Rainer Wendt ist ausgeschieden ...

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frems
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Re: Rainer Wendt ist ausgeschieden ...

Beitragvon frems » Fr 10. Mär 2017, 14:11

jorikke hat geschrieben:(10 Mar 2017, 11:38)

Jetzt komm, er hat das Geld nicht geklaut sondern genommen, was man ihm anbot. Kein Mensch auf dieser Welt würde eine Beamtenstellung gegen einen Gewerkschaftsjob tauschen der mit 500,-€ honoriert wird. (Wobei ich diese 500,- nicht glaube.)
Es hat also einvernehmliche Absprachen gegeben. Offensichtlich wollte man ihn aus politischen Gründen an der Stelle haben und hat ihn finanziell entsprechend abgesichert.
Unabhängig ist man bei solcherlei Mauscheleien dann nicht mehr.
...aber Beamte sind ja dem Staat verpflichtet, die Tätigkeit spielt keine Rolle.

Er war ja quasi AXA-Aufstocker. Andere Gewerkschaften kriegen es aber hin, ihre Vollzeitangestellten über Jahre zu bezahlen. Da muss man keinen Beamten angeln, der weiter vom Staat bezahlt wird, obwohl er sich nur noch als Lobbyist engagiert.
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becksham
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Re: Rainer Wendt ist ausgeschieden ...

Beitragvon becksham » Fr 17. Mär 2017, 09:52

Eine "Hommage" an den "Gewerkschafter". :D

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relativ
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Re: Rainer Wendt ist ausgeschieden ...

Beitragvon relativ » Fr 17. Mär 2017, 10:16

Rainer Wendt ist m.M. Opfer des Wahlkampfes. Ziel ist es den angeschlagenen Jäger und damit der SPD im Wahlkampf zu schaden. Wendt ist ein Bauernopfer, aber natürlich kein unschuldiges, darum kann ich damit leben. Wer so doppelmoralisch wie er öffentlich Unterwegs ist, aber kein Problem damit hat öffentliche Gelder, selbst wenn abgesprochen oder üblich, annimmt und dabei noch in gut bezahlten Aufsichtsräten sitzt, der hat von mir kein Mitleid zu erwarten, ausserdem fällt er bestimmt nicht in Hartz 4, oder muss vor Ungarns Stacheldrahtzaun auf ein Land warten, welches ihn aufnehmen möchte.
Zuletzt geändert von relativ am Fr 17. Mär 2017, 11:10, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Rainer Wendt ist ausgeschieden ...

Beitragvon becksham » Fr 17. Mär 2017, 10:30

Dass Gewerkschafter in Aufsichtsräten sitzen, ist üblich und in Ordnung. Ich weiß nicht, ob er von den Geldern irgendwas abführen muss. In DGB-Gewerkschaften ist das jedenfalls üblich.
Was nicht üblich ist, ist, dass sich ein Gewerkschafter von der Gegenseite bezahlen lässt. Wie unabhängig bin ich denn, wenn mich mein Gegner finanziert?
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relativ
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Re: Rainer Wendt ist ausgeschieden ...

Beitragvon relativ » Fr 17. Mär 2017, 10:35

becksham hat geschrieben:(17 Mar 2017, 10:30)

Dass Gewerkschafter in Aufsichtsräten sitzen, ist üblich und in Ordnung. Ich weiß nicht, ob er von den Geldern irgendwas abführen muss. In DGB-Gewerkschaften ist das jedenfalls üblich.
Was nicht üblich ist, ist, dass sich ein Gewerkschafter von der Gegenseite bezahlen lässt. Wie unabhängig bin ich denn, wenn mich mein Gegner finanziert?

Ich habe keine Ahnung wie die gesetzliche Regelung bei gewerkschaftlich tätigen Beamten ist, bzw. seien dürfen. Aber eigentlich sollten Vollzeitgewerkschafter von der Gewerkschaft bezahlt werden und Teilzeit Gewerkschafter eben noch von Dienstherr und zeitlich Freigestellt für gewerschaftsarbeit im Betrieb.. Ich stelle mir so eine Regelung auch beim Wendt vor, nur war er eben Vollzeitgewerkschaftler und dies ist nun Jägers und sein Problem.
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Re: Rainer Wendt ist ausgeschieden ...

Beitragvon Liegestuhl » Fr 17. Mär 2017, 11:04

becksham hat geschrieben:(17 Mar 2017, 10:30)

Dass Gewerkschafter in Aufsichtsräten sitzen, ist üblich und in Ordnung. Ich weiß nicht, ob er von den Geldern irgendwas abführen muss. In DGB-Gewerkschaften ist das jedenfalls üblich.
Was nicht üblich ist, ist, dass sich ein Gewerkschafter von der Gegenseite bezahlen lässt. Wie unabhängig bin ich denn, wenn mich mein Gegner finanziert?


Wer ist denn bei ihm die Gegenseite?
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Rainer Wendt ist ausgeschieden ...

Beitragvon becksham » Fr 17. Mär 2017, 11:06

Liegestuhl hat geschrieben:(17 Mar 2017, 11:04)

Wer ist denn bei ihm die Gegenseite?

Bei ihm? Ausländer, Demonstranten, Fußballfans usw. :D
Eigentlich sollte es der Arbeitgeber sein.
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Re: Rainer Wendt ist ausgeschieden ...

Beitragvon Liegestuhl » Fr 17. Mär 2017, 11:13

becksham hat geschrieben:(17 Mar 2017, 11:06)

Bei ihm? Ausländer, Demonstranten, Fußballfans usw. :D
Eigentlich sollte es der Arbeitgeber sein.


Nein, ich meinte, wer ist bei ihm die Gegenseite, die ihn bezahlt?
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Rainer Wendt ist ausgeschieden ...

Beitragvon pikant » Fr 17. Mär 2017, 14:29

becksham hat geschrieben:(17 Mar 2017, 10:30)

Dass Gewerkschafter in Aufsichtsräten sitzen, ist üblich und in Ordnung.
Ich weiß nicht, ob er von den Geldern irgendwas abführen muss. In DGB-Gewerkschaften ist das jedenfalls üblich.
Was nicht üblich ist, ist, dass sich ein Gewerkschafter von der Gegenseite bezahlen lässt. Wie unabhängig bin ich denn, wenn mich mein Gegner finanziert?


finde es auch voellig in Ordnung, dass man als Aufsichtsrat vom Axa-Konzern 50 000 Euro fuer 3 Sitzungen im Jahr erhaelt!
wenn man da einige Aufsichtsratsposten innenhat, dann ist man Bestverdiener als Gewerkschaftler - da kann man dann freier die Interessen der AN vertreten und muss sich nicht schmieren lassen :D
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Re: Rainer Wendt ist ausgeschieden ...

Beitragvon pikant » Fr 17. Mär 2017, 14:44

Selina hat geschrieben:(06 Mar 2017, 11:35)

Mir fehlt der Mensch nicht. Der hat ständig die Munition für die Rechtspopulisten in jeder zweiten Talkshow geliefert. Das war so durchschaubar. Am meisten gelacht haben wir, als er neulich mal von einem Juristen, der sich wirklich auskennt, so dermaßen Feuer kriegte. Das war Thomas Fischer, Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof. Also nicht irgendwer ;) Und dem Fall Wendt folgen weitere, wie man sehen kann:

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... ensold-nrw


die Allgemeinheit bezahlt Gewerkschaftsarbeit in NRW!
Wenn nun auch das Land noch die Arbeitgeberarbeit bezahlt, ist daran nichts auszusetzen
Chancengleichheit damit gewaehrleistet, wobei ich es nicht verstehe, warum der Staat Lobbyarbeit bezahlt - als naechstes wird dann ein Vertreter mit Kirchenarbeit freigestellt und der Staat uebernimmt das Gehalt und auch Fussballverbaende koennten auch die Idee kommen, dass ihr Vertreter freigestellt werden koennten.......

da ist Axa klarer - 50 000 Euro fuer Aufsichtsratsarbeit mit 2-3 Sitzungen im Jahr und Gespraechen nebenbei fuer die Firma - Wendt der Axa-Lobbyist - gut, in Ordnung.

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