GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

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ASPIE21

Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon ASPIE21 » Do 15. Feb 2018, 00:30

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Willi Brand
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon Willi Brand » Do 15. Feb 2018, 00:31

DarkLightbringer hat geschrieben:(14 Feb 2018, 10:30)

Scholz gibt als neuer, kommissarischer Chef ambitionierte Ziele aus - erneuerte SPD soll über 30 % einfahren und den nächsten Kanzler stellen.

Es ist ja nur so, dass Schulz noch vor wenigen Monaten exakt die selben Sprüche geklopft hat, am Ende dann das schlechteste Ergebnis ever herausgekommen ist und die SPD den freien Fall immer noch nicht stoppen kann. Aber gut, wenn ihnen nichts Besseres einfällt, sollen sie halt so weitermachen.
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon aleph » Do 15. Feb 2018, 05:03

ASPIE21 hat geschrieben:(15 Feb 2018, 00:30)

Man muß die GroKo mal in Ihren Grundbestandteilen sehen!

http://www.igsz.de/groko/Groko-Kroko.jpg


Hat die Frau Nahles das gemalt?
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon John Galt » Do 15. Feb 2018, 05:11

Die Märkte schätzen ein Ja zur Groko übrigens bei 80-90% ein.

Ob da die Basis nach dem 56% Debakel beim Parteitag zu den Sondierungen nun doch nicht noch den Stecker zieht.
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon Arcturus » Do 15. Feb 2018, 07:02

John Galt hat geschrieben:(15 Feb 2018, 05:11)

Die Märkte schätzen ein Ja zur Groko übrigens bei 80-90% ein.



Kann man das irgendwo nachlesen? Kann man sich ja kaum vorstellen.
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon JJazzGold » Do 15. Feb 2018, 07:24

jorikke hat geschrieben:(14 Feb 2018, 21:06)

Ich sehe weit und breit keinen neuen Wehner.
Wobei nicht ein neues Programm neuen Erfolg einläuten könnte, zuvorderst wäre eine Disziplinierung des maroden Haufens angesagt.
Als Karl Schiller hinschmiss, verabschiedete er sich mit den Worten, die SPD käme ihm vor wie ein Haufen Landsknechte, der die Regimentskasse erbeutet hat und sich jetzt streitet, wie sie am Besten auf den Kopf gehauen werden kann.
Die Welt hat sich seither verändert, die SPD nicht.
...scheint ein endogenes Problem zu sein.


Die Zusammarbeit an einem neuen Programm könnte die Teamfähigkeit und Zielstrebigkeit fördern.
Jorikke, die interessanten Zeiten eines Strauß und Wehners sind vorbei. Charakterköpfe sind in der Politik nicht mehr gefragt.
Samma froh, dass mas miterlebt haben.
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon JJazzGold » Do 15. Feb 2018, 07:31

Mega Maddin hat geschrieben:(14 Feb 2018, 21:47)

Ich sehe die Chancen für Neuwahlen bei 50:50 und Scholz erscheint mir als Kanzlerkandidat wahrscheinlicher als Nahles.


Neuwahlen gebe eine Chance von 20%. Wenn es die SPD Basis schafft, halbwegs logisch und strukturiert zu denken, dann muss ihr bewusst werden, dass sich eine SPD in einer evtl. vierjährigen Laufzeit besser sortieren und aufstellen kann, als in der kurzen Periode bis zu Neuwahlen und dann wird sie mit “ja“ stimmen.
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon Mega Maddin » Do 15. Feb 2018, 08:33

JJazzGold hat geschrieben:(15 Feb 2018, 07:31)

Neuwahlen gebe eine Chance von 20%. Wenn es die SPD Basis schafft, halbwegs logisch und strukturiert zu denken, dann muss ihr bewusst werden, dass sich eine SPD in einer evtl. vierjährigen Laufzeit besser sortieren und aufstellen kann, als in der kurzen Periode bis zu Neuwahlen und dann wird sie mit “ja“ stimmen.


Die SPD-Basis kann das grundsätzlich anders sehen als wir Außenstehenden und mehr oder eher, sehr viel weniger Weitblick haben weil man in der eigenen Filterblase gefangen ist (siehe Schulz-Hype); das Problem nach Neuwahlen dürfte sein, dass es dann eine GroKo-Plus geben muss - weil eine andere Konstellation vll. keine Mehrheit hätte, andererseits: Ohne Merkel könnte es für Schwarz/Gelb reichen, dann könnte die SPD in die Opposition und sich in Klassenkampfrhetorik üben. So oder so, ich sehe die SPD dauerhaft bei unter 20% und auf Augenhöhe mit der AfD, Linke und Grüne könnten davon auch profitieren.

Katenberg hat geschrieben:(14 Feb 2018, 22:07)

Weil die Leute gerade in Bestraferstimmung sind, wenn es um SPD und CDU geht. Als Finanzminister könnte sich Scholz derartig aufbauen, dass er der letzte der Riege ist und tatsächlich Kanzler wird.


Wer sagt, dass der Unmut in 4 Jahren nicht noch größer ist? Es gibt kein realistisches Szenario in dem ein SPD-Kandidat in absehbarer Zeit Kanzler werden könnte. 17%-Parteien stellen keine Kanzler.
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon DarkLightbringer » Do 15. Feb 2018, 09:19

Willi Brand hat geschrieben:(15 Feb 2018, 00:31)

Es ist ja nur so, dass Schulz noch vor wenigen Monaten exakt die selben Sprüche geklopft hat, am Ende dann das schlechteste Ergebnis ever herausgekommen ist und die SPD den freien Fall immer noch nicht stoppen kann. Aber gut, wenn ihnen nichts Besseres einfällt, sollen sie halt so weitermachen.

Scholz hat vor Monaten ein beachtliches Papier verfasst, welches sich u. a. auf den Werdegang der SPD zur "progressiven Volkspartei" bezieht, von der Zeit vor 1969 bis zur Zeit ab 1969. Das ist eine wesentliche Grundüberlegung, zudem empirisch belegbar, und dieser Urknall hatte damals auch einen ganz bestimmten Effekt, nämlich die folgende Regentschaft für 13 Jahre (1969 bis 1982). Die Performance 2017 und Anfang 2018 ist natürlich ganz anders zu bewerten, hat aber in gewisser Weise etwas mit dem Baustoff der Sozialdemokratie zu tun. Ab dem Urknall war eine Verklumpung der Materie möglich - Westbindung, Modell der sozialen Demokratie, Verschmelzung von progressiver Dynamik und Pragmatik. In der Phase der Expansion ist diese Verklumpung jedoch wieder auseinander gerissen und verzerrt worden.. Scholzens These ist im Grunde, dass es erneut zu einer Verklumpung kommen muss - angepasst auf die Bedingungen der Expansion, der Verzerrung im Raum (Beispiel hierfür wäre die veränderte Parteienlandschaft, aber auch die Streuung von Herausforderungen).

Martin Schulz lieferte kurzfristig die Performance des Hoffnungsträgers, verglühte aber auch ebenso rasch. Und warum? Genau, weil die Verklumpung nicht gelungen ist. Es wurde Energie geliefert, aber nicht die Materie dazu. Die Verheißung war da, die Antwort blieb aber aus. Konkret heißt das, der Wahlkampf war mau, die großen Überschriften fehlten, wie man aktuell so ausdrückt, die Glaubwürdigkeit ging mit dem Machtpoker zur Koalitionsbildung dann letztlich ganz verloren. Der Wahlkampf verlief im Schongang, logisch, man war ja irgendwie auch Teil der Regierung. Dann wollte man doch noch richtig in Opposition gehen - hierzu hätte es eine Verklumpung, eine Überschrift geben müssen - wurde aber wiederum zur Verantwortung heran gezogen (Platzen der Jamaika-Verhandlungen). In dieser Performance war Schulz förmlich dazu verdammt, als sinkender Komet zu verglühen. Tragischerweise zieht das die Umfragewerte der SPD gleichfalls herunter.

Scholz und Nahles sind jetzt eine ganz andere Sache. Der Neuanfang kann gelingen - besonders dann, wenn es zu Überschriften und Verklumpungen kommen sollte. Das ist Strategie-abhängig. Und deshalb ist die Personalie Scholz eben so wichtig, denn mit dieser geht das vor Monaten verfasste Papier einher.
Wir werden also die nächsten Monate und Jahre sehen, was daraus wird. Chancenlos ist es nicht, würde ich sagen. Man bedenke, wie es der FDP gelungen ist, mit einem viertel des Budgets der SPD, eine völlig neue Geschichte zu erzählen und sich damit sprunghaft in die Regierungsfähigkeit zu katapultieren. Das ist doch interessant.
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon pikant » Do 15. Feb 2018, 09:33

Mega Maddin hat geschrieben:(15 Feb 2018, 08:33)

das Problem nach Neuwahlen dürfte sein, dass es dann eine GroKo-Plus geben muss - weil eine andere Konstellation vll. keine Mehrheit hätte,


nein, das haengt vom Wahlergebnis ab und wenn SPD, CDU und CSU keine eigene Mehrheit haben, dann wird es auch keine grosse Koaliiton geben - einfache Logik
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon Mega Maddin » Do 15. Feb 2018, 10:04

pikant hat geschrieben:(15 Feb 2018, 09:33)

nein, das haengt vom Wahlergebnis ab und wenn SPD, CDU und CSU keine eigene Mehrheit haben, dann wird es auch keine grosse Koaliiton geben - einfache Logik


Wenn weder Jamaika noch die GroKo eine Mehrheit haben, muss es die GroKo Plus geben, also GroKo plus Grüne oder FDP, oder soll die FDP mit der Linken oder die AfD mit den Grünen koalieren, ist Grundschulmathe, mehr nicht.
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon pikant » Do 15. Feb 2018, 10:06

Mega Maddin hat geschrieben:(15 Feb 2018, 10:04)

Wenn weder Jamaika noch die GroKo eine Mehrheit haben, muss es die GroKo Plus geben, also GroKo plus Grüne oder FDP, oder soll die FDP mit der Linken oder die AfD mit den Grünen koalieren, ist Grundschulmathe, mehr nicht.


ein Dreierbuendnis ist keine grosse Koalition - einfache Logik
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon Mega Maddin » Do 15. Feb 2018, 10:10

pikant hat geschrieben:(15 Feb 2018, 10:06)

ein Dreierbuendnis ist keine grosse Koalition - einfache Logik


Das ist mir auch klar, umgangssprachlich ist mit GroKo aber Schwarz/Rot oder vice versa gemeint, Grün/Schwarz in Ba-Wü wird auch nicht als GroKo betitelt, obwohl sie dem Wortsinne nach eine ist, du Schlaumeier.

John Galt hat geschrieben:(15 Feb 2018, 05:11)

Die Märkte schätzen ein Ja zur Groko übrigens bei 80-90% ein.

Ob da die Basis nach dem 56% Debakel beim Parteitag zu den Sondierungen nun doch nicht noch den Stecker zieht.


Mit Märkte meinst du englische Wettbüros?
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon JJazzGold » Do 15. Feb 2018, 10:24

Mega Maddin hat geschrieben:(15 Feb 2018, 08:33)

Die SPD-Basis kann das grundsätzlich anders sehen als wir Außenstehenden und mehr oder eher, sehr viel weniger Weitblick haben weil man in der eigenen Filterblase gefangen ist (siehe Schulz-Hype); das Problem nach Neuwahlen dürfte sein, dass es dann eine GroKo-Plus geben muss - weil eine andere Konstellation vll. keine Mehrheit hätte, andererseits: Ohne Merkel könnte es für Schwarz/Gelb reichen, dann könnte die SPD in die Opposition und sich in Klassenkampfrhetorik üben. So oder so, ich sehe die SPD dauerhaft bei unter 20% und auf Augenhöhe mit der AfD, Linke und Grüne könnten davon auch profitieren.


Die Schulz-Blase ist meines Erachtens geplatzt und die SPD Basis verunsichert und eine Scholz-Blase wird es nicht geben. Zum Einen bedingt durch das gerade erst Erlebte und zum Anderen, weil Scholz Pragmatiker und kein Charismatiker ist. Selbst innerhalb der SPD reisst er nicht wirklich vom Hocker. Es wird der SPD nichts Anderes übrig bleiben, als solide Koalitionsarbeit zu leisten und sich gleichzeitig zu reformieren, wenn sie sich nicht mittelfristig mit einem Ergebnis unter 20% zufrieden geben will. Momentan kann die SPD nur va banque spielen und da erscheint mir das Setzen auf eine GroKo die sinnvollere, weil Zeit liefernde Wahl.

Richtig, es könnte nach der nächsten Wahl auf eine Dreierkonstellation auch im Bund hinauslaufen. Fragt sich, wie sich die Grünen nach dem Generationswechsel aufstellen und wie lange die AfD noch von ihrem einzigen Thema zehren kann. Die Söder'sche Ausschließeritis dürfte im Bund erst einmal Geschichte sein. Die CSU braucht halt immer etwas länger.
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon pikant » Do 15. Feb 2018, 10:51

Mega Maddin hat geschrieben:(15 Feb 2018, 10:10)

Das ist mir auch klar, umgangssprachlich ist mit GroKo aber Schwarz/Rot oder vice versa gemeint, Grün/Schwarz in Ba-Wü wird auch nicht als GroKo betitelt, obwohl sie dem Wortsinne nach eine ist, du Schlaumeier.




das sind alles beide Zweierbuendnisse und natuerlich grosse Koalitionen - Grosse Koalition nennt man es, wenn die beiden staerksten Parteien koalieren und eine stabile Mehrheit aufweisen koennen.
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon Mega Maddin » Do 15. Feb 2018, 10:54

JJazzGold hat geschrieben:(15 Feb 2018, 10:24)

Die Schulz-Blase ist meines Erachtens geplatzt und die SPD Basis verunsichert und eine Scholz-Blase wird es nicht geben. Zum Einen bedingt durch das gerade erst Erlebte und zum Anderen, weil Scholz Pragmatiker und kein Charismatiker ist. Selbst innerhalb der SPD reisst er nicht wirklich vom Hocker. Es wird der SPD nichts Anderes übrig bleiben, als solide Koalitionsarbeit zu leisten und sich gleichzeitig zu reformieren, wenn sie sich nicht mittelfristig mit einem Ergebnis unter 20% zufrieden geben will. Momentan kann die SPD nur va banque spielen und da erscheint mir das Setzen auf eine GroKo die sinnvollere, weil Zeit liefernde Wahl.

Richtig, es könnte nach der nächsten Wahl auf eine Dreierkonstellation auch im Bund hinauslaufen. Fragt sich, wie sich die Grünen nach dem Generationswechsel aufstellen und wie lange die AfD noch von ihrem einzigen Thema zehren kann. Die Söder'sche Ausschließeritis dürfte im Bund erst einmal Geschichte sein. Die CSU braucht halt immer etwas länger.


Eine Scholz-Blase wird es deswegen nicht geben weil die SPD nicht mehr aus dem Keller kommt, falls du das meintest, sehe ich das genauso. Ich denke die SPD-Basis sieht nicht den Ernst der Lage und hat ihre ganz eigene Sicht auf die Dinge, deswegen ist auch schwer zu sagen was ihre Gründe für und wider die GroKo sind, realistisch gesehen muss man schon sagen, dass die Chancen 50:50 sind. Ich denke die SPD kann nur verlieren, nochmal Merkel wird beide "Volksparteien" weiter dezimieren, Neuwahlen wären der Weg in die Unregierbarkeit mit ungewissem Ausgang vor allem für die SPD. In einer Notkoalition könnte sie nicht mehr die Bedingungen diktieren wie jetzt. Vor diesem Hintergrund wäre eine neuerliche GroKo wohl das geringere Übel, für die Stabilität der Parteiensystems, nicht die SPD.

pikant hat geschrieben:(15 Feb 2018, 10:51)

das sind alles beide Zweierbuendnisse und natuerlich grosse Koalitionen - Grosse Koalition nennt man es, wenn die beiden staerksten Parteien koalieren und eine stabile Mehrheit aufweisen koennen.


Ich kann bis 2 zählen und weiß was eine GroKo ist, niemand hat Grün/Schwarz je als GroKo betitelt, jedenfalls habe ich es noch nirgendwo gelesen.
Zuletzt geändert von Mega Maddin am Do 15. Feb 2018, 10:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon Keoma » Do 15. Feb 2018, 10:54

Skull hat geschrieben:(13 Feb 2018, 15:09)

mhmmm....

Ich wähle nicht die FDP. Noch weniger die AfD. Was bin ich nun ? :D

Protest zu wählen...ist übrigens...aus meiner Sicht...grundsätzlich nicht intelligent.
Man wählt EINE Partei, man sollte also DAS wählen, was einem am meisten nahe kommt.

NIemand wählt eine Koalition. Und niemand weiss, was aus ... Protest wählen...entsteht.
Manchmal das Gegenteil von dem, was man WILL. ;)
Was daran intelligent sein soll, erschliesst sich mir nicht.

mfg


Nun ja, es immer wieder mit der selben Partei zu probieren, obwohl sie nicht vom Fleck kommt, ist halt auch nicht besonders intelligent.
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon pikant » Do 15. Feb 2018, 11:00

Keoma hat geschrieben:(15 Feb 2018, 10:54)

Nun ja, es immer wieder mit der selben Partei zu probieren, obwohl sie nicht vom Fleck kommt, ist halt auch nicht besonders intelligent.


die CDU, CSU hat es ja auch mit FDP und Gruenen versucht, doch da kam man nicht zusammen.
nicht vom Fleck kommen ist hoeflich formuliert, denn sowohl CDU, CSU wie auch SPD haben bei der letzten Wahl massiv verloren.
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon Sorgenking » So 25. Feb 2018, 12:04

Die SPD wird durch eine neue GroKo nur weiter an Wählerstimmen verlieren, deshalb vrstehe ich nicht wieso man dies tut. Man macht sich nicht nur unglaubwürdig, sondern man fährt auch noch die eigene Partei gegen die Wand.
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jorikke
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Re: GroKo: Sondierung- und Koalitionsverhandlungen

Beitragvon jorikke » So 25. Feb 2018, 12:31

Sorgenking hat geschrieben:(25 Feb 2018, 12:04)

Die SPD wird durch eine neue GroKo nur weiter an Wählerstimmen verlieren, deshalb vrstehe ich nicht wieso man dies tut. Man macht sich nicht nur unglaubwürdig, sondern man fährt auch noch die eigene Partei gegen die Wand.


Du hast da was nicht mitbekommen.
Die SPD macht sich nicht unglaubwürdig, sie ist es bereits; sie fährt nicht gegen die Wand, sie liegt bereits davor.
Es kann nur darum gehen aus dem Schlamassel wieder raus zu kommen.
Das geht nicht im stillen Oppositionskämmerlein sondern nur durch aktives Agieren in politischer Verantwortung.
Sie müssen zeigen, dass sie es können, sich nicht verstecken.
...aber vielleicht können sie es ja nicht?

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