Sinti und Roma ab 2014

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HugoBettauer
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon HugoBettauer » So 19. Jan 2014, 15:54

Antisozialist » So 19. Jan 2014, 00:07 hat geschrieben:
Die Arbeitsplätze der Müllmänner werden natürlich sicherer, wenn diese nicht nur Tonnen leeren, sondern auch noch Müllberge hinter von Roma bewohnten Mietshäusern beseitigen müssen.

Leider gibt es jetzt schon Probleme in Ostdeutschland, Geringqualifizierte in den Arbeitsprozess zu integrieren. Bei den Roma käme noch das Problem dazu, dass diese keine Handvoll Wörter Deutsch könnten.

Was sie von Ossis jetzt wie unterscheidet?

Aufgrund ihres Aussehens, ihre Sprache und ihrer Sitten würden die Roma in den ostdeutschen Dörfern unangenehm auffallen, was mittelfristig in bürgerkriegsähnlichen Zuständen enden würde.

Blödsinn. Die Ossis sind viel zu sehr damit beschäftigt, nichts zu tun und zu jammern.
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon georges cadoudal » So 19. Jan 2014, 16:04

[...]
Zuletzt geändert von Kopernikus am So 19. Jan 2014, 16:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon Herr Bert » So 19. Jan 2014, 20:35

jack000 » Samstag 28. September 2013, 16:35 hat geschrieben:http://www.focus.de/panorama/welt/tid-3 ... 94224.html

Es leben in Rumänien und Bulgarien ca. 2.700.000 Sinti und Roma.
http://www.dw.de/0/a-16732353
Zu einem signifikanten Teil geht es denen sehr schlecht, weil diese Länder diese Minderheit ausgegrenzt hat und schlecht behandelt. Aber auch weil diese selbst auch einen Teil der Schuld tragen.

Wenn tatsächlich denen in Deutschland Sozialleistungen zustehen, gibt es so gut wie keine Argumente mehr noch in Rumänien oder Bulgarien zu bleiben. Angesichts der Tatsache, was alleine die Zahl von einigen Hundert schon für Auswirkungen haben, was wird dann erst sein, wenn es hundertausende werden? Rollt ab 2014 eine Katastrophe auf Deutschland zu? Oder habe ich da irgendwas übersehen?

Irgendwie lese ich hier dauernd....
Zigeuner, Zigeuner...

Woran das wohl liegen mag?
:?:
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HugoBettauer
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon HugoBettauer » So 19. Jan 2014, 22:29

Herr Bert » So 19. Jan 2014, 20:35 hat geschrieben:Irgendwie lese ich hier dauernd....
Zigeuner, Zigeuner...

Woran das wohl liegen mag?
:?:

Man braucht was zum skandalisieren. Indem man sich die Sinti und Roma raussucht, hofft man auf weniger Widerspruch, da sie traditionell pauschal als "fahrendes Volk" in Mißkredit stehen.
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon Thales » Di 21. Jan 2014, 17:22

@jack000
Gerne, eine Quelle außer dem Bericht vom DLF habe ich leider nicht. Wie auch immer: Beschäftigungsquote und Analphabetenquote waren schonmal deutlich besser.


Kenne diese „Quelle“ nicht. Ich war aber selbst an der Quelle und deswegen interessiert mich nicht, was da gesagt/gelogen wird. Die Statistiken aus der kommunstischen Ära kann man eh komplett vergessen. Der Sozialismus ist unter anderem an dem Widerspruch zusammengebrochen zwischen den offiziellen „Zahlen“ und der Realität „da draußen“.
Wie gesagt, in Rumänien lebten nach dem 2.WK 80% in Dörfern. Ein „buletin de oras“ (Stadtpersonalausweis) war ein Privileg. Die Stadt wurde polizeilich in vielen kleinen Bezirken unterteilt, Sektoren genannt, die jeweils von einem „Sectorist“ betreut wurden. Dieser spezielle Milizmann wusste über jeden Bescheid, wo jeder arbeitet, wo die Kinder zur Schule gehen. Die sesshaften Roma mit Stadtperso mussten sich integrieren, zur Schule gehen und als Angestellte arbeiten. Nach einigen Generationen hat man sie nicht mehr von den Rumänen unterscheiden können. Die Roma-Nationalität wurde dennoch im Pass eingetragen. Um diese Roma geht es hier nicht.

Auf dem Lande war das Leben anders. Der Dorfmilizmann kannte auch „seine Leute“, aber um die Zigeuner am Rande des Dorfes hat man sich wenig gekümmert. Man hat sie nicht als Bauer gesehen. Die Bauer in Rumänien besaßen vor dem 2.WK alle etwas Feld und nachdem sie enteignet wurden, mussten sie im „Colectiv“ arbeiten.

http://en.wikipedia.org/wiki/Collectivi ... in_Romania
http://ro.wikipedia.org/wiki/Fi%C8%99ie ... easant.jpg


Bei den Roma gab es nichts zu enteignen, sie waren aus der Sicht der Kommunisten arm und völlig „unschuldig“, keine Ausbeuter. Man hat ihnen stillschweigend erlaubt, wie Selbstständige zu leben in ihren traditionellen Roma-Berufen.

http://romani.uni-graz.at/rombase/cgi-b ... rof.de.xml

Für alle anderen „Proletarier, Kopf- ,Handarbeiter und Bauer“ gab es keine Selbstständigkeit. Alle waren Angestellte (Nachweispflicht) mit Ausnahme der „femei casnice“ = Hausfrauen.
Diese Roma aus ländlichen Gebieten waren nahe zu 100% Analphabethen und sich auch äußerlich deutlich als „Zigeuner“ zu erkennen gewesen. Keine statistische Erfassung, offiziell so gut wie inexistent. Die geschicktesten unter ihnen sind jedoch reich geworden, haben dies aber nicht gezeigt, wegen der „controlul averilor“ = staatliche Vermögenskontrolle (sie haben Vermögen in Gold versteckt). Nach dem Sturz von Ceausescu haben die reichen Roma quasi von heute auf morgen Riesegrundstücke gekauft und typische Romavillen gebaut/bauen lassen.

siehe rumänische Google-Suche „case tigani“ = Zigeunerhäuser
https://www.google.ro/search?hl=ro&site ... HUpNIUbYtM

Die armen Roma nutzten die Gelegenheit in die Städte zu ziehen und bilden dort heute noch die berühmt berüchtigten „Zigeunerghettos“ mit Gewalt, Prostitution, Drogen etc.

Beispiel Stadtviertel „Ferentari“ in der Hauptstadt Bukarest
https://www.youtube.com/watch?v=j6FaxmUDNAk
http://www.youtube.com/watch?v=7RdG7aHT ... re=related

Wobei die Regierung bemüht ist Friede-Freude-Eierkuchen-Geschichten aus solchen Ghettos zu zeigen, hier ein Bericht über „Educatie alternativa“ = alternative Erziehung aus Ferentari
Man achte auf die saubere Straße bei 0:47 im Vergleich zu den Straßen in obigen Berichten.

https://www.youtube.com/watch?v=WR085xkEiLY

Selbstverständlich kann man die Erfahrungen von Einzelpersonen nicht verallgemeinern, aber Zeitzeuge zu sein hat was. Ich hoffe, dass meine Beiträge etwas Licht in der Roma-Dunkelheit bringen/bringen werden.

Google-Suchanfrage: „In den Peschen Duisburg“
https://www.google.de/search?hl=de&site ... lvJ00vcK4A

Ein einziges Häuschen wie in Ferentari Bukarest und schon jede Menge „Probleme“. Nicht für Leute wie SoleSurvivor. Er hat nur Probleme mit Leuten (aus seiner Sicht dumme Nazis), die darüber berichten.
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon Kopernikus » Do 30. Jan 2014, 18:21

Ich habe ein paar Beiträge entfernt, die die Grenze zu rassistischen Hetze überschritten. Die Reaktionen darauf landeten ebenfalls in der Ablage.

Kopernikus [MOD]
http://kartoffeln-im-netz.tumblr.com/
"Das Volk ist immer da, wo das große Maul, die heftigste Phrase ist." Alfred Döblin
http://www.youtube.com/watch?v=xwsOi0ypuSI
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon Thales » Do 30. Jan 2014, 18:50

[...]

MOD: Kommentare zu Moderationsmaßnahmen sind immer im dafür vorgesehenen Mod-Diskussionsstrang zu platzieren und nicht in den Sachthreads.

Kopernikus [MOD]
Zuletzt geändert von Kopernikus am Do 30. Jan 2014, 19:52, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Spam [MOD]
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon Kopernikus » Do 30. Jan 2014, 22:49

Nochmal 3 Beiträge entfernt, da sie nicht zum Thread-Thema gehören.

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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon Thales » Di 18. Feb 2014, 18:42

Ich habe mich entschieden, doch noch in diesem Forum zu bleiben und zum Verständnis der Roma-Problematik beizutragen.

Um Roma besser zu verstehen, lohnt sich die rumänische mit der Roma-Musik zu vergleichen.

Die Roma haben in Rumänien einen eigen Still entwickelt, eine Mischung aus rumänsichen Volksmusik in Kombination mit türkisch-orientalischem Still. Solche Lieder heißen „manele“. Die Rumänen hassen Manele, weil diese Lieder sehr trivial sein sollen, sozusagen Unterschichtmusik auf Ichmitdirdumitmir-Niveau.

Beispiel 1: rumänische Roma-Musik = Manele
Nicolae Guta - Ne certam prea des ---Wir streiten zu oft


http://www.youtube.com/watch?v=hdn8b28Xd8Y

Ne certam prea des iubire ---- Wir streiten zu oft meine Liebe
o fi sau nu despartire ---- kommt es oder kommt es nicht zur Trennung
oare ce va fi cu noi ---- was wird aus uns
cu noi amando i---- aus uns beiden
Wiederholung
Astazi ne-am certat --- heute haben wir uns gestritten
rau de tot ca niciodata ---- schlimmer als je zuvor
nu ne-am impacat --- wir haben uns nicht versöhnt
asa cum faceam alta data ---- so wie wir das sonst machen
Wiederholung
Wiederholung
Iari te-ai suparat ---- Hast dich wieder beleidigt
eu cand ti-am zis ca e si vina ta ---- als ich dir gesagt habe, dass es auch deine Schuld ist
si tu ai plecat ---- und du bist gegangen
da macar sa-mi spui un pa ---- ohne wenigstens Tschüs zu sagen
Wiederholung
Wiederholung
Wiederholung

Der Text ist sehr einfach, das Problem wird nicht gelöst, es gibt kein Ende, kein Fazit, nix... und die Körpersprache der Tänzerin passt nicht zum Text.

Ganz anders die türkische Musik
Beispiel 2: türkische Musik
Gulben Ergen - Herr Richtig


https://www.youtube.com/watch?v=1-yYNPqaZU0

Text und Körpersprache sind stimmig

Beispiel 3 : rumänische Volksmusik
Steliana Sima-Am crescut pe langa mine---Ich habe ihn bei mir gehalten


https://www.youtube.com/watch?v=Tdu_2bE ... E445E315CA

Vreau sa spun la lumea toata---- Ich möchte der ganzen Welt erzählen
O intamplare adevarata----eine wahre Geschichte
Scoasa parca din poveste----wie aus einem Märchen
Cum n-a fost sau poate este----wie es nicht war oder vielleicht doch ist

Cu un om si cu un caine---Ein Mensch mit einem Hund
Care au mancat dintr-o paine---- die beide vom gleichen Stück Brot gegessen haben
Cainele era al meu----das war mein Hund
Omul l-ati ghicit sunt eu----Der Mensch, habt ihr geraten, das war ich

Am crescut pe langa mine----Ich habe ihn bei mir gehalten
Un puiut micut de caina----einen kleinen Welpen
Statea-n frig si statea-n zloata----lebte in der Kälte, bei Wind und Wetter
Nu se plangea niciodata---- hat sich nie beschwert

Ii dadeam o coaja de paine----habe ich ihm ein Stück Kruste gegeben
Sarea si-n foc pentru mine----wäre er für mich auch ins Feuer gesprungen
Si nu astepta rasplata----und hat keine Belohnung erwartet
Doar sa-l mangai cateodata---nur, dass ich ihn ab und zu streichele

L-am dat de casa departe----ich habe ihn weit weg von zu Hause abgegeben
Peste dealuri vai si sate--- über Hügel, Täler und Dörfer
Dupa patru luni de zile---- nach vier Monaten
S-a intors acasa la mine--- ist er zu mir zurückgekommen

Acum stiu cat am gresit---- jetzt weiß ich mein Fehler
Atunci cand am socotit---- als ich mir gedacht habe
Ca e numai un catel---- dass er nur ein Welpe
Si n-are suflet si el----ohne Seele ist

Cate nopti si cate zile----Wie viele Nächte und wie viele Tage
M-o fi cautat pe mine----hat er nach mir gesucht
Mort de foame si-nsetat---- fast verhungert und verdurstet
Ratacind din sat in sat---von Dorf zu Dorf geirrt

Acum stiu ce e iubirea--- jetzt weiß ich, was Liebe ist
Ce inseamna daruirea---- was Aufopferung bedeutet
M-a invatat al meu catel---habe ich von meinem Welpen gelernt
Nevinovat sufletel---unschuldiges Seelchen

Daca luam seama bine---Hätte ich besser überlegt
Si la om dar si la caine---über Mensch und Hund
Cainele are suflet mare---der Hund hat eine große Seel
Omul cate-odata n-are---der Mensch manchmal nicht

Cainele in suferinta---auch wenn der Hund leidet
Te pazeste cu credinta---er bleibt dir treu und passt auf dich auf
Tu il bati si-l izgonesti---- du schlägst und vertreibst ihn
In loc sa il rasplatesti---- statt dass du ihn belohnst

Da-i o strachina de apa---gib ihm einen Wassertrog
Si-un colt de paine uscata--- und ein Stück getrocknetes Brot
C-are si el rostul lui---denn er hat auch seine Rolle
Langa casa omului---am Haus des Menschen

Die rumänische Volksmusik hat in der Regel auch eine erzieherische Rolle, wie im obigem Lied. In Rumänien werden häufig überschüssige Hunde einfach ausgesetzt. Dann gibt es solche Bilder auf den Straßen

http://media.rtv.net/image/201309/w620/ ... 756400.jpg

Die Hunde sind nicht immer lieb. Ich selber wurde als Kind zwei mal von freilaufenden Hunden gebissen.

http://www.cugetliber.ro/imagini/origin ... 275210.jpg

Ein verzweifelter Bauer, der 43 Schafe durch freilaufende Hunde verloren hat, tötet Hunde mit der Gabel und sagt er kann nicht darauf warten bis Politiker ihm helfen.

http://www.emaramures.ro/userfiles/Imag ... e%2003.jpg

Herrenlose Hunde werden ab 01.01.2014 eingefangen und wahrscheinlich eingeschläfert.

http://lideruldeopinie.ro/wp-content/up ... danezi.jpg


Beispiel 4: Roma-Manele
Florin Salam – Mia mia mi amor


https://www.youtube.com/watch?v=ojIn9CZCOW8

Hai mia mia mi amor
Saruta-ma sa nu mor--- küss mich, sonst sterbe ich
Mia mia mi amor
Repede repede nu vreau sa mor----schnell, schnell, ich möchte nicht sterben
Tot ce vreau tot ce vreau tot ce vreau----alles was ich will, alles was ich will
Doua vieti iubire sa-ti dau----dir zwei Leben voller Liebe schenken
Tu iubeste-ma doar cum stii tu----liebe mich wie du kannst
Doar cere-mi tot si eu n-am sa spun nu---kannst alles von mir verlangen, ich sage nicht nein
Mia mia mia mi amor
Saruta-ma repede sa nu mor nu vreau sa mor----küss mich schnell, sonst sterbe ich
Nu ma lasa sa mor asa----lass mich nicht sterben
Mai da-mi o data gura ta ca mor dupa ea----gib mir deinen Mund, ich sterbe für ihn
Wiederholung
Cand nu esti langa mine mi-e dor----ich habe Sehnsucht, wenn du nicht bei mir bist
Cand te apropii ma ia un fior----wenn du dich näherst, bekomme ich ein Kribbel
Ca mai frumoasa ca tine nu e----es gibt keine schönere als dich
Da cere-mi si iti voi da femeie----verlange was du willst frau
Wiederholung
Wiederholung
Kommentar eines Users: DIE brauchen einen grooßen Schwanz. Den hast du nicht ;)

Beispiel 5: rumänische Volksmusik (moderne Variante)
Datina - Dragostea-i Tare Nebuna---Die Liebe ist sehr verrückt


https://www.youtube.com/watch?v=GYN8cDP ... 32F5186AA7

Mandrulita, dulce fata---Schatz, süßes Mädchen
De ce esti tu suparata---Warum bis du verärgert (sauer)
Spune-mi cine te-a intristat?---Wer hat dich traurig gemacht?

Suparat sunt badita---Verärgert bin ich Mann
Ca aseara la portita---Weil ich gestern am Tor
Am stat si te-am asteptat.---Gestanden und auf dich gewartet habe.

(Auf dem Lande in Rumänien ist es leider immer noch so, dass nach der Feldarbeit die Frau nach Hause geht und weiter die Hausarbeit erledigt, während der Mann erst mal in die Dorfkneipe geht)

Ochii tai ca doua stele,---Deine Augen wie zwei Sterne
Buzele parca-s din miere----Die Lippen sind wie aus Honig
Pe nimic eu nu le-as da.----Für nischts in der Welt würde ich sie verschenken.

Hai saruta-ma odata---Komm küss mich endlich
Si-am sa uit ca-s suparata---Und ich vergess, dass ich böse bin
Doar eu sunt mandruta ta.----Denn ich bin doch dein Schatz

Dragostea-i tare nebuna,---Die Liebe ist sehr verrückt
Nu te lasa cate o luna,---Lässt dich mal einen Monat nicht los
Nici nu poti dormi noaptea.---Kannst nicht mal schlafen nachts

(„Dragoste“ ist ein anderes Wort für Liebe =“iubire“ und bedeutet auf rumänisch: geistige Liebe + körperliche Liebe)

Dragostea e pacatoasa---Die Liebe ist sündig
E si grea, e si frumoasa,---Sie ist schwer, sie ist schön
Nu te mai saturi de ea.---Wirst nie satt von ihr

Am o mandra, n-am o suta---Habe eine stolze Frau, habe nicht hundert
Dupa ea lumea se uita,---Die Leute bewundern sie
Ca ea nu e alta-n sat.---Wie sie ist keine andere im Dorf

(Tja, die Dorfschönste war schon immer was besonderes)

Am un bade, nu am zece--- Habe einen Mann, habe nicht zehn
Si cu el eu m-oi petrece,--- Und mit ihm werde ich mich vergnügen
E al meu si nu-i de dat.---Er ist meins und ist nicht zu verschenken/auszuleihen

(Mit anderen Worten die Frau sagt: bin keine Dorfnutte zu der der Mann hingeht, wenn er mal eben Lust hat nach dem Motto „Komm, wenn du kannst, ich kann, wenn du kommst“)

Ernsthafte Themen in einem fröhlichen Tralala-Lied versteckt.

Beispiel 6: Roma-Manele
Sandu Ciorba - Ale


https://www.youtube.com/watch?v=vdcXsBJwBrg

eu sunt Capitan Major---Ich bin Oberst Kapitän (Kapitän zur See)
reclama tiganilor---Vorzeigezigeuner
(bis)
si am nevasta sucara---Und ich habe eine super Frau
cum nu e nici in reclama---wie es nicht mal in der Werbung vorkommt
(bis)

eu am trecut prin furtuna---Ich habe Stürme überlebt
dar acuma ii vreme buna---Aber jetzt ist schönes Wetter
(bis)
nui nimic ca m-am calit, ale---Ich bin ausgehärtet
ca si fierul otelit, ale—Wie Stahl
(bis)
cand esti Capitan Major---Wenn du Oberst Kapitän bist
n-ai nevoie de pistol---brauchst keine Pistole
(bis)
cand ai grade in buzunar, ale---Wenn du Kohle in der Tasche hast
sta drepti si un general, ale---Steht auch ein General stramm vor dir
(bis)
Im Klartext: Ich habe viel mitgemacht, aber jetzt geht es mir gut. Ich habe Geld und kann jeden kaufen. Das Wort „ale“ ist Romanes-Sprache und weiß nicht was bedeutet, aber sinngemäß „ale“ könnte heißen: „Ihr könnt mich alle“

Apropos Romanes-Sprache. Hier ein Lied komplett in Romanes. Verstehe kein Wort davon.

Beispiel 7: Roma-Lied in Romanes
Sandu Ciorba - Ha, ha, ha te chelau


https://www.youtube.com/watch?v=02i63VjoKlY

Romanes hat weder mit Rumänisch, noch mit Bulgarisch Ähnlichkeit. Hier zum Vergleich ein Stück bulgarische Musik.

Beispiel 8: Mihaela Fileva feat. VenZy - Opasno blizki (Опасно близки)
--- Gefährlich nahe


http://www.youtube.com/watch?v=L2yQsEBJXiY

Ein Auszug aus der Google-Übersetzung:
„Beobachten Sie für einige Zeit
locken mich mit jedem Blick jede Geste
Versuchen Sie mich - ja, wie lange ?
wenn Sie Ihre Liebe Test halten

Nicht, wie mir jemand sagen,
zu stoppen, um mit Ihnen umzugehen
Gibt es nicht jemanden, der mir zeigen
es gefährlich ist, mit dir zu spielen
Ich kann Lippen lesen
möchten, dass Sie gefährlich nahe
Ich denke, man denke
die Fakten sind es etwas zwischen uns
oh gefährlich nahe

...

Schauder so, wenn du mich ansiehst
was die Leute nicht brauchen
Sie ficken auftreten und fahren geradeaus
Ich habe kein Recht , sich einzumischen , Dinge passieren,“
...

Tja, die maschinelle Übersetzung (MÜ)... ist noch nicht so weit.
Hier noch ein Beispiel von Google-Übersetzung Rumänisch -> Deutsch

Mama, cum se numesc aceste fructe? --- Mama, wie man diese Früchte nennen?
Prune negre --- Schwarz Pflaumen
Si de ce sunt rosii? ---- Und warum sind rot?
fiindca sunt verzi ---- weil sie grün sind

Bei der Vielzahl von Sprachen und Dialekten auf dieser Welt, wäre eine gut funktionierende MÜ sehr wichtig, vor allem bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität. Es gibt sehr viele Romanes-Dialekte. Diese werden zunächst in Vlax (von Vlach, Walachei, also viele Lehnwörter aus dem Rumänischem) und Non-Vlax-Dialekte unterteilt.

Der ehemalige Kölner Staatsanwalt Egbert Bülles beschreibt in seinem Buch „Deutschland Verbrecherland“ überwiegend die ausländische organisierte Kriminalität in Deutschland.

http://www.welt.de/regionales/koeln/art ... nfach.html

Ähnlich stehe es um die Albaner, die im hiesigen Rotlichtmilieu, bei Schutzgelderpressung oder Menschenhandel viele Fäden zögen. Sie besäßen mit dem Kosovo eine Art Basislager, das ihre kriminellen Aktivitäten allzu oft unterstütze. Auch hier müsse die deutsche Politik dazu bewegt werden, die kosovarische Regierung zu entschiedenerem Einschreiten zu drängen. Ein weiteres Beispiel bieten die Einbrecherbanden im Kölner Raum. Laut Bülles (und anderen Strafverfolgern) bestehen sie zu 50 bis 80 Prozent aus Rumänen- und Romabanden.
Deren Köpfe sitzen irgendwo in Rumänien, von wo aus sie ihren Clan-Mitgliedern Weisungen erteilen. Übrigens genauso wie vielen rumänischen oder bulgarischen Clans im Ruhrgebiet, die dort betteln, schwarzarbeiten, sich prostituieren und das Kindergeld an den Clanchef in der Heimat überweisen. Ein Schritt zur Entschärfung der Probleme bestünde darin, die Clanführer mithilfe der osteuropäischen Sicherheitskräfte zu fassen. Doch die Erfolgsaussichten für ausländische Amtshilfe hängen laut Bülles "mitunter vom Längengrad ab. Je östlicher der Staat, desto schwieriger wird es".


Die Clanführer kann man nicht fassen. Sie sind „sauber“, haben genug offizielle Einnahmen... „Verdeckte Ermittler“ in solchen Albaner-, ..., Roma-Clans kann man ganz vergessen. Die kommen alle aus einem Dorf, wo jeder jeden kennt. Das weiß auch Herr Bülles und sieht nur noch in der Handy-Überwachung und Vorratsdatenspeicherung Möglichkeiten im Kamp gegen die OK. Nur dazu muss man aber die Sprache erst mal verstehen. Ich meine nicht die offizielle Standardsprache. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die deutsche Justiz für jeden Roma-Dialekt, Soziolekt, Geheimsprache die passenden Dolmetscher finden kann. Hier kann man nur mit entsprechenden großen Datenbanken eventuell eine ungefähre Übersetzung erhalten.

Am besten müssten sich rumänische Linguisten mit Vlax-Dialekten auskennen. Aber soweit ich mitgekriegt habe, sind die nicht besonders erfolgreich. Sie haben sogar Schwierigkeiten Germanismen richtig zuzuordnen.
Ein Beispiel: Im Rumänischen heißt „fraier“ = dumm und leichtgläubig, jemand, den man leicht betrügen kann. Rumänische Linguisten erkannten richtig ein Germanism, meinten aber dass es vom „frei Herr“ kommt, was aber nicht die negative Bedeutung erklärt. OK, am Ende hat sich geklärt, dass es vom Althochdeutschem „freien“ = „heiraten“,später aber „Freier“ = „eine Person, die für sexuelle Dienstleistungen bezahlt“ kommt.
Die rumänische Sprache hat natürlich auch viele Ziganismen (eigentlich nur in der Umgangssprache), wobei die rumänischen Lingusiten dafür blind zu sein scheinen.
Beipiel: Im Rumänischen heißt „misto“ (gelesen „mischto“) = fein. Rumänische Linguisten erkannten fälschlicherweise ein Germanism. Es würde von „mit Stock“ kommen, weil füher die „feinen“ Herren alle mit Stock spazieren gelaufen sind. Inzwischen gibt es Roma-Linguisten, die das Wort „misto“ als echtes Roma-Wort identifiziert/nachgewiesen haben. Das Wort gibt es auch in Pakistan...

siehe auch
http://romaniprojekt.uni-graz.at/romani-socio.de.html

Jetzt bin ich aber etwas vom Thema dises Beitrages abgekommen. Zurück zur Musik.

Selbstverständlich versuchen rumänische und Roma Sänger mit Englisch auch international Fuß zu fassen

Beispiel 9: rumänische Sängerin Ana Buxai aus Hermannstadt, Künstlername Anya
Fool me


https://www.youtube.com/watch?v=xESPf42C4n8

Text und Körpersprache passen zusammen. OT: die Sängerin ist zwar etwas zu stark geschminkt, hat aber noch intakte Gesichtsmuskel/Mimik (noch nicht mit Botox versaut)

Beispiel 10: rumänische Sängerin Antonia Iacobescu aus Bukarest, allerdings vom 5ten bis zum 18ten Lebensjahr wohnhaft in Las Vegas. OT: die Sängerin hat ein Tattoo, das wird aber nach Möglichkeit nicht gezeigt, weil in Rumänien Tattoos noch nicht so in sind wie „im Westen“ (zumindest bei Frauen nicht).

Marabou
http://www.youtube.com/watch?v=YkvfOvHeAyQ

Beispiel 11: rumänische Sängerin Alexandra Stan aus Constanta, die einzige Sängerin, die international mit „Mr Saxobeat“ erfolgreich war. Ihr Debüt Lied war halbpornografisch und seitdem ist sie eine Art rumänische Lady Gaga, siehe

Lollipop
https://www.youtube.com/watch?v=BnDVtF0gKqg

Zufällig habe ich einen Bericht über sie gelesen, unwichtig der Inhalt, interessant ist der Kommentar eines Users zu dem Foto, siehe

http://www.turnulsfatului.ro/22903/.html

„Frumoasă foc blondina asta,dar ceva dă prost în imaginea asta,lănțăul ăla de un kil juma de la gât te face să pari mai degrabă din etnia maneliștilor și a rromilor...“
--- Heiße Schönheit diese Blondine, aber etwas stößt sauer auf an diesem Bild, diese eineinhalb Kilo Halskette lässt sie so erscheinen als wäre sie eine Angehörige der manelistischen Ethnie und Roma...

Die Manele-Musik ist in Rumänien eine Roma-Erfindung. Offensichtlich gibt es mittlerweile auch rumänische Musiker, die Manele singen, also „Unterschicht“-Musik. Die banale, frei von irgendwelchen Botschaften, Arschwackel-Musik breitet sich aus. Das stört hier und ist häufig in den rumänischen Foren zu lesen.

Es gibt aber Ausnahmen:

Beispiel 12:Roma-Sänger Stefan Mihalache Connect-R - Love is The Way

https://www.youtube.com/watch?v=VhBEqI3x3C0

Dieser „Zigeuner“ wird voll akzeptiert in Rumänien und es zeigt, dass die Musik doch die beste Möglichkeit zur „Völkerverständigung“ ist.

Allerdings distanziert sich Herr Mihalache ein bisschen von seiner Ethnie, siehe:

Hip-Hopper und bekennender 'Zigeuner'

https://www.youtube.com/watch?v=bjJ8eb5rrKA
Zuletzt geändert von Thales am Di 18. Feb 2014, 18:54, insgesamt 2-mal geändert.
Lohengrin

Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon Lohengrin » Di 18. Feb 2014, 21:56

Guten Abend,

Die "Sinti-Allianz Deutschland" wehrt sich gegen die ständige Verwendung des Doppelbegriffs "Sinti und Roma" in den Medien. "Sinti und Roma" sei keine Eigenbezeichnung der Sinti, sondern eine Erfindung des "Zentralrats der Sinti und Roma" aus den 80er Jahren.

Zwischen Sinti und Roma bestünden große historische, sprachliche und kulturelle Unterschiede. Der Doppelbegriff "Sinti und Roma" suggeriere aber eine irreführende Gleichsetzung dieser zwei verschiedenen Ethnien.

Besonders scharf kritisiert die "Sinti-Allianz", daß der ständig verwendete Doppelbegriff die Sinti in aktuelle politische Kontexte hineinziehe, mit denen sie nichts zu tun hätten. Bei den Migranten aus Rumänien und Bulgarien sei z.B. immer von "Sinti und Roma" die Rede, obwohl es sich nahezu ausschließlich um Roma handle. Dadurch würden die Tatsachen verzerrt und seit Jahrhunderten in Deutschland lebende Sinti als Migranten dargestellt.

Die "Sinti-Allianz" fordert Politik und Medien nachdrücklich auf, die Verwendung der Doppelbezeichnung "Sinti und Roma" in Sprache und Berichterstattung ab sofort zu unterlassen.

http://www.sinti-allianz.de/sinti-und-roma.html
Thales
Beiträge: 996
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon Thales » Di 18. Feb 2014, 22:34

@Lohengrin

Ich habe hier früher geschrieben:

Von den deutschen Sinti ist in diesem Forum nicht die Rede. Die sind längst integriert. Die deutsche Sinteza Dotschy Reinhardt möchte auch nicht mit den rumänischen Roma in einen Topf geworfen werden, siehe Plasberg ab 0:57

https://www.youtube.com/watch?v=4A7NLFv7A1I

Und ich mag auch ihre „Zigeunermusik“

https://www.youtube.com/watch?v=3TNbYHGoob4

Ich habe auch geschrieben:

Man muss wissen, dass die Roma von Indien hauptsächlich mit Hilfe der Osmanen nach Europa gekommen sind, sie wurden dort besser toleriert.
Schon in Griechenland wurden sie „diskriminiert“ und als „athiganoi“ = „andersartige Menschen“ bezeichnet. Die erste schriftliche Erwähnung 1385 der Roma in Rumänien nennt die Zigeuner „atigani“ bereits versklavt: „robi“ = Sklaven von „boieri“ = Bojaren. Später ist aus „atigan“ = „tigan“ in Rumänien, „cigany“ in Ungarn (deutsche Schreibweise „Zigan“) geworden.
In Rumänien wurden die Roma im Jahr 1856 aus der Sklaverei entlassen (zum Vergleich, die Afroamerikaner erst am 18.12.1865).
Die Roma haben viel länger als Sklaven gelebt als die Afroamerikaner

Die Lebensphilosophie der Roma ist eine Reaktion auf ihr früheres Sklavenleben. Die Menschheit (Roma = Menschen in Romanes) war nur in der Nomadenzeit wirklich frei und glücklich. Die Sesshaften wurden versklavt, von Herrschern ausgebeutet und in Kriegen getötet. Man sollte sich nirgends dauerhaft niederlassen, keine komplexe Gesellschaft bilden und auch nicht all zu viel lernen. Weisheit hat die Menschheit nicht glücklich gemacht.
Mit einer solchen Philosophie sind sie in Europa ein Fremdkörper. Sie betrachten Angestellte als Sklaven, Hochschulabsolventen als unglückliche Bedenkenträger usw. Das ist das Problem mit den Roma.

Ich hätte nichts gegen diese Lebensphilosophie (ist ja fast sympatisch :D), wenn sie nicht auf uns dumme, unglückliche Sesshaften angewiesen wären. Sie müssen ihre Lebenseinstellung ändern, sonst bleiben sie immer „athiganoi“ = „andersartige Menschen“
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Mari
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon Mari » Mi 19. Feb 2014, 17:42

Was hat sich seit dieser Meldung getan?

Armutszuwanderung aus Südosteuropa lässt Sozialausgaben weiter steigen und gefährdet sozialen Frieden in den Städten

Der Ausschuss für Soziales und Integration des Hessischen Städtetages hat sich in seiner heutigen 99. Sitzung in Dietzenbach dem Positionspapier des Deutschen Städtetages zu den Fragen der Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien angeschlossen. Die Teilnehmer fordern Europa, Bund und Länder auf, die erforderlichen rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit der soziale Friede in den Städten durch unkontrollierte Zuwanderung nicht weiter gefährdet wird.

Der Ausschussvorsitzende Stadtrat Axel Weiß-Thiel aus Hanau - Foto: Stadt Hanau
„Menschen, die in ihren Herkunftsländern benachteiligt sind, bringen ihre Probleme in hessische Städte. Diese können von den Städten und Gemeinden nicht alleine gelöst werden. Hier brauchen wir klare Strukturen und die notwendigen finanziellen Ressourcen“, sagt der Vorsitzende, Stadtrat Axel Weiß-Thiel, aus Hanau.
Nach den Feststellungen der Städte, reisen die Menschen grundsätzlich offiziell zum Zwecke der Arbeitssuche ein, wobei eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit als Arbeitnehmer oder eine selbständige Erwerbstätigkeit häufig nicht zustande kommt. Problematisch sind schon der schlechte Bildungs- und Ausbildungsstand sowie fehlende oder mangelhafte Sprachkenntnisse. Auch die sozialisationsbedingten Erfahrungshorizonte erschweren eine Integration erheblich. Dadurch fällt es den betroffenen Menschen häufig sehr schwer, in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. In vielen Fällen gelingt dies gar nicht.
Festzustellen ist auch, dass die soziale Notlage der Menschen vielfach missbraucht wird, indem organisierte Schlepper gegen ein hohes Entgelt die Vorbereitung der Kindergeldanträge sowie die Vorbereitung des Gewerbezulassungsverfahrens oder die Vermittlung von Wohnraum zu Wuchermieten übernehmen. Dies verstärkt zusätzlich den Druck auf die Zuwanderer, sich illegal Einkommen zu verschaffen, zu Dumpinglöhnen zu arbeiten oder der Prostitution sowie der zum Teil aggressiven Bettelei nachzugehen.
„Diese Art der Zuwanderung stellt die Zielstädte vor enorme Herausforderungen. Ausgegrenzte Menschen sind in ihrem Herkunftsland nicht krankenversichert und bringen daher im Zielland nicht die Voraussetzungen mit, eine Versicherung abzuschließen. Natürlich weisen wir niemanden ab, der sein Kind in einer Klinik in Hessen zur Welt bringt. Aber die Kosten dafür sind nicht unerheblich und lassen die Sozialausgaben, die ohnehin schon sehr hoch sind, weiter steigen“, sagt der Vorsitzende.
Nach Informationen des Hessischen Städtetages aus seinen Mitgliedstädten sind die Probleme vielschichtig: Die Menschen leben in ihrem Heimatland in miserablen Wohnverhältnissen und geben sich auch im Zielland mit schlechten Wohnsituationen zufrieden. Die Probleme in ohnehin schwierigen Stadtteilen steigen und konterkarieren die Maßnahmen der Städte zur Stabilisierung verwahrloster Stadtteile. Die Menschen haben schließlich nur bedingt Zugang zu Bildung, Ausbildung und zum Arbeitsmarkt und damit in Deutschland nicht die Voraussetzungen für ein auskömmliches Erwerbsleben.
„Uns ist die Klarstellung wichtig, dass diese Problemlagen nicht auf alle zuwandernden Menschen zutrifft. Gleichwohl dürfen die erheblichen Probleme mit einem großen Anteil der zuwandernden Menschen aus Südosteuropa nicht unter Verweis auf gut integrierte Zuwanderer verschwiegen werden“, betont Stadtrat Weiß-Thiel abschließend.

http://www.hess-staedtetag.de/aktuelles ... ?tx_ttnews

Die dafür erforderlichen rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen wurden nicht geschaffen. Unsere Politiker haben rein gar nichts getan. Stattdessen zwingen einige Gerichte jetzt sogar unsere Städte, noch zusätzliche Schulden aufzunehmen, um das Geld an Sozialtouristen zu verteilen. Wir bezahlen unsere Steuern aber, damit die Einnahmen zum Wohle der Allgemeinheit verwendet werden.

Die Lösung kann nur sein, den Geldhahn zuzudrehen. Einwanderer, beispielsweise in Australien, haben frühestes nach Erhalt eines permanenten Visums und nicht vor Ablauf von zwei Jahren Anspruch auf Sozialleistungen durch den australischen Staat. Die australische Sozialhilfe ist bei Weitem nicht so hoch wie in Deutschland und soll nur ein temporäres Überleben sichern. Dies rührt vor allem daher, dass die australische Sozialhilfe komplett aus staatlichen Mitteln bestritten wird; Sozialabgaben zu diesen Zwecken wie z. B. in Deutschland, brauchen Arbeitnehmer zusätzlich zu den Steuern nicht zu leisten. Die staatliche australische Krankenversicherung Medicare, auf welche auch alle Permanent und bestimmte Temporary Residents Anspruch haben, deckt die Gesundheitsversorgung weitestgehend ab, aber nicht so umfangreich, wie die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Der jährliche Beitragssatz zur Krankenversicherung in Australien für einen Arbeitnehmer beträgt dafür nur 1,5 %. http://www.wohin-auswandern.de/in-australien-leben

Bei uns kommen zusätzlich noch Einbrecherbanden und religiöse Fanatiker dazu, die allesamt fast ungehindert dank unserer tatenlosen Politiker in unser Land einfallen.

Im Ergebnis gehe ich davon aus, daß sich unsere Parteienlandschaft bald sehr deutlich verändert.
LG Mari
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon Dampflok94 » Mi 19. Feb 2014, 18:00

Mari » 19. Feb 2014, 17:42 hat geschrieben:...
Im Ergebnis gehe ich davon aus, daß sich unsere Parteienlandschaft bald sehr deutlich verändert.

Und was wird sich deiner Meinung nach so verändern?
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon Mari » Mi 19. Feb 2014, 23:09

Dampflok94 » Mi 19. Feb 2014, 19:00 hat geschrieben:
Mari » 19. Feb 2014, 17:42 hat geschrieben:...
Im Ergebnis gehe ich davon aus, daß sich unsere Parteienlandschaft bald sehr deutlich verändert.

Und was wird sich deiner Meinung nach so verändern?


Die AfD wird im Mai ins Europaparlament gewählt. In CDU und SPD werden die Konservativen wieder stärker.
Einige EU-Staaten sind uns bereits voraus. In Frankreich wird Le Pens Nationale Front weiter erstarken und in Österreich beispielsweise die FPÖ.
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon jack000 » Fr 21. Feb 2014, 11:46

Mehr als 200 rumänische Zuwanderer leben an der Hanauer Daimlerstraße. Viele der Roma kamen ihrer Kinder wegen und wollen unbedingt zum „Deutschmodus“ finden. Andere dagegen sind nur schwer zu integrieren.

Obwohl die Familie von Liana und Marina an der Hanauer Straße mit dem schlechtesten Ruf wohnt – der Daimlerstraße am Hauptbahnhof –, haben die beiden Mädchen recht gute Aussichten, in Deutschland ihren Weg zu machen. Sie sind jung genug, um sich einzugliedern und in Schule und Kindergarten mitzukommen. Das nennt ihre Mutter, die 46 Jahre alte Gabriela Popescu (Name geändert), auch als Grund dafür, warum ihr Mann und sie mit neun der zwölf Kinder vor zwei Jahren nach Hanau gekommen sind. Hier sei alles gut, sagt sie, vor allem kümmere man sich um die Kinder.


Ohne Hilfe geht nix:
Mit „man“ ist beispielsweise Beate Hoyer gemeint, eine von sechs Betreuerinnen des Jugendamts, die sich für die Menschen an der Daimlerstraße engagieren. Für Popescu ist sie die „Donna Primaria“, die Dame vom Rathaus, die sich lange um das Vertrauen der Bewohner bemühen musste, jetzt aber bei vielen Familien ein gerngesehener Gast und willkommene Helferin ist. Streetworkerin Lucia Bleibel vom Internationalen Bund (IB) – er betreibt mit der Stadt ein Kooperationsprojekt zur Integration der überwiegend aus Rumänien stammenden Roma – wird „Donna Lucia“ genannt. Seit anderthalb Jahren leistet auch sie Vertrauensarbeit in den acht Häusern. Sie war in fast jeder der rund 70 privat vermieteten Wohnungen, kennt die meisten Bewohner, und diese kennen sie.


"Negative Erscheinungen":
Rund 220 Roma sind nach städtischen Angaben an der Daimlerstraße gemeldet. Dazu kommt eine unbekannte Zahl an nicht gemeldeten Bewohnern, die bei Verwandten und Bekannten unterkommen und bald weiterziehen. Über sie gibt es wenige Erkenntnisse, doch dürfte ihr Anteil an den negativen Erscheinungen der Zuwanderung nicht unerheblich sein.


Integrationsbemühungen:
Die Bemühungen sollen dazu beitragen, dass Kinder wie Liana und Marina eine Chance bekommen. Für ihren ältesten Bruder, den 19Jahre alten Daniel, sieht die Zukunft dagegen eher düster aus. Obwohl die Familie schon zwei Jahre in Deutschland ist, kann er sich kaum verständigen. An drei Vormittagen in der Woche nimmt er an einem Deutsch- und Alphabetisierungskurs des IB teil, auch sein Vater versucht in einem Integrationskurs Sprache und Gebräuche zu lernen. Daniel hat viel aufzuholen, er hat nur kurz Schulen besucht. Mehrere Jahre verbrachte die Familie in Spanien, wo der Vater und die älteren Kinder sich als Landarbeiter verdingten – für 2,50 Euro am Tag, wie die Mutter sagt. Kurzzeitig war die Familie dann wieder in Rumänien, wo alle in einem Zimmer lebten, kochten und schliefen.


"Schwierigkeiten" und Familieneinkommen:
Wie es sie nach Hanau verschlug, darüber spricht Gabriela Popescu nicht. Aber freimütig berichtet sie von den Schwierigkeiten, die zwei der schulpflichtigen Söhne anfangs machten. Von kleineren Diebstählen ist die Rede und vom Schulschwänzen. Doch das sei vorbei, versichert die Mutter, die ihre Besucher in einer penibel aufgeräumten, sauberen Wohnung begrüßt. Auch sie wolle Deutsch in einem IB-Kursus lernen. Die ganze Familie, die von Sozialleistungen lebt, solle in den „Deutschmodus“ kommen. Und ihr größter Wunsch sei es, dass ihr Mann und ihr ältester Sohn eine Arbeit fänden.


Ein Erfolg: nur Teilzeitstütze:
Auf diesem Weg ist Familie Ionescu im Nachbarhaus schon ein gutes Stück weiter. Vater Ioan versorgt sie mit seinem Schrotthandel weitgehend selbst, nur ein Teil des Familieneinkommens steuert das Sozialamt bei. Auch in Rumänien habe der Vater immer Arbeit gehabt, berichtet Mutter Ana stolz.


Ausbildung von Fachkräften:
Nach Deutschland seien sie vor allem wegen der beiden behinderten Kinder gekommen. Eine 24Jahre alte Tochter arbeitet in einer Behindertenwerkstatt in Langenselbold, ihr jüngerer Bruder besucht eine Schule für Hörbehinderte in Frankfurt. An solche Hilfe sei in Rumänien nicht zu denken gewesen, sagt Ana Ionescu, die kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um ihre Nachbarn geht. Sie seien neidisch auf die Familie, vor allem auf den knapp siebzehnjährigen Sohn Eugen. Er hat in den drei Jahren in Hanau gut Deutsch gelernt und besucht die Ludwig-Geissler-Schule. Nach seinem Hauptschulabschluss möchte er eine Lehre als Automechaniker oder als Einzelhandelskaufmann machen. Seine Chancen für einen Ausbildungsplatz zumindest im Lebensmittelhandel stehen nach einem absolvierten und einem bevorstehenden Praktikum gut.


Interne Hierarchien:
Eugen nickt, wenn seine Mutter über Mitbewohner in den Häusern schimpft. Viele seien aggressiv, ließen die Treppenhäuser verwahrlosen und hätten kein Benehmen, wettert Ionescu in ihrem adretten Wohnzimmer. Auch Eugen gehen die verwahrlosten Flure und dunklen Treppenhäuser, der Müll und die achtlos weggeworfenen Möbel rund um die Wohnanlage auf die Nerven.


Aber immerhin:
Allerdings hat sich nach ihren Beobachtungen schon einiges zum Besseren entwickelt in der Wohnanlage. Der Müll sei weniger geworden, und alle schulpflichtigen Kinder der gemeldeten Familien gingen regelmäßig zur Schule, sagt Lucia Bleibel. Auch die Beschwerden aus der Nachbarschaft über untragbare hygienische Verhältnisse seien deutlich zurückgegangen. Immer öfter sei zudem zu beobachten, wie Bewohner – meist Frauen – auf der Straße mit Schippe und Besen hantierten. Ganz langsam wachse die Zahl derer, die einsähen, dass es Vorteile habe, sich wenigstens ein Stück weit an die hiesigen Regeln zu halten.

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/r ... ticle=true

Kein Zuwanderungsland auf der Welt würde so eine Zuwanderung akzeptieren, warum aber Deutschland? Nun, die Freizügigkeit ist ein Thema, aber es ist eine Frechheit in ein anderes Land zu ziehen um dort dann Sozialleistungen zu kassieren.

Es spricht nichts gegen die Freizügigkeit, aber geht das nur im Zusammenhang mit Stützezahlungen und Betreuung, etc... ??
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon Dampflok94 » Fr 21. Feb 2014, 11:51

Mari » 19. Feb 2014, 23:09 hat geschrieben:
Dampflok94 » Mi 19. Feb 2014, 19:00 hat geschrieben:Und was wird sich deiner Meinung nach so verändern?


Die AfD wird im Mai ins Europaparlament gewählt. In CDU und SPD werden die Konservativen wieder stärker.
Einige EU-Staaten sind uns bereits voraus. In Frankreich wird Le Pens Nationale Front weiter erstarken und in Österreich beispielsweise die FPÖ.

Und das wäre für dich bereits eine deutliche Veränderung? Na denn..
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon Bösmensch » Fr 21. Feb 2014, 11:51

Sinti und Roma sind gut für die Wirtschaft. Zum Beispiel fürs Sicherheitsgewerbe. Und das zweierlei: Einerseits sind die Leute dumm genug, panisch ihre Nachbarschaft aufzurüsten mit neuen Türschlössern, Riegeln, Schutzeinrichtungen am Fenster und Alarmanlagen. Sobald ein paar Roma im Viertel rumlaufen, geht das los. Oft sind die Roma auch gut für die Volksgesundheit, denn viele brave Bürger legen sich sportliche Kurzfrisuren zu und üben sich in den beliebten Verfolgungsrennen. Andererseits sind Roma und generell Osteuropäer häufig im Sicherheitsgewerbe anzutreffen. Ohne ihre Bereitschaft, robusten Dienst auch gegen geringen Lohn auszuführen, auch nachts und wenn es kalt ist, wären die Gewinne der Sicherheitsunternehmer kaum darstellbar.
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon Mari » Fr 21. Feb 2014, 12:50

jack000 » Fr 21. Feb 2014, 12:46 hat geschrieben:
... Kein Zuwanderungsland auf der Welt würde so eine Zuwanderung akzeptieren, warum aber Deutschland? Nun, die Freizügigkeit ist ein Thema, aber es ist eine Frechheit in ein anderes Land zu ziehen um dort dann Sozialleistungen zu kassieren.

Es spricht nichts gegen die Freizügigkeit, aber geht das nur im Zusammenhang mit Stützezahlungen und Betreuung, etc... ??


Richtig, genau das ist der Punkt. :thumbup:
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon jack000 » So 7. Aug 2016, 15:26

Es kam wie es kommen musste:
Gelsenkirchen leidet unter hoher Arbeitslosigkeit. Die Folge: Man kann hier billig wohnen und leben. Deshalb ziehen viele EU-Bürger aus Rumänien und Bulgarien in die Stadt im Ruhrgebiet. Tausende von ihnen beziehen Hartz IV und haben Scheinjobs. Die Stadt kämpft gegen grassierenden Sozialbetrug.
Gelsenkirchen hat rund 260.000 Einwohner. Die Arbeitslosen-Quote liegt bei 15 Prozent, Rekord für eine westdeutsche Großstadt. In jüngster Zeit siedelten sich in der darbenden Stadt rund 6200 Neubürger aus Rumänien und Bulgarien an. Grund dafür sind die teilweise extrem günstigen Mieten von vier Euro pro Quadratmeter. Viele der Rumänen stammen aus Roma-Familien, wie die „Zeit“ berichtet.

[...]
Seit 2014 gilt die Freizügigkeit für EU-Arbeitnehmer auch für Bürger aus Rumänien und Bulgarien. Unter Freizügigkeit versteht man, dass ausländische EU-Bürger nach Deutschland kommen und hier arbeiten dürfen. Doch um einer geregelten Beschäftigung schien keiner der Nachbarn nachzugehen.
Missbrauch mit EU-Freizügigkeit

[...]
OB Baranowski spricht von "Sozialbetrug" und "organisierter Kriminalität
Einen Eindruck den der Gelsenkirchener Oberbürgermeister Frank Baranowski in dem Bericht bestätigt. "Es gibt deutliche Hinweise auf Sozialbetrug. Zum Teil geht es auch um organisierte Kriminalität“, erklärt er gegenüber der "Zeit".
Die Stadt hat offenbar Hinweise, dass sich um die von Rumänen besiedelten Häuser richtige Firmengeflechte kümmern. Es gibt laut dem Bericht eine „Marketing-Gesellschaft, Reise- und Stromberater, eine Touristikfirma, ein Reisevermittler“. Daneben existierten Hauseigentümer, die niemals im Grundbuch auftauchen, „Spezialisten für Mietverträge“, einen Bauservice und eine Grundbesitz GmbH“.

"In Gelsenkirchen kann man viel Geld machen", zitiert der Bericht einen städtischen Angestellten. Für das Sechsfache einer Jahresmiete könne man Häuser kaufen. In Berlin liege der Faktor beim 20-Fachen. Das bedeutet: In halbverfallenen Gelsenkirchener Schrotthäusern lassen sich kleine Eigentumswohnungen schon für unter 5000 Euro kaufen, Mehrfamilienhäuser gibt es bereits für für 90.000 Euro.

Diese billig gekauften Wohnungen und Häuser werden dann mit südost-europäischen Einwanderern gefüllt. Damit sie bleiben dürfen, müssen sie einen Job nachweisen. Wer beispielsweise einen Minijob über 430 Euro hat, kann im Rahmen von Hartz IV „Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts" beantragen. Das Jobcenter stockt dann kleine Einkommen auf. Bei Eltern mit vier Kindern kann dieser Zusatz-Betrag bis zu 1600 Euro im Monat betragen.

Mitarbeitern in Gelsenkirchener Ämtern fielen bald Ungereimtheiten auf. Einige Rumänen, die kein Wort Deutsch verstanden, kamen mit fehlerfrei ausgefüllten Aufstock-Anträgen zu den Behörden. Außerdem war kaum zu erklären, dass es zahlreiche neue Firmen gab, die Dutzende Jobs anbieten, oft für Putzhilfen, Hausmeister und ähnliches. Dabei handele es sich meist um Minijobs, die einen hohen Aufstock-Betrag ermöglichen. Alles nur Zufall? Der Verdacht kam auf, dass eine gut organisierte Abzock-Branche öffentliche Gelder professionell abgreift.

http://www.focus.de/immobilien/mieten/h ... 99635.html

Es ist also genau das eingetroffen was nicht eintreffen sollte aber unter den Bedingungen war nichts anderes zu erwarten.
Um den Spuk zu stoppen muss das Gesetz geändert werden das Selbstständige mit H4 aufstocken können.
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Fadamo
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Re: Sinti und Roma ab 2014

Beitragvon Fadamo » So 7. Aug 2016, 15:29

jack000 hat geschrieben:(28 Sep 2013, 17:35)

http://www.focus.de/panorama/welt/tid-3 ... 94224.html

Es leben in Rumänien und Bulgarien ca. 2.700.000 Sinti und Roma.
http://www.dw.de/0/a-16732353
Zu einem signifikanten Teil geht es denen sehr schlecht, weil diese Länder diese Minderheit ausgegrenzt hat und schlecht behandelt. Aber auch weil diese selbst auch einen Teil der Schuld tragen.

Wenn tatsächlich denen in Deutschland Sozialleistungen zustehen, gibt es so gut wie keine Argumente mehr noch in Rumänien oder Bulgarien zu bleiben. Angesichts der Tatsache, was alleine die Zahl von einigen Hundert schon für Auswirkungen haben, was wird dann erst sein, wenn es hundertausende werden? Rollt ab 2014 eine Katastrophe auf Deutschland zu? Oder habe ich da irgendwas übersehen?



Wir haben heute 2016 die Katastrophe durch die Sinti und Romas ist ausgeblieben,wie du selber feststellen konntest.

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