Jamaika: Die neue Bundesregierung

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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon think twice » So 17. Sep 2017, 14:22

Jamaika muss für Grünen-Waehler und konservative Waehler der Super-Gau sein. Wie kann man ueberhaupt auf eine solche Konstellation kommen?
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon think twice » So 17. Sep 2017, 14:24

JJazzGold hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:18)

Kann ich auch ohne Unions- und Grünenvertreterin zu sein meine Meinung dazu äussern? ;)
Den Punkt Einwanderungsgesetz sehe ich den größten Hinderungsfaktor für Jamaika.
Weder die Union, noch die Grünen wollen ein Einwanderungsgesetz, dass den Namen verdient.

Mit Horst Seehofer wäre durchaus ein Deal zu machen für die FDP.
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon DarkLightbringer » So 17. Sep 2017, 14:25

JJazzGold hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:18)

Kann ich auch ohne Unions- und Grünenvertreterin zu sein meine Meinung dazu äussern? ;)
Den Punkt Einwanderungsgesetz sehe ich den größten Hinderungsfaktor für Jamaika.
Weder die Union, noch die Grünen wollen ein Einwanderungsgesetz, dass den Namen verdient.

Aber selbstverständlich, Werteste, ich bitte darum. Wir sind hier als Zuschauer geladen, nicht als Chefunterhändler im Kanzleramt. ;)

Keine 10-%-Partei wird ihr Programm zu 100 % durchsetzen können. Die Konzentration auf Unterschiedlichkeiten ist das eine, die Konzentration auf gemeinsame Nenner das andere. Wenn das Land ruft, kann man sich der Verantwortung nicht entziehen.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon think twice » So 17. Sep 2017, 14:27

Koalitionen sind eh Scheisse. Man läuft immer in Gefahr, dass man mit seiner Stimme die wählt, die man absolut nicht will.
Wer die meisten Stimmen hat, soll regieren. Das würde auch die Wahlbeteiligung erhöhen.
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon think twice » So 17. Sep 2017, 14:30

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:25)

Keine 10-%-Partei wird ihr Programm zu 100 % durchsetzen.

Deshalb verstehe ich auch nicht, warum manche so wild auf Jamaika sind. Zwei 10%-parteien gegen die Lordkanzlerin. Da weiss man doch, wer die Entscheidungen treffen wird. Bestimmt nicht Özdemir und Lindner. ;)
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon DarkLightbringer » So 17. Sep 2017, 14:31

think twice hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:22)

Jamaika muss für Grünen-Waehler und konservative Waehler der Super-Gau sein. Wie kann man ueberhaupt auf eine solche Konstellation kommen?

Die Konstellation ergibt sich, weil der Wähler die Planetenmechanik so bewegt.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon Ein Terraner » So 17. Sep 2017, 14:34

think twice hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:22)

Jamaika muss für Grünen-Waehler und konservative Waehler der Super-Gau sein. Wie kann man ueberhaupt auf eine solche Konstellation kommen?


Seitdem Kretschmann täglich für Merkel betet ist wohl alles möglich.

http://www.tagesspiegel.de/politik/winf ... 00668.html

Ich hab ja immer noch den Verdacht das die Grünen über die Jahre hinweg von Konservativen unterwandert wurde. :D
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon H2O » So 17. Sep 2017, 14:37

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:25)

Aber selbstverständlich, Werteste, ich bitte darum. Wir sind hier als Zuschauer geladen, nicht als Chefunterhändler im Kanzleramt. ;)

Keine 10-%-Partei wird ihr Programm zu 100 % durchsetzen können. Die Konzentration auf Unterschiedlichkeiten ist das eine, die Konzentration auf gemeinsame Nenner das andere. Wenn das Land ruft, kann man sich der Verantwortung nicht entziehen.


Zum ersten Punkt: Ja, klar, wäre ja noch schöner, wenn wir Zaungäste nicht das Gebaren der politischen Parteien bei der Regierungsbildung kommentieren dürften! Wir leben schließlich nicht in der Türkei!

Zu zweitens: Das Land ruft... Ich glaube eher, daß Politiker von einem Gestaltungsdrang getrieben werden, über den sie in Wahlen die Bürger abstimmen lassen: Ja, macht das doch! Diese Reihenfolge kommt mir "bodenständiger" vor.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon DarkLightbringer » So 17. Sep 2017, 14:39

think twice hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:30)

Deshalb verstehe ich auch nicht, warum manche so wild auf Jamaika sind. Zwei 10%-parteien gegen die Lordkanzlerin. Da weiss man doch, wer die Entscheidungen treffen wird. Bestimmt nicht Özdemir und Lindner. ;)

Die jungen Wilden haben Ideen, die Lordkanzlerin Maß und Mitte.

Nicht zu vergessen aber, die SPD als klarer Oppositionsführer hält die extremen Ränder in Schach und kann sich zudem profilieren.
Die Linke muss sich dann ein völlig neues Angriffsziel ausdenken. ;)
Die AfD zwar nicht, sie kann wie gewohnt auf jedes Denken verzichten, verkümmert aber als Objekt der Ordnungsprotokolle.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon think twice » So 17. Sep 2017, 14:42

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:31)

Die Konstellation ergibt sich, weil der Wähler die Planetenmechanik so bewegt.

Nein, es ist nicht der Wähler, der eine kleine Partei in die Regierung katapultiert. Das sind reine Planspiele der Politiker, die alle an die Macht wollen und denen es letztendlich egal ist, mit wem sie zusammenarbeiten, Hauptsache, sie sind in der Regierung.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon think twice » So 17. Sep 2017, 14:44

Wer 10% der Wählerstimmen erhält, den hat nicht das Land gerufen, auch wenn man sich das gern einreden möchte als FDP- oder Gruenen-Wahler.
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon H2O » So 17. Sep 2017, 14:47

JJazzGold hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:18)

Kann ich auch ohne Unions- und Grünenvertreterin zu sein meine Meinung dazu äussern? ;)
Den Punkt Einwanderungsgesetz sehe ich den größten Hinderungsfaktor für Jamaika.
Weder die Union, noch die Grünen wollen ein Einwanderungsgesetz, dass den Namen verdient.


Sie tun den DIE GRÜNEN aber Unrecht mit diesem Vorwurf. Überzeugen Sie sich hier:

http://www.t-online.de/nachrichten/deut ... teien.html

Nur die CDU hat keine klaren Absichten, obwohl ich im Deutschlandfunk vor einigen Tagen den bayerischen Innenminister Herrmann/CSU mit ziemlich klaren Ansagen erlebt habe. Das klang verdammt ähnlich zu Plänen der SPD, der DIE GRÜNEN und der FDP. Wie weit das im Wahlkampf "Wir doch auch!" bedeutet hat, wer will das schon bewerten, und ob der Ausritt mit Herrn Seehofer abgestimmt war, wer weiß das schon.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon DarkLightbringer » So 17. Sep 2017, 14:48

think twice hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:42)

Nein, es ist nicht der Wähler, der eine kleine Partei in die Regierung katapultiert. Das sind reine Planspiele der Politiker, die alle an die Macht wollen und denen es letztendlich egal ist, mit wem sie zusammenarbeiten, Hauptsache, sie sind in der Regierung.

Nun, irgend jemand muss auf der Regierungsbank Platz nehmen, man kann sie nicht einfach leer lassen. Es besteht zuweilen auch ein Handlungsbedarf, wenn die Geheimdienste das Lagebild vorlegen.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon think twice » So 17. Sep 2017, 14:50

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:48)

Nun, irgend jemand muss auf der Regierungsbank Platz nehmen, man kann sie nicht einfach leer lassen. Es besteht zuweilen auch ein Handlungsbedarf, wenn die Geheimdienste das Lagebild vorlegen.

Sicher, aber du beschwörst ständig den Willen des Volkes, das nach der FDP ruft. Und so ist es eben nicht.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon DarkLightbringer » So 17. Sep 2017, 14:51

H2O hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:37)

Zum ersten Punkt: Ja, klar, wäre ja noch schöner, wenn wir Zaungäste nicht das Gebaren der politischen Parteien bei der Regierungsbildung kommentieren dürften! Wir leben schließlich nicht in der Türkei!

...und nicht in Russland.

Zu zweitens: Das Land ruft... Ich glaube eher, daß Politiker von einem Gestaltungsdrang getrieben werden, über den sie in Wahlen die Bürger abstimmen lassen: Ja, macht das doch! Diese Reihenfolge kommt mir "bodenständiger" vor.

Wenn Sie mal Bundespressekonferenzen genau verfolgen, werden Sie feststellen, dass insbesondere in den Fachressourcen sehr viel Bodenständigkeit und sehr wenig Verdruß zu Hause sind.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon JJazzGold » So 17. Sep 2017, 14:55

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:25)

Aber selbstverständlich, Werteste, ich bitte darum. Wir sind hier als Zuschauer geladen, nicht als Chefunterhändler im Kanzleramt. ;)

Keine 10-%-Partei wird ihr Programm zu 100 % durchsetzen können. Die Konzentration auf Unterschiedlichkeiten ist das eine, die Konzentration auf gemeinsame Nenner das andere. Wenn das Land ruft, kann man sich der Verantwortung nicht entziehen.



Wären wir beide Chefunterhändler, stelle ich mir die Verhandlungen durchaus anteilig unterhaltsam und mit einer Prise Humor versehen vor. ;)

Nachdem nicht nur Jamaika, sondern auch die nächste GroKo ruft, können FDP und Grüne ihrer Verantwortung auch in der Opposition wahrnehmen. :)

Keine der beiden Parteien geht davon aus, ihren Plan zu 100% umsetzen zu können, davon gehen auch Union und SPD nicht aus.
Weshalb sowohl die FDP, als auch die Grünen, einzelne Punkte als bedingungslos erklärt haben. Jetzt stehen aber genau diese Punkte konträr zueinander. Einer von beiden wird ergo hier das Gesicht verlieren müssen, ggfls. mit Unterstützung der CDU oder CSU, oder beiden. Das können sich beide nicht leisten, die Grünen noch weniger als die FDP, die bereits angekündigt hat, dass sie auch gewillt ist in die Opposition zu gehen, falls keine eindeutige FDP Handschrift im angebotenen Vertrag zu erkennen ist.

Sollte es ergo zu Jamaika Verhandlungen kommen, können wir uns auf monatelange Verhandlungen einrichten, immer mit der Option, dass diese zu einem Zeitpunkt x ergebnislos abgebrochen werden.

Dessen ist sich die Union sehr wohl bewusst. Da böte sich in Weiterführung der GroKo mit der SPD ein einfacherer, zeitlich zügigerer Prozess an. Gesetzt den Fall natürlich, dass die SPD nicht bereits am Wahlabend verkündet, sich in die Opposition begeben zu wollen, aber daran habe ich meine Zweifel.

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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon H2O » So 17. Sep 2017, 14:59

think twice hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:42)

Nein, es ist nicht der Wähler, der eine kleine Partei in die Regierung katapultiert. Das sind reine Planspiele der Politiker, die alle an die Macht wollen und denen es letztendlich egal ist, mit wem sie zusammenarbeiten, Hauptsache, sie sind in der Regierung.


Wer "katapultiert" denn sonst? Am Ende sind es die Wählerstimmen. Mir ist auch die Redewendung "an die Macht wollen" viel zu abwertend. Politiker wollen gestalten, machen dem Wahlvolk Vorschläge darüber, was sie gern bewegen möchten, und dafür bekommen sie Wählerstimmen. Ohne in der Regierung mit zu arbeiten, wird das aber mit dem Mitgestalten nix! Wie sagte Herr Müntefering dazu noch: "Opposition ist Mist!"
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon JJazzGold » So 17. Sep 2017, 15:11

H2O hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:47)

Sie tun den DIE GRÜNEN aber Unrecht mit diesem Vorwurf. Überzeugen Sie sich hier:

http://www.t-online.de/nachrichten/deut ... teien.html

Nur die CDU hat keine klaren Absichten, obwohl ich im Deutschlandfunk vor einigen Tagen den bayerischen Innenminister Herrmann/CSU mit ziemlich klaren Ansagen erlebt habe. Das klang verdammt ähnlich zu Plänen der SPD, der DIE GRÜNEN und der FDP. Wie weit das im Wahlkampf "Wir doch auch!" bedeutet hat, wer will das schon bewerten, und ob der Ausritt mit Herrn Seehofer abgestimmt war, wer weiß das schon.



Der Unterschied liegt darin, dass die FDP Einwanderung und Asyl strikt trennt, die Grünen beides vermischen wollen.

Die CDU hat meines Erachtens gar keinen Plan, die hat das Thema auf unbestimmte Zeit verschoben und was die CSU will, dass weiß man nicht genau, da muss man warten bis der CSU Kreisel während der Verhandlungen zum Stillstand kommt. Von den CSU Protagonisten fischt doch jeder im Wahlkampf in einem anderen Becken.

Ergo werden die beiden Parteien, sich auf Seiten der Grünen schlagen und das Thema so lange “in Bearbeitung halten“, bis die Legislaturperiode vorbei ist.

Ich habe volles Verständnis für die FDP, wenn sie, wie zu erwarten war, diesen Punkt zu nicht verhandelbar“ erklärt. Die hat ihre Erfahrung mit der Union bereits gemacht, die Grünen nicht.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon H2O » So 17. Sep 2017, 15:13

JJazzGold hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:55)

[color]...Gesetzt den Fall natürlich, dass die SPD nicht bereits am Wahlabend verkündet, sich in die Opposition begeben zu wollen, aber daran habe ich meine Zweifel.[/color]


Das wäre auch seitens der SPD höchst unpolitisch und von Gefühlen getrieben. Jede politische Partei wird doch zu prüfen haben, welche Gestaltungsmöglichkeiten der denkbare Koalitionspartner ihr zubilligen wird. Und dann muß sie eben abwägen, ob ihr das genügt oder ob sie besser ein anderes Bündnis anstrebt oder in der Opposition die Regierungsarbeit zerpflückt.

Aus meiner Sicht ist das Wahlprogramm der CDU so weich gewaschen, daß wohl jeder politische Partner mit einigem guten Willen ein Feld finden kann, das ihm offen steht. Umgekehrt wäre bei einer Mehrheit für eine der "zweitstärksten Parteien" die Frage angebracht: "Ja, was wollt Ihr denn politisch bewegen? Dem "Weiter so" hätte der Wähler dann ja eine Abfuhr erteilt. Damit ist aber kaum zu rechnen.
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Re: Jamaika: Die neue Bundesregierung

Beitragvon DarkLightbringer » So 17. Sep 2017, 15:15

think twice hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:50)

Sicher, aber du beschwörst ständig den Willen des Volkes, das nach der FDP ruft. Und so ist es eben nicht.

Es ruft auch nach anderen, klar. Und ein Zusammentun der Teile bildet dann die Mehrheit ab.
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