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Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: Mo 9. Jul 2018, 13:50
von Sole.survivor@web.de
Klarsteller hat geschrieben:(09 Jul 2018, 14:36)

Was jetzt nun wieder liberal bedeutet. Gerade die AfD hat sich zumindest nach den Umfragen, ich weiß, das sind keine Wahlen, um fast 11 Prozentpunkte verbessert. Minderheit? Natürlich.

Es bringt für die Union und vor allem anderen Parteien nichts, immer wieder auf Randphänomene wie REP, Piraten, AfD und dergleichen zu blicken, die schnell wieder verschwinden und einen unbefriedigbaren Teil der Gesellschaft repräsentieren. Jede Stimme, die man da wegholt, verprellt drei seriöse Wähler, manche dauerhaft. Die Union kann in Hessen bei einer Wahl nur mit der Politik punkten, die sie gern und erfolgreich in den letzten Jahren vertreten hat. Alles andere würde man ihr auch nicht abkaufen. Es ist auch nicht so, dass die Union ihre Ergebnisse an diesen Rand verloren hat. Historisch ist sie ja erst seit den 70ern stark, 1983 auch nicht viel stärker als heute.

Die Dregger-Wähler sind ganz überwiegend längst tot, es gab in Hessen von je her rechts der Union Angebote, die mal stärker und mal schwächer die unrettbaren angezogen haben. Die NPD saß in Hessen nicht deshalb im Landtag, weil die Union so wahnsinnig links war. Aber sie war mit gutem Grund, in den Koordinaten ihrer Zeit, links davon. Das ist sie heute auch. Die CDU ist keine linke Partei, sie grenzt sich aber klar von unseriösen Umtrieben ab. Wir können gerade an Bayern studieren, wie wenig es nützt, etwas anderes zu versuchen.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: Mo 9. Jul 2018, 13:52
von Sole.survivor@web.de
Kritikaster hat geschrieben:(09 Jul 2018, 14:41)

Nur ein kurzer Zwischenruf: Sagt Dir der Spruch "Im roten Hessen keine Chance" noch etwas? Zu Adenauers Zeiten bzw. in den ersten 25 Jahren der Bundesrepublik bekam die CDU in Hessen kaum ein Bein auf den Boden. Der Trend änderte sich erst gegen Mitte der 1970er Jahre.

Ja, das ist mir bekannt. Wer mal in Marburg war, wird das verstehen. So wie aber die CDU damals sich nach Kräften in ihrem Umfeld behaupten musste, muss es die CDU heute auch - da hilft es nicht, auf die Protestpartei der Woche zu schielen.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: Mo 9. Jul 2018, 13:56
von Klarsteller
Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(09 Jul 2018, 14:50)

Es bringt für die Union und vor allem anderen Parteien nichts, immer wieder auf Randphänomene wie REP, Piraten, AfD und dergleichen zu blicken, die schnell wieder verschwinden und einen unbefriedigbaren Teil der Gesellschaft repräsentieren. Jede Stimme, die man da wegholt, verprellt drei seriöse Wähler, manche dauerhaft. Die Union kann in Hessen bei einer Wahl nur mit der Politik punkten, die sie gern und erfolgreich in den letzten Jahren vertreten hat. Alles andere würde man ihr auch nicht abkaufen. Es ist auch nicht so, dass die Union ihre Ergebnisse an diesen Rand verloren hat. Historisch ist sie ja erst seit den 70ern stark, 1983 auch nicht viel stärker als heute.

Die Dregger-Wähler sind ganz überwiegend längst tot, es gab in Hessen von je her rechts der Union Angebote, die mal stärker und mal schwächer die unrettbaren angezogen haben. Die NPD saß in Hessen nicht deshalb im Landtag, weil die Union so wahnsinnig links war. Aber sie war mit gutem Grund, in den Koordinaten ihrer Zeit, links davon. Das ist sie heute auch. Die CDU ist keine linke Partei, sie grenzt sich aber klar von unseriösen Umtrieben ab. Wir können gerade an Bayern studieren, wie wenig es nützt, etwas anderes zu versuchen.


Es bringt kaum was, dass man immer vom schnellen Verschwinden ausgeht. Früher hat man das bei den strickenden Grünen auch gedacht. Aber diese hat man zumindest zu einer Mehrheitsbeschafferpartei gewandelt, die gerne alles aufgibt. Die Schröder Ära hat da Spuren hinterlassen.

Aber passt schon. Augen zu und durch. Mein Problem ist es nicht.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: Mo 9. Jul 2018, 14:12
von Sole.survivor@web.de
Klarsteller hat geschrieben:(09 Jul 2018, 14:56)

Es bringt kaum was, dass man immer vom schnellen Verschwinden ausgeht. Früher hat man das bei den strickenden Grünen auch gedacht.

Die haben es keine zehn Jahre ausgehalten. So ist es auch mit der AfD: Sie ist irrelevant für den Kurs der CDU. Will sie relevant werden, muss sie alles vergessen, wofür sie heute steht, ihre Führer herauswerfen und darüber nicht verschwinden. Daran soll die CDU also ihren Wahlkampf ausrichten? Wohl eher nicht. Die CDU ist die CDU, sie muss ihren Weg aus sich selbst finden und aus der Gesellschaft, zu der sie gehört.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: Mo 9. Jul 2018, 14:34
von Klarsteller
Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(09 Jul 2018, 15:12)

Die haben es keine zehn Jahre ausgehalten. So ist es auch mit der AfD: Sie ist irrelevant für den Kurs der CDU. Will sie relevant werden, muss sie alles vergessen, wofür sie heute steht, ihre Führer herauswerfen und darüber nicht verschwinden. Daran soll die CDU also ihren Wahlkampf ausrichten? Wohl eher nicht. Die CDU ist die CDU, sie muss ihren Weg aus sich selbst finden und aus der Gesellschaft, zu der sie gehört.


Da kann ich Dir durchaus zustimmen. Aber ich glaube, dadurch werden die Zahlen für die Union und die SPD auch nicht mehr viel besser. Da wird dann eher nicht gewählt, wobei sich hierdurch natürlich keine Verluste für die Parteien ergeben, oder eben eine andere Partei zum Ausdruck des Protestes.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: Mo 9. Jul 2018, 15:01
von Sole.survivor@web.de
Klarsteller hat geschrieben:(09 Jul 2018, 15:34)

Da kann ich Dir durchaus zustimmen. Aber ich glaube, dadurch werden die Zahlen für die Union und die SPD auch nicht mehr viel besser. Da wird dann eher nicht gewählt, wobei sich hierdurch natürlich keine Verluste für die Parteien ergeben, oder eben eine andere Partei zum Ausdruck des Protestes.

Wenn die CDU mit dem, wozu sie stehen kann, diesmal 38 Prozent holt und keine Mehrheit, dann ist das eben so. Das ist eben die Demokratie. Wegen sowas wirft man sich doch nicht den Braunglasern an den Hals.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: Mo 9. Jul 2018, 15:11
von Klarsteller
Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(09 Jul 2018, 16:01)

Wenn die CDU mit dem, wozu sie stehen kann, diesmal 38 Prozent holt und keine Mehrheit, dann ist das eben so. Das ist eben die Demokratie. Wegen sowas wirft man sich doch nicht den Braunglasern an den Hals.


38 % waren es bei der Wahl. Bei der nächsten Wahl werden es eher 31 % oder weniger. Je nach Entwicklung. Man muss sich keinen Braunglasern an den Hals werfen. Ich glaube, viele wären schon froh, wenn Politik wieder ehrlicher wäre, Affären wie bei der BAMF ordentlich untersucht werden (ich weiß, dass das Bundespolitik ist) und eben vorhandene Regeln (Gesetze) einhält.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: So 22. Jul 2018, 15:28
von Katenberg
Wieder etwas Zeit den Bach runter. An zwo Grundannahmen ändert sich wohl nichts mehr bis zu Wahl: SPD und CDU werden massive Verluste erleiden.

Die Regierung möchte in Hessen damit punkten, geräuschlos zu sein, was sie, egal wie man das bewertet, auch ist. Geräuschlosigkeit ist aber derzeit gar nicht so sehr gefragt. Worauf die CDU also dabei setzt, ist die Mobilisierung von Stammwählern wie auch bei den letzten Wahlen. Was uns erwartet bleibt ein gefühlsbetonter dröger Wahlkampf seitens der MP-Partei, völlig auf Bouffier zurecht geschnitten.
Die SPD setzt auf das Thema Wohnen, verhakt sich dabei besonders im Stadt-/Land-Gefälle. Es ist klar, dass sie für eine starke Position eben nicht nur auf die Städte setzen darf zumal nach derzeitigen Prognosen auch Hochburgen gefährdet sein können. In den Städten machen ihnen die Grünen zu schaffen und auf dem Land zusehens eine eigene Organisationsschwäche (wie auch der CDU). Man kann es TSG durchaus anrechnen, dass er sich dennoch konsequent bei diesem Thema versucht, aber der SPD gelingt es eben nicht, sich als Partei zu etablieren, die Antworten bietet. Hinzu kommt die Schwäche von Seite des Bundes und die Person Bouffier. Koch bot Zielfläche, eben auch, weil er auftrat. Sich auf Bouffier einzuschießenbringt rein gar nichts, wirkt viel zu hysterisch.

Die FDP wird rein kommen, auch wenn man von ihr ähnlich wenig bemerkt. Hessen wird unter Wert verkauft, ist bundesweit unterrepräsentiert und auch die FDP wird darauf keine Antwort finden, dafür fehlt ihr das Personal. Ihr Abschneiden ist ein wenig an das in Bayern gekoppelt, Hessen ist aber mit den Hochburgen im Taunus ein sicherer Einzug.

Die Umfragen prognostizieren den Linken ein starkes Abschneiden und das halte ich auch für sicher.
Für die Grünen bleibt es schwer, sie werden von der SPD gewinnen.

Das Abschneiden der AfD wird abhängig vom Abschneiden in Bayern sein. Wen genau es schließlich mobilisiert, steht in den Sternen. Ihr Potential hat sich nochmal vergrößert und sehe ich jetz bei 16%.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: So 22. Jul 2018, 16:00
von JJazzGold
Katenberg hat geschrieben:(22 Jul 2018, 16:28)

Wieder etwas Zeit den Bach runter. An zwo Grundannahmen ändert sich wohl nichts mehr bis zu Wahl: SPD und CDU werden massive Verluste erleiden.

Die Regierung möchte in Hessen damit punkten, geräuschlos zu sein, was sie, egal wie man das bewertet, auch ist. Geräuschlosigkeit ist aber derzeit gar nicht so sehr gefragt. Worauf die CDU also dabei setzt, ist die Mobilisierung von Stammwählern wie auch bei den letzten Wahlen. Was uns erwartet bleibt ein gefühlsbetonter dröger Wahlkampf seitens der MP-Partei, völlig auf Bouffier zurecht geschnitten.
Die SPD setzt auf das Thema Wohnen, verhakt sich dabei besonders im Stadt-/Land-Gefälle. Es ist klar, dass sie für eine starke Position eben nicht nur auf die Städte setzen darf zumal nach derzeitigen Prognosen auch Hochburgen gefährdet sein können. In den Städten machen ihnen die Grünen zu schaffen und auf dem Land zusehens eine eigene Organisationsschwäche (wie auch der CDU). Man kann es TSG durchaus anrechnen, dass er sich dennoch konsequent bei diesem Thema versucht, aber der SPD gelingt es eben nicht, sich als Partei zu etablieren, die Antworten bietet. Hinzu kommt die Schwäche von Seite des Bundes und die Person Bouffier. Koch bot Zielfläche, eben auch, weil er auftrat. Sich auf Bouffier einzuschießenbringt rein gar nichts, wirkt viel zu hysterisch.

Die FDP wird rein kommen, auch wenn man von ihr ähnlich wenig bemerkt. Hessen wird unter Wert verkauft, ist bundesweit unterrepräsentiert und auch die FDP wird darauf keine Antwort finden, dafür fehlt ihr das Personal. Ihr Abschneiden ist ein wenig an das in Bayern gekoppelt, Hessen ist aber mit den Hochburgen im Taunus ein sicherer Einzug.

Die Umfragen prognostizieren den Linken ein starkes Abschneiden und das halte ich auch für sicher.
Für die Grünen bleibt es schwer, sie werden von der SPD gewinnen.

Das Abschneiden der AfD wird abhängig vom Abschneiden in Bayern sein. Wen genau es schließlich mobilisiert, steht in den Sternen. Ihr Potential hat sich nochmal vergrößert und sehe ich jetz bei 16%.


Und wie sieht es mit der NPD aus?
Die hat bei der letzten Kommunalwahl in einigen Orten recht gut abgeschnitten, so um die 12-14%.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: So 22. Jul 2018, 16:16
von Katenberg
JJazzGold hat geschrieben:(22 Jul 2018, 17:00)

Und wie sieht es mit der NPD aus?
Die hat bei der letzten Kommunalwahl in einigen Orten recht gut abgeschnitten, so um die 12-14%.


Ja, ich halte ein Überschreiten der 1%-Grenze eben auch für möglich, zumal sie zur letzten Landtagswahl ihrem persönlichen Trend entgegen, zulegen konnte. 1% und knapp drüber, ist da aber schon das Maß aller Dinge, mehr wirds auf keinen Fall geben.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: So 22. Jul 2018, 16:30
von JJazzGold
Katenberg hat geschrieben:(22 Jul 2018, 17:16)

Ja, ich halte ein Überschreiten der 1%-Grenze eben auch für möglich, zumal sie zur letzten Landtagswahl ihrem persönlichen Trend entgegen, zulegen konnte. 1% und knapp drüber, ist da aber schon das Maß aller Dinge, mehr wirds auf keinen Fall geben.


Also Kommunalwahl NPD und Landtagswahl geschätzt AfD.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: So 22. Jul 2018, 16:45
von Katenberg
JJazzGold hat geschrieben:(22 Jul 2018, 17:30)

Also Kommunalwahl NPD und Landtagswahl geschätzt AfD.


Eher weniger, Kommunalwahlen sind eben auch nur in Tendenzen vergleichbar. Die NPD ist gerade mal in vier Gemeinden angegetreten. Zwostellige Ergebnisse hatte sie in Büdingen und Leun. Büdingen ist auch außerhalb keine AfD-Hochburg, die NPD wiederum da schon lange aktiv. Die NPD hat natürlich davon profitiert, dass die AfD in diesen Gemeinden auch nicht angetreten ist, ohne Frage, also aus dem Reservoir rechter Proteststimmen ziehen konnte.
In den betroffenen Kreisen hatte die Partei trotz AfD-Antritt stabile Ergebnisse um die 2% während in einem Kreis die AfD-Ergebnisse unter, im anderen über dem Landesschnitt lagen.
Außer, dass die NPD von einem lokalen AfD-Nichtantritt profitiert, lässt sich dazu also keine verwertbare Korrellation finden.


Zur Ergänzung: Landesweit bekam die NPD bei einer Wahl ohne Sperrklausel, Antritt in drei Kreisen und einer Wahlbeteiligung von 45% ein Ergebnis von 0,3%. Das sind gerade mal knapp 6000 Stimmen. Für die 1% braucht die NPD fünfmal soviel.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: So 22. Jul 2018, 17:08
von JJazzGold
Katenberg hat geschrieben:(22 Jul 2018, 17:45)

Eher weniger, Kommunalwahlen sind eben auch nur in Tendenzen vergleichbar. Die NPD ist gerade mal in vier Gemeinden angegetreten. Zwostellige Ergebnisse hatte sie in Büdingen und Leun. Büdingen ist auch außerhalb keine AfD-Hochburg, die NPD wiederum da schon lange aktiv. Die NPD hat natürlich davon profitiert, dass die AfD in diesen Gemeinden auch nicht angetreten ist, ohne Frage, also aus dem Reservoir rechter Proteststimmen ziehen konnte.
In den betroffenen Kreisen hatte die Partei trotz AfD-Antritt stabile Ergebnisse um die 2% während in einem Kreis die AfD-Ergebnisse unter, im anderen über dem Landesschnitt lagen.
Außer, dass die NPD von einem lokalen AfD-Nichtantritt profitiert, lässt sich dazu also keine verwertbare Korrellation finden.


Zur Ergänzung: Landesweit bekam die NPD bei einer Wahl ohne Sperrklausel, Antritt in drei Kreisen und einer Wahlbeteiligung von 45% ein Ergebnis von 0,3%. Das sind gerade mal knapp 6000 Stimmen. Für die 1% braucht die NPD fünfmal soviel.



Es ist mir bewusst, dass sich Kommunalwahlen nicht 1:1 auf Landtagswahlen übertragen lassen.
Aber wer kommunal NPD wählt wird sich mental wohl kaum um 180 Grad drehen.
Ergo lässt sich aus einem solchem Wahlverhalten meines Erachtens sehr wohl folgern, dass die AfD von kommunal NPD Wählenden profitieren wird, da diese als salonfähiger betrachtet wird. Die Gesinnung fällt ja nicht plötzlich unter den Tisch, nur weil eine weitreichendere Wahl ansteht.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: So 22. Jul 2018, 17:11
von Katenberg
JJazzGold hat geschrieben:(22 Jul 2018, 18:08)


Es ist mir bewusst, dass sich Kommunalwahlen nicht 1:1 auf Landtagswahlen übertragen lassen.
Aber wer kommunal NPD wählt wird sich mental wohl kaum um 180 Grad drehen.
Ergo lässt sich aus einem solchem Wahlverhalten meines Erachtens sehr wohl folgern, dass die AfD von kommunal NPD Wählenden profitieren wird, da diese als salonfähiger betrachtet wird. Die Gesinnung fällt ja nicht plötzlich unter den Tisch, nur weil eine weitreichendere Wahl ansteht.


Dem liegt aber eben eine Prämisse zugrunde, die wir nicht teilen. Die NPD als etatistische und sozialistische Partei ist eben nicht in bloßer Konkurrenz zur AfD, sondern in Hessen auch zu allen anderen Parteien mit Ausnahme der Grünen.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: So 22. Jul 2018, 17:25
von JJazzGold
Katenberg hat geschrieben:(22 Jul 2018, 18:11)

Dem liegt aber eben eine Prämisse zugrunde, die wir nicht teilen. Die NPD als etatistische und sozialistische Partei ist eben nicht in bloßer Konkurrenz zur AfD, sondern in Hessen auch zu allen anderen Parteien mit Ausnahme der Grünen.


Als sozialistische Partei nehme ich die NPD nicht wahr, aber sei es drum, sollen sich NPD und AfD ruhig um die betreffenden Wähler kloppen
.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: Sa 28. Jul 2018, 07:31
von JJazzGold
Sieht so aus, als ob die FDP in Hessen der sog. “Königsmacher“ wird.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: Sa 28. Jul 2018, 08:57
von jack000
JJazzGold hat geschrieben:(28 Jul 2018, 08:31)

Sieht so aus, als ob die FDP in Hessen der sog. “Königsmacher“ wird.

Wieso denn die FDP :?:

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: Sa 28. Jul 2018, 09:08
von JJazzGold
jack000 hat geschrieben:(28 Jul 2018, 09:57)

Wieso denn die FDP :?:


Arithmetik, entweder Jamaika oder Ampel.

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: Sa 28. Jul 2018, 17:58
von rain353
JJazzGold hat geschrieben:(22 Jul 2018, 18:25)


Als sozialistische Partei nehme ich die NPD nicht wahr, aber sei es drum, sollen sich NPD und AfD ruhig um die betreffenden Wähler kloppen
.


Höcke nehme ich auch als sozialistisch war... Allein sein Rentenkonzept, über dem der Poggenburg bei Maybritt Illner sagte, dass er der SPD beim Rentenkonzept näher steht als der CDU ...

Re: Landtagswahlen in Hessen 2018

Verfasst: So 29. Jul 2018, 07:56
von Julian
JJazzGold hat geschrieben:(28 Jul 2018, 10:08)

Arithmetik, entweder Jamaika oder Ampel.


Obwohl die Grünen stark und die FDP etwas zulegen könnte, wird es meinem Ermessen nach aufgrund der starken Verluste der SPD wahrscheinlich nicht für eine Ampel reichen.

Das Gleiche gilt für die linke Volksfront (Rot-Rot-Grün): Da die Linke und die FDP in etwa gleich stark sind, wird es wohl auch dazu nicht reichen. Außerdem gibt es noch Erinnerung an Ypsilanti & Co.

Für eine Jamaika-Koalition dagegen wird es ziemlich sicher reichen; und da Schwarz-Grün ohnehin bereits regiert, kann eine kleine FDP sicher als billige Verlängerung der Mehrheit dienen. Dies ist von daher die wahrscheinlichste Lösung.

Es bleibt als weitere Alternative noch eine "große" Koalition aus CDU und SPD.

Warum keine bürgerliche Koalition aus CDU, FDP und AfD angestrebt wird, ist mir schleierhaft. Da hätte man mal eine Mehrheit zum Regierung, und dann wird sie nicht genutzt.