Landtagswahl in Bayern 2018

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Dieter Winter
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Dieter Winter » Mo 15. Okt 2018, 08:19

Alexyessin hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:13)

Des ist jetzt schon ein Krampf, wenn du die Zahlen anschaust. 2,6 % zugewinn für die FWler.


Verglichen mit dem "Zugewinn" der GroKo Parteien ist der schon enorm. :D
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Alexyessin » Mo 15. Okt 2018, 08:20

JJazzGold hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:13)

Da müsste ich jetzt nachblättern, aber ich kann mich erinnern, dass es deutlich über 10% waren.
Bei uns hat schon die Sabine immer gute Ergebnisse eingefahren. Hier hat die FDP starke Frauen.
Die Bettina Hundesrügge macht auch einen guten Job.


Ich weiß halt, das rund um die Seen die FDP schon immer recht stark war.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Alexyessin » Mo 15. Okt 2018, 08:21

Dieter Winter hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:19)

Verglichen mit dem "Zugewinn" der GroKo Parteien ist der schon enorm. :D


Es geht aber um deine Aussage, es wären Proteststimmen. Und das sind sie nicht.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 15. Okt 2018, 08:22

Die Querelen um Seehofers Masterplan, die Illoyalität gegenüber der Bundesregierung, das hat viele CSU-Anhänger irritiert und polarisiert. Entsprechend fand eine Wählerabwanderung statt, in alle Richtungen.
180.000 gingen zu den Grünen, die gleiche Menge zur AfD und 170.000 zu den Freien Wählern.
Die CSU gewann allerdings aus dem Lager der Nichtwähler hinzu.

Die Grünen gewannen aus dem Lager der SPD, der CSU und den Nichtwählern.

Das Lager der Nichtwähler verlor hauptsächlich an CSU, AfD und Grüne.

Insgesamt verloren die Volksparteien CSU und SPD Prozente im Vergleich zu 2013, während alle kleineren Parteien hinzugewannen (mit Ausnahme der "Sonstigen").
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Winzer » Mo 15. Okt 2018, 08:23

Ich persönlich find die 10% AfD in Ordnung. Etwas Renitenz in der Politik schadet nicht, das Faschogerede ist Quark, ja es sind n paar Querköppe dabei, der weit größte Teil sind aber ganz normale Leut, die sich aber auch nicht mit den schillernden Figuren identifizieren.
Die Unionsparteien und SPD sollten sich mal überlegen warum rechts bzw. links von ihnen neue Parteien entstehen. Könnte es womöglich daran liegen, das sie so weit zusammen rückten, das sie nicht mehr unterscheidbar sind und ihre Flügelpositionen schlicht ignorierten? Die Unionsparteien machen nun exakt den gleichen Fehler wie die SPD, die die Linke einfach ausklammerte.
Die Grünen können derzeit von verschiedenen Ereignissen profitieren. Da sind die Grabenkämpfe der Unionen, eine dummdreiste SPD-Chefin, der heiße Sommer (Klimawandelmenetekel), das klüngeln der Autolobby mit der Regierung, die Panikmache der Medien bzgl. Feinstaub und NOx ... um nur ein paar zu nennen.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Dieter Winter » Mo 15. Okt 2018, 08:24

Alexyessin hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:21)

Es geht aber um deine Aussage, es wären Proteststimmen. Und das sind sie nicht.


Die FW sind eine Protestpartei. Fleisch vom Fleisch der CSU. Wird jedenfalls z. B. in der SZ so behauptet: https://www.sueddeutsche.de/bayern/frei ... -1.4169983
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Mo 15. Okt 2018, 08:33

MäckIntaier hat geschrieben:(15 Oct 2018, 08:02)

Die aus den Wahlen der jüngsten Vergangenheit abzulesende Entwicklung zeigt, dass solche Rücktritte nur zu einem Verbrauch von Personal führen, darüber hinaus aber wirkungslos bleiben. Die deutschen Sozialdemokraten haben bis zur völligen Auszehrung "Verantwortung" für ihre unzähligen Niederlagen übernommen, aber der Abwärtstrend geht ungebremst weiter. Das gestrige Wahlergebnis ist ein weiterer Indikator dafür, dass mit der weitgehenden Aufhebung grundsätzlicher Bindungen an Parteien jederzeit größere Verschiebungen und Verwerfungen auftreten werden. Und je bereitwilliger die Parteien dann ihr Spitzenpersonal auswechseln, um so mehr werden sie die Bindungserosionen verstärken und sich selbst immer weiter schwächen. Die Nachdenklichen unter den Bürgern und Wählern sollten - nicht zuletzt mit Blick auf Länder, in denen solche Erosions- und Spaltungsprozesse noch tiefgreifender sind - nach anderen Möglichkeiten und Formen der politischen Meinungsbildung und der Partizipation suchen, bevor sich die Unzufriedenheit in Form radikaler Parteien dauerhaft festsetzt.


Generell betrachtet mögen Sie recht haben. Spezifisch betrachtet, explizit CSU bezogen, bin ich anderer Meinung. Das Festhalten an beiden prägenden Personalien wird zur weiteren Spaltung beitragen, nicht zur gewünschten Stabilität, mit bundesweiter Auswirkung.
Auch wenn die Spaltung in Bayern nicht zur Vorteilsnahme einer radikalen Partei führte, so ist sie doch deutlich am Ergebnis der Grünen und dem Einzug von erstmalig sechs Parteien in den Landtag ablesbar. Es ist meine Überzeugung, dass ein Austausch des CSU Führungspersonals sowohl in Bayern, als auch in Berlin mehr Stabilitätssicherung garantiert, als die alle wichtigen Themen überlagernde Auseinandersetzung, sowohl intern, als auch extern, derer der Wähler erkennbar überdrüssig ist.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Mo 15. Okt 2018, 08:34

DarkLightbringer hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:22)

Die Querelen um Seehofers Masterplan, die Illoyalität gegenüber der Bundesregierung, das hat viele CSU-Anhänger irritiert und polarisiert. Entsprechend fand eine Wählerabwanderung statt, in alle Richtungen.
180.000 gingen zu den Grünen, die gleiche Menge zur AfD und 170.000 zu den Freien Wählern.
Die CSU gewann allerdings aus dem Lager der Nichtwähler hinzu.

Die Grünen gewannen aus dem Lager der SPD, der CSU und den Nichtwählern.

Das Lager der Nichtwähler verlor hauptsächlich an CSU, AfD und Grüne.

Insgesamt verloren die Volksparteien CSU und SPD Prozente im Vergleich zu 2013, während alle kleineren Parteien hinzugewannen (mit Ausnahme der "Sonstigen").


Es muss ein herber Schlag für die Grünen sein, in Bayern auf die Oppositionssitze verwiesen zu werden.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Mo 15. Okt 2018, 08:37

Alexyessin hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:20)

Ich weiß halt, das rund um die Seen die FDP schon immer recht stark war.


Das liegt nicht zuletzt an den von Stoiber beklagten Zuagroasten. ;)
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon sünnerklaas » Mo 15. Okt 2018, 08:38

Klopfer hat geschrieben:(14 Oct 2018, 19:07)

Ohne radikalen Wandel ist der von dir korrekt angesprochene Schaden nicht mehr gut zu machen.


Das kann die SPD nicht. Sie befindet sich im Würgegriff der Seeheimer und eben immer noch der Friends of Gerd. An den entscheidenden Stellen sitzen Aufpasser, die penibel darauf achten, dass nicht einmal ansatzweise am Lebenswerk der Altvorderen Schröder und Müntefering gekratzt wird. Eine wirkliche Erneuerung könnte m.E. nur aus den Jusos heraus passieren.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Dieter Winter » Mo 15. Okt 2018, 08:40

JJazzGold hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:33)

Generell betrachtet mögen Sie recht haben. Spezifisch betrachtet, explizit CSU bezogen, bin ich anderer Meinung. Das Festhalten an beiden prägenden Personalien wird zur weiteren Spaltung beitragen, nicht zur gewünschten Stabilität, mit bundesweiter Auswirkung.
Auch wenn die Spaltung in Bayern nicht zur Vorteilsnahme einer radikalen Partei führte, so ist sie doch deutlich am Ergebnis der Grünen und dem Einzug von erstmalig sechs Parteien in den Landtag ablesbar. Es ist meine Überzeugung, dass ein Austausch des CSU Führungspersonals sowohl in Bayern, als auch in Berlin mehr Stabilitätssicherung garantiert, als die alle wichtigen Themen überlagernde Auseinandersetzung, sowohl intern, als auch extern, derer der Wähler erkennbar überdrüssig ist.


Naja, in Hessen zeichnet sich lt. Umfragen ein ähnliches Desaster für die CDU ab, auch die SPD wird wohl ordentlich Federn lassen. Ganz unbeteiligt ist da Berlin nicht...
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Alexyessin » Mo 15. Okt 2018, 08:41

Dieter Winter hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:24)

Die FW sind eine Protestpartei. Fleisch vom Fleisch der CSU. Wird jedenfalls z. B. in der SZ so behauptet: https://www.sueddeutsche.de/bayern/frei ... -1.4169983


Die Süddeutsche vergisst in diesem Zusammenhang, das die FWler seit Mitte der 80er aktiv sind und seit Mitte der 90er sich der Landesverband das erste Mal aufgestellt hat.
Natürlich sind die Wähler der FW Fleisch vom Fleische, aber lange keine Protestpartei mehr.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Dieter Winter » Mo 15. Okt 2018, 08:44

Alexyessin hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:41)

Die Süddeutsche vergisst in diesem Zusammenhang, das die FWler seit Mitte der 80er aktiv sind und seit Mitte der 90er sich der Landesverband das erste Mal aufgestellt hat.
Natürlich sind die Wähler der FW Fleisch vom Fleische, aber lange keine Protestpartei mehr.


Sorry, aber die Wählerwanderung (170.000 von der CSU zu den FW) scheint mir da anderes zu belegen.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon sünnerklaas » Mo 15. Okt 2018, 08:44

JJazzGold hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:37)

Das liegt nicht zuletzt an den von Stoiber beklagten Zuagroasten. ;)


Eine interessante Analyse findet sich in der FAZ.
Darin heisst es u.a.:

Das Ergebnis der CSU und die wirtschaftliche Stärke Bayerns haben sich in zwei unterschiedliche Richtungen entwickelt. Während es Bayern besser denn je geht, sinkt der Stern der Partei, die zum Erfolg beigetragen hat. Die Zufriedenheit mit der Regierung ist deutlich gesunken. Die Felder Wirtschaft- und Arbeitsmarktpolitik, auf denen der CSU besonders hohe Kompetenzen zugesprochen werden, scheinen nicht entscheidend – es geht dem Land zu gut, deshalb zählen andere Dinge.
Quelle: a.a.O.


Nimmt man das Thema Wohnungsnot hinzu, kann man konstatieren: die Wirtschaft in Bayern läuft heiß. Schon seit längerem haben Unternehmen große Probleme, Mitarbeiter zu finden - und zwar nicht, weil es keine ausreichend qualifizierten Arbeitskräfte gibt, sondern weil die es sich nicht leisten können, halbwegs in der Nähe des Arbeitsplatzes zu wohnen. Wer drei, vier oder fünf Stunden täglich allein dazu braucht, an seinen Arbeitsplatz zu gelangen ist, sobald er anderswo Stelle findet, die eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben garantiert, einfach weg. Und dann passiert irgendwann etwas ganz entscheidendes: Firmen in Boomregionen bekommen auf einem Mal Qualitätsprobleme - das Preis-Leistungsverhältnis stimmt nicht mehr. Und dann ist der Abstieg vorprogrammiert.
Geld und wirtschaftlicher Erfolg und das Image eines Standortes sind eben doch nicht alles...
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Mo 15. Okt 2018, 08:46

Dieter Winter hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:40)

Naja, in Hessen zeichnet sich lt. Umfragen ein ähnliches Desaster für die CDU ab, auch die SPD wird wohl ordentlich Federn lassen. Ganz unbeteiligt ist da Berlin nicht...


Seehofer sitzt in Berlin. ;)
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon sünnerklaas » Mo 15. Okt 2018, 08:46

Dieter Winter hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:44)

Sorry, aber die Wählerwanderung (170.000 von der CSU zu den FW) scheint mir da anderes zu belegen.


Die FW haben sich in den 80er Jahren in den Kommunen gebildet. So neu sind die nicht. Und kommunalpolitisch betreiben sie eine sehr geschickte Politik. Die Grünen machen das in den Großstädten übrigens genauso.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Dieter Winter » Mo 15. Okt 2018, 08:46

sünnerklaas hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:38)

Das kann die SPD nicht. Sie befindet sich im Würgegriff der Seeheimer und eben immer noch der Friends of Gerd. An den entscheidenden Stellen sitzen Aufpasser, die penibel darauf achten, dass nicht einmal ansatzweise am Lebenswerk der Altvorderen Schröder und Müntefering gekratzt wird. Eine wirkliche Erneuerung könnte m.E. nur aus den Jusos heraus passieren.


Nahles will sich wohl von der Agenda distanzieren:

https://www.t-online.de/nachrichten/deu ... 10-an.html

Immerhin....

Vor 3 Jahren hat sie noch anders gepfiffen:

http://www.faz.net/aktuell/politik/gabr ... 53768.html
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Dieter Winter » Mo 15. Okt 2018, 08:48

JJazzGold hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:46)

Seehofer sitzt in Berlin. ;)


Merkel auch.

Seehofer ist in B ja ohnehin tief verwurzelt.... ;)
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon sünnerklaas » Mo 15. Okt 2018, 08:48

Dieter Winter hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:40)

Naja, in Hessen zeichnet sich lt. Umfragen ein ähnliches Desaster für die CDU ab, auch die SPD wird wohl ordentlich Federn lassen. Ganz unbeteiligt ist da Berlin nicht...


Wobei die Wahrscheinlichkeit wächst, dass Volker Bouffiers Koalition dank der Stärke der Grünen weitermachen kann. Das wäre übrigens eine sehr schlechte Nachricht für die AfD. Dort sind viele ja überhaupt nicht über das Wahlergebnis in Bayern erfreut.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Raul71 » Mo 15. Okt 2018, 08:49

Winzer hat geschrieben:(15 Oct 2018, 09:23)
Die Grünen können derzeit von verschiedenen Ereignissen profitieren. Da sind die Grabenkämpfe der Unionen, eine dummdreiste SPD-Chefin, der heiße Sommer (Klimawandelmenetekel), das klüngeln der Autolobby mit der Regierung, die Panikmache der Medien bzgl. Feinstaub und NOx ... um nur ein paar zu nennen.
und natürlich durch die zugezogenen, auch und vor allem jungen Menschen, die in den Großstädten bzw. Städten zu finden sind. Für mich logisch, dass diese Leute nicht die "Bonzen" der CSU wählen, sondern eher die belanglosen Fröhlichkeiten der Grünen. Das ist für diese Menschen momentan einfach geiler. Dazu kommen noch die immer größer werdende Anzahl von Leuten, die ausländische Wurzeln aber den deutschen Pass bzw. beide Pässe haben. Die wählen inzwischen auch überwiegend grün.
Und wo sitzen die von mir beschriebenen Menschen hauptsächlich? In den Großstädten bzw. Städten! Man darf sich also gerne das Abschneiden der Grünen in den Großstädten anschauen.
Zuletzt geändert von Raul71 am Mo 15. Okt 2018, 08:50, insgesamt 1-mal geändert.

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