Antisemitismus

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mowi13

Antisemitismus

Beitragvon mowi13 » Mi 3. Jul 2013, 07:57

Hallo,

im Rahmen meines Politikwissenschaftsstudiums besuche ich momentan ein Seminar mit dem Schwerpunkt Antisemitismus. Da ich das Thema und die Diskussionen darüber sehr spannend finde, habe ich mich in letzter Zeit verstärkt in das Thema eingelesen. Daher meine Frage.

Findet ihr dass es zu einer Entwertung des Antisemitismusvorwurfs gekommen ist? (evtl durch inflationäre Verwendung)

Es wäre mal sehr spannend darüber zu sprechen.

Über eine Diskussion im Rahmen des Erkenntnisgewinnes würde ich mich sehr freuen.
Beste Grüße
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Alexyessin
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Alexyessin » Mi 3. Jul 2013, 08:20

mowi13 » Mi 3. Jul 2013, 08:57 hat geschrieben:Hallo,

im Rahmen meines Politikwissenschaftsstudiums besuche ich momentan ein Seminar mit dem Schwerpunkt Antisemitismus. Da ich das Thema und die Diskussionen darüber sehr spannend finde, habe ich mich in letzter Zeit verstärkt in das Thema eingelesen. Daher meine Frage.

Findet ihr dass es zu einer Entwertung des Antisemitismusvorwurfs gekommen ist? (evtl durch inflationäre Verwendung)

Es wäre mal sehr spannend darüber zu sprechen.

Über eine Diskussion im Rahmen des Erkenntnisgewinnes würde ich mich sehr freuen.
Beste Grüße


Guten Morgen,

willkommen in unserem Forum. Es gibt hier schon eine Reihe von Threads, die sich um das Thema Antisemitismus drehen search.php?keywords=Antisemitismus&terms=all&author=&fid[]=3&sc=1&sf=all&sk=t&sd=d&sr=posts&st=0&ch=300&t=0&submit=Suche ( ist aber wirklich überall, wo das Wort aufkommt ).
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Re: Antisemitismus

Beitragvon pikant » Mi 3. Jul 2013, 10:15

Bukowski » Mi 3. Jul 2013, 08:38 hat geschrieben:
zu gegebenem Anlass, hier aus dem Moderations-Thread:
http://politik-forum.eu/viewtopic.php?p ... 0#p2040420


was da Dieter Winter gepostet hat stimmt in vielen, aber nicht in allen Faellen!
man kritisiert Israel und will damit die Juden treffen
das ist nichts ungewoehnliches und wrd auch auch von Politikern oft so gesehen
Israelkritik muss aber erlaubt sein und nicht alle Israelkritiker sind Antisemiten
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Armstrong » Mi 3. Jul 2013, 20:03

pikant » Mi 3. Jul 2013, 11:15 hat geschrieben:nicht alle Israelkritiker sind Antisemiten


Was ja auch Unsinn wäre, da es ja sogar Israelis gibt, die Israel kritisieren. Und es gibt auch Juden, die den Staat Israel als solchen komplett ablehnen, sei es aus historischen oder jüdisch-religiösen Gründen.

Auch Kritik am Zentralrat der Juden oder sonstigen Vertretungen der Juden ist nicht zwangsläufig Antisemitismus.

Und zuletzt: Ein Antisemit zu sein bedeutet nicht ein zweites Auschwitz zu wollen. Das wird leider auch immer gleichgesetzt, als würde jeder, der Juden generell ablehnend gegenübersteht, am liebsten alle Juden töten wollen. :rolleyes:
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Re: Antisemitismus

Beitragvon derkleine » Mi 3. Jul 2013, 23:47

Ich empfehle dir denn Film von Yoav Shamir „Defamation“ ich finde dort wird das Thema sehr gut behandelt.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon ThorsHamar » Mi 3. Jul 2013, 23:49

derkleine » Mi 3. Jul 2013, 23:47 hat geschrieben:Ich empfehle dir denn Film von Yoav Shamir „Defamation“ ich finde dort wird das Thema sehr gut behandelt.


Ja, das ist ein sehr guter Film.

Hier ist er http://www.youtube.com/watch?v=xJ56fOOL8sc

Ich schaue ihn eben noch mal an.Das sollten übrigens bei Gelegenheit alle hier tun ...
Zuletzt geändert von ThorsHamar am Do 4. Jul 2013, 00:10, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Tantris » Do 4. Jul 2013, 02:44

Armstrong » Mi 3. Jul 2013, 21:03 hat geschrieben:
Was ja auch Unsinn wäre, da es ja sogar Israelis gibt, die Israel kritisieren. Und es gibt auch Juden, die den Staat Israel als solchen komplett ablehnen, sei es aus historischen oder jüdisch-religiösen Gründen.

Auch Kritik am Zentralrat der Juden oder sonstigen Vertretungen der Juden ist nicht zwangsläufig Antisemitismus.

Und zuletzt: Ein Antisemit zu sein bedeutet nicht ein zweites Auschwitz zu wollen. Das wird leider auch immer gleichgesetzt, als würde jeder, der Juden generell ablehnend gegenübersteht, am liebsten alle Juden töten wollen. :rolleyes:


Antisemiten gibts gar nicht und sind ausserdem nicht so schlimm, wie früher?

Das gilt aber auch für juden!
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Dieter Winter » Do 4. Jul 2013, 07:01

ThorsHamar » Mi 3. Jul 2013, 23:49 hat geschrieben:
Ja, das ist ein sehr guter Film.



Durchaus.

Er zeigt z. B. deutlich auf, dass es antisemitische Vorurteile auch unter Juden gibt. Die Großmutter des Filmemachers bemerkt, dass sich Juden mit Geld auskennen, nicht arbeiten wollen und mit Alkohol den großen Reibach* machen... Zudem zeigt die Oma auch, in welchem Geist der Filmemacher erzogen wurde.

Der Film ist ziemlich billig gemacht und lebt von Effekthascherei. Ginge es dem Macher wirklich darum zu erfahren was Antisemitismus bedeutet, könnte er das sehr schnell heraus bekommen: Wahlweise könnte er in der sächsischen Schweiz mit einer Kippah auf der Rübe über die Dörfer ziehen, in Polen erklären, dass Jesus von Römern und nicht von Juden hingerichtet wurde oder im Süden der USA nach der nächsten Synagoge fragen.

Insgesamt betätigt sich der Mann, als das, was in interessierten Kreisen gerne als Alibi benutzt wird um Antisemitismus zu rechtfertigen indem man darauf verweist, dass Juden doch selbst die Klischees bestätigen. Er ist nicht der einzige Alibijude. Moishe Friedmann oder Norman Finkelstein hauen in die gleiche Kerbe und verdienen damit ihren Lebensunterhalt. Der Markt für derartige Verzerrungen ist ja nun mal da.

Ebenso gut könnte man "Der ewige Jude" als Dokumentation empfehlen. Beide sind Zeugnisse für die Intention der Macher, sonst nichts.

* jiddischer Begriff!
Zuletzt geändert von Dieter Winter am Do 4. Jul 2013, 07:06, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Gregor Samsa » Do 4. Jul 2013, 07:17

Was würde C.G.Jung heute zu diesem Thema sagen?
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Re: Antisemitismus

Beitragvon pikant » Do 4. Jul 2013, 07:59

Armstrong » Mi 3. Jul 2013, 20:03 hat geschrieben:
Was ja auch Unsinn wäre, da es ja sogar Israelis gibt, die Israel kritisieren. Und es gibt auch Juden, die den Staat Israel als solchen komplett ablehnen, sei es aus historischen oder jüdisch-religiösen Gründen.

Auch Kritik am Zentralrat der Juden oder sonstigen Vertretungen der Juden ist nicht zwangsläufig Antisemitismus.

Und zuletzt: Ein Antisemit zu sein bedeutet nicht ein zweites Auschwitz zu wollen. Das wird leider auch immer gleichgesetzt, als würde jeder, der Juden generell ablehnend gegenübersteht, am liebsten alle Juden töten wollen. :rolleyes:


waurm soll ich Juden ablehnend gegenueberstehen?

ich stehe ja auch nicht generell Christen und Vertreter des Islams ablehnend gegenueber!
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Re: Antisemitismus

Beitragvon prime-pippo » Do 4. Jul 2013, 08:51

mowi13 » Mi 3. Jul 2013, 07:57 hat geschrieben:
Findet ihr dass es zu einer Entwertung des Antisemitismusvorwurfs gekommen ist? (evtl durch inflationäre Verwendung)


Dieser Begriff wird eindeutig inflationär verwendet. Es werden zahlreiche Formen des Antisemitismus unterschieden, dieser Begriff wird dadurch immer weniger greifbar, teilweise (wie z.B. in jüngsten Fällen wie Augstein und Grass) geradezu absurd.

Ich zitiere diesbezüglich immer Ernst Nolte:
„Von Antisemitismus sollte eigentlich erst gesprochen werden, wenn der Kampf gegen die Juden zum Zentrum einer Ideologie wird und wenn den Juden als solchen und insgesamt die Schuld an einer verhängnisvollen Entwicklung zugesprochen wird.“
"Banks do not, as too many textbooks still suggest, take deposits of existing money from savers and lend it out to borrowers: they create credit and money ex nihilo – extending a loan to the borrower and simultaneously crediting the borrower’s money account."
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Dieter Winter » Do 4. Jul 2013, 08:53

Alexander Reither » Do 4. Jul 2013, 08:42 hat geschrieben:
Ist doch wahr. Du weist nicht wieso und warum es diese Grenze gibt, bist aber ganz schnell dabei hier das reinzubringen, von wegen die Moderation wäre schlecht drauf.
Das ist ein scheiss Stil. :dead:


Liegestuhl hat's dir bereits ausführlich im Mod fred 35 erklärt. Der Mangel an Lesekompetenz bestimmter user und Mods kann zudem unmöglich den Verfassern der Beiträge angelastet werden. Wo simmer denn?

Im Übrigen empfehle ich ein back to topic....

Möchtest du was zum Thema Antisemitismus beitragen, oder hast du diesbezüglich keine Meinung?
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Liegestuhl » Do 4. Jul 2013, 08:59

prime-pippo » Do 4. Jul 2013, 09:51 hat geschrieben:Ich zitiere diesbezüglich immer Ernst Nolte:
„Von Antisemitismus sollte eigentlich erst gesprochen werden, wenn der Kampf gegen die Juden zum Zentrum einer Ideologie wird und wenn den Juden als solchen und insgesamt die Schuld an einer verhängnisvollen Entwicklung zugesprochen wird.“


Nein.

Das wäre ungefähr so, als würde man sagen: "Von Gewalt sollte eigentlich erst gesprochen werden, wenn jemand brutal ermordet wurde".
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Alexyessin » Do 4. Jul 2013, 09:01

Dieter Winter » Do 4. Jul 2013, 09:53 hat geschrieben:
Liegestuhl hat's dir bereits ausführlich im Mod fred 35 erklärt. Der Mangel an Lesekompetenz bestimmter user und Mods kann zudem unmöglich den Verfassern der Beiträge angelastet werden. Wo simmer denn?

Im Übrigen empfehle ich ein back to topic....

Möchtest du was zum Thema Antisemitismus beitragen, oder hast du diesbezüglich keine Meinung?


Freilich habe ich dazu eine Meinung.
Der Antisemitismus darf NIE unterschätzt werden. Deswegen gibt es diesbezüglich keine "übersensibilität".

@oft: Ich kopiere deine Aussage mal rüber in den Modthread, dann schreib ich nochmal was dazu.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Dieter Winter » Do 4. Jul 2013, 09:06

prime-pippo » Do 4. Jul 2013, 08:51 hat geschrieben:
Dieser Begriff wird eindeutig inflationär verwendet. Es werden zahlreiche Formen des Antisemitismus unterschieden, dieser Begriff wird dadurch immer weniger greifbar, teilweise (wie z.B. in jüngsten Fällen wie Augstein und Grass) geradezu absurd.

Ich zitiere diesbezüglich immer Ernst Nolte:
„Von Antisemitismus sollte eigentlich erst gesprochen werden, wenn der Kampf gegen die Juden zum Zentrum einer Ideologie wird und wenn den Juden als solchen und insgesamt die Schuld an einer verhängnisvollen Entwicklung zugesprochen wird.“


Meinst du den Nolte, der die Strafbarkeit der Holocaustleugnung für eine Gefahr der geistigen Freiheit hält?
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Re: Antisemitismus

Beitragvon prime-pippo » Do 4. Jul 2013, 09:20

Dieter Winter » Do 4. Jul 2013, 09:06 hat geschrieben:
Meinst du den Nolte, der die Strafbarkeit der Holocaustleugnung für eine Gefahr der geistigen Freiheit hält?


Ernst Nolte ist eben ein Grenzgänger.....und ja, kann gut sein, dass er sich derartig geäußert hat.
Die Leugnung historischer Ereignisse ist für gewöhnlich nicht strafbar.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon prime-pippo » Do 4. Jul 2013, 09:22

Alexander Reither » Do 4. Jul 2013, 09:01 hat geschrieben: Deswegen gibt es diesbezüglich keine "übersensibilität".


Fälle wie Grass und Augstein sprechen da eine andere Sprache.
Zuletzt geändert von prime-pippo am Do 4. Jul 2013, 09:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Dieter Winter » Do 4. Jul 2013, 09:27

prime-pippo » Do 4. Jul 2013, 09:20 hat geschrieben:
Ernst Nolte ist eben ein Grenzgänger.....und ja, kann gut sein, dass er sich derartig geäußert hat.
Die Leugnung historischer Ereignisse ist für gewöhnlich nicht strafbar.


Je nachdem. Bei der Leugnung von Völkermorden gibt es da unterschiedliche Sichtweisen:

Im Dezember 2011 verabschiedete die französische Nationalversammlung ein Gesetz mit dem Inhalt, dass „die öffentliche Preisung, Leugnung oder grobe Banalisierung von Genoziden, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Kriegsverbrechen“ mit Haft- oder Geldstrafen geahndet werden kann.[22] Darunter fällt auch der Genozid an den Armeniern.
(Wikipedia)

Du siehst, es geht dabei nicht exklusiv um die Shoa.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Liegestuhl » Do 4. Jul 2013, 09:28

prime-pippo » Do 4. Jul 2013, 10:22 hat geschrieben:Fälle wie Grass und Augstein sprechen da eine andere Sprache.


Ich persönlich unterscheide diesbezüglich zwischen einem Antisemiten und einer antisemitischen Aussage bzw. der Verbreitung von Antisemitismus. Entsprechend modifiziert auf den Antisemiten würde ich der Aussage von Nolte sogar zustimmen. Eine antisemitische Aussage bleibt aber immer eine antisemitische Aussage; egal wer sie mit welcher Intention äußert.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Alexyessin » Do 4. Jul 2013, 09:35

prime-pippo » Do 4. Jul 2013, 10:22 hat geschrieben:
Fälle wie Grass und Augstein sprechen da eine andere Sprache.


Ich habe auch für mich gesprochen. Wobei ich Augsteins Aussage nicht für antisemitisch halte.
Bei Grass ist das ein anderes Thema - aber Grass ist eh ein eigenes Thema, daher......
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