Schüsse im OEZ München

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Atheist

Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon Atheist » Sa 30. Jul 2016, 01:35

Gluck hat geschrieben:(30 Jul 2016, 02:16)

Man kann sehr wohl von einer Mitschuld sprechen. Jeder halbwegs vernünftige Mensch würde das tun.


Der aufmerksame Leser hat längst erkannt, dass du und andere hier in kruder Weise eine Kollektivschuld konstruieren und sie ausgewählten Ethnien anzulasten versuchen. Daher bemerke ich noch einmal (auch in der Hoffnung, dass du dir den verlinkten Wiki-Artikel durchliest), dass die Schuld am Tod von 9 Menschen keinesfalls die Mitschüler, die den Täter gemobbt haben, tragen.


Billige Tricks - zuerst die rechtslastige Unterstellung und jetzt so was. Aber das kann ich auch: Vielleicht sträubt sich Herr Atheist so sehr, die Zusammenhänge mit dem Mobbing in der Schule anzuerkennen, weil er dahingehend ein schlechtes Gewissen hat? Hm?


Der Herr Atheist sträubt sich lediglich gegen eine allzu wilde Fantasie, die ungezügelt herumtollt, ebenso wie er sich auch gegen Rassismus jedweder Art sträubt.
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon Gluck » Sa 30. Jul 2016, 01:51

Atheist hat geschrieben:(30 Jul 2016, 02:35)

Der aufmerksame Leser hat längst erkannt, dass du und andere hier in kruder Weise eine Kollektivschuld konstruieren und sie ausgewählten Ethnien anzulasten versuchen.

Aufmerksame Leser, die so ticken wie die Grüne Simone Peter vielleicht (die in diesem Fall mehr ja wissen will als die Polizei). Sowas weckt europaweit lediglich Kopfschütteln. Die meisten Europäer sind nur noch genervt von diesen deutschen Gutmenschenkasperln mit eingebauten Selbsthass, welche abweichende Meinung nur allzu gern als "rechtslastig" abstempeln. Ab in die Ignorierliste mit dir.
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon schelm » Sa 30. Jul 2016, 02:08

Atheist hat geschrieben:(30 Jul 2016, 00:30)
Ja ja, der Türke und der Araber sind schuld, wenn nicht schon der Moslem schuld ist. Praktischerweise überschneiden sich diese Merkmale gehäuft, so dass man ohne weitergehende Untersuchungen auch gleich zur Islam"kritik" übergehen kann.

Was ist eigentlich so schwer daran den Unterschied zwischen der Türke / Araber und " überproportional auffällig " zu raffen ? Steht da dein Weltbild im Wege, weswegen aus überproportional eine unterstellte Pauschalisierung wird ? Der Trick ist abgelutscht.
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon Wasteland » Sa 30. Jul 2016, 02:11

schelm hat geschrieben:(30 Jul 2016, 03:08)

Was ist eigentlich so schwer daran den Unterschied zwischen der Türke / Araber und " überproportional auffällig " zu raffen ? Steht da dein Weltbild im Wege, weswegen aus überproportional eine unterstellte Pauschalisierung wird ? Der Trick ist abgelutscht.


Was ist eigentlich so schwer daran zu begreifen, dass es vor allem um soziale Gruppen geht? Türkische und arabische Akademiker oder Ober- und Mittelschichtler passen nicht in dein Feindbild.
Verhindert die völkische, faktische Incorrectness das zu erkennen? Verstopft das Feindbild die Denkleitungen?
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon schelm » Sa 30. Jul 2016, 02:36

Wasteland hat geschrieben:(30 Jul 2016, 01:57)

Die Ursachen dafür sind ja schon länger bekannt und zum Glück stark rückläufig.



http://www.welt.de/regionales/hamburg/a ... zuvor.html

Die Kritik, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft eher gewalttätig sind als andere, ist Rassismus
. Nichts anderes.
Aber wir sehen ja, dass es andere Ursachen dafür gibt, auch wenn ideologische Verbohrtheit einigen darauf die Sicht verstellt.

Die Kritik, nicht der Rassismus, richtet sich an die Adresse der Phänomene, Rassismus behauptet genetische Dispositionen auf Grund der Ethnie.

Die Benennung der Adresse aber wird durch die PC bereits als Rassismus diffamiert, seit Jahrzehnten, was die Lösung stark verzögert, denn wer ein Problem nicht wirklich wahrnimmt, es klein redet(e) oder Kritik als Rassismus umdefiniert, der kann das Problem auch nicht lösen. Und nein, es besteht nicht nur in der Gruppendynamik unterpriviligierter Schüler, sondern auch verstärkt durch Erziehungsinhalte der Elterngeneration.
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon Wasteland » Sa 30. Jul 2016, 02:43

schelm hat geschrieben:(30 Jul 2016, 03:36)

Die Kritik, nicht der Rassismus, richtet sich an die Adresse der Phänomene, Rassismus behauptet genetische Dispositionen auf Grund der Ethnie.

Die Benennung der Adresse aber wird durch die PC bereits als Rassismus diffamiert, seit Jahrzehnten, was die Lösung stark verzögert, denn wer ein Problem nicht wirklich wahrnimmt, es klein redet(e) oder Kritik als Rassismus umdefiniert, der kann das Problem auch nicht lösen. Und nein, es besteht nicht nur in der Gruppendynamik unterpriviligierter Schüler, sondern auch verstärkt durch Erziehungsinhalte der Elterngeneration.


Ja. Und es besteht weder in Kultur, Genetik, noch Religion, außer man bezieht sich auf konservative Auslegung von Religion oder Gesellschaft. Das begünstigt überall Rassismus.
Und sozial benachteiligte Gruppen neigen erfahrungsgemäß mehr zu idiotischen Menschenbildern, egal ob in Deutschland oder der Türkei. Das ist ja sogar ein empirischer Erfahrungswert.
Das kann man nur mit Bauchgefühlen ignorieren, an die man ganz fest glaubt.
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon schelm » Sa 30. Jul 2016, 02:47

Wasteland hat geschrieben:(30 Jul 2016, 03:11)

Was ist eigentlich so schwer daran zu begreifen, dass es vor allem um soziale Gruppen geht? Türkische und arabische Akademiker oder Ober- und Mittelschichtler passen nicht in dein Feindbild.
Verhindert die völkische, faktische Incorrectness das zu erkennen? Verstopft das Feindbild die Denkleitungen?

Mein Feindbild sind die Auffälligen, die Ursachen für deren Auffälligkeit berühren mich ungefähr so wenig wie die PC die Ursachen für die überproportionale Auffälligkeit des Ostens beim rechtsextremen Verhalten. Ihr wollt diese Auffälligkeit schlicht nicht und führt deshalb einen " Kampf gegen Rechts ".

Siehste, ich will die Auffälligkeit der Paschas auch nicht, vermisse aber den gesellschaftlichen " Kampf " dagegen.
Denk ich an D in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, Heinrich Heine.
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon Atheist » Sa 30. Jul 2016, 02:55

schelm hat geschrieben:(30 Jul 2016, 03:36)

Die Kritik, nicht der Rassismus, richtet sich an die Adresse der Phänomene, Rassismus behauptet genetische Dispositionen auf Grund der Ethnie.

Die Benennung der Adresse aber wird durch die PC bereits als Rassismus diffamiert, seit Jahrzehnten, was die Lösung stark verzögert, denn wer ein Problem nicht wirklich wahrnimmt, es klein redet(e) oder Kritik als Rassismus umdefiniert, der kann das Problem auch nicht lösen. Und nein, es besteht nicht nur in der Gruppendynamik unterpriviligierter Schüler, sondern auch verstärkt durch Erziehungsinhalte der Elterngeneration.


Manche lernen's halt nie und mobben auf gesellschaftlicher Ebene weiter, um das Ansehen der gemobbten Minderheiten zu beschädigen. Und wer sie bei ihrem unwürdigen Treiben erwischt und es offenlegt, der bekommt "Gutmensch", "PC" o.Ä. an den Kopf geworfen. So kennt man eben das besagte Klientel...

schelm hat geschrieben:(30 Jul 2016, 03:47)

Mein Feindbild sind die Auffälligen, die Ursachen für deren Auffälligkeit berühren mich ungefähr so wenig wie die PC die Ursachen für die überproportionale Auffälligkeit des Ostens beim rechtsextremen Verhalten. Ihr wollt diese Auffälligkeit schlicht nicht und führt deshalb einen " Kampf gegen Rechts ".

Siehste, ich will die Auffälligkeit der Paschas auch nicht, vermisse aber den gesellschaftlichen " Kampf " dagegen.


Es gibt keinen "Kampf gegen Ossis", sondern einen "Kampf gegen Rechts".

Wer also aus einem "Kampf gegen Mobbing" einen "Kampf gegen Araber und Türken" machen will... nun ja... der ist in vielerlei Hinsicht speziell.
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon Fadamo » Sa 30. Jul 2016, 03:22

Atheist hat geschrieben:(30 Jul 2016, 02:35)

Der aufmerksame Leser hat längst erkannt, dass du und andere hier in kruder Weise eine Kollektivschuld konstruieren und sie ausgewählten Ethnien anzulasten versuchen. Daher bemerke ich noch einmal (auch in der Hoffnung, dass du dir den verlinkten Wiki-Artikel durchliest), dass die Schuld am Tod von 9 Menschen keinesfalls die Mitschüler, die den Täter gemobbt haben, tragen.


Oh doch .
Die Mitschüler und ich gehe noch weiter, die Schule tragen eine Mitschuld an dem mörderischem Verhalten des Täters bei.
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon schelm » Sa 30. Jul 2016, 06:23

Atheist hat geschrieben:(30 Jul 2016, 03:55)

Manche lernen's halt nie und mobben auf gesellschaftlicher Ebene weiter, um das Ansehen der gemobbten Minderheiten zu beschädigen. Und wer sie bei ihrem unwürdigen Treiben erwischt und es offenlegt, der bekommt "Gutmensch", "PC" o.Ä. an den Kopf geworfen. So kennt man eben das besagte Klientel...



Es gibt keinen "Kampf gegen Ossis", sondern einen "Kampf gegen Rechts".

Wer also aus einem "Kampf gegen Mobbing" einen "Kampf gegen Araber und Türken" machen will... nun ja... der ist in vielerlei Hinsicht speziell.

Ich fühle mich von deinen Plattheiten unterfordert und gelangweilt, offenbar bist du kein Gegner auf Augenhöhe. Also, Tschüss ! :)
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon Flat » Sa 30. Jul 2016, 06:38

schelm hat geschrieben:(29 Jul 2016, 22:35)

Abgesehen davon, man stelle sich nur mal vor, der Amokläufer wäre über Jahre von ein paar Glatzen terrorisiert worden, den Aufschrei hier kann ich mir gut vorstellen, wohin Fremdenfeindlichkeit führt etc.


Moin,

eben. Ich denke mir, dass dieser Aufschrei dann eben nicht von Dir gekommen wäre.
_______
wer Rechtsradikales sagt und tut, ist rechtsradikal. Das hat nichts mit Nazikeule zu tun.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/inte ... 62231.html
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon schelm » Sa 30. Jul 2016, 06:55

Flat hat geschrieben:(30 Jul 2016, 07:38)

Moin,

eben. Ich denke mir, dass dieser Aufschrei dann eben nicht von Dir gekommen wäre.

Ach, du meinst jede Seite nutzt das nur selektiv ? Gute Theorie, hat einen Haken : Ich habe und würde nie die Mitverantwortung wegdiskutieren, wenn ein Migrant austickt der über Jahre von Rechten terrorisiert worden wäre. Das siehst du ja auch an meinen Postings hier, deren Krux ist folgende : Die türkisch - arabischen Mobber waren Rechte, nur nimmt sie die PC nicht als solche wahr, sondern stellt sie immer unter Welpenschutz, als Opfergruppe authochtoner Rechter oder Opfer von Diskriminierung und Chancenungleichheit, die armen Jungs.
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon William » Sa 30. Jul 2016, 07:03

Atheist hat geschrieben:(30 Jul 2016, 02:35)

Der aufmerksame Leser hat längst erkannt, dass du und andere hier in kruder Weise eine Kollektivschuld konstruieren und sie ausgewählten Ethnien anzulasten versuchen. Daher bemerke ich noch einmal (auch in der Hoffnung, dass du dir den verlinkten Wiki-Artikel durchliest), dass die Schuld am Tod von 9 Menschen keinesfalls die Mitschüler, die den Täter gemobbt haben, tragen.


Kollektivschuld ist relativ. Ihm Unbekannte waren sicherlich nicht Schuld an dessen Tat oder Tod.
Durchaus haben aber Einige ihn dazu getrieben, deswegen tragen sie durchaus Mitschuld an seinem Ausraster.
Schwaches Selbstbewusstsein, Identitätskrise, jahrelanges Mobbing, etc. waren mitsamt alles Faktoren, die ihn zu dieser Tat verleiteten.

Mit PC oder Gutmenschentum hat das direkt gar nichts zu tun.
Die Gesellschaft ist nur leider abgestumpft, merkt überhaupt nicht dass sie Menschen ausgrenzt und verärgert. Insbesondere in der jetzigen Zeit, in der Menschlichkeit zeigen und Integration fordern wieder hipp ist, kommen Manche mit dem Gegensatz nicht klar, sie realisieren ihn nicht, sind deshalb verwundert über ausrastende Personen.
Sie erkennen das Konfliktpotential nicht, können sich nicht vorstellen in welcher Gefahr sie sich befinden wenn es zum Gewaltexzess kommt.
Der Fall ist vergleichbar mit einer Ehefrau welche jahrelang von ihrem Mann misshandelt wurde und ihn schlussendlich im Affekt oder mit Absicht tötet.
Hier verschwimmen die Begriffe Opfer/Täter und Schuld/Unschuld nahezu bis zur Unkenntlichkeit.
Die Tragik an derlei Entwicklungen ist wohl, dass es mitunter wirklich unschuldige Dritte trifft, wie z.B. die Passanten vor dem Mc oder Personen im OEZ, denen einzig "zur Last gelegt werden kann" zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein. Ihr Hauptproblem ist, dass sie sich nicht (mehr) wehren können bzw. wollen. Das spricht den Täter zwar nicht von seiner Schuld frei, zeigt aber die Hilflosigkeit unserer Gesellschaft auf, in der keiner mehr bereit ist für sich selbst oder gar andere seinen Kopf hinzuhalten. Das wird immer zu noch mehr Opfern führen.
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 30. Jul 2016, 08:09

Woran wir uns wohl noch alles gewöhnen werden müssen? Jetzt haben wir einen Deutsch-Iraner, der wegen Mobbings durch Türken durchdreht, rechtsextrem wird und sich als Reinkarnation eines superarischen Hitlers in einem Amoklauf nach Breivik'schem Vorbild an den Peinigern rächt. Es wird immer verrückter.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon William » Sa 30. Jul 2016, 08:31

Dem war wohl so.
Ohnehin ist der Rassismus bedenklich, gerade aber unter Bürgern mit Migrationshintergrund selbst. Nicht per se weil es ihn dort auch gibt, denn es gibt ihn weltweit, sondern weil ihn aus dieser Ecke kaum jemand vermutet.
Ich habe das bereits zu Beginn der Flüchtlingskrise 2015 bei Deutschrussen festgestellt. Hier war zwar die Angst vor Arbeitsplatzverlust der spürbare Hauptgrund, aber erschreckend wie offen der Rassismus kommuniziert wurde. Das ging bis zum unbedachten Aufruf Merkel zu töten, so groß war der Hass auf die Politik. Und er ist es bis heute, nur die Aussagen sind nicht mehr so emotional getrieben und pauschalisierend formuliert.
Deswegen ist es auch falsch sich einzig auf den Kampf gegen Rechts im deutschen Lager zu konzentrieren, denn das greift zu kurz. Es sind längst nicht mehr nur springerbestiefelte Glatzen welche hetzen und AfD wählen.
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon JFK » Sa 30. Jul 2016, 09:49

William hat geschrieben:(30 Jul 2016, 09:31)

Dem war wohl so.
Ohnehin ist der Rassismus bedenklich, gerade aber unter Bürgern mit Migrationshintergrund selbst. Nicht per se weil es ihn dort auch gibt, denn es gibt ihn weltweit, sondern weil ihn aus dieser Ecke kaum jemand vermutet.
Ich habe das bereits zu Beginn der Flüchtlingskrise 2015 bei Deutschrussen festgestellt. Hier war zwar die Angst vor Arbeitsplatzverlust der spürbare Hauptgrund, aber erschreckend wie offen der Rassismus kommuniziert wurde. Das ging bis zum unbedachten Aufruf Merkel zu töten, so groß war der Hass auf die Politik. Und er ist es bis heute, nur die Aussagen sind nicht mehr so emotional getrieben und pauschalisierend formuliert.
Deswegen ist es auch falsch sich einzig auf den Kampf gegen Rechts im deutschen Lager zu konzentrieren, denn das greift zu kurz. Es sind längst nicht mehr nur springerbestiefelte Glatzen welche hetzen und AfD wählen.


Ja Klar, du solltest mal erleben wie die in der Türkei gegen Flüchtlinge Hetzen, um Rasse und Türkmenische wurzeln geht es nur wenigen selbsternannten "Herrenmenschen" der Groß gehört der unterschicht an und wird Lediglich vom Futterneid angetrieben.

So auch hier, viele Türken, Jugoslawen, Russen und andere Gruppen aus der Unterschicht lehnen die Flüchtlinge nicht als Menschen sondern als Konkurrenten ab.
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 30. Jul 2016, 10:39

Tom Bombadil hat geschrieben:(30 Jul 2016, 09:09)

Woran wir uns wohl noch alles gewöhnen werden müssen? Jetzt haben wir einen Deutsch-Iraner, der wegen Mobbings durch Türken durchdreht, rechtsextrem wird und sich als Reinkarnation eines superarischen Hitlers in einem Amoklauf nach Breivik'schem Vorbild an den Peinigern rächt. Es wird immer verrückter.


Viele kommen mit ihren liebgewonnenen Stereotypen oder Ideologien nicht mehr weiter.

Künast´s erste Reaktion per Twitter nach dem Attentat im Zug per Axt war nachzufragen, ob man den - wohl in diesem Fall - islamistischen Terroristen (wohl auch nicht mental ganz in Ordnung) hat erschiessen müssen. Ebenso die Haltung vieler in der Flüchtlingsfrage. Sehr naiv. Das eine Menge Arsch***er unter den Flüchtlingen sind und Gefährder interessiert sie nicht. Schon gar nicht die langfristigen Folgen massiver unkontrollierter Einwanderung für Deutschland und auch für Europa, in dem Deutschland eine wichtige Position hat.

Dasselbe gibts auch auf der rechten Seite. Es ist amüsant, wie sich rechte Kameraden Erklärungen zusammenbiegen müssen, weil ein "richtiger" Arier, nein kein Hitler oder ein blonder GERMANE, durchdreht und es damit noch selbst krude erklärt er wäre ja Arier. Es gibt noch andere Arier und sogar ein Land, das sich so nennt! Und das ist nicht Deutschland!? Das erschüttert ja das eigene Selbstverständnis! Das ist ein Problem. Das sprengt auf der rechten Seite der Diskutanten (primär in anderen Foren) das Gehirn. "Arier", Muslimfeind, Türken- und Araberjäger und der ist kein Germane! Sondern Orientale!? Unbelievable. Aber über den Tellerrand gesehen gibt es viel mehr Fakten und Realitäten. Das gabs schon immer. Nur hier hat sich das medienwirksam wiedermal manifestiert.

Der Aspekt der Verwirrung in diesem Falle ist bemerkenswert.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon Atheist » Sa 30. Jul 2016, 11:04

William hat geschrieben:(30 Jul 2016, 08:03)

Kollektivschuld ist relativ. Ihm Unbekannte waren sicherlich nicht Schuld an dessen Tat oder Tod.
Durchaus haben aber Einige ihn dazu getrieben, deswegen tragen sie durchaus Mitschuld an seinem Ausraster.
Schwaches Selbstbewusstsein, Identitätskrise, jahrelanges Mobbing, etc. waren mitsamt alles Faktoren, die ihn zu dieser Tat verleiteten.

Hier verschwimmen die Begriffe Opfer/Täter und Schuld/Unschuld nahezu bis zur Unkenntlichkeit.
Die Tragik an derlei Entwicklungen ist wohl, dass es mitunter wirklich unschuldige Dritte trifft, wie z.B. die Passanten vor dem Mc oder Personen im OEZ, denen einzig "zur Last gelegt werden kann" zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein.


Die Gedanken, die du hier bisher zum Fall präsentiert hast, sind umfangreich und erfassen mitunter auch unangenehme Aspekte, die die Gestaltung des polizeilichen Einsatzes betreffen. In diesem Punkt hast du dich aber verrannt, denn die 9 Todesopfer waren allesamt unschuldige Dritte.

Mit PC oder Gutmenschentum hat das direkt gar nichts zu tun.
Die Gesellschaft ist nur leider abgestumpft, merkt überhaupt nicht dass sie Menschen ausgrenzt und verärgert. Insbesondere in der jetzigen Zeit, in der Menschlichkeit zeigen und Integration fordern wieder hipp ist, kommen Manche mit dem Gegensatz nicht klar, sie realisieren ihn nicht, sind deshalb verwundert über ausrastende Personen.
Sie erkennen das Konfliktpotential nicht, können sich nicht vorstellen in welcher Gefahr sie sich befinden wenn es zum Gewaltexzess kommt.
Der Fall ist vergleichbar mit einer Ehefrau welche jahrelang von ihrem Mann misshandelt wurde und ihn schlussendlich im Affekt oder mit Absicht tötet.


Der vorliegende Fall hat mit dem Haustyrannenmord gar nichts zu tun, denn kennzeichnend für diesen ist die Tötung des konkreten Peinigers und nicht etwa unbeteiligter Dritter, die dem Peiniger äußerlich ähneln.

Ihr Hauptproblem ist, dass sie sich nicht (mehr) wehren können bzw. wollen. Das spricht den Täter zwar nicht von seiner Schuld frei, zeigt aber die Hilflosigkeit unserer Gesellschaft auf, in der keiner mehr bereit ist für sich selbst oder gar andere seinen Kopf hinzuhalten. Das wird immer zu noch mehr Opfern führen.


Die Gesellschaft ist nicht hilflos und Mobbing ist weder eine Ausnahmeerscheinung noch ist es eine Verhaltensauffälligkeit von ethnisch oder rassisch bestimmbaren Bevölkerungsteilen. Gleichwohl fällt auf, dass Mobbing nebst anderen Formen der hauptsächlich psychischen Gewalt im deutschsprachigen Raum ein eher weniger erforschtes Phänomen ist. Die umfangreichsten Studien stammen diesbezüglich aus der Anglosphäre, wo auch die fortschrittlichste Gesetzgebung diesbezüglich vorzufinden ist.
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon William » Sa 30. Jul 2016, 11:37

Verrannt habe ich mich mit Sicherheit nicht, denn bis heute ist soweit ich weiß nicht endgültig geklärt ob er nicht zumindest einige wenige Opfer, präzise die im Mc Do, zumindest vom Sehen her kannte.
Ich würde das aber auch nicht überbewerten (egal ob oder ob nicht), denn seine Ideologie trieb ihn dazu Unschuldige zu erschießen. Höchst wahrscheinlich weil er die eigentlichen Zielpersonen dort nicht antraf.

Die Erkenntnis daraus ist jedoch, dass es mittlerweile wieder vermehrt Menschen in D gibt welche dermaßen unzufrieden mit der Welt und ihrer eigenen Situation sind, dass der einzige ihnen plausibel erscheinende Ausweg eine solche Tat ist.

Die Ursache lautet somit: Identitätskrise aufgrund sozialer Mißstände, daraus resultierend massive Gewaltbereitschaft.

Mit meinen Gedanken zum Vorgehen der Polizei muss und wird nicht jeder konform laufen, das ist im Kontext der Tat als solchen auch gar nicht unbedingt nötig.
Wichtig wäre jedoch das Verständnis dafür zu entwickeln wie es dazu kam. Das ist Vielen nicht bewusst und ein essentieller Fehler, denn so werden weitere Taten nicht verhindert - im Gegenteil, sie werden sich eher häufen.
Die Verrohung in der Gesellschaft ist weit fortgeschritten, auch unter den Gutmenschen. Sie realisieren es großteils nur nicht. Wenn sich das ändert, kommt die Integration von ganz allein und auch Taten wie diese werden automatisch deutlich weniger werden.
Solange jedoch die Fehler nicht erkannt werden, ändert sich auch nichts. Allzu viel Toleranz ist mindestens genau so schädlich wie Arroganz.
Der Deutsche findet einfach den Mittelweg nicht - entweder macht er es ganz oder gar nicht. In der Hinsicht stand er sich selbst schon immer im Weg.
Eigentlich Schade, denn prinzipiell kann er es ja...
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Re: Schüsse im OEZ München

Beitragvon Atheist » Sa 30. Jul 2016, 12:32

William hat geschrieben:(30 Jul 2016, 12:37)

Verrannt habe ich mich mit Sicherheit nicht, denn bis heute ist soweit ich weiß nicht endgültig geklärt ob er nicht zumindest einige wenige Opfer, präzise die im Mc Do, zumindest vom Sehen her kannte.
Ich würde das aber auch nicht überbewerten (egal ob oder ob nicht), denn seine Ideologie trieb ihn dazu Unschuldige zu erschießen. Höchst wahrscheinlich weil er die eigentlichen Zielpersonen dort nicht antraf.

Die Erkenntnis daraus ist jedoch, dass es mittlerweile wieder vermehrt Menschen in D gibt welche dermaßen unzufrieden mit der Welt und ihrer eigenen Situation sind, dass der einzige ihnen plausibel erscheinende Ausweg eine solche Tat ist.


Diese Erkenntnis kann keine Schlussfolgerung aus individuellen Empfindungen sein, sondern muss empirisch belegt werden. Wie jedoch bereits im Strangverlauf von Mitnutzern verlinkt, ist die Anzahl an Tötungsdelikten in den letzten Jahrzehnten gesunken.

Die Ursache lautet somit: Identitätskrise aufgrund sozialer Mißstände, daraus resultierend massive Gewaltbereitschaft.


Für meinen Geschmack bleibt hier das Geschlecht zu sehr unberücksichtigt, obwohl das der wohl offensichtlichste Unterschied in Fällen wie vorliegend ist. Warum laufen viel weniger Frauen Amok als Männer? Sind die Gründe eher sozialer oder biologischer Natur? Falls Letztgenanntes: wäre eine Hormonbehandlung statthaft, um männliche Gewalttäter (u.U. sogar vorbeugend) zu therapieren? Fragen über Fragen...

Mit meinen Gedanken zum Vorgehen der Polizei muss und wird nicht jeder konform laufen, das ist im Kontext der Tat als solchen auch gar nicht unbedingt nötig.
Wichtig wäre jedoch das Verständnis dafür zu entwickeln wie es dazu kam. Das ist Vielen nicht bewusst und ein essentieller Fehler, denn so werden weitere Taten nicht verhindert - im Gegenteil, sie werden sich eher häufen.
Die Verrohung in der Gesellschaft ist weit fortgeschritten, auch unter den Gutmenschen. Sie realisieren es großteils nur nicht. Wenn sich das ändert, kommt die Integration von ganz allein und auch Taten wie diese werden automatisch deutlich weniger werden.
Solange jedoch die Fehler nicht erkannt werden, ändert sich auch nichts. Allzu viel Toleranz ist mindestens genau so schädlich wie Arroganz.
Der Deutsche findet einfach den Mittelweg nicht - entweder macht er es ganz oder gar nicht. In der Hinsicht stand er sich selbst schon immer im Weg.
Eigentlich Schade, denn prinzipiell kann er es ja...


Du, ich persönlich frage mich ebenfalls, warum ein einzelner Amokläufer mitten auf einem viel frequentierten öffentlichen Platz nicht zeitnah unschädlich gemacht werden konnte. Die bisherigen Erklärungen und Bewertungen des Einsatzverlaufes halte ich angesichts des, nun ja, dürftigen Ergebnisses für nicht allzu aufschlussreich. Ich kann aber verstehen, dass Polizei und Sicherheitsexperten sich erst einmal öffentlich gegenseitig auf die Schulter klopfen wollen, bevor der offenkundige Missstand intern diskutiert wird.

Der Umgang mit Mobbing wurde übrigens bisher nicht in einem Maße thematisiert, das der Häufigkeit des Auftretens jenes Phänomens gerecht werden könnte.

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