Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon ThorsHamar » Di 17. Jan 2017, 15:58

relativ hat geschrieben:(17 Jan 2017, 15:31)

Gleiches gilt z.B. auch für viele PKK Terroranschläge, die sich meist auf Polizei oder Militär zielen, bei denen aber Kolateralschäden hingenommen werden. Dann gibt es noch die Täter, denen es egal ist wen oder was sie Töten, weil sie alles ausserhalb ihres Gedankenkreises als Gegner sehen.
Terroranschläge und die Einschätzung dieser, liegen also fast ausschließlich im Auge des Betrachters und dessen Einschätzung. Jeder der direkt oder indirekt mit solchen Gewalttaten in Berührung kommt, wird die Täter automatisch als Terroristen bezeichnen.


Ja, das meine ich ....
Mir geht es dabei aber um etwas Grundsätzliches:
Wenn ich Terrorismus tatsächlich bekämpfen will, MUSS ich eine konsistente Definition erstellen, beachten und NUR davon ausgehend die notwendigen Massnahmen durchführen.
Alles Andere ist reiner Aktionismus und/oder Heuchelei ....
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon zollagent » Di 17. Jan 2017, 16:15

bnd hat geschrieben:(12 Jan 2017, 11:53)

Das liegt daran, dass du mir dein Bundesland nicht gesagt hast.

Au, das tut ja schon weh. Du schaust die Beiträge offensichtlich mit demselben "Erfolg" an wie z.B. ihren Avatar. :mad2:
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon zollagent » Di 17. Jan 2017, 16:16

holymoly hat geschrieben:(12 Jan 2017, 12:25)

Da spricht dann der San Florian.
Und das ist auch das Problem mit den Begrüßer. Das macht ein paar Tage Spaß....gerade wenn die Kamera s dabei....man kann sich im Dritte-Welt-Laden und im Selbstfindungskurs profilieren und gegenseitig auf die Schulter kloppen.
Wenn die begrüßten nen halbes Jahr später aber auf einmal zu Kriminellen mutieren....will da keiner mehr was von wissen.

Jeder Türsteher würde sofort seinen Job verlieren.

Stimmt nicht so ganz. Das St.-Florians-Prinzip ist eines der Pseudoargumente unserer Bedenkenträger.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon zollagent » Di 17. Jan 2017, 16:21

holymoly hat geschrieben:(12 Jan 2017, 12:54)

Türsteher haben die Aufgabe nur Gäste in die Disco zu lassen....die auch in den Laden passen. Es ist zum einen Erfahrung zum anderen Ansage der Geschäftsführung.


Rein kommt wer passt und was mitbringt...also Geld.

Im Prinzip ist solch ein Laden eine Mikroversion unserer Gesellschaft. Nur das in der Disco Deutschland keine Türsteher stehen und im Laden entsprechend das Chaos herrscht. Betrug, Vergewaltigungen, Straftaten, Tote und Verletze. Die Stammkunden bezahlen die Zeche dafür und werden dafür von allen anderen Gästen noch ausgelacht.
Das dieser Laden bald Pleite geht....müßte eigentlich einleuchtend sein.

Nein, mein Freund, unsere Gesellschaft ist definitiv KEINE Discogesellschaft. Aber daß du sie dafür hältst, das spricht schon für sich selbst. Der störende Hilfesuchende hat in der Spaßgesellschaft nichts verloren. So spricht der toitsche Spießbürger.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon zollagent » Di 17. Jan 2017, 16:24

Yossarian hat geschrieben:(14 Jan 2017, 09:09)

Die komplette chronik des Fall Amris.
Das ist so wahnsinnig zu lesen dass man nur noch mit offenem Mund da sitzt:
https://pbs.twimg.com/media/C2HdUt7XcAAHtxg.jpg:large

Aus der Welt.
In einem normalen Land wäre mitterweile die halbe Bundesregierung und einige Länderregierungen zurückgetreten und eine Menge Behörden hätten einen neuen Chef.

Scheinbar ist das aber nicht mehr die Normalität in Deutschland.

Welches wäre den das "normale Land", das dir so vorschwebt?
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon zollagent » Di 17. Jan 2017, 16:25

CaptainJack hat geschrieben:(15 Jan 2017, 23:28)

Noch weniger steht in der GK drin, dass man sich das Land seines Schutzes aussuchen darf und in zig sicheren Ländern zuvor die "Bitte um Schutz" nicht stellt, um in das "gelobte" Land einzuziehen! Klar?
Man sollte aber dieses Thema hier nicht weiter diskutieren, da es als Off Toppic bezeichnet werden könnte!

Dieses Off-Topic sind Eure polemischen Behauptungen, die letztlich nur auf die braune These "Die kommen nur, um unsere Sozialleistungen abzugreifen" zurückgehen.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon zollagent » Di 17. Jan 2017, 16:32

Yossarian hat geschrieben:(16 Jan 2017, 08:17)

Dass ein V-Mann einen als Islamisten und potentiellen Terroristen baknnten Mann zu seinem zukünftigem Anschlagsort gefahren hat in dem Wissen dass Amri Anschläge plant findest du nicht krass?

Ich schon.

Wußte er es denn wirklich, oder malst du dir das nur aus, so im Stile deiner sonstigen Horrorgemälde? Woher weißt du, was er wußte?
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon Yossarian » Di 17. Jan 2017, 16:38

zollagent hat geschrieben:(17 Jan 2017, 16:24)

Welches wäre den das "normale Land", das dir so vorschwebt?


Wenn du den Thread lesen würdest anstatt nur zu Spammen wäre dir aufgefallen dass ein anderer... oder warst vielleicht du es? genau die selbe Frage gestellt hat und sie beantwortet bekommen hat.

Aber wem sage ich das, spamm on.

zollagent hat geschrieben:(17 Jan 2017, 16:32)

Wußte er es denn wirklich, oder malst du dir das nur aus, so im Stile deiner sonstigen Horrorgemälde? Woher weißt du, was er wußte?



Wenn du den Thread lesen würdest anstatt nur zu Spammen wäre dir aufgefallen dass ein anderer... oder warst vielleicht du es? genau die selbe Frage gestellt hat und sie beantwortet bekommen hat.

Aber wem sage ich das, spamm on.
Wenn ich einen Vogel sehe der wie eine Ente watschelt und wie eine Ente schwimmt und wie eine Ente quakt dann nenne ich ihn eine Ente. Und wenn der Vogel dementiert eine Ente zu sein ist es eine russische Ente.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon zollagent » Di 17. Jan 2017, 16:44

relativ hat geschrieben:(17 Jan 2017, 08:33)

Ich nehme Thor ja nicht gerne in Schutz, aber hier solltest du dir erstmal den Schaum vorm Mund abputzen, denn eine Kritik an militärischen Auslandeinsätzen mit unschuldige Kollateralschäden, einer Rechtfertigung von Terror hierzulande, hat Thor nicht mit einer Silbe erwähnt.
Thor hat auch recht, wenn er behauptet, daß es für die Opfer dort gar keine Unterschied macht, ob wir der Meinung sind, wir tun dies nicht gezielt, oder nicht mit absicht.

Er hat es angedeutet und daraus noch so was wie eine Rechtfertigung im Stile von "das habt Ihr jetzt davon" für einen Terroranschlag konstruiert.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon zollagent » Di 17. Jan 2017, 17:08

Yossarian hat geschrieben:(17 Jan 2017, 16:38)

Wenn du den Thread lesen würdest anstatt nur zu Spammen wäre dir aufgefallen dass ein anderer... oder warst vielleicht du es? genau die selbe Frage gestellt hat und sie beantwortet bekommen hat.

Aber wem sage ich das, spamm on.




Wenn du den Thread lesen würdest anstatt nur zu Spammen wäre dir aufgefallen dass ein anderer... oder warst vielleicht du es? genau die selbe Frage gestellt hat und sie beantwortet bekommen hat.

Aber wem sage ich das, spamm on.

Wie immer, wenn man dich konkret was zu deinen Ansichten fragst, bist du es, der spammend herumrudert und sich um eine deutliche Antwort drückt.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon ThorsHamar » Di 17. Jan 2017, 18:02

zollagent hat geschrieben:(17 Jan 2017, 16:44)

Er hat es angedeutet und daraus noch so was wie eine Rechtfertigung im Stile von "das habt Ihr jetzt davon" für einen Terroranschlag konstruiert.


Nein, er hat nichts angedeutet, nichts gerechtfertigt und nichts konstruiert ....
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon JJazzGold » Di 17. Jan 2017, 18:22

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Jan 2017, 15:19)

Ja, Zustimmung. Allerdings hapert es eben an einer konsistenten Definition, wer denn ein Terrorist ist.

Beispiel:
1. LKW - Attentäter in Berlin ..... Angriff auf Besucher des Weihnachtsmarktes .... definitiv Zivilisten als Ziel .... der Täter ist eindeutig Terrorist.
2. LKW -Attentäter in Jerusalem .... Angriff auf eine Gruppe Soldaten, zivile "Kollateralschäden" in Kauf nehmend.... keine Zivilisten als Ziel, sondern Kriegsgegner .... ??? nach derselben Definition ist dieser LKW Terrorist eigentlich keiner, sondern eher ein Kombatant in asymmetrischem Krieg.


Ich habe mir die Definition von asymmetrischer Krieg noch einmal durchgelesen.

Ein asymmetrischer Krieg ist eine militärische Auseinandersetzung zwischen Parteien, die waffentechnisch, organisatorisch und strategisch stark unterschiedlich ausgerichtet sind.

Asymmetrische Kriegführung – Wikipedia

Hier wird sich eindeutig auf eine militärische Auseinandersetzung bezogen. Damit fällt der zivile LKW Attentäter unter Terrorist, es sei denn er wäre Bestandteil einer regulären militärischen Organisation. Das trifft weder für den Berliner, noch für den Jerusalemer Attentäter zu.

Du kannst natürlich einwenden, dass sich diese als Bestandteil der Armee eines Gottes, wie dieses IS Mörderpack, betrachten. Nur fällt für mich diese nicht unter reguläre militärische Organisation.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon ThorsHamar » Di 17. Jan 2017, 19:04

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jan 2017, 18:22)

Ich habe mir die Definition von asymmetrischer Krieg noch einmal durchgelesen.

Ein asymmetrischer Krieg ist eine militärische Auseinandersetzung zwischen Parteien, die waffentechnisch, organisatorisch und strategisch stark unterschiedlich ausgerichtet sind.

Asymmetrische Kriegführung – Wikipedia

Hier wird sich eindeutig auf eine militärische Auseinandersetzung bezogen. Damit fällt der zivile LKW Attentäter unter Terrorist, es sei denn er wäre Bestandteil einer regulären militärischen Organisation. Das trifft weder für den Berliner, noch für den Jerusalemer Attentäter zu.

Du kannst natürlich einwenden, dass sich diese als Bestandteil der Armee eines Gottes, wie dieses IS Mörderpack, betrachten. Nur fällt für mich diese nicht unter reguläre militärische Organisation.


Ich wende etwas Anderes ein: Ein asymmetrischer Krieg bezieht sich eben nicht auf 2 Armeen, sondern auf einen Krieg, in welchem eine Partei militärtechnisch haushoch überlegen ist. Genau DAS ist ja der Grund für den Einsatz terroristischer Aktionen.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon JJazzGold » Di 17. Jan 2017, 20:31

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Jan 2017, 19:04)

Ich wende etwas Anderes ein: Ein asymmetrischer Krieg bezieht sich eben nicht auf 2 Armeen, sondern auf einen Krieg, in welchem eine Partei militärtechnisch haushoch überlegen ist. Genau DAS ist ja der Grund für den Einsatz terroristischer Aktionen.



Wie willst du mit dieser Betrachtungsweise noch zwischen militärischer und terroristischer Aktion trennen?
Worin liegt bei Deiner Betrachtung die zu treffende Differenzierung begründet? Diverse kriegerische Auseinandersetzungen wurden durch militärische Überlegenheit gewonnen. Ist der unterlegene Part generell als militärischer Gegner oder generell als Terrorganisation zu begreifen? Was ist, wenn wir auf “ist eine militärische Auseinandersetzung“ verzichten würden, ist es dann ein terroristischer Akt, weil kein militärischer, oder doch ein militärischer, obwohl kein Militär involviert ist? Ist der terroristische Akt gerechtfertigt durch die vorherige Feststellung der waffentechnischen Unterlegenheit einer zivilen Bevölkerung oder Gruppe derselbigen?
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon ThorsHamar » Di 17. Jan 2017, 21:17

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jan 2017, 20:31)


Wie willst du mit dieser Betrachtungsweise noch zwischen militärischer und terroristischer Aktion trennen?
Worin liegt bei Deiner Betrachtung die zu treffende Differenzierung begründet? Diverse kriegerische Auseinandersetzungen wurden durch militärische Überlegenheit gewonnen. Ist der unterlegene Part generell als militärischer Gegner oder generell als Terrorganisation zu begreifen? Was ist, wenn wir auf “ist eine militärische Auseinandersetzung“ verzichten würden, ist es dann ein terroristischer Akt, weil kein militärischer, oder doch ein militärischer, obwohl kein Militär involviert ist? Ist der terroristische Akt gerechtfertigt durch die vorherige Feststellung der waffentechnischen Unterlegenheit einer zivilen Bevölkerung oder Gruppe derselbigen?


Ich will sagen, dass man nicht überrascht sein sollte, wenn Krieg, den man woanders führt, auch mal nach Hause kommt und man merkt, dass JEDER Krieg so schmutzig ist, dass Gut und Böse nicht mehr erkennbar sind ....
Ohne diese Erkenntnis ist es imho unmöglich, diesen Terrorismus, mit dem wir eben konfrontiert sind, tatsächlich zu bekämpfen.
Also: Entweder führen wir offiziell konsequent Krieg oder wir verdrängen unsere Machenschaften und Kuppeleien mit Terroristen, die dann Rebellen heissen und machen solange auf Gutmensch und "Menschenrecht", bis wir durch unserer eigene Unehrlich gezwungen werden, doch noch die Variante 1 durchzuziehen, um zu überleben....
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon JJazzGold » Di 17. Jan 2017, 21:51

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Jan 2017, 21:17)

Ich will sagen, dass man nicht überrascht sein sollte, wenn Krieg, den man woanders führt, auch mal nach Hause kommt und man merkt, dass JEDER Krieg so schmutzig ist, dass Gut und Böse nicht mehr erkennbar sind ....
Ohne diese Erkenntnis ist es imho unmöglich, diesen Terrorismus, mit dem wir eben konfrontiert sind, tatsächlich zu bekämpfen.
Also: Entweder führen wir offiziell konsequent Krieg oder wir verdrängen unsere Machenschaften und Kuppeleien mit Terroristen, die dann Rebellen heissen und machen solange auf Gutmensch und "Menschenrecht", bis wir durch unserer eigene Unehrlich gezwungen werden, doch noch die Variante 1 durchzuziehen, um zu überleben....


Nein. Nein. Nein.

Du kannst Kriegsführung nicht als Geburtshelfer per se für Terrorismus aller Art betrachten. Du kannst schon, aber es ist die falsche Betrachtungsweise. Terrorismus ist von einer Vielfältigkeit, die sich nicht auf Krieg reduzieren lässt und willkürliches Töten von unbeteiligten Zivilisten rechtfertigt.

Wann hat Deutschland gegen Tunesien Krieg geführt, um die Morde Amris mit einem Hauch Verständnis zu zu versehen? Was rechtfertigt den terroristischen Akt im Sinne asymmetrischer Kriegsführung?

Welche asymmetrische Kriegsführung würde eine RAF rechtfertigen, oder eine NSU?
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon ThorsHamar » Di 17. Jan 2017, 23:50

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jan 2017, 21:51)


Nein. Nein. Nein.

Du kannst Kriegsführung nicht als Geburtshelfer per se für Terrorismus aller Art betrachten. Du kannst schon, aber es ist die falsche Betrachtungsweise. Terrorismus ist von einer Vielfältigkeit, die sich nicht auf Krieg reduzieren lässt und willkürliches Töten von unbeteiligten Zivilisten rechtfertigt.

Wann hat Deutschland gegen Tunesien Krieg geführt, um die Morde Amris mit einem Hauch Verständnis zu zu versehen? Was rechtfertigt den terroristischen Akt im Sinne asymmetrischer Kriegsführung?

Welche asymmetrische Kriegsführung würde eine RAF rechtfertigen, oder eine NSU?


Ich habe extra "diesen Terrorismus, mit dem wir eben konfrontiert sind" geschrieben, um Amri und Co. von Baader - Meinhof zu unterscheiden.
Ich meine damit selbstredend Das, was wir als islamistischen Terror bezeichnen.
Von "Kriegsführung ...als Geburtshelfer per se für Terrorismus aller Art" war auch nie die Rede.
Wenn wir jedoch erkennen, warum es überhaupt den IS gibt, Al Kaida, Hamas und all die anderen Gestalten, dann wissen wir auch, welchen Anteil wir, der Westen, an deren Geburt und Wachstum haben, meinst Du nicht?
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon relativ » Di 17. Jan 2017, 23:54

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jan 2017, 21:51)


Nein. Nein. Nein.

Du kannst Kriegsführung nicht als Geburtshelfer per se für Terrorismus aller Art betrachten. Du kannst schon, aber es ist die falsche Betrachtungsweise. Terrorismus ist von einer Vielfältigkeit, die sich nicht auf Krieg reduzieren lässt und willkürliches Töten von unbeteiligten Zivilisten rechtfertigt.

Wann hat Deutschland gegen Tunesien Krieg geführt, um die Morde Amris mit einem Hauch Verständnis zu zu versehen? Was rechtfertigt den terroristischen Akt im Sinne asymmetrischer Kriegsführung?

Welche asymmetrische Kriegsführung würde eine RAF rechtfertigen, oder eine NSU?


Dann sag halt Gewalt ist der Geburtshelfer für Terror und Terrorismus ansich. Krieg ist die Mutter aller Gewalt und es spielt keine Rolle wie Notwendig, oder wie Gerecht er dargestellt wird. Gewalt erzeugt immer Gegengewalt, solange der Gegner noch dazu in der Lage ist.
Nein, der RAF und auch der NSU lag keine Gewaltanwendung zu Grunde die Gegengewalt rechtfertigen könnte, denen ging es einach nur um Ideologie. bzw. Rassismus die sind Quasi die Vergewaltiger unter den terroristischen Akteuren.
Bei anderen Terroristenorganisationen könnte man wenigstens entfernt/ansatzweise ihren Terror mit Gegengewalt in Verbindung bringen.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon JJazzGold » Mi 18. Jan 2017, 07:50

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Jan 2017, 23:50)

Ich habe extra "diesen Terrorismus, mit dem wir eben konfrontiert sind" geschrieben, um Amri und Co. von Baader - Meinhof zu unterscheiden.
Ich meine damit selbstredend Das, was wir als islamistischen Terror bezeichnen.
Von "Kriegsführung ...als Geburtshelfer per se für Terrorismus aller Art" war auch nie die Rede.
Wenn wir jedoch erkennen, warum es überhaupt den IS gibt, Al Kaida, Hamas und all die anderen Gestalten, dann wissen wir auch, welchen Anteil wir, der Westen, an deren Geburt und Wachstum haben, meinst Du nicht?


Nein, das meine ich nicht. Genau das unterscheidet uns in unserer Sichtweise auf Terrorismus und Terroristen. Für mich existiert keine, rpt. keine, Entschuldigung für willentlich und willkürlich mordende Zivilisten, egal unter welchen angeblichen Deckmantel sie sich begeben. Sei es die Gehirnzersetzung einer RAF, die von Nazis überall halluzinierte, noch der ebenso synapsenkomatöse Bezug auf einen seine eigene Schöpfung mordenden Gott, oder der mordlüsterne Jammerlappen, der wahlweise seine schwere Kindheit, die Gesellschaft, den Westen, die EU, die USA, das Russland, etc. als Entschuldigung für seine Mordlust verantwortlich machen will.

Für mich gibt keinen Verständnisgrund, kein Pardon für Terroristen; irgendein Gott vergibt - ich nicht.
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Re: Berlin - LKW rast in Weihnachtsmarkt

Beitragvon JJazzGold » Mi 18. Jan 2017, 07:55

relativ hat geschrieben:(17 Jan 2017, 23:54)

Dann sag halt Gewalt ist der Geburtshelfer für Terror und Terrorismus ansich. Krieg ist die Mutter aller Gewalt und es spielt keine Rolle wie Notwendig, oder wie Gerecht er dargestellt wird. Gewalt erzeugt immer Gegengewalt, solange der Gegner noch dazu in der Lage ist.
Nein, der RAF und auch der NSU lag keine Gewaltanwendung zu Grunde die Gegengewalt rechtfertigen könnte, denen ging es einach nur um Ideologie. bzw. Rassismus die sind Quasi die Vergewaltiger unter den terroristischen Akteuren.
Bei anderen Terroristenorganisationen könnte man wenigstens entfernt/ansatzweise ihren Terror mit Gegengewalt in Verbindung bringen.


Ich hege nicht das geringste Interesse daran, Terroristen zu “verstehen“. Wer sich in das Lager der Terroristen begibt und wahllos von Säugling bis Greis mordet, hat für mich persönlich jegliche Lebenslegitimation verloren.
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