für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon Pandora » Fr 5. Dez 2008, 15:17

Gretel hat geschrieben:
Mit tränenerstickter Stimme erklärte die 44-jährige Angeklagte Monika H. aus dem sauerländischen Wenden am Dienstag vor dem Landgericht Siegen, sie habe sich gewünscht, dass alle Kinder überleben. Die drei Mädchen sind nach ihren Angaben während oder kurz nach der Geburt gestorben. In die Tiefkühltruhe habe sie die toten Säuglinge gelegt, damit sie weiter in ihrer Nähe seien.


Bei diesen Fällen frage ich mich allerdings auch, WIESO die Umgebung diese Schwangerschaften nicht bemerkt........außer, sie wiegt sowieso schon 2 Zentner.


Hatte nicht irgendwer geschrieben - sie habe die Kinder ertränkt bzw erstickt?! Ist das stichhaltig? Denn sorry, wenn es so ist, interessiert mich weder ihre tränenerstickte Stimme (kann ich auch, sogar auf Kommando) noch der Wunsch nach kühler Nähe 8) dann ist die Frau nicht nur sehr krank, sondern auch noch eiskalt und verlogen dazu.

... und nein, witzigerweise sind es oft die eher schlanken Frauen, denen man die Schwangerschaft nicht oder kaum ansieht. Meine Hausärztin z. B. hat nur ca 7 kg zugenommen insgesamt... keinem ist aufgefallen, dass sie schwanger war...
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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon Gretel » Fr 5. Dez 2008, 17:20

Anavlis hat geschrieben:
Hatte nicht irgendwer geschrieben - sie habe die Kinder ertränkt bzw erstickt?! Ist das stichhaltig? Denn sorry, wenn es so ist, interessiert mich weder ihre tränenerstickte Stimme (kann ich auch, sogar auf Kommando) noch der Wunsch nach kühler Nähe 8) dann ist die Frau nicht nur sehr krank, sondern auch noch eiskalt und verlogen dazu.

...


Oh - irgendwer hat irgendwas geschrieben?!
WENN Du Dir schon nicht SELBER die Mühe machst, mal zu googeln, aber TROTZDEM eine Meinung äußern mußt, so kannst Du Dir wenigstens die verlinkten Artikel durchlesen. - Beispielsweise den letzten von mir.

:roll:
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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon Pandora » Fr 5. Dez 2008, 22:50

Gretel hat geschrieben:
Oh - irgendwer hat irgendwas geschrieben?!
WENN Du Dir schon nicht SELBER die Mühe machst, mal zu googeln, aber TROTZDEM eine Meinung äußern mußt, so kannst Du Dir wenigstens die verlinkten Artikel durchlesen. - Beispielsweise den letzten von mir.

:roll:


Liebe Gretel,

habe ich... es ging mir darum, was HIER im Forum geschrieben wurde und es ist doch richtig:

Die Staatsanwaltschaft wirft der Mutter vor, die laut Obduktionsbericht lebend geborenen Babys unmittelbar nach der Geburt erstickt oder unversorgt dem Sterben überlassen zu haben.


Dein Link ändert ergo nichts an meiner Meinung - MUSS er auch garnicht - kann sein, dass dir meine Meinung nicht gefällt, dass ist aber erstmal nicht mein Problem.
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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon bakunicus » Sa 6. Dez 2008, 00:32

@ all ...

so wie sich der strang entwickelt würde ich das thema gerne ans innenpolitikforum abgeben.

ich glaube da gibt es auch schon einen ähnlichen thread.

es kann also sein, dass das dann zusammengelegt wird.


aber mit gender hat das hier wenig zu tun


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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon Gretel » Sa 6. Dez 2008, 00:37

Anavlis hat geschrieben:
Liebe Gretel,

habe ich... es ging mir darum, was HIER im Forum geschrieben wurde und es ist doch richtig:



Dein Link ändert ergo nichts an meiner Meinung - MUSS er auch garnicht - kann sein, dass dir meine Meinung nicht gefällt, dass ist aber erstmal nicht mein Problem.


Okay!
Sie ist psychisch pumperlgesund, eiskalt und verlogen und hat die Morde von langer Hand geplant. Die Leichen hat sie nur deshalb nicht in einen See geworfen oder vergraben, sondern in die Truhe gepackt, damit sie sich einmal täglich beim Öffnen derselben stolz ihrer ihrer Taten bewußt wurde.
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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon Pandora » Sa 6. Dez 2008, 00:39

Gretel hat geschrieben:
Okay!
Sie ist psychisch pumperlgesund, eiskalt und verlogen und hat die Morde von langer Hand geplant. Die Leichen hat sie nur deshalb nicht in einen See geworfen oder vergraben, sondern in die Truhe gepackt, damit sie sich einmal täglich beim Öffnen derselben stolz ihrer ihrer Taten bewußt wurde.


Wenn du das so siehst :roll: ich wüsste jedenfalls nicht, wo ich das behauptet hätte :roll:
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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon Isi » Sa 6. Dez 2008, 00:45

Gretel hat geschrieben:
Okay!
Sie ist psychisch pumperlgesund, eiskalt und verlogen und hat die Morde von langer Hand geplant. Die Leichen hat sie nur deshalb nicht in einen See geworfen oder vergraben, sondern in die Truhe gepackt, damit sie sich einmal täglich beim Öffnen derselben stolz ihrer ihrer Taten bewußt wurde.


Wahrscheinlich hat sie nur zu diesem Zweck, einen unschuldigen Mann schändlich hintergangen, ihn quasi genötigt, sie zu schwängern (Wieder ein Fall weiblicher Gewalt gegen Männer?), um so ihrer mordlüsternen Seele genug Opfer zuführen zu können. Wahrscheinlich hat sie auch nur zu diesem Zweck eine Gefriertruhe gekauft. Wir müssen hier von einer eiskalten Gewohnheitsverbrecherin, ja einer Massenmörderin, einer Serienkillerin ausgehen, die wahrscheinlich als "Die eiskalte Babymörderin aus dem Sauerland" (ein Wortspiel!) in die Geschichte eingehen wird.
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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon Gretel » Sa 6. Dez 2008, 01:05

Anavlis hat geschrieben:
Wenn du das so siehst :roll: ich wüsste jedenfalls nicht, wo ich das behauptet hätte :roll:


Na gut.
:)

War auch eher eine Zusammenfassung einiger Aussagen dieses Threads.
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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon Pandora » Sa 6. Dez 2008, 01:08

Gretel hat geschrieben:
Na gut.
:)

War auch eher eine Zusammenfassung einiger Aussagen dieses Threads.


Na dann weiß ich wenigstens, warum ich mich nicht wirklich angesprochen fühlte ;)
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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon mentecaptus » Sa 6. Dez 2008, 12:26

nobody hat geschrieben:Ist es auch nicht spekulativ, das Gegenteil anzunehmen?

Weshalb hat sie sonst ihre Schwangerschaft angeblich nicht preisgegeben? - wenn nicht, dass sie die Kinder "verschwinden" lassen wollte. -> niedrige Beweggründe -> Mord. In diesem Fall dreifacher Mord.

nb

Das ist irrelevant. Es gilt der Grundsatz "in dubio pro reo", also "im Zweifel für den Angeklagten". Und der besagt letztlich nichts anderes, als dass niemand seine Unschuld beweisen muss, sondern der Staat(sanwalt) die Schuld. Und zwar zweifelsfrei.

nobody hat geschrieben:zitat:
Die 44-Jährige soll laut Anklageschrift am 30. Dezember 1988 oder wenige Tage danach ein Mädchen geboren und unmittelbar nach der Geburt erstickt haben
...
Auch dieses Mädchen erstickte sie laut Staatsanwaltschaft oder ließ es zumindest unversorgt.
...
Der Tod eines dritten Neugeborenen, das die Mutter 1986 zur Welt gebracht und ertränkt haben soll, kann nicht angeklagt werden, weil der Fall bereits mehr als 20 Jahre zurückliegt und somit als potentielles Totschlagsdelikt verjährt ist.

Na, da sind ja ein paar klärende Angaben zum Sachverhalt.

Hier liegt dann ja wohl ein Tötungsdelikt vor, keine Totgeburten. Da die Mutter ggü. ihren Säuglingen/Kinder eine besondere Schutzpflicht hat, ist das natürlich besonders verwerflich. Mordmerkmale scheinen aber dennoch nicht erfüllt zu sein (sonst wäre sie nicht nur wegen Totschlags angeklagt worden) - weshalb man aber nicht auf die Maximalstrafe von 10 Jahren gegangen ist, ist mir unergründlich.
Zuletzt geändert von mentecaptus am Sa 6. Dez 2008, 12:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon ToughDaddy » Sa 6. Dez 2008, 12:58

@mentacaptus

Wurde schon zigfach erwähnt. § 21 StGB.
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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon Talyessin » Sa 6. Dez 2008, 14:58

ToughDaddy hat geschrieben:@mentacaptus

Wurde schon zigfach erwähnt. § 21 StGB.


Seltsam, das das so schwer zu verstehen ist. Knacks ist halt knacks.
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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon mentecaptus » Sa 6. Dez 2008, 17:33

Talyessin hat geschrieben:
Seltsam, das das so schwer zu verstehen ist. Knacks ist halt knacks.

Ist nicht schwer zu verstehen, ich habe lange genug Jura studiert. Meine persönliche Meinung? Drauf geschissen! Genau, ich sch.. auf den Täter, ich schaue auf die Opfer - und auf die Gefahr für die Bürger. Das kommt nämlich in unserer "humanen" Strafrechts-Heile-Welt viel zu kurz!

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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon ToughDaddy » Sa 6. Dez 2008, 17:35

mentecaptus hat geschrieben:Ist nicht schwer zu verstehen, ich habe lange genug Jura studiert. Meine persönliche Meinung? Drauf geschissen! Genau, ich sch.. auf den Täter, ich schaue auf die Opfer - und auf die Gefahr für die Bürger. Das kommt nämlich in unserer "humanen" Strafrechts-Heile-Welt viel zu kurz!


Wenn Du jahrlang studiert hast, ist aber anscheinend nichts zu Dir vorgedrungen. :(
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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon Talyessin » Sa 6. Dez 2008, 17:40

mentecaptus hat geschrieben:Ist nicht schwer zu verstehen, ich habe lange genug Jura studiert. Meine persönliche Meinung? Drauf geschissen! Genau, ich sch.. auf den Täter, ich schaue auf die Opfer - und auf die Gefahr für die Bürger. Das kommt nämlich in unserer "humanen" Strafrechts-Heile-Welt viel zu kurz!


So, wenn also einer einen an der Klatsche hat ist das genauso, wie wenn jemand keinen an der Klatsche hat? Interessante Rechtsauffassung. Dazu muss ich nicht studiert haben um zu wissen das das mehr als besch.. ist.
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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon Choelan » Sa 6. Dez 2008, 17:53

mentecaptus hat geschrieben:Ist nicht schwer zu verstehen, ich habe lange genug Jura studiert. Meine persönliche Meinung? Drauf geschissen! Genau, ich sch.. auf den Täter, ich schaue auf die Opfer - und auf die Gefahr für die Bürger. Das kommt nämlich in unserer "humanen" Strafrechts-Heile-Welt viel zu kurz!

Hmm...die Gefahr für die Bürger...betrachten wir den konkreten Fall: keine.
Und ums Opfer geht es im deutschen Strafrecht eben nicht - kein Gerechtigkeitsgedanke.

Der Gedanke an die Opfer ist immer ein (natürlicher) Vergeltungsgedanke - das ist ok. Aber bitte steh auch dazu und begründe es nicht mit irgendwelchen "Einsichten" aus dem Jurastudium
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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon mentecaptus » Sa 6. Dez 2008, 18:20

Choelan hat geschrieben:Der Gedanke an die Opfer ist immer ein (natürlicher) Vergeltungsgedanke - das ist ok. Aber bitte steh auch dazu und begründe es nicht mit irgendwelchen "Einsichten" aus dem Jurastudium

Genau, Schuld und Sühne. Dem Opfer wurde Unrecht getan, dafür hat der Täter zu büßen. In Deutschland wird seit gut 30 Jahren vor allem auf den "armen" Täter abgestellt, auf seine schwere Kindheit, seine miese Befindlichkeit. Und genau DAS ist inakzeptabel. Das ist eben nur ein Teilaspekt, der bei der Strafzumessung zu berücksichtigen ist und nicht - wie leider inzwischen Dauerzustand in Deutschland - als Klammer um die ganze Tat. Mit diesem ganzen Verweichlichungskram gibt man nämlich nur dem Opfer von heute einen Freifahrtschein, der Täter von morgen zu werden. Und dass es genau so läuft, zeigen die vielen Missbräuche, die sich über "Generationen" durchziehen. Viele Täter wurden selbst missbraucht. Strafe muss dem Täter weh tun, Strafe muss dem Opfer ein Stück weit Wiedergutmachung geben und Strafe muss zeigen, wer Teil der Gesellschaft ist und wer sich außerhalb dieser Gesellschaft gestellt hat.
Zuletzt geändert von mentecaptus am Sa 6. Dez 2008, 18:22, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon Gretel » Sa 6. Dez 2008, 18:23

Choelan hat geschrieben:Hmm...die Gefahr für die Bürger...betrachten wir den konkreten Fall: keine.
Und ums Opfer geht es im deutschen Strafrecht eben nicht - kein Gerechtigkeitsgedanke.

Der Gedanke an die Opfer ist immer ein (natürlicher) Vergeltungsgedanke - das ist ok. Aber bitte steh auch dazu und begründe es nicht mit irgendwelchen "Einsichten" aus dem Jurastudium


Es gibt sowas:

http://europa.eu/scadplus/leg/de/lvb/l33174.htm
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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon ToughDaddy » Sa 6. Dez 2008, 18:29

mentecaptus hat geschrieben:Genau, Schuld und Sühne. Dem Opfer wurde Unrecht getan, dafür hat der Täter zu büßen. In Deutschland wird seit gut 30 Jahren vor allem auf den "armen" Täter abgestellt, auf seine schwere Kindheit, seine miese Befindlichkeit. Und genau DAS ist inakzeptabel. Das ist eben nur ein Teilaspekt, der bei der Strafzumessung zu berücksichtigen ist und nicht - wie leider inzwischen Dauerzustand in Deutschland - als Klammer um die ganze Tat. Mit diesem ganzen Verweichlichungskram gibt man nämlich nur dem Opfer von heute einen Freifahrtschein, der Täter von morgen zu werden. Und dass es genau so läuft, zeigen die vielen Missbräuche, die sich über "Generationen" durchziehen. Viele Täter wurden selbst missbraucht. Strafe muss dem Täter weh tun, Strafe muss dem Opfer ein Stück weit Wiedergutmachung geben und Strafe muss zeigen, wer Teil der Gesellschaft ist und wer sich außerhalb dieser Gesellschaft gestellt hat.


Schuld und Sühne sollten in keiner Demokratie eine Rolle spielen. Außer man will zurück ins Mittelalter. Und dass nur auf den armen Täter abgestellt wird, kann nur jemand behaupten, der offsichtlich doch keine Ahnungh at.
Eine Klammer um die ganze Tat ist es auch nicht, dann hätte man überhaupt keine Strafen mehr.
Denke Du hast Jura studiert? Ist ja schon peinlich.
Strafe sollte nie einer Wiedergutmachung dienen. Der Staat ist keine Racheengel.
Und dies ist nichts neues in Deutschland, lediglich neu ist, dass sich die Medien auf sowas stürzen und Halbwahrheiten verbreiten, Auflage steigern ist das Motto.
Wer sich zum Racheengel berufen fühlt, gehört auch nicht mehr zu Gesellschaft, weil er sich auf die gleiche Stufe wie Verbrecher stellt. So einfach ist das.


@gretel

Dies ist eine Auswirkung aus dem Zivilrecht.
Zuletzt geändert von ToughDaddy am Sa 6. Dez 2008, 18:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: für drei morde bekommt man 4 jahre gefängnis

Beitragvon Talyessin » Sa 6. Dez 2008, 19:17

mentecaptus hat geschrieben:Genau, Schuld und Sühne. Dem Opfer wurde Unrecht getan, dafür hat der Täter zu büßen. In Deutschland wird seit gut 30 Jahren vor allem auf den "armen" Täter abgestellt, auf seine schwere Kindheit, seine miese Befindlichkeit. Und genau DAS ist inakzeptabel. Das ist eben nur ein Teilaspekt, der bei der Strafzumessung zu berücksichtigen ist und nicht - wie leider inzwischen Dauerzustand in Deutschland - als Klammer um die ganze Tat. Mit diesem ganzen Verweichlichungskram gibt man nämlich nur dem Opfer von heute einen Freifahrtschein, der Täter von morgen zu werden. Und dass es genau so läuft, zeigen die vielen Missbräuche, die sich über "Generationen" durchziehen. Viele Täter wurden selbst missbraucht. Strafe muss dem Täter weh tun, Strafe muss dem Opfer ein Stück weit Wiedergutmachung geben und Strafe muss zeigen, wer Teil der Gesellschaft ist und wer sich außerhalb dieser Gesellschaft gestellt hat.


So, mein lieber Hamburger Rechtsgeleehrter, so sage mir, wie du einen Täter als solchen definierst, der sich der Tat an sich nicht bewusst ist, WEIL er / in diesem Falle eine sie, gewaltig einen an der Waffel hat?

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