SPD nun doch zu Koalition bereit

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relativ
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon relativ » Fr 24. Nov 2017, 14:19

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(24 Nov 2017, 14:07)

Man darf das nicht überbewerten. Bloß weil die AfD dann zuerst redet, hat sie längst nichts zu sagen.

Was sie zu sagen hat, konnte man schon bei der ersten Sitzung erkennen. Null Konstruktives, Ammenmärchen und politisches Rabaukentum, thats all. Ich befürchte in den noch wichtigeren Arbeitsgruppen wird das dann auch nix.
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon relativ » Fr 24. Nov 2017, 14:26

pikant hat geschrieben:(24 Nov 2017, 14:10)

Sinneswandel von Schulz geht auf den dramatischen Appell von Steinmeier zurueck - SPD hat jetzt Verantwortung fuer Deutschland und Europa :D - Welt fehlt leider noch

http://www.tagesschau.de/inland/schulz-spd-125.html

Nun das ihm dieser Sinneswandel, heisst ja nix anderes , als das er sich von den Argumenten von Steinmeier hat überzeugen lassen, öffentlich nicht positiv ausgelegt wird, sollte klar sein.
Mir persönlich sind Politiker lieber, die sich bei einem Fehler/Extremsituation auch mal davon überzeugen lassen, oder über ihren Schatten springen und dann anders entscheiden, als welche die ausschließlich auf Stur schalten.
Das er seine Basis entscheiden lassen möchte ist auch völlig in Ordnung so.
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon pikant » Fr 24. Nov 2017, 14:31

relativ hat geschrieben:(24 Nov 2017, 14:26)

Nun das ihm dieser Sinneswandel, heisst ja nix anderes , als das er sich von den Argumenten von Steinmeier hat überzeugen lassen, öffentlich nicht positiv ausgelegt wird, sollte klar sein.
Mir persönlich sind Politiker lieber, die sich bei einem Fehler/Extremsituation auch mal davon überzeugen lassen, oder über ihren Schatten springen und dann anders entscheiden, als welche die ausschließlich auf Stur schalten.
Das er seine Basis entscheiden lassen möchte ist auch völlig in Ordnung so.


Schulz hat jetzt die Verantwortung der SPD fuer Deutschland und Europa erkannt - sollte ihm auf dem Parteiag in 2 Wochen grossen Beifall einbringen.
Europa wird mit der SPD sehr zufrieden sein.
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relativ
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon relativ » Fr 24. Nov 2017, 14:36

pikant hat geschrieben:(24 Nov 2017, 14:31)

Schulz hat jetzt die Verantwortung der SPD fuer Deutschland und Europa erkannt - sollte ihm auf dem Parteiag in 2 Wochen grossen Beifall einbringen.
Europa wird mit der SPD sehr zufrieden sein.

Also selbst wenn es eine Mehrheit für die Groko, in der jetzigen Situation, in der Basis geben sollte, bezweifle ich , daß bei dieser Entscheidung dann Beifall, oder Partystimmung aufkommt.
Bei Merkel und der Union schon eher.
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon pikant » Fr 24. Nov 2017, 14:47

relativ hat geschrieben:(24 Nov 2017, 14:36)

Also selbst wenn es eine Mehrheit für die Groko, in der jetzigen Situation, in der Basis geben sollte, bezweifle ich , daß bei dieser Entscheidung dann Beifall, oder Partystimmung aufkommt.
Bei Merkel und der Union schon eher.


Man wird der Basis schon das Verhandlungsergebnis gut verkaufen - die Promotionabteilung der SPD ist gefragt und sollte jetzt aufgestockt werden.
Wenn die Mitglieder sich verweigern und es dann zu Neuwahlen kommt, ist halt die Basis am schlechten Ergebnis schuld, wenn es dazu kommen sollte.

Schulz ist da fein raus.
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon Sofawolf » Fr 24. Nov 2017, 15:53

Die Idee, auf alle Fälle die SPD-Basis über eine Koalition abstimmen zu lassen, finde ich gut. Es ist wie eine Ehrenrettung für das Umschwenken. So wird der "Wortbruch" auf eine breite Basis gestellt.

Hätte ich auch gemacht.
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon Sofawolf » Fr 24. Nov 2017, 15:57

Sybilla hat geschrieben:(24 Nov 2017, 13:54)

Deutschland droht ein politisches Worst Case Szenario wenn sich die „Patex“ Fraktionen in CDU und SPD durchsetzen und eine Neuauflage der Groko mit der „Patex Mutti“ Merkel organisieren wird die AFD mit Frau Weidel und Herrn Gauland zum Oppositionsführer. ...


Vorher war 4 Jahre "Die Linke" Oppositionsführerin. Hat sich bei irgendetwas bemerkbar gemacht ? Hatte das irgendeinen Einfluss auf das Regierungshandeln? Hat das irgendetwas im Sinne der Linke-Wähler gebracht / bewirkt ?
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon pikant » Fr 24. Nov 2017, 16:01

Sybilla hat geschrieben:(24 Nov 2017, 13:54)


Ich bin der Meinung Neuwahlen sind alternativlos.


Nichts ist in der Politik alternativlos.

nicht umsonst gibt es riesige Huerden in der Verfassung damit man nicht nach jedem Problem nach Neuwahlen ruft
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon Sofawolf » Fr 24. Nov 2017, 16:21

Hat der "Wortbruch" nicht Tradition in der Politik? Man denke an Andrea Ypsilanti von der SPD Hessen, die nicht mit der PDS zusammenarbeiten wollte und an Helmut Kohl von der CDU, der versprach, es werde wegen der Wiedervereinigung keine Steuererhöhungen geben?!?
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 24. Nov 2017, 17:14

Sofawolf hat geschrieben:(24 Nov 2017, 16:21)

Hat der "Wortbruch" nicht Tradition in der Politik? Man denke an Andrea Ypsilanti von der SPD Hessen, die nicht mit der PDS zusammenarbeiten wollte und an Helmut Kohl von der CDU, der versprach, es werde wegen der Wiedervereinigung keine Steuererhöhungen geben?!?

Soweit ich weiß, hat die PDS nie in Hessen regiert.
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon unity in diversity » Fr 24. Nov 2017, 18:25

pikant hat geschrieben:(24 Nov 2017, 14:47)

Man wird der Basis schon das Verhandlungsergebnis gut verkaufen - die Promotionabteilung der SPD ist gefragt und sollte jetzt aufgestockt werden.
Wenn die Mitglieder sich verweigern und es dann zu Neuwahlen kommt, ist halt die Basis am schlechten Ergebnis schuld, wenn es dazu kommen sollte.

Schulz ist da fein raus.

Clever, ich denke aber, daß man diese Idee unter Humor abbuchen sollte.
Sonst muß sich die Spitze eine neue Basis suchen.
Einen angedeuteten Epochenwechsel muß man besser parieren, damit er nicht voll durchschlägt und wahllos alles zerstört, auch was mal gut und angesehen war.
Europa blickt erwartungsvoll auf Deutschland und seine Wirtschaft.
Werbung macht man eigentlich nur, wenn man etwas unter die Leute bringen muß, das genau genommen, keiner haben will.
Mir ist aufgefallen, daß eine neue SPD-Politikerin häufiger um ihre Meinung gebeten wird:
https://www.welt.de/regionales/mecklenb ... Votum.html
Ich schlage vor, Manuela Schwesig ernst zu nehmen.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon yogi61 » Fr 24. Nov 2017, 18:40

pikant hat geschrieben:(24 Nov 2017, 12:37)

Karl Lauterbauch kann sich nun schon eine Koalition mit der CDU vorstellen - so schnell geht es in der SPD, denn am Montag hat man noch kategorische per Vorstandsbeschluss eine Koaliion ausgeschlossen.
Lauterbauch wird eher dem linken Fluegel zugerechnet und die Seeheimer sind auch schon auf dem Koaltiionsdampfer zu finden, siehe Auesserung von Kahrs.


Karl Lauterbach möchte aber etwas dafür haben und das dürfte der Union überhaupt nicht gefallen.
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon Europa2050 » Fr 24. Nov 2017, 19:06

yogi61 hat geschrieben:(24 Nov 2017, 18:40)

Karl Lauterbach möchte aber etwas dafür haben und das dürfte der Union überhaupt nicht gefallen.


Die CDU wird alles geben, damit Merkel weiterregieren darf, sie hat keinen Plan B.
Höchstens die CSU könnte da stören, aber die ist ja zunehmend mit sich beschäftigt.

Die SPD könnte da wirklich viel rausholen, inkl. Rundumversorgung für altgediente Parteikader (soweit nicht schon durch Putin zur Verfügung gestellt).

Und der Familiennachzug, an dem ja Jamaica gescheitert sein soll, kommt auch mit Groko nicht (Natürlich nur wegen der CSU ;) )

Dafür der erhöhte Mindestlohn - notfalls eben durch die Nichtabschaffung des Soli gestützt, damit die Großkonzerne nicht bluten müssen. Und wenns nicht reicht, wird halt noch ein bisschen an der Bildung gespart. Mehrwertsteuer ist auch so ein Klassiker - das hatten wir schon mal... :s
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
Leute zu hassen, denen Du nie begegnet bist.
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon yogi61 » Fr 24. Nov 2017, 19:13

Europa2050 hat geschrieben:(24 Nov 2017, 19:06)

Die CDU wird alles geben, damit Merkel weiterregieren darf, sie hat keinen Plan B.
Höchstens die CSU könnte da stören, aber die ist ja zunehmend mit sich beschäftigt.

Die SPD könnte da wirklich viel rausholen, inkl. Rundumversorgung für altgediente Parteikader (soweit nicht schon durch Putin zur Verfügung gestellt).

Und der Familiennachzug, an dem ja Jamaica gescheitert sein soll, kommt auch mit Groko nicht (Natürlich nur wegen der CSU ;) )

Dafür der erhöhte Mindestlohn - notfalls eben durch die Nichtabschaffung des Soli gestützt, damit die Großkonzerne nicht bluten müssen. Und wenns nicht reicht, wird halt noch ein bisschen an der Bildung gespart. Mehrwertsteuer ist auch so ein Klassiker - das hatten wir schon mal... :s

Ich bezog mich auf Dr. Karl Lauterbach und da ist bekannt, was er haben will um die Basis zu einer Zustimmung zu bewegen.
Bürgerversicherung, eine Steuererhöhung für große Erbschaften, eine verschärfte Mietpreisbremse und eine starke Erhöhung des Mindestlohns.
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon Laertes » Fr 24. Nov 2017, 19:32

Einem Einwanderungsgesetz sowie massiven Investitionen in Bildung und Digitalisierung traure ich schon nach. Verbindliches, staatlich normiertes Tierwohl-Label auf Lebensmitteln hätte ich auch begrüßt. Die Aussicht auf eine zum dritten mal wiederaufgewärmte GroKo erfüllt mich mit... Resignation. Aber eine Bürgerversicherung wäre sinnvoll, genauso wie höhere Erbschaftssteuern und meinetwegen eine signifikante Vermögenssteuer. Mir graut vor vier weiteren Jahren Stagnation und Kurs aufs digitale Schwellenland.
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 24. Nov 2017, 19:51

Laertes hat geschrieben:(24 Nov 2017, 19:32)

Einem Einwanderungsgesetz sowie massiven Investitionen in Bildung und Digitalisierung traure ich schon nach. Verbindliches, staatlich normiertes Tierwohl-Label auf Lebensmitteln hätte ich auch begrüßt. Die Aussicht auf eine zum dritten mal wiederaufgewärmte GroKo erfüllt mich mit... Resignation. Aber eine Bürgerversicherung wäre sinnvoll, genauso wie höhere Erbschaftssteuern und meinetwegen eine signifikante Vermögenssteuer. Mir graut vor vier weiteren Jahren Stagnation und Kurs aufs digitale Schwellenland.

Ist alles halb so wild, besonders falls wirklich die Grünen mit dürfen. Die FDP hat außer dreimal digital sagen seit Juni nichts zum Thema eGovernment und Netzausbau in der Fläche beigetragen. Vermögenssteuer ist wahrscheinlich wenig ergiebig, ein Einwanderungsgesetz wird schon kommen. Vielleicht anders als Misere will, der ist immer noch auf dem trip afd-appeasement statt gutes für land und leute.
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon Excellero » Fr 24. Nov 2017, 20:40

Ohje alleine der Gedanke diese Maas Barley oder Stegner Fratzen nochmal 4 Jahre ertragen zu müssen.... da kommt mir direkt mein Feierabendbier wieder hoch.
Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen, muß man eigenen haben.
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon Laertes » Fr 24. Nov 2017, 20:54

Excellero hat geschrieben:(24 Nov 2017, 20:40)

Ohje alleine der Gedanke diese Maas Barley oder Stegner Fratzen nochmal 4 Jahre ertragen zu müssen.... da kommt mir direkt mein Feierabendbier wieder hoch.


Sieh's positiv: Als Opposition darf die SPD den Stegner in jede Talkshow schicken. Als Großkoalitionär nur in jede zweite (im Wechsel mit dem Altmaier).
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 24. Nov 2017, 20:58

Excellero hat geschrieben:(24 Nov 2017, 20:40)

Ohje alleine der Gedanke diese Maas Barley oder Stegner Fratzen nochmal 4 Jahre ertragen zu müssen.... da kommt mir direkt mein Feierabendbier wieder hoch.

Allemal besser als Erwin Lindemann und seine Grundfarbengang.
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Re: SPD nun doch zu Koalition bereit

Beitragvon jorikke » Fr 24. Nov 2017, 21:46

Ich zweifle an meiner demokratischen Einstellung.
Alles was seit einiger Zeit hoch gepriesen wird, ich spreche von der Basis Befragung, halte ich für schwächliches Gegurke.
Frühere Vorsitzende der SPD hatten noch so etwas wie Autorität.
Sie waren gewählt und trafen Entscheidungen für die SPD und die Partei folgte ihnen.
Das Dilemma begann mit Helmut Schmidt. Der war etwas zu forsch, das Parteivolk murrte, ließ ihn im Stich und später fallen.
Nicht schön aber die Lehren, die spätere Vortänzer daraus zogen, legten den Kern zum Niedergang der SPD.
Schröder muckte noch mal auf, regierte tatsächlich und seine eigene Truppe trägt ihm das noch heute nach.
Alle folgenden Vorsitzenden hatten keinen Führungsanspruch, ihr Motto war Friede, Freundschaft, Eierkuchen.
Wer sich so darstellt, offenbart Schwäche, lässt Subalterne aufmucken und wird irgendwann abgesägt.
Der Wähler orientiert sich nicht an Jusos, Mitgliederbefragungen und ähnlicher Pseudodemokratie.
Er sieht eine Partei in einer Person verkörpert, der will er vertrauen. Dessen ( oder deren ) Wort muss gelten, alles andere wird als Schwäche ausgelegt.
Mitgliederbefragungen finden bei der Findung des Chefs statt.
Alles andere ist Larifari und wird nicht goutiert. Einen Vorsitzenden, der sich alle Nase lang bestätigen lassen muss, dass ihn seine Kinder noch lieb haben, nimmt man als schwächlich wahr.
...ehrlich, das stinkt mir alles, gerade weil ich überzeugter Demokrat bin.

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