Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

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Cat with a whip
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon Cat with a whip » Di 21. Nov 2017, 13:42

Yossarian hat geschrieben:(21 Nov 2017, 13:08)

Trittin: "Herr Lindner hatte den Plan, Frau Merkel zu stürzen"

lol

Zitate in Anführungszeichen geben immer die wörtliche, direkte Rede wieder. Wenn das nicht belegbar ist dürften sie gerade eine Zitatfälschung begangen haben.

Hier ist die korrekte Zitierung:
Trittin: Frau Merkel ist ohne Zweifel aus der Bundestagswahl geschwächt hervorgegangen. Sie hat aber in den Sondierungen sehr klar die Linie der CDU vertreten. Wir hatten deshalb sehr oft das Problem, im Grunde genommen gegen Schwarz-Schwarz-Gelb zu verhandeln – etwa in der Europapolitik und Teilen der Steuerpolitik. Aber Frau Merkel wusste als Realistin, dass es eine Einigung nur geben würde, wenn alle vier Parteien – CDU, CSU, FDP und Grüne – zusammenkommen, und deshalb hat sie substanzielle Bewegungen in Richtung der Grünen und übrigens auch in Richtung der FDP gemacht.

Herr Lindner hatte, sicher zusammen mit anderen, darunter auch solchen in der Union, den Plan, Frau Merkel dabei zu stoppen und zu stürzen. Seine eigene Flucht aus der Verantwortung dürfte aber im Ergebnis und ganz entgegen seiner Intention die Position der Kanzlerin eher gestärkt haben.

Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland ... erzen.html

Trittin war bei den Gesprächen dabei und wird schon mitbekommen haben was da läuft.
Ein ziemlicher Narr dieser Lindner, jetzt hat er seiner Partei damit nur geschadet weil rauskam dass er mit einer vorbereiteten Presseerklärung vorpreschte, als abschliessende Angebote der Partner auf dem Tisch lagen.
Damit wird klar ersichtlich dass Lindner so der ungewollten Einigung vorgriff und das bereits vor den Sondierungen vorgefasste Ergebnis lediglich beschloss.

Aber dass derzeit die antibürgerlichen braunen Spießgesellen, die sich derzeit rechts der CDU postionieren gerne der Union schaden wollen indem sie gegen Merkel hetzen ist ja eine Binse.
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Re: Jamaika: NICHT die neue Bundesregierung

Beitragvon ThorsHamar » Di 21. Nov 2017, 13:44

pikant hat geschrieben:(21 Nov 2017, 13:41)

dass Sie die Sonderungen abgebrochen hat und man einer Einigung recht nah war - schon so ein Ultimatium wie am Sonntag um 18.00 Uhr ist fuer uns schluss ist kontraproduktiv
Wenn man 4 Wochne verhandelt, dann kann man mal eine Pause einlegen zum nachdenken.

ich haette es zudem begruesst, dass man ein Zwischenergebnis am Sonntag bekanntgibt und dann die offenen Fragen weiter bespricht nach einer Denkpause.
die Tuer einfach zuknallen, wenn eine Einigung in Sicht ist, findet meine Zustimmung nicht.


Nun ja, ich meine, dass die "Tür zugeknallt" wurde, weil eben keine Einigung in Sicht war.
"Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst."
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Zinnamon » Di 21. Nov 2017, 13:45

Cat with a whip hat geschrieben:(21 Nov 2017, 13:15)

Es gibt bei den Unionsparteien mit FDP und AfD sicher noch die meissten Überschneidungen.

Natürlich würde sich in der Realität eine seriöse Partei wie die CDU nicht mit der antibürgerlichen AfD abgeben die im Wahlkampf ihre faschistischen Fußtruppen auf unterstem Niveau gegen Merkel hetzen liess.
Auch wenn es des braunen Bodensatz größter Wunsch ist dass die Union ihren bürgerlichen Weg mit der Person merkel verlässt und die Neonazis ihren Schulterschluss mit den Rechtskonservativen durch Merkel unterbunden sehen, werden ihre feuchten Träume einer großen rechten Allianz gegen die freiheitliche Republik nicht Realität.


An der Eskalation der Sondierungen nahmen Anteil mit Freude 80% der FDP-Wähler und 90% der AfD-Wähler.

Deutlich ungünstig fanden den Ausgang knapp zwei Drittel der Bevölkerung unabhängig von ihrer polit. Ausrichtung.
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon Bleibtreu » Di 21. Nov 2017, 13:47

Splinterbell hat geschrieben:(21 Nov 2017, 13:36)

Dann solltest du den Zusammenhang erklären.
Darauf hatte ich geantwortet. Nicht Tatsachen verdrehen und Zitate falsch zusammenstellen.

Ich glaub ja wohl es geht los! Ich habe keine Zitate falsch zusammengestellt, sondern den exakten DiskussionsAblauf zitiert, wie anhand meiner Zitierung der Originale klar ersichtlich ist!
Ich habe Alpha angeschrieben, du hast auf meinen Beitrag an Alpha geantwortet. Schau selbst genau hin. :cool:
Zuletzt geändert von Bleibtreu am Di 21. Nov 2017, 13:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Jamaika: NICHT die neue Bundesregierung

Beitragvon relativ » Di 21. Nov 2017, 13:47

ThorsHamar hat geschrieben:(21 Nov 2017, 13:39)

Ja, definitiv. Deshalb ja meine Verwunderung über das FDP Bashing ...

Wieso bashing, die Schuldzuweisungen gehen doch nicht nur Richtung FDP, sondern in alle möglichen Himmelsrichtungen. Die FDP ist doch mitten drin beim Schuldzuweisungsrennen und dies hat gerade erst mal angefangen.
Selbst wenn ich FDP Fan wäre(was ich natürlich nicht bin und auch noch nie war), würde ich diese Taktik kritisieren, es spielt diesbezüglich überhaupt keine Rolle was die anderen Parteien während der Sondierungen auch falsch gemacht haben.
Die Gründe des Rückzuges sind für mich einfach nicht Stichhaltig/Überzeugend genug, um in dieser Lage einfach hinzuschmeißen.
Bevor jetzt wieder aber die SPD kommt. Ich gebe da zu bedenken, daß die SPD min. bei der zweiten Groko mit Merkel wohl sicher wusste was ihnen wieder blühen kann und sie haben es trotzdem wieder gemacht, ein drittes mal mit Merkel wird es also nicht geben können, oder die SPD löst sich nach der Legislaturperiode auf und gründet dann eine neue Partei, auch ne Lösung . ;)
Zuletzt geändert von relativ am Di 21. Nov 2017, 14:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon Yossarian » Di 21. Nov 2017, 13:48

Cat with a whip hat geschrieben:(21 Nov 2017, 13:42)

Zitate in Anführungszeichen geben immer die wörtliche, direkte Rede wieder. Wenn das nicht belegbar ist dürften sie gerade eine Zitatfälschung begangen haben.

Hier ist die korrekte Zitierung:

Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland ... erzen.html

Trittin war bei den Gesprächen dabei und wird schon mitbekommen haben was da läuft.
Ein ziemlicher Narr dieser Lindner, jetzt hat er seiner Partei damit nur geschadet weil rauskam dass er mit einer vorbereiteten Presseerklärung vorpreschte, als abschliessende Angebote der Partner auf dem Tisch lagen.
Damit wird klar ersichtlich dass Lindner so der ungewollten Einigung vorgriff und das bereits vor den Sondierungen vorgefasste Ergebnis lediglich beschloss.

Aber dass derzeit die antibürgerlichen braunen Spießgesellen, die sich derzeit rechts der CDU postionieren gerne der Union schaden wollen indem sie gegen Merkel hetzen ist ja eine Binse.


Ich würde dir raten die Überschrift des Artikels den du zitierst mal zu lesen. Nur so ;)
Wenn ich einen Vogel sehe der wie eine Ente watschelt und wie eine Ente schwimmt und wie eine Ente quakt dann nenne ich ihn eine Ente. Und wenn der Vogel dementiert eine Ente zu sein ist es eine russische Ente.
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Re: Jamaika: NICHT die neue Bundesregierung

Beitragvon relativ » Di 21. Nov 2017, 13:52

pikant hat geschrieben:(21 Nov 2017, 13:41)

dass Sie die Sonderungen abgebrochen hat und man einer Einigung recht nah war - schon so ein Ultimatium wie am Sonntag um 18.00 Uhr ist fuer uns schluss ist kontraproduktiv
Wenn man 4 Wochne verhandelt, dann kann man mal eine Pause einlegen zum nachdenken.

ich haette es zudem begruesst, dass man ein Zwischenergebnis am Sonntag bekanntgibt und dann die offenen Fragen weiter bespricht nach einer Denkpause.
die Tuer einfach zuknallen, wenn eine Einigung in Sicht ist, findet meine Zustimmung nicht.

Die Merkel hat wohl intern, die mom. FDP Führung für nicht belastbar erklärt und somit für untauglich befunden, Regierungsämter zu führen. Lindner hat ihr mit dem Austritt Recht gegeben,...so einfach is datt :D
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Re: Jamaika: NICHT die neue Bundesregierung

Beitragvon pikant » Di 21. Nov 2017, 13:55

relativ hat geschrieben:(21 Nov 2017, 13:52)

Die Merkel hat wohl intern, die mom. FDP Führung für nicht belastbar erklärt und somit für untauglich befunden, Regierungsämter zu führen. Lindner hat ihr mit dem Austritt Recht gegeben,...so einfach is datt :D


das war mal vor nicht allzulanger Zeit der Wunschkoalitionspartner der CDU - Lindner hat da viel verspielt.
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Re: Jamaika: NICHT die neue Bundesregierung

Beitragvon Alexyessin » Di 21. Nov 2017, 13:57

relativ hat geschrieben:(21 Nov 2017, 13:26)

Nunja dieses sogenannte gar nix sollte man dann erklären. Die bisherigen Erklärungen der FDP, bestärken mich eher in der Annahme, daß sie ihre Handschrift hier allzu deutlich auf Kosten der anderen Parteien abliefern wollte.


Welche?
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Re: Jamaika: NICHT die neue Bundesregierung

Beitragvon relativ » Di 21. Nov 2017, 13:58

Alexyessin hat geschrieben:(21 Nov 2017, 13:57)

Welche?

Soli, Bildung, digitaler Ausbau und Steuer....
Zuletzt geändert von relativ am Di 21. Nov 2017, 13:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Jamaika: NICHT die neue Bundesregierung

Beitragvon Dieter Winter » Di 21. Nov 2017, 13:59

pikant hat geschrieben:(21 Nov 2017, 13:55)

das war mal vor nicht allzulanger Zeit der Wunschkoalitionspartner der CDU - Lindner hat da viel verspielt.


Vielleicht ist die Alternativlos CDU nicht mehr der Wunschpartner der FDP? Wäre ja nach den zwei Legislaturen irgendwie nachvollziehbar, oder?
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon JJazzGold » Di 21. Nov 2017, 14:01

pikant hat geschrieben:(21 Nov 2017, 12:31)

ich habe immer gedacht, dass sich die FDP zwischen CDU und SPD positionieren wuerde, aber diesen Platz haben nun die Gruenen fest eingenommen und die FDP postioniert sich zwischen CDU und AfD.
Wenn die FDP jetzt schon nicht mehr mit der CDU klarkommt, wie will sie erst dann mit der SPD klarkommen, wo die inhaltlichen Schnittmengen ja noch viel geringer sind?
die Gruenen haben sich hingegen sehr, sehr breit aufgestellt und sind recht flexibel geworden und damit handlungsfaehiger.


Wie heißt es so treffend? Wer nach allen Seiten offen ist, der kann nicht ganz dicht sein.
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 21. Nov 2017, 14:01

Robert Habecks Ärger ist mittlerweile verraucht und er stimmt versöhnliche Töne an:
"Es lag von Anfang an kein Segen drauf. Auch wir Grünen haben sicher mehr als ein Dutzend Mal an Abbruch gedacht, aber uns immer wieder mühsam zusammengerauft. Man sollte jetzt nicht so tun, als hätte die Sonne über Jamaika geschienen, wenn die FDP geblieben wäre."
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 79491.html

Habeck ist Architekt und Minister der Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Jamaika: NICHT die neue Bundesregierung

Beitragvon relativ » Di 21. Nov 2017, 14:02

Dieter Winter hat geschrieben:(21 Nov 2017, 13:59)

Vielleicht ist die Alternativlos CDU nicht mehr der Wunschpartner der FDP? Wäre ja nach den zwei Legislaturen irgendwie nachvollziehbar, oder?

Ne die warten jetzt genüsslich auf die nächste Legislaturperiode mit Spahn und Konsorten. ;)
Ich befürchte fast mit Merkel bekommt Deutschland keine Regierung mit Mehrheiten im Bundestag, auch nach einer möglichen Neuwahl nicht.
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Re: Jamaika: NICHT die neue Bundesregierung

Beitragvon Cat with a whip » Di 21. Nov 2017, 14:02

pikant hat geschrieben:(21 Nov 2017, 13:25)

Trittin beschreibt es recht trreffend, dass die FDP vor ihren eigenen Inhalten davongelaufen und sehr viel FDP pur vereinbart worden ist und als der Soliabbau auf dem Tisch lag, hat er die Sondierungen einseitig beendet - ich habe soeben das Interview verlinkt - das ist brandneu und sehr lesenswert :)
Merkel ist der FDP sehr weit entgegengekommen


Ja, man sollte daher seine Augen für die Fakten gut aufmachen, sonst können die Lügenmärchen der Rechten wieder viel zu weit Raum greifen.

Tatsächlich hatten die ersthaften Akteuere ihre Kompromisse gemacht, nur Lindner hatte gerade deswegen wohl Not vor einer greifbaren Einigung als erster mit einer schwammigen, vorgefassten Presseerklärung vorzupreschen.
Psychologisch blieb ihm da keine Wahl, denn die erste Meldung erhält die größte mediale Wirkung und Aufmerksamkeit.

Blöd, auch wenn's Fake-Lindner gerne so hätte, die kritischen Bürger sind keine geistigen Eintagsfliegen und sehen sehr wohl auch das Ganze und wissen nun dass man der FDP weit entgegen kam.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon firlefanz11 » Di 21. Nov 2017, 14:04

yogi61 hat geschrieben:(21 Nov 2017, 13:37)

Vor allen Dingen, wie sollte es eine schwarz-gelbe Minderheitsregierung geben, wenn die Union die Steuerpläne der FDP sofort auf den Müll wirft?

Wer sagt, dass sie das ohne Muti a d Spitze noch tun würde?
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon Zinnamon » Di 21. Nov 2017, 14:09

Bleibtreu hat geschrieben:(21 Nov 2017, 09:16)

Der Waehler hatte eine Konstellation gewaehlt, von der am Wahlabend schon absehbar war, dass sie mehr als schwierig ist. Also wenn, hat der Waehler sich die Ohrfeige selbst verpasst und damit auch der bisherigen Politik.

Je mehr KleinParteien es gibt, desto schwieriger ist ein Zusammenfinden - das kann doch fuer niemanden ein Geheimnis sein. Mit aller Macht und SchreckGespensten als Druck etwas zusammenpressen zu wollen, was nicht zusammen haelt, halte ich fuer unsinnig. Denn es haelt nicht auf Dauer, es bringt nicht die noetige stabile Regierung. Da hilft auch kein trotziges "es hat aber zu funktionieren, weil ich das so will" nichts.


Der Wähler hat einfach gewählt (aus Überzeugung oder Protest) oder es bleiben lassen. Beides ist sein gutes Recht, ansonsten hat er keinen Auftrag im Kontext Wahl.

Aufgabe der Poltik ist es aus Stimmverlusten, Nichtwähler- und Proteswählerquote adäquate Schlüsse zu ziehen und allgemein Angebote zu machen, die den sich wandelnden Zeiten gerecht werden.

Wenn wir die Schar der resignierten oder desinteressierten Nichtwähler, die es schon vorher gab mal beiseite lassen, dann nahm die Situation, wie wir sie jetzt vorfinden, mit der kleinen Vokabel alternativlos angesichts der Bankenkrise ihren Anfang. Wir sehen nun die Rechnung für einen unüberschaubaren Berg an Hausaufgaben, die seit dem nicht gemacht wurden. Offenbar konnte man das nicht aussitzen. Die Schuld beim Wähler zu suchen halte ich für ebensoso verfehlt wie die Ignoranz diversen Problemzonen unserer Gesellschaft gegenüber.

Hier geht es nicht um UK, sondern um D.


Da sag ich als Patriotin mal: leider.
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon relativ » Di 21. Nov 2017, 14:09

firlefanz11 hat geschrieben:(21 Nov 2017, 14:04)

Wer sagt, dass sie das ohne Muti a d Spitze noch tun würde?

Weil die CDU noch eine Volkspartei ist und die FDP immer noch eine Klientelpartei. Klar soweit?
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Jamaika ist gescheitert - Wie geht es weiter?

Beitragvon yogi61 » Di 21. Nov 2017, 14:09

firlefanz11 hat geschrieben:(21 Nov 2017, 14:04)

Wer sagt, dass sie das ohne Muti a d Spitze noch tun würde?


Es gibt keine Anzeichen, dass Mutti irgendwie entsorgt wird.
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Re: Jamaika: NICHT die neue Bundesregierung

Beitragvon Splinterbell » Di 21. Nov 2017, 14:11

Cat with a whip hat geschrieben:(21 Nov 2017, 14:02)

Ja, man sollte daher seine Augen für die Fakten gut aufmachen, sonst können die Lügenmärchen der Rechten wieder viel zu weit Raum greifen.

Tatsächlich hatten die ersthaften Akteuere ihre Kompromisse gemacht, nur Lindner hatte gerade deswegen wohl Not vor einer greifbaren Einigung als erster mit einer schwammigen, vorgefassten Presseerklärung vorzupreschen.
Psychologisch blieb ihm da keine Wahl, denn die erste Meldung erhält die größte mediale Wirkung und Aufmerksamkeit.

Blöd, auch wenn's Fake-Lindner gerne so hätte, die kritischen Bürger sind keine geistigen Eintagsfliegen und sehen sehr wohl auch das Ganze und wissen nun dass man der FDP weit entgegen kam.

Das war aber schon kurz nach Bekanntwerden klar, das die FDP am wenigsten Zugeständnisse machte.
So kann man seinem Land auch schaden, das jetzt bald nur noch zweite Klasse in Europa und der Welt ist.
Das wars mit Exportweltmeister und führendes Land in Europa. China nimmt sich den Export und Frankreich die Führungsrolle in Europa.
Deutschland geht dank Zickenpolitiker als Verlierer in die Zukunft.

Glückwunsch China und Frankreich. Wir geben uns geschlagen. Den WM Titel geben wir auch gerne wieder ab an Mexiko oder so.

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