Landtagswahl in Bayern 2018

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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Alexyessin » Mo 9. Jul 2018, 12:17

Uffzach hat geschrieben:(09 Jul 2018, 13:14)

Ich habe nichts behauptet was die Civeystudie nicht selbst beinhaltet: Befragung vor und nach dem Kasperletheater und Zugewinn für die CSU.


Woher willst du wissen, was die Menschen davon und danach gesagt haben? Also, weißt du nicht, daher ist deine Umfrage auch fürn Arsch.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Konservativer » Mo 9. Jul 2018, 12:20

Alexyessin hat geschrieben:(09 Jul 2018, 13:15)
Nein, der kann dann immer wieder verweisen, das er das Amt ja erst nach der BTW übernommen hat, bla bla, Kind in Brunnen gefallen, bla bla.


Beckstein konnte das Wahldesaster 2008 auch nicht auf Stoiber oder Huber abwälzen.

Wenn man der Spitzenkandidat ist, dann trägt man auch die Verantwortung für eine Wahlniederlage.

Ich denke bei einem Ergebnis unter 40% ist Söder nicht mehr zu halten.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Klarsteller » Mo 9. Jul 2018, 12:22

Orbiter1 hat geschrieben:(09 Jul 2018, 13:14)

Wie wäre es denn wenn du die aktuelle Forsa-Umfrage nehmen würdest? Die fand vom 04. bis 06.07. statt und die CSU hat mit 38% abgeschnitten. http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/bayern.htm


Ohja. Was für ein Einstand hier. Gleich peinlich vermacht. :D Ich bitte höflichst um Entschuldigung, wobei dies für alle gilt. Eines ist natürlich richtig, bei der anderen Umfrage weiß man nicht, wann die einzelnen Befragten geantwortet hatten. Am besten wartet man noch weitere Umfrage ab oder? :?:
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Uffzach » Mo 9. Jul 2018, 12:38

Alexyessin hat geschrieben:(09 Jul 2018, 13:17)

Woher willst du wissen, was die Menschen davon und danach gesagt haben? Also, weißt du nicht, daher ist deine Umfrage auch fürn Arsch.


Es ist nicht meine Umfrage, sondern die von civey beauftragt von der Augsburger Allgemeinen und dem Spiegel.

Ich stelle fest, dass deine Hypothese lautet, dass die Ereignisse vom 2. Juli einen signifikanten Einfluss auf Umfrageergebnisse haben.

Diese Hypothese könnte nur bestätigt werden, wenn mehrere Insititute gleichartige Umfragen vor und nach dem 2. Juli durchgeführt hätten und der Vergleich vorher/nacher dies ergäbe.

Aber selbst wenn sich diese Hypothese bestätigen ließe, dann müsste bei civey die Zahl der Befragten vor und die Zahl der Befragten nach dem 2. Juli bekannt sein und der Antei "vor" müsste signifikant größer sein als der Anteil "nach", was aber nicht bekannt ist. Außerdem hat Civey 5093 Leute in Bayern befragt aber Forsa nur 1003. civey hat also mehr als 5mal soviele Leute befragt als Forsa.

Es besteht wissenschaftlich nicht die geringste Evidenz dafür, die civey Studie so abzuqualifizieren wie du das tust.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Senexx » Mo 9. Jul 2018, 12:41

Uffzach hat geschrieben:(09 Jul 2018, 13:38) Außerdem hat Civey 5093 Leute in Bayern befragt aber Forsa nur 1003. civey hat also mehr als 5mal soviele Leute befragt als Forsa.

Die Zahl der Befragten hat keine Relevanz für die Validität der Ergebnisse. Bei Stichproben kommt es darauf an, wie genau die Stichprobe gezogen ist.

Civey und klasssiche Stichprobenforschung sind überhaupt nicht vergleichbar.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Uffzach » Mo 9. Jul 2018, 12:48

Senexx hat geschrieben:(09 Jul 2018, 13:41)

Die Zahl der Befragten hat keine Relevanz für die Validität der Ergebnisse. Bei Stichproben kommt es darauf an, wie genau die Stichprobe gezogen ist.

Civey und klasssiche Stichprobenforschung sind überhaupt nicht vergleichbar.


Moment mal. Du behauptest, dass es keinen Unterschied macht, ob 5 Leute oder 5000 Leute befragt werden?

Und natürlich spielt das Stichprobenverfahren eine signifikante Rolle bei Umfragen.

Ich denke, du ordnest erst mal deine Gedanken und schreibst klipp und klar und präzise, was du bzgl. Stichprobenverfahren, Stichprobenumfang und Umfragen ausdrücken wolltest.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Orbiter1 » Mo 9. Jul 2018, 12:50

Klarsteller hat geschrieben:(09 Jul 2018, 13:22)

Ohja. Was für ein Einstand hier. Gleich peinlich vermacht. :D Ich bitte höflichst um Entschuldigung, wobei dies für alle gilt. Eines ist natürlich richtig, bei der anderen Umfrage weiß man nicht, wann die einzelnen Befragten geantwortet hatten. Am besten wartet man noch weitere Umfrage ab oder? :?:
Ja, einfach weitere Umfagen abwarten. Klar ist jedenfalls dass die CSU massiv zurückrudert, Seehofer hat ja sogar den Streit mit Merkel offiziell für beendet erklärt. Das passiert nur deswegen weil die Krawallpolitik beim Wähler nichts bringt.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Orbiter1 » Mo 9. Jul 2018, 12:54

Da könnte der Postillion der Wahrheit mal wieder ziemlich nahe kommen. :p

"AfD verzichtet auf Wahlkampf in Bayern: "Das lassen wir die CSU für uns machen." .... "Die CSU macht uns salonfähig und treibt uns scharenweise Wähler zu, da wäre ein eigener Wahlkampf nur ein unnötiges Risiko", so ein Sprecher der AfD. "Außerdem stellt sie konsequent die Regierung in einer Art bloß, wie wir es nie könnten. Wenn man so will, heißen unsere inoffiziellen Spitzenkandidaten Markus Söder und Horst Seehofer." Quelle: https://www.der-postillon.com/2018/07/afd-bayern.html
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Konservativer » Mo 9. Jul 2018, 12:54

Orbiter1 hat geschrieben:(09 Jul 2018, 13:50)
Klar ist jedenfalls dass die CSU massiv zurückrudert, Seehofer hat ja sogar den Streit mit Merkel offiziell für beendet erklärt. Das passiert nur deswegen weil die Krawallpolitik beim Wähler nichts bringt.


Genau das hat die CSU doch letztes Jahr vor der Bundestagswahl auch gemacht. Erst von der "Herrschaft des Unrechts" gesprochen, Verfassungsklage angekündigt und Koalitionsbruch angedroht, dann wieder brav auf Muttis Schoss gesprungen und mit Merkel gross Wahlkampf inkl. Abschlusskundgebung in München gemacht. Das Ergebnis kennen wir.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Klarsteller » Mo 9. Jul 2018, 12:54

Orbiter1 hat geschrieben:(09 Jul 2018, 13:50)

Ja, einfach weitere Umfagen abwarten. Klar ist jedenfalls dass die CSU massiv zurückrudert, Seehofer hat ja sogar den Streit mit Merkel offiziell für beendet erklärt. Das passiert nur deswegen weil die Krawallpolitik beim Wähler nichts bringt.


Das liegt weniger an der Krawallpolitik, sondern zumindest meiner Ansicht nach eher an seinen Scheinkämpfen mit Merkel und dem ständigen Zurückrudern. Ein Durchziehen zur Durchsetzung der Rechts, auch unserer Verfassung, würde der Wähler wohl belohnen. Aber den Arsch hat ein Seehofer dazu nicht. Ein erbärmliches Schauspiel sorgt natürlich nicht für gute Zustimmungswerte. Wie gesagt, meine Meinung.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Klarsteller » Mo 9. Jul 2018, 12:55

Konservativer hat geschrieben:(09 Jul 2018, 13:54)

Genau das hat die CSU doch letztes Jahr vor der Bundestagswahl auch gemacht. Erst von der "Herrschaft des Unrechts" gesprochen, Verfassungsklage angekündigt und Koalitionsbruch angedroht, dann wieder brav auf Muttis Schoss gesprungen und mit Merkel gross Wahlkampf inkl. Abschlusskundgebung in München gemacht. Das Ergebnis kennen wir.


Genau das meinte ich. Sehe ich wohl nicht nur so.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Konservativer » Mo 9. Jul 2018, 13:00

Ich denke, dass viele CSU-Anhänger insgeheim die Hoffnung hatten, dass die CSU-Führung dieses Mal wirklich Merkel aus dem Kanzleramt putscht.

Und nachdem sich das genauso wie 2017 wieder nur als Kasperletheater der CSU herausgestellt hat, sagen nun viele CSU-Anhänger:"Mir reichts."
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Alexyessin » Mo 9. Jul 2018, 13:01

Konservativer hat geschrieben:(09 Jul 2018, 13:20)

Beckstein konnte das Wahldesaster 2008 auch nicht auf Stoiber oder Huber abwälzen.


Beckstein wollte das auch gar nicht. Er war alt genug und ging einfach in Rente.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Klarsteller » Mo 9. Jul 2018, 13:01

Konservativer hat geschrieben:(09 Jul 2018, 14:00)

Ich denke, dass viele CSU-Anhänger insgeheim die Hoffnung hatten, dass die CSU-Führung dieses Mal wirklich Merkel aus dem Kanzleramt putscht.

Und nachdem sich das genauso wie 2017 wieder nur als Kasperletheater der CSU herausgestellt hat, sagen nun viele CSU-Anhänger:"Mir reichts."


Dies könnte dann wie im Postillion steht gut für die AfD sein. Oder für den Bereich der Nichtwähler.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Alexyessin » Mo 9. Jul 2018, 13:03

Uffzach hat geschrieben:(09 Jul 2018, 13:38)

Es ist nicht meine Umfrage, sondern die von civey beauftragt von der Augsburger Allgemeinen und dem Spiegel.

Ich stelle fest, dass deine Hypothese lautet, dass die Ereignisse vom 2. Juli einen signifikanten Einfluss auf Umfrageergebnisse haben.

Diese Hypothese könnte nur bestätigt werden, wenn mehrere Insititute gleichartige Umfragen vor und nach dem 2. Juli durchgeführt hätten und der Vergleich vorher/nacher dies ergäbe.

Aber selbst wenn sich diese Hypothese bestätigen ließe, dann müsste bei civey die Zahl der Befragten vor und die Zahl der Befragten nach dem 2. Juli bekannt sein und der Antei "vor" müsste signifikant größer sein als der Anteil "nach", was aber nicht bekannt ist. Außerdem hat Civey 5093 Leute in Bayern befragt aber Forsa nur 1003. civey hat also mehr als 5mal soviele Leute befragt als Forsa.

Es besteht wissenschaftlich nicht die geringste Evidenz dafür, die civey Studie so abzuqualifizieren wie du das tust.


Es war Orbiter, der sie abqualifiziert hat und zwar durchaus mit berechtigtem Zweifel. Lerne lesen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Alexyessin » Mo 9. Jul 2018, 13:04

Konservativer hat geschrieben:(09 Jul 2018, 14:00)

Ich denke, dass viele CSU-Anhänger insgeheim die Hoffnung hatten, dass die CSU-Führung dieses Mal wirklich Merkel aus dem Kanzleramt putscht.

Und nachdem sich das genauso wie 2017 wieder nur als Kasperletheater der CSU herausgestellt hat, sagen nun viele CSU-Anhänger:"Mir reichts."


Wieviele CSU Anhänger kennst du persönlich?
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Mo 9. Jul 2018, 13:15

Uffzach hat geschrieben:(09 Jul 2018, 12:58)

Tja, so leid es mir auch nicht tut, aber ich stehe eindeutig auf der Gewinnerseite. :cool:


Wie erfreulich für Sie.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Hyde » Mo 9. Jul 2018, 13:47

Klarsteller hat geschrieben:(09 Jul 2018, 13:54)

Das liegt weniger an der Krawallpolitik, sondern zumindest meiner Ansicht nach eher an seinen Scheinkämpfen mit Merkel und dem ständigen Zurückrudern.


Ich weiß nicht, was diese Plattitüden immer sollen. Von vielen wird ja gerade immer kritisiert, dass Merkel sich von der Willkommenskanzlerin zur Abschottungskanzlerin gewandelt hätte. Und das ist vor allem auf das Wirken der CSU zurückzuführen.

Man kann nicht einerseits sagen, die CSU würde vor Merkel ständig „zurückrudern“, und andererseits sagen, Merkel habe sich wegen der CSU von der Willkommenskanzlerin zur Abschottungskanzlerin verwandelt.

Und was heißt denn für dich überhaupt „nicht zurückrudern“? Nur dann, wenn man seine Forderungen zu 100% durchsetzt? Dann bist du leider falsch in der Politik. Da geht es nur mit Kompromissen. Aber die CSU wollte ihre Obergrenze - und hat sie mehr oder weniger bekommen. Die CSU wollte Abweisungen an der Grenze - und nun hat man sich darauf geeinigt, an der Grenze zurückzuweisen und generell in Europa die Asylpolitik zu verschärfen.

Die CSU konnte ihre Forderungen sogar mit erstaunlich geringen Kompromissen umsetzen, wenn man bedenkt, dass weder die CDU noch der Koalitionspartner SPD die Forderungen des kleinsten Koalitionspartners CSU unterstützt hat. Sowohl bei der Obergrenze als auch jetzt.

Was also soll bitte ständig dieser Unsinn mit dem „Zurückrudern“? Wer davon redet, hat die Politik schlichtweg nicht verstanden. Die CSU konnte überdurchschnittlich viel von ihren Forderungen (mit denen sie in der Koalition allein auf weiter Flur steht) durchsetzen.

Manchen verrückten Leuten wäre vielleicht lieber gewesen, die CSU hätte wegen 100 Flüchtlingen im Monat die Koalition und die 70-jährige Fraktionsgemeinschaft aufgekündigt und wäre in die Opposition gegangen. Das wäre aber erstens krass unverantwortlich gewesen und zweitens hätte dann Merkel eine Koalition mit Rot-Grün gebildet, und dann wäre die Asylpolitik eher offener als abgeschotteter geworden, sodass dadurch das Gegenteil dessen passiert wäre, was die CSU wollte.
Was hätte es also dann gebracht, sich selbst zu feiern für seine Kompromisslosigkeit, wenn dafür dann Merkel mit Rot-Grün regiert hätte? Beleidigte Oppositionsarbeit ohne Regierungseinfluss ist Aufgabe der AfD, nicht Aufgabe der CSU.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Klarsteller » Mo 9. Jul 2018, 13:53

Hyde hat geschrieben:(09 Jul 2018, 14:47)

Ich weiß nicht, was diese Plattitüden immer sollen. Von vielen wird ja gerade immer kritisiert, dass Merkel sich von der Willkommenskanzlerin zur Abschottungskanzlerin gewandelt hätte. Und das ist vor allem auf das Wirken der CSU zurückzuführen.

Man kann nicht einerseits sagen, die CSU würde vor Merkel ständig „zurückrudern“, und andererseits sagen, Merkel habe sich wegen der CSU von der Willkommenskanzlerin zur Abschottungskanzlerin verwandelt.

Und was heißt denn für dich überhaupt „nicht zurückrudern“? Nur dann, wenn man seine Forderungen zu 100% durchsetzt? Dann bist du leider falsch in der Politik. Da geht es nur mit Kompromissen. Aber die CSU wollte ihre Obergrenze - und hat sie mehr oder weniger bekommen. Die CSU wollte Abweisungen an der Grenze - und nun hat man sich darauf geeinigt, an der Grenze zurückzuweisen und generell in Europa die Asylpolitik zu verschärfen.

Die CSU konnte ihre Forderungen sogar mit erstaunlich geringen Kompromissen umsetzen, wenn man bedenkt, dass weder die CDU noch der Koalitionspartner SPD die Forderungen des kleinsten Koalitionspartners CSU unterstützt hat.

Was also soll bitte ständig dieser Unsinn mit dem „Zurückrudern“? Wer davon redet, hat die Politik schlichtweg nicht verstanden. Die CSU konnte überdurchschnittlich viel von ihren Forderungen (mit denen sie in der Koalition allein auf weiter Flur steht) durchsetzen.

Manchen verrückten Leuten wäre vielleicht lieber gewesen, die CSU hätte wegen 100 Flüchtlingen im Monat die Koalition und die 70-jährige Fraktionsgemeinschaft aufgekündigt und wäre in die Opposition gegangen. Das wäre aber erstens krass unverantwortlich gewesen und zweitens hätte dann Merkel eine Koalition mit Rot-Grün gebildet, und dann wäre die Asylpolitik eher offener als abgeschotteter geworden, sodass dadurch das Gegenteil dessen passiert wäre, was die CSU wollte.
Was hätte es also dann gebracht, sich selbst zu feiern für seine Kompromisslosigkeit, wenn dafür dann Merkel mit Rot-Grün regiert hätte? Beleidigte Oppositionsarbeit ohne Regierungseinfluss ist Aufgabe der AfD, nicht Aufgabe der CSU.


Welche Abschottung, falls ich fragen darf?

Und dennoch ist Seehofer abermals nur zurückgerudert. Wie eben vor Wahl Verfassungsbeschwerde. Dann doch nicht. Wie keinen mehr reinlassen zu "nur" 200.000 im Jahr, was eine Großstadt wie Rostock bedeutet und eigentlich nur als absurd angesehen werden kann.

Bisher darf jeder weiterhin rein und Merkel will entgegen Verfassung und EU Recht erst eine Änderung, wenn es bilaterale Abkommen extra gibt, wobei natürlich Seehofer so doof war und sich als Innenminister das Aushandeln ans Bein nageln ließ.

Die CSU konnte wichtige Punkt nicht durchsetzen. Außer man lässt sich von Dingen wie Obergrenze blenden.

Da ist es natürlich leichter, den Gegenüber als verrückt zu brandmarken. Gehört das in diesem Forum zum guten Ton?
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon zollagent » Mo 9. Jul 2018, 13:54

Klarsteller hat geschrieben:(09 Jul 2018, 14:53)

Welche Abschottung, falls ich fragen darf?

Und dennoch ist Seehofer abermals nur zurückgerudert. Wie eben vor Wahl Verfassungsbeschwerde. Dann doch nicht. Wie keinen mehr reinlassen zu "nur" 200.000 im Jahr, was eine Großstadt wie Rostock bedeutet und eigentlich nur als absurd angesehen werden kann.

Bisher darf jeder weiterhin rein und Merkel will entgegen Verfassung und EU Recht erst eine Änderung, wenn es bilaterale Abkommen extra gibt, wobei natürlich Seehofer so doof war und sich als Innenminister das Aushandeln ans Bein nageln ließ.

Die CSU konnte wichtige Punkt nicht durchsetzen. Außer man lässt sich von Dingen wie Obergrenze blenden.

Da ist es natürlich leichter, den Gegenüber als verrückt zu brandmarken. Gehört das in diesem Forum zum guten Ton?

Es gibt diese angeblichen Verstöße gegen Verfassung und EU-Recht schlichtweg nicht, auch wenn ein paar Rechtshysteriker das noch so oft brüllen. Alles, was entschieden wurde, war im Rahmen geltenden Rechts.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)

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