Bundeswehr und Rüstungsindustrie

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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Cobra9 » Fr 24. Jun 2016, 06:58

Provokateur hat geschrieben:(22 Jun 2016, 13:25)

Es würde schon reichen, Vertragsbedingungen zu vereinbaren, die Reparationszahlungen und kostenlose Nachbesserungen im Fall der Nichterfüllung sicherstellen. Solange unterzeichnende Ministerialbeamte aber nach sechs Monaten ihren Hut nehmen und dann seltsamerweise im Unternehmen unterkommen, bei guter Bezahlung, wird sich da wohl nicht viel ändern. Solche mündlichen Vertragszusätze wird man auch nur schwer verhindern können, denn "Abwerbung ist ja keine Korruption!"



Alles richtig was Du schreibst. Alle Jahre wieder. Mir graut vor den Skandalen wenn der Etat erhöht wird :| Vor allem wenn Ich jetzt höre die Truppe soll wieder nur für Landesverteidigung getrimmt werden. Das Konzept ? Na ja. Ich würde nicht sagen alles falsch an der Idee.Nur die Umsetzung...ohje
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon H2O » Di 19. Jul 2016, 08:16

Kann denn "Landesverteidigung" die richtige Antwort auf die beobachtbaren äußeren Bedrohungen sein? Kann man sich heute eine Feldschlacht mit Panzerarmeen und Jagdbombern überhaupt noch vorstellen, oder eine Seeschlacht, bei der so nach und nach alle Schiffe und Boote versenkt werden, Geleitzüge in Flammen aufgehen? Für diese beobachtbaren Verteidigungsfälle muß die Bundeswehr ausgerüstet und ausgebildet werden. Geschieht das aber?
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon HugoBettauer » Do 21. Jul 2016, 14:54

Ultra-tifosi hat geschrieben:(18 Jun 2016, 15:12)

die Entwicklung des A400M kostete uns mindestens 40 Mrd Euro. Und der Vogel ist immer noch nicht tauglich für die Bundeswehr.
Da hätten wir uns auch ein paar Antonows 224 kaufen können. Die kosten nicht viel & machen keine Mätzchen...

Und von dem restlichen Geld hätten wir uns genug Fregatten, U-Boote & JSS kaufen können, die in der Liste von Cobra & mir aufgeführt wurden...

Angesichts des geplanten Verwendungszwecks kann man doch nicht im Osten kaufen.
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon HugoBettauer » Do 21. Jul 2016, 14:55

zollagent hat geschrieben:(18 Jun 2016, 10:38)
Nur mal zum Vergleich: Die Bismarck, immerhin die Krönung des deutschen Großkampfschiffsbaus, 7xgrößer als diese Fregatten, kostete umgerechnet längst nicht so viel.

Das teuerste Uboot der damals bekannten Welt wurde schnell zu einem Argument gegen Einwegverpackungen.
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Cobra9 » So 6. Nov 2016, 18:25

Die Bundeswehr erhält den A400 mit Selbstschutzsystemen und fünf Korvetten gibt's noch neu
http://e4sy.de/wirtschaft/bundeswehr-er ... -korvetten
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Cobra9 » Mo 12. Dez 2016, 08:14

Als Folgen der veränderten Sicherheitslage wird der Ruf nach Atomwaffen wieder lauter. Sehr unschön

http://www.spiegel.de/international/wor ... 25186.html

Ich bin klar gegen Atomwaffen. Nur man wird sich der Grundsatzfrage nicht entziehen können. Der Drang von Russland mit seiner Agression ist leider da und auch China ist leider keine Konstante. Wir sehen das viele Mächte ihre Herrschaftsgebiete und Einflusszonen auszudehnen gedenken bzw. das getan haben.
Russland schaffte Fakten mit der Krim. Was wird aus der westlichen Sicherheitsarchitektur ist für mich die Kernfrage, auch bezogen zur Bundeswehr. Da wird eines klar...es gibt keine Klarheit mehr, kaum noch Regeln. Daher muss man offen darüber nachdenken was ist die echte Versicherung das man Agressoren glaubhaft abschreckt. Atomwaffen sind leider die Antwort.

Frieden schaffen ohne Waffen ist vorbei meine Damen und Herren. Wilkommen im Jahr 2016.Die Erfahrung zeigt doch eines echt deutlich, wer erfolgreich mit dem Kreml verhandeln kann will muss da Fakten haben., Nur eine Nation mit den Willen, Entschlossenheit und die Fähigkeiten auch unter Beweis stellen kann wird mit dem Kreml auf Augenhöhe verhandeln können und von absurden Ideen abhalten. Es sind unsere Interessen, Werte um die es neben der Freiheit für eigene Entscheidgungen auch geht, sowie die Fähigkeiten jede Agression abwehren zu können und Verbündeten auch zu verteidigen.

Unter dem ach so bequemen US Schutzschirm haben Wir eines nie verstanden ---> die Welt ist gefährlich. Die USA Waren unsere Versicherung. Ist das noch so ?
Ich glaube in Teilen ja, aber die Prämien steigen. Das bedeutet viele Punkte die weh tun. Massiv höhere Ausgaben für die Verteidigung, eventuell die Wiederbelebung der Wehrpflicht, das Ziehen roter Linien ganz klar und Verständlich. Alles Punkte die für das eutsche Hirn ganz und gar unbquem sind.

Im Kern lautet die Antwort aber leider das die Frage einer eigenen nuklearen Abschreckungsfähigkeit zu beantworten ist. Das man die BW aufrüsten muss ist selbst in Berlin erkannt worden.
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Cobra9 » Fr 10. Nov 2017, 07:36

Die Bundeswehr wird dem Ministerium für Verteidigung schneller als ursprünglich geplant Alternativen für den Ersatz der Tornados vorschlagen. Mittlerweile zeigt sich die F35 als Kanidat

http://www.reuters.com/article/us-lockh ... SKBN1D91EK


Ohne Quelle ist schon der eventuell neuen Regierung das beschleunigte Verfahren als notwendig erklärt worden. Zuläufe nach Meinung der Luftwaffe ab 2020.Sehr ablehnend sei man nicht. Knackpunkt Geld. Aber man will wohl mal Zeichen setzen und die Tornado sind zu teuer.
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Provokateur » Fr 10. Nov 2017, 08:01

Cobra9 hat geschrieben:(10 Nov 2017, 07:36)

Die Bundeswehr wird dem Ministerium für Verteidigung schneller als ursprünglich geplant Alternativen für den Ersatz der Tornados vorschlagen. Mittlerweile zeigt sich die F35 als Kanidat

http://www.reuters.com/article/us-lockh ... SKBN1D91EK


Ohne Quelle ist schon der eventuell neuen Regierung das beschleunigte Verfahren als notwendig erklärt worden. Zuläufe nach Meinung der Luftwaffe ab 2020.Sehr ablehnend sei man nicht. Knackpunkt Geld. Aber man will wohl mal Zeichen setzen und die Tornado sind zu teuer.


Man könnte den Amerikanern auch ein paar A10 abkaufen. Im CAS sind die Dinger unschlagbar.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 10. Nov 2017, 09:14

Provokateur hat geschrieben:(10 Nov 2017, 08:01)

Man könnte den Amerikanern auch ein paar A10 abkaufen. Im CAS sind die Dinger unschlagbar.

Ein Entwurf aus der Zeit von Tonband und Lochkarte. Sicher gut modernisiert, aber ist das wirklich eine gute Wahl, um ein ähnlich altes Muster abzulösen? Das soll ja 20-30 Jahre halten.
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Provokateur » Fr 10. Nov 2017, 10:06

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Nov 2017, 09:14)

Ein Entwurf aus der Zeit von Tonband und Lochkarte. Sicher gut modernisiert, aber ist das wirklich eine gute Wahl, um ein ähnlich altes Muster abzulösen? Das soll ja 20-30 Jahre halten.


Die USA überlegen sich sogar, auf Propellerflugzeuge wie die Super Toucan zurückzugreifen. Moderne Jets sind einfach zu schnell, um präzise zu sein. Vor allem Kanoneneinsatz wird dann riskant.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Cobra9 » Fr 10. Nov 2017, 10:07

Provokateur hat geschrieben:(10 Nov 2017, 08:01)

Man könnte den Amerikanern auch ein paar A10 abkaufen. Im CAS sind die Dinger unschlagbar.


Ohja. Aber das wird nicht passieren oder eine Alternative. Muss ja ja High Tech sein. Mich wundert eh das die BW erkannt hat das dieses Hunter- Killer Drohnen Träumchen von Airbus momentan keine Lösung für den kurzfristigen Ersatz des Tornado ist. Irgendwie ironisch das die F35 doch noch kommt.


Zum CAS. Für 290 Millionen , niedrigen Betriebskosten usw. hätte die Luftwaffe längst 24 Maschinen im Stall stehen. Es gibt viele gute Systeme die bsp. für Mali ausreichend wären. Ganz klar gegen russ. Luftabwehr müsste es schon eine A10 mit diversen Upgrades sein. Aber für Low Threat ? Nö. Ein gemischtes Geschwader mit 36 Maschinen lehnte man ja schon in der Planung ab. Allerdings scheint irgendwie auch im.VM nachgedacht zu werden.
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 10. Nov 2017, 10:26

Provokateur hat geschrieben:(10 Nov 2017, 10:06)

Die USA überlegen sich sogar, auf Propellerflugzeuge wie die Super Toucan zurückzugreifen. Moderne Jets sind einfach zu schnell, um präzise zu sein. Vor allem Kanoneneinsatz wird dann riskant.

Es wundert mich nur, dass es da in 40 Jahren keine relevante Entwicklung gegeben haben soll. Ist vielleicht auch eine Kostenfrage.
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Teeernte » Fr 10. Nov 2017, 12:57

Cobra9 hat geschrieben:(12 Dec 2016, 08:14)

Als Folgen der veränderten Sicherheitslage wird der Ruf nach Atomwaffen wieder lauter. Sehr unschön

Im Kern lautet die Antwort aber leider das die Frage einer eigenen nuklearen Abschreckungsfähigkeit zu beantworten ist. Das man die BW aufrüsten muss ist selbst in Berlin erkannt worden.


Geschätzte Cobra,

Im Kern - eine handlungsfähige Bundeswehr >> die auch im Fall eines Atomkrieges noch Handlungsfähig sein sollte.

Russland setzt hier auf Panzerarmeen - die im Fall eines Atomkrieges - noch gegnerisches Gebiet einnehmen und halten können - wenn die "ungeschützte" Bundeswehr längst in Strahlenkrankheit "erliegt".

Schutzwirkung Panzer (100) >>Ungeschützte Bodentruppe ( 1)

Der "Aufgegebene" Bevölkerungsschutz (Schutzplätze)//die aufgegebene Standhaftigkeit der Infrastruktur in der Bundesrepublik noch on top.
(Energie-Erdkabel...Telekommunikation ..Bahn ....usw.)

Im Gegensatz zu einer Freisetzung von reinem Uran ist bei Waffeneinsatz eine Halbwertszeit ( und damit die Überlebensrate) - von wenigen Tagen // Wochen ( in Schutzanlagen ) sicher.

Die Herstellung der Technik sollte im Land erfolgen - in Spannungsperioden ist von "anderen" nichts mehr zu erwarten/einzukaufen.


Mein Einwurf......
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Odin1506 » Fr 10. Nov 2017, 13:05

HugoBettauer hat geschrieben:(21 Jul 2016, 15:54)

Angesichts des geplanten Verwendungszwecks kann man doch nicht im Osten kaufen.


Wieso nicht? Krupp hat doch auch an beide Seiten Waffen verkauft.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Teeernte » Fr 10. Nov 2017, 13:45

Odin1506 hat geschrieben:(10 Nov 2017, 13:05)

Wieso nicht? Krupp hat doch auch an beide Seiten Waffen verkauft.


Aber nicht in der "Spannungsperiode"....da hat man Zugriff auf die (möglicherweise) von Fremden bezahlte Lagerware und die laufende (möglicherweise) zu erhöhende Produktion....

Knoff how und Produktion im eigenen Land erhöht die Standhaftigkeit des Landes.

Die (planbare) Produktion/Reparatur in ähnlich gelagerten Produktionslinien ohne Personal, Zeichnungssätze und Zugriff auf Zulieferer ist ansonsten nicht durchführbar.

Versuch mal an Diesel-Güterzug-Triebfahrzeuge zu kommen - wenn du 1000 brauchst - weil mit Strom nichts mehr fährt....um Deine Panzer an die "Front" zu karren.
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Cobra9 » Fr 10. Nov 2017, 13:53

Teeernte hat geschrieben:(10 Nov 2017, 12:57)

Geschätzte Cobra,

Im Kern - eine handlungsfähige Bundeswehr >> die auch im Fall eines Atomkrieges noch Handlungsfähig sein sollte.

Russland setzt hier auf Panzerarmeen - die im Fall eines Atomkrieges - noch gegnerisches Gebiet einnehmen und halten können - wenn die "ungeschützte" Bundeswehr längst in Strahlenkrankheit "erliegt".

Schutzwirkung Panzer (100) >>Ungeschützte Bodentruppe ( 1)

Der "Aufgegebene" Bevölkerungsschutz (Schutzplätze)//die aufgegebene Standhaftigkeit der Infrastruktur in der Bundesrepublik noch on top.
(Energie-Erdkabel...Telekommunikation ..Bahn ....usw.)

Im Gegensatz zu einer Freisetzung von reinem Uran ist bei Waffeneinsatz eine Halbwertszeit ( und damit die Überlebensrate) - von wenigen Tagen // Wochen ( in Schutzanlagen ) sicher.

Die Herstellung der Technik sollte im Land erfolgen - in Spannungsperioden ist von "anderen" nichts mehr zu erwarten/einzukaufen.


Mein Einwurf......



Huii uralte Frage. Na ja grundsätzlich kann kein moderner Staat nach einem größeren Atomkrieg arg lange einen richtigen Krieg führen. Jegliche Technik braucht Wartung, Logistik, Nachschub.

Außerdem ist das mit dem Schutz im Panzer auch nur die halbe Wahrheit. Die ABC Versieglung hält nicht ewig. Russland hat auch grundsätzlich das gleiche Problem wie Deutschland. Wichtige Infrastruktur würde zum Ziel, Firmen auch usw.

Nach einem Atomkrieg wäre eine Kriegsführung sinnlos. Gegen wenn auch ? Wir können uns alle gegenseitig mehrfach vernichten. Deshalb kannst Du nur die eigenen Streitkräfte primär erstmal auf konventionelle Kriegsführung drillen und ausrüsten, als Side Kick noch versuchen möglichst alles zu tun um die eigene Überlebensfähigkeit zu erhalten. Ein breites Spektrum der Luftabwehr wäre da ein Punkt.

Ich denke auch nicht das jemand letztlich den Atomkrieg gewinnen kann. Egal ob die NATO mit der Luftüberlegenheit im Plan oder Russland mit seinen Panzer Gruppen. Aber gerade für konventionelle Konflikte sind eigene Streitkräfte eine Versicherung.
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Teeernte » Fr 10. Nov 2017, 14:27

Cobra9 hat geschrieben:(10 Nov 2017, 13:53)

Huii uralte Frage. Na ja grundsätzlich kann kein moderner Staat nach einem größeren Atomkrieg arg lange einen richtigen Krieg führen. Jegliche Technik braucht Wartung, Logistik, Nachschub.

Außerdem ist das mit dem Schutz im Panzer auch nur die halbe Wahrheit. Die ABC Versieglung hält nicht ewig. Russland hat auch grundsätzlich das gleiche Problem wie Deutschland. Wichtige Infrastruktur würde zum Ziel, Firmen auch usw.

Nach einem Atomkrieg wäre eine Kriegsführung sinnlos. Gegen wenn auch ? Wir können uns alle gegenseitig mehrfach vernichten. Deshalb kannst Du nur die eigenen Streitkräfte primär erstmal auf konventionelle Kriegsführung drillen und ausrüsten, als Side Kick noch versuchen möglichst alles zu tun um die eigene Überlebensfähigkeit zu erhalten. Ein breites Spektrum der Luftabwehr wäre da ein Punkt.

Ich denke auch nicht das jemand letztlich den Atomkrieg gewinnen kann. Egal ob die NATO mit der Luftüberlegenheit im Plan oder Russland mit seinen Panzer Gruppen. Aber gerade für konventionelle Konflikte sind eigene Streitkräfte eine Versicherung.


Die Russen haben ihre Militärdoktrin in den letzten Jahren mehrfach geädert.

Bereits zu "Ost" Zeiten wurde keine "Flächen" Stillegung mittels Atom-Waffen angedacht/geplant.

Man zerlegt nicht die ganze Schiessbude - wenn man den Hauptpreis noch erhalten will....

Luftüberlegenheit allein hat noch keinen Sieg errungen. Der "Strahlenschutz" einer Luftüberlegenheit halte ich ebenfalls für gering.

Die Russen RECHNEN mit einem "Gewinnbaren" Atomkrieg (Nachlesbar) - schliesslich liegt die Zielvorgabe im Westteil Europas in deren Händen....,
sicher ist da die konventionelle Kriegführung vorrangig -
Aber um strahlendes Gelände (Sperre) zu überwinden - eignet sich die mobile "Fußtruppe" nicht, und zum verteidigen innerhalb der Strahlung schon mal - garnicht.

Opferberechnung in russischer Kriegsführung ? >> Es reicht - wenn man das Gegnerische Territorium einnehmen und halten kann....
Wenn 10 Panzer durch ein Flugzeug/Hubschrauber abgeschossen werden - ehe es selbst getroffen wird......muss man eben jeweils 12 Panzer einsetzen.
(Mathematik//Schach)

Einen TEILWEISE mit Atomwaffen geführten Krieg ist eben nicht mit ein paar Fliegern und Transportflugzeugflotten (Mannschaftstransport) zu gewinnen.

Die Leistungsfähigkeit und Standhaftigkeit der "Heimatfront" möchte ich ebenfalls noch einmal hervorheben....

(Wenn Berlin als Drehkreuz ausfällt/Loch in die Karte gebrannt - meinst Du - man kann die Armee über Dresden zur Front fahren/verlegen ?)
(Überhöht) ...Mit nem ICE ?
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Cobra9 » Fr 10. Nov 2017, 17:36

Teeernte hat geschrieben:(10 Nov 2017, 14:27)

Die Russen haben ihre Militärdoktrin in den letzten Jahren mehrfach geädert.

Bereits zu "Ost" Zeiten wurde keine "Flächen" Stillegung mittels Atom-Waffen angedacht/geplant.

Man zerlegt nicht die ganze Schiessbude - wenn man den Hauptpreis noch erhalten will....

Luftüberlegenheit allein hat noch keinen Sieg errungen. Der "Strahlenschutz" einer Luftüberlegenheit halte ich ebenfalls für gering.

Die Russen RECHNEN mit einem "Gewinnbaren" Atomkrieg (Nachlesbar) - schliesslich liegt die Zielvorgabe im Westteil Europas in deren Händen....,
sicher ist da die konventionelle Kriegführung vorrangig -
Aber um strahlendes Gelände (Sperre) zu überwinden - eignet sich die mobile "Fußtruppe" nicht, und zum verteidigen innerhalb der Strahlung schon mal - garnicht.

Opferberechnung in russischer Kriegsführung ? >> Es reicht - wenn man das Gegnerische Territorium einnehmen und halten kann....
Wenn 10 Panzer durch ein Flugzeug/Hubschrauber abgeschossen werden - ehe es selbst getroffen wird......muss man eben jeweils 12 Panzer einsetzen.
(Mathematik//Schach)

Einen TEILWEISE mit Atomwaffen geführten Krieg ist eben nicht mit ein paar Fliegern und Transportflugzeugflotten (Mannschaftstransport) zu gewinnen.

Die Leistungsfähigkeit und Standhaftigkeit der "Heimatfront" möchte ich ebenfalls noch einmal hervorheben....

(Wenn Berlin als Drehkreuz ausfällt/Loch in die Karte gebrannt - meinst Du - man kann die Armee über Dresden zur Front fahren/verlegen ?)
(Überhöht) ...Mit nem ICE ?


Die NATO hat ihre Strategie auch angepasst. Angriffe mit Atomwaffen werden hart beantwortet und dss führr zu was ? Spirale der gegenseitigen Vernichtung. Und klar wenn Russland Atomwaffen einsetzen würde hätte das keine Antwort zur Folge :rolleyes:

Russland würde so harte Schläge zurückerhalten das es sicher nicht mehr feuern kann, dito wir. Peng aus.
Das Future of Life Institute hat in einer Studie ausgearbeitet, wie katastrophal ein Atomkrieg so wäre. Katastrophe die wenig überleben würden. Sei Dir auch sicher russ. Truppenverbände würden auch unter Feuer kommen. Egal welche Simulation Du nimmst am Ende gibts keine Gewinner
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon CaptainJack » Di 28. Nov 2017, 17:26

Cobra9 hat geschrieben:(10 Nov 2017, 17:36)

Die NATO hat ihre Strategie auch angepasst. Angriffe mit Atomwaffen werden hart beantwortet und dss führr zu was ? Spirale der gegenseitigen Vernichtung. Und klar wenn Russland Atomwaffen einsetzen würde hätte das keine Antwort zur Folge :rolleyes:

Russland würde so harte Schläge zurückerhalten das es sicher nicht mehr feuern kann, dito wir. Peng aus.
Das Future of Life Institute hat in einer Studie ausgearbeitet, wie katastrophal ein Atomkrieg so wäre. Katastrophe die wenig überleben würden. Sei Dir auch sicher russ. Truppenverbände würden auch unter Feuer kommen. Egal welche Simulation Du nimmst am Ende gibts keine Gewinner

Ich wäre mir da nicht so sicher. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Großmächte "unterwegs" kalte Füße bekommen, bevor alles in Schutt und Asche liegt. .... gut, Deutschland wäre dann Wüste. Die ersten Schläge bekämen sowieso wir.
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Re: Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Beitragvon Cobra9 » Di 28. Nov 2017, 18:14

CaptainJack hat geschrieben:(28 Nov 2017, 17:26)

Ich wäre mir da nicht so sicher. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Großmächte "unterwegs" kalte Füße bekommen, bevor alles in Schutt und Asche liegt. .... gut, Deutschland wäre dann Wüste. Die ersten Schläge bekämen sowieso wir.


Glauben tue Ich in der Kirche. Die NATO hat ab 2010 eine Strategie erarbeitet und Kernpunkt war Glaubwürdigkeit. Global Strike der USA ist die Grundlage. Nachlesbar OPLAN 8022.

Und trotz russischer Drohungen aller Art stehen NATO Truppen im Baltikum. Natürlich wird man bei russ. Atomangriffen sich nicht wehren und diese werden nur Deutschland treffen.....jojo
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