Antisemitismus

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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Di 7. Aug 2018, 19:10

Julian hat geschrieben:(07 Aug 2018, 19:55)

Das soll sich wohl neutral anhören - aus der Schweiz, und dann noch "Audiatur", wo man doch automatisch denkt "...et altera pars". In Wahrheit ist Audiatur eine private, pro-israelische Stiftung und die Website das Machwerk einer PR-Agentur.

Das heißt nicht, dass was dort geschrieben wird, falsch ist - aber die Quelle ist ähnlich voreingenommen einzuordnen wie die israelische Botschaft.


Auf Audiatur kommen durchaus auch israelkritische Stimmen zu Worte, Stöckchen werfen ist daher unnötig.
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Tom Bombadil
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Tom Bombadil » Di 7. Aug 2018, 19:13

Kritikaster hat geschrieben:(07 Aug 2018, 18:57)

Du hast offensichtlich nicht den blassesten Schimmer, wie bekloppt es ist, mir jetzt hier "Ultranationalismus" vorzuhalten

In Sachen Israel muss es seitens der Anti"zionisten" eben immer eine Schüppe mehr sein, Nationalismus reicht da nicht, nein, es muss "Ultranationalismus" sein. So entlarven sich die Kollegahs am Ende eben doch immer wieder selber.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Julian » Di 7. Aug 2018, 19:14

Vongole hat geschrieben:(07 Aug 2018, 20:10)

Auf Audiatur kommen durchaus auch israelkritische Stimmen zu Worte, Stöckchen werfen ist daher unnötig.


Das mag sein, es handelt sich aber um eine pro-israelische Stiftung. Dass man den Anschein der Objektivität wahren möchte und dafür einige abweichende Stimmen einbaut, soll wohl die Glaubwürdigkeit steigern. Was ja ganz offenbar auch funktioniert.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Julian » Di 7. Aug 2018, 19:18

Ich verstehe nicht, dass man das Thema nicht ruhiger und rationaler diskutieren kann. Die letzten Seiten zeigen, wie die Emotionen hochkochen. Das ist der Grund, weswegen ich mich hier nur begrenzt äußere.

Wenn ihr wolltet, dass das Thema wirklich offen und fruchtbar diskutiert wird, müsstet ihr hier anders vorgehen.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Tom Bombadil » Di 7. Aug 2018, 19:19

Was soll an Antisemitismus "offen und fruchtbar diskutiert" werden?
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Kritikaster » Di 7. Aug 2018, 19:20

Julian hat geschrieben:(07 Aug 2018, 20:14)

Das mag sein, es handelt sich aber um eine pro-israelische Stiftung. Dass man den Anschein der Objektivität wahren möchte und dafür einige abweichende Stimmen einbaut, soll wohl die Glaubwürdigkeit steigern. Was ja ganz offenbar auch funktioniert.

Da man von anti-israelischen Hetzerquellen keine halbwegs zutreffenden Informationen erwarten kann, führt an solchen wie den von mir genannten schlicht kein Weg vorbei.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Julian » Di 7. Aug 2018, 19:56

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Aug 2018, 20:19)

Was soll an Antisemitismus "offen und fruchtbar diskutiert" werden?


Es geht schon wieder los!

Und ich dachte, dies sei ein Diskussionsforum. Wenn es nichts zu diskutieren gibt, was seid ihr dann überhaupt hier?

Ich finde es durchaus diskutabel zu erörtern, was Antisemitismus überhaupt ist. Da dies das Forum ja aber schon festgelegt hat, gibt es dazu an dieser Stelle in der Tat wenig zu sagen.

Dass hier in einem Rundumschlag das Europäische Parlament, Sigmar Gabriel und bestimmte Foristen als schlimm antisemitisch dargestellt werden, finde ich grenzwertig, vor allem auch, wie das gemacht wird.

Ich hatte ja selbst mal Sigmar Gabriel als antisemitisch gebrandmarkt, allerdings geschah dies in polemischer Absicht. Dass man dies ernst meinen könnte, wäre mir nie in den Sinn gekommen. Das heißt übrigens wiederum nicht, dass man mit ihm übereinstimmen muss; nein, man kann seine Aussagen auch als falsch, meinetwegen auch als gefährlich ablehnen. Aber dem Manne hier mit der Keule zu kommen, spricht in der Tat dafür, dass alles, was mit Juden, Israel und Antisemitismus zu tun hat, im Deutschland des Jahres 2018 nicht rational diskutiert werden kann.

Das habe ich ja selbst zu spüren bekommen, als hier nicht einmal akzeptiert wurde, dass die Araber in Palästina autochthon sind und deswegen meiner Meinung nach gewisse Rechte haben, wie beispielsweise, dass Arabisch Amtssprache sein sollte. Selbst seriöse Historiker wie Tom Segev oder seriöse Zeitungen wie Haaretz wurden nicht akzeptiert.

Das Thema Israel/ Palästina selbst ist mir im übrigen relativ egal. Zwar sehe ich einerseits, dass Palästinenser - meiner Meinung nach - in vielerlei Hinsicht benachteiligt wurden und werden; andererseits aber weiß ich auch, dass ich mit Israel, den jüdischen Israelis, und der israelischen Gesellschaft sehr viel mehr anfangen kann als mit den Arabern, ihrer Gesellschaft und ihren Einstellungen, und vor allem mit ihrer Religion und ihrem Fanatismus.

Von daher sehe ich es als Vorteil, wenn Israel als Außenposten des westlichen Liberalismus stark ist. Über so manche Ungerechtigkeit, über so manche Legende kann ich pragmatisch hinwegsehen.

Antisemitismus in Deutschland muss natürlich bekämpft werden. Es nützt aber nichts, wenn man den Begriff auf alles Mögliche ausweitet und jeden, der den Konflikt im Nahen Osten nicht wie die israelische Regierung beurteilt, als antisemitisch hinstellt, oder auch jeden, der aus rechtlichen Gründen die Beschneidung ablehnt, oder jeden, der sich aus Tierschutzgründen gegen die Schächtung ausspricht - oder auch jeden, der Religion an sich - einschließlich das Judentum - ablehnt und sich darüber lustig macht.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Tom Bombadil » Di 7. Aug 2018, 20:24

Julian hat geschrieben:(07 Aug 2018, 20:56)

Dass hier in einem Rundumschlag das Europäische Parlament, Sigmar Gabriel und bestimmte Foristen als schlimm antisemitisch dargestellt werden, finde ich grenzwertig, vor allem auch, wie das gemacht wird.

Zitate?

Ich hatte ja selbst mal Sigmar Gabriel als antisemitisch gebrandmarkt, allerdings geschah dies in polemischer Absicht. Dass man dies ernst meinen könnte, wäre mir nie in den Sinn gekommen.

Wer sich mit Hunden ins Bett legt, wacht nunmal mit Flöhen auf.

Das habe ich ja selbst zu spüren bekommen, als hier nicht einmal akzeptiert wurde, dass die Araber in Palästina autochthon sind und deswegen meiner Meinung nach gewisse Rechte haben, wie beispielsweise, dass Arabisch Amtssprache sein sollte.

In Palästina können die Araber ja auch Arabisch als Amtssprache einführen, dagegen hat niemand etwas einzuwenden. Welche Sprache in Israel Amtssprache ist, das entscheiden die Israelis.

Zwar sehe ich einerseits, dass Palästinenser - meiner Meinung nach - in vielerlei Hinsicht benachteiligt wurden und werden;

Sie müssen halt nur endlich ihre Niederlage eingestehen und Frieden mit Israel machen. Solange sie Israel angreifen werden sie eben weiter benachteiligt.

Es nützt aber nichts, wenn man den Begriff auf alles Mögliche ausweitet und jeden, der den Konflikt im Nahen Osten nicht wie die israelische Regierung beurteilt, als antisemitisch hinstellt...

Das alles wird nicht gemacht. Man kann die Politik Israels kritisch beurteilen, ich persönlich sehe in den Siedlungen in Judäa und Samaria ein großes Friedenshindernis und ich meine, dass die isr. Regierung den Neu- und Ausbau solcher Siedlungen erstmal stoppen sollte. Ich persönlich sehe auch die Situation ums Wasser kritisch, es gibt durchaus pal. Quellen zu denen den Palis der Zugang verweigert wird, siehe Nabi Salih, auch diese imho rechtswidrige Aktion müsste von der isr. Regierung bereinigt werden. Das alles ist nicht antisemitisch, der Ton macht die Musik.
Medizinisch nicht notwendige Beschneidung von Jungen und Mädchen lehne ich ab, damit sind doch auch schon die Gerichte beschäftigt, daher muss ich da keinen heiligen Kreuzzug gegen Juden und Muslime führen, das wird rechtsstaatlich geregelt. Zum Schächten: erstens bin ich da viel zu wenig im Thema, um entscheiden zu können, ob das für die Tiere Quälerei ist oder nicht und zweitens ist Massentierhaltung per se Quälerei, da sollte man zuerst ansetzen, da würde man viel mehr Tieren helfen. Ich lehne auch alle Religionen ab, verspüre aber keinen Drang, mich über Religionen lustig zu machen.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Di 7. Aug 2018, 21:14

Julian hat geschrieben:(07 Aug 2018, 20:56)

Es geht schon wieder los!

Und ich dachte, dies sei ein Diskussionsforum. Wenn es nichts zu diskutieren gibt, was seid ihr dann überhaupt hier?

Ich finde es durchaus diskutabel zu erörtern, was Antisemitismus überhaupt ist. Da dies das Forum ja aber schon festgelegt hat, gibt es dazu an dieser Stelle in der Tat wenig zu sagen.

Dass hier in einem Rundumschlag das Europäische Parlament, Sigmar Gabriel und bestimmte Foristen als schlimm antisemitisch dargestellt werden, finde ich grenzwertig, vor allem auch, wie das gemacht wird.

Ich hatte ja selbst mal Sigmar Gabriel als antisemitisch gebrandmarkt, allerdings geschah dies in polemischer Absicht. Dass man dies ernst meinen könnte, wäre mir nie in den Sinn gekommen. Das heißt übrigens wiederum nicht, dass man mit ihm übereinstimmen muss; nein, man kann seine Aussagen auch als falsch, meinetwegen auch als gefährlich ablehnen. Aber dem Manne hier mit der Keule zu kommen, spricht in der Tat dafür, dass alles, was mit Juden, Israel und Antisemitismus zu tun hat, im Deutschland des Jahres 2018 nicht rational diskutiert werden kann.
(..)

.


Beitrag gekürzt, weil Israel im 35er diskutiert wird, hier ging es um als Israelkritik getarnten Antisemitismus.

Was Antisemitismus ist, kann man nicht diskutieren, man kann lediglich diskutieren, ob eine Äußerung oder ein Verhalten antisemitisch ist,daher habe ich ua. Sigmar Gabriel ein solches vorgeworfen.
Genau das werfe ich auch dem europ. Parlament vor, denn anders als mit einer antisemitischen Einstellung kann ich mir die anti-israelischen Aktionen dieser Institution nicht erklären.
Allerdings habe ich keine Lust, nun alles zu wiederholen, was sowohl hier als auch im 35er ausführlichst erörtert und durchgekaut wurde.
Übrigens sollte man jemanden Antisemitismus nur vorhalten, wenn man dafür berechtigte Gründe hat, reine Polemik ist da eher kontraproduktiv.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Cat with a whip » Mi 8. Aug 2018, 00:28

Interessant, in Berlin werden 20% der antisemitischen Deslikte der Republik gezählt. In Berlin verüben die meißten Delikte rechtsgerichtete Antisemiten.

78% rechter Antisemitismus
10% politischer Antisemitismus, Muslime mit Feindbild Israel
4% religiöser Antisemitismus, Islamisten
4% linker Antisemitismus
Rest nicht zugeordnet

https://www.tagesspiegel.de/berlin/jude ... 88416.html
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Julian
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Julian » Mi 8. Aug 2018, 01:06

Cat with a whip hat geschrieben:(08 Aug 2018, 01:28)

Interessant, in Berlin werden 20% der antisemitischen Deslikte der Republik gezählt. In Berlin verüben die meißten Delikte rechtsgerichtete Antisemiten.

78% rechter Antisemitismus
10% politischer Antisemitismus, Muslime mit Feindbild Israel
4% religiöser Antisemitismus, Islamisten
4% linker Antisemitismus
Rest nicht zugeordnet

https://www.tagesspiegel.de/berlin/jude ... 88416.html


Wir wissen doch, dass diese Statistik erlogen ist, weil sie bewusst importierten muslimischen Antisemitismus unter rechtem Antisemitismus subsumiert. Wenn man die Fakten angstvoll verbirgt, wird man das Problem nicht lösen.

In der öffentlichen Debatte um Antisemitismus gibt es ein Zerrbild.

Wie wir wissen, wird der Antisemitismus in der offiziellen Kriminalitätsstatistik eindimensional erfasst. Das Kategorie-Schema, in der zumeist nach „rechts“ und „links“ unterschieden wird, ist unzureichend, um die verschiedenen Facetten des Antisemitismus erfassen zu können. Eine Parole wie „Juden raus“ wird in dieser Betrachtung fast ausschließlich dem Rechtsextremismus zugeordnet, obgleich man über die Hintergründe nur wenig weiß. Auch andere Vorfälle mit NS-Bezug sind in der Statistik meistens „rechts“. Das führt selbst dazu, dass in der Vergangenheit ein Hitlergruß von Hisbollah-Anhängern auf der islamistischen Al-Quds-Demo als rechtsextrem eingruppiert wurde.

Laut einer Studie gaben 80 Prozent der körperlich angegriffenen Juden an, der Täter sei mutmaßlich Muslim.

Kein Wunder, dass in politischen Debatten nicht selten eine Schieflage eintritt. Antisemitismus in muslimischen Kreisen werde nur künstlich aufgebauscht, um vom Judenhass der Mehrheitsgesellschaft abzulenken, heißt es da oftmals. Fakt ist, dass es in der deutschen Gesellschaft, quer durch alle politischen Lager und Milieus, antisemitische Vorurteile gibt. Fakt sind aber auch die Erfahrungen der jüdischen Betroffenen. Nach einer Studie von Dr. Julia Bernstein, die im Auftrag des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus durchgeführt wurde, gaben 80 Prozent derer, die körperlich angegriffen wurden an, dass die Täter einen mutmaßlich muslimischen Hintergrund haben.
Es braucht eine Überarbeitung der offiziellen Polizeistatistik zu antisemitischen Übergriffen.

Verweise auf allgemeinen Vorurteile laufen da ins Leere, wenn man sich dieser Wirklichkeit nicht stärker stellt. Es braucht daher dringend eine Überarbeitung der offiziellen Polizeistatistik.

https://causa.tagesspiegel.de/kolumnen/ ... erden.html
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Re: Antisemitismus

Beitragvon jellobiafra » Mi 8. Aug 2018, 20:32

Es ist schon erstaunlich, dass es den Journalisten immer noch nicht gelingt, die irreführende Formulierung "werden von Rechtsextremen (oder Nazis) begangen" zu ersetzen durch "liegen rechtsextreme Motive zugrunde" oder noch zutreffender "sind rassistisch motiviert". Den Polizisten, die die Taten erfassen ist ja kein Vorwurf zu machen. In nahezu jeder Kriminalitätsstatistik wird darauf hin gewiesen, dass das vermutete Motiv der Tat ausschlaggebend ist für die Zuordnung zu "PMK-Rechts". Über die Täter weiß man ja ohnehin meistens nichts, da die Meisten nicht ermittelt werden.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Wutbürger » Fr 10. Aug 2018, 11:16

Cat with a whip hat geschrieben:(08 Aug 2018, 01:28)

Interessant, in Berlin werden 20% der antisemitischen Deslikte der Republik gezählt. In Berlin verüben die meißten Delikte rechtsgerichtete Antisemiten.

78% rechter Antisemitismus
10% politischer Antisemitismus, Muslime mit Feindbild Israel
4% religiöser Antisemitismus, Islamisten
4% linker Antisemitismus
Rest nicht zugeordnet

https://www.tagesspiegel.de/berlin/jude ... 88416.html


Lustige Zahlen... Ach Cat, wenn du wirklich glaubst, dass 78% der Antisemitischen Taten von Deutschen, strammen rechten Deutschen, begangen wurden, ist dir nicht mehr zu helfen.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 10. Aug 2018, 11:27

Wutbürger hat geschrieben:(10 Aug 2018, 12:16)

Lustige Zahlen... Ach Cat, wenn du wirklich glaubst, dass 78% der Antisemitischen Taten von Deutschen, strammen rechten Deutschen, begangen wurden, ist dir nicht mehr zu helfen.

Diese Zahl ist durchaus realistisch. Schließlich gibt es in Berlin auch zahlreiche Straftaten stramm linker Deutscher. Setzt man diese beiden Fakten in Relation dazu dass Berlin innerhalb Brandenburgs die Stadt mit dem geringsten Einheimischenanteil ist, weiß man um die politische Brisanz. Nicht umsonst hat die NPD ihre Zentrale in Berlin, obwohl sie hauptamtliche Politiker hauptsächlich in Sachsen hat.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Wutbürger » Fr 10. Aug 2018, 11:41

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Aug 2018, 12:27)

Diese Zahl ist durchaus realistisch. Schließlich gibt es in Berlin auch zahlreiche Straftaten stramm linker Deutscher. Setzt man diese beiden Fakten in Relation dazu dass Berlin innerhalb Brandenburgs die Stadt mit dem geringsten Einheimischenanteil ist, weiß man um die politische Brisanz. Nicht umsonst hat die NPD ihre Zentrale in Berlin, obwohl sie hauptamtliche Politiker hauptsächlich in Sachsen hat.



Wenn man mit Gewalt die Antisemitischen Straftaten der muslimischen Gemeinde bei den Deutschen verortet, dann geben ich dir recht, kommt man auf so Luftnummern, die nicht die Realität abbilden.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 10. Aug 2018, 11:45

Wutbürger hat geschrieben:(10 Aug 2018, 12:41)

Wenn man mit Gewalt die Antisemitischen Straftaten der muslimischen Gemeinde bei den Deutschen verortet, dann geben ich dir recht, kommt man auf so Luftnummern, die nicht die Realität abbilden.

Die Straftaten der Deutschen an Muslimen deutscher oder ausländischer Zugehörigkeit sind hier gar nicht Thema. Dass Antisemitismus in Deutschland und speziell Berlin vorrangig von Deutschen ausgeht, ist ja keine Neuigkeit. Das ist seit Jahren zu beobachten. Du versuchst hier eine unangemessene Relativierung. Wut ist eben ein schlechter Ratgeber.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Wutbürger » Fr 10. Aug 2018, 11:54

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Aug 2018, 12:45)

Die Straftaten der Deutschen an Muslimen deutscher oder ausländischer Zugehörigkeit sind hier gar nicht Thema. Dass Antisemitismus in Deutschland und speziell Berlin vorrangig von Deutschen ausgeht, ist ja keine Neuigkeit. Das ist seit Jahren zu beobachten. Du versuchst hier eine unangemessene Relativierung. Wut ist eben ein schlechter Ratgeber.


Dann sind die Berliner also - tendentiell - Antisemiten?
Kann das nicht daher kommen, weil gerade der muslimische Migrantenanteil in der Stadt so extrem hoch ist?
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Fuerst_48 » Fr 10. Aug 2018, 12:00

Wutbürger hat geschrieben:(10 Aug 2018, 12:54)

Dann sind die Berliner also - tendentiell - Antisemiten?
Kann das nicht daher kommen, weil gerade der muslimische Migrantenanteil in der Stadt so extrem hoch ist?

Damit unterstellst du, dass Berliner zwischen Juden und Arabern nicht zu unterscheiden vermögen. War das deine Absicht ??
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 10. Aug 2018, 12:02

Wutbürger hat geschrieben:(10 Aug 2018, 12:54)

Dann sind die Berliner also - tendentiell - Antisemiten?
Kann das nicht daher kommen, weil gerade der muslimische Migrantenanteil in der Stadt so extrem hoch ist?

Warum es unter den Deutschen in Berlin mehr Antisemiten gibt als in Hamburg oder Homburg, das kann ich dir derzeit nicht erklären. Die Selbstrechtfertigung von Antisemiten ist oftmals irrational und wenig faktengestützt oder aber bedient sich eklektischer, teilweise in sich konfliktträchtiger Faktensammlung. Es ist durchaus möglich, dass deutsche Antisemiten in der Zahl der Migranten oder Muslime einen Anlass zum Antisemitismus bzw Selbstbestätigung ihrer vorfindlichen Geisteshaltung sehen. Logisch erklärbar ist dies, wie so vieles am Antisemitismus, nach derzeitigem Wissensstand kaum. Als wiederkehrendes Motiv in der Argumentation oder richtiger gesagt Propaganda deutscher Antisemiten ist, dass umrissene Gruppen Dritter (hier: Muslime, Migranten) letztlich den Grund für ihren Antisemitismus abgeben. Diese Ausflucht auf Dritte ist nicht neu.

Davon unberührt gibt es tatsächlich auch Probleme mit Antisemitismus, der durch zugewanderte muslimische Bürger betrieben wird. Inwieweit dieser eine Integrationsleistung darstellt oder aber ursprünglich mitgebracht ist, ist ein separates Thema. Cats Beitrag beschäftigt sich mit einer anderen, wichtigeren Gruppe von Antisemiten: Ziemlich normalen Deutschen.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Polibu » Fr 10. Aug 2018, 12:04

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Aug 2018, 13:02)

Warum es unter den Deutschen in Berlin mehr Antisemiten gibt als in Hamburg oder Homburg, das kann ich dir derzeit nicht erklären.


In Berlin leben eine Menge Linksradikale und eine Menge Muslime. Es liegt doch klar auf der Hand warum es so viele Antisemiten in Berlin gibt.

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