirituale durchzuziehen versteht sich von selbst.
Meiner Meinung nach hat die Abschaffung ( Aussetzung ) der allgemeinen Wehrpflicht auch dazu beigetragen, das sich Teile innerhalb der Truppe radikalisieren konnten. Warum?
Einen Wehrpflichtigen konnte ein unsinniger Befehl egal sein. Einem Zeit- oder gar Berufsoldaten ist diese "Erkläre es mir mal" Mentalität aus Geldgründen gar nicht vermittelbar und wäre auch im Sinne der Befehlskette nicht wirklich ratsam.
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Audi » Do 4. Mai 2017, 11:59

Bei der BW gibt es nicht mehr Rechte als in der Zivilen Wirtschaft. Die Frage ist halt auch was genau als rechtes Gedankengut genommen wird? Es gibt dort genug die Stolz auf ihr Land sind und gerne größere Bundeswehr hätten. Es gibt viele Soldaten die dem Islam nichts abgewinnen können. Es gibt genug Soldaten die den Ammi nicht mögen. Aber Hitlers Fans habe ich noch keine kennen gelernt. SO richtige rechtsknaller habe ich zu meiner Zeit nirgend erlebt.
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon ebi80 » Do 4. Mai 2017, 12:04

Audi hat geschrieben:(04 May 2017, 12:59)

Bei der BW gibt es nicht mehr Rechte als in der Zivilen Wirtschaft. Die Frage ist halt auch was genau als rechtes Gedankengut genommen wird? Es gibt dort genug die Stolz auf ihr Land sind und gerne größere Bundeswehr hätten. Es gibt viele Soldaten die dem Islam nichts abgewinnen können. Es gibt genug Soldaten die den Ammi nicht mögen. Aber Hitlers Fans habe ich noch keine kennen gelernt. SO richtige rechtsknaller habe ich zu meiner Zeit nirgend erlebt.


Könnte auch daran liegen, das ein Soldat sich nicht offen bekennen würde, um sein Job nicht zu verlieren. Natürlich gibt es letztlich genauso viele Rechtsknaller wie im Rest der Gesellschaft.
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Audi » Do 4. Mai 2017, 12:05

ebi80 hat geschrieben:(04 May 2017, 13:04)

Könnte auch daran liegen, das ein Soldat sich nicht offen bekennen würde, um sein Job nicht zu verlieren. Natürlich gibt es letztlich genauso viele Rechtsknaller wie im Rest der Gesellschaft.

Wenn man einige Jahre dabei ist, kennt man den einen oder anderen etwas näher. Dort kann man sehr wohl sehen wer ein Hitler Fan ist und wer nicht
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Alexyessin » Do 4. Mai 2017, 12:06

Audi hat geschrieben:(04 May 2017, 12:59)

Bei der BW gibt es nicht mehr Rechte als in der Zivilen Wirtschaft. Die Frage ist halt auch was genau als rechtes Gedankengut genommen wird? Es gibt dort genug die Stolz auf ihr Land sind und gerne größere Bundeswehr hätten. Es gibt viele Soldaten die dem Islam nichts abgewinnen können. Es gibt genug Soldaten die den Ammi nicht mögen. Aber Hitlers Fans habe ich noch keine kennen gelernt. SO richtige rechtsknaller habe ich zu meiner Zeit nirgend erlebt.


Bleiben wir doch bitte bei der Truppe. Zum Thema Rechtsextremismus in der Zivilgesellschaft gibt es ja genug Threads.
Ein Rechtsextremer muss nicht zwangsläufig ein Hitler-Fan sein.
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Alexyessin » Do 4. Mai 2017, 12:07

Audi hat geschrieben:(04 May 2017, 13:05)

Wenn man einige Jahre dabei ist, kennt man den einen oder anderen etwas näher. Dort kann man sehr wohl sehen wer ein Hitler Fan ist und wer nicht


Bei wieviel Soldaten warst du einige Jahre? Ich mein, es gibt momentan ca. 170000 Mann unter Waffen. Glaubst du, du kennst da wirklich jeden.
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Provokateur » Do 4. Mai 2017, 12:08

Alexyessin hat geschrieben:(04 May 2017, 12:44)
Ich selbst war zum Glück in einer Gefechtssituation, aber jene, die ich kenne und im Kosovo bzw. in Afghanistan stationiert waren haben immer auch das Vertrauen in den Nebenmann vorne rangestellt.


Fehlt da ein "k"?

So, ich schildere das mal aus meiner Sicht. Ich bin ja noch in der Wehrpflichtarmee "groß" geworden und hatte meinen eigenen Vorzimmergefreiten - als Oberleutnant.

Die Zeiten dieses Komforts sind vorbei. Leider. Denn so konnten sich auch Leute für die BW begeistern, die ansonsten wenig Kontakt mit der Armee hatten. Ich habe selber Wehrpflichtige erlebt, die die Karriere des Offiziers bzw. Unteroffiziers eingeschlagen haben.

Das hat in gewisser Weise echt zur Hygiene beigetragen.
Es gab ab und zu mal den ein oder anderen, der "hart an der Kante gesegelt" ist - ich habe genau einen erlebt (bezeichnenderweise auch Jäger). Den haben wir damals geschnitten und ausgelacht. Wir haben Spottcomics über ihn gezeichnet. Weil selber Physiognomie wie ein wohlgenährtes Wiesel und dann von der Härte der Wehrmacht schwadronieren. Aber: Äußerungen, die disziwürdig waren, hat der nie gemacht. Und als ihm klar wurde, dass wir ihn auslachen, hat er auch mit der Wehrmacht aufgehört.

Ausländerfeinde als Vorgesetzte habe ich nie erlebt. Wohl mal einen frauenfeindlichen Chauvi, der wurde dann aber schneller als man schauen konnte aus der Vorgesetztenposition herausgelöst. Macht auch keinen Sinn. Einer der ersten Soldaten, die eine Gefechtsmedaille erhalten haben, war ein Afrodeutscher für den Karfreitag,

Ich habe auch erfahren, dass die Infanterie ein etwas seltsames Verhältnis zur Wehrmacht herrscht.

Die Fallis feiern den Kretatag als "Geburtstag" ihrer Truppengattung (wobei Kreta ja ein ganz schönes Debakel war).
In Infanteriekasernen sieht man ab und zu auch Bilder von Landsern, die irgendwas dolles machen (wie geballte Ladung auf Panzer) an den Wänden.
Und wer mag, kann sich auch mal das Lied der Infanterie anschauen. Das singen die heute noch. Wenn nachgefragt, dann ist "Deutschlands schönste Zeit" natürlich alles vor dem ersten Weltkrieg minus Kolonialismus.

Alles in allem geht es aber bei all dieser Schwammigkeit nie darum, dass es toll sei, ein Nazi zu sein. Häufig geht es eher darum, dass der Wehrmacht ein Mythos der Härte und des Durchhaltens anhaftet. Einige Soldaten verehren die soldatische Leistung (und damit den Mythos vom "sauberen Krieg", den es auf beiden Seiten nirgendwo jemals gab), ohne jedoch die Ideologie zu teilen. Das zog sich früher noch bis relativ weit nach oben; mir selbst wurde noch mit dem Buch "Kriegsnah (später Einsatznah) ausbilden" in der Ausbildung vorgelesen, wo dann Geschichten von irgendwelchen Wehrmachtseinheiten, die zB. ein Tanklager des Feindes im Handstreich nehmen, taktisch aufgearbeitet werden.

Verstehe ich ehrlich gesagt heute nicht mehr. Wir haben genug Bilder von Leuten, die tapfer in den Einsätzen ihren Mann und ihre Frau stehen - es braucht keine Landser an den Wänden mehr. Wir könnten eigene, neue Lieder schreiben, die unsere Soldaten singen können; den alten Schmuh a la Wildgänse (wo dem Kaiser gehuldigt wird) oder dem Lied der Infanterie...all das brauchen wir nicht mehr.

Die Zeiten, wo man fünf Tage in der Woche Soldat gespielt hat und händeringend nach Vorbildern und Traditionen suchen musste, sind vorbei.

Die Bundeswehr ist eine Armee im Einsatz. Zeit, sich eigene Traditionen zu schaffen. Weil da, wo es positive Traditionen sucht, muss man sich nicht an der Armee von vorangegangenen Unrechtsstaaten orientieren.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon relativ » Do 4. Mai 2017, 12:08

Merkel_Unser hat geschrieben:(04 May 2017, 12:46)

Rabulistik erkenne ich eigentlich nur bei dir. Ihre Aussage war Quatsch und sie hat sich nicht entschuldigt, was übrigens etliche andere Politiker und Experten ebenfalls von ihr fordern.
Aber dann macht wiederum das Abziehbild der Gesellschaft Sinn, wenn ich mir hier deine Relativierungen und Falschaussagen anschaue.

Da schau an , es fordern in unserer gesellschaft immer irgendwer irgendetwas. Was für ne relativierung betreibe ich denn werde mal konkreter.
Du findest die Aussage samt Konkretisierung nach Kritik (wann soll so eine sonst auch kommen?) für ein Fehler für den man sich entschuldigen muesste, ich nicht, da gibt es für mich weit aus bessere Beispiele wo dies zu passieren hätte und nix passiert.
Wer geht den Frau v.d. Leyen hier unter der Gürtellinie an, bin ich das? Da solltest du mal schleunigst ein Blick in den Spiegel werfen.

Edit ich kopiere diesen Beitrag in den von Alexyessin neu erstellen thread

viewtopic.php?f=34&t=63601
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Merkel_Unser » Do 4. Mai 2017, 12:13

Audi hat geschrieben:(04 May 2017, 12:59)

Bei der BW gibt es nicht mehr Rechte als in der Zivilen Wirtschaft. Die Frage ist halt auch was genau als rechtes Gedankengut genommen wird? Es gibt dort genug die Stolz auf ihr Land sind und gerne größere Bundeswehr hätten. Es gibt viele Soldaten die dem Islam nichts abgewinnen können. Es gibt genug Soldaten die den Ammi nicht mögen. Aber Hitlers Fans habe ich noch keine kennen gelernt. SO richtige rechtsknaller habe ich zu meiner Zeit nirgend erlebt.


Würde ich so nicht unterschreiben. Jedenfalls nicht mehr seit der Aussetzung der Wehrpflicht. Das hat den Grund, das Linke oder Leute mit linksliberalen Ansichten die Notwendigkeit der BW ja oft anzweifeln oder gar ganz in Frage stellen. Berufssoldaten besitzen mehrheitlich sicher einen gewissen Patriotismus, der bei einigen fließend in einen ungesunden Nationalismus übergeht. Mich würde da die Entstehung von Rechtsextremen Zellen jedenfalls nicht wundern.
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Audi » Do 4. Mai 2017, 12:13

Alexyessin hat geschrieben:(04 May 2017, 13:07)

Bei wieviel Soldaten warst du einige Jahre? Ich mein, es gibt momentan ca. 170000 Mann unter Waffen. Glaubst du, du kennst da wirklich jeden.

Ich war 4 Jahre bei der Bundeswehr. Habe sehr viele Menschen kennen gelernt mit verschiedenen Dienstgraden. War in mehreren Kasernen auf Lehrgang und andere Aufträge.
Zu keiner Zeit konnte ich faschistische Menschen dort kennen lernen
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Merkel_Unser » Do 4. Mai 2017, 12:16

relativ hat geschrieben:(04 May 2017, 13:08)

Da schau an , es fordern in unserer gesellschaft immer irgendwer irgendetwas. Was für ne relativierung betreibe ich denn werde mal konkreter.
Du findest die Aussage samt Konkretisierung nach Kritik (wann soll so eine sonst auch kommen?) für ein Fehler für den man sich entschuldigen muesste, ich nicht, da gibt es für mich weit aus bessere Beispiele wo dies zu passieren hätte und nix passiert.
Wer geht den Frau v.d. Leyen hier unter der Gürtellinie an, bin ich das? Da solltest du mal schleunigst ein Blick in den Spiegel werfen.

Edit ich kopiere diesen Beitrag in den von Alexyessin neu erstellen thread

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Relativierung ihrer pauschalen Aussage oder gar die Behauptung, sie hätte die BW garnicht im Allgemeinen kritisiert kam jawohl von dir... Ursprünglich habe ich aber auch geschrieben, dass ich die Kritik an Ihrer Person auch für übertrieben halte, zumal man die Position in einem halben Jahr ja neu besetzen kann.
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Audi » Do 4. Mai 2017, 12:19

Merkel_Unser hat geschrieben:(04 May 2017, 13:13)

Würde ich so nicht unterschreiben. Jedenfalls nicht mehr seit der Aussetzung der Wehrpflicht. Das hat den Grund, das Linke oder Leute mit linksliberalen Ansichten die Notwendigkeit der BW ja oft anzweifeln oder gar ganz in Frage stellen. Berufssoldaten besitzen mehrheitlich sicher einen gewissen Patriotismus, der bei einigen fließend in einen ungesunden Nationalismus übergeht. Mich würde da die Entstehung von Rechtsextremen Zellen jedenfalls nicht wundern.

Die erste AGA (nach der Wehrplicht Aussetzung) hat mich staunen lassen als die erste Reihe von Rekruten fast nur Muslime waren. Die hast du vorher nie bzw selten gesehen. WIe ich in Erfahrung bringen konnte, wurden den Menschen die BW als "Beruf" nahe gelegt. Wie oben der Olt Provokateur geschrieben hat, sind sehr viele SaZ und Offz aus der Wehrplicht gekommen die den Soldatenalltag toll fanden und Freude hatte mit den Kameraden zu dienen und die gestellten Aufgaben zu erfüllen.
Jetzt sucht die BW Händeringend nach Personal und wer weiß welcher arbeitsloser noch den Dienst an der Waffe antritt
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Alexyessin » Do 4. Mai 2017, 12:26

Audi hat geschrieben:(04 May 2017, 13:13)

Ich war 4 Jahre bei der Bundeswehr. Habe sehr viele Menschen kennen gelernt mit verschiedenen Dienstgraden. War in mehreren Kasernen auf Lehrgang und andere Aufträge.
Zu keiner Zeit konnte ich faschistische Menschen dort kennen lernen


Ja, ich glaube dir schon, das du viele Kameraden kennengelernt hast. Aber so gut zu kennen um Rechtsextremismus ( um den geht es ) bei jedem ausschließen zu können halte ich für eine unrealitische Einschätzung deinerseits.
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Audi » Do 4. Mai 2017, 12:28

Alexyessin hat geschrieben:(04 May 2017, 13:26)

Ja, ich glaube dir schon, das du viele Kameraden kennengelernt hast. Aber so gut zu kennen um Rechtsextremismus ( um den geht es ) bei jedem ausschließen zu können halte ich für eine unrealitische Einschätzung deinerseits.

Ich schließe es nicht aus. Ich bin mir sogar sicher das es den Rechtsextremismus gibt. So wie in jeder Stadt, jedem Dorf. Aber ich bin eben der Meinung, dass es nicht dort führend ist
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Keoma » Do 4. Mai 2017, 12:31

Na ja, die Komissköpfe sind schon ein eigener Schlag.
Ohne ihnen extreme Ansichten vorwerfen zu wollen, schon gar nicht verallgemeinernd, zählen sicher die meisten nicht gerade zu den Linken.
"Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren." -Albert Einstein
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Alexyessin » Do 4. Mai 2017, 12:47

Audi hat geschrieben:(04 May 2017, 13:28)

Ich schließe es nicht aus. Ich bin mir sogar sicher das es den Rechtsextremismus gibt. So wie in jeder Stadt, jedem Dorf. Aber ich bin eben der Meinung, dass es nicht dort führend ist


Darum geht es so nicht, Audi.
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Moses » Do 4. Mai 2017, 12:52

Das Thema "Tradition in den Streitkräften" ist seit Jahren ein Streit-Thema, auch und vor allem innerhalb der Bundeswehr.
In meinen Anfangsjahren diente ich noch beim Jagdgeschwader 74 "Mölders". Selbstverständlich haben wir uns da auch mit dem Namensgeber auseinandergesetzt. Oberst Werner Mölders war ein hochdekorierter Jagdflieger im WKII. Namensgeber für den Verband und auch für einen Zerstörer der Bundesmarine wurde jedoch nicht als Anerkennung für seine Abschüsse oder weil er in der Wehrmacht gekämpft hat sondern, weil er als Vorgesetzter - schon damals - einen Führungsstil zeigte und lebte, der auch für eine moderne Bundeswehr beispielgebend war.
Zum Verhängnis wurde ihm die Teilnahme am Spanienkrieg - Teilnehmer der Operation Guernica durften gemäß einem Bundestagsbeschluss nicht weiter zur Traditionsbildung herangezogen werden und zwar unabhängig davon, was in diesem Einsatz der tatsächliche Auftrag war. Diesen Beschluss kann man richtig oder falsch finden, zu akzeptieren ist er. In Anwendung dieses Beschlusses wurde dem Jagdgeschwader 74 mithin in 1995 der Ehrenname entzogen.
Die Ehren für Oberst Mölders, die er in seinem Geschwader erhalten hat, kann man als bösmeinender auch als "nazifreundlich" darstellen, es ist also gar nicht so leicht im Zusammenhang mit Traditionen der Bundeswehr zwischen der Achtung vor soldatischen Tugenden und einem verherrlichen des Nationalsozialismus zu unterscheiden.
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon Moses » Do 4. Mai 2017, 12:55

ebi80 hat geschrieben:(04 May 2017, 13:04)

Könnte auch daran liegen, das ein Soldat sich nicht offen bekennen würde, um sein Job nicht zu verlieren. Natürlich gibt es letztlich genauso viele Rechtsknaller wie im Rest der Gesellschaft.


Nicht nur das, Soldaten sind gemäß ihren soldatischen Pflichten zur Zurückhaltung bei politischen Äußerungen im Dienst verpflichtet.

(Hervorhebungen von mir)
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon relativ » Do 4. Mai 2017, 13:05

Merkel_Unser hat geschrieben:(04 May 2017, 13:16)

Relativierung ihrer pauschalen Aussage oder gar die Behauptung, sie hätte die BW garnicht im Allgemeinen kritisiert kam jawohl von dir... Ursprünglich habe ich aber auch geschrieben, dass ich die Kritik an Ihrer Person auch für übertrieben halte, zumal man die Position in einem halben Jahr ja neu besetzen kann.

Da es laut ihrer eigenen Aussage keine böswillige Behauptung war noch eine pauschale Aussage, respektiere ich das. Wenn du es nicht tust ist das deine Sache, nur ich habe diesbezüglich nix behauptet, sondern nur klar gestellt, daß sie den Vorwurf, dahingehend konkretisiert hat, daß es eben nicht so gemeint war.
Dafür das du die Kritik an v.d. Leyen überzogen findest, bist du aber zeimlich hart mit ihr ins Gericht gegangen, willst du noch Beispiele?
Sie entschuldigt sich nicht, weil sie kein Rückgrat hat und nicht einsehen will, dass sie Schwachsinn erzählt hat. Stattdessen kommt sie mit der AfD-Taktik "Habe ich ja SO garnicht gemeint".

Andererseits ist die von der Leyen schon von Anfang an völlig ungeeignet für den Posten als Verteidigungsministerin. Das kommt eben davon, wenn man die Ministerien nicht nach Fähigkeit - sondern nach Parteitreue oder als Belohnung vergibt. Auf das halbe Jahr kommt es jetzt finde ich auch nicht mehr an.

Bin ja mal gespannt welche Rolle sie im nächsten Merkelkabinett übernimmt. Viel bleibt ja nicht mehr, wo sie ihre Inkompetenz noch nicht zur Schau gestellt hätte.


:D
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Re: Rechtsextremismus bei der Truppe

Beitragvon relativ » Do 4. Mai 2017, 13:11

Moses hat geschrieben:(04 May 2017, 13:55)

Nicht nur das, Soldaten sind gemäß ihren soldatischen Pflichten zur Zurückhaltung bei politischen Äußerungen im Dienst verpflichtet.

(Hervorhebungen von mir)

Das Problem beim wichtigen "Korpsgeist" bzw. Zusammengehörigkeitsgefühl ist ja bei einer in sich geschlossenen Einhiet wie der BW, das sich so ein Korpgeist auch mal in die falsche Richtung drehen kann und dann ist er eben bei einer so wichtigen Institution wie der BW als gefährlich zu bezeichnen. Natürlich muss die Politik als oberstes Kontrollorgan der BW sich damit beschäftigen, auch wenn solche Dinge nur auf eine Minderheit zutrifft.
Wie gesagt in der alten BW mit Wehrdienst gab es sowas auch, nur hatte solche Dinge m.M. dort kaum eine Chance sich zu verfestigen, da der Zivilbürger in der Truppe integriert war.
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