Gewalt gegen Polizeibeamte

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Päule0815

Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon Päule0815 » Fr 25. Dez 2015, 12:53

Am Heiligen Abend starb am Bahnhof in Herborn ein Polizeieamter, als ein 27jähriger Deutscher bei einer Kontrolle mehrfach mit dem Messer auf ihn einstach.

Der
Täter vor vorbestraft, stand unter Bewährung und hatte 1,5 Promille Alkohol im Blut. Er wurde offenbar von dem Polizisten anggeschossen, der später verstarb. Dessen Kollege erlitt ebenfalls Stichverletzungen.

Es erging Haftbefehl wegen Mordes gegen den 27jährigen.

http://hessenschau.de/panorama/polizist-am-herborner-bahnhof-erstochen,herborn-104.html

Nimmt Gewalt gegen Polizeibeamte zu? In NRW hat man dazu eine gesonderte Erhebung durchgeführt und Polizeibeamte einen Fragebogen ausfüllen lassen. Ich bin gespannt, wie die Ergebnisse aussehen.

Oder ist es nur der Teil eines Phänomens, das mit einer allgemeinen Zunahme von Gewalt einhergeht?
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon Päule0815 » Fr 25. Dez 2015, 13:17

Sorry, könnt ihr das Thema ins Unterforum Innere Sicherheit verschieben?
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Brainiac
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon Brainiac » Fr 25. Dez 2015, 14:08

Selbstverständlich. :)
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YTX
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon YTX » Fr 25. Dez 2015, 14:14

Päule0815 » Fr 25. Dez 2015, 13:53 hat geschrieben:Nimmt Gewalt gegen Polizeibeamte zu?

Polizisten lebten schon immer besonders gefährlich, da sie viel mit Verbrechern zu tun haben.
IMHO ist die Homizidrate in der BDR seit etwa 15 Jahren annähernd konstant.
Russisch: Putin
Englisch: To poo in a tin
Deutsch: In eine Blechbüchse scheißen :D
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon Päule0815 » Sa 26. Dez 2015, 11:31

Ist ja besinnlich ruhig, da kann ich ja noch einen Beitrag zum Thema beisteuern.

http://webcache.googleusercontent.com/s ... clnk&gl=de


Es scheint, als habe sich selbst indymedia distanziert. Vermutlich, um juristischen Folgen aus dem Weg zu gehen und weniger aus Einsicht.
Zuletzt geändert von Päule0815 am Sa 26. Dez 2015, 11:34, insgesamt 2-mal geändert.
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John Galt
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon John Galt » Sa 26. Dez 2015, 11:42

Die Polizei hat natürlich alles richtig gemacht, nicht zur Gewalteskalation beigetragen und zum Glück hat man 2 Polizisten hingeschickt um diese 5 Euro Straftat zu ahnden.
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Cat with a whip
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon Cat with a whip » Sa 26. Dez 2015, 12:16

Alkohol ist eben eine gesellschaftlich tolerierte Droge, die immer noch aktiv beworben und gefeiert wird. Vermutlich spielt sie bei vielen Gewalttaten gegen Polizeibeamte bei der Herabsetzung der Hemmschwelle eine Rolle.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon Päule0815 » Sa 26. Dez 2015, 13:19

John Galt » Sa 26. Dez 2015, 12:42 hat geschrieben:Die Polizei hat natürlich alles richtig gemacht, nicht zur Gewalteskalation beigetragen und zum Glück hat man 2 Polizisten hingeschickt um diese 5 Euro Straftat zu ahnden.


Dann hat der Verfasser des Beitrags bei Indymedia ja recht und alles ist ok. :thumbup:
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon Päule0815 » Sa 26. Dez 2015, 13:23

Cat with a whip » Sa 26. Dez 2015, 13:16 hat geschrieben:Alkohol ist eben eine gesellschaftlich tolerierte Droge, die immer noch aktiv beworben und gefeiert wird. Vermutlich spielt sie bei vielen Gewalttaten gegen Polizeibeamte bei der Herabsetzung der Hemmschwelle eine Rolle.


Alkohol spielt regelmäßig eine Rolle bei Gewalttaten. Ob dies in besonderem Maße bei Gewalttaten gegen Polizeibeamte eine Rolle spielt, weiß ich nicht, kann ich mir aber kaum vorstellen.

Die Menschenverachtung, mit der hier der Tod eines Menschen kommentiert wird, finde ich eher bezeichnend. Es kann natürlich sein, dass auch der Schreiber stark alkoholisiert war.
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon Provokateur » Sa 26. Dez 2015, 14:04

Wir leben in einer Gesellschaft, die sich immer weiter individalisiert.

Was an und für sich etwas gutes, weil liberales, ist, führt natürlich andererseits dazu, dass einige sich nicht in ihrer Freiheit einschränken lassen wollen.
Polizisten werden zudem häufig nicht als Personen, sondern als Uniformen wahrgenommen. Als Materie gewordene Autorität, der erhobene Zeigefinger - "Du darfst nicht...!"
Und dann ist da noch eine generelle Herabwürdigung in der Wahrnehmung. Was früher der "Schutzmann" war, also jemand, der die Bürger beschützt, ist heute der "Bulle"....ein schnaufendes Hörnervieh, das bei kleinsten Anlässen rot sieht und nicht durch allzuviel Intelligenz belastet ist. Also in der Kommunikation jetzt.

All dies führt dazu, dass sich der ein oder andere dazu hinreißen lässt, Widerstand zu leisten.

Was man dagegen tun kann? Ich persönlich würde ja, auch unter dem Eindruck dieses Falles, die Anwendungsgrundsätze für Gewalt, speziell Reizstoffe, aufweichen.

Unkooperatives Verhalten? Würzen, den Typen. Mit Pfefferspray in den Augen ist nicht gut Messerstechen.

Dummerweise geht das aus verschiedenen Gründen nicht. Es wird sich also kaum was ändern, solange sich in den Köpfennichts ändert.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon Päule0815 » Sa 26. Dez 2015, 14:16

Ich wollte mich erst über die Wirksamkeit von "Reizstoffen" bei alkoholisierten oder sonst wie bewußtseinseingetrübten Personen auslassen.

Aber dann hast du es einfach nur auf den Punkt gebracht und daher sage ich an dieser Stelle auch nicht mehr dazu...

Provokateur » Sa 26. Dez 2015, 15:04 hat geschrieben:Es wird sich also kaum was ändern, solange sich in den Köpfennichts ändert.
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon jack000 » Sa 26. Dez 2015, 14:21

Cat with a whip » Sa 26. Dez 2015, 12:16 hat geschrieben:Alkohol ist eben eine gesellschaftlich tolerierte Droge, die immer noch aktiv beworben und gefeiert wird. Vermutlich spielt sie bei vielen Gewalttaten gegen Polizeibeamte bei der Herabsetzung der Hemmschwelle eine Rolle.

Das ändert aber an der Tat nichts. Ich habe auch schon mal Alkohol getrunken und dabei niemanden umgebracht oder auch nur verletzt.
Wenn man beim Autofahren unter Alkoholeinfluss jemanden verletzt oder umbringt zieht das weitaus erheblichere Folgen nach sich als wenn man das ohne Alkoholeinfluss tut. Außerhalb dessen ist das seltsamerweise umgekehrt.
=> Keine Ahnung wer sich den Schwachsinn ausgedacht hat die Schuld unter Alkoholeinfluss weniger schwer zu wiegen als ohne, aber zumindest muss das sofort abgeschafft werden!
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon RayBan » Sa 26. Dez 2015, 14:26

Päule0815 » Sa 26. Dez 2015, 12:31 hat geschrieben:Ist ja besinnlich ruhig, da kann ich ja noch einen Beitrag zum Thema beisteuern.

http://webcache.googleusercontent.com/s ... clnk&gl=de


Es scheint, als habe sich selbst indymedia distanziert. Vermutlich, um juristischen Folgen aus dem Weg zu gehen und weniger aus Einsicht.


Der Schreiberling ist psychisch krank und steht nach eigenen Angaben unter Psychopharmaka.

4. Ich bin sehr wohl "dicht" im Schädel. Ich nehme täglich Medikamente die meine Wahrnehmung und mein Gemütszustand stabilisieren!
Aufgegeben wird höchstens ein Brief
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon Päule0815 » Sa 26. Dez 2015, 14:31

jack000 » Sa 26. Dez 2015, 15:21 hat geschrieben:Das ändert aber an der Tat nichts. Ich habe auch schon mal Alkohol getrunken und dabei niemanden umgebracht oder auch nur verletzt.
Wenn man beim Autofahren unter Alkoholeinfluss jemanden verletzt oder umbringt zieht das weitaus erheblichere Folgen nach sich als wenn man das ohne Alkoholeinfluss tut. Außerhalb dessen ist das seltsamerweise umgekehrt.
=> Keine Ahnung wer sich den Schwachsinn ausgedacht hat die Schuld unter Alkoholeinfluss weniger schwer zu wiegen als ohne, aber zumindest muss das sofort abgeschafft werden!


Weil man bei der Trunkenheitsfahrt den Vorsatz vorverlegt, sonst ginge es gar nicht. Es wäre sogar denkbar, dass auch hier die alkoholbedingten Folgen zugunsten des Fahrers wirken.

Vergleichbar mit der Trunkenheitsfahrt ist da der Vollrausch gem. § 323a StGB
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon jack000 » Sa 26. Dez 2015, 14:32

Provokateur » Sa 26. Dez 2015, 14:04 hat geschrieben:Wir leben in einer Gesellschaft, die sich immer weiter individalisiert.

Was an und für sich etwas gutes, weil liberales, ist, führt natürlich andererseits dazu, dass einige sich nicht in ihrer Freiheit einschränken lassen wollen.

Wer wird denn hier wegen was in seiner Freiheit eingeschränkt? Und an was ist denn nun die Gesellschaft wieder schon wieder schuld?

Was früher der "Schutzmann" war, also jemand, der die Bürger beschützt, ist heute der "Bulle"....

Nun, da ist in der Tat etwas dran. Die Polizei soll das Verbrechen bekämpfen und die Bürger beschützen. Aber es läuft anders herum. Wenn man mal falsch parkt (ok, das ist nicht direkt Polizeiaufgabe) hat man nach 10-15 Minuten einen Strafzettel am Auto. Andersrum aber dauert es Wochen/Monate bis man mal eine Polizeistreife am eigenen Haus vorbeifahren sieht.

All dies führt dazu, dass sich der ein oder andere dazu hinreißen lässt, Widerstand zu leisten.

Nein, ich habe noch nie Gewalt gegen Ordnungskräfte aller Art ausgeführt, egal wie oft ich kontrolliert wurde oder Strafzettel bezahlen musste. Nur weil der ein oder andere mit öffentlicher Ordnung nicht klar kommt und dann gewalttätig wird kann man nicht deswegen die öffentliche Ordnung abschaffen, sondern muss gegen diejenigen vorgehen die gewalttätig werden!

Unkooperatives Verhalten? Würzen, den Typen. Mit Pfefferspray in den Augen ist nicht gut Messerstechen.
Dummerweise geht das aus verschiedenen Gründen nicht.

Wieso geht das nicht?

Es wird sich also kaum was ändern, solange sich in den Köpfen nichts ändert.

Die Frage stellt sich:"In wessen Köpfen?" => Bedenke das der Typ doch gerade wegen Gewalttaten auf Bewährung draußen war. Wieso lässt man Gewalttäter auf Bewährung draußen???
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon RayBan » Sa 26. Dez 2015, 14:33

Die Vorweihnachtszeit ist eh die härteste Zeit des Jahres, da viele psychisch Labile diese Stimmung nicht ertragen können und sich mit allem wegknallen, was verfügbar ist. Die Suizidzahlen steigen Richtung Weihnachten auch stark an..

Am 24. ist dann der Höhepunkt, wenn diverse Konflikte im Kreise der Familie mit Druck auf dem Kessel auf unterschiedlichste Art und Weise ausgefochten werden oder gleich versucht wird, sich wegzumachen.
Zuletzt geändert von RayBan am Sa 26. Dez 2015, 14:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon Päule0815 » Sa 26. Dez 2015, 14:40

RayBan » Sa 26. Dez 2015, 15:26 hat geschrieben:
Der Schreiberling ist psychisch krank und steht nach eigenen Angaben unter Psychopharmaka.

4. Ich bin sehr wohl "dicht" im Schädel. Ich nehme täglich Medikamente die meine Wahrnehmung und mein Gemütszustand stabilisieren!



Dann ist er falsch dosiert und eben nicht stabil.

Bezeichnend sind einige Widersprüche im Beitrag. Für mich stellt sich hier aber nicht die Frage, wie desinformiert der Verfasser ist, wie politisch verblendet oder psychisch instabil ... für mich stellt sich hier die Frage, wie wir solche Beiträge überhaupt aufnehmen und wahrnehmen. Aber vor allem, wie wir damit umgehen.

Ob wir es uns nicht manchmal zuleicht machen. Auch bei dem Tod eines Polizisten?! Der muste ja damit rechnen, da sein Dienst diese Gefahren mitbringt?! Oder vielleicht sogar soweit geht, dass man es als "gerecht" ansieht, dass auch mal ein Polizist getötet wird.

Die Aufarbeitung des Todesfalls im Brunnen ist da ein gutes Beispiel. Man könnte glauben, dass es nun Zeit wurde, dass auch mal ein Polizist daran glauben muss.

Ganz nebenbei ist die Aufarbeitung dieses Falls, auch in den öR Medien beschämend. Aber das ist ein anderes Thema und wurde hier bereits diskutiert, zumindest wurde versucht es zu diskutieren.
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon Päule0815 » Sa 26. Dez 2015, 14:43

jack000 » Sa 26. Dez 2015, 15:32 hat geschrieben:Nun, da ist in der Tat etwas dran. Die Polizei soll das Verbrechen bekämpfen und die Bürger beschützen. Aber es läuft anders herum. Wenn man mal falsch parkt (ok, das ist nicht direkt Polizeiaufgabe) hat man nach 10-15 Minuten einen Strafzettel am Auto. Andersrum aber dauert es Wochen/Monate bis man mal eine Polizeistreife am eigenen Haus vorbeifahren sieht.



Wie das so ist, gibt es zu allen Beispielen immer Gegenbeispiele. Vielleicht neigen wir aber eher dazu, die negativen Aspekete eher und nachhaltiger wahrzunehmen und die positiven als selbstverständilich im Archiv abzulegen.

Ich kenne viele dieser anderen Beispiele und versuche auch als Kriminalbeamter diesen Aspekt des Schutzmannes weiter zu leben.
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon RayBan » Sa 26. Dez 2015, 14:52

Päule0815 » Sa 26. Dez 2015, 15:40 hat geschrieben:
Dann ist er falsch dosiert und eben nicht stabil.

Bezeichnend sind einige Widersprüche im Beitrag. Für mich stellt sich hier aber nicht die Frage, wie desinformiert der Verfasser ist, wie politisch verblendet oder psychisch instabil ... für mich stellt sich hier die Frage, wie wir solche Beiträge überhaupt aufnehmen und wahrnehmen. Aber vor allem, wie wir damit umgehen.

Ob wir es uns nicht manchmal zuleicht machen. Auch bei dem Tod eines Polizisten?! Der muste ja damit rechnen, da sein Dienst diese Gefahren mitbringt?! Oder vielleicht sogar soweit geht, dass man es als "gerecht" ansieht, dass auch mal ein Polizist getötet wird.

Die Aufarbeitung des Todesfalls im Brunnen ist da ein gutes Beispiel. Man könnte glauben, dass es nun Zeit wurde, dass auch mal ein Polizist daran glauben muss.

Ganz nebenbei ist die Aufarbeitung dieses Falls, auch in den öR Medien beschämend. Aber das ist ein anderes Thema und wurde hier bereits diskutiert, zumindest wurde versucht es zu diskutieren.



Der Mann nimmt allem Anschein nach Benzodiazepine oder Neuroleptika. Diese Stoffe machen schwerstabhängig. Zum Spass wird er die auch nicht kriegen. Du kannst ihn als Pharmajunkie ansehen. So sollte man den Text auch einstufen.

Er solidarisiert sich mit dem Messerstecher, da er selber labil ist. Das sieht man auch an einigen Aussagen...

Warum wird jemand der aus dem Knast entlassen wird und auf Bewährung ist an Weihnachten alleine gelassen anstatt ne Form von sozialer Betreuung zu bekommen oder sowas wie Geborgenheit durch ein Umfeld?

Und anstatt den Menschen erstmal heilen zu lassen, anzuerkennen dass er psychisch gestresst ist und Ruhe braucht, wird er gleich weiter als Objekt behandelt und in ein Knast-Krankenhaus gebracht! Und jeder von uns weiß was das bedeutet?! Das solche Einrichtungen überhaupt Krankenhaus genannt werden dürfen ist asozial! Sowas sollte es einfach nicht geben dürfen! Zumal man auch in normalen Krankenhäusern ans Bett geschnallt werden kann so dass nix passieren kann. Warum also Knastkrankenhäuser? (Nur um Menschen weiter zu schikanieren die bereits verurteilt sind und ihnen zu verbieten das Gefängnis mal für paar Stunden in ein normales gesellschaftliches Gebäude verlassen zu dürfen!) - Der Mann ist also jetzt schon wieder ohne faire Gerichtsverhandlung - Verurteilt und Weggesperrt! Eine Betreuung als psychisch Kranker bekommt er nicht, er wird kriminalisiert, zu einem gefährlichen gemeinen Wesen reduziert, dass man wegsperren muss


Der Mann hat allem Anschein nach, harte Psychiatrieerfahrungen im geschlossenen Bereich hinter sich.

Da sollte er auch mal wieder vorbeischauen, damit die Dosis seiner Medikation angepasst wird.
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Re: Gewalt gegen Polizeibeamte

Beitragvon jack000 » Sa 26. Dez 2015, 14:55

Päule0815 » Sa 26. Dez 2015, 14:43 hat geschrieben:Ich kenne viele dieser anderen Beispiele und versuche auch als Kriminalbeamter diesen Aspekt des Schutzmannes weiter zu leben.

Ich gebe Kriminalbeamten an gar nichts die Schuld. Wenn diese sich ständig mit anderen Dingen (z.B. 1000 mal Polizeieinsatz nur in Hamburg wegen Gewalt innnerhalb von Flüchtlingsheimen) beschäftigen müssen ist es nun mal klar das diese Kontingente vom Schutz der Bürger vor Kriminalität abgezogen werden müssen.
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."

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