Antisemitismus

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Re: Antisemitismus

Beitragvon imp » Fr 19. Okt 2018, 07:01

jellobiafra hat geschrieben:(15 Oct 2018, 19:32)

Ich habe vor kurzem auf Arte eine Dokumentation über Antisemitismus gesehen, da sagte ein jüdischer Krav Magav Lehrer in Berlin, dass antisemitische Gewalttaten in Berlin seiner Erfahrung nach ausschließlich von Muslimen verübt werden, während die Straftaten der Deutschen überwiegend Propagandadelikte sind.

Das Problem ist bekannt. Die sonstige Gesellschaft hat ebenso ein schiefes Bild von der Bedrohung durch Zuwanderer und Muslime, warum sollte es bei jüdischen Mitbürgern anders sein? Wichtig ist, erstens nicht Menschengruppen zu dämonisieren, zweitens sich die Kluft zwischen Wahrnehmung und realem Risiko deutlich zu machen, drittens nicht verschiedene Opfergruppen und verschiedene Tätermilieus gegeneinander auszuspielen. Nebenher, warum soll ein Muslim oder ein atheistischer Zuwanderer nicht auch mal rechtsradikal sein? Wo willst du die einsortieren? oder zählen die dann doppelt? In der AfD gibt es sogar ein paar Vorzeigejuden, Russlanddeutsche, Muslime. Linksradikale Kurden wie S. Dagdelen gibt's ja auch. Aber zu denen gern einen separaten Strang, nicht hier.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon imp » Fr 19. Okt 2018, 07:33

Vongole hat geschrieben:(14 Oct 2018, 17:35)
Übrigens, wer sich im Suff oder, also ungehemmt, judenfeindlich äußert, der ist nicht "ausgerutscht", der denkt so.

Wer zu viel getrunken hat oder wer sehr erregt streitet, sagt vor allem vieles, das er bei Verstand nicht sagen würde - neben Dingen, die er aus Opportunität nicht sagen würde, unbedachte Zusätze zum eigentlich gemeinten, Beleidigungen um der Beleidigung willen (weil er weiß, dass sie treffen - nicht, weil er sie unbedingt für zutreffend hält), nicht zuende überlegte Gedanken. Alles davon für "den wahren Charakter" zu halten, wäre dumm. Es ist auf jeden Fall ein Anlass, hinterher mal in Ruhe drüber zu reden und der Sache auf den Zahn zu fühlen - am Besten in einem freundlichen Klima. Dazu kann aber eine weitere Eskalation in Form irgendwelcher Meldungen nichts beitragen, nur schaden. Kommt dann heraus, dass das alles wirklich so gemeint war, muss man nicht mehr so freundlich sein. Dann ist ein Zweifel ausgeräumt und man muss sich leider auseinandersetzen.

Natürlich bietet so ein Vorgehen auch denen die schmale Möglichkeit, sich zu besinnen, die bisher tatsächlich irgendwelche Probleme hatten. Auch nicht verkehrt.

Angesichts der Tatsache, dass Judenhass in den letzten Jahren in Deutschland signifikant zugenommen hat, frag ich mich wirklich, zu welcher "Vergiftung des Klimas" diese Meldestelle beitragen könnte.
Befürchtest du, die Gesellschaft könnte giftig auf unbequeme Wahrheiten reagieren?

Ich bin immer skeptisch bei solchen Sammlungen - ob sie nun von rechts oder links kommen, ob es um angebliche Betatschungen von Frauen geht oder um Beschimpfungen von Homosexuellen, von Ausländern, von Juden - oder jeweils die schlimmeren Varianten. Die Qualität und Wahrheit der Anschuldigungen ist schwer nachzuvollziehen. Selbst wenn Opfer gutwillig berichten, können sie oft falsche Wahrnehmungen haben. Daneben bleibt dem offenen Mißbrauch die Tür geöffnet. Der Schaden, der entstünde, wenn sowas rauskommt, wäre erheblich. Der Schaden, der entsteht, wenn jemand zu Unrecht in solche Listen kommt und man es ihm vorhält, ist auch furchtbar.

Rechtsstaat, Unschuldsvermutung, keine Strafe ohne Urteil - gute Prinzipien. Bitter für manche Opfer, wenn im Einzelfall der Nachweis nicht gelingt. Aber alles andere wäre fatal.

Der zunehmende Trend, jemandem etwas vorzuhalten und der muss sich dann begründen, warum der Vorhalt nicht gültig ist - absolut toxisch für die Gesellschaft.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Fr 19. Okt 2018, 15:31

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(19 Oct 2018, 08:01)

Das Problem ist bekannt. Die sonstige Gesellschaft hat ebenso ein schiefes Bild von der Bedrohung durch Zuwanderer und Muslime, warum sollte es bei jüdischen Mitbürgern anders sein? Wichtig ist, erstens nicht Menschengruppen zu dämonisieren, zweitens sich die Kluft zwischen Wahrnehmung und realem Risiko deutlich zu machen, drittens nicht verschiedene Opfergruppen und verschiedene Tätermilieus gegeneinander auszuspielen. Nebenher, warum soll ein Muslim oder ein atheistischer Zuwanderer nicht auch mal rechtsradikal sein? Wo willst du die einsortieren? oder zählen die dann doppelt? In der AfD gibt es sogar ein paar Vorzeigejuden, Russlanddeutsche, Muslime. Linksradikale Kurden wie S. Dagdelen gibt's ja auch. Aber zu denen gern einen separaten Strang, nicht hier.


Die jüdische Gesellschaft hat kein schiefes Bild, was den Antisemitismus von Muslimen angeht, die nichtjüdische Gesellschaft hat eins. Im Versuch, jüdische Kritik am musl. Antisemitismus irgendwie zu "verstehen",
verstieg sich Werner Schiffauer, Mitorgansitor der Konferenz "Living with Islamophobia" in der TAZ zu dem bemerkenswerten Satz, Juden und Muslime teilten hier eine Besonderheit: "....sie leben beide in einem Drittland,in diesem Fall Deutschland".
In einem Drittland, deutsche Juden???
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass nicht nur er das so sieht, wenn permanent versucht wird, musl. Judenhetze für marginal und die Kritk daran für islamophob zu halten, oder wie du das ausdrückst, Täter und Opfer
gegeneinander auszuspielen.
In Frankreich haben in den letzten Jahren 52.000 Juden das Land verlassen, weil es die Regierung, die Presse und Gesellschaft für opportun hielten, das Problem kleinzureden und/oder zu ignorieren.
Wollen wir wirklich akzeptieren, dass hier Muslime "Juden ins Gas" schreien, jüdische Kinder aus den Schulen vertreiben, jüdische Bürger physisch angreifen und ihren Juden- bzw. damit verbundenen Israelhass weiter
ausleben können? Wollen wir warten, bis auch hier Juden aus Hass getötet werden?
Antisemitismus richtet sich gegen uns alle, gegen die gesamte deutsche Gesellschaft, denn deutsche Juden sind ein nicht unerheblicher Teil davon, also muss alles dafür getan werden, dieser Entwicklung entgegen zu treten.
Lösungen zu suchen sollte unser aller Aufgabe sein, statt Täter-Opfer-Umkehr zu betreiben.

Kurz noch zu dieser Sammelstelle: Es geht dabei nicht darum, Herrn X und Frau Y namentlich an den Pranger zu stellen, es geht darum, antisemitische Vorfälle zentral zu erfassen, um sich ein
besseres Bild zu machen und aktiv werden zu können. Den Verantwortlichen traue ich durchaus zu, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, jenseits von Vorverurteilung und Meinungsmache.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Fr 26. Okt 2018, 15:31

Anzahl judenfeindlicher Vorfälle allein in Berlin weiter auf hohem Niveau:

Im ersten Halbjahr 2018 hat die Berliner Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) durchschnittlich drei antisemitische Vorfälle pro Tag registriert: 527 gemeldete Taten belegen das konstant hohe Niveau. Im Vorjahreszeitraum waren es 514 Fälle.
Während quantitativ keine besondere Zunahme in der seit 2015 geführten Meldestatistik zu verzeichnen ist, so gibt doch die deutliche Zunahme aggressiver gemeldeter antisemitischer Angriffe und Bedrohungen Anlass zur Sorge. »Gewalttätiger und gezielter« seien die Vorfälle geworden, erklärte RIAS-Projektleiter Benjamin Steinitz.
Häufung 50 Prozent mehr Angriffe gegen Personen wurden registriert, ebenfalls mehr Fälle beleidigenden und verletzenden Verhaltens, aber weniger gezielt antisemitische Sachbeschädigungen, so die Bilanz der Meldestelle.


Reaktionen:
Zu dem nun von RIAS vorgelegten Bericht sagt Lala Süsskind, Vorsitzende des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus: »Judenfeindliche Vorfälle verharren in Berlin weiter auf konstant hohem Niveau. Traurig genug! Zusätzlich erleben wir einen massiven Anstieg von körperlicher Gewalt gegenüber Personen, die als Juden erkennbar sind.«
Der Bericht sei sehr verdienstvoll, weil er öffentlich macht, inwieweit jüdisches Leben in Berlin bedroht wird, betont Süsskind. »Im täglichen Engagement gegen Antisemitismus sind wir jedoch alle gefordert. Denn die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus ist der Lackmustest für die deutsche Demokratie nach der Schoa.«

https://www.juedische-allgemeine.de/art ... w/id/33099

Originalbericht mit Daten, Fakten und Beispielen:
https://report-antisemitism.de/media/Be ... n-2018.pdf
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Julian » Fr 26. Okt 2018, 20:50

Jan Böhmermann wird nun auch des Antisemitismus verdächtigt.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 35358.html
Projekt Julian I: 5 Jan 2016 - 14 Aug 2018
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Sa 27. Okt 2018, 14:20

Nun, da man Böhmermann kaum mit fehlender Intelligenz entschuldigen kann, trifft der Vorwurf Antisemitimus zu.
Seine Einstellung zeigt sich ja schon in diesen Worten: "Sorry", soll Böhmermann ihm einmal gesagt haben, "aber dein Judentum ist dein Unique Selling Point, da musste jetzt durch"
Klar doch, wer sich, auch noch komisch, zu seinem Judentum bekennt, der muss solch judenfeindlichen Dreck doch aushalten.
Wahrscheinlich kann Polak noch froh sein, dass sich Böhmermann "nur" die Hände desinfizierte, er hätte ja auch duschen können, aber das wäre dann wohl doch zu deutlich gewesen. :mad2:
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Wolverine » Sa 27. Okt 2018, 14:49

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Re: Antisemitismus

Beitragvon jellobiafra » So 28. Okt 2018, 07:37

Es fällt auf dass das Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) auf deutlich höhere Zahlen
von antisemitischen Gewalttaten kommt wie die Kriminalpolizei.

Kriminalpolizei: 4 antisemitisch motivierte Gewalttaten in Berlin im ersten Halbjahr 2018
RIAS: 18 Angriffe auf Personen, (mit Angriffen sind wohl Körperverletzungen - versucht oder vollendet - gemeint)

Was sind die möglichen Gründe für die unterschiedlichen Zahlen. Spontan würden mir zwei einfallen:

1. Das Opfer meldet die Tat bei RIAS, erstattet aber keine Anzeige bei der Polizei.
2. Das Opfer erstattet zwar Anzeige, die Polizei beurteilt die Tat aber nicht als antisemitisch.

https://report-antisemitism.de/media/Bericht-antisemitischer-Vorfaelle-Jan-Jun-2018.pdf

So hat sich die Zahl
gemeldeter antisemitischer Angriffe im Vergleich
zum ersten Halbjahr 2017 von neun auf nun 18 Vorfälle
verdoppelt. Als antisemitische Angriffe erfasste
RIAS Berlin z.B. sechs (zum Teil versuchte) Körperverletzungen
gegen Personen, die aufgrund einer Kippa,
einem Davidstern-Tattoo oder dem Hören von israelischer
Musik als Israelis oder als Jüdinnen_Juden
erkennbar waren. In acht gemeldeten Fällen waren
Kritiker_innen von antisemitischen Äußerungen von
den Angriffen betroffen, zwei Angriffe erfolgten aus
dem antisemitischen „Al-Qudstag-Marsch“. Knapp
über die Hälfte der gemeldeten Angriffe (10) konnten
keinem politischen Hintergrund zugeordnet werden,
drei waren islamistisch motiviert und fünf
links-antiimperialistisch.


Was auch auffällt ist die Zuordnung zu der vermuteten politischen Motivation.

Von den 18 Angriffen waren 3 islamistisch motiviert, 5 links-antiimperialistisch und
10 konnten keinem politischen Hintergrund zugeordnet werden.


Es hätte demnach keinen einzigen erkennbar rechts motivierten Angriff auf Juden gegeben im ersten Halbjahr 2018 in Berlin.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon jellobiafra » So 28. Okt 2018, 07:45

Was jetzt den Böhmermann anbelangt, bin ich etwas ratlos.
Ist man automatisch Antisemit, wenn man einen Antisemiten spielt?
Wieso kriegt es nur der Böhmermann ab?
Wieso werden Somuncu und Heufer-Umlauf nicht thematisiert?
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » So 28. Okt 2018, 16:42

jellobiafra hat geschrieben:(28 Oct 2018, 07:37)

Es fällt auf dass das Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) auf deutlich höhere Zahlen
von antisemitischen Gewalttaten kommt wie die Kriminalpolizei.

Kriminalpolizei: 4 antisemitisch motivierte Gewalttaten in Berlin im ersten Halbjahr 2018
RIAS: 18 Angriffe auf Personen, (mit Angriffen sind wohl Körperverletzungen - versucht oder vollendet - gemeint)

Was sind die möglichen Gründe für die unterschiedlichen Zahlen. Spontan würden mir zwei einfallen:

1. Das Opfer meldet die Tat bei RIAS, erstattet aber keine Anzeige bei der Polizei.
2. Das Opfer erstattet zwar Anzeige, die Polizei beurteilt die Tat aber nicht als antisemitisch.

https://report-antisemitism.de/media/Bericht-antisemitischer-Vorfaelle-Jan-Jun-2018.pdf

Was auch auffällt ist die Zuordnung zu der vermuteten politischen Motivation.

Von den 18 Angriffen waren 3 islamistisch motiviert, 5 links-antiimperialistisch und
10 konnten keinem politischen Hintergrund zugeordnet werden.


Es hätte demnach keinen einzigen erkennbar rechts motivierten Angriff auf Juden gegeben im ersten Halbjahr 2018 in Berlin.


Was die Gründe für die unterschiedlichen Zahlen betrifft, gehe ich von beiden Annahmen aus, wobei mir die Falscheinschätzung durch die Polizei einleuchtender erscheint.

Juden mit den Worten "Verpisst euch, ihr Juden, wir schlagen euch Antideutschen den Kopf ein" anzugreifen, würde ich schon als rechtsmotivierten Angriff sehen.
RIAS hat das wohl als den üblichen Judenhass ohne politischen Hintergrund eingeschätzt, schließlich braucht es für Antisemitismus keine politische, sondern "nur" eine widerwärtige Einstellung.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » So 28. Okt 2018, 16:47

jellobiafra hat geschrieben:(28 Oct 2018, 07:45)

Was jetzt den Böhmermann anbelangt, bin ich etwas ratlos.
Ist man automatisch Antisemit, wenn man einen Antisemiten spielt?
Wieso kriegt es nur der Böhmermann ab?
Wieso werden Somuncu und Heufer-Umlauf nicht thematisiert?


Weil es wohl nur Böhmermann war, der auf den Gag ohne Pointe kam.
Für mich war das kein Spiel, sondern ein ekelhafter "Witz" auf Kosten von Juden, und genau so hat Polak das empfunden.
Böhmermanns Reaktion auf den Vorwurf spricht übrigens Bände.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon PeterK » So 28. Okt 2018, 17:03

Vongole hat geschrieben:(28 Oct 2018, 16:47)
Für mich war das kein Spiel, sondern ein ekelhafter "Witz" auf Kosten von Juden, und genau so hat Polak das empfunden.

Ich habe nur die letzten Beiträge zu dem Thema gelesen. Vielleicht kannst Du mir helfen: Hat Oliver Polak sich zu der Geschichte und dazu, wie er den "Witz" empfunden hat, geäußert? (Mal abgesehen davon, dass der "Witz" nicht witzig war)
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » So 28. Okt 2018, 17:09

PeterK hat geschrieben:(28 Oct 2018, 17:03)

Ich habe nur die letzten Beiträge zu dem Thema gelesen. Vielleicht kannst Du mir helfen: Hat Oliver Polak sich zu der Geschichte und dazu, wie er den "Witz" empfunden hat, geäußert? (Mal abgesehen davon, dass der "Witz" nicht witzig war)


Er hat sich wohl in seinem Buch dazu geäußert, das ich aber noch nicht gelesen habe.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ol ... _id=430209

Ein wenig kann man aus diesem Artikel der FAZ entnehmen:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/m ... 58060.html
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Quatschki » So 28. Okt 2018, 17:18

Nachdem ich mit ein paar alte Auftrittsvideos dieses mir unbekannten Oliver Polak angeschaut habe, kann ich nur mit den Schultern zucken.
Es ist Deutscvhland hier!
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Re: Antisemitismus

Beitragvon PeterK » So 28. Okt 2018, 17:25

Vongole hat geschrieben:(28 Oct 2018, 17:09)

Er hat sich wohl in seinem Buch dazu geäußert, das ich aber noch nicht gelesen habe.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ol ... _id=430209

Ein wenig kann man aus diesem Artikel der FAZ entnehmen:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/m ... 58060.html


Vielen Dank für die Links.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon PeterK » So 28. Okt 2018, 17:26

Quatschki hat geschrieben:(28 Oct 2018, 17:18)
Nachdem ich mit ein paar alte Auftrittsvideos dieses mir unbekannten Oliver Polak angeschaut habe, kann ich nur mit den Schultern zucken.

Warum?

Und warum ist er Dir unbekannt? Du schaust doch West-Fernsehen, oder?
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Ammianus » So 28. Okt 2018, 17:45

PeterK hat geschrieben:(28 Oct 2018, 17:26)

Warum?

Und warum ist er Dir unbekannt? Du schaust doch West-Fernsehen, oder?


Na ja, wenn am auf Pro7 höchstens mal einen Film oder nachts Family Guy schaut wie ich, dann muss man auch erstmal bei Wiki gucken, wer das überhaupt ist.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » So 28. Okt 2018, 17:53

Quatschki hat geschrieben:(28 Oct 2018, 17:18)

Nachdem ich mit ein paar alte Auftrittsvideos dieses mir unbekannten Oliver Polak angeschaut habe, kann ich nur mit den Schultern zucken.


Hier gehts aber nicht um seine Qualitäten als Comedian, oder bist du der Meinung, Nichtgefallen rechtfertigt Antisemitismus?
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Quatschki » So 28. Okt 2018, 18:48

PeterK hat geschrieben:(28 Oct 2018, 17:26)

Warum?

Und warum ist er Dir unbekannt? Du schaust doch West-Fernsehen, oder?

Vermutlich habe ich die Sender, wo er zu sehen ist, garnicht einprogrammiert.
Vielleicht habe ich ihn auch hin und wieder mal in einer Sendung gesehen. Aber nicht in Erinnerung behalten. Kann mir halt nicht jedes mittelgroße mittelmäßige Vollbartgesicht merken.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Quatschki » So 28. Okt 2018, 18:53

Vongole hat geschrieben:(28 Oct 2018, 17:53)

Hier gehts aber nicht um seine Qualitäten als Comedian, oder bist du der Meinung, Nichtgefallen rechtfertigt Antisemitismus?

Nein. Ich habe gesehen, dass es seine Spezialität war, mit Anspielungen auf Rasse, Diskriminierung und Tabus zu spielen, und daraus seine Pointen zu schöpfen.
So Sätze wie: "Darf man als Jude in Deutschland sagen, dass man Burnout hat?" ... :?:

Wenn ein Comedian, also ein Berufsspaßmacher, auf sowas sein Programm aufbaut?
Also ich kann verstehen, dass das ein Böhmermann als Vorlage benutzte und auch seine Bemerkung: "Judentum ist doch dein Unique Selling Point" treffend analysiert.

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