G20-Gipfel in Deutschland 2017

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Nathan
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Re: G20: Die Betroffenen melden sich zu Wort

Beitragvon Nathan » So 16. Jul 2017, 23:05

Nomen Nescio hat geschrieben:(16 Jul 2017, 22:20)

nathan, du behauptest hier eine menge die ich nicht ohne weiteres glauben kann. bitte gib mal links. soweit ich informiert bin kamen die krawallen hauptsächlich von linksradikalen (ob nur inland ist jetzt nicht so wichtig, denn pack sucht immer pack).
und DIE waren sehr gut präpariert: larven; feuerwerk; steine und molotowcocktails hatten sie bei sich. das sind dann bestimmt nicht unschuldige kindermädchen.

btw. auch das vermummt sein an sich war ja schon verboten. lieb und friedfertig kann ICH solche personen nicht nennen,

Ne, ich auch nicht. Kennst du denn jemand der sie so nennt? Lies doch einfach nochmal den zweiten Satz durch:

Die Kritik an der Polizei, soweit ich hier die Beiträge verfolgt habe und auch meinen eigenen Standpunkt hinzufüge, beinhaltet in keiner Weise die Behauptung, die Demo wäre ohne die Beteiligung von Linksextremen abgelaufen und diese Linksextremen hätten völlig gewaltfrei und friedlich demonstriert. Eine solche Behauptung wäre völlig absurd.
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Re: G20: Die Betroffenen melden sich zu Wort

Beitragvon Nathan » So 16. Jul 2017, 23:16

Dark Angel hat geschrieben:(16 Jul 2017, 21:24)

Tut mir schrecklich leid, aber da sind keine Hooligans und/oder irgendwelche "Gewalttouristen" angereist, sondern Linksradikale aus ganz Europa.
Sehr deutlich wird das in den verlinkten Aufrufen der "autonomen Szene". Die Gewaltaktionen in Hamburg waren lange geplant und vorbereitet. Was sollen denn die ständige Relativiererei von wegen "nur ein paar militante Linksextreme", "nicht politisch motivierte Gewalt", "kriminelle Hooligans" etc - das ist Schwachsinn. Die Aktionen waren eindeutig politisch motiviert, das geht aus den Ankündigungen auf Indymedia hervor, dass friedliche Demonstranten als Deckung genutzt werden sollten, geht eindeutig aus den Ankündigungen hervor ==> siehe "großer schwarzer Block wird Demo anführen und eindeutig. Auch dass Linksextreme (militante Autonome" aus ganz Europa erwartet wurden und angereist waren, geht eindeutig aus den Ankündigungen hervor - nichts mit Hooligans. Es wird sogar angekündigt, sich gegen die Kontrollen der Sonderzüge vor deren Abfahrten am jeweiligen Ausgangsbahnhof zu rächen.

Viele Bilder und die Aussagen der Bewohner des Schanzenviertels (ging sogar durch die ÖR-Medien) weisen darauf hin, dass sehr viele Gewalttäter nicht zur üblichen Szene gehörten. Der Aufruf in alle Welt war deutlich, aber das beweist ja nicht, dass er peinlich genau nur von Linksradikalen beachtet wird, ganz im Gegenteil, das wäre eine äußerst lebensfremde Annahme. Solche Aufrufe locken erfahrungsgemäß alle möglichen Radikalen hinterm Ofen hervor, denen es nicht um Politik sondern nur um den Spaß am zerstören geht. Die Großdemonstratuion war selbstverständlich poliotisch motiviert, aber z.B. die Zerstörungen im Schanzenviertel, im ureigenen Kiez der Linksextremisten, waren eindeutig nicht politisch motiviert.
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Re: G20-Gipfel in Deutschland 2017

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 17. Jul 2017, 00:06

Das ist ja eine allgemeine Tendenz, dass sich die Linke ein Stück weit entpolitisiert. Und so wie die Gipfeltreffen vom Prozedere her mehr oder weniger ritualisiert sind, folgen auch die Krawalle einem Ritual. Die Szene ist beispielsweise an den 1. Mai gebunden, das Datum ist klar, die Kleidung der Akteure wird erwartet - aber kein Mensch verbindet brennende Müllcontainer mit "Antikapitalismus" im Sinne der maoistischen Kulturrevolution. Es sind Rituale, auf allen Seiten.
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Re: G20: Die Betroffenen melden sich zu Wort

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 17. Jul 2017, 04:57

Nathan hat geschrieben:(17 Jul 2017, 00:05)

Ne, ich auch nicht. Kennst du denn jemand der sie so nennt? Lies doch einfach nochmal den zweiten Satz durch:

vllt habe ich dich falsch verstanden, denn es scheint mir als ob du die menge der linksradikalen »bagatellisiert«. und DAS kann ich nicht ohne weiteres glauben.

abgesehen von allem: vermummt an einer demonstration mitnehmen ist bewußt fragen um probleme.
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Re: G20: Die Betroffenen melden sich zu Wort

Beitragvon Dark Angel » Mo 17. Jul 2017, 08:45

Nathan hat geschrieben:(17 Jul 2017, 00:16)

Viele Bilder und die Aussagen der Bewohner des Schanzenviertels (ging sogar durch die ÖR-Medien) weisen darauf hin, dass sehr viele Gewalttäter nicht zur üblichen Szene gehörten. Der Aufruf in alle Welt war deutlich, aber das beweist ja nicht, dass er peinlich genau nur von Linksradikalen beachtet wird, ganz im Gegenteil, das wäre eine äußerst lebensfremde Annahme. Solche Aufrufe locken erfahrungsgemäß alle möglichen Radikalen hinterm Ofen hervor, denen es nicht um Politik sondern nur um den Spaß am zerstören geht. Die Großdemonstratuion war selbstverständlich poliotisch motiviert, aber z.B. die Zerstörungen im Schanzenviertel, im ureigenen Kiez der Linksextremisten, waren eindeutig nicht politisch motiviert.

Jaja - die Medien und die Anwohner ...
Die "einschlägigen Portale" der Linksradikalen rufen zu Gewaltaktionen im Zusammenhang mit dem Gipfel auf, schon das Motto der Demo ist ein Aufruf zur Gewalt und schon die Ansage im Vorfeld, dass diese von einem "großen schwarzen Block" angeführt werden soll, weist in diese Richtung, zeigt auch, dass provoziert werden sollte.
Dass die Anwohner die Täter reinwaschen wollten/wollen, ist nicht weiter verwunderlich, gehören sie doch in der Mehrheit selbst der Szene an.
Verwunderlich sind eigentlich nur die Bestrebungen von Medien und Politikern, den Linksradikalen einen "Persilschein" ausstellen zu wollen, indem behauptet wird, das seien in Wahrheit gar keine Linksradikalen gewesen, sondern ganzn "gewöhnliche gewaltbereite Kriminelle".
Leute - schaltet doch mal euer Hirn ein. Die Aufrufe wurden auf einem linksradikale/linksextremen Internetportal gestartet und da treiben sich i.d.R. nur Linksradikale rum.
Von wegen "eindeutig nicht politisch motiviert". Natürlich waren die Gewaltaktionen politisch motiviert. Solche Aktionen tragen eindeutig politisch Charakter!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: G20: Die Betroffenen melden sich zu Wort

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 17. Jul 2017, 10:25

Dark Angel hat geschrieben:(17 Jul 2017, 09:45)
Die Aufrufe wurden auf einem linksradikale/linksextremen Internetportal gestartet und da treiben sich i.d.R. nur Linksradikale rum.
Von wegen "eindeutig nicht politisch motiviert".

Aufrufe zu einer angemeldeten Demo. Nicht Aufrufe zum Ausräumen von kleinen Läden mitten im Szeneviertel.
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Re: G20: Die Betroffenen melden sich zu Wort

Beitragvon Unité 1 » Mo 17. Jul 2017, 10:40

Dark Angel hat geschrieben:(17 Jul 2017, 09:45)
schon das Motto der Demo ist ein Aufruf zur Gewalt
Nein. Es ist mehrdeutig, eine Handlungsaufforderung ist dem aber nicht zu entnehmen.
Dass die Anwohner die Täter reinwaschen wollten/wollen, ist nicht weiter verwunderlich, gehören sie doch in der Mehrheit selbst der Szene an.
Möchtest du die Quelle deines Wissens offenbaren, dass die Mehrheit des Schanzenviertels der linksradikalen Szene zuzuordnen ist?
Verwunderlich sind eigentlich nur die Bestrebungen von Medien und Politikern, den Linksradikalen einen "Persilschein" ausstellen zu wollen, indem behauptet wird, das seien in Wahrheit gar keine Linksradikalen gewesen, sondern ganzn "gewöhnliche gewaltbereite Kriminelle".
Die Frage nach den Teilnehmern an den Ausschreitungen ist eine naheliegende, wenn man an der Rekonstruktion des Ablaufs und an der Randaleprävention bei künftigen Veranstaltungen interessiert ist.
Leute - schaltet doch mal euer Hirn ein.
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Re: G20-Gipfel in Deutschland 2017

Beitragvon elmore » Mo 17. Jul 2017, 10:46

MOD

---> Provo Spam entfernt
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"Fröschlein, wie geht es dir?" - "Bis auf das Geschwür an meinem Arsch ganz gut", erwiderte dieses.
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Re: G20-Gipfel in Deutschland 2017

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 17. Jul 2017, 12:08

Die Linksautonomen waren organisiert, auf Straßenkampf trainiert und gingen auch planvoll vor - teils uniformähnlich mit Erkennungszeichen und mit einer Kommandosprache (Befehl "Bunt!" für das Wechseln der Kleidung). Und diese sog. Autonomen waren auch sicher der Auslöser für die Lage.
Daneben gab es aber auch offenbar spontane "Mitläufer", von Gewalt oder Alkohol euphorisiert. Die Taktik der Linksautonomen, aus der Masse heraus eskalationsfähig zu sein, ging insofern auf.

Ein Artikel, der sich mit der Wer-Frage zuvörderst beschäftigt:

Wer waren die Gewalttäter von Hamburg?
http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... ettansicht

Die Frage der Strukturen, der Hintermänner und die Verbindungen zu den eher biedermännisch Organisierten würde mich jedoch fast eher interessieren. Und ist die "Rote Flora" tatsächlich ein "strategisches Kontrollzentrum", wie das ein Hauptkommissar nannte?
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Re: G20-Gipfel in Deutschland 2017

Beitragvon hafenwirt » Mo 17. Jul 2017, 12:48

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Jul 2017, 13:08)

Die Linksautonomen waren organisiert, auf Straßenkampf trainiert und gingen auch planvoll vor - teils uniformähnlich mit Erkennungszeichen und mit einer Kommandosprache (Befehl "Bunt!" für das Wechseln der Kleidung). Und diese sog. Autonomen waren auch sicher der Auslöser für die Lage.
Daneben gab es aber auch offenbar spontane "Mitläufer", von Gewalt oder Alkohol euphorisiert. Die Taktik der Linksautonomen, aus der Masse heraus eskalationsfähig zu sein, ging insofern auf.

Ein Artikel, der sich mit der Wer-Frage zuvörderst beschäftigt:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... ettansicht

Die Frage der Strukturen, der Hintermänner und die Verbindungen zu den eher biedermännisch Organisierten würde mich jedoch fast eher interessieren. Und ist die "Rote Flora" tatsächlich ein "strategisches Kontrollzentrum", wie das ein Hauptkommissar nannte?


Meine sehr geehrten Damen und Herren,

mittlerweile gibt es zahlreiche Berichte über die Vorfälle rund um den G20-Gipfel. Diese sind in vielen Fällen für jedermann einsehbar. Eine eigene Meinung zu bilden, auf Grundlage dieser Berichte ist daher möglich. Danach könnte man dann darüber nachdenken, was man wie verändern könnte oder bestehen lässt. Schon in der Weimarer Republik half dieses Vorgehen, da es erprobt war. Berücksichtigt man dies, ist man auf jeden Fall weiter. Man kann sich dann weitergehend mit Fragen und Antworten auseinandersetzen, die sich in dem Zusammenhang stellen. Währenddessen läuft der normale Tagesablauf fürs erste weiter. Die Kanzlerin gab am Wochenende das Sommerinterview, dies war das erste Sommerinterview seit dem letzten Sommer. Es war sehr interessant für den Einen oder Anderen, könnte man meinen.

Ich danke für ihre Aufmerksamkeit und wünsche noch einen schönen Tag.
...
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Re: G20-Gipfel in Deutschland 2017

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 17. Jul 2017, 12:54

elmore hat geschrieben:(17 Jul 2017, 11:46)

DEUTSCHE LINKSextremisten machen sowas nicht. Es waren AUSLÄNDER !!!

Teilweise sogar Schwaben.
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Re: G20-Gipfel in Deutschland 2017

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 17. Jul 2017, 13:20

hafenwirt hat geschrieben:(17 Jul 2017, 13:48)

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

mittlerweile gibt es zahlreiche Berichte über die Vorfälle rund um den G20-Gipfel. Diese sind in vielen Fällen für jedermann einsehbar. Eine eigene Meinung zu bilden, auf Grundlage dieser Berichte ist daher möglich. Danach könnte man dann darüber nachdenken, was man wie verändern könnte oder bestehen lässt. Schon in der Weimarer Republik half dieses Vorgehen, da es erprobt war. Berücksichtigt man dies, ist man auf jeden Fall weiter. Man kann sich dann weitergehend mit Fragen und Antworten auseinandersetzen, die sich in dem Zusammenhang stellen. Währenddessen läuft der normale Tagesablauf fürs erste weiter. Die Kanzlerin gab am Wochenende das Sommerinterview, dies war das erste Sommerinterview seit dem letzten Sommer. Es war sehr interessant für den Einen oder Anderen, könnte man meinen.

Ich danke für ihre Aufmerksamkeit und wünsche noch einen schönen Tag.

Sehr geehrter Kollege Hafenwirt, meine Damen und Herren,

in der Tat war auch schon die junge Demokratie der Weimarer Republik von links und rechts bedroht, damals zusätzlich noch von monarchistischen Kreisen und 1921 wurde auf Initiative des sozialdemokratischen Reichsjustizministers eigens ein Gesetz zum Schutze der Republik erlassen. Dennoch blieb viel Raum für Antidemokraten, der weitere Verlauf der Geschichte dürfte hinlänglich bekannt sein.
Heute leben wir in einer mittlerweile bewährten und stabilen Demokratie, seit 70 Jahren westgebunden und in Frieden, die Tradition der Weimarer Republik fortsetzend, im Geist der 1848-er Revolution. Dieser Umstand ist auch einem Lernprozess zu verdanken, der die historischen Erfahrungen einschließt.

Aber, werter Kollege Hafenwirt, meine Damen und Herren, auch die bewährte Demokratie braucht Instrumente der Wehrhaftig- und Streitfähigkeit. Eines dieser Instrumente ist der diskursive Verfassungsschutz. Das heißt, einer, der zwar beobachtet, aber im Kern auf das Gemeinwesen der Bürger setzt. Eine Demokratie ohne Demokraten ist schwach, wie die Geschichte lehrt.

Die Gewaltexzesse auf der Straße, der Organisationsgrad paramilitärisch wirkender Gruppierungen und die Vernebelungstaktik sympathisierender Biedermänner sind Dinge, die thematisch nicht tabuisiert werden können und auch gar nicht tabuisiert werden sollten.

Es ist aber auch festzustellen, dass sich die Bundesregierung klar hinter den Hamburger Senat und den sozialdemokratischen Bürgermeister stellt. Das ist eine Linie, die gleichsam einer Brandmauer Republik und Demokratie stärkt und festigt.

Vielen Dank.
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Re: G20-Gipfel in Deutschland 2017

Beitragvon frems » Mo 17. Jul 2017, 13:41

Im konservativen Leitmedium FAZ gibt es einen interessanten Kommentar zum Thema:

Die Mär vom stets korrekten Polizisten
Nach dem G-20-Einsatz werden Deutschlands Polizisten mit Gratis-Urlauben gehätschelt. Doch muss man staatlicher Gewalt staatstragend begegnen?

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/d ... 08937.html
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Re: G20-Gipfel in Deutschland 2017

Beitragvon Alexyessin » Mo 17. Jul 2017, 13:46

frems hat geschrieben:(17 Jul 2017, 14:41)

Im konservativen Leitmedium FAZ gibt es einen interessanten Kommentar zum Thema:

Die Mär vom stets korrekten Polizisten
Nach dem G-20-Einsatz werden Deutschlands Polizisten mit Gratis-Urlauben gehätschelt. Doch muss man staatlicher Gewalt staatstragend begegnen?

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/d ... 08937.html


Linksradikale Presse :mad2:
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: G20-Gipfel in Deutschland 2017

Beitragvon elmore » Mo 17. Jul 2017, 15:52

frems hat geschrieben:(17 Jul 2017, 14:41)

Im konservativen Leitmedium FAZ gibt es einen interessanten Kommentar zum Thema:

Die Mär vom stets korrekten Polizisten
...Doch muss man staatlicher Gewalt staatstragend begegnen? ...


Antwort: Selbstverständlich nicht.

Wenn in einem Artikel FAZ draufsteht, heisst das gar nichts. Im Spiegel schreiben ja
auch seltsame Leute, wie Jakob Augstein, z.B. der "Juden- und Israelfreund".

Am Ende bleibt immer der übergriffige Staat übrig. Im Falle Hamburg mit
völlig unverhältnismäßiger - einseitiger - Übertretung
der Gesetze. Die Autonomen Zerstörer und linksextremen Vandalen
hielten sich ja an die Verhältnismäßigkeit. Von Anfang an. Nur der Bullenstaat nicht. Gell.

Genauso wie die Palästinenser stets moderat und entsprechend ihrer
berechtigten Anliegen immer verhältnismäßig sind. Nur nicht der
der Staat Israel und seine Polizei und Armee.

Kennt man. Wundert niemanden mehr.
Ich kenne kein Leitmedium, weder Spiegel, noch FAZ, Süddeutsche schon gar nicht,
oder FR, wo sich nicht SchreiberInnen tummeln, die die Welt wieder so
hindrehen, dass nur noch der Polizei- oder Apartheitsstaat übrig bleibt.

Man könnte auch sagen, bis halb Deutschland nicht mehr "beleidigt,
sondern sehr linkszufrieden auf dem Moralsofa sitzt".

"Alles schon mal dagewesen", schrieb Kurt Tucholsky dereinst.
Das stimmte damals wie es heute noch gilt...
Ein Fröschlein sitzt auf dem Kopf von Erdogan.
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Re: G20: Die Betroffenen melden sich zu Wort

Beitragvon Nathan » Mo 17. Jul 2017, 18:45

Dark Angel hat geschrieben:(17 Jul 2017, 09:45)

Jaja - die Medien und die Anwohner ...
Die "einschlägigen Portale" der Linksradikalen rufen zu Gewaltaktionen im Zusammenhang mit dem Gipfel auf, schon das Motto der Demo ist ein Aufruf zur Gewalt und schon die Ansage im Vorfeld, dass diese von einem "großen schwarzen Block" angeführt werden soll, weist in diese Richtung, zeigt auch, dass provoziert werden sollte.
Dass die Anwohner die Täter reinwaschen wollten/wollen, ist nicht weiter verwunderlich, gehören sie doch in der Mehrheit selbst der Szene an.
Verwunderlich sind eigentlich nur die Bestrebungen von Medien und Politikern, den Linksradikalen einen "Persilschein" ausstellen zu wollen, indem behauptet wird, das seien in Wahrheit gar keine Linksradikalen gewesen, sondern ganzn "gewöhnliche gewaltbereite Kriminelle".
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Von wegen "eindeutig nicht politisch motiviert". Natürlich waren die Gewaltaktionen politisch motiviert. Solche Aktionen tragen eindeutig politisch Charakter!

Natürlich - Aktionen von rechts gibts nur mit Gänseblümchen, Aktionen mit Zerstörungen sind immanent links. Sehr objektiv... :thumbup:

Verwunderlich sind eigentlich nur die Bestrebungen von Medien und Politikern, den Linksradikalen einen "Persilschein" ausstellen zu wollen, indem behauptet wird, das seien in Wahrheit gar keine Linksradikalen gewesen, sondern ganzn "gewöhnliche gewaltbereite Kriminelle".

Das behauptet wirklich niemand. Derart verblödete Unterstellungen kommen immer wieder aus welcher Ecke...?
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Re: G20-Gipfel in Deutschland 2017

Beitragvon frems » Mo 17. Jul 2017, 18:54

elmore hat geschrieben:(17 Jul 2017, 16:52)
Am Ende bleibt immer der übergriffige Staat übrig. Im Falle Hamburg mit
völlig unverhältnismäßiger - einseitiger - Übertretung
der Gesetze. Die Autonomen Zerstörer und linksextremen Vandalen
hielten sich ja an die Verhältnismäßigkeit. Von Anfang an. Nur der Bullenstaat nicht. Gell.

Du scheinst nur Extreme zu kennen. Wie wäre es mit Differenzierung?
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Re: G20-Gipfel in Deutschland 2017

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 17. Jul 2017, 19:03

Mag ja sein, dass sich Wutjugendliche beteiligt haben oder besorgte Jugendliche, aber Linksextremisten haben sich jedenfalls lange auf die Aktivitäten in Hamburg vorbereitet.

Anfang Dezember 2016 fand in Hamburg eine „Aktionskonferenz“ zur Vorbereitung der Proteste gegen das Gipfeltreffen unter Beteiligung
verschiedener linksextremistischer Gruppierungen statt, darunter die IL.
https://www.verfassungsschutz.de/embed/ ... t-2016.pdf

Das Verhältnis der IL zur Gewalt gilt als taktischer Natur.
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Re: G20-Gipfel in Deutschland 2017

Beitragvon von Grimm » Mo 17. Jul 2017, 19:12

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Jul 2017, 20:03)

Mag ja sein, dass sich Wutjugendliche beteiligt haben oder besorgte Jugendliche, aber Linksextremisten haben sich jedenfalls lange auf die Aktivitäten in Hamburg vorbereitet.

https://www.verfassungsschutz.de/embed/ ... t-2016.pdf

Das Verhältnis der IL zur Gewalt gilt als taktischer Natur.


Ich kannte bislang den Begriff "IL" nicht.
Deshalb Danke.

Was ich so sehen kann....meine Güte....sind die schon 14?
Dass sich damit die Stasi beschäftigt, hätte Mielke nicht besser gekonnt....
....als Ablenkung von den wirklichen Problemen.
Aber wenn man Verfassungsschutz heißt, aber keine Verfassung da ist, die es zu schützen gilt, kann man endlos blau machen. :)
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Re: G20-Gipfel in Deutschland 2017

Beitragvon elmore » Mo 17. Jul 2017, 21:04

frems hat geschrieben:(17 Jul 2017, 19:54)

Du scheinst nur Extreme zu kennen. Wie wäre es mit Differenzierung?


Was willst du denn ausdifferenziert haben? Dass es phöse Polizisten gab,
die das Gesetz (solange es nicht bewiesen ist gilt übrigens in dubio pro reo)
übertraten, auch zugange waren?

Welche Extreme meinst du? - Ich bin also in deinen Augen ein Extremist?
Interessant…
Ein Fröschlein sitzt auf dem Kopf von Erdogan.
"Fröschlein, wie geht es dir?" - "Bis auf das Geschwür an meinem Arsch ganz gut", erwiderte dieses.

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