[UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

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Wie sieht es bei dir aus?

Ich habe die FDP gewählt und würde das auch wieder tun.
20
35%
Ich habe die FDP gewählt und würde sie bei Neuwahlen nicht nochmals wählen.
5
9%
Ich habe nicht die FDP gewählt und würde auch nicht.
26
46%
Ich habe nicht die FDP gewählt, aber würde sie bei Neuwahlen wählen.
5
9%
keine Angabe
1
2%
 
Abstimmungen insgesamt: 57
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yogi61
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon yogi61 » Mo 27. Nov 2017, 09:39

Realist2014 hat geschrieben:(26 Nov 2017, 21:22)

es wird keine Bürgerversicherung geben


die PKV wird bleiben


Von abschaffen der PKV ist ja auch nicht direkt die Rede.

SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach wirbt vor möglichen Verhandlungen über eine Große Koalition für eine Bürgerversicherung. Sie sei ein "zentrales Anliegen" seiner Partei. Zwar sollte die SPD "vorab keine Bedingungen stellen", sagte der Gesundheitsexperte im Interview mit der Passauer Neuen Presse: "Aber wir wollen eine Bürgerversicherung mit einem gemeinsamen Versicherungsmarkt ohne Zwei-Klassen-Medizin. Die Bürgerversicherung wäre nicht das Ende der Privaten Krankenversicherung. Sie würde von allen Anbietern der Privaten ebenfalls angeboten werden können."

und weiter:
Die SPD wolle, dass es in Deutschland wieder gerechter zugehe, betonte der Fraktionsvize. "Einkommensschwache Kinder und Jugendliche dürfen im Bildungssystem nicht länger benachteiligt werden. Wir müssen mehr gegen geringfügige Beschäftigung und für die Sicherheit von Arbeitsplätzen tun. Und nicht zuletzt: Die Altersarmut wird ein immer größeres Problem." Wenn bei diesen Gerechtigkeitsfragen nichts erreicht werde, gebe es nicht den Hauch einer Chance, dass die SPD-Mitglieder einem Koalitionsvertrag zustimmen würden, so Lauterbach. "Wir brauchen eine Große Koalition für mehr soziale Gerechtigkeit." -red

http://www.pnp.de/nachrichten/politik/2 ... erung.html

Das sind doch vernünftige Forderungen und die SPD muss sich die Koalition schon bezahlen lassen, denn sonst scheitert die Sache bei der Mitgliederbefragung.
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https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 27. Nov 2017, 11:52

Ich bin auch der Meinung, dass die soziale Komponente unserer Marktwirtschaft wieder gestärkt werden muss. Wenn dadurch die Profite sinken und auch andere EU-Länder wieder mehr Arbeit haben, dann ist das für alle eine gute Sache, außer für die Kapitalbesitzer, denen es sowieso gut geht, die können ruhig auch mal den Gürtel etwas enger schnallen, nicht immer nur die Arbeiter und Angestellten.
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon UncleSams_Berater » Mo 27. Nov 2017, 13:28

Natürlich würde ich sie wieder wählen, jetzt sogar mit noch besserem Gewissen weil die Partei Größe bewiesen hat
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon Maikel » Mo 27. Nov 2017, 13:58

JJazzGold hat geschrieben:(26 Nov 2017, 18:17)
Weshalb sollte ich enttäuscht sein? Die FDP hat mich von Anfang an über die verfügbaren Optionen informiert. Entweder ist die FDP Handschrift im Vertrag erkennbar, oder es geht in die Opposition. Da ersteres nicht darstellbar war, geht es in die Opposition. Punkt. Eine eindeutige Aussage vor der Wahl und eine vertrauenswürdige Umsetzung der Ansage nach der Wahl.

Also, ich bin entäuscht von der FDP.
Ihre Vertreter haben in den Sondierungen scheinbar zu wenig Durchsetzungskraft und Verhandlungsgeschick gezeigt.

Zu einer Partei gehört nicht nur ein passendes Programm, sondern auch Personal, das in der Lage ist, dieses, zumindest zu einem angemessenen Teil, durchzusetzen.
Dieses weinerliche "die anderen haben nicht nachgegeben" sieht für mich nach Schwäche aus.

BTW: Wenn es Strategie war, hat die SPD es richtig gemacht; die kann jetzt ggf. mehr durchsetzen, als wenn sie gleich zu einer "GroKo" bereit gewesen wäre.
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon UncleSams_Berater » Mi 29. Nov 2017, 01:27

Maikel hat geschrieben:(27 Nov 2017, 13:58)

Also, ich bin entäuscht von der FDP.
Ihre Vertreter haben in den Sondierungen scheinbar zu wenig Durchsetzungskraft und Verhandlungsgeschick gezeigt.

Zu einer Partei gehört nicht nur ein passendes Programm, sondern auch Personal, das in der Lage ist, dieses, zumindest zu einem angemessenen Teil, durchzusetzen.
Dieses weinerliche "die anderen haben nicht nachgegeben" sieht für mich nach Schwäche aus.

BTW: Wenn es Strategie war, hat die SPD es richtig gemacht; die kann jetzt ggf. mehr durchsetzen, als wenn sie gleich zu einer "GroKo" bereit gewesen wäre.


Das war keine Strategie, die SPD macht sich einfach nur noch lächerlich. Die FDP hat das richtige getan, Jamaika wäre eine Katastrophe geworden und die FDP hätte das Neu erlangte Vertrauen der Wähler verloren.
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Mi 29. Nov 2017, 01:32

UncleSams_Berater hat geschrieben:(29 Nov 2017, 01:27)

Das war keine Strategie, die SPD macht sich einfach nur noch lächerlich. Die FDP hat das richtige getan, Jamaika wäre eine Katastrophe geworden und die FDP hätte das Neu erlangte Vertrauen der Wähler verloren.
die fdp is ne nutte, die sich nach wochen langem überlegen geweigert hat für hartgeld die beine breit zu machen. sie will mindestens einen schein sehen.
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon UncleSams_Berater » Mi 29. Nov 2017, 01:34

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(29 Nov 2017, 01:32)

die fdp is ne nutte, die sich nach wochen langem überlegen geweigert hat für hartgeld die beine breit zu machen. sie will mindestens einen schein sehen.


Wenn sie dass wäre, würden sie jetzt mitregieren. Lindner weiß aber dass, das dumm wäre.
Nur die SPD macht sich lächerlich
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 29. Nov 2017, 01:57

Maikel hat geschrieben:(27 Nov 2017, 13:58)

Also, ich bin entäuscht von der FDP.
Ihre Vertreter haben in den Sondierungen scheinbar zu wenig Durchsetzungskraft und Verhandlungsgeschick gezeigt.

Zu einer Partei gehört nicht nur ein passendes Programm, sondern auch Personal, das in der Lage ist, dieses, zumindest zu einem angemessenen Teil, durchzusetzen.
Dieses weinerliche "die anderen haben nicht nachgegeben" sieht für mich nach Schwäche aus.

BTW: Wenn es Strategie war, hat die SPD es richtig gemacht; die kann jetzt ggf. mehr durchsetzen, als wenn sie gleich zu einer "GroKo" bereit gewesen wäre.

In Schleswig-Holstein und in Rheinland Pfalz hat es funktioniert, die FDP regiert mit. An mangelnden Engelszungen oder donnerndem Grollen wird es wohl nicht gelegen haben. Die FDP sah einfach ihren Markenkern nicht hinreichend umsetzbar, der Wähler hätte Merkel und Grünzeug wiedererkannt, nicht aber liberale Trendwenden. Das fand die Verhandlungsdelegation dann so nicht akzeptabel.
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon Maikel » Mi 29. Nov 2017, 08:10

UncleSams_Berater hat geschrieben:(29 Nov 2017, 01:27)Die FDP hat das richtige getan,

Nein, hat sie nicht; schlecht verhandeln nenne ich nicht "das Richtige getan".

Jamaika wäre eine Katastrophe geworden

Eien Katastrophe bekommen wir jetzt (auch); die Frage ist doch, welches wäre die schlimmere Katastrophe; für Deutschland, aus liberaler Sicht.

und die FDP hätte das Neu erlangte Vertrauen der Wähler verloren.

Mein Vertrauen hat sie verloren, indem sie schlecht verhandelt hat. Eine Partei, die mein Vertrauen verdient, muß sich auch angemessen durchsetzen können.
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon Maikel » Mi 29. Nov 2017, 08:13

DarkLightbringer hat geschrieben:(29 Nov 2017, 01:57)
Die FDP sah einfach ihren Markenkern nicht hinreichend umsetzbar, der Wähler hätte Merkel und Grünzeug wiedererkannt, nicht aber liberale Trendwenden. Das fand die Verhandlungsdelegation dann so nicht akzeptabel.

Und wieder stellst du die FDP in der passiven, der Opferrolle dar.

Aus meiner Sicht hat sie nicht genug bzw. nicht das Richtige getan, um ihren Markenkern durchzusetzen. Das wäre aber ihre Aufgabe gewesen; dafür ist sie gewählt worden.
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 29. Nov 2017, 10:48

Maikel hat geschrieben:(29 Nov 2017, 08:13)

Und wieder stellst du die FDP in der passiven, der Opferrolle dar.

Nun ja, sie kann das nicht ganz allein entscheiden, wie die Regierung aussehen soll. Die restlichen Partner haben da schon mitzureden.

Aus meiner Sicht hat sie nicht genug bzw. nicht das Richtige getan, um ihren Markenkern durchzusetzen. Das wäre aber ihre Aufgabe gewesen; dafür ist sie gewählt worden.

In RP und SH ist es gelungen. Die FDP ist aber nicht gewählt worden, um Merkels und Özdemirs Politik umzusetzen, sondern für erkennbare Reformen in den Bereichen Bildung, Soli, Digitalisierung usw. Schulden-Union und ein Klimaschutz, der nicht bezahlbar und nicht sicher ist, wären nicht akzeptabel gewesen.
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon CaptainJack » Mi 29. Nov 2017, 17:40

Maikel hat geschrieben:(29 Nov 2017, 08:10)

Nein, hat sie nicht; schlecht verhandeln nenne ich nicht "das Richtige getan".


Eien Katastrophe bekommen wir jetzt (auch); die Frage ist doch, welches wäre die schlimmere Katastrophe; für Deutschland, aus liberaler Sicht.


Mein Vertrauen hat sie verloren, indem sie schlecht verhandelt hat. Eine Partei, die mein Vertrauen verdient, muß sich auch angemessen durchsetzen können.
Die FDP hat glänzend verhandelt und alles, was in ihrer Macht steht, getan. Mehr war gegen das grüne Bollwerk A.M., C.Ö. und K.G.-E. nicht mehr zu machen. Blieb logischerweise nur der Rückzug.
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon Maikel » Mi 29. Nov 2017, 18:28

CaptainJack hat geschrieben:(29 Nov 2017, 17:40)Die FDP hat glänzend verhandelt

Wie kommst du zu dieser Einschätzung?

und alles, was in ihrer Macht steht, getan.

Also war ihre "Macht" zu gering; mit anderen Worten, sie waren zu schwach, sie waren unfähig, bzw. weniger fähig als die anderen.

Erinnert mich irgendwie an die berüchtigte Formulierung in Arbeitszeugnissen: "Er hat sich unter Einsatz all seiner Fähigkeiten bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden".
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon CaptainJack » Mi 29. Nov 2017, 19:36

Maikel hat geschrieben:(29 Nov 2017, 18:28)

Wie kommst du zu dieser Einschätzung?


Also war ihre "Macht" zu gering; mit anderen Worten, sie waren zu schwach, sie waren unfähig, bzw. weniger fähig als die anderen.

Erinnert mich irgendwie an die berüchtigte Formulierung in Arbeitszeugnissen: "Er hat sich unter Einsatz all seiner Fähigkeiten bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden".
Unglaublich, nich?? Da sie bei der Wahl fast 89% erreicht hatte, hätte sie viel mächtiger sein müssen!?? :D :p
Deshalb hat sie eine unglaubliche Charakterstärke gezeigt .. nicht, wie z.B. die Grünen, sich an Dienstwagen, Ministerposten und glänzender Altersversorgung festgebissen und jetzt heulen.
Merke: Nicht regieren ist besser, als falsch regieren! :thumbup:
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon Alexyessin » Mi 29. Nov 2017, 19:51

CaptainJack hat geschrieben:(29 Nov 2017, 19:36)

Unglaublich, nich?? Da sie bei der Wahl fast 89% erreicht hatte, hätte sie viel mächtiger sein müssen!?? :D :p
Deshalb hat sie eine unglaubliche Charakterstärke gezeigt .. nicht, wie z.B. die Grünen, sich an Dienstwagen, Ministerposten und glänzender Altersversorgung festgebissen und jetzt heulen.
Merke: Nicht regieren ist besser, als falsch regieren! :thumbup:


Naja, das ist schon auch das Wesen der Parlamentarischen Demokratie, das sich Posten bei der Regierungsbeteiligung auftun. Da sind jetzt die Grünen sicherlich nicht anders als die anderen fünf Parteien, die sich dauerhaft an Regierungen beteiligt haben.
Und der Freidemokratischen Partei blieb nach ihrem Verhandlungsdesaster 2009 - sie besetzten dann einen Ministerposten eines Ministeriums, das sie ABSCHAFFEN wollten. Und wurden im Prinzip ausgehebelt Denn die waren Schaltstellen blieben bei der CDU. Einzig und alleine das klassische Ressort der Justiz durfte mit SLS die liberale Fahne wehen.
Und daran, das hast man bei den Schwampelgesprächen gemerkt, daran knapperten sie gewaltig.
Und somit blieb auch nur der klare Schnitt.
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon UncleSams_Berater » Mi 29. Nov 2017, 22:37

Maikel hat geschrieben:(29 Nov 2017, 08:10)

Nein, hat sie nicht; schlecht verhandeln nenne ich nicht "das Richtige getan".


Eien Katastrophe bekommen wir jetzt (auch); die Frage ist doch, welches wäre die schlimmere Katastrophe; für Deutschland, aus liberaler Sicht.


Mein Vertrauen hat sie verloren, indem sie schlecht verhandelt hat. Eine Partei, die mein Vertrauen verdient, muß sich auch angemessen durchsetzen können.


Dein Vertrauen interessiert sie nicht in erster Linie, man hat gemerkt dass die Mehrheit der FDP Mitglieder und bestimmt auch die Wähler diese Koalition nicht wollten.
Dafür wurde die FDP nicht gewählt und natürlich ist eine GroKo auch schlecht, aber lieber so und die FDP bleibt sich treu.
Jamaika hätte letztendlich nur der CDU und den Grünen geholfen
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon Maikel » Do 30. Nov 2017, 08:22

UncleSams_Berater hat geschrieben:(29 Nov 2017, 22:37)
man hat gemerkt dass die Mehrheit der FDP Mitglieder und bestimmt auch die Wähler diese Koalition nicht wollten.
Dafür wurde die FDP nicht gewählt

Ja, die Mehrheit der FDP-Mitglieder und -Wähler wollte sicherlich, daß die FDP besser verhandelt und sich besser durchsetzt.
Die FDP wurde nicht dafür gewählt, daß sie sich weinerlich hinstellt und sagt "die anderen haben nicht nachgegeben".

aber lieber so und die FDP bleibt sich treu.

Meinst du mit "sich treu bleiben", daß die FDP auch schon 2009 schlecht verhandelt hatte?
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon Europa2050 » Do 30. Nov 2017, 08:53

Maikel hat geschrieben:(30 Nov 2017, 08:22)

Ja, die Mehrheit der FDP-Mitglieder und -Wähler wollte sicherlich, daß die FDP besser verhandelt und sich besser durchsetzt.
Die FDP wurde nicht dafür gewählt, daß sie sich weinerlich hinstellt und sagt "die anderen haben nicht nachgegeben".


Meinst du mit "sich treu bleiben", daß die FDP auch schon 2009 schlecht verhandelt hatte?


Ich denke, das Probem war weniger das Verhandeln und das ja bekanntermaßen geduldige Papier. Das hätten die zweifelsohne erfahrenen Politiker schon so hinbekommen, dass in allen Parteien die Basis zähneknirschend zugestimmt hätte.

Offensichtlich ist aber - auch aufgrund der Erfahrungen 2009 ff. - bei der FDP die Befürchtung dominant geworden, dass die Kanzlerin, ihre CDU und die Grünen im Nachhinein unter der Hand Absprachen treffen, um den Wortlaut „dynamisch“ zu gestalten, wie Angela Merkel das gerne mal tut und damit die FDP in die Ecke drängen. Und alle Eventualitäten kann auch ein Koalitionsvertrag nicht beschreiben.
Und dann wäre der FDP stets nur die Drohung mit Koalitionsbruch geblieben oder die Selbstaufgabe. Da haben Lindner und Co. (Ob zurecht, werden wir nie erfahren) wohl kalte Füße bekommen.

Die SPD wird sich etwas leichter tun. Erstens ist sie im Verhältnis zur CDU mächtiger als es die FDP ggü. CDU/Grünen gewesen wäre, zweitens fährt Merkel eh eher einen sozialdemokratischen Kurs als einen Liberalen, drittes kann die SPD aus der Situstion raus viele Bedingungen diktieren und viertens ist die SPD doch noch weit von der 5% Hürde entfernt.

Wird halt ein „weiter so“ für vier Jahre - ein Dank dafür noch mal allen AfD-Wählern, die Schwarzgelb oder RRG verhindert haben.
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stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon Alexyessin » Do 30. Nov 2017, 09:29

Europa2050 hat geschrieben:(30 Nov 2017, 08:53)

Ich denke, das Probem war weniger das Verhandeln und das ja bekanntermaßen geduldige Papier. Das hätten die zweifelsohne erfahrenen Politiker schon so hinbekommen, dass in allen Parteien die Basis zähneknirschend zugestimmt hätte.

Offensichtlich ist aber - auch aufgrund der Erfahrungen 2009 ff. - bei der FDP die Befürchtung dominant geworden, dass die Kanzlerin, ihre CDU und die Grünen im Nachhinein unter der Hand Absprachen treffen, um den Wortlaut „dynamisch“ zu gestalten, wie Angela Merkel das gerne mal tut und damit die FDP in die Ecke drängen. Und alle Eventualitäten kann auch ein Koalitionsvertrag nicht beschreiben.
Und dann wäre der FDP stets nur die Drohung mit Koalitionsbruch geblieben oder die Selbstaufgabe. Da haben Lindner und Co. (Ob zurecht, werden wir nie erfahren) wohl kalte Füße bekommen.

Die SPD wird sich etwas leichter tun. Erstens ist sie im Verhältnis zur CDU mächtiger als es die FDP ggü. CDU/Grünen gewesen wäre, zweitens fährt Merkel eh eher einen sozialdemokratischen Kurs als einen Liberalen, drittes kann die SPD aus der Situstion raus viele Bedingungen diktieren und viertens ist die SPD doch noch weit von der 5% Hürde entfernt.

Wird halt ein „weiter so“ für vier Jahre - ein Dank dafür noch mal allen AfD-Wählern, die Schwarzgelb oder RRG verhindert haben.


Das Problem mit 2009 habe ich oben ja auch schon angeführt. Damals lies sich Westerwelle im Siegesrausch der 14 % sich blind über den Tisch ziehen.
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Re: [UMFRAGE] Wer hat, aber würde bei Neuwahlen nichtmehr die FDP wählen?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 30. Nov 2017, 09:44

Alexyessin hat geschrieben:(30 Nov 2017, 09:29)

Damals lies sich Westerwelle im Siegesrausch der 14 % sich blind über den Tisch ziehen.

Und dafür, dass Lindner das jetzt nicht mit sich machen lässt, wird er als Vaterlandsverräter gebrandmarkt. Natürlich nur von denen, denen das Vaterland sonst scheißegal ist :D
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