Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon Dampflok94 » Di 5. Dez 2017, 14:33

JJazzGold hat geschrieben:(05 Dec 2017, 14:29)

Das wäre dann Jamaika ohne FDP. Kann ich mir nicht vorstellen.

Jamaika ist nun mal rein an der FDP gescheitert. Nicht an der CDU, nicht an der CSU und nicht an den Grünen. Wenn sich also die FDP nicht bewegen will, dann wird es eben nix mit Jamaika.
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon pikant » Di 5. Dez 2017, 14:34

JJazzGold hat geschrieben:(05 Dec 2017, 14:29)

Das wäre dann Jamaika ohne FDP. Kann ich mir nicht vorstellen.


Kubicki ist jedenfalls jetzt in den Ring eingestiegen und der hat Nehmerqualitaeten und laesst sich von Lindner nicht viel sagen

http://www.tagesschau.de/inland/fdp-zu- ... g-101.html

was die Motivation von Kubicki ist, kann ich nicht beurteilen, aber es klingt richtig gut und vernuenftig
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 5. Dez 2017, 14:34

pikant hat geschrieben:(05 Dec 2017, 13:56)

hoffentlich greift die SPD diesen Ball auf und laesst die Gespraeche scheitern, da nun wieder Jamaika eine Option ist.
glaube, dass ein zweiter Versuch gelingen wuerde - die SPD sollte zu ihrem Wort - Nein zu einer grossen Koaltion stehen und nicht umfallen
das Land braucht Dynamik

Das Land braucht vor allem eine programmatische Dynamik und etwas weniger Parteitaktik.
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon pikant » Di 5. Dez 2017, 14:37

'Neue Bewertung im Licht der Entwicklung'
Kubicki heute zu Jamaika 2.0

das klingt wieder nach alter FDP mit neuen Inhalten - da hat Kubicki wohl einen Saufabend mit Habeck am Wochenende gemacht ;)
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 5. Dez 2017, 14:42

"Wolfgang" sei wohl falsch interpretiert worden, sagt Lindner aktuell. ;)

Die FDP steht für eine konstruktive Begleitung einer Minderheitsregierung bereit, mehr aber auch nicht. Kubicki sagte, ein Scheitern der GroKo-Gespräche ergäbe eine neue Lage. Das ist natürlich auch richtig. Eine neue Lage wäre es ja schon.
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon JJazzGold » Di 5. Dez 2017, 14:43

"Europa2050"

Dann gibts als Tagungsgetränk Roundup :D
Und wer es am längsten durchhält wird Kanzler. Ich tippe auf Kubicki, den haut nix um.


Auf den würde ich auch setzen. :D Der schien mir in der gesamten Jamaika Sondierung der Robusteste zu sein. Den könnte ich mir als Kanzler ausgezeichnet vorstellen, sowohl was die Innen-, als auch die Außenpolitik betrifft - Kubicky meets Trump/Putin/Erdogan, etc. ;)


Die Grünen werden sich erstmal die CDU/SPD-Sondierung ansehen und schauen, was da rumkommt, was ihnen nicht gefällt. Immerhin ist die SPD eine Arbeiter-und keine Umweltpartei.
Wenn das zu viel ist, werden sie vielleicht feststellen, das Jamaica mit Abstrichen doch nicht so schlecht ist.


Auf allzu viel haben die Grünen nicht verzichtet, da ist noch reichlich Luft für Abstriche. Nur - wer erklärt das der Basis, die sich immer noch im Freudentaumel über das fast, aber dann doch nicht Erreichte befindet?


Das Ganze ist inzwischen nicht mehr Schach, das ist Poker.


Mein Vorschlag ist, zwei Jahre schwarze Minderheitsregierung und dann Neuwahlen.
Dann kann sich Frau Merkel ohne Gesichtsverlust zurückziehen und die seriösen Parteien im Bundestag konnten sich mittels Zustimmung und Absage zur erneuten Wahl profilieren.
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon JJazzGold » Di 5. Dez 2017, 14:45

pikant hat geschrieben:(05 Dec 2017, 14:34)

Kubicki ist jedenfalls jetzt in den Ring eingestiegen und der hat Nehmerqualitaeten und laesst sich von Lindner nicht viel sagen

http://www.tagesschau.de/inland/fdp-zu- ... g-101.html

was die Motivation von Kubicki ist, kann ich nicht beurteilen, aber es klingt richtig gut und vernuenftig


Wie kann man in einen Ring einsteigen, der momentan gar nicht existent ist?
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon Europa2050 » Di 5. Dez 2017, 14:46

JJazzGold hat geschrieben:(05 Dec 2017, 14:43)

Auf den würde ich auch setzen. :D Der schien mir in der gesamten Jamaika Sondierung der Robusteste zu sein. Den könnte ich mir als Kanzler ausgezeichnet vorstellen, sowohl was die Innen-, als auch die Außenpolitik betrifft - Kubicky meets Trump/Putin/Erdogan, etc. ;)




Auf allzu viel haben die Grünen nicht verzichtet, da ist noch reichlich Luft für Abstriche. Nur - wer erklärt das der Basis, die sich immer noch im Freudentaumel über das fast, aber dann doch nicht Erreichte befindet?




Mein Vorschlag ist, zwei Jahre schwarze Minderheitsregierung und dann Neuwahlen.
Dann kann sich Frau Merkel ohne Gesichtsverlust zurückziehen und die seriösen Parteien im Bundestag konnten sich mittels Zustimmung und Absage zur erneuten Wahl profilieren.


Darauf bleibt mir nur ein dreifaches Ja. :thumbup:
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

Mist, hab ich einige Leute doch tatsächlich überfordert. :s
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon JJazzGold » Di 5. Dez 2017, 14:48

Dampflok94 hat geschrieben:(05 Dec 2017, 14:33)

Jamaika ist nun mal rein an der FDP gescheitert. Nicht an der CDU, nicht an der CSU und nicht an den Grünen. Wenn sich also die FDP nicht bewegen will, dann wird es eben nix mit Jamaika.


Jamaika ist am give and take gescheitert, daran waren alle Parteien beteiligt, und eine Neuauflage momentan nicht in Sicht.
Die SPD noch nicht einmal Gespräche mit der Union aufgenommen.
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon JJazzGold » Di 5. Dez 2017, 14:50

Europa2050 hat geschrieben:(05 Dec 2017, 14:46)

Darauf bleibt mir nur ein dreifaches Ja. :thumbup:


Mia zwoa san hoit Pragmatiker. ;)
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon Positiv Denkender » Di 5. Dez 2017, 15:40

odiug hat geschrieben:(04 Dec 2017, 19:23)

Uh ... habe ich wieder die Reflexzone eines Leistungsträger aus versehen gereizt :p
In den Sozialausgaben findest du viele Leistungen, die mit Harz IV gar nichts zu tun haben ... sehr viele Leistungen auch, die an selbsternannte Leistungsträger gehen, die diese gar nicht benötigen oder brauchen.
Abgesehen davon ... hast du dich mal gefragt, warum gerade Deutschland in Sachen soziale Mobilität den meisten OECD Staaten hinter her hinkt :?:
Selbst im klassenbewussten Groß Britanien sind die Aufstiegschancen für die unteren und mittleren Einkommensschichten größer als in Deutschland :eek:

Du hast nichts gereizt . Welche Leistungen in den gesamten Sozialausgaben enthalten sind ist mir nicht unbekannt.
Warum kommen den nach Deutschland mehr Flüchtlinge als in den übrigen EU Ländern zusammen .Was haben Sozialausgaben mit beruflichen Aufstiegen zu tun?
Wer zahlt den die höchsten Beiträge in die Sozialen Systeme ? Hartz v Empfänger oder Geringverdiener ? Oder ist es nicht umgekehrt.
In diesem Land wird niemand am Aufstieg gehindert .Der Staat kann dabei niemanden behilflich sein. Das liegt an jedem selbst .
Nicht von ungefähr ist lt. Umfragen die überwiegende Mehrheit in diesem Land mit der eigenen Lebenssituation zufrieden .
Über 15 Millionen Menschen mit Migrations Hintergrund sehen das sicher nicht anders .Sonst wären die doch lange in die Traumländer gezogen die du als
Vorbild für Deutschland benennst . Der Sozialstaat besteht nicht nur aus staatlichen Leistungen .
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon Positiv Denkender » Di 5. Dez 2017, 15:40

odiug hat geschrieben:(04 Dec 2017, 19:23)

Uh ... habe ich wieder die Reflexzone eines Leistungsträger aus versehen gereizt :p
In den Sozialausgaben findest du viele Leistungen, die mit Harz IV gar nichts zu tun haben ... sehr viele Leistungen auch, die an selbsternannte Leistungsträger gehen, die diese gar nicht benötigen oder brauchen.
Abgesehen davon ... hast du dich mal gefragt, warum gerade Deutschland in Sachen soziale Mobilität den meisten OECD Staaten hinter her hinkt :?:
Selbst im klassenbewussten Groß Britanien sind die Aufstiegschancen für die unteren und mittleren Einkommensschichten größer als in Deutschland :eek:

Du hast nichts gereizt . Welche Leistungen in den gesamten Sozialausgaben enthalten sind ist mir nicht unbekannt.
Warum kommen den nach Deutschland mehr Flüchtlinge als in den übrigen EU Ländern zusammen .Was haben Sozialausgaben mit beruflichen Aufstiegen zu tun?
Wer zahlt den die höchsten Beiträge in die Sozialen Systeme ? Hartz v Empfänger oder Geringverdiener ? Oder ist es nicht umgekehrt.
In diesem Land wird niemand am Aufstieg gehindert .Der Staat kann dabei niemanden behilflich sein. Das liegt an jedem selbst .
Nicht von ungefähr ist lt. Umfragen die überwiegende Mehrheit in diesem Land mit der eigenen Lebenssituation zufrieden .
Über 15 Millionen Menschen mit Migrations Hintergrund sehen das sicher nicht anders .Sonst wären die doch lange in die Traumländer gezogen die du als
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon odiug » Di 5. Dez 2017, 15:57

Positiv Denkender hat geschrieben:(05 Dec 2017, 15:40)

Du hast nichts gereizt . Welche Leistungen in den gesamten Sozialausgaben enthalten sind ist mir nicht unbekannt.
Warum kommen den nach Deutschland mehr Flüchtlinge als in den übrigen EU Ländern zusammen .Was haben Sozialausgaben mit beruflichen Aufstiegen zu tun?
Wer zahlt den die höchsten Beiträge in die Sozialen Systeme ? Hartz v Empfänger oder Geringverdiener ? Oder ist es nicht umgekehrt.
In diesem Land wird niemand am Aufstieg gehindert .Der Staat kann dabei niemanden behilflich sein. Das liegt an jedem selbst .
Nicht von ungefähr ist lt. Umfragen die überwiegende Mehrheit in diesem Land mit der eigenen Lebenssituation zufrieden .
Über 15 Millionen Menschen mit Migrations Hintergrund sehen das sicher nicht anders .Sonst wären die doch lange in die Traumländer gezogen die du als
Vorbild für Deutschland benennst . Der Sozialstaat besteht nicht nur aus staatlichen Leistungen .

Neoliberales:" Selbst ist der Mann" Gebarbbel ... hohle Phrasen, aber keine Antwort :rolleyes:
Daher gebe ich dir eine zweite Chance: warum verbleiben in Deutschland mehr Menschen in den sozial abgehängten Schichten, als in vielen anderen Ländern der OCED :?:
Woran liegt das, wenn hier alles so toll ist und jeder zufrieden ist :eek:
Und jetzt mal zur politischen Bildung: soziale Mobilität ist des Pudels Kern der sozialen Frage .
Wenn die Menschen das Gefühl haben, es geht nichts voran, sie kommen nicht voran, dann hat die Gesellschaft ein erhebliches Problem, das an den Grundfesten einer jeden Gesellschaft nagt.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon ryu1850 » Di 5. Dez 2017, 16:34

Wenn es (hoffentlich), nicht zur Groko kommt, dann wird Schwarz Grün sich Mehrheiten suchen müssen.
Schwarz gelbe Politik würde ohne die AfD keine Mehrheiten finden und die AfD wird Merkel nicht tolerieren.

Eigentlich sitzt die SPD am längeren Hebel im Moment. Ohne sie geht gar nix, Schwarz/Grün mit Tolerierung der Linken oder Adf geht nicht und Jamaika light würden sich die Grünen nicht antun, wenn sie Grüne Punkte doch auch leicht mit der SPD durchkriegen würden.
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon Wähler » Di 5. Dez 2017, 16:41

Wähler hat geschrieben:(04 Dec 2017, 17:46)
Im Wahlkampf wurden diese wichtigen Themen bekanntlich ausgespart. ;)

JJazzGold hat geschrieben:(05 Dec 2017, 11:43)
Am Familiennachzug wird man sich nicht groß reiben, die Vorlage der grünen Akzeptanz der CSU Vorstellung liegt auf dem Tisch und man wird seitens der SPD wohl kaum seine mitgetragenen Beschlüsse torpedieren wollen.
Interessant wird der Preis sein, den die Union für das Fallenlassen der SPD Bürgerversicherung anbietet. Das könnte auf eine Art “Reichensteuer“ hinauslaufen.

Spannend würde es, wenn es der SPD gelänge, ihre Hauptthemen zu einer neuen Regierungslinie zu verbinden. Im Gegensatz zu Macrons Frankreich könnte das bei der SPD Chancengleichheit im Bildungswesen und auf dem Arbeitsmarkt sein, wozu im Kern die Bekämpfung von Leiharbeit, Werkverträgen und Frauenteilzeit gehören sollte. Da müsste dann die Union klar dagegenhalten, um mit eigenem Profil erkennbar zu bleiben. Die SPD müsste ihren Stempel dann allerdings auch immer herausstreichen, was sie in der letzten Legislaturperiode kaum getan hat. Etwas mehr Modernität täte der SPD auch gut, also Anleihen bei den Grünen in Bezug auf moderne Mobilität und der FDP in Bezug auf Digitalisierung in Industrie und Staatsverwaltung.
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon Positiv Denkender » Di 5. Dez 2017, 17:03

odiug hat geschrieben:(05 Dec 2017, 15:57)

Neoliberales:" Selbst ist der Mann" Gebarbbel ... hohle Phrasen, aber keine Antwort :rolleyes:
Daher gebe ich dir eine zweite Chance: warum verbleiben in Deutschland mehr Menschen in den sozial abgehängten Schichten, als in vielen anderen Ländern der OCED :?:
Woran liegt das, wenn hier alles so toll ist und jeder zufrieden ist :eek:
Und jetzt mal zur politischen Bildung: soziale Mobilität ist des Pudels Kern der sozialen Frage .
Wenn die Menschen das Gefühl haben, es geht nichts voran, sie kommen nicht voran, dann hat die Gesellschaft ein erhebliches Problem, das an den Grundfesten einer jeden Gesellschaft nagt.

Was du für Gebrabbel oder hohle Phrasen hältst ist deine Sache .Du willst mir eine Chance geben . Um Chancen zu nutzen benötige ich Leute wie dich nicht .
Abgehängte Schichten sind entweder importiert ( weil es ihnen in den Heimatländern besser ging ?? oder Menschen haben sich selbst abhängen lassen .
Unsere Gesellschaft kommt bestens voran . Welche politische Bildung meinst du ? Deine ? Damit musst du in deiner Partei punkten .
Den Bürgern n Deutschland ging es seit 1947 nie besser als heute .Es geht ihnen besser als in den meisten Ländern dieser Welt . Etwas anderes sagt auch die
OECD nicht aus . An den Grundfesten der Gesellschaft rütteln einige Linke ,sonst niemand . Dieser Staat lässt es jedem frei wie er sich entwickelt .
Deutschland gehört zu den Staaten dieser Welt mit den höchsten sozialen Standards . Hat sich weltweit herumgesprochen .
Dazu gehört die am bestens versorgteste Rentnergeneration aller Zeiten .
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon odiug » Di 5. Dez 2017, 17:05

Und schon wieder nur Sonntagsreden, um sich vor einer Antwort zu drücken :p
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon JJazzGold » Mi 6. Dez 2017, 08:04

Wähler hat geschrieben:(05 Dec 2017, 16:41)

Spannend würde es, wenn es der SPD gelänge, ihre Hauptthemen zu einer neuen Regierungslinie zu verbinden. Im Gegensatz zu Macrons Frankreich könnte das bei der SPD Chancengleichheit im Bildungswesen und auf dem Arbeitsmarkt sein, wozu im Kern die Bekämpfung von Leiharbeit, Werkverträgen und Frauenteilzeit gehören sollte. Da müsste dann die Union klar dagegenhalten, um mit eigenem Profil erkennbar zu bleiben. Die SPD müsste ihren Stempel dann allerdings auch immer herausstreichen, was sie in der letzten Legislaturperiode kaum getan hat. Etwas mehr Modernität täte der SPD auch gut, also Anleihen bei den Grünen in Bezug auf moderne Mobilität und der FDP in Bezug auf Digitalisierung in Industrie und Staatsverwaltung.


Mit 20% in Verhandlungen zu gehen, erfordert Konzentration auf ein bis zwei markante Themen, die große Linie wird es nicht werden.
Was das Thema Bildung betrifft, erwarte ich nichts, nada, niente von SPD und Union. Nach der nächsten Legislaturperiode werden sich beide damit brüsten, dass man Eltern eine monatliche Leseprämie fürs Kind zukommen lässt, für die man schweren Herzens auf eine Abschaffung des Soli verzichtete.

Bewegbares für die SPD sehe ich eher auf dem Gebiet Werksverträge und Leiharbeit. Das Thema gesetzlich verpflichtendes Rückkehrrecht in Vollzeit halte ich, mit Verlaub, für ebenso überflüssig wie die unsinnige Herdprämie. Von solchen, im Fazit, frauenfeindlichen Themen sollte die SPD die Finger lassen. Zu spät, ich weiß, das unnötig erhitzte Eisen, hat sie schon angefasst.

Fraglich ist auch, ob die SPD in Punkto Klima ausgerechnet bei den hier eher dogmatisch eingestellten Grünen eine Anleihe nehmen sollte. Wenn die SPD klug agiert, dann stellt sie Versorgungssicherheit und stabile Preise an erste Stelle. Das muss sie als ihre Leistung dann tatsächlich immer wieder hervorstreichen, sonst gibt die CSU damit an.

Was Digitalisierung betrifft, sehe ich dies Thema durch SPD und Union bearbeitet noch negativer als Bildung. Der “Big Brother is watching you“ Staat ist damit vorprogrammiert. Das ist der einzige Fortschritt, den SPD und Union bezüglich Digitalisierung nutzen werden, jegliche weitere fortschrittliche Nutzungsmöglichkeit wird unter den Tisch fallen.

Wenn ich so darüber nachdenke, präferiere ich mehr und mehr zwei Jahre Union Minderheitsregierung. ;)

Nachtrag auf Grund der Nachrichten, das würde auch einen SPD Außenminister verhindern.


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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon Wähler » Mi 6. Dez 2017, 09:42

Wähler hat geschrieben:(05 Dec 2017, 16:41)
Spannend würde es, wenn es der SPD gelänge, ihre Hauptthemen zu einer neuen Regierungslinie zu verbinden. Im Gegensatz zu Macrons Frankreich könnte das bei der SPD Chancengleichheit im Bildungswesen und auf dem Arbeitsmarkt sein, wozu im Kern die Bekämpfung von Leiharbeit, Werkverträgen und Frauenteilzeit gehören sollte. Da müsste dann die Union klar dagegenhalten, um mit eigenem Profil erkennbar zu bleiben. Die SPD müsste ihren Stempel dann allerdings auch immer herausstreichen, was sie in der letzten Legislaturperiode kaum getan hat. Etwas mehr Modernität täte der SPD auch gut, also Anleihen bei den Grünen in Bezug auf moderne Mobilität und der FDP in Bezug auf Digitalisierung in Industrie und Staatsverwaltung.

JJazzGold hat geschrieben:(06 Dec 2017, 08:04)
Fraglich ist auch, ob die SPD in Punkto Klima ausgerechnet bei den hier eher dogmatisch eingestellten Grünen eine Anleihe nehmen sollte. Wenn die SPD klug agiert, dann stellt sie Versorgungssicherheit und stabile Preise an erste Stelle. Das muss sie als ihre Leistung dann tatsächlich immer wieder hervorstreichen, sonst gibt die CSU damit an.
Was Digitalisierung betrifft, sehe ich dies Thema durch SPD und Union bearbeitet noch negativer als Bildung. Der “Big Brother is watching you“ Staat ist damit vorprogrammiert. Das ist der einzige Fortschritt, den SPD und Union bezüglich Digitalisierung nutzen werden, jegliche weitere fortschrittliche Nutzungsmöglichkeit wird

Bei moderner Mobilität geht es nicht nur um Klima, sondern auch um smarte Organisation von Ballungsräumen. Die Befürchtungen hinsichtlich Digitalisierung und Bildung teile ich nicht. Letztlich ist nicht wichtig, wie lange eine Regierung hält, sondern was sie an zukunftsorientierten Themen anpackt und wieviel davon umsetzt. Die poliitschen Ränder mögen stärker werden, aber in der Mitte gibt es noch genug vernünftige Wähler und Politiker. Es wird halt nicht mehr so gemächlich im politischen Betrieb ablaufen, wie bisher, sondern kontroverser und damit volatiler. Darin liegt auch eine Chance.
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon JJazzGold » Mi 6. Dez 2017, 10:22

Wähler hat geschrieben:(06 Dec 2017, 09:42)

Bei moderner Mobilität geht es nicht nur um Klima, sondern auch um smarte Organisation von Ballungsräumen. Die Befürchtungen hinsichtlich Digitalisierung und Bildung teile ich nicht. Letztlich ist nicht wichtig, wie lange eine Regierung hält, sondern was sie an zukunftsorientierten Themen anpackt und wieviel davon umsetzt. Die poliitschen Ränder mögen stärker werden, aber in der Mitte gibt es noch genug vernünftige Wähler und Politiker. Es wird halt nicht mehr so gemächlich im politischen Betrieb ablaufen, wie bisher, sondern kontroverser und damit volatiler. Darin liegt auch eine Chance.


Hängt smarte Mobilität nicht wesentlich von den diversen Anbietern in Abstimmung mit den kommunalen Gegebenheiten ab?
Ich gestehe, dass ich bei diesem Thema in der Hauptsache durch den User frems informiert bin. Wie und mit welchen Mitteln sollte eine GroKo fördernd eingreifen?
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