Landtagswahlen in Hessen 2018

Moderator: Moderatoren Forum 2

Benutzeravatar
Fliege
Beiträge: 1406
Registriert: Fr 25. Mai 2018, 23:15

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon Fliege » Do 25. Okt 2018, 19:37

Nightrain hat geschrieben:(25 Oct 2018, 20:13)
Ein kurzfristiger Sieg mit einem grünen Ministerpräsidenten in einer Linksregierung birgt natürlich die Gefahr, dass man bei der nächsten Wahl vom aufgeschreckten Wahlvolk bitter abgestraft wird. Spielt man noch einmal als gleichwertiger Partner bei schwarz-grün mit, kann man sich als Volkspartei zementieren und langfristig die Spitze sichern versuchen.

Ich sehe zwei Aspekte, die für deine Sichtweise sprechen:
1. Wer möchte schon gern mit einer zerschlagenen Verlierer-Partei (SPD) koalieren? Die zieht einen doch höchstens selber mit hinunter.
2. Die Grünen wollen doch mit Merkel koalieren, und in Hessen tun sie das seit Jahren. Also ist für die Grünen alles gut.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
sünnerklaas
Beiträge: 2241
Registriert: Do 10. Aug 2017, 14:41

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon sünnerklaas » Do 25. Okt 2018, 20:08

Nightrain hat geschrieben:(25 Oct 2018, 20:13)

Da wäre ich nicht so sicher. Ein kurzfristiger Sieg mit einem grünen Ministerpräsidenten in einer Linksregierung birgt natürlich die Gefahr, dass man bei der nächsten Wahl vom aufgeschreckten Wahlvolk bitter abgestraft wird. Spielt man noch einmal als gleichwertiger Partner bei schwarz-grün mit, kann man sich als Volkspartei zementieren und langfristig die Spitze sichern versuchen.


Aus Angst vor einem grünen MP werden genug bisherige Nichtwähler zur Wahl gehen und bei der CDU ihr Kreuz machen.
Meine vorsichtige Prognose: die CDU schneidet besser ab, als in den Umfragen, die Grünen bleiben in etwa gleich, die AfD schneidet schlechter ab, als in den Umfragen. Bouffier bleibt MP, seine Regierung macht weiter.
Benutzeravatar
garfield336
Beiträge: 10258
Registriert: Mo 25. Mär 2013, 21:05

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon garfield336 » Fr 26. Okt 2018, 13:27

Die Aktuelle Umfrage ist ja mal schön

CDU 28%
Grün 20%
SPD 20%
FDP 8 %
Linke 8%
AfD 12 %
andere 4%

CDU - Grün 48% (SPD-FDP-Linke-AfD = 48%)
CDU - SPD 48% (Grün-FDP-Linke-AfD = 48%)
Grün-SPD-FDP 48%
Grün SPD-Linke 48%
CDU-AfD-FDP 48%


Wer erfindet so eine Umfrage ?
Benutzeravatar
unity in diversity
Beiträge: 6773
Registriert: So 21. Dez 2014, 09:18
Benutzertitel: Nachtfalter
Wohnort: Falena

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon unity in diversity » Sa 27. Okt 2018, 02:20

Bundespolitik schlägt Landespolitik, auch in Hessen.
Darum haben die Grünen erkannt, dass unter deutschen Dächern noch viel Platz für die wachsende Bevölkerung vorhanden ist:
https://www.wp.de/politik/wohnraum-grue ... 61581.html
Ob die Wähler den Populisten der extremen Mitte dafür ihr Vertrauen schenken, darf man bezweifeln.
Sollte Hessen unregierbar werden, kommt eine vorläufige Technokratenregierung in Frage.
Ursache sind, im postdemokratischen Zeitalter, die Falschwähler.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
Nightrain
Beiträge: 678
Registriert: Di 1. Mai 2018, 00:36

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon Nightrain » Sa 27. Okt 2018, 08:26

Fehlen nur noch Zwangseinquartierungen unter dem neu ausgebauten Dach... :p

Ansonsten hoffe ich auf eine RRG Regierung in Hessen. Nicht, dass die etwas taugen würde aber das wäre der maximale Schaden für die derzeitige Nicht-Regierung im Bund.
Mit welcher Partei würde man in Hessen die aktuelle Bundesregierung maximal abstrafen? Mit den Linken. Wählt man die Grünen, bekommt man mit hoher Wahrscheinllichkeit schwarz-grün. Wählt man die SPD, fällt man den SPD Linken in den Rücken, die bei einem schlechten Abschneiden die Auflösung der Koalition im Bund ausrufen werden.
Sybilla
Beiträge: 529
Registriert: Di 3. Jun 2008, 20:56

Eine Bestandsaufnahme zur Wahl in Hessen

Beitragvon Sybilla » Sa 27. Okt 2018, 23:14

Ein Land in dem Wir Gut und Gerne leben – eine Bestandsaufnahme zur Wahl in Hessen

Ich weiß nicht wo das ist, offensichtlich muss es in Deutschland eine Region geben die einen „ Märchenland“ gleicht, eventuell gibt es dieses „ Märchenland“ auch nur in den Zimmern und Fluren der Ideologischen Kaderschmieden in denen Medienschaffende ausgebildet werden.

1. Das Gesundheitssystem

Der Vergleich des Gesundheitssystems kann nicht mit Gesundheitssysteme aus der sogenannten 4.Welt gezogen werden, sondern muss sich an den schon einmal erreichten orientieren.

Von einem ausgezeichneten Gesundheitssystem können viele Menschen im besonderem im ländlichen Raum nur von der „guten alten Zeit“ träumen, in der die Krankenhausdichte nicht weiter als 25 Km betrug, heute sind es aus Gründen der Kostenersparnis (Schließung der Krankenhäuser) bis zum nächsten „Klinikum“ meistens um 50 Km was als Herzinfarkt oder Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt) alles andere als eine schnelle und ausgezeichnete medizinische Versorgung in den betroffenen ländlichen Räumen bedeutet.

Auch in den Städten können viele nur von der „guten alten Zeit“ träumen, in der Fachärzte in eigenen Praxen praktizierten die Verwaltung der Patienten übersichtlich war und für jeden Patienten 15 – 20 Minutentermine einplanen konnten. Heute gibt es aus Kostenersparnis sogenannte Facharztzentren die zum einem mit der Verwaltung der Vielzahl der Patienten völlig überfordert sind (der Versuch eines Anrufs ist meistens eine Geduldsprobe) die Patientenanmeldung völlig überlastet, die Ausstellung von Rezepten und Arztbriefen reine Geduldsproben und Patienten – Arzt Kontakt hat sich auf 5 – 10 Minutentakt verringert, Unter einem ausgezeichneten Gesundheitssystem verstehen viele etwas anders.

Auch von einer Pflege in Krankenhäusern wie Sie ein mal in der „guten alten Zeit“ einmal war können Patienten in den Kliniken des Jahres 2018nur träumen, viele Pflegestellen wurden aus Kostenersparnis abgebaut, in der „guten alten Zeit“ wurden Krankenhäuser zur Heilung Kranker erreichtet. Auch heute haben die Krankenhäuser den Auftrag Kranke zu heilen allerdings müssen das heute gewinnorientiert leisten, was auch Nachteile für Patienten bedeuten kann die es in der „guten alten Zeit“ nicht gab.

Ein ausgezeichnetes Gesundheitssystem gibt es zum Beispiel in der Schweiz, und sehr gute Gesundheitssystem in der Niederlande in Island in Dänemark und in Belgien in Deutschland sehen wir in der Summe nur noch ein grade noch durchschnittliches Gesundheitssystem obwohl Deutschland im Vergleich die höchste Wirtschaftskraft besitzt und somit seiner Bevölkerung ein im Vergleich eher ein Gesundheitssystem auf medizinischen Grundsicherungsniveau zumutet.

2. Innere Sicherheit und eine funktionierende Polizei

Eine funktionierende Polizei gab es in der „guten alten Zeit“ als die Polizeipräsenz noch dafür sorgen konnte das viele Straftaten durch ihre Präsenz verhindert wurden. Auch nicht alle aber viele.

Seit der Kölner - Silvesternacht von 2015 die nicht nur für Köln steht sondern für viele Orte in Deutschland mussten wir uns an zwei Veränderungen gewöhnen, zum einen Berichten die Medien aus Angst vor der Wahrheit nur noch sehr zögerlich von vielen Straftaten die auch aus Furcht vor der Wahrheit dann eher als regionale Ereignisse betrachtet werden, zum anderen daran das die Polizei nicht mehr vorbeugend präventiv Straftaten durch ihre Präsenz verhindern sondern der Erfolg der „ funktionierenden Polizei“ darin zu sehen ist, dass die Polizei nach den Straftaten die Täter ermittelt.

Aktuell wieder einmal....

Albtraum dauerte vier Stunden Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Sogar bis zu 15 Täter?

Ein gut funktionierende innere Sicherheit ist das mit Sicherheit nicht, und wer aus Angst vor der Wahrheit die Augen verschlisst, hilft niemanden weder den Opfer noch den Tätern.

3. Infrastruktur

Ja in der „guten alten Zeit“ also im letzten viertel des 20. Jahrhunderts hatte Deutschland eine herausragende Infrastruktur die Straßen und Brücken waren in Topzustand die Schienenwege weit verzweigt bis in den letzten Winkel der Republik. Das war einmal heute sind viele Straßen und Brücken in einen sehr maroden oder gar schlechten Zustand. Brückenanbindungen, Schlaglöcher und Querrinnen sorgen für viel gepolter im Straßenverkehr. Sensible (Erschütterungsfreie) Krankentransporte können aufgrund dessen vielfach nur noch im Schneckentempo erfolgen. Der Rückbau mancher Schienenwege hat ganze Regionen von dem Fernverkehrsschienennetz abgeschnitten. Fehlende Stromtrassen behindern den „grünen Strom“
Schnelle Internetverbindungen gibt es flächendeckend in vielen Ländern des ehemaligen Ostens im Baltikum nicht aber in Deutschland. Der eingeschränkte Winterdienst auf den Straßen behindert den Warenverkehr und die Pendler. Ja in der „guten alten Zeit“ war die Qualität und die Quantität der Infrastruktur besser, das ist der Vergleichsparameter nicht der Vergleich zu Ländern in Schwarzafrika oder Mittelamerika.

4. Wesentliche Abstriche an den kommunalen und staatlichen Aufgaben?

Kommunen haben immer neue Einnahmequelle erschlossen, Parkraumbewirtschaftung mit exorbitant hohen Parkgebühren, Kommunale Parkraumüberwachung, durch Gründung überregionaler kommunaler Verkehrsüberwachung im Bereich der Geschwindigkeitskontrollen einhergehend mit nahezu flächendeckenden 30 Zonen. Ausweisung exorbitant großer Gewerbeflächen auf der Grünen Wiese oder in Waldgebieten einhergehend mit einer Umweltzerstörung ohne gleichen. Einer Explosion der vorher schon exorbitant hohen Mitten in Ballungsräumen und Speckgürteln. Sozial Leistungen wurden zwar aufgrund der Überschüsse durch die 0 Zins Politik der EZB zwar nicht gekürzt aber auch nicht entsprechend der höheren Kosten für Miete, Energie und Lebenshaltung angepasst. Der Sparer verliert Angesicht der null Zins Politik den Wert des ersparten, der Häuslebauer zahlt aufgrund der Flucht ins „Betongold“ exorbitant hohe Baupreise. Freibäder, Schwimmbäder, Freiwillige Leistungen der Kommunen fallen dem Sparzwang zum Opfer. Nein bei Licht betrachtet ist das kein Land in dem viele die meisten gut und gerne Leben.

Gibt es eine Alternative für Frau Merkel als Bundeskanzlerin?

Ja gibt es, hat es immer gegeben, unsere Friedhöfe sind voll von Menschen die glaubten sie seinen unersetzlich und trotzdem konnten alle ersetzt werden. Und ja es gab auch schon Bundeskanzler die ihre Aufgabe besser erledigt haben als Frau Merkel, beginnend mit Konrad Adenauer; Ludwig Erhard über Willy Brandt und Helmut Schmidt und sogar einen Helmut Kohl kann man eine bessere Amtsführung bescheinigen als Angela Merkel. Wenn also ein anderer Kanzler für eine andere Politik benötigt wird, wird es diesen ohne jeden Zweifel geben und zum Trost viel schlechter als jetzt kann es dann auch nicht werden. Denn das meiste läuft so und so weiter, egal wer gerade im Kanzleramt sitzt, das haben wir in Deutschland die letzten 13 Jahre im Praxistest erprobt.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 32211
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon JJazzGold » So 28. Okt 2018, 07:16

Heute wählen die Hessen.
Obwohl ich einige Zeit in Hessen gelebt habe, kann ich nicht einschätzen, was den Hessen wichtiger erscheint,
das Interesse für ihr Bundesland, oder die Affekthascherei, zugunsten einer GroKo Ohrfeige.
Ja mei, die Hessen müssen mit dem selbst gewählten Ergebnis in ihrem Bundesland die nächsten fünf Jahre leben, nicht ich.

Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
odiug
Moderator
Beiträge: 10221
Registriert: Di 25. Sep 2012, 06:44

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon odiug » So 28. Okt 2018, 07:24

JJazzGold hat geschrieben:(28 Oct 2018, 07:16)

Heute wählen die Hessen.
Obwohl ich einige Zeit in Hessen gelebt habe, kann ich nicht einschätzen, was den Hessen wichtiger erscheint,
das Interesse für ihr Bundesland, oder die Affekthascherei, zugunsten einer GroKo Ohrfeige.
Ja mei, die Hessen müssen mit dem selbst gewählten Ergebnis in ihrem Bundesland die nächsten fünf Jahre leben, nicht ich.


Stimmt ... wir haben ja jetzt eine eigene, bayrische Grenzpolizei, sollte es ganz schlimm werden und GRÜN ROT ROT eine Flüchtlingswelle aus dem Hundsrück auslösen :p
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
Benutzeravatar
Misterfritz
Moderator
Beiträge: 5203
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon Misterfritz » So 28. Okt 2018, 07:45

odiug hat geschrieben:(28 Oct 2018, 07:24)

Stimmt ... wir haben ja jetzt eine eigene, bayrische Grenzpolizei, sollte es ganz schlimm werden und GRÜN ROT ROT eine Flüchtlingswelle aus dem Hundsrück auslösen :p
Hunsrück? Geografie 6? :D Oder meinst Du die Rhoen? Ok, da ist auch tote Hose :D
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 32211
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon JJazzGold » So 28. Okt 2018, 07:56

odiug hat geschrieben:(28 Oct 2018, 07:24)

Stimmt ... wir haben ja jetzt eine eigene, bayrische Grenzpolizei, sollte es ganz schlimm werden und GRÜN ROT ROT eine Flüchtlingswelle aus dem Hundsrück auslösen :p


“Söders Stolz“? ;)
Schauen wir mal, wie lange wir diese Truppe noch haben.
Mir ist es offen gestanden egal, ob die Hessen rrg ausprobieren wollen.
Wir müssten damit in Betracht ziehen, die Kapazität unserer Schulen entlang der hessisch-bayerischen Grenze zu erhöhen.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
McKnee
Beiträge: 1260
Registriert: Sa 2. Sep 2017, 15:18
Wohnort: Daheim

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon McKnee » So 28. Okt 2018, 08:01

Niemand will eine Mauer bauen ....

viewtopic.php?f=24&t=66876&p=4328460#p4328459
immernoch_ratlos
Beiträge: 2323
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon immernoch_ratlos » So 28. Okt 2018, 08:43

Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre … - ähm heute ist Sonntag der 28.10.2018 :eek:

Hier noch vor der Wahl : "Umfragen Hessen" mit reichlich Instituten - die je nach Datum auch zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Und weil´s so schön war, auch ältere Umfragen bzw. die echten Ergebnisse :

Landtagswahl am 20.01.1991
40,2 % CDU, 40,8 % SPD, 8,8 % GRÜNE, 7,4 % FDP, ---- LINKE, ---- AfD, 1,7% REP und Sonstige 1,1% :|

Die "jüngste Umfrage" vom 25.10.2018 :

28 % CDU, 20 % SPD, 20 % GRÜNE, 8 % FDP, 8% LINKE, 12% AfD, ??? REP und Sonstige 4% :?: :s :eek:

Da wäre noch das "Wahltippspiel zur Landtagswahl in Hessen 2018" Wenn das "Verhältnis" untereinander nicht stimmt, werden die "Sonstigen Parteien" sehr groß - ein schönes Spielzeug um zueinander passende Prognosen zu errechnen.

Auch nicht uninteressant bei "wahlrecht.de" : "Wahlsystem der Landtagswahl in Hessen"

Weiter auf dieser Seite "wahlrecht.de" : "Berichterstattung zur Landtagswahl in Hessen 2018"
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
Julian
Beiträge: 7880
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon Julian » So 28. Okt 2018, 09:36

Das Trommelfeuer der Medien in den letzten Tagen war extrem - mit Jubelmeldungen über die tolle Lage in Deutschland im allgemeinen und Hessen im besonderen, und über Warnhinweise gegen die AfD. Viele werden sich wohl dazu hinreißen lassen, CDU und Grüne zu wählen - die Grünen aufgrund der Stimmungsmache in den Medien, die CDU aus Angst vor Rot-Rot-Grün.

Die AfD wird ihren beispiellosen Einzug in die deutschen Landtage fortsetzen und damit vollenden. Die Grünen hatten in den Achtzigerjahren wesentlich länger gebraucht, um sich zu etablieren, und sind bis heute nicht in allen Landtagen vertreten. Im Grunde ist ja nur die SPD in allen deutschen Landtagen vertreten, und nach diesen Wahlen als zweite Partei nun auch die AfD.

Im Grunde macht es dabei keinen Unterschied, ob die AfD neun oder 15% der Stimmen bekommt. Strukturell ist sie von einer Beteiligung an einer Regierung ohnehin ausgeschlossen; inhaltlich dagegen wirkt sie unabhängig vom genauen Stimmenanteil, wie ja auch Herr Habeck nun indirekt eingestehen musste, als er Merkels Flüchtlingspolitik zufällig noch vor den Wahlen kritisierte.

Dennoch frage ich mich, ob dieses Land überhaupt noch einsichts- und reformfähig ist. Nach all dem, was geschehen ist, finde ich es persönlich unglaublich, dass immer noch so viele Wähler auf ein Weiter so! (CDU) oder sogar auf ein Noch mehr desselben! (Grüne) setzen. Eine gewisse Entfremdung meinerseits gegenüber diesem Land kann ich nicht verleugnen.
Projekt Julian I: 5 Jan 2016 - 14 Aug 2018
Projekt Julian II: 14 Aug 2018 -
immernoch_ratlos
Beiträge: 2323
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon immernoch_ratlos » So 28. Okt 2018, 09:55

Julian hat geschrieben:Dennoch frage ich mich, ob dieses Land überhaupt noch einsichts- und reformfähig ist. Nach all dem, was geschehen ist, finde ich es persönlich unglaublich, dass immer noch so viele Wähler auf ein Weiter so! (CDU) oder sogar auf ein Noch mehr desselben! (Grüne) setzen. Eine gewisse Entfremdung meinerseits gegenüber diesem Land kann ich nicht verleugnen.
Tja so geht es mir auch, wenn ich mir so ansehe bzw. anhöre, was uns diese wunderbare AfD so an Lösungsvorschlägen unterbreitet - viel realistisches ist da nicht zu finden. Eigentlich lebt diese Partei nur vom Widerspruch - von Tatsachenverdrehungen und Tatsachenleugnung (alternativen Wahrheiten) falschen Versprechungen, Realitätsferne, Wissenschaftsfeindlichkeit bis hin zu "Verschwörungstheorien", oberflächliche Wahrnehmung und eigene Lösungen - echte Lösungen - die (mehrheitlich) akzeptabel wären, finden sich da nun wirklich nicht.

Was Dein "Befremden" verursacht, nennt sich übrigens Demokratie.... :thumbup:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 32211
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon JJazzGold » So 28. Okt 2018, 09:55

Julian hat geschrieben:(28 Oct 2018, 09:36)

Das Trommelfeuer der Medien in den letzten Tagen war extrem - mit Jubelmeldungen über die tolle Lage in Deutschland im allgemeinen und Hessen im besonderen, und über Warnhinweise gegen die AfD. Viele werden sich wohl dazu hinreißen lassen, CDU und Grüne zu wählen - die Grünen aufgrund der Stimmungsmache in den Medien, die CDU aus Angst vor Rot-Rot-Grün.

Die AfD wird ihren beispiellosen Einzug in die deutschen Landtage fortsetzen und damit vollenden. Die Grünen hatten in den Achtzigerjahren wesentlich länger gebraucht, um sich zu etablieren, und sind bis heute nicht in allen Landtagen vertreten. Im Grunde ist ja nur die SPD in allen deutschen Landtagen vertreten, und nach diesen Wahlen als zweite Partei nun auch die AfD.

Im Grunde macht es dabei keinen Unterschied, ob die AfD neun oder 15% der Stimmen bekommt. Strukturell ist sie von einer Beteiligung an einer Regierung ohnehin ausgeschlossen; inhaltlich dagegen wirkt sie unabhängig vom genauen Stimmenanteil, wie ja auch Herr Habeck nun indirekt eingestehen musste, als er Merkels Flüchtlingspolitik zufällig noch vor den Wahlen kritisierte.

Dennoch frage ich mich, ob dieses Land überhaupt noch einsichts- und reformfähig ist. Nach all dem, was geschehen ist, finde ich es persönlich unglaublich, dass immer noch so viele Wähler auf ein Weiter so! (CDU) oder sogar auf ein Noch mehr desselben! (Grüne) setzen. Eine gewisse Entfremdung meinerseits gegenüber diesem Land kann ich nicht verleugnen.


Mir ist zwar unerklärlich, weshalb man diese AfD Langweilertruppe vollverköstigt in die isolierte Opposition wählen sollte, aber mir ist bewusst, dass nicht jeder Wahlvorgang auf logische Überlegung fusst.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
odiug
Moderator
Beiträge: 10221
Registriert: Di 25. Sep 2012, 06:44

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon odiug » So 28. Okt 2018, 10:02

Misterfritz hat geschrieben:(28 Oct 2018, 07:45)

Hunsrück? Geografie 6? :D Oder meinst Du die Rhoen? Ok, da ist auch tote Hose :D

Rheinland-Pfalz ... Hessen ... wer kann das schon auseinander halten :?:
Erst kürzlich war für einen Reporter des Deutschlandfunk, Mainz die Hauptstadt von Hessen :eek:
Wurde zwar gleich von einem Korinthenkacker korrigiert, aber wo er recht hat, hat er recht :thumbup:
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 2786
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon Orbiter1 » So 28. Okt 2018, 10:09

Julian hat geschrieben:(28 Oct 2018, 09:36)

Nach all dem, was geschehen ist, finde ich es persönlich unglaublich, dass immer noch so viele Wähler auf ein Weiter so! (CDU) oder sogar auf ein Noch mehr desselben! (Grüne) setzen. Eine gewisse Entfremdung meinerseits gegenüber diesem Land kann ich nicht verleugnen.
Da hilft nur Auswandern, am besten ins flüchtlings- und islamfreie Polen oder Ungarn. Dort werden auch die Fake-News-Medien bekämpft und zunehmend nur noch "korrekte" Nachrichten verbreitet. Da wird es ihnen bestimmt gefallen.
KarlRanseier

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon KarlRanseier » So 28. Okt 2018, 10:27

Den Sozen wird das Kunststück gelingen, in Hessen massiv zu verlieren, obwohl sie sich dort in der komfortablen Lage befinden, Opposition spielen zu dürfen, was es besonders einfach macht, dem Wähler das Trugbild zu verkaufen, sozial zu sein...
Benutzeravatar
Julian
Beiträge: 7880
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon Julian » So 28. Okt 2018, 10:56

Orbiter1 hat geschrieben:(28 Oct 2018, 10:09)

Da hilft nur Auswandern, am besten ins flüchtlings- und islamfreie Polen oder Ungarn. Dort werden auch die Fake-News-Medien bekämpft und zunehmend nur noch "korrekte" Nachrichten verbreitet. Da wird es ihnen bestimmt gefallen.


Was mich an Deutschland, und, um beim Thema zu bleiben, an Hessen stört, ist, dass es kaum Rückzugsmöglichkeiten gibt. Man muss ja nicht mit allem übereinstimmen, was eine Regierung veranstaltet und wie sich eine Gesellschaft entwickelt, aber wenigstens wäre es dann angemessen, solche Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.

In den USA gibt es aufgrund der Segregation von Bevölkerungsgruppen große Landstriche mit sehr geringer Kriminalität. Die Verdienstmöglichkeiten sind für Hochqualifizierte wesentlich besser als in Deutschland, und die Steuerbelastung niedriger. Auch wird man nicht gezwungen, einen ausufernden Sozialstaat, den man nicht befürwortet, mitzufinanzieren. Und: Man hat das Recht auf Selbstverteidigung, in einigen Bundesstaaten ein sehr weitgehendes.

In Hessen muss man noch im letzten Nest damit rechnen, dass man von den üblichen Verdächtigen gestellt und ausgeraubt wird, und man wird gezwungen, das Privatvergnügen der Linken, etwa die exzessive Einwanderung in den Sozialstaat, mitzufinanzieren.

Eine Landtagswahl wird daran leider nicht viel ändern können, solange man die Auswahl zwischen vier linken Parteien und nur zwei kleinen rechten Parteien hat, die FDP sich ohnehin nicht wird durchsetzen können und die AfD einen so geringen Stimmenanteil erhält, mit dem sie von den anderen Parteien isoliert werden kann.
Projekt Julian I: 5 Jan 2016 - 14 Aug 2018
Projekt Julian II: 14 Aug 2018 -
Benutzeravatar
Misterfritz
Moderator
Beiträge: 5203
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Beitragvon Misterfritz » So 28. Okt 2018, 11:01

Julian hat geschrieben:(28 Oct 2018, 10:56)

Was mich an Deutschland, und, um beim Thema zu bleiben, an Hessen stört, ist, dass es kaum Rückzugsmöglichkeiten gibt. Man muss ja nicht mit allem übereinstimmen, was eine Regierung veranstaltet und wie sich eine Gesellschaft entwickelt, aber wenigstens wäre es dann angemessen, solche Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.

In den USA gibt es aufgrund der Segregation von Bevölkerungsgruppen große Landstriche mit sehr geringer Kriminalität. Die Verdienstmöglichkeiten sind für Hochqualifizierte wesentlich besser als in Deutschland, und die Steuerbelastung niedriger. Auch wird man nicht gezwungen, einen ausufernden Sozialstaat, den man nicht befürwortet, mitzufinanzieren. Und: Man hat das Recht auf Selbstverteidigung, in einigen Bundesstaaten ein sehr weitgehendes.

In Hessen muss man noch im letzten Nest damit rechnen, dass man von den üblichen Verdächtigen gestellt und ausgeraubt wird, und man wird gezwungen, das Privatvergnügen der Linken, etwa die exzessive Einwanderung in den Sozialstaat, mitzufinanzieren.

Eine Landtagswahl wird daran leider nicht viel ändern können, solange man die Auswahl zwischen vier linken Parteien und nur zwei kleinen rechten Parteien hat, die FDP sich ohnehin nicht wird durchsetzen können und die AfD einen so geringen Stimmenanteil erhält, mit dem sie von den anderen Parteien isoliert werden kann.
Dann bewirb Dich doch für eine greencard und ab geht's.

Zurück zu „20. Wahlen - Wahlergebnisse“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste