Rechtsextremistische Kriminalität

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Alexyessin
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon Alexyessin » Mo 23. Apr 2018, 13:58

jellobiafra hat geschrieben:(23 Apr 2018, 14:48)

Ich rede von der Gegenwart. Ich bezweifle nicht, dass rechter Extremismus in den 90ern weitaus gefährlicher war in Deutschland, aber in diesem Jahrzehnt hat sich das nun einmal geändert.


Der Rechte Extremismus ist immer noch weitaus gefährlicher - ohne den islamistischen Terrorismus damit kleinzureden.
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sunny.crockett
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon sunny.crockett » Mo 23. Apr 2018, 14:14

Alexyessin hat geschrieben:(23 Apr 2018, 14:58)

Der Rechte Extremismus ist immer noch weitaus gefährlicher - ohne den islamistischen Terrorismus damit kleinzureden.


Würde ich nicht sagen. So wie die RAF in den 70er-Jahren und die Rechten in den 90er-Jahren, sind aktuell die Islamisten die größte Gefahr. So hat z.B. der Salafismus starken Zulauf. Während Links- und Rechtsextreme ihre wirren Ziele im eigenen Land verfolgen, dadurch auch eher unter Kontrolle gebracht werden können, ist der Islamismus international. Da macht man auch in einem beliebigen europäischen Land einen Anschlag um eigene Ziele in arabischen Ländern zu erreichen.

Natürlich muss aber auch Links-und Rechtsextremismus stark überwacht werden.
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon relativ » Mo 23. Apr 2018, 14:30

sunny.crockett hat geschrieben:(23 Apr 2018, 15:14)

Würde ich nicht sagen. So wie die RAF in den 70er-Jahren und die Rechten in den 90er-Jahren, sind aktuell die Islamisten die größte Gefahr. So hat z.B. der Salafismus starken Zulauf. Während Links- und Rechtsextreme ihre wirren Ziele im eigenen Land verfolgen, dadurch auch eher unter Kontrolle gebracht werden können, ist der Islamismus international. Da macht man auch in einem beliebigen europäischen Land einen Anschlag um eigene Ziele in arabischen Ländern zu erreichen.

Natürlich muss aber auch Links-und Rechtsextremismus stark überwacht werden.

Ich sehe dies eher so wie Alexyessin.
Klar ist der islamische Terror mit seinen Selbstmordanschlägen richtig Kacke und Gefährlich, aber diese Ideologie kann es in meinen Augen hier nie schaffen auf eine Mehrheit, oder Tolerranz zu hoffen.
Wenn ich mir aber so die Welt und Europa anschaue dann schautert es mir eher auf der rechten Seite, denn dieses Denke hat unter anderem auch wegen des islamistischen Terrors politisch enormen Zulauf.
Ne diese nicht weggekehrten rechten Kackhaufen, sind für unsere Gesellchaften m.M. mom. gefährlicher als die vereinzelten Islamisten, oder Antifa Linken
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon Alexyessin » Mo 23. Apr 2018, 15:14

sunny.crockett hat geschrieben:(23 Apr 2018, 15:14)

Würde ich nicht sagen. So wie die RAF in den 70er-Jahren und die Rechten in den 90er-Jahren, sind aktuell die Islamisten die größte Gefahr. So hat z.B. der Salafismus starken Zulauf. Während Links- und Rechtsextreme ihre wirren Ziele im eigenen Land verfolgen, dadurch auch eher unter Kontrolle gebracht werden können, ist der Islamismus international. Da macht man auch in einem beliebigen europäischen Land einen Anschlag um eigene Ziele in arabischen Ländern zu erreichen.

Natürlich muss aber auch Links-und Rechtsextremismus stark überwacht werden.


Diese Mär der Bedrohung der RAF im Vergleich zum Rechtsterrorismus in den siebzigern ist nicht totzukriegen. Tatsächlich hat der rechte Terror seit Ende der sechziger bis zur NSU eine durchgehende Schreckensbedrohung dargestellt mit zwei grausamen Höhepunkten. Einmal das Oktoberfestattentat und dann eben die Mordserie des NSU.
Soll jetzt keine Relativierung der Verbrechen der RAF darstellen, aber Fakten sind Fakten.
Vom islamistischen Terror sehe ich weniger - was nicht bedeutet keine - Gefahr, weil sich Rechtsterroristen in der Gesellschaft besser verstecken können ( damit gleichen sie dem Prinzip der RAF in den frühen Jahren ). Es gibt hier eine tiefe, teilweise im Staat selbst, Rückzugsgegebenheiten, die ein islamischer Terrorist nie erreichen kann.
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon PeterK » Mo 23. Apr 2018, 17:06

Julian hat geschrieben:(23 Apr 2018, 13:37)
Ein Bekenntnis zu einer Religion oder Ideologie ist etwas anderes als eine Hautfarbe.

Die Religionszugehörigkeit ist vielleicht am ehesten mit der Nationalität zu vergleichen. Beide werden einem vielfach in die Wiege gelegt, man kann sie aber ablegen. Dennoch soll man Menschen weder wegen der ersteren noch wegen der letzteren diskriminieren - auch wenn das dem einen oder anderen schwerfällt. Das fiele dann unter den Begriff Rassismus. "Religions-Kritik" ist selbstverständlich koscher.
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon jellobiafra » Mo 23. Apr 2018, 18:31

https://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/chronik-der-gewalt/todesopfer-rechtsextremer-und-rassistischer-gewalt-seit-1990

Ich verlinke hier eine Seite, der man nicht vorwerfen kann, Opferzahlen rechter Gewalt runterzuspielen.

Die Todesopfer rechter und islamistischer Gewalt in Deutschland scheinen in diesem Jahrzehnt ungefähr gleich zu sein. (Es gibt hier allerdings Differenzen zu der staatlichen Zählung)

Bei den Opfern islamistischen Terrors in Deutschland komme ich aus dem Gedächtnis auf 15 "klare" Fälle. (Der Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt, der Afghane der in Frankfurt am Flughafen zwei Amerikaner tötete, Der Hamburger Messerstecher vom letzten Jahr). Wenn wir die Kriterien etwas aufweichen, müssen wir noch diverse weitere Fälle dazuzählen. (z.B. den Muslim der eine christliche Konvertitin tötete.)

Ich glaube, Islamisten haben derzeit in Deutschland eine höhere Mobilisierungsfähigkeit als Rechtsextremisten. Dies haben sie in den letzten Jahren unter Beweis gestellt. Ihre Werbung für den IS war jedenfalls sehr erfolgreich. Außerdem sollten wir nicht vergessen, dass wir nur durch Glück und professionelle Arbeit der Sicherheitsdienste weiteren Anschlägen entgangen sind.
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon Cat with a whip » Di 24. Apr 2018, 06:18

Die "Hochkultur" hat nun auch den Kinderfussball erreicht.

Liesegang sagt, wenn er heute manche Eltern auf dem Fußballplatz erlebe, habe er den Eindruck, sie hätten „ihr gesamtes gutes Benehmen am Eingang abgegeben“. Kinder werden beschimpft, rassistisch und homophob beleidigt. „Das scheint modern geworden zu sein“, sagt Liesegang.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/ ... n-30049066
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon gregor » Di 24. Apr 2018, 06:49

Cat with a whip hat geschrieben:(24 Apr 2018, 07:18)

Die "Hochkultur" hat nun auch den Kinderfussball erreicht.


https://www.berliner-zeitung.de/berlin/ ... n-30049066

Das ist eben die ehrenhafte deutsche Leitkultur. Es wird immer schlimmer. Nachts traut sich kaum noch jemand wegen dem rechten Mob auf die Strasse.
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon Julian » Di 24. Apr 2018, 07:21

Alexyessin hat geschrieben:(23 Apr 2018, 14:58)

Der Rechte Extremismus ist immer noch weitaus gefährlicher - ohne den islamistischen Terrorismus damit kleinzureden.


Diese Auffassung erklärt einiges. Ich sehe das allerdings anders.

Ich schaue mir die Demographie Deutschlands an, und wie sie sich künftig entwickeln wird. Hier steht ein stark zunehmender Anteil von Muslimen aufgrund jüngeren Durchschnittsalters, Zuwanderung und höherer Geburtenrate einem abnehmendem Anteil autochthoner Deutscher gegenüber. Es sind die Muslime, die einen youth bulge aufweisen, nicht die autochthonen Deutschen mit ihrer Fertilitätsziffer von vielleicht 1,2. Je weiter man zurückgeht in den Altersgruppen, desto stärker sind sie vertreten. Viele Muslime können bei Problemen ihre Brüder holen; deutsche Jungs sind häufig einzelne Söhne.

Man kann auch analysieren, wie es Nachbarländern geht, die schon mehr Erfahrung mit entsprechenden Einwanderungswellen haben, beispielsweise Frankreich, Belgien oder Schweden. In jenen Ländern gibt es ganze Viertel, die bereits vom Islam dominiert werden und die einen Nährboden für Kriminalität und Extremismus darstellen, sei es Saint-Denis, Molenbeek oder Rosengård.

Rechtsextremismus wird dennoch ein Problem bleiben; gegenwärtig vor allem als Reaktion auf die Einwanderung und als Ausdruck unzufriedener, teils unterprivilegierter Bevölkerungsschichten. Rechtsextremistische Gewalttaten weisen im übrigen eine Überschneidung auf mit Tätern, die aus anderen Gründen kriminell sind. Es wird immer wieder einzelne Taten geben, die die Bevölkerung aufschrecken werden. Allerdings finden sie wenig bis keine Resonanz in der Bevölkerung. Die Morde des NSU beispielsweise werden doch sehr breit als widerlich, unmenschlich und bösartig verurteilt.

Islamistische Attentate dagegen genießen Unterstützung und Ansehen bis weit in die Moscheegemeinden und Koranschulen hinein. Schelm hatte dazu immer eine Reportage von ZDF Zoom empfohlen: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoo ... d-100.html

Darin zeigt sich, dass viele muslimische Kinder Sympathie mit islamistischen Anschlägen haben und auch den wüsten Hass gegen Ungläubige und Juden, der ihnen wahrscheinlich in Moscheen oder im Elternhaus anerzogen wurde, ausleben.

In den Neunzigerjahren hatte ich im übrigen durchaus die Befürchtung, dass Teile Mitteldeutschlands in ein rechtsextremistisches Milieu abgleiten würden. Allerdings hat sich das keineswegs bewahrheitet. Das mag man anders sehen, wenn man Leute, die bei PEGIDA mitlaufen, die AfD wählen oder die Erklärung 2018 unterschrieben haben, als rechtsextrem oder gar kriminell einordnet. Unterhält man sich aber mit den Leuten, muss man zu dem Schluss kommen, dass Rechtsextreme - oder gar noch gewalttätige Rechtsextreme - eine kleine Minderheit ausmachen, die nur punktuell durch Zusammenziehung aller Sympathisanten aus dem Bundesgebiet Wirkung erzielen können.

Trotzdem muss Deutschland natürlich etwas gegen den militanten Rechtsextremismus unternehmen. Insbesondere geht es darum, Sicherheit für alle zu gewährleisten. Es kann nicht angehen, dass Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder aufgrund religiöser Symbole attackiert werden.
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon gregor » Di 24. Apr 2018, 07:38

Julian hat geschrieben:(24 Apr 2018, 08:21)

Diese Auffassung erklärt einiges. Ich sehe das allerdings anders.

Ich schaue mir die Demographie Deutschlands an, und wie sie sich künftig entwickeln wird. Hier steht ein stark zunehmender Anteil von Muslimen aufgrund jüngeren Durchschnittsalters, Zuwanderung und höherer Geburtenrate einem abnehmendem Anteil autochthoner Deutscher gegenüber. Es sind die Muslime, die einen youth bulge aufweisen, nicht die autochthonen Deutschen mit ihrer Fertilitätsziffer von vielleicht 1,2. Je weiter man zurückgeht in den Altersgruppen, desto stärker sind sie vertreten. Viele Muslime können bei Problemen ihre Brüder holen; deutsche Jungs sind häufig einzelne Söhne.

Man kann auch analysieren, wie es Nachbarländern geht, die schon mehr Erfahrung mit entsprechenden Einwanderungswellen haben, beispielsweise Frankreich, Belgien oder Schweden. In jenen Ländern gibt es ganze Viertel, die bereits vom Islam dominiert werden und die einen Nährboden für Kriminalität und Extremismus darstellen, sei es Saint-Denis, Molenbeek oder Rosengård.

Rechtsextremismus wird dennoch ein Problem bleiben; gegenwärtig vor allem als Reaktion auf die Einwanderung und als Ausdruck unzufriedener, teils unterprivilegierter Bevölkerungsschichten. Rechtsextremistische Gewalttaten weisen im übrigen eine Überschneidung auf mit Tätern, die aus anderen Gründen kriminell sind. Es wird immer wieder einzelne Taten geben, die die Bevölkerung aufschrecken werden. Allerdings finden sie wenig bis keine Resonanz in der Bevölkerung. Die Morde des NSU beispielsweise werden doch sehr breit als widerlich, unmenschlich und bösartig verurteilt.

Islamistische Attentate dagegen genießen Unterstützung und Ansehen bis weit in die Moscheegemeinden und Koranschulen hinein. Schelm hatte dazu immer eine Reportage von ZDF Zoom empfohlen: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoo ... d-100.html

Darin zeigt sich, dass viele muslimische Kinder Sympathie mit islamistischen Anschlägen haben und auch den wüsten Hass gegen Ungläubige und Juden, der ihnen wahrscheinlich in Moscheen oder im Elternhaus anerzogen wurde, ausleben.

In den Neunzigerjahren hatte ich im übrigen durchaus die Befürchtung, dass Teile Mitteldeutschlands in ein rechtsextremistisches Milieu abgleiten würden. Allerdings hat sich das keineswegs bewahrheitet. Das mag man anders sehen, wenn man Leute, die bei PEGIDA mitlaufen, die AfD wählen oder die Erklärung 2018 unterschrieben haben, als rechtsextrem oder gar kriminell einordnet. Unterhält man sich aber mit den Leuten, muss man zu dem Schluss kommen, dass Rechtsextreme - oder gar noch gewalttätige Rechtsextreme - eine kleine Minderheit ausmachen, die nur punktuell durch Zusammenziehung aller Sympathisanten aus dem Bundesgebiet Wirkung erzielen können.

Trotzdem muss Deutschland natürlich etwas gegen den militanten Rechtsextremismus unternehmen. Insbesondere geht es darum, Sicherheit für alle zu gewährleisten. Es kann nicht angehen, dass Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder aufgrund religiöser Symbole attackiert werden.

Frankreich hat die Muslime die sie selbst ins Land geholt haben wie andere Zuwanderer auch im Ghetto im Stich gelassen. In Deutschland ist diese Situation nicht so schlimm durch bessere Chancen auf Integration. Deine Untergangsszenarien sind nicht mehr als leere Worte und werden nicht stattfinden. Sie haben auch noch nie stattgefunden.
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon JFK » Di 24. Apr 2018, 07:41

Julian hat geschrieben:(24 Apr 2018, 08:21)

Islamistische Attentate dagegen genießen Unterstützung und Ansehen bis weit in die Moscheegemeinden und Koranschulen hinein. Schelm hatte dazu immer eine Reportage von ZDF Zoom empfohlen: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoo ... d-100.html



Deine Realativierungen sind niedlich, aber Extremisten sind Extremisten, auf Thüringer Rechts-Rock konzerten wirst du auch kaum jemanden finden der die NSU Terroristen nicht für Märtyrer hält.

Aus welcher Minute dieser Reportage geht denn das hervor, was du damit belegen wolltest? :x
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon Julian » Di 24. Apr 2018, 08:23

Gregor hat geschrieben:(24 Apr 2018, 08:38)

Frankreich hat die Muslime die sie selbst ins Land geholt haben wie andere Zuwanderer auch im Ghetto im Stich gelassen. In Deutschland ist diese Situation nicht so schlimm durch bessere Chancen auf Integration. Deine Untergangsszenarien sind nicht mehr als leere Worte und werden nicht stattfinden. Sie haben auch noch nie stattgefunden.


Achso, die bösen Franzosen waren schuld - wie ja auch die Schweden und die Belgier. Sie hätten den Neuankömmlingen keine neuen Wohnungen bauen und ihnen auch nicht die Staatsbürgerschaft geben sollen. Auch die kostenlose Gesundheitsfürsorge, kostenlose Schulen - all dies war wohl ein Fehler. Und die Opfer waren natürlich ausschließlich Muslime und Schwarzafrikaner, andere Einwanderer hat es nicht getroffen.

Für mich näherliegend ist die Hypothese, dass es an den Einwanderern selbst liegt. Das erklärt auch, warum wir bisher in Deutschland weniger Probleme hatten; die Türken waren einfach besser integrierbar als die Araber und Schwarzafrikaner, weil sie kulturell Europa noch etwas näher stehen, eine säkulare Tradition aufweisen und bisher auch nicht so antisemitisch wie viele Araber aufgefallen sind.

Ob Untergangsszenarien eintreffen werden, weiß ich nicht. Die Demographie ist auf jeden Fall vorhersehbar, natürlich unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien. Die Bevölkerung der arabischen Länder und vor allem Schwarzafrikas ist jung, und die gegenwärtige Moral in unserem Lande wird verhindern, dass effektive Schutzmaßnahmen gegen eine Masseneinwanderung getroffen werden.

Den Rechtsextremismus sehe ich im wesentlichen als eine (falsche und abzulehnende) Reaktion auf eine völlig verrückte Politik. Dieser Reaktion fehlt jedoch die demographische Kraft - das sind alles einzelne Söhne. Trotzdem kann es natürlich, wenn die Politik der offenen Grenzen und der Islamisierung weiter vorangetrieben wird, zu zunehmenden Konflikten zwischen der einheimischen Bevölkerung und den Zuwanderern kommen - insbesondere vor dem Hintergrund der unausgeglichenen Geschlechterlage und der Tatsache, dass die gegenwärtig noch gute wirtschaftliche Situation sich auch mal ändern wird und die Verteilungskämpfe härter werden.
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon gregor » Di 24. Apr 2018, 08:29

Julian hat geschrieben:(24 Apr 2018, 09:23)

Achso, die bösen Franzosen waren schuld - wie ja auch die Schweden und die Belgier. Sie hätten den Neuankömmlingen keine neuen Wohnungen bauen und ihnen auch nicht die Staatsbürgerschaft geben sollen. Auch die kostenlose Gesundheitsfürsorge, kostenlose Schulen - all dies war wohl ein Fehler. Und die Opfer waren natürlich ausschließlich Muslime und Schwarzafrikaner, andere Einwanderer hat es nicht getroffen.

Für mich näherliegend ist die Hypothese, dass es an den Einwanderern selbst liegt. Das erklärt auch, warum wir bisher in Deutschland weniger Probleme hatten; die Türken waren einfach besser integrierbar als die Araber und Schwarzafrikaner, weil sie kulturell Europa noch etwas näher stehen, eine säkulare Tradition aufweisen und bisher auch nicht so antisemitisch wie viele Araber aufgefallen sind.

Ob Untergangsszenarien eintreffen werden, weiß ich nicht. Die Demographie ist auf jeden Fall vorhersehbar, natürlich unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien. Die Bevölkerung der arabischen Länder und vor allem Schwarzafrikas ist jung, und die gegenwärtige Moral in unserem Lande wird verhindern, dass effektive Schutzmaßnahmen gegen eine Masseneinwanderung getroffen werden.

Den Rechtsextremismus sehe ich im wesentlichen als eine (falsche und abzulehnende) Reaktion auf eine völlig verrückte Politik. Dieser Reaktion fehlt jedoch die demographische Kraft - das sind alles einzelne Söhne. Trotzdem kann es natürlich, wenn die Politik der offenen Grenzen und der Islamisierung weiter vorangetrieben wird, zu zunehmenden Konflikten zwischen der einheimischen Bevölkerung und den Zuwanderern kommen - insbesondere vor dem Hintergrund der unausgeglichenen Geschlechterlage und der Tatsache, dass die gegenwärtig noch gute wirtschaftliche Situation sich auch mal ändern wird und die Verteilungskämpfe härter werden.

Die Franzosen haben sie einfach weggeworfen als sie sie nicht mehr brauchten. Deine Verdrehungen ziehen nicht mehr.
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon Julian » Di 24. Apr 2018, 08:35

Gregor hat geschrieben:(24 Apr 2018, 09:29)

Die Franzosen haben sie einfach weggeworfen als sie sie nicht mehr brauchten. Deine Verdrehungen ziehen nicht mehr.


Wie weggeworfen? Sie haben ja sogar sehr früh die Staatsbürgerschaft bekommen. Andere Einwanderer haben es in Frankreich doch auch geschafft, ohne sich ständig als Opfer fühlen zu müssen.

Ich glaube nicht, dass wir Deutschen den Franzosen überlegen wären, was Integration angeht. Ein Blick auf die arabischen Einwanderer beispielsweise in Berlin, Essen und Bremen dürfte reichen - Stichwort Intensivtäter und Großfamilien. Das Problem ist kleiner als in Frankreich weil die fragliche Einwanderergruppe bisher kleiner war.
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon Alexyessin » Di 24. Apr 2018, 08:38

Julian hat geschrieben:(24 Apr 2018, 09:23)


Den Rechtsextremismus sehe ich im wesentlichen als eine (falsche und abzulehnende) Reaktion auf eine völlig verrückte Politik.


Der Rechtsextremismus ist in Deutschland seit den 60er Jahren aktiv, im Prinzip seit dem Krieg.
Das als Reaktion auf irgendeine neuere Politik zu münzen ist bestenfalls naiv zu nennen.
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon gregor » Di 24. Apr 2018, 08:41

Julian hat geschrieben:(24 Apr 2018, 09:35)

Wie weggeworfen? Sie haben ja sogar sehr früh die Staatsbürgerschaft bekommen. Andere Einwanderer haben es in Frankreich doch auch geschafft, ohne sich ständig als Opfer fühlen zu müssen.

Ich glaube nicht, dass wir Deutschen den Franzosen überlegen wären, was Integration angeht. Ein Blick auf die arabischen Einwanderer beispielsweise in Berlin, Essen und Bremen dürfte reichen - Stichwort Intensivtäter und Großfamilien. Das Problem ist kleiner als in Frankreich weil die fragliche Einwanderergruppe bisher kleiner war.

Nein, weil man sie hier nicht dermaßen im Stich gelassen hat. Aber wenn das nicht der Grund sein soll, was haben dann die Montagsbrüller eigentlich für ein Problem?
Dann kann m Osten auch keiner rumjaulen und sich vom Staat vernachlässigt fühlen, wenn er sein eigenes Leben doch selbst in die Hand nehmen könnte.
Stattdessen führen sich einige auf wie welche vom IS und fahren mit Autos in Menschen. Langsam kommen mir beim Fall Amry Zweifel auf dessen echtem Hergang, genauso wie in Nizza.
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon Julian » Di 24. Apr 2018, 08:43

Alexyessin hat geschrieben:(24 Apr 2018, 09:38)

Der Rechtsextremismus ist in Deutschland seit den 60er Jahren aktiv, im Prinzip seit dem Krieg.
Das als Reaktion auf irgendeine neuere Politik zu münzen ist bestenfalls naiv zu nennen.


Einen Bodensatz wird es immer geben, wie auch in anderen Ländern. Was ich meinte, ist der Anstieg rechtsextremer Gewalt seit 2014. Der geht auf Frau Merkels Konto.

Rechtsextremistisch motivierte Gewalt in Deutschland nimmt seit etwa 2014 stetig zu.

https://www.verfassungsschutz.de/de/arb ... taten-2016
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon Julian » Di 24. Apr 2018, 08:48

Gregor hat geschrieben:(24 Apr 2018, 09:41)

Nein, weil man sie hier nicht dermaßen im Stich gelassen hat.


Sind Einwanderer für dich kleine Kinder, die man an der Hand nehmen muss? Frankreich hat den bekannten Problemgruppen alles geboten, was es auch anderen Einwanderern geboten hat. Leider war ein gewisser Anteil dieser Leute unfähig oder unwillig, dieses Angebot zu nutzen. Ist auch schwierig, wenn man das Aufnahmeland hasst, wie es ja einige der Bewohner der Banlieue tun, und sich gar nicht integrieren will.

Gregor hat geschrieben:(24 Apr 2018, 09:41)
Aber wenn das nicht der Grund sein soll, was haben dann die Montagsbrüller eigentlich für ein Problem?
Dann kann m Osten auch keiner rumjaulen und sich vom Staat vernachlässigt fühlen, wenn er sein eigenes Leben doch selbst in die Hand nehmen könnte.


Wer sind denn die "Montagsbrüller"? Meinst du PEGIDA oder wen? Denen geht es vor allem um einen Stopp der Masseneinwanderung und Islamisierung und um einen wirksamen Grenzschutz wie in jedem vernünftigen Staat. Forderungen, die noch vor 10 Jahren Mainstream waren.

Gregor hat geschrieben:(24 Apr 2018, 09:41)
Stattdessen führen sich einige auf wie welche vom IS und fahren mit Autos in Menschen. Langsam kommen mir beim Fall Amry Zweifel auf dessen echtem Hergang, genauso wie in Nizza.


Es gibt dazu zahlreiche Verschwörungstheorien, allerdings wenig Anlass, diese ernst zu nehmen. Aber wenn es dir dabei hilft, deine Ideologie nicht in Frage stellen zu müssen - bitte. Es ist ein freies Land.
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon Alexyessin » Di 24. Apr 2018, 08:50

Julian hat geschrieben:(24 Apr 2018, 09:43)

Einen Bodensatz wird es immer geben, wie auch in anderen Ländern. Was ich meinte, ist der Anstieg rechtsextremer Gewalt seit 2014. Der geht auf Frau Merkels Konto.


Das ist nicht der Bodensatz, Julian, sondern aktive Mitglieder. NSU ist hier nur die Spitze des Eisbergs. Und ich frage mich wirklich, ob du hier schon wieder Frau Dr. Merkel als irgendwie schuldbringend hinstellen musst. Was bringt dir das?
Klar ist der Anstieg seit 2014 da. Aber hat irgendjemand von Frau Dr. Merkel gehört - ja, schmeißt Brandsätze oder zündet Bomben? Wann warst du das letzte Mal, wenn überhaupt, in der Gegend östlich von Leipzig?
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Re: Rechtsextremistische Kriminalität

Beitragvon Julian » Di 24. Apr 2018, 09:09

Alexyessin hat geschrieben:(24 Apr 2018, 09:50)

Das ist nicht der Bodensatz, Julian, sondern aktive Mitglieder. NSU ist hier nur die Spitze des Eisbergs. Und ich frage mich wirklich, ob du hier schon wieder Frau Dr. Merkel als irgendwie schuldbringend hinstellen musst. Was bringt dir das?
Klar ist der Anstieg seit 2014 da. Aber hat irgendjemand von Frau Dr. Merkel gehört - ja, schmeißt Brandsätze oder zündet Bomben? Wann warst du das letzte Mal, wenn überhaupt, in der Gegend östlich von Leipzig?


Wenn die Leute hören, dass sogar der Leibwächter von Usama bin Laden in Deutschland mit seiner Familie durchgefüttert wird, obwohl er immer noch ein islamistischer Gefährder ist, wenn die Leute hören, dass Muslime auch noch ihre Zweitfrauen importieren dürfen und ihnen ein komplettes Haus zur Verfügung gestellt, wenn die Leute hören, dass in Stuttgart Flüchtlinge bei der Wohnungsvergabe gegenüber Einheimischen bevorzugt werden, wenn die Leute die Folgen des Imports von Menschen mit archaischen, frauenverachtenden Einstellungen sehen - dann führt das zu Emotionen, zu einem Hass auf die Art von Politik, die da gemacht wird.

Bezeichnet man dann auch noch jedweden Kritiker dieser Politik als Pack und dümmlich, dann gesellt sich dazu ein Gefühl der ohnmächtige Wut, und die kann sich in Gewalt entladen. Natürlich gehört dazu noch etwas mehr, etwa eine kriminelle/ gewalttätige Veranlagung, ein Mangel an Distanz, ein Mangel an Empathie mit den Opfern. Deswegen werden ja auch nur sehr wenige kriminell.

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