Antisemitismus

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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Di 30. Okt 2018, 00:10

Selina hat geschrieben:(29 Oct 2018, 23:47)

Verteidiger von Roger Waters meinen zudem, dass Merkel die israelische Siedlungspolitik ebenfalls mehrfach aufs Schärfste kritisiert habe und ganz gewiss trotzdem keine Antisemitin ist. Und die Bewegung Boycott, Divestment and Sanctions (BDS), bei der Waters offenbar mitgemacht hat, steht zwar zurecht in der Kritik, weil der Boykott israelischer Waren einfach mal unredlich und der falsche Weg ist, um politische Ziele zu erreichen. Aber ob BDS deshalb auch antisemitisch ist, wird durchaus unterschiedlich bewertet. Hier mal ein Pro und ein Kontra:

http://www.taz.de/!5389548/


Klar, wer einen Stern Davids auf einem aufblasbaren Schwein und daneben ein Dollar-Zeichen sieht, denkt zuerst mal an die politische Situation im Nahen Osten, ja?
Hat Waters bestimmt als Bühnendekoration aus lauter Empathie für die armen Palästinenser gewählt.
BDS ist eine zutiefst antisemitische Bewegung, erinnert in ihrem Slogan an die Naziparole "Kauft nicht beim Juden", zielt auf die Zerstörung/Auflösung Israels ab,
ist verbunden mit Terroristen und unterstützt deren Ziele.
Mit Kritik hat das so wenig zu tun wie die Kuh mit dem Fliegen, aber mit Judenhass jede Menge.
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Selina
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Selina » Di 30. Okt 2018, 00:21

Vongole hat geschrieben:(30 Oct 2018, 00:10)

Klar, wer einen Stern Davids auf einem aufblasbaren Schwein und daneben ein Dollar-Zeichen sieht, denkt zuerst mal an die politische Situation im Nahen Osten, ja?
Hat Waters bestimmt als Bühnendekoration aus lauter Empathie für die armen Palästinenser gewählt.
BDS ist eine zutiefst antisemitische Bewegung, erinnert in ihrem Slogan an die Naziparole "Kauft nicht beim Juden", zielt auf die Zerstörung/Auflösung Israels ab,
ist verbunden mit Terroristen und unterstützt deren Ziele.
Mit Kritik hat das so wenig zu tun wie die Kuh mit dem Fliegen, aber mit Judenhass jede Menge.


Tja, das ist das alte Lied und die alte Fragestellung: Ist Kritik an Israels Politik gleichzusetzen mit Antisemitismus? Roger Waters selbst sieht das ja alles etwas anders und weist den Antisemitismus-Vorwurf strikt von sich.

Zitat:

Antisemitismus: Waters wehrt sich in einem offenen Brief

Um eben dieses Schwein geht es. Und um den Davidstern, der an der unteren rechten Seite seines Maules prangt. Der Show, die ­etwa 28 500 Zuschauer in das Frankfurter Stadion lockte, war eine heftige Diskussion vorausgegangen. Ein Besucher von Waters Konzert in Belgien am 18. Juli hatte ein Video von dem Schwein auf der Internetplattform You Tube hochgeladen – prompt hagelte es Kritik von vielen Seiten. Unter anderem von Rabbi Abraham Cooper, dem stellvertretenden Direktor des Simon-Wiesenthal-Centers. Er wirft dem einstigen Mitbegründer der Band Pink Floyd vor, er sei ein Antisemit, „ein bekennender Juden-Hasser“.

Dagegen wehrt sich Waters in einem offenen Brief auf seiner Facebook-Seite: Er fühle sich durch den Vorwurf des Antisemitismus persönlich beleidigt, und weist darauf hin, dass er in seiner Show außer dem Davidstern auch das Kreuz und den Halbmond verwendet. Der Musiker argumentiert, die Symbolik des Davidsterns in „The Wall“ richte sich gegen die Politik des Staates Israel, eines Staates, so Waters, „der Apartheid praktiziert, sowohl innerhalb seiner eigenen Grenzen also auch in den Gebieten, die er seit 1967 besetzt und kolonisiert hat“. Friedlich gegen Israels Innen- und Außenpolitik zu protestieren sei nicht antisemitisch.


https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... d0202.html
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Di 30. Okt 2018, 00:34

Wenn Waters den Vorwurf, Israel betreibe Apartheid-Politik, nicht für antisemitisch/antizionistisch hält, dann ist er noch dämlicher, als ich dachte.
Und ob ihn das beleidigt, geht mir persönlich am Achtersteven vorbei.
Was mir aber nicht egal ist, dass Juden sich durch solche "Symbolik" beleidigt, angegriffen und herabgewürdigt sehen, und dass Waters mit BDS aktiv an der Zerstörung des jüdischen Staates Israel arbeitet.


@schoko:
Was Lieberberg angeht, so trifft auf ihn ein Satz von Alexander Roda Roda zu:
"Aus dem Antisemitismus könnte schon was werden, wenn sich nur die Juden seiner annehmen würden".
Mit anderen Worten, solange sich Antisemiten auf sich selbst hassende Juden berufen könnnen, gibt ihnen das ein gutes Gefühl der Selbstgerechtigkeit.
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Beitragvon schokoschendrezki » Di 30. Okt 2018, 05:03

Vongole hat geschrieben:(30 Oct 2018, 00:34)

Wenn Waters den Vorwurf, Israel betreibe Apartheid-Politik, nicht für antisemitisch/antizionistisch hält, dann ist er noch dämlicher, als ich dachte.
Und ob ihn das beleidigt, geht mir persönlich am Achtersteven vorbei.
Was mir aber nicht egal ist, dass Juden sich durch solche "Symbolik" beleidigt, angegriffen und herabgewürdigt sehen, und dass Waters mit BDS aktiv an der Zerstörung des jüdischen Staates Israel arbeitet.


@schoko:
Was Lieberberg angeht, so trifft auf ihn ein Satz von Alexander Roda Roda zu:
"Aus dem Antisemitismus könnte schon was werden, wenn sich nur die Juden seiner annehmen würden".
Mit anderen Worten, solange sich Antisemiten auf sich selbst hassende Juden berufen könnnen, gibt ihnen das ein gutes Gefühl der Selbstgerechtigkeit.

Selbsthass kann ich da bei LIeberberg eigentlich nicht erkennen. Er will strikt trennen zwischen künstlerischer Leistung und politischem Engagement. Ersteres hält er bei Waters/PinkFloyd für genial, zweiteres wie etwa Waters' Engagement bei den Israel-Boykott-Aktionen lehnt er rigoros ab. Nun gehört aber die optische Gestaltung von Pink-Floyd-Konzerten definitiv zum künstlerischen Konzept der Band. Und ein fliegendes Schwein mit einem Davidstern hat eben definitiv eine antisemitische Konnotation. Da führt kein Weg vorbei, Ich sehe da eher eine Art Selbstverliebtheit in ein generationenprägendes Konzept von Rockmusik. Ich war als Pubertierender ja selbst mal glühender Pink-Floyd-Fan. Und sehe das heute eben als das: Als typische Pubertäts-Macke. Ein Angezogensein von Macht, Größe, Pathos, Männlichkeitsphantasien.

Meine Abneigung gegen Wagner, das muss ich zugeben, ist irgendwie auch ein wenig obsessv. Aber: Man muss diesen Text ("Über das Judenthum in der Musik") wirklich mal komplett gelesen haben. Und man muss verstehen, dass Wagner diese Ansichten nicht als spontane Gefühlsentladung verstanden haben wollte. Es gab bei ihm ein thematisches Insistieren auf das Thema. Immer wieder. Und in diesem Text sind - wie kaum sonst irgendwo - die typischen Erzählungen und Stereotype auf den Punkt gebracht und vor allem reproduzierbar in die Welt gesetzt. Nur als ein Beispiel: Der sogenannte definite Singular: Aus "die Juden" wird "der Jude". Alle heißen Itzig. Wobei interessanterweise neben Wagner auch Karl Marx einer derjenigen ist, die sich dieses Singulars bedienen (in "Zur Judenfrage"), Da würde ich dann wirklich von Selbsthass reden. "Der Jude" also sei unfähig zu tatsächlicher, authentischer künstlerischer Artikulation, weil ihm eine tatsächliche Zugehörigkeit fehle und nur aus solchen Zugehörigkeiten authentischer Ausdruck entstehen könne. Das ist eine der zentralern Thesen in "Das Judenthum in der Musik". Es sei immer nur Nachahmung und an die Stelle eines völkischen, nationalen Wir-Zusammenhangs trete die "mauschelnde" Individualität. Künstliches anstelle von Künstlerischem. Ich glaube, dass dieser gedankliche Topos bis tief ins Unterbewusste der westlichen Zivilisation eingesickert ist und sich heute nur in allen möglichen anderen Varianten äußert.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon schokoschendrezki » Di 30. Okt 2018, 08:06

Selina hat geschrieben:(29 Oct 2018, 23:47)

Verteidiger von Roger Waters meinen zudem, dass Merkel die israelische Siedlungspolitik ebenfalls mehrfach aufs Schärfste kritisiert habe und ganz gewiss trotzdem keine Antisemitin ist. Und die Bewegung Boycott, Divestment and Sanctions (BDS), bei der Waters offenbar mitgemacht hat, steht zwar zurecht in der Kritik, weil der Boykott israelischer Waren einfach mal unredlich und der falsche Weg ist, um politische Ziele zu erreichen. Aber ob BDS deshalb auch antisemitisch ist, wird durchaus unterschiedlich bewertet. Hier mal ein Pro und ein Kontra:

http://www.taz.de/!5389548/

Die politische Situation heute und Mitte, Ende des 19. Jahrhunderts ist nun mal sehr sehr unterschiedlich.

Aber zu Pink FLoyd/Wagner/Antisemitismus noch mal. Das Album mit dem orchestralen Pompwerk "Atom Heart Mother" erschien 1970. Noch vor den großen kommerziellen Erfolgen der Band. Für die meisten ist es inzwischen vergessen und für viele andere zurecht als "ungenießbar" eingestuft. Natürlich handelt es sich musiktechnisch um eine Trivialisierung, um eine Art André-Rieuisierung des Tonkünstlers Wagners. Und dennoch: Die Intentionen der Musiker von Pink FLoyd wie auch des eigentlichen Komponisten und Arrangeurs Ron Geesin gehen ganz eindeutig auf Wagner-Ästhetik zurück oder zumindest auf das, was dafür gehalten wurde. Von der Empfehlung Geesins an die Band, sich mal Wagners Parsifal als Vorbild anzuhören bis hin zum Einsatz von "Wagnertuben" in den bombastischen Orchesterpassagen. (Die übrigens keine Tuben sondern eine spezielle Ausführung von Waldhörnern sind). Eine halb männlich-infantile, halb kommerziell erfolgreiche Begeisterung für: Rausch. Volk. Körper. Pathos. Und - wenn auch vielleicht damals nicht bewusst wahrgenommenem - Gegenkonzept zum vermeintlich künstlichen und vermeintlich jüdischen Intellektualismus. Und Wagner hatte als Juden-Feindbild noch jemanden wie Meyerbeer vor Augen. Wenn er geahnt hätte, dass ein Kafka, ein Freud, ein Einstein ihm folgen würden! "Das Judenthum in der Musik", Bayreuth, Wagner, Pink Floyd, Roger Waters, das Schwein mit dem Davidstern ... es gehört zusammen!
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Selina » Di 30. Okt 2018, 08:52

schokoschendrezki hat geschrieben:(30 Oct 2018, 08:06)

Die politische Situation heute und Mitte, Ende des 19. Jahrhunderts ist nun mal sehr sehr unterschiedlich.

Aber zu Pink FLoyd/Wagner/Antisemitismus noch mal. Das Album mit dem orchestralen Pompwerk "Atom Heart Mother" erschien 1970. Noch vor den großen kommerziellen Erfolgen der Band. Für die meisten ist es inzwischen vergessen und für viele andere zurecht als "ungenießbar" eingestuft. Natürlich handelt es sich musiktechnisch um eine Trivialisierung, um eine Art André-Rieuisierung des Tonkünstlers Wagners. Und dennoch: Die Intentionen der Musiker von Pink FLoyd wie auch des eigentlichen Komponisten und Arrangeurs Ron Geesin gehen ganz eindeutig auf Wagner-Ästhetik zurück oder zumindest auf das, was dafür gehalten wurde. Von der Empfehlung Geesins an die Band, sich mal Wagners Parsifal als Vorbild anzuhören bis hin zum Einsatz von "Wagnertuben" in den bombastischen Orchesterpassagen. (Die übrigens keine Tuben sondern eine spezielle Ausführung von Waldhörnern sind). Eine halb männlich-infantile, halb kommerziell erfolgreiche Begeisterung für: Rausch. Volk. Körper. Pathos. Und - wenn auch vielleicht damals nicht bewusst wahrgenommenem - Gegenkonzept zum vermeintlich künstlichen und vermeintlich jüdischen Intellektualismus. Und Wagner hatte als Juden-Feindbild noch jemanden wie Meyerbeer vor Augen. Wenn er geahnt hätte, dass ein Kafka, ein Freud, ein Einstein ihm folgen würden! "Das Judenthum in der Musik", Bayreuth, Wagner, Pink Floyd, Roger Waters, das Schwein mit dem Davidstern ... es gehört zusammen!


Danke für die Hintergründe. Bin immer großer Pink-floyd-Fan gewesen, wir haben bis auf das von dir erwähnte alle Alben (was damals in der DDR ein absoluter finanzieller und organisatorischer Kraftakt war, die zu kriegen), aber so hab ich das nie gesehen. Werd mal drüber nachdenken und einen nahen Angehörigen fragen, der als wirklicher Kenner von Roger Waters und Pink floyd gilt. Mal sehen, was der dazu sagt. Ansonsten fänd ich es sehr sehr schade, wenn hinter dieser Musik und diesen Texten wirklich Antisemitismus stecken würde. Uns alle hat das damals immer sehr bewegt, was die musikalisch und auch textlich gemacht haben. Aber Parallelen zum Antisemiten Wagner? Nee, haben wir nicht gesehen. Aber wie gesagt, ich frag mal unseren Familien-Pink-floyd-Kenner ;) Ansonsten finde ich die heutigen Aktionen von Roger Waters (von denen ich bis zu deiner Bemerkung gar nichts wusste) sehr überzogen, zumal doch jeder weiß, was gerade wieder für ein Klima weltweit herrscht. Und dennoch muss es meines Erachtens möglich sein, die Politik Netanjahus kritisch betrachten zu dürfen, ohne als Antisemit und Feind Israels zu gelten. Bei mir zum Beispiel hat sowas eher kapitalismuskritische Hintergründe. Ich glaube auch, wenn man da sehr vorsichtig und differenziert rangeht, müsste doch eigentlich deutlich werden, dass einem nichts fremder ist als Antisemitismus. Ich selbst würde mich entschieden dagegen verwahren, falls mich jemand in diese Schublade stecken wollte. Mal ganz unabhängig von Roger Waters. Was hälst du denn selbst von Netanjahu und seiner Politik gegenüber den Palästinensern und von seiner Nähe zum Rechtspopulisten Trump?
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Quatschki » Di 30. Okt 2018, 10:17

schokoschendrezki hat geschrieben:(29 Oct 2018, 21:45)
.... bei Aufführung des Stücks "Nathan der Weise" des jüdischen Dichters Lessing ...

Anmerkung dazu: Lessing war kein Jude, sondern Lutheraner und ist auch nie aus Deutschland herausgekommen.
Und sein Stück "Nathan der Weisse", mit dem hierzulande Generationen von Schulkindern malträtiert werden, offenbart viel von jener Gutmenschen-Naivität, mit der die Deutschen gern die Welt betrachten, die sie selbst nie erlebt haben.
in arabisch oder hebräisch gibt es noch nicht mal einen Wikipedia-Eintrag weder von Lessing, noch von seinem bekanntesten Stück.
Die können vermutlich mit dem Stoff und der Botschaft dieses sächsischen Geistesmannes einfach nichts anfangen.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Marmelada » Di 30. Okt 2018, 11:11

Vongole hat geschrieben:(28 Oct 2018, 17:53)

Hier gehts aber nicht um seine Qualitäten als Comedian, oder bist du der Meinung, Nichtgefallen rechtfertigt Antisemitismus?
Nun ja, Polak nutzt selbst "Comedy-Qualitäten", mit denen Böhmermann zu Recht in die Kritik gerät. Und damit meine ich nicht einmal Sprüche wie „Ich fick gerade eine Zigeunerin. Beim Petting weißt du nie, ob sie dich oder deine Wertsachen abtastet.“, sondern die Diffamierung von Personen live auf der Bühne:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-129339538.html
Polak: Dann entdeckte ich in der dritten Reihe ein siebenjähriges Mädchen, das mit so einem dubiosen Typen da war. Eine Siebenjährige in einer Late-Night-Show! Das kann ich als Komiker nicht liegen lassen. Ich sagte der Kleinen, dass ich für sie hoffte, der Typ neben ihr sei ihr Vater - "sonst könntest du nachher auf dem Heimweg noch richtige Probleme kriegen". Dann fragte ich sie, wie alt sie sei. Sieben, sagte sie. Ach, leider zu alt für mich.

SPIEGEL: Oje.

Polak: Superschäbiger, mieser Gag, ich weiß, aber ich mag den. Das Publikum hat gebuht wie verrückt. Ich ging von der Bühne, und der Moderator entschuldigte sich anschließend für mich.


Das Gesamtwerk Polaks kenne ich nicht, aber was man auf youtube so findet, ist tatsächlich "ultrakrasse Ficki-Ficki-Comedy", wie Böhmermann es nennt. Ultrakrass durch häufige Einbeziehung von Pädophilie-"Witzen". Ansonsten noch "Witze" mit Anne Frank und so, die ich persönlich auch nicht witzig oder zum Nachdenken anregend finde, aber das müssten Holocaust-Opfer natürlich selbst beurteilen, ob Polak das darf.

Für mich steht aber fest, dass Polaks Austeiler-Qualitäten mindestens genauso gefestigt sind wie seine Empfindsamkeit auf die eigene Person.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon schokoschendrezki » Di 30. Okt 2018, 13:19

Quatschki hat geschrieben:(30 Oct 2018, 10:17)

Anmerkung dazu: Lessing war kein Jude, sondern Lutheraner und ist auch nie aus Deutschland herausgekommen.

Autsch. Danke. Ja. Da hast Du mich jetzt aber auf dem falschen Fuß erwischt. Wahrscheinlich hat mich als pubertierender Schüler die Erörterung der "Ringparabel" auch irgenndwie genervt.

Hier gehts aber um was anderes. Der Antisemitismus von Richard Wagner war exzeptionell. Das steht fest. Wagner wurde nicht einfach so und ungefragt instrumentalisiert. Der wollte genau so verstanden werden, wie er es in "Das Judenthum in der Musik" beschrieben hat. Als (natürlich kritisch kommentierten) Text könnte man Schülern die Wesenszüge des Antisemitismus im 19. Jahrhundert anhand dieses Pamphlets wohl kaum anschaulicher beschreiben.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon schokoschendrezki » Di 30. Okt 2018, 13:35

Selina hat geschrieben:(30 Oct 2018, 08:52)

Danke für die Hintergründe. Bin immer großer Pink-floyd-Fan gewesen, wir haben bis auf das von dir erwähnte alle Alben (was damals in der DDR ein absoluter finanzieller und organisatorischer Kraftakt war, die zu kriegen), aber so hab ich das nie gesehen. Werd mal drüber nachdenken und einen nahen Angehörigen fragen, der als wirklicher Kenner von Roger Waters und Pink floyd gilt. Mal sehen, was der dazu sagt. Ansonsten fänd ich es sehr sehr schade, wenn hinter dieser Musik und diesen Texten wirklich Antisemitismus stecken würde. Uns alle hat das damals immer sehr bewegt, was die musikalisch und auch textlich gemacht haben. Aber Parallelen zum Antisemiten Wagner? Nee, haben wir nicht gesehen. Aber wie gesagt, ich frag mal unseren Familien-Pink-floyd-Kenner ;) Ansonsten finde ich die heutigen Aktionen von Roger Waters (von denen ich bis zu deiner Bemerkung gar nichts wusste) sehr überzogen, zumal doch jeder weiß, was gerade wieder für ein Klima weltweit herrscht. Und dennoch muss es meines Erachtens möglich sein, die Politik Netanjahus kritisch betrachten zu dürfen, ohne als Antisemit und Feind Israels zu gelten. Bei mir zum Beispiel hat sowas eher kapitalismuskritische Hintergründe. Ich glaube auch, wenn man da sehr vorsichtig und differenziert rangeht, müsste doch eigentlich deutlich werden, dass einem nichts fremder ist als Antisemitismus. Ich selbst würde mich entschieden dagegen verwahren, falls mich jemand in diese Schublade stecken wollte. Mal ganz unabhängig von Roger Waters. Was hälst du denn selbst von Netanjahu und seiner Politik gegenüber den Palästinensern und von seiner Nähe zum Rechtspopulisten Trump?


Der Bombastismus der Pink-Floyd-Musik ist für mich zunächst mal mein eigener selbstkritischer Blick auf meine eigene pubertäre musikgeschmackliche Verwirrtheit. Das gehört eigentlich nicht hierher. Erst viel viel später, anlässlich eines der letzten Pink-Floyd-Konzerte überhaupt (in Lissabon 1994 und ohne Roger Waters) ist mir endgültig ein Licht aufgegangen, dass das Musik für VW-Manager und zum Sektanstoßen ist. Nix für kreative Menschen.

Netanjahu halte ich, um es kurz zu sagen, für einen ebensolchen Opportunisten wie Viktor Orbán, den er trotz staatlicher antisemitischer Kampagnen in Ungarn anlässlich eines Staatsbesuchs im Juli diesen Jahres für (wörtlich!) "einen wahren Freund Israels" hält. Dies schlicht einen "Irrtum" zu nennen, wäre noch der vorsichtigste Versuch einer Kritik.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon ThorsHamar » Di 30. Okt 2018, 13:40

schokoschendrezki hat geschrieben:(30 Oct 2018, 13:19)

Autsch. Danke. Ja. Da hast Du mich jetzt aber auf dem falschen Fuß erwischt. Wahrscheinlich hat mich als pubertierender Schüler die Erörterung der "Ringparabel" auch irgenndwie genervt.

Hier gehts aber um was anderes. Der Antisemitismus von Richard Wagner war exzeptionell. Das steht fest. Wagner wurde nicht einfach so und ungefragt instrumentalisiert. Der wollte genau so verstanden werden, wie er es in "Das Judenthum in der Musik" beschrieben hat. Als (natürlich kritisch kommentierten) Text könnte man Schülern die Wesenszüge des Antisemitismus im 19. Jahrhundert anhand dieses Pamphlets wohl kaum anschaulicher beschreiben.


Ja, so ist es. Das IST Antisemitismus und ich habe mich schon immer gewundert, warum das von der aufgeklärten Gesellschaft einfach ignoriert oder wenigstens als irgendwie unerheblich beiseite geschoben wird....
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon schokoschendrezki » Di 30. Okt 2018, 13:53

ThorsHamar hat geschrieben:(30 Oct 2018, 13:40)

Ja, so ist es. Das IST Antisemitismus und ich habe mich schon immer gewundert, warum das von der aufgeklärten Gesellschaft einfach ignoriert oder wenigstens als irgendwie unerheblich beiseite geschoben wird....

WIrd ja nicht durchgängig. 2013 gabs in Düsseldorf eine "Tannhäuser"-Inszenierung mit SS-Schergen und Gaskammern ... und entsprechenden Skandalen. Aber ich fürchte, das wird uns in der politischen Auseinandersetzung mit dem aktuellen Antisemitismus kaum weiterhelfen. Es zeigt nur, dass das ganze Thema keineswegs abgeschlossen ist. Kritische Diskussionen wären gut. Man hat aber bei solchen Beispielen eher den Eindruck, dass man da so eine Art kulturelle Angstlust an den Abgründen auskostet.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon schokoschendrezki » Di 30. Okt 2018, 14:37

Vongole hat geschrieben:(29 Oct 2018, 16:33)

Nein, natürlich ist so ein Urteil u.U. nur für andere abschreckend, verändern wird es weder die Beiden noch andere Judenhasser.

Der Mörder von Pittsburgh lebt sicherlich in einer kranken Eigenwelt, aber auch in einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft, die Hass schürt, auch gegen Juden.
Da hilft weder hüben noch drüben eine Beretta - obwohl in Pittsburgh Wachen vor der Synogoge wie hier das Schlimmste wohl verhindert hätten - sondern ein solidarisches Gemeinschaftsgefühl,
welches Antisemitimus in jeder Form ächtet und bekämpft.

gab.com, die social media platform, auf der der Attentäter bevorzugt schrieb, ist inzwischen offline und nur mit einem allgemein formulierten Statement zu sehen. Aber mit der Google-SUche "jews site:gab.com" sieht man gerade noch, worums da jüngst so ging:
"Jewish billionaires funding the left just like they funded the Bolshevik Revolutions ..."
"In the 1920s and 30s the Jew dominated the black entertainment industry just as now, they owned most (if not all) of the Jazz clubs"
"Who's sick of the Jews sending Satanic drag queens into our kindergartens? Who's sick of the white girl hooking up with the black guy on every Hollywood Jew "
"Trump Knows Jews are Evil."

usw. usf.

Eigentlich waren die USA bis vor kurzem weitgehend antisemitismusfrei. Wenn man der New Yorker Tante von Polak glaubt.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Di 30. Okt 2018, 17:58

Menschen hassten und hassen Juden aus einem einzigen Grund: Weil sie Juden sind.
Um diesen Hass zu "rechtfertigen" und zu verbreiten, setzten sie Lügen und Verschwörungstheorien in die Welt, tun das bis heute und geben dem Hass neue Nahrung.
Warum sie das tun? Siehe oben.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Selina » Di 30. Okt 2018, 20:14

schokoschendrezki hat geschrieben:(30 Oct 2018, 13:35)

Der Bombastismus der Pink-Floyd-Musik ist für mich zunächst mal mein eigener selbstkritischer Blick auf meine eigene pubertäre musikgeschmackliche Verwirrtheit. Das gehört eigentlich nicht hierher. Erst viel viel später, anlässlich eines der letzten Pink-Floyd-Konzerte überhaupt (in Lissabon 1994 und ohne Roger Waters) ist mir endgültig ein Licht aufgegangen, dass das Musik für VW-Manager und zum Sektanstoßen ist. Nix für kreative Menschen.

Netanjahu halte ich, um es kurz zu sagen, für einen ebensolchen Opportunisten wie Viktor Orbán, den er trotz staatlicher antisemitischer Kampagnen in Ungarn anlässlich eines Staatsbesuchs im Juli diesen Jahres für (wörtlich!) "einen wahren Freund Israels" hält. Dies schlicht einen "Irrtum" zu nennen, wäre noch der vorsichtigste Versuch einer Kritik.


Also da war ganz und gar nicht alles "bombastisch". Vera, Mother, solche Wahnsinnstitel im Zusammenhang mit Wagner zu nennen... ich weiß nicht. Oder das herrliche Experimentalstück (für damalige Zeiten eine Sensation) Several Species of Small Furry Animals... und viele andere Titel. Da gibts im Laufe ihrer Karriere auch viele leise, ganz spezielle Töne. The Dark Side of the Moon... Wish You Were Here... Animals. Aber gut, dass du dich hier traust, solch eine Netanjahu-Kritik auf Anfrage von mir zu äußern. Obwohl diese Orban-Sympathie-Bekundung ja nur ein Aspekt ist, es gäbe noch mehr Kritisches zu seiner Politik anzumerken.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon PeterK » Mi 31. Okt 2018, 08:39

Selina hat geschrieben:(31 Oct 2018, 08:20)
Wie ist deine Meinung zur Politik von Netanjahu?

Welchen Teil seiner Politik meinst Du? Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was er in der Bildungs-, Sozial- oder Wirtschafts-Politik tut. Soweit ich weiß, ist die ökonomische Entwicklung positiv.

Dass er sich entschieden hat, Gaza nach der Beersheba-Attacke nicht anzugreifen, war vermutlich klug und dass er die Millionenzahlungen aus Katar nicht an die Hamas durchlässt, ist vermutlich auch nicht dumm.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Alexyessin » Mi 31. Okt 2018, 08:46

Sorry, aber für Israelische Innenpolitik bitte im Forum 35
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
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Re: Antisemitismus

Beitragvon PeterK » Mi 31. Okt 2018, 09:05

Alexyessin hat geschrieben:(31 Oct 2018, 08:46)
Sorry, aber für Israelische Innenpolitik bitte im Forum 35

Ok.

Zum Thema Antisemitismus und "Netanjahu-Kritik": Ich verstehe nicht, warum Deutsche meinen, sich in "Israel-Kritik" oder "Israelischer-Regierungschef-Kritik" üben zu müssen. So etwas kommt mir immer vor wie eine Art Ersatzhandlung. Es gibt soviel "Kritikwürdiges" im eigenen Land und in der näheren Nachbarschaft, da muss man nicht in die Ferne des Nahen Ostens ;) schweifen.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 31. Okt 2018, 09:15

Selina hat geschrieben:(30 Oct 2018, 20:14)
Also da war ganz und gar nicht alles "bombastisch". Vera, Mother, solche Wahnsinnstitel im Zusammenhang mit Wagner zu nennen... ich weiß nicht. Oder das herrliche Experimentalstück (für damalige Zeiten eine Sensation) Several Species of Small Furry Animals... und viele andere Titel. Da gibts im Laufe ihrer Karriere auch viele leise, ganz spezielle Töne. The Dark Side of the Moon... Wish You Were Here... Animals.

Ich muss aufpassen, wovon ich schreibe, um nicht wieder verwanrt oder gesperrt zu werden. Roger Waters und die Gestaltung der Rockshows der späteren Pink FLoyds weisen eindeutig antisemitisch konnotierte Elemente auf. Und Richard Wagners "Über das Judenthum in der Musik" ist ein, wenn nicht das Musterbeispiel für die Art von Antisemitismus, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an der Tagesordnung war. Mit einer völlig anderen politischen Situation. DIe Shoah lag in der Zukunft, den Staat Israel gab es (noch) nicht. Ein nicht geringer Teil der Menschen in Europa mit jüdischer Herkunft war von dem geprägt, was man "Assimilation" zu nennen pflegt. Und dann gab es in den sozialen Millieus, in denen in Europa Menschen jüdischer Herkunft lebten, noch mal große innere Unterschiede. Im Wesentlichen Unterschiede zwischen Osteuropa und RUssland auf der einen und Westeuropa auf der anderen Seite. Umso bemerkenswerter ist, dass sich die antiemitischen Klischees, wie sie ja eben auch in Wagners Pamphlet zu lesen sind, bis in die heutige, pollitisch völllig andere Zeit gehalten haben.
Aber gut, dass du dich hier traust, solch eine Netanjahu-Kritik auf Anfrage von mir zu äußern. Obwohl diese Orban-Sympathie-Bekundung ja nur ein Aspekt ist, es gäbe noch mehr Kritisches zu seiner Politik anzumerken.

Ja sicher. Wir müssen in politischen Diskussionen die Widersprüchlichkeit der realen Welt im Auge haben. Auch der bei dem Flugzeugabsturz ums Leben gekommene Lech Kaczynski galt als einer der engsten Freunde Israels. Und hatte gleichzeitig - wie sein Bruder - gute Beziehungen zum Sender Radio Maryja, der zum Teil ganz offen und unverholen sehr antisemitische Thesen vertritt.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Selina » Mi 31. Okt 2018, 09:47

Alexyessin hat geschrieben:(31 Oct 2018, 08:46)

Sorry, aber für Israelische Innenpolitik bitte im Forum 35


Ok, geht klar, Alexyessin. Diese Diskussion über einzelne Politiker Israels und ihre politischen Entscheidungen kommt nur dann auf, wenn man ganz klar zwischen Antisemitismus und Kritik an politischen Haltungen unterscheiden will. Es kommt da zu oft der Vorwurf, dass diese Kritik gleichzusetzen sei mit Antisemitismus. Und das finde ich nicht ok. Aber ich höre jetzt auf damit. Wollte es nur klarstellen.
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